Bohrmaschine - Lager wechseln

Gast #7260638
Hallo allerseits,

vielleicht habt Ihr ein paar Tipps, wie ich diese Bohrmaschine wieder 
auf Vordermann bringe. Es nervt sehr das Lagerspiel der Bohrspindel, 
wodurch die Spitze des Bohrfutters einen knappen mm hin und her wackelt. 
(siehe Bild)

Die Maschine heißt AEG Typ SBE600R.

An sich sollte sich das Lager ja austauschen lassen. Dazu muss 
vermutlich das RÖHM-Bohrfutter runter. Ich habe natürlich schon diverse 
Infos und Filmchen im Netz angeschaut, wie man das macht.
1. Es gibt keine Schraube im inneren des Bohrfutters, womit man es lösen 
könnte.
2. Die Spindel ist hinten abgeflacht, so dass ein schmaler 
13mm-Gabelschlüssel drauf passen würde (den ich nicht habe, bzw mir 
einen "flach schleifen" müsste.
3. Vorne gibt es eine Sechskant, wo ein 19mm-Ringschlüssel drauf passen 
würde. (hab ich auch nicht)

Eventuell würde es mit 2 solchen Schlüsseln runter gehen, die man dann 
gegeneinander aufdreht.

4. Das doofe Schalen-Gehäuse ist mit Stern-Schrauben zusammengeschraubt, 
die teilweise so tief drin sitzen, dass ich da mit normalen bits nicht 
ran komme. Wäre also noch ein passender Schraubendreher fällig.

5. Wenn ich es dann auf bekomme, weiß ich immer noch nicht, ob ich das 
Lager dann auch austauschen kann. Vielleicht ist ja eine 
aufgeschrumpftes Zahnrad im Weg, oder sonstwas. Oder das Lager selber 
ist OK, aber der Sitz ist ausgeschlagen, oder es ist keine Normgröße und 
ich bekomme nichts passendes.

Tja, deshalb dieser fragende Beitrag, ob jemand Erfahrungen mit diesem 
oder einen ähnlichen Gerät hat?

MfG olduri
Angehängte Dateien:
Messfehler, völlig normal wenn man an einem Sechskant misst :-)
Ansonsten - hau weg, lohnt sich wirklich nicht. Investiere in einen 
guten Akkuschrauber. Wenn man nichtt gerade stundenlang am Stück 
arbeiten musst wirst das Kabel nicht vermissen, im Gegenteil.
Gast
olduri schrieb:
> Tja, deshalb dieser fragende Beitrag, ob jemand Erfahrungen mit diesem
> oder einen ähnlichen Gerät hat?

Mal zusätzlich zur Kritik an Deiner exotischen Meßmethode: Wenn da bei 
Bohrmaschinen mit Kunstoffgehäuse irgendwo Spiel ist, dann meist 
zwischen Lager und Gehäuseschale.
Gast
H.Joachim S. schrieb:
> Das war zu Nickel-Zeiten tatsächlich so, ziemlich lästig. Die heute
> üblichen LiIon kannst mal locker ein halbes Jahr weglegen und ist
> dennoch voll da.

Klar, aber auch der ist irgendwann platt und dann ärgert man sich einen 
neuen kaufen zu müssen.
Lieber eine mit Kabel und die tut es dann die nächsten 30 Jahre
Gast
olduri schrieb:
> Die Spindel ist hinten abgeflacht, so dass ein schmaler
> 13mm-Gabelschlüssel drauf passen würde (den ich nicht habe, bzw mir
> einen "flach schleifen" müsste.

Sehr flache 13 er gibt es meistens beim Fahrradwerkzeug dabei. Ich würde 
im Baumarkt beim Fahrrad Zubehör zuerst nach sehen.

Gerald B. schrieb:
> Wenn du aufzählst, was du alles nicht hast, wäre es da nicht einfacher,
> ne neue Bohrmaschine zu kaufen, als das Geld in spezielle Vorrichtungen
> und zu modifizierte Werkzeuge zu stecken - mit ungewissem Ausgang?

Wenn du nur den einen Raparatur Vorgang ansiehst, dann wäre deine 
Variante einfacher und billiger. Wenn du aber die aufgewendete Zeit als 
Lehrgeld betrachtest und dabei etwas lernst, kann das eine sehr lohnende 
Investition sein. Wenn das Interesse und das Vergnügen am Basteln gross 
sind, ist es noch dazu ein unbezahlbares Vergnügen. Für andere Hobbies 
gibt man viel viel mehr aus.
Gast
Wenn man noch nicht mal einen 13er Gabelschlüssel hat und keinen 19er 
Schlüssel und keinen Standard-Kreuzschlitzschraubendreher ...

Dann braucht man auch die Bohrmaschine nicht.
Gast
KArl Fred M. schrieb:
> Lieber eine mit Kabel und die tut es dann die nächsten 30 Jahre

Volle Zustimmung.
Ich habe Jahre lang sowohl Akkumaschinen, als auch Kabelmaschinen 
eingesetzt - je nach Anforderung. Privat habe ich nur Kabelmaschinen. 
Meine erste Kabelmaschine, eine B&D, also wahrlich kein robustes 
Profigerät, läuft immer noch nach über 50 Jahren, viel gebraucht, aber 
nie überlastet.
Gast
olduri schrieb:
> Wenn ich es dann auf bekomme, weiß ich immer noch nicht, ob ich das
> Lager dann auch austauschen kann.

