Forum: Fahrzeugelektronik Mitnahme eines Akkus für Ebike im Flugzeug


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von Maikel P. (maikel_p)


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Mitnahme eines Fahrrad-Akkus:

IATA, die "Sicherheitsbehörde" für den Flugverkehr, schreibt:

https://www.logar.de/cms/de/ressourcen/downloads.php?dl=20

==================================================

Zitate:
Batterien, als Ersatz bzw. lose, einschließlich Lithium-Batterien, 
auslaufsichere Batterien, Nickelmetallhydrid-Batterien
und Trockenbatterien (siehe 2.3.5.8) für tragbare elektronische Geräte 
dürfen nur im Handgepäck mitgeführt werden.

Gegenstände, deren Hauptzweck das Versorgen eines anderen Gerätes mit 
Strom ist, z.B. Lade-Akkus („Powerbanks“)
werden als Ersatz-Batterien angesehen. Diese Batterien müssen einzeln 
gegen Kurzschluss gesichert sein.

Lithium-Metall-Batterien dürfen einen Lithium-Metall-Gehalt von 
höchstens 2 g haben (siehe 2.3.5.8.4).

Lithium-Ionen-Batterien dürfen eine Nennenergie in Wattstunden von 
höchstens 100 Wh haben (siehe 2.3.5.8.4).

Jede Person darf nicht mehr als 20 solcher Ersatz-Batterien mitführen.

*Das Luftfahrtunternehmen kann die Mitnahme von mehr als 20 Batterien 
genehmigen.

Auslaufsichere Batterien: diese dürfen höchstens 12 V und höchstens 100 
Wh haben. Jede Person darf nicht mehr als 2
Batterien mitführen (siehe 2.3.5.8.5).

============================================================

Aus diesem IATA-Papier DGR-63_Tab._2.3.A_deutsch.pdf, gültig seit 
01.01.2022, leite ich nun folgendes ab:

Ich zerlege ein Lithium Ionen Akku eines E-Bikes in handliche 10 
Einzelakkus.
Diese werden in Folie eingeschweisst und erhalten einen Aufkleber: 
Ersatzteil /Ersatzakku.
Die nehme ich dann im Handgepäck mit.
Vor Ort werden die "Ersatzteile" wieder zu einem kompletten Akku 
zusammensetzt.

Auf den Fahrrad-Karton kommt ein Aufkleber: Fahrrad ohne Akku.

Machbar?

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Machbar schon.

Ob der Trick von der Fluggesellschaft akzeptiert wird, weiß nur diese. 
Also frag am besten dort nach, bevor du eine unangenehme Überraschung 
erlebst.

von Gerald B. (gerald_b)


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Frag mal Bernie Ecclestone, wie die das in der Formel 1 machen. Die 
fliegen ihre Rennwagen doch auch rund um den Globus. Die arbeiten doch 
auch mit Batterien oder SuperCaps um die Rekuperationsenergie vom 
Bremsen zu speichern.
Deren Transport übernimmt DHL in Frachtmaschinen. Gab es mal eine Doku 
drüber.

Beitrag #7274498 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Euro-Biker (Gast)


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Peter Bumsen schrieb im Beitrag #7274498:
> Regelmäßig würde ich ein Fahrrad nicht mitnehmen. Du musst dafür den
> Lenker, teils Schaltwerk/Kette usw. demontieren.

Hhhmmm, ich musste die Kurbeln abschrauben, ggf nach innen drehen, 
Lenker längs stellen, Luft ablassen. Eurowings. Hauptproblem war der 
Rückflug, das Rad passte nicht durch den Röntgenscanner für das 
Sperrgepäck, Räder abgeschraubt, dann gings, der Prüfer hat dann die 
Räder wieder dran geschraubt, ich durfte nicht mehr ran :)

von Maikel P. (maikel_p)


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Yalu X. schrieb:
> Machbar schon.
>
> Ob der Trick von der Fluggesellschaft akzeptiert wird, weiß nur diese.
> Also frag am besten dort nach, bevor du eine unangenehme Überraschung
> erlebst.

Die Fluggesellschaft hat damit nichts zu tun.
Denn die machen nicht den Sicherheitscheck des Handgepäcks.
Das Handgepäck wird im Flughafen bei der Sicherheitskontrolle 
durchleuchtet.
Wenn die durchwinken, ist alles in Ordnung.

von Peter Bumsen (Gast)


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Euro-Biker schrieb:
> Hhhmmm, ich musste die Kurbeln abschrauben, ggf nach innen drehen,
> Lenker längs stellen, Luft ablassen.

