Moin Leute,
in einem echt schwachen Moment heute auf dem Amateurfunkmarkt
in Dortmund konnte ich es leider nicht schaffen etwas abzuwehren
und man hat mir diese Anzeige von Hoffen&Beten geschenkt.
Vollausschlag bei 45V/30mA.
Hat jemand eine Brilliante Idee was man damit machen kann?
Thermometer? Frankensteinfilm drehen?
Olaf
300 Veff Vollausschlag bei 30 mA: Das wären 9 W, das würde ganz schön
warm, sofern sich der Vorwiderstand im Gerät befindet. Und bei 600 Veff
würde es richtig heiß...
Ich vermute, dass das ein 30 mA-Messwerk ohne Vorwiderstand ist, nur die
Skala zeigt Volt.
Der Zahn der Zeit (🦷⏳) schrieb:> Ich vermute, dass das ein 30 mA-Messwerk ohne Vorwiderstand ist, nur die> Skala zeigt Volt.
Vermuten ist gar nicht nötig.
olaf schrieb:> Vollausschlag bei 45V/30mA.
olaf schrieb:> in einem echt schwachen Moment heute auf dem Amateurfunkmarkt> in Dortmund konnte ich es leider nicht schaffen etwas abzuwehren> und man hat mir diese Anzeige von Hoffen&Beten geschenkt.
Hoffen und Beten daß der Strom nicht ausfällt :)
Am besten in einen Schrein einbauen und Kerzen drum herum stellen.
> Vermuten ist gar nicht nötig.
Yep. Vermutlich sind die 1W interne Verlustleistung notwendig
damit das Glas nicht im Winter von innen beschlaegt. :-D
Aber kein Wunder das wir heute Klimawandel haben wenn unsere
Vorfahren so mit der Energie umgegangen sind.
> Arbeitszeit messen. Bei Vollausschlag ist Feierabend.
Aehem..ich hab noch 4Stk 7Seg-LED mit 120mm Anzeigenhoehe mitgebracht.
Also entweder Fluxcompensator oder Meeting-Restzeitanzeige.
Aber fuer so ein analoges Instrument muss einem doch was bessers
einfallen. Ist ja auch mit ganz schoen Aufwand verbunden damit
es an einem heutigen Mikrocontroller etwas anzeigen kann.
Olaf
ps: Gottseidank hab ich keine VFDs gesehen die ich kaufen musste...
olaf schrieb:> Yep. Vermutlich sind die 1W interne Verlustleistung notwendig> damit das Glas nicht im Winter von innen beschlaegt. :-D>> Aber kein Wunder das wir heute Klimawandel haben wenn unsere> Vorfahren so mit der Energie umgegangen sind.
Tolle Aussage.
Vielleicht wäre es mal angebracht, zu überprüfen, warum das Instrument
so viel Strom bei 45V verbrät.
Wahrscheinlich ist innen Vorwiderstand und Shunt bereits eingebaut.
Ansonsten gibt es Instrumente, die einen hohen Eigenverbrauch haben, ja
haben müssen- Hitzdrahtinstrumente, auch Dreheisenmeßgeräte können das
haben.
Da ist der Verbrauch zwar eine Belastung der Quelle, aber i. d. R.
gering, diese Meßverfahren hat man aber nicht erfunden, um das Klima
anzuheizen, sondern es hat einen Vorteil, den Drehspulmeßwerke nicht
haben.
Ich vermute, es wird jedoch ein Meßwerk mit Beschaltung sein.
olaf schrieb:> Ist ja auch mit ganz schoen Aufwand verbunden damit> es an einem heutigen Mikrocontroller etwas anzeigen kann.
Ja, die 45 Volt sind hier ungünstig.
> Wahrscheinlich ist innen Vorwiderstand und Shunt bereits eingebaut.
Schnucki, das ist eine 300V Anzeige. Wenn da einer nen Vorwiderstand
einbaut, was wuerde das dann wohl anzeigen? .-)
> auch Dreheisenmeßgeräte können das haben.
Bingo! Kucke er rechts unten auf die Anzeige...
> diese Meßverfahren hat man aber nicht erfunden, um das Klima> anzuheizen,
Du bist komplett humorbefreit oder?
> sondern es hat einen Vorteil, den Drehspulmeßwerke nicht> haben.
Ich darf dir versichern auch ich hab im Rahmen meines Studium
eine schnieke Messtechnikvorlesung genossen wo wir das alles
durch genommen haben. Ich haette sogar noch eine WATT-Anzeige
geschenkt bekommen koennen. Aber da konnte ich dann doch
widerstehen auch wenn sich jetzt mein alter Prof bestimmt
im Grab umdreht. :-D
> Ja, die 45 Volt sind hier ungünstig.
