Forum: Offtopic Metall / Legierung des Schlüssels?


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von Al. K. (alterknacker)


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Aus welchen Metall oder Legierung könnte dieser einfache Schlüssel sein.
Ob Vor oder Nachwende Zeit kann ich nicht sagen.

Dieser Schlüssel fiel von etwa 1,5 m auf Fliesen.
Das Ergebnis ist im Bild zu sehen,Griff abgebrochen ohne das ich einen
schon länger bestehenden Bruch erkennen kann.
Das ist auch ein einmaliges Ereignis in meinen Leben.
Habe versucht ein Loch zu bohren.
Die Neuzeitbohrer waren nicht zu gebrauchen.
Meine alten DDR Bohrer schafften es noch nicht.
Vielleicht morgen mit neuen Schliff.

Mist ist es, da es nur ein Kellerschlüssel gibt.
Wollte erst mal einen provisorischen Griff anbringen.

Ist das schon mal einen passiert?

Schweißen oder hart löten lassen wir mal.

MfG
alterknacker

von Peter O. (peter_o)


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Hallo,
solche Schlüssel kannst du eigentlich in einem gut sortierten 
Eisenwarenladen oder größeren Baumarkt nachkaufen. Das ist ja kein 
Sicherheitsschloss oder ähnliches. Man muss nur auf die entsprechende 
Form des Bartes achten. Dazu haben die Schlüssel irgendwo eine Nummer 
angebracht (kann auch auf dem Schloss stehen. Hier noch ein Link:
https://www.zimmerschluessel.de/

: Bearbeitet durch User
von Al. K. (alterknacker)


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Peter O. schrieb:
> Man muss nur auf die entsprechende
> Form des Bartes achten.

Bei den Preis werde ich mal den Herrn Ditrich in die richtige Form
bringen.
Hoffentlich bleiben die Rechtsgelehrten hier fern.
;-))

Hast du eine Idee zum Material?

MfG
alterknacker.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Al. K. schrieb:
> Hoffentlich bleiben die Rechtsgelehrten hier fern.

Nein. :)))

Peter O. hat Recht. Ist ein Pups-originärer Zimmerschlüssel, den Du 
kaufen kannst. Gibt's sogar in Kleinstädten.

Warum machst Du dafür einen Thread auf?

von Al. K. (alterknacker)


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Rainer Z. schrieb:
> Warum machst Du dafür einen Thread auf?

Es geht hier nicht um einen Schlüsselkauf, da brauche ich keine 
Beratung.

Es geht um das Ereignis und dem Material,

oder willst du wieder Ablenken und Stänkern.
;-))

MfG
alterknacker

von Matthias B. (turboholics)


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Hi!

Das ist einfach Metall. Da keine besonderen Ansprüche an die Festigkeit 
gestellt sind, wird genommen was grad da ist.

Geh mit dem abgebrochenen Schlüssel in den nächsten Baumarkt, und 
vergleiche mit dem, was im Regal hängt. Notfalls ganzes Schloss mit 
Schlüsseln kaufen, kann günstiger als einzelne Schlüssel sein.

Für die "Notöffnung" brauchts nichtmal nen Dietrich, da reicht ein 
krummgehauener Nagel.

VG
Matthias

von Al. K. (alterknacker)


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Matthias B. schrieb:
> Das ist einfach Metall. Da keine besonderen Ansprüche an die Festigkeit
> gestellt sind, wird genommen was grad da ist.

Welches einfache Metall bricht bei einen Fall aus 1,5 m.
Das Metall ist so hart das  man kein Loch bohren kann.
Hatte ich aber schon geschrieben.
Der Nagel muss mindestens doppelt krumm sein, dann ist es aber ein 
Ditrich!.

P.S.
Das öffnen der Tür geht mühelos mit dem Schlüsselfragment und einer 
Zange.

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Matthias B. schrieb:
> eh mit dem abgebrochenen Schlüssel in den nächsten Baumarkt, und
> vergleiche mit dem, was im Regal hängt.

Aus eigener Erfahrung kann es einfacher sein, zu einem Schlüsselladen zu 
gehen, wenn der einen Katalog mit seinen Schlüsseln hat.