Gerade wenn du dann Tubeless hast wird es witzig.

Bei den 0815 E-Bike findest du eigentlich immer einen günstigen 
Verleiher, allein die 100€ was die Airlines teils kassieren zzgl. 500€ 
für den Koffer und die Arbeit (und dann reicht kein normales Taxi für 
die Fahrt zum Hotel bzw du machst dir im Shuttle Freunde), da kannst du 
echt oft Räder mieten. Nebenbei kannst so andere Federung/Reifen 
ausprobieren.

von Maikel P. (maikel_p)


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Gerald B. schrieb:
> Frag mal Bernie Ecclestone, wie die das in der Formel 1 machen. Die
> fliegen ihre Rennwagen doch auch rund um den Globus. Die arbeiten doch
> auch mit Batterien oder SuperCaps um die Rekuperationsenergie vom
> Bremsen zu speichern.
> Deren Transport übernimmt DHL in Frachtmaschinen. Gab es mal eine Doku
> drüber.

Interessanter Ansatz!
Jedoch vermute ich, dass die Frachtmaschinen einen großen,komplett 
begehbaren Laderaum haben. Das wird im Brandfall aber nichts nützen, 
weil die Dämpfe sehr giftig sind. Es ist vor vielen Jahren mal eine 
Frachtmaschine abgestürzt. Der Copilot ging nach hinten und kam nicht 
wieder. Der Kapitän hat wohl die Tür zu lange aufgelassen.

Der F1-Transport unterliegt den strengen Bestimmungen. UN38.3
Mein Thema bezieht sich auf Passagiermaschinen.

von Maikel P. (maikel_p)


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Peter Bumsen schrieb im Beitrag #7274498:
> Maikel P. schrieb:
>> Machbar?
>
> Soll das eine Auswanderung werden und damit eine einmalige Aktion oder
> regelmäßig?
>
> Bei der Auswanderung würde ich dazu raten das ganze per Schiff/Post zu
> verschicken.
>
> Regelmäßig würde ich ein Fahrrad nicht mitnehmen. Du musst dafür den
> Lenker, teils Schaltwerk/Kette usw. demontieren. Und das ist einiges an
> Arbeit je nach Level der Integration, bei ganz schlechten Konstruktionen
> darfst du die Bremsen danach entlüften. Das lohnt sich nur bei Wettkampf
> Rädern für z.B. Triathlon, aber für die 0815 Klasse im Urlaub ist es
> eigentlich immer komfortabler und günstiger einfach im Zielland ein
> Fahrrad zu mieten. Ist nicht nur günstiger sondern auch sicherer, die
> Fluggesellschaften gehen nicht zimperlich mit Fahrrädern um und
> Versicherung hast du da fast gar keine.

Nein, es ist keine Auswanderung.
Es ist ein einmaliger Transport (nach Kuba).
Das Ebike würde da verschenkt werden.

Ich habe schon mehrmals normale Fahrräder mitgenommen.
Kenne die Verpackungsprozedur.
Im Zielland Kuba ein Fahrrad günstig mieten? Haha....no hay

Nicht die Fluggesellschaft wirft den Karton durch die Gegend, sondern 
das angestellte oder gemietete Personal im Flughafen.

von Gerald B. (gerald_b)


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Kuba ist schon ne Hausnummer.
Frag doch mal in einem Fahrradforum, oder beim Fahrradclub. Du bist 
sicherlich nicht der Erste mit diesem Ansinnen. Du mußt "nur" die Leute 
finden, die sowas schon mal gemacht haben.
Die Antwort wäre trotzdem auch hier aufschlussreich. Wer weiß, wann man 
dieses Wissen mal brauchen könnte ;-)

von Maikel P. (maikel_p)


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Gerald B. schrieb:
> Kuba ist schon ne Hausnummer.
> Frag doch mal in einem Fahrradforum, oder beim Fahrradclub. Du bist
> sicherlich nicht der Erste mit diesem Ansinnen. Du mußt "nur" die Leute
> finden, die sowas schon mal gemacht haben.
> Die Antwort wäre trotzdem auch hier aufschlussreich. Wer weiß, wann man
> dieses Wissen mal brauchen könnte ;-)

Bin mit dem Thema schon länger unterwegs.
Es gibt zwar ofz Ratschläge, jedoch keine schon mal praktizierte 
Lösungen.