Naja, ein moderner Boostconverter regelt. Das ist kein grosses
Problem falls mir eine schicke Anwendung einfaellt.
Hm..vielleicht Auslastungsanzeige im Tower, aber heutige Rechner
verbringen ja 99% der Zeit im Leerlauf....
Olaf
S. schrieb:> ...auch Dreheisenmeßgeräte können das> haben....
Der Aussage von
Lotta . schrieb:> Nicht schlecht!> Ein Dreheisenmeßwerk von...
schließe ich mich an. Zudem ist es wohl für waagerechten Einbau
vorgesehen. Leider ist das Bild in dem unteren Bereich unscharf. :-(
Stefan F. schrieb:> Ja, die 45 Volt sind hier ungünstig.
Das alleine wäre kein nenenswertes Problem. Das eigentliche Problem ist,
dass das Teil bei 45V auch noch satte 30mA sehen will.
c-hater schrieb:> Das eigentliche Problem ist, dass das Teil bei 45V auch noch satte 30mA> sehen will.
Wurdem die 30mA bei AC- oder DC-Speisung gemessen?
Jörg
> Wurdem die 30mA bei AC- oder DC-Speisung gemessen?
DC natuerlich. Fuer ein AC-Netzteil hab ich bisher noch keinen
rechten Sinn gesehen. Ausserdem hab ich auch nur schnell mal
angeschlossen
um halt zu pruefen ob es einen eingebauten Spannungsteiler hat oder
nicht.
Ich haette eigentlich auch gedacht das es die angebenen 300V braucht.
Das Teil ist im uebrigen relativ aufwendig versiegelt. Eine der drei
kleinen Schrauben welche die Rueckwand halten hat einen Alukorb
bekommen, dann
hat man da ein Bleistueck drin festgequetscht und darin ein Siegel
eingedrueckt. Hab ich so aufwendig noch nie gesehen.
Würde eigentlich ein Foto wert sein....ist nicht ganz perfekt
geworden, aber zeigt was ich meine. Wollte jetzt nicht fuer ein Makro
den
grossen Aufriss machen.
Olaf
c-hater schrieb:> Das eigentliche Problem ist,> dass das Teil bei 45V auch noch satte 30mA sehen will.
Wären bei 230 Volt 5,55 Watt am Vorwiderstand, unhandlich.
Carypt C. schrieb:> das ist eine gutmütige anzeige, mit der man zb phasenanschnittsleistung> ungefähr einstellen kann. kann dreckigen netzstrom.Faulsack , im Deutschen ist es üblich, gewisse Dinge Groß zu
schreiben!
Interessant finde ich, dass die Skala fast linear ist, bei Dreheisen
unüblich. Das war sicher mal dolle teuer.
olaf schrieb:> Fuer ein AC-Netzteil hab ich bisher noch keinen> rechten Sinn gesehen.
Bei mir steht auf dem AC-Netzteil "Regel-Trenntrafo", und der hat ein
Dreheisenmeßwerk für die Ausgangsspannung.
> Würde eigentlich ein Foto wert sein ...> Wollte jetzt nicht fuer ein Makro den grossen Aufriss machen.
Das kann jede halbwegs ordentliche Digitalknipse ohne "grossen Aufriss",
dieses Gematsche hättest Du uns ersparen dürfen.
Manfred schrieb:> Faulsack , im Deutschen ist es üblich, gewisse Dinge Groß zu> schreiben!
Im Deutschen ist es üblich, gewisse Dinge wie zu schreiben?
, im Deutschen ist es üblich, gewisse Dinge Groß zu
> schreiben!
> Bei mir steht auf dem AC-Netzteil "Regel-Trenntrafo",
Ich stehe bei Boatanker mehr auf R&S, Tek, HP und Marconi.
Da ist ist fuer so einen Trennklopper kein Platz mehr. .-)
> Das kann jede halbwegs ordentliche Digitalknipse ohne "grossen Aufriss",
Gerade halbwegs ordentliche Digitalknipsen brauchen aber fuer solche
extremen Makros nunmal ein Stativ und das wollte ich nicht extra
aufbauen.
Nimm es also einfach die Versicherung das in der Dose noch keiner drin
rumgefummelt hat.
Darf ich also aus dem allgemeinen Dikussionsverlauf schliessen
das euch auch keine rechte Anwendung einfaellt? Also einfach
in den Muell werfen?
Hier gibt es eine Preisliste zu dem Teil: (oder eher zu aelteren
Vorgaengern)
https://www.historische-messtechnik.de/downloads/hb_blaue-liste-1921_teil1.pdf
Leider keine technischen Angaben. So von der optischen Anmutung wuerde
ich schaetzen, Baujahr irgendwo zwischen 1940 und 1960. Und ja, die
relativ hohen Leistungswerte fuer einen Vollausschlag sind merkwuerdig.
