Forum: PC Hard- und Software wenn Sales Droiden das Sagen haben :-(


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von Gerald B. (gerald_b)


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Hallo,

auch wenn es wie ein typischer Freitagspost beginnt und ich gefrustet 
bin, lautet meine Frage: geht das Folgende auch in Besser? Also 
verbraucherfreundlich? Bin quasi auf der Suche, nach einem neuen 
Versender für PC Komponenten ;-)
Aber lest selbst:
Im Frühjahr habe ich mir einen neuen PC zusammengeschraubt. Hab so 
zimlich alles bei Alternate bestellt. In den letzten 14 Tagen hatte ich 
inflationär ansteigende Abstürze von Firefox, oder gleich Bluescreens. 
Gestern reichte es mir dann und ich bin der Kiste mal mit Memtest86 Ver. 
10 zu Laibe gerückt und ich wurde fündig. Bei einem der RAM Riegel ließ 
sich das SPD-EEPROM mit den Timings nicht mehr auslesen. In Folge dessen 
versagte der Automatismus (XMP Profil) und das MoBo betrieb die Riegel 
mit 1,2 statt 1,35V. Also habe ich einen letzten Versuch unternommen und 
die Werte händisch im UEFI eingestellt. Der Riegel mit dem defekten 
EEPROM strotzte vor Fehlern, so das der Test sogar abbrach, der andere 
Riegel ist okay. Ich habe daraufhin die Riegel einzeln und in 
verschiedenen Steckplätzen getestet. Board und Netzteil scheiden somit 
als Fehlerusache aus.
Also Alternate über Webseite kontaktiert. Heute bekam ich den 
Retourenschein. So weit, so gut. Ab jetzt fängt es an absurd zu werden:
Die beiden RAM Riegel sind ein RAM Kit. Ich soll BEIDE zurückschicken, 
obwohl nur einer defekt ist. Mit einem Riegel läuft der Rechner noch - 
ohne nicht mehr ;-)
Meine telefonische Anfrage, ob es möglich wäre mir erst Ersatz zu 
schicken, das ich im Gegenzug dann das reklamierte Kit zurücksende, kam 
im Regelwerk des Callcentermitarbeiters nicht vor.
Es ist egal, das man dort 10 Jahre lang Kunde ist, nie etwas umgetauscht 
hat und im Wert eines Gebrauchtwagens dort eingekauft hat.
In Folge muß ich somit mir trotzdem RAM kaufen, will ich nicht ohne PC 
dastehen.
Das tat ich dann auch - bei einer anderen Firma! :P
Aus technischer Sicht ist dieses Vorgehen total sinnlos.

Gibt es Versender, die da kundenfreundlicher agieren?
Wie sind eure Erfahrungen?

von Uwe S. (bullshit-bingo)


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Deine Geschichte hat mich zutiefst erschüttert, besonders in nem 
Elektronikforum...

von Lynx (Gast)


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Verstehe Deinen Ärger aber ich kann auch verstehen das man das Kit 
tauschen möchte. Ich wäre froh wenn alle Firmen nach vermutlich >6 
Monaten so problemlos tauschen. Alles in allem ärgerlich, aber gibt 
Schlimmeres.

von Dummheit stirbt nie aus (Gast)


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von Gerald B. (gerald_b)


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Na ja, ich habe daraus gelernt, das ich künftig keine Kits, bzw. 
mindestens 2 kaufe, entgegen der Regel, möglichst viel RAM in wenigen 
Sockeln zu verbauen :-)
Ob ein Händler kulant ist, merkt mal ja leider erst, wenn es soweit ist.
Darum meine Frage, wo man denn nicht im Regen stehen gelassen wird.

von Schlaumaier (Gast)


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So eine Thema hatte ich auch schon.

Du hast das FALSCH gemacht.

Man vereinbart eine Bestellung mit Rücksendung.

Der Unterschied ist.

Die Ware wird bestellt + mit Rechnung geliefert.

Die defekte Ware wird zurück geschickt und die Rechnung wird 
Gutgeschrieben.

Habe ich 3 x in meinen Leben gehabt. Und hat jedes mal super geklappt.

Und anders ist es auch nicht möglich. Grund ist der "Fehlbestand" im 
Warenwirtschaftssystem. Weshalb die meisten Firmen auch nutzlose Teile 
wieder haben wollen. In seltenen Fällen (1 x ne Reklamation über ein 4 
Euro Teil bei Pearl) verzichtet man auf die Rücksendung und schickt ein 
die Ware neu zu. Ist ein Freund mal bei Amazon auch passiert.

Kleinstbeträge sind nämlich aus wirtschaftlichen Gründen "ausbuchbar" 
bzw. deren Preis für die neue Versendung auf 0 Euro zu setzen.

von DerEinzigeBernd (Gast)


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Von welchem "Hersteller" sind die Speichermodule?

von Reinhard S. (rezz)


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Gerald B. schrieb:
> Es ist egal, das man dort 10 Jahre lang Kunde ist, nie etwas umgetauscht
> hat und im Wert eines Gebrauchtwagens dort eingekauft hat.