Einzig in einem Vielflieger-Forum die Erfahrung, dass seit Jahren mit 
einzel verpackten 18650 im Handgepäck geflogen wird.

von Christian R. (supachris)


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Maikel P. schrieb:
> Ich zerlege ein Lithium Ionen Akku eines E-Bikes in handliche 10
> Einzelakkus.
> Diese werden in Folie eingeschweisst und erhalten einen Aufkleber:
> Ersatzteil /Ersatzakku.
> Die nehme ich dann im Handgepäck mit.
> Vor Ort werden die "Ersatzteile" wieder zu einem kompletten Akku
> zusammensetzt.

> Machbar?

Wenn das Akkupack nicht vergossen ist, ja. Wir haben für einen Kunden 
speziell dafür ein Akkupack mit wechselbaren 18650 Zellen entwickelt.

von Schlaumaier (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Frag mal Bernie Ecclestone, wie die das in der Formel 1 machen. Die
> fliegen ihre Rennwagen doch auch rund um den Globus.

Es gab mal bei "Mayday Alarm im Cockpit" eine Sendung wo ein Flugzeug 
wegen Akkus abgefackelt ist.

Am Ende der Sendung haben sie von Spezialcontainern berichtet wo z.b. 
Unterdruck herrscht und die dann Luftdicht verriegelt werden.

Also behaupte ich mal frech, die haben diese Container. Da kommen die 
Akkus rein, und fertig ist.

Ob man bei einer Fluggesellschaft so Spezialcontainer auch beantragen 
kann als normaler Mensch weiß ich nicht. Fakt ist aber. Die 
Fluggesellschaften (besonders Frachtmaschinen) haben für fast alles 
besondere Hilfsmittel. Und die Transportieren fast ALLES.

Die frage dich sich mir stellt ist nur. Lohnt sich das. ?!?! Ich würde 
mir ein neuen Akku am Ziel kaufen. Dann den benutzen und versuchen den 
günstig nach Hause zu schicken mit einen Paket oder halt den Händler 
zurück zu verkaufen.

Nach meiner Rechnung.  Akkukosten : ca. 600 Euro. paar 100 Km gefahren. 
An den Händler als fast neu für 400 Euro zurück verkauft. 200 Euro 
Verlust und 0 Stress.

Was die Fluggesellschaft für die Show nimmt weiß ich nicht. Aber ich 
denke 200 Euro sind da mehr als günstig.

Vorher einfach Händler vor Ort anrufen und ein Akku bestellen.

von Ingenieur KnowHow vs. Bauernschläue (Gast)


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Maikel P. schrieb:

> Ich zerlege ein Lithium Ionen Akku eines E-Bikes in handliche 10
> Einzelakkus.
> Diese werden in Folie eingeschweisst und erhalten einen Aufkleber:
> Ersatzteil /Ersatzakku.
> Die nehme ich dann im Handgepäck mit.

> Machbar?

Nö, das ist dämlich.
Das ist daselbe wie der hinterfotzige Versuch illegal einen Panzer 
auszuführen, wenn man ihn als "Demosnstrationsmodell 1:1, Fahrtüchtig" 
deklariert und meint damit die Rüstungskontrolle legal zu umgehen.

In deinem Fall bleiben die Akkus brandgefährliches Transportgut, die 
Gefahr erhöht sich durch den laienhaften Ausbau und Folie statt 
Batteriegehäuse wahrscheinlich.

Es geht nicht darum, als was man das Ganze (Ersatzteil) bezeichnet, 
sondern was es real ist (Gefahrgut!).

von oszi40 (Gast)


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Fragt mal die Modellsportler. Bei denen ist eine feuerfeste Kiste 
erforderlich, wenn ich mich erinnere.

Christian R. schrieb:
> Akkupack mit wechselbaren 18650 Zellen entwickelt.

Das könnte nach 3 Schlaglöchern ein Kontaktproblem geben?

von Dieter (Gast)


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Mit Umsteigen wird das nicht klappen.

von Christian R. (supachris)


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oszi40 schrieb:
> Das könnte nach 3 Schlaglöchern ein Kontaktproblem geben?