Das Bartprofil lässt sich unter dutzenden Katalog-Profilbildern viel 
schneller bestimmen als wenn man jeden Schlüssel an der Wand anschauen 
muss.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Al. K. schrieb:
>> Das ist einfach Metall. Da keine besonderen Ansprüche an die Festigkeit
>> gestellt sind, wird genommen was grad da ist.
>
> Welches einfache Metall bricht bei einen Fall aus 1,5 m.
> Das Metall ist so hart das  man kein Loch bohren kann.

Dem Bruchbild nach ist das grober Guss und damit einer mechanischen 
Bearbeitung gegenüber widerspenstig.

Ist der Schlüssel magnetisch?

Lässt er sich problemlos abfeilen?

Auch, wenn Du es zu Anfang ausgeschlossen hast, mit der Propangasflamme 
Hartlöten wäre mir einen Versuch wert.

Tilo R. schrieb:
> Aus eigener Erfahrung kann es einfacher sein, zu einem Schlüsselladen zu
> gehen,

Du hast nicht verstanden, dass es hier ums Prinzip geht, Forschen. Ein 
Link zum Schlüsselversender für 6,70 € incl. Versand wurde schon weit 
vorne genannt, das wäre aber unsportlich.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Al. K. schrieb:
> Welches einfache Metall bricht bei einen Fall aus 1,5 m.

x-beliebiger Grauguss, der ist spröde. Dass es irgendein Metallguss ist, 
siehst du vorn am Bartansatz.

Allerdings hätte ich Grauguss jetzt nicht gerade für 
bearbeitungsresistent gehalten; auf Grauguss-Teile haben wir im 
PA-Unterricht mit der Hand Gewinde geschnitten.

von Al. K. (alterknacker)


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Manfred P. schrieb:
> Ist der Schlüssel magnetisch?
Nein

Manfred P. schrieb:
> Lässt er sich problemlos abfeilen?
Ja

Manfred P. schrieb:
> Auch, wenn Du es zu Anfang ausgeschlossen hast, mit der Propangasflamme
> Hartlöten wäre mir einen Versuch wert.
Nur wenn es wirklich wichtig wäre.

Manfred P. schrieb:
> Link zum Schlüsselversender für 6,70 € incl. Versand wurde schon weit
> vorne genannt, das wäre aber unsportlich.

Ich brauche nur das Schloss zu wechseln, habe noch welche mit Schlüssel 
rumliegen.

Mich hat jetzt nur das Metall interessiert was einen Sturz aus 1,5 m 
nicht durchhält.

Jörg W. schrieb:
> Allerdings hätte ich Grauguss jetzt nicht gerade für
> bearbeitungsresistent gehalten; auf Grauguss-Teile haben wir im
> PA-Unterricht mit der Hand Gewinde geschnitten.

Ja, das lässt sich recht gut bearbeiten.

Ob es NIRO ist, nach meinen Erinnerungen bricht das nicht so leicht.

MfG
alterknacker

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Zinkguss vielleicht

von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Oder eine Aluminiumlegierung

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Frank D. schrieb:
> Oder eine Aluminiumlegierung

Zumindest meiner ist zu schwer dafür. Ich komme auf um die 8 g/cm³.

von Al. K. (alterknacker)


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Jörg W. schrieb:
> Zumindest meiner ist zu schwer dafür. Ich komme auf um die 8 g/cm³.

Mit meinen schnellen Messmitteln:
ca 2 cm3      17 g

MfG
alterknacker

von Chris K. (kathe)


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Welche Nummer hat dein SChlüssel?
Ich hab noch zig alte Schlüssel herumliegen die evtl passen könnten und 
die ich nach Austausch aller Türen nicht mehr benötige.

von Al. K. (alterknacker)


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Chris K. schrieb:
> Welche Nummer hat dein SChlüssel?

Danke für dein Angebot, aber der Schlüssel selbst ist nicht wichtig.

Mich interessiert welches Material und warum das Teil abbricht aus einer 
Fallhöhe von 1,5 m.