Mancher Gebrauchtwagen kostet weniger als ein ordentlicher PC...

von Rene K. (xdraconix)


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Gerald B. schrieb:
> mindestens 2 kaufe, entgegen der Regel, möglichst viel RAM in wenigen
> Sockeln zu verbauen

Wo liest du denn solch ein Mist? Redundanz und so? Klar, der Strom - 
aber im professionellem Bereich zum Beispiel wird das genau andersrum 
gemacht: hat ein Server oder Workstation 16 Slots - dann werden die auch 
belegt und wenn es 16x2Gb sind.

von (prx) A. K. (prx)


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Rene K. schrieb:
> hat ein Server oder Workstation 16 Slots - dann werden die auch
> belegt und wenn es 16x2Gb sind

Es kann jedoch sinnvoll sein, erst zu gucken, dann zu konfigurieren. 
Wenn bei AMDs EPYC 2/3 an einem Speicherkanal mehr ein 1 Modul hängt, 
sinkt der Speichertakt. Und die haben 8 Kanäle. Ausserdem müssen 
zumindest bei Dell alle Module die gleiche Kapazität haben, weshalb 
Erweiterung bei Vollbestückung einen vollständigen Austausch erfordert.

von Peter Bumsen (Gast)


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Rene K. schrieb:
> Gerald B. schrieb:
>> mindestens 2 kaufe, entgegen der Regel, möglichst viel RAM in wenigen
>> Sockeln zu verbauen
>
> Wo liest du denn solch ein Mist? Redundanz und so? Klar, der Strom -
> aber im professionellem Bereich zum Beispiel wird das genau andersrum
> gemacht: hat ein Server oder Workstation 16 Slots - dann werden die auch
> belegt und wenn es 16x2Gb sind.

Das ist so ziemlich die dümmste Pauschalisierung die ich je gelesen 
habe.

Zum Beispiel taktet die neue Ryzen Zen 4 Generation den RAM nur noch mit 
3600MHz statt 5X00MHz wenn du mehr als zwei Riegel einbaust.

So etwas muss man beachten und nicht einfach nur blind 4GB Schrottriegel 
kaufen...

Die Hardware altert auch schneller da die Stromversorgung in deinem 
Beispiel Refreshes von 16 Riegeln stemmen muss.

Zudem hast du die Wahrscheinlichkeit einen fehlerhaften Riegel zu 
erwischen massiv gesteigert.

von Netzwerker (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Ob ein Händler kulant ist, merkt mal ja leider erst, wenn es soweit ist.
> Darum meine Frage, wo man denn nicht im Regen stehen gelassen wird.

Wie schon gesagt, ist es eher ein Zeichen von gutem Service, dass hier 
die Reklamation so problemlos abläuft.

Natürlich verstehe auch ich dein Wunsch den funktionierenden Riegel 
nicht auch umzutauschen, aber wenn ich Händler wäre würde ich auch keine 
halbe Packung zurück nehmen. Dein Schluss daraus immer lieber Einzeln 
als im Kit zu kaufen ist doch eine vollkommen valide Strategie das zu 
verhindern.

Die Händler müssen auch sehen wie sie den Support-Aufwand in Grenzen 
halten und hier hat man immerhin keinen der alles erst mal abbügelt. Ich 
bin selber auf anderem Gebiet in einem Bereich tätig wo wir vom Netzwerk 
jedem Wissenschafter eine extra Wurst braten, genau so wie er sie gern 
hätte - das kostet richtig extra Zeit und Geld. Am Rechner lege ich das 
lieber in Redundanz (Doppelbeschaffung) an als in Extrawurst-bratende 
Händler (oder Supportverträge) - Du willst ja sicher auch nicht den 
teuersten Händler aussuchen, sondern nur einen der halt nicht die 
billigste Klitsche ist die es nicht mehr gibt wenn du was Umtauschen 
willst...

Ich hab zur allgemeinen Belustigung aber noch mal ein ganz grob 
ähnlichen Fall hier der aber zu meinem Vorteil war: Ich hatte mir zwei 
identische Thin Clients gebaucht gekauft weil dass billiger war als 
RasPi in der aktuellen Kriese und für meine Zwecke auch geeignet. Nun 
begab es sich, dass der Eine wie Beworben war und beim Anderen eine 
andere, viel kleinere SSD drin steckte. Ich hätte natürlich auch gern 
nur die SSD zurück geschickt, den Rest der Hardware hatte ich ja schon 
funktionsgeprüft. Ist aber nicht vorgesehen also den EINEN Thin Clinet 
wieder eingepackt und zurück gesendet. Ich bekam nicht wie gewünscht 
eine Ersatzlieferung, sondern Geld zurück. Hab mich dann nciht beschwert 
weil es das Geld für BEIDE zurück gab. Seit das vor 1 Monat passiert ist 
warte ich bie es ihnen auffällt dass sie den einen den ich behalten habe 
doch bezahlt haben wollen... bisher noch nix...

von Dummheit stirbt nie aus (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Ab jetzt fängt es an absurd zu werden:
> Die beiden RAM Riegel sind ein RAM Kit. Ich soll BEIDE zurückschicken,
> obwohl nur einer defekt ist. Mit einem Riegel läuft der Rechner noch -
> ohne nicht mehr ;-)

> Aus technischer Sicht ist dieses Vorgehen total sinnlos.