Wenn Dir schon ein flacher Schlüssel und ein langes Bit fehlt, solltest 
Du besser eine neue Maschine kaufen. Neben dem ausgeleierten Lager wird 
man oft noch andere Verschleißteile finden. Aufwand > Nutzen ?
Beitrag #7260959 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast
M.M.M schrieb:
> Mal zusätzlich zur Kritik an Deiner exotischen Meßmethode:

Wenn man die Bahrmaschine einschaltet, hüpft die Meßeinrichung vom 
Tisch.
Und dann an einem Sechskant?
Verarsche!
Und die AEG sieht sauber und unverbraucht aus.
Gast
Hi,

Danke für die Antworten!
Die Suche nach "Explosionszeichnungen" (Tipp von "Akkuhasser" brachte 
tatsächlich eine eindeutige Zeichnung zur Entfernung des Bohrfutters zu 
Tage. Gegenläufige Schraubenschlüssel, oder 1 Schraubenschlüssel + 
Schlag auf eingespannten Sechskant.
Außerdem finde ich den Tipp mit diesen schrecklichen flachen, meist 
grottig-gratig und ungenau ausgestanzten Fahrradschlüsseln gut -da 
braucht man keinen guten Gabelschlüssel für zu killen.

Der Hinweis - den Urheber finde ich gerade nicht - dass bei 
Plastikgehäusen das Spiel meist zwischen Lager und Gehäuse findet klingt 
nach Erfahrung, und wenn das stimmt, wäre die Ganze ziemlich für den 
Poppes, denn etwas dauerhaft zwischen Lager und Gehäuse zu fummeln, 
klingt nicht sehr vielversprechend.

Zu den sonstigen, leicht hämischen Bemerkungen: Doch, ich besitze ein 
ausreichendes Sortiment an Kreuzschlitzdrehern - aber eben keinen mit 
passender Stern-Aufnahme. Habe ich aber eingangs entsprechend erwähnt. 
Und was an meiner Messmethode auszusetzen sei, müsste erst mal begründet 
werden. Hinweis: Ich habe die Maschine mit dem eingespannten 6-Kant-Bit 
NICHT gedreht, sonder hin und her gewackelt. Ich zieh mir die Hosen auch 
nicht mit der Kneifzange an.

Was Akkuschrauber / Bohrer betrifft - schön und gut. Wenn man andauernd 
an weit auseinander liegenden Stellen arbeiten muss- ganz prima.
Wenn man aber eher stationär werkelt, ist der Saft aus der Steckdose 
praktischer. Außerdem stinkt es mir, Geld rauszuschmeißen für ein neues 
Gerät, wenn das alte bis auf einen gut eingegrenzten, im Prinzip leicht 
zu behebenden Fehler OK ist.

MfG, OldUri
(Firma: privat)
Ich habe den Vorläufertyp er heisst SB2E600,habe ich über die 
Kleinanzeigen
gekauft.Nur Rechtslauf wie dein Typ auch mit Elektronik.Werden ab + zu 
in den
Kleinazeigen verkauft,war ein Grundgerät für mehrere Zusatzgeräte.War 
meine
erste Bohrmaschine die ich auch neu gekauft habe.Zweigang mit Elektronik 
+
600 Watt.Von AEG gab es auch den Gabelschlüssel dazu,wenn man die 
Zusatzgeräte
nutzen wollte musste das Bohrfutter entfernt werden.Mit Alu 
Getriebekopf.
                                Gruß  Hans
Gast
olduri schrieb:
> Außerdem finde ich den Tipp mit diesen schrecklichen flachen, meist
> grottig-gratig und ungenau ausgestanzten Fahrradschlüsseln gut

... bis das weiche Schlüsselchen benutzt wurde? Lager tauschen muß auch 
nicht leicht gehen, falls sie aufgeschrumpft sind.
Eine neue Maschine kaufen, kann man auch später noch, wenn man Zeit hat. 
Jedenfalls habe ich mehrere, die auch schon etwas gelitten haben, aber 
für grobe Arbeiten noch ausreichend sind.
Gast
Sicherungsschruabe rausdrehen (linksgewinde!)
Anschließend einen dickeren Innensechskantschlüssel (kurze Seite) im 
Futter einspannen..
Kurzer kräftiger Schlag mit einem Schon  Gummi  Hammer der gerade da 
ist gegen den langen teil vom Innensechkanstschlüssel (rechtsgewinde!) 
und ab ist das Dingen...
Gast
usuru schrieb:
> Christian M. schrieb:
>> +/-1mm ist lächerlich für eine Handbohrmaschine! Um so ein Spiel
>
> Naja es gibt wohl auch andere Bohrmaschinen, schau mal da

Bestreitet ja niemand, aber solange man mit der Handbohrmaschine aus der 
Hand bohr, ist das eh wurscht. Und selbst beim Bohrständer zieht sich 
der Bohrer dahin, wo man angekörnt hat.

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