MfG
alterknacker

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Al. K. schrieb:

>> Zumindest meiner ist zu schwer dafür. Ich komme auf um die 8 g/cm³.
>
> Mit meinen schnellen Messmitteln:
> ca 2 cm3      17 g

Meiner 2,3 cm³ und 20 g.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Al. K. schrieb:
> warum das Teil abbricht

Hatten wir schon: Guss ist oft spröde, nicht nur Grauguss, auch bei 
Aluminium und Zink ist das normal. Wirf ein "Matchbox"-Auto runter 
(Klassiker für Zink-Guss), da bricht auch was ab.

von Michael B. (laberkopp)


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Al. K. schrieb:
> Welches einfache Metall bricht bei einen Fall aus 1,5 m.
> Das Metall ist so hart das  man kein Loch bohren kann.

Widia Hartmetall Carbide, passiert mir ständig wenn mal wieder ein 
Fräser aus dem Futter rutscht.

Aber daraus sind Schlüssel nicht.

Die sind aus Zinkdruckguss

https://www.hagebau.de/p/bever-klophaus-gmbh-schluessel-zinkdruckguss-1-stk-anP7000242463/

und das ist dermassen weich, das bohrt jeder Bohrer problemlos.

Deine Feststellung, dass deine Bohrer das nicht bohren können, sagt mehr 
über deine stumpfen Bohrer aus, als über den Schlüssel.

Kauf dir mal neue Bohrer, mal nicht die 10 EUR Sortimentpackung vom 
Grabbeltisch.

Beitrag #7309072 wurde vom Autor gelöscht.
von Al. K. (alterknacker)


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Michael B. schrieb:
> und das ist dermassen weich, das bohrt jeder Bohrer problemlos.

LOL

Nur meine DDR Bohrer nicht!

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Al. K. schrieb:
> Nur meine DDR Bohrer nicht!

Ausgeglüht?

von Bernd F. (metallfunk)


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Der Schlüssel ist aus Temperguss.
https://de.wikipedia.org/wiki/Temperguss

Grüße Bernd

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bernd F. schrieb:
> Der Schlüssel ist aus Temperguss.

Dann müsste er aber magnetisch sein.

von Torben H. (jera)


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Jörg W. schrieb:
> Zinkguss vielleicht

Das wäre auch meine Vermutung.

Hier z. B. bekommt man viele Varianten neu, auch sortiert nach Serien: 
https://www.wagner-sicherheit.de/schluesseldienst/schluessel/buntbartschluessel/

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Jörg W. schrieb:
> Al. K. schrieb:
>> Welches einfache Metall bricht bei einen Fall aus 1,5 m.
>
> x-beliebiger Grauguss, der ist spröde. Dass es irgendein Metallguss ist,
> siehst du vorn am Bartansatz.
>
> Allerdings hätte ich Grauguss jetzt nicht gerade für
> bearbeitungsresistent gehalten; auf Grauguss-Teile haben wir im
> PA-Unterricht mit der Hand Gewinde geschnitten.

Und bei Grauguss sogar ohne Bohröl o.Ä.!

von Al. K. (alterknacker)


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Thomas U. schrieb:
> Und bei Grauguss sogar ohne Bohröl o.Ä.!

Richtig, habe es mit Einen der gezeigten DDR Bohrer, über 40 Jahre alt,
gemacht.
Musste ziemlich viel Druck aufwenden mit einen Bohrschrauber.
Der Bohrer hatte sich schon ein wenig durchgebogen.
Das Halten aber DDR Bohrer aus.
Testweise auch mal M3 Gewinde geschnitten, mit Spuckenflußmittel.;-))

Trotzdem war das Abbrechen bei einen Fall von 1,5 m Höhe und 24 Gramm 
Masse für mich ein einmaliges Ereignis.
Es möge sich derjenige melden welcher dies auch schon erlebt hat!