Man koennte ja auch noch einen Defekt vermuten, aber da wuerde mir jetzt
nur ein Windungsschluss einfallen.
Olaf
Ich hab gut geschaetzt. :)
http://hartmann-braun.de/hub/skalennummer.php
Ich hab die Skalennummer 2457756
Das Messgerät mit der Skalennummer 2457756 ist im Skalenbuch Nr. 95
verzeichnet und wurde im Zeitraum zwischen dem 26.10.1950 und dem
16.07.1951 hergestellt. Das Skalenbuch Nr. 95 enthält die Skalennummern
beginnend mit 2441321 bis 2466240. In dem genannten Zeitraum von 263
Tagen wurden von H&B insgesamt 24919 Messgeräte produziert. (Bemerkung:
beschädigt, letztes Blatt fehlt, Ende-Datum geschätzt) Unterstellt man
eine gleichmäßige Produktion über diesen Zeitraum, so wurde das
Messgerät im April 1951 hergestellt.
Wirklich erstaunlich was man im Internet alles so finden kann.
Olaf
olaf schrieb:> Darf ich also aus dem allgemeinen Dikussionsverlauf schliessen> das euch auch keine rechte Anwendung einfaellt?
Für mich: Ja.
> Also einfach in den Muell werfen?
Nein!
Baue das Ding in ein Holzbrettchen mit einem möglichst alten Schalter
dazu und lasse es auf Wunsch die Netzspannung anzeigen. Ist zwar
sinnfrei, aber man kann sich dran erfreuen.
olaf schrieb:> Frankensteinfilm drehen?
Nöpp!
drehen Ok, aber umdrehen hat/macht mehr Sinn,
heiter weiter!
oder so, da lacht das wie ein U mit Augen aka Ü ;)
Die Skala ist genial richtig.
Mein Tip:
Vor -zig Jahren hab ich einem Wanderhandwerker eine Spannunggsanzeige
für einen Inverter 12V/Netzspannung für seinen Service-Kfz eingebaut,
als Motorüberwachung - da das sein tägliches Gewerbe war, hat sich der
mindestens x-zehntausendmal darüber gefreut ;)
Nachtrag Anleitung:
Du baust einen regelbaren Vorwiderstand aka Trimmer ein, der dann bei
Netzspannung aus der Dose auf die Zahl 230 auf der Skala verweist.
Den Anwendern ist das hinreichend genug, die richten sich danach und
regeln manuell nach, falls erforderlich.
Oder Du bietest das Gesicht der Augsburger Puppenkiste an als Mädchen...
olaf schrieb:> Hat jemand eine Brilliante Idee was man damit machen kann?> Thermometer? Frankensteinfilm drehen?
Ich habe drei von diesen Dreheisenmesswerken in gleicher Bauform,
Siemens von 0 (Anfang) über 0,5 (Mitte) und 1 (Ende), die sind
angegeben mit 100 µA bei Vollausschlag...
Damit werde ich vielleicht ein kleines Mischpult bauen, als VU-Meter
machen die sich sicher gut - über Beleuchtung sollte man nachdenken...
Christian S. schrieb:> Ich würde es an einen Stelltrafo dran bauen.>> mfg
Mir wurde einer angeboten mit einem kleinen optischen Fehler, ich
bezweifle den mechanischen Einbau beim Ersatz.
Mani W. schrieb:> Mani W. schrieb:>> Ich habe drei von diesen Dreheisenmesswerken in gleicher Bauform,
Schön für Dich und
Schade, dann vmtl. zuwenig Fleisch im Rahmen für die Schrauben... Ich
glaube es ist besser, ich lass das...
Ich hab Teil gerade mal aufgemacht. Diese Bleiblombe ueber der Schraube
als Tamperschutz ist erstaunlich. Muss ich in der Firma im naechsten
Projektmeeting auch mal vorschlagen. :-D
Interessant ist auch die Abdichtung gegen Feuchtigkeit. Die haben da
einen duenneren Schnuersenkel in Farbe getaucht und denn in der Ritze
des Gehaeuse gedrueckt. Die Arbeitszeit das auszufuehren ist heute
vermutlich teurer als eine komplette Anzeige kosten duerfte.
Wie man sich unschwer ausrechnen kann hat das Teil ja einen
Innenwiderstand von 1.5k. Davon entfallen 1.3k wirklich auf das
Instrument und 200R sind ein auf Porzellan gewickelter Drahtwiderstand.