Ist es nicht, du bist halt ahnungslos und hast eben noch nie was von 
Dual channel gehört.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dual_Channel

Es bringt halt einige prozent Leistung wenn zwei identische 
Speicheriegel in den richtigen Bänken stecken. Ersetzt man dir nur den 
einen stehen die Chancen gut, das die nicht zueinandrpassen, weil RAMS 
mit den gleichen timings schon mal nach zwei Jahren nicht mehr lieferbar 
sein könnten. und dann irgendein Kompabilitätsbustiming gefahren wird, 
da bestenfalls das des langsamsten allein entspricht. Also Speicher 
Paarweise tauschen, wie bei den Autoreifen.

https://www.techstage.de/ratgeber/ratgeber-ram-takt-dual-channel-und-die-beste-groesse-wann-ein-arbeitsspeicher-upgrade/nrjzxgy

PS: Einige Prozente wird im Realbetrieb meist mit 5-10% mehr Leistung 
übersetzt, bei Benchmarks und integrierter Grafik kann es aber auch 20 
bis 100% sein.

von Gerald B. (gerald_b)


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Dummheit stirbt nie aus schrieb:
> Ist es nicht, du bist halt ahnungslos und hast eben noch nie was von
> Dual channel gehört.

Achso, meinst du?
Gernau deswegen hab ich ja nicht einen 32 GB Riegel gekauft, sondern ein 
Kit aus 16ern und die auch, wie im MoBo Manual beschrieben, in die 
zueinander gehörenden Slots gestopft. Wenn ich einen entferne, habe ich 
übergangsweise vielleicht 90% Leistung, ohne RAM habe ich NULL Prozent - 
was davon ist deiner werten Meing nach mehr?

DerEinzigeBernd schrieb:
> Von welchem "Hersteller" sind die Speichermodule?

Corsair CMW32GX4M2D3600C18, Vengeance RGB PRO, XMP
hab eigentlich bisher große Stücke auf Corsair gehalten. Nach dem 
jetzigen Erlebnis und einem gestorbenen Netzteil, wo der Primär-Elko 
taub war, scheint es an der Zeit, meine Meinung zu revidieren.
Den Ersatz, den ich bestellt habe, ist von Kingston.

von (prx) A. K. (prx)


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Bei Speichermodulen fährt man erfahrungsgemäss mit Typen vom Hersteller 
der Chips besser, beispielsweise Samsung oder Crucial(Micron). Kingston 
ist auch OK. Die sind eher auf Stabilität getuned, als auf schöne Optik 
und grenzwertige Zahlen.

von Dummheit stirbt nie aus (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Dummheit stirbt nie aus schrieb:
>> Ist es nicht, du bist halt ahnungslos und hast eben noch nie was von
>> Dual channel gehört.
>
> Achso, meinst du?
> Gernau deswegen hab ich ja nicht einen 32 GB Riegel gekauft, sondern ein
> Kit aus 16ern und die auch, wie im MoBo Manual beschrieben, in die
> zueinander gehörenden Slots gestopft. Wenn ich einen entferne, habe ich
> übergangsweise vielleicht 90% Leistung, ohne RAM habe ich NULL Prozent -
> was davon ist deiner werten Meing nach mehr?

Soso, deppern ist man auch noch.

Erst schreibste es wäre "technisch sinnlos" das Paar zu tauschen und 
dann lieferste eine technische begründung worin der Sinn im Pärchenspiel 
liegt ...
Und da dir allein der gedanke an eine Computerlose zeit Panik bereitete 
... schon mal gedacht das du ernsthaft Computersüchtig bist!?

IMHO ist es ganz normal, das man im Falle einer (Garantie?) Reklamation 
als Händler das Recht auf die Rücksendung und einen Reperaturversuch hat 
bevor man Ersatz schickt. Oder gar Wandlung anbietet. Wie in der 
Autowerkstatt, erst bringste deine Schrottkarre zur Reperatur rein, dann 
bekommst den Leih/Werkstattwagen zur Überbrückung.

Also nimmt man einen Altrechner zur Überbrückung, oder freut sich gar 
auf die wiedergefundene freizeit. Oder, wenn man es garnicht aushält, 
besorgt man sich das Billigste vom billigen als Notreserve.

Nur Kindsköppe machen Radau, wenn ihr Rechner mal ein paar tage nicht 
funktioniert.

von Martin M. (bdb)


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Ich nehme es (in meinem Fall) Conrad Elektronik auch immer übel, dass 
sie es nicht wertschätzen, dass dort 30 Jahre Kunde bin. Stattdessen 
bekomme ich ständig 5€ Gutscheine mit einem Mindestbestelllwert von 
199€, die in 14 Tagen (nach der aktuellen Bestellung) ihre Gültigkeit 
verlieren.. Fck you Conrad! :)

Grüße,
Martin

: Bearbeitet durch User
von Dummheit stirbt nie aus (Gast)


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Noch so ein depperner Spruch:
"Der Riegel mit dem defekten EEPROM strotzte vor Fehlern, so das der 
Test sogar abbrach"

Es ist ganz normal, das ein Test bei den ersten kritischen Fehlern 
abbricht. Sobald Hardware als defekt getestet/identifiziert wurde, wirds 
ausgetauscht und nicht nach weiteren Austauschgründen gesucht. (die 
ohnehin nicht selten Folgefehler des zuerst entdeckten sind). Bei 
Festplatten mag man defekte Sektoren ausmaskieren, bei RAM nicht.
Kannst ja mal mit der Drahtbürste die Kontakte reinigen, vielleicht 
hilft es ...
http://dau-alarm.de/g_ram.html

von Wolfgang (Gast)


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Rene K. schrieb:
> Klar, der Strom - aber im professionellem Bereich zum Beispiel wird das
> genau andersrum gemacht: hat ein Server oder Workstation 16 Slots - dann
> werden die auch belegt und wenn es 16x2Gb sind.