Nö, bisher nicht. Die Stecken in den Keystone Clips und sind im Gehäuse 
dann allseitig von Kunststoffstegen umschlossen, so dass sie sich eben 
nicht raus arbeiten können.

von Wolfgang (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Frag mal Bernie Ecclestone, wie die das in der Formel 1 machen. Die
> fliegen ihre Rennwagen doch auch rund um den Globus. Die arbeiten doch
> auch mit Batterien oder SuperCaps um die Rekuperationsenergie vom
> Bremsen zu speichern.

Vermutlich reden die vorher mit der Fluggesellschaft.

Beitrag #7275383 wurde von einem Moderator gelöscht.
von asd (Gast)


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Gerald B. schrieb:
> Frag mal Bernie Ecclestone, wie die das in der Formel 1 machen. Die
> fliegen ihre Rennwagen doch auch rund um den Globus. Die arbeiten doch
> auch mit Batterien oder SuperCaps um die Rekuperationsenergie vom
> Bremsen zu speichern.

Es gibt genügend Sachen die zwar mit Luftfracht transportiert werden, 
aber auf denen explizit drauf steht dass der Frachtraum von 
Passagiermaschinen verboten ist, nur reine Frachtflugzeuge erlaubt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Cargo_Aircraft_Only

von Rüdiger B. (rbruns)


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Sende den Akku doch per Paket/Fracht.

von Εrnst B. (ernst)


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Gabs da nicht diese Geschichte (Urban Legend?) des 
Gabelstapler-Herstellers, der keine Ersatzakkus mehr per Luftfracht 
verschicken durfte.
Wo's dann am Ende günstiger war einen kompletten Gabelstapler (inkl 
Batterie) ins Zielland zu fliegen, die dort auszubauen, und dann den 
Rest wieder zurückzufliegen...
(Andere Fracht-Kategorie, Lithium-Gehalt als Anteil des Gesamtgewichts 
usw..)

Insofern: Statt ein E-Bike + ein Ersatzakkupack zu verschicken, könnte 
es günstiger sein zwei E-Bikes zu versenden, und eins davon im Zielland 
zu verschrotten nachdem man den Akku abgenommen hat....

von Thomas O. (kosmos)


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Ein Container mit Unterdruck? Da würde sich ja alles Aufblähen, denke 
nicht dass das so gut für die Akkus ist. Im Flugzeug wird der Luftdruck 
verringert damit sich die Aluhaut an das Skelett anpresst und dadurch 
die Stabilität beim Start und der Landung erhöht wird.

von rudi radlos (Gast)


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Εrnst B. schrieb:
> es günstiger sein zwei E-Bikes zu versenden

Dann aber nicht auf gleichem Weg versenden. Sonst sind beide 
verschwunden.

von Christian B. (luckyfu)


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Thomas O. schrieb:
> Im Flugzeug wird der Luftdruck
> verringert damit sich die Aluhaut an das Skelett anpresst und dadurch
> die Stabilität beim Start und der Landung erhöht wird.

ähm nein? Der Luftdruck wird, im Verhältnis zum Aussendruck, im Flugzeug 
erhöht. (Deshalb sind die DH106 Comet damals abgestürzt, 
Materialermüdung durch die sich ständig ausdehnende (In Reiseflughöhe) 
und zusammenziehende (am Boden) Kabine zusammen mit Sollbruchstellen 
durch rechteckige Kabinenfenster). Bei Start und Landung ist er noch 
identisch aber in der Reiseflughöhe von 8-10km würdest du mit 
niedrigerem Luftdruck im Flugzeug statt außen innerhalb weniger Sekunden 
ohnmächtig werden. Deshalb gibt es ja diese Sicherheitsinfos vorm Flug, 
wo dir erklärt wird, wie man die Masken im Falle eines Versagens der 
Druckkammer verwendet um wenigstens so lange Sauerstoff zu bekommen bis 
der Pilot hoffentlich eine niedrigere Flughöhe erreicht hat. Schafft er 
das nicht binnen weniger Minuten ist das das Ende aller.

Sehr schön merkt man das an den Ohren: Während des Steig- und Sinkfluges 
bemerkt man die Druckänderung als drücken im Ohr. Das hat man aber nicht 
auf dem Weg zur Rollbahn sondern erst, nachdem die Maschine abhob und 
die Reiseflughöhe ansteuert und im Gegenzug hat man es beim Landen nicht 
zwischen Landebahn und Gate sondern im Sinkflug vor der Landung

: Bearbeitet durch User
von Thomas R. (thomasr)


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Ich benutze das add-e System für unsere beiden alten Fahrräder. Die 
mitgelieferten Trinkflaschenakkus haben jeweils eine (20A?) Sicherung im 
Boden, die NUR dazu da ist, den 200Wh Akku in zwei Teile <100Wh zu 
trennen um genau das Problem zu addressieren. Allerdings gibt es 
mittlerweile erheblich stärkere Akkus für das System, keine Ahnung wie 
es da gelöst wurde.

von Schlaumaier (Gast)


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Wie schon erwähnt.

