Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Warum werden alte (Taschenrechner-) LCD blass?


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von Gunnar F. (gufi36)


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Hallo Leute, anbei ein Bild von meinem 1992er Taschenrechner, damals der 
super Hightech Computer! Das Ding funktioniert noch, nur bleibt der 
Kontrast auch bei frischen Batterien schwach. Man kann den einstellen 
(per Tastenkombination), aber je mehr ich gebe  desto dunkler wird der 
Hintergrund und es ändert sich eher der optimale Ablesewinkel. Wer weiß 
was dahinter steckt und ob man da was machen kann? Könnte ein 
Spannungswandler für negative Spannung taub sein? Kondensatoren?
Danke und Gruß

: Verschoben durch Moderator
von Steve van de Grens (roehrmond)


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Es ist das Display selbst, was da vergammelt.

: Bearbeitet durch User
von S. Landolt (Gast)


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So allgemein wie es im Betreff steht ist es sicher nicht richtig - ich 
habe drei hp48GX aus dieser Zeit, zwei werden täglich benutzt, und die 
lassen sich ablesen wie vor einem Vierteljahrhundert. (und das ist auch 
gut so, denn die Teile sind vernietet und praktisch nicht zu öffnen)
  Hilft Ihnen aber leider nicht weiter, zugegeben.

von Christoph Z. (rayelec)


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Sieht mir ganz normal aus für ein Matrix-LCD dieser Zeit! Der Kontrast 
war da vermutlich schon immer schlecht. Wir sind uns heutzutage einfach 
besseres gewöhnt!

von Gerald B. (gerald_b)


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Kann auch sein, das dazumal schaltungstechnische Klimmzüge, wie eine 
Ladungspumpe für eine negative Hilfsspannung, oder so, gemacht werden 
mußten, um das Display zu betreiben. Wenn deren Miniaturelko 
ausgetrocknet ist, ist diese Hilfsspannung nicht mehr belastbar und 
bricht ein.

von Martin L. (makersting)


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Dieser Casio hat auch meine Lieblingstaste aus Schultagen.

von Gunnar F. (gufi36)


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Was ich mochte, war die ENG-Taste, die hat die wissenschaftliche 
Notation in 3er Schritten geschaltet, im Sinne von milli, mikro, nano 
etc.

von H. H. (Gast)


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Der 8000er dürfte ähnlich sein.

von Gunnar F. (gufi36)


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H. H. schrieb:
> Der 8000er dürfte ähnlich sein.

Ist ja super, vielen Dank! Und tatsächlich ist da so eine Erzeugung 
einer negativen Bias-Spannung drin, mit einem Elko. Das könnte die 
Lösung sein.

Beitrag #7272624 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Ernst (Gast)


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An dem Display sind meistens zwei Polarisationsfolien aussen aufgeklebt, 
eine vorne, eine hinten. Die altern auch, dann verliert das Display auch 
an Kontrast.

Es soll Leute geben, die die abziehen und neue aufkleben. Ob das bei 
deinem Rechner geht???

von olaf (Gast)


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Das da etwas altert mag sicher auch noch sein, aber die allerersten 
Grafikdisplay (HP48SX, Sharp PC1350/60, Casio fx8500) waren wirklich
nicht besonders gut. Der hier im Thread bereits genannte 48GX war
bereits zweite Generation wo man das besser hinbekommen hat.

Deshalb treibt mich gerade die Idee um in meinen 48SX ein OLED
einzubauen. :)

Im Prinzip muesste man auch auch zu einem LCD Hersteller gehen
koennen und den bitten einem so ein Teil in moderner Technologie
herzustellen. Das geht aber vermutlich erst ab 100 oder 1000Stk.
Da musstest du also im Internet erstmal 100 Liebhaber finden die
bereit waeren 10-20Euro fuer so ein Teil auf den Tisch zu legen.

Olaf

Beitrag #7273324 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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olaf schrieb:
> Das geht aber vermutlich erst ab 100 oder 1000Stk.

Nee du kannst auch durchaus nur 1 fertigen lassen.
.... allerdings die kosten ... die Kosten .... \(°o°)/

von Dirk St (Gast)


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Mit Gruss zum Wochenende

Vielleicht kommt der Verhalt
von Früher, da gab es Anleitungen
in der Fachliteratur wie man LCDs
selber machen kann ( wie könnte), und Profis gibt's da auch ... .
Apropos ENG, ich habe eine
 TI-59-APP zum Smartphone ( aber keine zum SR53 ).