P.S.
Gut sichtbar ist auch der Winkelschraubenzieher.;-))

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Al. K. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Und bei Grauguss sogar ohne Bohröl o.Ä.!
>
> Richtig, habe es mit Einen der gezeigten DDR Bohrer, über 40 Jahre alt,
> gemacht.
> Musste ziemlich viel Druck aufwenden mit einen Bohrschrauber.
> Der Bohrer hatte sich schon ein wenig durchgebogen.
> Das Halten aber DDR Bohrer aus.
> Testweise auch mal M3 Gewinde geschnitten, mit Spuckenflußmittel.;-))
>
> Trotzdem war das Abbrechen bei einen Fall von 1,5 m Höhe und 24 Gramm
> Masse für mich ein einmaliges Ereignis.
> Es möge sich derjenige melden welcher dies auch schon erlebt hat!
>
> P.S.
> Gut sichtbar ist auch der Winkelschraubenzieher.;-))
>
> MfG
> alterknacker

Die Frage nach dem Material ist allerdings noch nicht geklärt...
Deine Windeisen würden sich über eine gewisse Pflege sicher auch freuen! 
Oder ist Öl inzwischen unerreichbar teuer?

: Bearbeitet durch User
von Thomas O. (kosmos)


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Schlüssel sind meist aus einer Kupfer-Nickel-Zink-Legierung ich denke 
auch das er gegossen wurde deswegen ist das Material so spröde.

von Al. K. (alterknacker)


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Thomas U. schrieb:
> Deine Windeisen würden sich über eine gewisse Pflege sicher auch freuen!
> Oder ist Öl inzwischen unerreichbar teuer?
Das ist zwar nicht das Thema, aber wer sie will...

MfG
alterknacker

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Al. K.

Al. K. schrieb:
> Aus welchen Metall oder Legierung könnte dieser einfache Schlüssel sein.
> Ob Vor oder Nachwende Zeit kann ich nicht sagen.

Hier im Westen:
Die ganz alten aus dem 19 Jhd. waren aus niedrig legiertem Eisen und 
warm oder kalt geschmiedet, später waren sie aus Grauguss, noch später 
folgte Zinkdruckguss.

Grauguss und Zinkdruckguss ist beides nicht für extreme Festigkeiten 
bekannt.
Speziell Graugruss neigt auch zum spröden brechen, Zinkdruckguss ist 
etwas duktiler, hat aber deutliche Probleme mit Ermüdung.

Aus Messing sind solche Schlüssel eher selten, aber es gab sie oft 
vermessingt. Auch Verchromungen sind häufig.

Moderne Schlüssel für Zylinderschlösser sind meistens aus Neusilber.
Lässt sich gut zerspanen und ist etwas duktil, aber lange daran 
herumbiegen geht nicht, weil die Biegestelle schnell versprödet und 
bricht.

Aber grundsätzlich können Schlüssel aus vielen Materialien sein. Ich 
habe auch schon welche aus Bronze und Kunststoff gesehen.

In Deinem Falle würde ich auf Grauguss oder Zinkdruckguss tippen. Das 
kann schon mal zerspringen, wenn es auf den Boden fällt.
Messing und Neusilber versprödet beim Biegen. Wenn jemand den Schlüssel 
mal verbogen hat, und wieder geradegebogen, ist er meistens schon 
angerissen. Der Riss kann sich weiterarbeiten. Ob Du dabei 
Korrosionsspuren im Riss findest, hängt davon ab, wie lange das Ereignis 
zurückliegt, und wie korrosiv die Umgebung ist und wie edel das Material 
des Schlüssels ist. Speziell Neusilber ist aber schon relativ edel und 
hält sich gut in einer trockenen Wohnungsatmosphäre.

Mit freubdlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bernd W. schrieb:
> In Deinem Falle würde ich auf Grauguss oder Zinkdruckguss tippen.

Da das Material nicht magnetisch ist, war das bislang auch der Konsens 
im Thread, dass es Zink-Guss ist.

> Messing und Neusilber versprödet beim Biegen.

Genauer gesagt: es erfolgt eine Kaltverfestigung. Nicht direkt 
Versprödung, aber das Material wird sehr fest. Kann man durch Erwärmung 
wieder korrigieren.

Die Kaltverfestigung bei Verformung ist ja auch der Grund, warum man 
klassische Kupfer-Lötspitzen nicht zurecht feilen sondern hämmern soll.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Jörg.

Jörg W. schrieb:

>> In Deinem Falle würde ich auf Grauguss oder Zinkdruckguss tippen.
>
> Da das Material nicht magnetisch ist, war das bislang auch der Konsens
> im Thread, dass es Zink-Guss ist.