Ich würde mir vor Ort ein Rad leihen. Ich kann mir kaum ein größeres 
Nest, die mit Touristen Geld verdienen wollen, vorstellen, die mir kein 
E-Bike verliehen würden.

Ist selbst zu Sessions-Preisen preiswerter und Stressfreier als mein 
Versand.

ABER, ich würde mir ein Rückspiegel in den Koffer legen. ;)Ich hab mir 
mal in Sachsen ein Rad geliehen. Und nach 30 Min. die Nase voll gehabt. 
Mich hat das kirre gemacht, nicht zu wissen was für ein Idiot hinter mir 
fährt.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Bekommt man in Kuba überhaupt sonstige Ersatzteile für E-Bikes, Service 
wenn die Elektronik Probleme macht?

Selbst moderne Fahrradteile für Nicht-B-Bikes wie z.B. 
11-Gang-Schaltungen & Zubehör bekommt man nicht überall auf der Erde. 
Immerhin kann man die aber im Unterschied zu Akkus wahrscheinlich 
leichter liefern lassen, dauert halt...

von Maikel P. (maikel_p)


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Niklas G. schrieb:
> Bekommt man in Kuba überhaupt sonstige Ersatzteile für E-Bikes, Service
> wenn die Elektronik Probleme macht?

Ja und nein.

Es gibt Spezialisten die versuchen immer einen Workaround zu machen.

Es gibt in Kuba so gut wie nichts, angefangen von Milch über 
Grundnahrungsmittel  bis hin zu Ersatzteilen. Das Land ist leider 
fertig.

von Schlaumaier (Gast)


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Niklas G. schrieb:
> Bekommt man in Kuba überhaupt sonstige Ersatzteile für E-Bikes, Service
> wenn die Elektronik Probleme macht?

Jedes Kaff auf der Welt hat ein Touristikbüro. Da lässt man sich die 
Telefon-Nr. o. Email geben von Fahrraddiensten.

BEVOR man sich aus den Haus macht °°

von oszi40 (Gast)


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Schlaumaier schrieb:
> BEVOR man sich aus den Haus macht °°

Du hast zwar einen schlauen Nick, warst aber noch nie in Kuba. Die haben 
kaum Strom und kaum Seife und DU willst dort ein tolles E-Bike leihen?
Bisher sehe ich bloß eine reale Lösung: per Mail die Fluggesellschaft 
anfragen und diese Mail ausgedruckt mit dem Akku (in feuerfester Tasche) 
mitnehmen.

von Holger R. (holgerr)


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Schlaumaier schrieb:
> Es gab mal bei "Mayday Alarm im Cockpit" eine Sendung wo ein Flugzeug
> wegen Akkus abgefackelt ist.
Den Film kenne ich, daß Flugzeug ist nicht wegen der Batterie 
abgefackelt.
Sondern :
1 Passagier hat eine Motorradbatterie mit abisolierten Drähten 
mitgenommmen
und bei der Landung oder Start ( weis ich nicht mehr genau ) haben sind 
die Drähte berührt und Funken geschlagen.
Ein anderer Passagier hat Benzin in andere Behältnisse umgefüllt und 
geschmuggelt und während des Fluges hat die Flasche getropft.
Als sich die Funken und die Benzindämpfe kennengelernt haben ist das 
Flugzeug abgefackelt. Das war irgendwo in Asien.
HolgerR

von Schlaumaier (Gast)


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oszi40 schrieb:
> Du hast zwar einen schlauen Nick, warst aber noch nie in Kuba.

Ich habe sogar als ich in Frankreich war, mich über das Land und die 
Leute VORHER informiert. Da gibt es nämlich 2 verschiedene Arten von 
Steckdosen im Hotel wo unterschiedlicher Strom raus kommt. Und das 
einzige Land von den ich WEIß das es 110 Volt hat ist die USA.