Das ist eine Frage der Statistik. Jeder Kontakt birgt ein gewisses 
Ausfallrisiko. Wenn nur die Hälfte der Steckplätze, i.e. die Hälfte der 
Kontakte genutzt wird, halbiert sich im Gesamtsystem die 
Wahrscheinlichkeit für den Ausfall eines Kontaktes beim RAM.
Oder sollten die RAM-Riegel im Servern/Workstations als RAID 1 Verbund 
betrieben werden - noch nie von gehört.

von Dummheit stirbt nie aus (Gast)


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Peter Bumsen schrieb:

> Die Hardware altert auch schneller da die Stromversorgung in deinem
> Beispiel Refreshes von 16 Riegeln stemmen muss.

Naja das stemmen die Stütz-C auf den einzelnen Riegel schon gut alleine, 
da bekommt die SV nichts mit.

> Zudem hast du die Wahrscheinlichkeit einen fehlerhaften Riegel zu
> erwischen massiv gesteigert.

Nicht massiv sondern linear, und dann kauft man eben einen mehr als 
nötig. Wobei eine Ausfallrate von 7% bei originalverpackten Riegel 
eigentlich für sofortigen Händlerwechsel spricht.
--

Man könnte Gründe in einer Vollbestückung in der Terminierung der 
Busteilnehmer suchen. An einem leerer Slot werden die Signale anderes 
reflektiert als an einem bestückten.

Im embedded bereich und RasPi verzichtet man ganz auf slots und lötet 
den RAM direkt auf. Das könnte man auch bei serverboards machen, dann 
hat man 0-Ärger mit den Slots.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Gerald B. schrieb:
> Bin quasi auf der Suche, nach einem neuen
> Versender für PC Komponenten ;-)

Alternate kann froh sein, Dich als Kunden verloren zu haben.

> Die beiden RAM Riegel sind ein RAM Kit. Ich soll BEIDE zurückschicken,
> obwohl nur einer defekt ist.

Ja, natürlich. Nur das vollständige Kit hat die von Dir bestellte und 
reklamierte Artikelnummer.

> Meine telefonische Anfrage, ob es möglich wäre mir erst Ersatz zu
> schicken, das ich im Gegenzug dann das reklamierte Kit zurücksende, kam
> im Regelwerk des Callcentermitarbeiters nicht vor.

Hast Du einen Liefervertrag abgeschlossen, der solch einen Vorabumtausch 
defekter Teile ausdrücklich beinhaltet? Oder hast Du dort nur 
bestellt, weil die Teile dort am billigsten waren? Ich tippe doch stark 
auf letzteres.

> Es ist egal, das man dort 10 Jahre lang Kunde ist, nie etwas umgetauscht
> hat und im Wert eines Gebrauchtwagens dort eingekauft hat.

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

> Aus technischer Sicht ist dieses Vorgehen total sinnlos.

Dieses Vorgehen ist weder aus technischer noch aus logistischer Sicht 
"total sinnlos", da nur hierdurch der Bearbeitungsaufwand gering 
gehalten und zudem sichergestellt wird, dass Du anschließend wieder ein 
passendes Paar an Speicherriegeln erhältst.

Ansonsten würde an jede Stelle der ganzen logistischen Kette immer 
wieder auffallen, dass das reklamierte Produkt nicht vollständig sei. 
Schließlich geht es ja nicht darum, dass (zulässigerweise) z.B. nur die 
Originalverpackung fehlt, sondern eben die Hälfte des eigentlichen 
Produktes. Alternate wird das Kit bei deren Distributor reklamieren, der 
dann ebenfalls die unvollständige Lieferung feststellt. Der Distributor 
reklamiert das ganze beim Hersteller, der die Reklamationsabwicklung 
über ein Drittunternehmen veranlasst.

Unter dem Strich stellen also mindestens vier Akteure eine 
unvollständige Rücklieferung fest. Und anschließend müsste ggf. der 
Ersatz geliefert werden. Aus Sicht der Warenwirtschaft wird es kein 
halbes Kit geben. Ein einzelner Riegel ist aber ein gänzlich anderes 
Produkt und eben nicht identisch mit einem halben Kit. Auf dem gesamten 
Weg zurück zu Dir muss also darüber Buch geführt werden: "Kunde erhält 
als Ersatz für unvollständiges Produkt A ein vollständiges Produkt B."

Und dann stellt sich heraus, dass es gar keine identischen 
Speicherriegel mehr gibt, sondern nur noch eine Nachfolgeversion. Wer 
soll denn bitteschön die Überprüfung durchführen, ob die beiden 
Speicherriegel in Deinem konkreten Mainboard wirklich vollständig 
kompatibel zueinander sind? Alternate könnte zumindest ahnen, in welchem 
Mainboard sie vermutlich eingesetzt werden sollen. Der Distributor? Nö. 
Der Hersteller? Nö. Der Reklamationsabwickler? Nö.

Angenommen, die leicht unterschiedlichen Riegel funktionieren in Deinem 
derzeitigen Mainboard: Was hält Dich davon ab, sie noch während der 
Gewährleistungsdauer in einen anderen Rechner zu stecken? Dann geht aber 
der ganze Spaß noch einmal los: "Kunde reklamiert ein halbes Kit A und 
ein Stück B, weil A und B nicht zusammen funktionieren." Super.

von (prx) A. K. (prx)


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Dummheit stirbt nie aus schrieb:
> Das könnte man auch bei serverboards machen, dann
> hat man 0-Ärger mit den Slots.