PS. Den Dümmer habe ich mir schon angeschaut.

Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch.

Dirk St

von S. Landschaft (Gast)


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> PS. Den Dümmer habe ich mir schon angeschaut.

? - ?
'Seelandschaft mit Pocahontas'?

von S. Landolt (Gast)


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Autsch - da ging was schief! Das war ich natürlich, als alter Arno 
Schmidt Leser.

von Jürgen S. (engineer) Benutzerseite


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Christoph Z. schrieb:
> Sieht mir ganz normal aus für ein Matrix-LCD dieser Zeit! Der Kontrast
> war da vermutlich schon immer schlecht. Wir sind uns heutzutage einfach
> besseres gewöhnt!

Ich glaube auch! Ich habe den Vorgänger 8000 von 1987 und der war 
eigentlich nicht besser, man musste immer fummeln, dass man es ablesen 
konnte.

Und ja, das war damals das high-tech-Ding. Im Abi durfte ich den nicht 
benutzten, weil programmierbar. Man Mathelehrer hatte im Unterricht mal 
mitbekommen, dass ich eine iterative Lösung für die X3-Nullstellen drin 
hatte. Alle programmierbaren Rechner waren dann verboten. Nur den 
dudeligen TI durfte man nehmen.

von Andrea B. (stromteam)


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Von den mittlerweilen 45 Jahre alten ersten Sharp PC1200 - PC1210 werden 
keine mehr mit funktiontüchtigem Diaplay angeboten.

Bein Aufkommen der ersten Einbau DVM namhafter Hersteller ( = teuer ) 
hielten die Mehrzahl bei uns nur wenige Jahre.

40 X 8 Displays zeigen aktuell im Alter von 20 Jahren zufällig wirre 
Zeichen und versagen bald ganz = teuer für den Kunden.

15 Jahre alte s/w druckenpfindliche Displays werden einheitlich matschig 
grau und nicht mehr ablesbar = teuer für den Kunden.

Positiv: das Display meiner 20 Jahre alten Casio Digitaluhr tut wie am 
ersten Tag, das Gehäuse sieht übel aus, wird aber überall bewundert.

von Joachim B. (jar)


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Andrea B. schrieb:
> Von den mittlerweilen 45 Jahre alten ersten Sharp PC1200

bei den PC1500 gab es noch keine mir bekannten Ausfallerscheinungen und 
Nokia3110/5110 Displays werden immer noch angeboten, dummerweise schon 
mit Schwächen, vermutlich der Ausschuss.

von olaf (Gast)


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> Ich glaube auch! Ich habe den Vorgänger 8000 von 1987 und der war
> eigentlich nicht besser, man musste immer fummeln, dass man es ablesen
> konnte.

Schaut euch mal die ersten Gameboys an. Dann fragt ihr euch auch wie man 
sowas damals cool finden konnte. Die ersten Matrix-LCDs waren einfach 
schlecht.

> Und ja, das war damals das high-tech-Ding. Im Abi durfte ich den nicht
> benutzten, weil programmierbar.

Hehe, Kumpel hatte damals den fx8500 und durfte den nicht benutzen weil 
der ja Grafik konnte. Ich hatte den Sharp PC-1475 und durfte den 
benutzen weil der ja nur Text konnte. :-)

> Von den mittlerweilen 45 Jahre alten ersten Sharp PC1200 - PC1210 werden
> keine mehr mit funktiontüchtigem Diaplay angeboten.

Hm..die waren von 1980, also noch in den 70ern entwickelt. Die duerften 
die allererste Generation von LCDs ueberhaubt gehabt haben. Mein erster 
war der PC-1245. Der geht noch heute. Da war aber halt schon die zweite 
Generation der Text-LCDs drin. Ich hab mir dann um 1988/89 den PC-1475 
geholt und ueberlegt ob nicht so ein PC1350 mit Grafik cooler sei. Aber 
auch damals fand ich den Kontrast der GrafikLCD schon eher bescheiden.

Man muss da immer Text und Grafik unterscheiden. Letzere werden wegen 
der vielen Pixel/Leitungen anders angesteuert.

> 40 X 8 Displays zeigen aktuell im Alter von 20 Jahren zufällig wirre
> Zeichen und versagen bald ganz = teuer für den Kunden.