Ergo ist es völlig egal ob Kuba oder Frankreich. Ich mache mir eine 
Liste möglicher Probleme. Überprüfe im Internet was ich an Infos dazu 
finde und danach wird für den Rest telefoniert.

So was nennt man Reise-Vorbereitung.

Vielleicht macht man dazu mal ein YT-Video. Das würde die Bildung der 
modernen Menschen vielleicht steigern. ;)

Am besten so wie die Comic-Videos zum Katastrophenschutz. ;)

Ich bin noch NIE auf eine Reise egal wohin überrascht worden. Weder in 
DE (da gibt es nur andere Probleme) als auch ins Ausland.

von Soul E. (soul_eye)


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Schlaumaier schrieb:
> (...)

Du hast aber schon verstanden, dass der TO das Fahrrad nicht als 
Verkehrsmittel im Urlaub nutzen möchte, sondern es einem dort lebenden 
Bekannten dauerhaft überlassen will?

Maikel P. schrieb:
> Nein, es ist keine Auswanderung.
> Es ist ein einmaliger Transport (nach Kuba).
> Das Ebike würde da verschenkt werden.

von Schlaumaier (Gast)


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Soul E. schrieb:
> Du hast aber schon verstanden, dass der TO das Fahrrad nicht als
> Verkehrsmittel im Urlaub nutzen möchte, sondern es einem dort lebenden
> Bekannten dauerhaft überlassen will?
>
> Maikel P. schrieb:
>> Nein, es ist keine Auswanderung.
>> Es ist ein einmaliger Transport (nach Kuba).
>> Das Ebike würde da verschenkt werden.

Nein. Aber ich den Fall wäre es viel Einfacher.

Er lässt das Ebike ALLEINE Fliegen. Dann wäre es "deklarierte Fracht". 
Und das Problem wäre ein ganz anders und auch viel einfacher. Es fliegt 
dann mit einer Cargo-Maschine. Die sind ganz anders gebaut, und haben 
andere Regeln.

Ergo einfach bei einer Spedition die Luftfracht anbietet nachfragen. Das 
ist deren täglich Brot.

DHL (EXPRESS) WORLDWIDE fällt mir da als erstes ein. Mit DHL den habe 
ich als Praktikant schon Dinge in Länder + Orte geschickt die ich heute 
noch nicht schreiben kann. Und es ist angekommen.  Preiswert wird das 
aber nicht.

von Maikel P. (maikel_p)


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Schlaumaier schrieb:
> Soul E. schrieb:
>> Du hast aber schon verstanden, dass der TO das Fahrrad nicht als
>> Verkehrsmittel im Urlaub nutzen möchte, sondern es einem dort lebenden
>> Bekannten dauerhaft überlassen will?
>>
>> Maikel P. schrieb:
>>> Nein, es ist keine Auswanderung.
>>> Es ist ein einmaliger Transport (nach Kuba).
>>> Das Ebike würde da verschenkt werden.
>
> Nein. Aber ich den Fall wäre es viel Einfacher.
>
> Er lässt das Ebike ALLEINE Fliegen. Dann wäre es "deklarierte Fracht".
> Und das Problem wäre ein ganz anders und auch viel einfacher. Es fliegt
> dann mit einer Cargo-Maschine. Die sind ganz anders gebaut, und haben
> andere Regeln.
>
> Ergo einfach bei einer Spedition die Luftfracht anbietet nachfragen. Das
> ist deren täglich Brot.
>
> DHL (EXPRESS) WORLDWIDE fällt mir da als erstes ein. Mit DHL den habe
> ich als Praktikant schon Dinge in Länder + Orte geschickt die ich heute
> noch nicht schreiben kann. Und es ist angekommen.  Preiswert wird das
> aber nicht.

Hier der TO.

Es geht darum, dass E-bike Akkus (betriebsbereit) in kein Flugzeug 
gehören.
Weder Cargo noch Passagier.
Speditionen machen das per Container / Seefracht.
Für Kuba viel zu lange Laufzeit.
Und er Zoll lässt das nicht rein

von Schlaumaier (Gast)


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Maikel P. schrieb:
> Und er Zoll lässt das nicht rein

DANN hat er ein Problem.

Denn es ist egal wie er das dahin schafft.

Ist wie "haben sie was zu verzollen". Und ein Ebike passt halt nicht in 
die Schuhsohle zum schmuggeln. ;)

von Hmmm (Gast)


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Schlaumaier schrieb:
> Ich habe sogar als ich in Frankreich war, mich über das Land und die
> Leute VORHER informiert. Da gibt es nämlich 2 verschiedene Arten von
> Steckdosen im Hotel wo unterschiedlicher Strom raus kommt.