Was deshalb bei bestimmten Systemen der Oberklasse auch durchgeführt 
wird.

von Nano (Gast)


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Lynx schrieb:
> Verstehe Deinen Ärger aber ich kann auch verstehen das man das Kit
> tauschen möchte. Ich wäre froh wenn alle Firmen nach vermutlich >6
> Monaten so problemlos tauschen.

So ist es. Alternate hat da ziemlich kulant gehandelt. Da gibt's ganz 
andere tief schwarze Schafe, die fangen mit M an und enden auf Y. Bei 
letzterem Laden werde ich nie wieder einkaufen.


Das RAM Problem ist aber kein großes, denn für den vorübergehenden 
bloßen Betrieb reicht auch ein Riegel mit 4 bis 8 GB RAM. So etwas 
kostet heutzutage nicht mehr viel.
Alternativ kann man auch einfach ein RAM Upgrade machen, also vorsehen, 
dass man mehr RAM kauft.
Wenn er vorher bspw. 16 Gib zu je 2x8 Gib hatte, könnte er ein weiteres 
Kit nachkaufen und so 32 Gib zu je 4x8 GiB haben. Dann lohnt sich das 
Upgrade sogar, weil man dann mehr RAM im Rechner hat. Natürlich gesetzt 
den Fall, dass man die 32 GiB nutzen kann.

von Gerald B. (geraldb)


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Dummheit stirbt nie aus schrieb:
> Kannst ja mal mit der Drahtbürste die Kontakte reinigen, vielleicht
> hilft es ...

Im Adventure "Deponina" muß man so was machen - also kann es ja nicht 
falsch sein. ;-)

von Nano (Gast)


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Dummheit stirbt nie aus schrieb:
> IMHO ist es ganz normal, das man im Falle einer (Garantie?) Reklamation
> als Händler das Recht auf die Rücksendung und einen Reperaturversuch hat
> bevor man Ersatz schickt.

Das ist falsch!
Nicht der Händler hat Wahlrecht, ob er reparieren oder gleich Ersatz 
schicken will, sondern der Kunde.
Du redest von veraltetem Recht, das war früher mal vor langer Zeit so.
Heute sagt der Kunde er will Ersatz und dann kriegt er den auch bzw. 
muss der Händler liefern, nix Reparaturversuch.

Reparaturversuch gibt's höchstens bei besonders großen sperrigen Dingen, 
wie bspw. eine Einbauküche, oder bei Dingen, die nicht von der Stange 
sind. Also Sonderanfertigungen. Ein aus Komponenten zusammengesteckter 
PC ist aber keine Sonderanfertigung sondern Massenware.
Eine Sonderanfertigung wäre ein nach deinen Wünschen lackiertes PC 
Gehäuse.

Und da geht es auch nicht um Garantie, sondern um Gewährleistung.
Gewährleistung ist gesetzlich geregelt und muss der Händler gewähren. 
Garantie ist freiwillig und kommt vom Hersteller, nicht vom Händler.

von (prx) A. K. (prx)


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Gerald B. schrieb:
> Corsair CMW32GX4M2D3600C18

O-Ton Corsair: "Der übertaktete CORSAIR VENGEANCE RGB PRO Series 
DDR4-Speicher erhellt Ihren PC mit beeindruckender dynamischer 
Multi-Zone-RGB-Beleuchtung"

Gibts umgekehrt auch schon LED-Leisten fürs Wohnzimmer, die nebenbei als 
NAS arbeiten?

: Bearbeitet durch User
von Nano (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Gerald B. schrieb:
>> Corsair CMW32GX4M2D3600C18
>
> O-Ton Corsair: "Der übertaktete CORSAIR VENGEANCE RGB PRO Series
> DDR4-Speicher erhellt Ihren PC mit beeindruckender dynamischer
> Multi-Zone-RGB-Beleuchtung"
>
> Gibts umgekehrt auch schon LED-Leisten fürs Wohnzimmer, die nebenbei als
> NAS arbeiten?

Du könntest bei Osram fragen und dich bei fehlendem Angebot beschweren. 
;)

von Dummheit stirbt nie aus (Gast)


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Nano schrieb:
> Dummheit stirbt nie aus schrieb:
>> IMHO ist es ganz normal, das man im Falle einer (Garantie?) Reklamation
>> als Händler das Recht auf die Rücksendung und einen Reperaturversuch hat
>> bevor man Ersatz schickt.
>
> Das ist falsch!
> Nicht der Händler hat Wahlrecht, ob er reparieren oder gleich Ersatz
> schicken will, sondern der Kunde.
> Du redest von veraltetem Recht, das war früher mal vor langer Zeit so.
> Heute sagt der Kunde er will Ersatz und dann kriegt er den auch bzw.
> muss der Händler liefern, nix Reparaturversuch.
Glaub ich nicht. Wann soll diese Grundsatzänderung in Kraft gesetzt 
worden sein! Und der TO will ja grade keine Austausch sondern eine 
kulanzbasierte zweitlieferung bevor er das angeblich defekte teil 
zurückliefert. Warum soll der Lieferant liefern wenn der Kunde den 
defekt nicht durch zusendeung des defekten teils nachweist?!