Das werden dann wohl die Zebragummis sein. Koennte man ja wechseln.

> Positiv: das Display meiner 20 Jahre alten Casio Digitaluhr tut wie am
> ersten Tag, das Gehäuse sieht übel aus, wird aber überall bewundert.

Tja, haettest mal die mit Titangehaeuse gekauft. .-)

Olaf

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Der Erste mit wirklich gutem Matrixdisplay war der FX-601/2 und die 
Displays haben auch bis heute kaum nachgelassen. Habe mehrere.

Mir ist mal aus unerklärlichen Gründen das Display beim PC-1500 
gebrochen. Damals konnte ich aber ein Ersatzdisplay bei Sharp bestellen 
und hatte es erfolgreich eingebaut. Läuft immer noch.

OK, für die HP-Fans: Das Display vom 41 war auch richtig gut, aber nicht 
Vollmatrix und der Preis utopisch.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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ein aktueller Rechner stirbt dafür vorschnell an der
"Schmier- und Klebeseuche"

von Andreas B. (bitverdreher)


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Abdul K. schrieb:
> Der Erste mit wirklich gutem Matrixdisplay war der FX-601/2 und die
> Displays haben auch bis heute kaum nachgelassen.

Hmm, also meinen Fx602 habe ich kuerzlich entsorgt, weil das Display 
kaum noch lesbar war.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Lag der vielleicht am Fenster und die UV-Strahlung tat ihm ungut?

Doch nicht entsorgen, der ist guter Ersatzteilspender.

Kleben tut da übrigens nichts. Es geht also.

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (stefanus)


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Andrea B. schrieb:
> das Display meiner 20 Jahre alten Casio Digitaluhr tut wie am
> ersten Tag

Casio hatte es echt drauf, und war nicht mal besonders teuer, wenn man 
mal die programmierbaren Taschenrechner außen vor lässt. Aber die wurden 
wohl auch nur in sehr kleinen Stückzahlen verkauft, schätze ich. Ich 
hatte einen fx-7000ga, dessen Matrix Display war OK, aber er brauchte 
jede Woche neue Batterien. Das ging ordentlich ins Taschengeld.

: Bearbeitet durch User
von Andreas B. (bitverdreher)


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Abdul K. schrieb:
> Lag der vielleicht am Fenster und die UV-Strahlung tat ihm ungut?
Nein, immer in der Schublade. Aber das Displayfester hatte eien Sprung. 
Evtl. hat er da Luft gezogen. Das hat aber Jahre gedauert.

> Doch nicht entsorgen, der ist guter Ersatzteilspender.
fuer den 6164 mit dem ich den aufgeruestet hatte? ;-)
Nee, der ist samt Drucker und Cassetteninterface schon einige Zeit in 
der Tonne.
Meinen HP28C habe ich noch. Da ist das Display einwandfrei.
Ich pflege alte Dinge selten aufzuheben. Dafuer bin ich zu oft 
umgezogen.

: Bearbeitet durch User
von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Für 8kByte haste wohl Dip-Schalter eingebaut??

von Andreas B. (bitverdreher)


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Abdul K. schrieb:
> Für 8kByte haste wohl Dip-Schalter eingebaut??

Genau :-)

von Olaf (Gast)


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> Ich hatte einen fx-7000ga, dessen Matrix Display war OK, aber er brauchte
> jede Woche neue Batterien. Das ging ordentlich ins Taschengeld.

Haengt immer davon ab was man damit macht. Ein HP48 oder ein Sharp 
PC-1475 lief immer so 6-12Monate im Studentenbetrieb. Wenn man aber auf 
den HP ein Apfelmaenchen berechnet hat dann hielten die drei Mikrozellen 
auch mal nur einen Tag. Am Sharp hatte ich deshalb immer ein externes 
Mignonbatteriepack dran weil natuerlich 2xCD2032 damals 5-10DM pro 
Stueck gekostet haben.

Aber da zahlt man wohl den Preis fuer das schicke GrafikLCD. Da muss ja 
immer die MCU laufen um das Multiplexing im Betrieb zu halten.

Olaf

von pocketCalculator (Gast)


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Ich hab' hier einen fx9860 liegen, der 2017 vom Band gerollt ist.
Da wäre es mal interessant, wie viele Jahre da das Grafikdisplay halten 
wird.
Vor allem: Was kann man selbst dazu tun, um die Anzeige möglichst viele 
Jahre nutzen zu können.