Damit braucht das Dingen fuer Vollausschlag also wirklich erheblich
Leistung. Damit betreibt man heute drei Mikrocontroller, einen 80Ghz
Sender/Empfaenger und ein beleuchtetes Display. Ist doch schoen zu sehen
das sich in den letzten 70Jahren doch etwas weiter entwickelt hat. :-)
Man koennte vielleicht die Anzeige austauschen gegen eine mit den
Ziffern 1 bis 6, dann einen Zufallsgenerator programmieren, beim Druck
auf eine Taste schwankt dann der Zeiger lustig hin und her und bleibt
dann auf der gewuerfelten Zahl stehen. Waere doch cool fuer den
naechsten Spieleabend....
Olaf
olaf schrieb:> Yep. Vermutlich sind die 1W interne Verlustleistung notwendig> damit das Glas nicht im Winter von innen beschlaegt. :-D
Du lachst, wir verkaufen ohne Witz ein Gerät, das zu 60% aus Heizung
besteht, damit das LCD drin im Winter nicht verreckt und beschlägt.
Abwegig ist das keineswegs und im Gegensatz zu Abdichtungen,
Trockenpackerln und dummen Monteuren ist das sogar recht zuverlässig.
Dreheisen-Messgeräte haben so viel Leistung tatsächlich gebraucht. Das
wurde nicht absichtlich verheizt. Dreheisen hatte damals gegenüber
Drehspul-Anzeigen den Vorteil dass sie aus physikalischen Gründen
automatisch (True-)RMS angezeigt haben. Drehspul zeigt immer Mittelwert
an, nicht RMS (root mean square).
Mani W. schrieb:>> Ich habe drei von diesen Dreheisenmesswerken in gleicher Bauform,>> Oh Mann! Natürlich Drehspulmesswerke...
Ja, Dreheisen mit <1mA wäre auch ziemlich ungewöhnlich.
Joergk schrieb:> c-hater schrieb:>> Das eigentliche Problem ist, dass das Teil bei 45V auch noch satte 30mA>> sehen will.>> Wurdem die 30mA bei AC- oder DC-Speisung gemessen?>
Wohl bei DC.
Eben weil diese Teile für AC gebaut sind,
fällt der Verbrauch bei DC sehr heftig aus.
Ich habe hier ähnliche von "Messen und Werkeln" *)
da ist der DC Verbrauch ähnlich.
Es funktioniert halt auch mit DC, doch mit mehr Wärmelesitung :-)
*) M&W, als Müller und Weigert bekannt.
@TE: Ein schöner Stell-Trenntrafo mit dieser Anzeige -- wäre das nicht
etwas Feines für Deine Hobbyecke?
> @TE: Ein schöner Stell-Trenntrafo mit dieser Anzeige -- wäre das nicht> etwas Feines für Deine Hobbyecke?
Noe, sowas braucht man nicht mehr. Kleiner Trenntrafo mit 100W reicht.
Sind doch heute ueberrall Schaltnetzteile drin und ich mach privat
auch keine fette Bergbautechnik oder anderen krassen Kram.
Olaf
olaf schrieb:> Wie man sich unschwer ausrechnen kann hat das Teil ja einen> Innenwiderstand von 1.5k. Davon entfallen 1.3k wirklich auf das> Instrument und 200R sind ein auf Porzellan gewickelter Drahtwiderstand.
Mit den zum Messwerk vergleichsweise kleinen Vorwiderstand wurden die
einzelnen Messgeräte kalibriert.
olaf schrieb:> Damit braucht das Dingen fuer Vollausschlag also wirklich erheblich> Leistung. Damit betreibt man heute drei Mikrocontroller, einen 80Ghz> Sender/Empfaenger und ein beleuchtetes Display. Ist doch schoen zu sehen> das sich in den letzten 70Jahren doch etwas weiter entwickelt hat. :-)
Das braucht man ja heute auch um einem einfachen Messmittel einen
einigermaßen "echten" Effektivwert beizubringen. Nur das die sich dann
gelegentlich auch schonmal um über 500 Prozent irren:
https://blackout-news.de/aktuelles/digitale-stromzaehler-zaehlen-falsch/
Toller Fortschritt über einen Zeitraum von 70 Jahren!
Hm, Thermometer in Kelvin oder Dezicelsius?
Oder wirklich (wg. AC) als Spannungsanzeige für Brwonout-gefährdete
Netzspannung (z.B. hinter Inverter, Solarwechselrichter, ...).
Frankenstein-Variante des Komfort-Duspol?
olaf schrieb:> Hat jemand eine Brilliante Idee was man damit machen kann?
Einen Trolldetektor bauen? Bei dessen Anwendung in Internetforen
solltest Du aber darauf achten, dass sich die Nadel nicht verbiegt oder
abbricht.
Oder ein Hubbard-Elektroskop:
https://de.wikipedia.org/wiki/E-Meter