> Reparaturversuch gibt's höchstens bei besonders großen sperrigen Dingen,
> wie bspw. eine Einbauküche, oder bei Dingen, die nicht von der Stange
> sind. Also Sonderanfertigungen. Ein aus Komponenten zusammengesteckter
> PC ist aber keine Sonderanfertigung sondern Massenware.
> Eine Sonderanfertigung wäre ein nach deinen Wünschen lackiertes PC
> Gehäuse.

Pauschal kann man das sich nicht sagen, da müsste man schon in den AGB 
nachlesen, wie der Lieferant seine Pflicht zur Nachbesserung (falls die 
besteht) ausübt. Ob reperatur oder austausch sollte grad ganz in den 
Händen des Lieferanten liegen.


> Und da geht es auch nicht um Garantie, sondern um Gewährleistung.
> Gewährleistung ist gesetzlich geregelt und muss der Händler gewähren.
> Garantie ist freiwillig und kommt vom Hersteller, nicht vom Händler.
Das weiss ganz allein der TO auf welches Konstrukt er hier bemüht um 
einen Austausch zu erreichen. Zeitangaben lassen sich auch nur erraten, 
Frühling kann 6 Monate her sein, aber auch länger.

von Dummheit stirbt nie aus (Gast)


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von Peter Bumsen (Gast)


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Dummheit stirbt nie aus schrieb:
> Glaub ich nicht

War aber schon immer so.

Der Kunde hat eigentlich das Wahlrecht, nur sitzt der Händler meist am 
längeren Hebel.

Eigentlich könntest immer den unmittelbaren Tausch verlangen, sprich 
Paketbote bringt dir das neue Gerät und nimmt gleichzeitig das alte mit.

Dell macht das im Rahmen der Garantie zum Beispiel so.

Selbst eine mehrmonatige Reparatur ist schneller als der entsprechende 
Rechtsstreit.

von Nano (Gast)


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Dummheit stirbt nie aus schrieb:
> Nano schrieb:
>> Dummheit stirbt nie aus schrieb:
>>> IMHO ist es ganz normal, das man im Falle einer (Garantie?) Reklamation
>>> als Händler das Recht auf die Rücksendung und einen Reperaturversuch hat
>>> bevor man Ersatz schickt.
>>
>> Das ist falsch!
>> Nicht der Händler hat Wahlrecht, ob er reparieren oder gleich Ersatz
>> schicken will, sondern der Kunde.
>> Du redest von veraltetem Recht, das war früher mal vor langer Zeit so.
>> Heute sagt der Kunde er will Ersatz und dann kriegt er den auch bzw.
>> muss der Händler liefern, nix Reparaturversuch.
> Glaub ich nicht. Wann soll diese Grundsatzänderung in Kraft gesetzt
> worden sein!

Das ist geschätzt seit dem 14 tägigen Widerrufsrecht so, also seit ca. 
20 Jahren. Informiere dich einfach, gibt genug Artikel dazu!

> Und der TO will ja grade keine Austausch sondern eine
> kulanzbasierte zweitlieferung bevor er das angeblich defekte teil
> zurückliefert. Warum soll der Lieferant liefern wenn der Kunde den
> defekt nicht durch zusendeung des defekten teils nachweist?!

Darum geht es hier nicht. Ich habe auf allein deine Aussage Bezug 
genommen.


> Pauschal kann man das sich nicht sagen, da müsste man schon in den AGB
> nachlesen,

Nix AGB, das ist schon alles geregelt und es gab auch schon 
entsprechende Gerichtsverfahren.

> Ob reperatur oder austausch sollte grad ganz in den
> Händen des Lieferanten liegen.

Ist es aber nicht. Der Kunde entscheidet und der Händler muss dieser 
Entscheidung nachkommen. Ausnahmen siehe oben.


>> Und da geht es auch nicht um Garantie, sondern um Gewährleistung.
>> Gewährleistung ist gesetzlich geregelt und muss der Händler gewähren.
>> Garantie ist freiwillig und kommt vom Hersteller, nicht vom Händler.
> Das weiss ganz allein der TO auf welches Konstrukt er hier bemüht um
> einen Austausch zu erreichen. Zeitangaben lassen sich auch nur erraten,
> Frühling kann 6 Monate her sein, aber auch länger.

Gewährleistung beträgt 2 Jahre.
Die Beweislastumkehr beträgt seit 2022 12 Monate, d.h. der Händler muss 
jetzt nicht mehr in den ersten 6 Monaten beweisen, dass die Sache frei 
von Mängeln war, sondern jetzt innerhalb der ersten 12 Monate. 
Vermutlich ist das auch der Grund, warum Alternate das Kit anstandslos 
umtauscht.

von lol (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Es ist egal, das man dort 10 Jahre lang Kunde ist, nie etwas umgetauscht
> hat und im Wert eines Gebrauchtwagens dort eingekauft hat.

Welcher Idiot kauft einen PC im Wert eines Gebrauchtwagens? Ok, kann 
auch die Schrottmühle für 200€ sein.

von (prx) A. K. (prx)


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lol schrieb:
> Welcher Idiot kauft einen PC im Wert eines Gebrauchtwagens? Ok, kann
> auch die Schrottmühle für 200€ sein.

In seinen 10 Jahren kann schon was zusammen kommen, wenn man stets oben 
mitspielen will. Aber ich kannte mal jemanden, der sich privat einen IBM 
PC/AT kaufte. Als der frisch rauskam. Dafür gab es damals nicht nur 
gebrauchte Wagen.

von Nano (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Aber ich kannte mal jemanden, der sich privat einen IBM
> PC/AT kaufte. Als der frisch rauskam.