- Einstellung vom Kontrast?
- Schutz vor (UV)-Strahlung, el. magn.Felder?
- Lagerung (Temperatur + Luftfeuchte + schädliche Gase)?
- mechanische Belastung (Biegen, Stürze, Vibration)?

von Stefan F. (stefanus)


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Die Schul-Taschenrechner meiner beiden Kids haben ePaper Display mit 
Grafik. Sie können Brüche anzeigen und auch als Ergebnis ausgeben. Sehr 
cool finde ich das.

von Olaf (Gast)


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> - Schutz vor (UV)-Strahlung, el. magn.Felder?

UV-Strahlung ist sehr ungesund fuer ein LCD. Allerdings kann es sein
das der Hersteller dagegen einen Schutz aufgebracht hat. Sowas kostet
aber extra und wenn man davon ausgehen das ein Rechner bei den meisten
Leuten nicht wochenlang im direkten Sonnenlicht rumliegt dann
koennte ich es mir vorstellen das ein Hersteller da spart.

>  Sie können Brüche anzeigen und auch als Ergebnis ausgeben.
>  Sehr cool finde ich das.

Super, damit sind sie bereits auf dem technischen Stand eines HP48 von 
1990. Koennen sie auch alles symbolisch differenzieren und vieles 
integrieren? :-D

Aber ePaper klingt nach einer interessanten Idee. Vielleicht sollte ich 
das fuer mein anderes Projekt mal weiterverfolgen. Was kostet denn so 
ein Rechner? Vielleicht kann ich den ausschlachten....

Olaf

von Stefan F. (stefanus)


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Olaf schrieb:
> Super, damit sind sie bereits auf dem technischen Stand eines HP48 von
> 1990. :-D

Abgesehen vom besseren Display. Das eigentlich coole daran ist, dass sie 
diese Taschenrechner in der Schule benutzen dürfen. Ich hätte das nicht 
gedurft.

Programmierbare Rechner sind bei Klassenarbeiten allerdings immer noch 
verboten. Die genannten Schulrechner meiner Kinder sind nicht 
programmierbar.

von Christian M. (likeme)


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Martin L. schrieb:
> Dieser Casio hat auch meine Lieblingstaste aus Schultagen.

Die verdreh alles Taste ;-) Kenn ich mochte ich auch!

von Jürgen S. (engineer) Benutzerseite


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Stefan F. schrieb:
> Programmierbare Rechner sind bei Klassenarbeiten allerdings immer noch
> verboten. Die genannten Schulrechner meiner Kinder sind nicht
> programmierbar.

Interessant. Wobei ich mich frage, ob die die Funktionen überhaupt 
nutzen könnten. Wir haben damals mit den Heimcomputern programmieren 
geübt und die Taschenrechnernutzung war dann ein downgrade. Die heutigen 
Nutzer haben zwar allesamt einen PC, aber sie sind eben nur Nutzer.

Anbei ein Foto vom 8000er. Liess sich aber leider ad hoc nicht zum Leben 
erwecken.

Olaf schrieb:
> UV-Strahlung ist sehr ungesund fuer ein LCD.
hm, was ist denn da mit Motorrad-Displays?

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Die werden glasklare UV-Absorber davor haben. Gibt es als Folie und auch 
zum Auftragen in flüssig.

von Andreas B. (bitverdreher)


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Jürgen S. schrieb:
> Stefan F. schrieb:
>> Programmierbare Rechner sind bei Klassenarbeiten allerdings immer noch
>> verboten. Die genannten Schulrechner meiner Kinder sind nicht
>> programmierbar.
>
> Interessant. Wobei ich mich frage, ob die die Funktionen überhaupt
> nutzen könnten.

Erinnert mich an meinen Mathe Prof bei einer Klausur. Hatte meinen HP28C 
dabei gehabt. Prof macht die Runde, sieht den HP28C, zieht schwer 
beindruckt die Augenbrauen hoch und meinte: Der kann doch auch 
symbolisch rechen. Antwort meinerseits: Ja. Er: Hmm, wenn Sie damit 
umgehen können. ;-)

von Stefan F. (stefanus)


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Eingespeicherte Programme wären eh nutzlos gewesen, weil man ja die 
Hälfte der Punktzahl dafür bekam, den richtigen Rechenweg mit allen 
Zwischenschritten auf zu schreiben.