Jetzt bin ich auf die Details gespannt.

Schlaumaier schrieb:
> Und das einzige Land von den ich WEIß das es 110 Volt hat ist die USA.

Selbst das stimmt nicht mehr.

Schlaumaier schrieb:
> Vielleicht macht man dazu mal ein YT-Video. Das würde die Bildung der
> modernen Menschen vielleicht steigern. ;)

Deine Bildung zu steigern, bevor Du hier schreibst, wäre ein Anfang.

von Schlaumaier (Gast)


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Hmmm schrieb:
> Jetzt bin ich auf die Details gespannt.

https://www.billiger-mietwagen.de/reisewelt/frankreich/informationen-fr/steckdose-frankreich.html

Da findest du ein Bild einer Steckdose. Bei mir im Hotel gab es immer 2 
Steckdosen. Eine MIT den Pin und eine Ohne. Genau nebeneinander.

War halt ein besseres Hotel ;)  In den Text steht das man ansonsten 
Adapter haben muss, bzw. die das Hotel verleiht.

Aber ich hatte wie getippt keine Probleme. Ich hatte aber auch eine 
Spezial-Powerbank dabei.  Sie bestand aus einen Plastikdöschen wo man 4 
normale AA-Akkus rein getan hat. Als Ausgang was ein 2mm Stecke für mein 
Nokia-Handy was ich damals hatte. Man konnte auch USB-2.0 anklemmen. ;)

Leider defekt gegangen, muss mal schauen wo ich so was auftreibe. Weil 
zu Not bin ich ins Geschäft gegangen, habe normale Batterien gekauft und 
damit das Handy aufgeladen.

von Hmmm (Gast)


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Schlaumaier schrieb:
> Bei mir im Hotel gab es immer 2 Steckdosen. Eine MIT den Pin und eine
> Ohne.

Ich meinte das hier:

Schlaumaier schrieb:
> wo unterschiedlicher Strom raus kommt.

Das kannst Du gerne mal erläutern.

von Schlaumaier (Gast)


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Hmmm schrieb:
> Das kannst Du gerne mal erläutern.

Ganz einfach.  Im Badezimmer war eine Steckdose mit 110 Volt. ;) Der 
Rest 220 Volt (ist schon 20 Jahre her)

von A. Vioniker (Gast)


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>> Re: Mitnahme eines Akkus für Ebike im Flugzeug

Hier sind Leute mit dem umgekehrten Problem:
Mitnahme eines Flugzeuges auf dem Fahrrad:
https://www.youtube.com/watch?v=Q8krGIiCBBQ

Beitrag #7284947 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Re D. (re_d636)


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Schlaumaier schrieb:
> Also behaupte ich mal frech, die haben diese Container. Da kommen die
> Akkus rein, und fertig ist.

Das hilft bei Li-Io-Akkus nicht, weil die Reaktionsstoffe alle schon im 
Akku sind.

Beitrag #7284952 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7284954 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7285099 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dieter (Gast)


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Da liegt Re D falsch. Was Holger schrieb stimmt durchaus. Kam sogar vor 
wenigen Wochen im Radio in Verbindung mit der Änderung der 
Friedhofsordnung einiger Städte.
Also kein Fake und keine Politik.

von Dieter (Gast)


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Neue LiAkkus sind schon geflogen mit Zertifikat des Herstellers. 
Allerdings nach der Erstverwendung auf der Messe durften diese nicht 
mehr zurueckfliegen. So war das bei einem Bekannten, der fuer eine Firma 
unterwegs war. Vielleicht hilft das weiter.

von Wissensdurst (Gast)


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Hmmm schrieb:
> Schlaumaier schrieb:
>> Und das einzige Land von den ich WEIß das es 110 Volt hat ist die USA.
>
> Selbst das stimmt nicht mehr.

Eben, der der sich "Schlaumaier" nennt, ist zu blöd/faul sich mal schlau 
zu machen. Da gibt es sogar Bild für Leseschwache/faule für: 
https://electricalacademia.com/wp-content/uploads/2017/07/ljuyvm_Power-110v-220v-world-wide.jpg

Kurz (und leicht verfälschend) gesagt: Ganz Nordamerika, Halb-Südamerika 
und Halb-Japan hat 110V.

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