Hat sich der für ihn gerechnet oder hatte er einfach nur genug Geld, so 
dass es keine Rolle spielte?

von Kolja L. (kolja82)


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Gerald B. schrieb:
> Es ist egal, das man dort 10 Jahre lang Kunde ist, nie etwas umgetauscht
> hat und im Wert eines Gebrauchtwagens dort eingekauft hat

https://steadyhq.com/en/realitatsabzweig/posts/c4e426d5-b65f-4873-8e02-ffffca986eb8

von Joachim B. (jar)


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Gerald B. schrieb:
> Corsair CMW32GX4M2D3600C18

ah, die Fa.
Die verkaufte mir 2004 für mein Dualchannel Board 2x 1GB und 2x 512 MB 
jeweils als DUAL Channel SET -> 700€ (Es gab schlicht keinen anderen 
Lieferanten für 3 GB DualChannel Sets)

Diese Bestückung killte 3 Mainboards, die ich zwar umtauschen konnte nur 
wie gehts dann weiter?
Mit dem Händler streiten wollte ich auch nicht denn jedes MB hielt 1-3 
Wochen durch, also im Kurztest war der RAM OK.

Dann gab es einen Hinweis man könne über den RAMGUY von Corsiar Hilfe 
bekommen, ich sollte den RAM nach USA einschicken. Bei der Preislage 
wollte ich das aber versichert machen also musste ich über DHL 
Luftfracht wählen 70€ nur so konnte es damals versichert verschickt 
werden.

Immerhin bekam ich Ersatz und das lief dann in meinem Rechner bis 2012, 
Mainboard und RAM hielten gut durch.
Heute denke ich das war keine gute RAM Wahl und mit leuchtendem RAM 
disqualifiziert sich die Fa. erst Recht! (Spielkram)

von Rolf M. (rmagnus)


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Nano schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> Aber ich kannte mal jemanden, der sich privat einen IBM
>> PC/AT kaufte. Als der frisch rauskam.
>
> Hat sich der für ihn gerechnet oder hatte er einfach nur genug Geld, so
> dass es keine Rolle spielte?

Wie soll der sich bei einem Privatkauf rechnen? Damit er sich rechnet, 
muss man ihn dazu benutzen, Geld einzunehmen. Dann ist es aber nicht 
mehr privat, sondern gewerblich.

Nano schrieb:
> Nicht der Händler hat Wahlrecht, ob er reparieren oder gleich Ersatz
> schicken will, sondern der Kunde.
> Du redest von veraltetem Recht, das war früher mal vor langer Zeit so.
> Heute sagt der Kunde er will Ersatz und dann kriegt er den auch bzw.
> muss der Händler liefern, nix Reparaturversuch.

Da gibt es aber eine Einschränkung: Wenn eine der Wahlmöglichkeiten mit 
unverhältnismäßigen Kosten für den Händler verbunden ist, kann der das 
verweigern.
Wenn du beispielsweise ein neues Auto kaufst und innerhalb der 
Gewährleistungsfrist fängt der Keilriemen an zu quietschen, dann wird 
dir der Händler deswegen kein komplettes neues Auto liefern, auch wenn 
du darauf bestehst.
Umgekehrter Fall: Du  kaufst im Baumarkt ein Päckchen Schrauben und 
stellst fest, dass bei einer das Gewinde fehlerhaft ist. Dann muss der 
Händler auch keinen Reparaturversuch unternehmen, weil der den Wert 
einer neuen Schraube um ein Vielfaches übersteigt.

> Reparaturversuch gibt's höchstens bei besonders großen sperrigen Dingen,
> wie bspw. eine Einbauküche, oder bei Dingen, die nicht von der Stange
> sind. Also Sonderanfertigungen.

Das hängt nicht speziell daran, sondern einzig am Aufwand für den 
Händler.

> Garantie ist freiwillig und kommt vom Hersteller, nicht vom Händler.

Warum sollte ein Händler keine Garantie geben können? Bei einigen kann 
man sogar optional für einen Aufpreis eine erweiterte Garantie dazu 
bestellen.

: Bearbeitet durch User
von Ordnungsruf (Gast)


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Nano schrieb:

>>> Du redest von veraltetem Recht, das war früher mal vor langer Zeit so.
>>> Heute sagt der Kunde er will Ersatz und dann kriegt er den auch bzw.
>>> muss der Händler liefern, nix Reparaturversuch.
>> Glaub ich nicht. Wann soll diese Grundsatzänderung in Kraft gesetzt
>> worden sein!
>
> Das ist geschätzt seit dem 14 tägigen Widerrufsrecht so, also seit ca.
> 20 Jahren. Informiere dich einfach, gibt genug Artikel dazu!

Macht der doch, der fragt bei dem nach, der hier von "Änderung, alles 
veraltet" schwadroniert. Aber der weiss es nicht, kann es auch nicht 
belegen, nicht mal ob er es aus Stammtischgelalle oder aus der 
Ratgebeseite einer Postwurfsendung 'weiss', sondern plärrt jetzt von 
einem Widerrufsrecht dessen Frist hier abgelaufen ist und das auch nur 
unter bestimmten Randbedingungen (bspw. "Haustürgeschäft") zur Anwendung 
kommt.