Ich denke, die Befürchtung war eher, dass diese Geräte als Pfuschzettel 
verwendet würden, also um heimlich Notizen zu speichern.

Das paradoxe dabei ist: Später in der Berufsschule durften wir offiziell 
Tabellenbücher und Formelsammlungen bei den Klassenarbeiten benutzen. 
Wir durften auch Notizen in unsere Bücher schreiben.

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Andreas B. schrieb:
> Der kann doch auch
> symbolisch rechen. Antwort meinerseits: Ja. Er: Hmm, wenn Sie damit
> umgehen können. ;-)

und ich hab schon in frühester Schulzeit hieroglyphisch gerechnet
und war immer bemüht.

;-]

von Percy N. (vox_bovi)


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Stefan F. schrieb:
> Eingespeicherte Programme wären eh nutzlos gewesen, weil man ja die
> Hälfte der Punktzahl dafür bekam, den richtigen Rechenweg mit allen
> Zwischenschritten auf zu schreiben.

Es gibt so allerlei Rechner, die auch Lösungsalgorithmen "vorturnen" 
können. Einige Modelle zB von Casio lassen sich in einen Klausurmodus 
schalten, bei dem diese Funktionen nicht verfügbar sind.  Teilweise gibt 
es unterschiedliche Firmware, je nach Bundesland, meine ich gelesen zu 
haben.

Mir ist allerdings nicht ganz klar, welcher Lehrer vor einer Klausur die 
Rechner sämtlicher Schüler dahingehend überprüfen und anschließend 
überwachen wollen soll.

Stefan F. schrieb:
> durften wir offiziell Tabellenbücher und Formelsammlungen bei den
> Klassenarbeiten benutzen.

Ja, das kann helfen, wenn man anhand der verwendeten Größen eine 
passende Formel finddn kann. Spätestens im Bereich 
elektrischer-magnetischer Felder sollte aber schon ein bisschen 
Vorverständnis eingebracht wefden können.

: Bearbeitet durch User
von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Percy N. schrieb:
> Spätestens im Bereich
> elektrischer-magnetischer Felder sollte aber schon ein bisschen
> Vorverständnis eingebracht wefden können.

Verständnis hilft immer. Mit ein wenig Verständnis der Zusammenhänge 
kann man sich viele Formeln selber herleiten und braucht wenig auswendig 
zu lernen.

Mein Sharp PC-1402 von ca. 1985 mit sagenhaften 10,1kB Speicher (der 
1401 hatte 4,1kB) aus dem Studium lag 25 Jahre in der Schublade, bis ich 
ihn vor kurzem wieder entdeckt habe. Hat damals knapp 200 Mark gekostet.

Der 1402 läßt sich nicht nur in BASIC programmieren, was praktisch ist 
um mal schnell wiederholende Rechnungen einzuprogrammieren. Auch 
Maschinensprache läßt sich programmieren, ich bin damals ziemlich tief 
darin eingetaucht. Internet gab es noch nicht, aber dicke fotokopierte 
Pamphlete.

'Unsinnige' Programme wie z.B. Pi auf 1.0000 Stellen (Rechenzeit eher 
Tage als Stunden); so habe ich Algorithmen gelernt. Oder ein 
Schachprogramm, welches aber dann an mangelndem RAM scheiterte (oder an 
meinen mangelnden Vermögen den Speicher vernünftig zu verwalten).

Das LCD-Display mit 16 Zeichen à je 5 × 7 Pixeln ist gut wie eh und je. 
Und der PC-1402 ist immer noch ein Taschenrechner mit dem es Spaß macht 
zu arbeiten.

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (stefanus)


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Percy N. schrieb:
> Mir ist allerdings nicht ganz klar, welcher Lehrer vor einer Klausur die
> Rechner sämtlicher Schüler dahingehend überprüfen und anschließend
> überwachen wollen soll.

Ist nicht machbar. Deswegen schreiben die Schulen vor, welcher 
Taschenrechner zu verwenden ist. Meist hat man die Wahl zwischen ein 
paar Modellen.

von Ergo70 (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Mir ist allerdings nicht ganz klar, welcher Lehrer vor einer Klausur die
> Rechner sämtlicher Schüler dahingehend überprüfen und anschließend
> überwachen wollen soll.

Wenn der Klausurmodus angeschaltet ist, blinkt eine gut sichtbare LED. 
Wieder deaktivieren kann man den dann nur via PC oder mit einem anderen 
Rechner, z. B. dem des Lehrers. Ziemlich nervige Prozedur.

von Andreas B. (bitverdreher)


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Mohandes H. schrieb:
> Oder ein
> Schachprogramm, welches aber dann an mangelndem RAM scheiterte

Hmm, also ich habe aus meinem Bekanntenkreis einige 1401 oder 02 auf 
mehr RAM aufgerüstet. Da gabe es einige Anleitungen Elektor/CT(?) dazu. 
Ich kannte niemanden, der da noch das Standard Ram drin hatte. ;-)

von Jürgen S. (engineer) Benutzerseite


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Stefan F. schrieb:
> Das paradoxe dabei ist: Später in der Berufsschule durften wir offiziell
> Tabellenbücher und Formelsammlungen bei den Klassenarbeiten benutzen.
> Wir durften auch Notizen in unsere Bücher schreiben.
Formelsammlungen waren bei uns im Abi aber auch erlaubt und zwar in 
einem Fall eine völlig selber geschriebene und im anderen Fall die 
mitgelieferte im Buch. Die hat man aber nicht benötigt. Vor allem  die 
Selbergeschriebene nicht. Das hatte man nämlich alles im Kopf :-)

Stefan F. schrieb:
> Ich denke, die Befürchtung war eher, dass diese Geräte als Pfuschzettel
> verwendet würden, also um heimlich Notizen zu speichern.
So ist es. Man konnte sich alles erdenkliche hinterlegen. Z.B. auch 
Formeln aus der Physik, die dann beim "Rechnen" aufrufbar waren.

Der richtige Bringer war aber wirklich der, wenn man gerade zu der Zeit 
Abi gemacht hat, wo die Dinger und die Heimcomputer rauskamen. Weil man 
eh den ganzen Tag vor dem C64 sass, hatte man einen unschätzbaren 
Vorteil gegenüber denen, die das nicht hatten.

Wer konnte damals schon programmieren? Das waren 3-4 Leute aus der 
Klasse.

Auf der anderen Seite war die Beschäftigung damit eben auch ein 
Lerneffekt. Zusammen mit den Grundlagen in der taschenrechnerlosen Zeit 
zuvor hatte man viel Potenzial. Da alle schon früh mit dem TR loslegen, 
verlernen sie das Kopfrechnen. Und ohne Denken wird der Kopf nicht 
schnell.

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Andreas B. schrieb:
> Hmm, also ich habe aus meinem Bekanntenkreis einige 1401 oder 02 auf
> mehr RAM aufgerüstet

Ja, kenne ich. Aber bei mir war es eher das Unvermögen das RAM 
ordentlich zu verwalten - wie man an älteren Schachcomputern sieht, die 
mit sehr wenig Speicher auskommen.

Ich habe hier noch einen Mephisto Monaco von 1986 der mit 256 Bytes (!) 
RAM und 16 KB ROM arbeitet (und kein schlechter Gegner ist).

von Stefan F. (stefanus)


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Jürgen S. schrieb:
> Wer konnte damals schon programmieren? Das waren 3-4 Leute aus der
> Klasse.

Zu meiner Zeit eher 3-4 in der ganzen Schule. Dafür wussten die anderen, 
wie man an raubkopierte Spiele heran kommt.

: Bearbeitet durch User
von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Mohandes H. schrieb:
> Ich habe hier noch einen Mephisto Monaco von 1986 der mit 256 Bytes (!)
> RAM und 16 KB ROM arbeitet (und kein schlechter Gegner ist).

Wow. Das nenne ich mal effizient. Wenn ich da an heutige Software denke.

von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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Mohandes H. schrieb:
> Ich habe hier noch einen Mephisto Monaco von 1986 der mit 256 Bytes (!)
> RAM und 16 KB ROM arbeitet (und kein schlechter Gegner ist)

Hey Cool ich habe auch noch den großen Bruder davon,
Mephisto Exclusive II,
Ist deiner auch mit dem 65C02 als CPU (Siehe Bild) oder war dort der Z80 
Verbaut?

Ich weis es gab 3 verschiedenen Mephisto Versionen oder besser Familien 
eine hatte den 65C02 die anderen den Z80 was die 3te Generation hatte 
weis ich leider nicht, weil ich die nie Geöffnet hatte.
Anders bei Meinem, denn da waren einige Reedkontakte nicht mehr gut,
(Klebten teilweise), deshalb musste ich sie wechseln.

von Percy N. (vox_bovi)


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Irgendwo vergraben liegt hier noch ein Chess Champion Super System III 
herum, originalverpackt und vollständig, aber leider nur das Grundgerät 
ohne LCD-Spielbrett und Drucker.