>> Und der TO will ja grade keine Austausch sondern eine
>> kulanzbasierte zweitlieferung bevor er das angeblich defekte teil
>> zurückliefert. Warum soll der Lieferant liefern wenn der Kunde den
>> defekt nicht durch zusendeung des defekten teils nachweist?!

> Darum geht es hier nicht. Ich habe auf allein deine Aussage Bezug
> genommen.

Wenn es nicht um die Situation des TO geht, ist es Offtopic und du hast 
ohnehin die Klappe zu halten, weil klugscheissende Abschweifungen dem 
Thread nicht gut tun.

von Gerald B. (gerald_b)


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Ordnungsruf schrieb:
>>> Und der TO will ja grade keine Austausch sondern eine
>>> kulanzbasierte zweitlieferung bevor er das angeblich defekte teil
>>> zurückliefert. Warum soll der Lieferant liefern wenn der Kunde den
>>> defekt nicht durch zusendeung des defekten teils nachweist?!

Den vorliegenden Defekt kann ich mit dem Logfile, das Memtest86 angelegt 
hat, beweisen. Das  habe ich bei der Reklamation auch geschrieben. Nur 
leider ist txt nicht bei den akzeptierten Formaten des Webformulares 
dabei. Dort sind nur Grafikformate und pdf dabei. Auch kein zip, worin 
man es verpacken könnte. Daran soll es nicht scheitern.
Die vorgeschlagene Lösung Kauf mit Rücksendung klingt vielversprechend. 
Nur wenn man weder Kaufmann, noch Jurist ist, kennt man derlei 
Feinheiten nicht. Wir sind doch beruflich alle irgendwie Fachidioten auf 
unserem jeweiligen Gebiet.
Ich will es mal so sagen: Als Servicemitechniker arbeite ich 
lösungsbasiert. Ich kann nicht erwarten, das der Kunde ebenfalls 
"Fachchinesisch" spricht und muß eben auch Brücken bauen, über die der 
andere gehen kann, oder das er versteht, was da abgeht.
Genau das Selbe erwarte ich auch von meinen Partnern.
Im Sales herrscht  eher soewas wie Ferengimentalität.
Teils ist das wahrscheinlich auch der Größe einer Firma geschuldet. Die 
kleine one men show kann da noch anders reagieren, als eine große Firma. 
Ich sehe es teilweise bei uns, wenn Kollegen das Warenwirtschaftssystem 
mit Klimmzügen "von hinten durch die Brust" überlisten müssen, weil 
irgendein Geschäftsvorfall eben nicht vorgesehen ist.

von Ingenieur oder Codierschwein, das ist die Frage! (Gast)


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Gerald B. schrieb:

> Den vorliegenden Defekt kann ich mit dem Logfile, das Memtest86 angelegt
> hat, beweisen. Das  habe ich bei der Reklamation auch geschrieben.

Aehm, es gibt doch den Spruch vom Papier das ist geduldig ist. So auch 
das *.txt-file in dem man alles schreiben/editieren kann, was man gerade 
wünscht. Für den Empfänger gibt es keine Möglichkeit die Authentizität 
zu prüfen.

Also einschicken. Und damit hätte auch der HÄndler die Chance das Ganze 
zu fixen (klingt nach: SPD-PROM nachlöten/austauschen) und als B-ware 
wenigstens ein Teil des Reklamationsaufwandes zurückzubekommen.

Aber vielleicht spekuliert gerade der Käufer auf einen 'Zuverdienst' 
durch Eigenreperatur???

Beitrag #7273179 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Martin S. (sirnails)


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Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Alternate bei Reklamationen 
nicht brilliert. Zwar haben sie schlussendlich immer funktioniert, aber 
die Wartezeiten waren schon extrem. Alternate schickt das Zeug zum 
Hersteller weiter, die dann die Rechtmäßigkeit prüfen, reparieren / 
austauschen, an Alternate zurück, zurück zu Dir. Da gehen Wochen in's 
Land. Bei Rückfragen wird an die jeweiligen Hersteller verwiesen, obwohl 
das Geschäft zwischen Kunde <> Alternate und nicht Kunde <> Hersteller 
getätigt wurde und somit Alternate eben in der Schuld ist.

Schlussendlich aber würde ich nicht davon ausgehen, dass andere sich 
hier nennenswert anders verhalten. Die Margen sind auf PC-Hardware schon 
lange nicht mehr so groß, dass man sich als Altruist zeigen kann.

RAM ist mittlerweile so billig, dass es kaum weh tut, bei Amazon oder 
Ebay Kleinanzeigen sich für ein paar Euro einen zeitweisen Ersatz zu 
besorgen. Bei einer Grafikkarte sieht die Sache schon anders aus, weil 
man selbst alte gebrauchte kaum unter 100 Euro bekommt.

Meinen letzten Notfall-RAM habe ich für 5 Euro im Ort über Kleinanzeigen 
bekommen. Hat mich halt 10 Minuten Recherche gekostet.

von Rolf M. (rmagnus)


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Ingenieur oder Codierschwein, das ist die Frage! schrieb im Beitrag 
#7273175:
> Aehm, es gibt doch den Spruch vom Papier das ist geduldig ist. So auch
> das *.txt-file in dem man alles schreiben/editieren kann, was man gerade
> wünscht. Für den Empfänger gibt es keine Möglichkeit die Authentizität
> zu prüfen.

Und das ist bei einem PNG oder PDF (ohne spezielle kryptographische 
Zusätze) natürlich ganz anders…

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