Vermutlich eine Schunlade tiefer als der TI-59 mit Drucker ...

von DenkenMachtSpaß (Gast)


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Stefan F. schrieb:
> Eingespeicherte Programme wären eh nutzlos gewesen, weil man ja die
> Hälfte der Punktzahl dafür bekam, den richtigen Rechenweg mit allen
> Zwischenschritten auf zu schreiben.

Im Studium gab es Klausuren, bei denen ALLE Hilfsmittel erlaubt waren. 
Die waren echt nicht lustig ;-)

Gruß

Marcus

von olaf (Gast)


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> Im Studium gab es Klausuren, bei denen ALLE Hilfsmittel erlaubt waren.
> Die waren echt nicht lustig ;-)

Manchmal frag ich mich ja echt bei was fuer Luschibuden ihre studiert
habt. :-)
Bei uns waren Taschenrechner nur in Mathe erlaubt und da sahen
die Aufgaben so aus das man keinen brauchte weil natuerlich der 
vollstaendige Rechenweg notwendig war und am Ende auch immer sowas wie 
Pi/2*sqrt(2) rauskam und wer das nicht symbolisch hatte war sowieso am 
Arsch.

Olaf

von Stefan F. (stefanus)


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In meiner Berufsschule waren die Matheaufgaben auch fast immer so 
gestaltet, dass man falsche Ergebnisse sofort bemerkte.

Zum Beispiel ergab ein Spinnennetz aus Widerständen immer eine glatte 
Zahl als Ergebnis (wie 2 kΩ). Oft ging es nur darum, die Funktion einer 
Schaltung nachzuweisen. Wenn die Berechnung eines KFZ Ladegerätes 
17,4241313 V Ausgangsspannung ergab, war der Fehler offensichtlich.

von Percy N. (vox_bovi)


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Stefan F. schrieb:
> Wenn die Berechnung eines KFZ Ladegerätes 17,4241313 V Ausgangsspannung
> ergab, war der Fehler offensichtlich.

Das wäre er wohl auch bei 12,3426167 Volt gewesen.

von Stefan F. (stefanus)


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Percy N. schrieb:
> Das wäre er wohl auch bei 12,3426167 Volt gewesen.

Ja. In dem Fall wäre jedes Ergebnis mit mehr als einer Nachkommastelle 
verdächtig gewesen.

von Joachim B. (jar)


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warum nimmt man an das ALLE LCD blass werden?

Mein Rechner von 1986 ist immer noch nicht blass, ist alles eine Frage 
von Herstellergüte, Licht und Ablesewinkel.

von olaf (Gast)


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Schaut mal, hier bietet jemand nachgebaute Glaeser fuer einige alte 
Sharps
an:

https://www.tindie.com/stores/halfbakedmaker/

Das lässt sich grundsätzlich auch für den 8500er im Ausgangsposting
machen. Es muessten sich nur genug interessenten finden.

Dabei war ich gerade schon schwer erstaunt das er ein Glas fuer
meinen alten PC-1245 hat. Haette nicht gedacht das es davon so viele
gab, vom ueberleben und wertschaetzen garnicht zu reden. :)

Olaf

von Jürgen S. (engineer) Benutzerseite


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DenkenMachtSpaß schrieb:
> Im Studium gab es Klausuren, bei denen ALLE Hilfsmittel erlaubt waren.
> Die waren echt nicht lustig ;-)

Ja, kenne ich. Allerdings waren die Klausuren auch derart, dass man kaum 
ein Hilfsmittel hat einsetzen können, weil es um gedankliche Übertragung 
von Prinzipien ging: Das heißt, man musste sich eine Lösung einfallen 
lassen.

Für das Problem:
>Warum werden alte (Taschenrechner-) LCD blass?
habe ich keine Lösung. Es gab mal früher mal den Hinweis, bestimmte 
Sorten von Displays warum zu machen (mit dem Fön, nicht im Ofen oder 
Mikrowelle). Ich habe aber keinen Hinweis darauf, dass das irgendwas 
bringen könnte.

Wahrscheinlich gehen LCD Displays einfach über den Jordan.

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