Das es nicht magnetisch ist, hatte ich wohl übersehen.

>
>> Messing und Neusilber versprödet beim Biegen.
>
> Genauer gesagt: es erfolgt eine Kaltverfestigung. Nicht direkt
> Versprödung, aber das Material wird sehr fest. Kann man durch Erwärmung
> wieder korrigieren.

Richtig. Darum muss man, wenn man z.B. Hohlkörper aus Kupfer treibt, das 
ganze immer wieder erwärmen.

Es erfolgt durch die Verformung auch eine Verspannung der Gitterstruktur
des Kupfers durch Gitterfehler. Das führt zu einem ähnlichen Effekt wie 
bei der Vorspannung von Spannbeton. Erwärmung ermöglcht es dem 
Kristallgitter, sich neu zu ordnen und die Spannungen abzubauen.

Der Effekt ist nicht auf Kupfer beschränkt, kaltverformtes Eisen zeigt 
diesen Effekt auch.


> Die Kaltverfestigung bei Verformung ist ja auch der Grund, warum man
> klassische Kupfer-Lötspitzen nicht zurecht feilen sondern hämmern soll.

Richtig. Klingen aus dem Chalkolitikum und der Bronzezeit wurden darum 
kalt gehämmert, um sie zu härten. Allerdings begünstigten im 
Chalkolitikum die typischen Verunreinigungen des Kupfers durch Arsen und 
Phosphor aus dem damaligen Verhüttungsprozess dieses Verhalten.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Wollvieh W. (wollvieh)


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Ich habe mal einen Zamak-Barren gefunden, und genau das ist der 
Oberbegriff für die Zinkdruckgußmetalle, die gerne für Schlüssel 
verwendet werden.

von Al. K. (alterknacker)


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Das erste Bohrloch war nicht Nutzbar.
Jetzt muss ich sehen wie ich ein Schlüsselring dranfummele.
Habe noch einige Schlüsselrohlinge aus ALU, werde  einen neuen Schlüssel 
feilen.

MfG
alterknacker

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Feil sie nicht zu dünn, der Alu-Guss bricht noch schneller als dein 
Zink.

von Thomas U. (charley10)


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Jörg W. schrieb:
> Feil sie nicht zu dünn, der Alu-Guss bricht noch schneller als dein
> Zink.

Dagegen hilt meist, das Schloss mit etwas 'verklemmten' Schmiermittel 
wieder leichter gängig zu machen. Vielleicht war auch das die Ursache 
für den Bruch?

von Thomas U. (charley10)


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Al. K. schrieb:
> Das erste Bohrloch war nicht Nutzbar.

Weshalb? Schlüssel anschliessend zu kurz geraten?

> Jetzt muss ich sehen wie ich ein Schlüsselring dranfummele.
> Habe noch einige Schlüsselrohlinge aus ALU, werde  einen neuen Schlüssel
> feilen.
>
> MfG
> alterknacker

von Al. K. (alterknacker)


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Thomas U. schrieb:
> Weshalb? Schlüssel anschliessend zu kurz geraten?

Richtig!

Aber ich komme aus einer zeit als man noch Schlüsselbärte feilen konnte.

MfG
alterknacker

von Thomas U. (charley10)


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Al. K. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Weshalb? Schlüssel anschliessend zu kurz geraten?
>
> Richtig!
>
> Aber ich komme aus einer zeit als man noch Schlüsselbärte feilen konnte.
>
> MfG
> alterknacker

Davon gehe ich aus!
Meine Idee wäre eine Andere:
Am Ende einen Vierkant anfeilen, auf den ein Schlüssel zum Entlüften von 
HK aufgesteckt und eventuell verklebt werden kann...
Ist sicher weniger Aufwand als einen neuen Bart in Form zu trimmen?!

von Michael B. (laberkopp)


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Thomas U. schrieb:
> Ist sicher weniger Aufwand als einen neuen Bart in Form zu trimmen?!

Das ist sicher noch eine bessere Idee, als hinten einen Schlitz 
reinzusägen und eine Münze als Griff einzusetzen.

von Al. K. (alterknacker)


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Thomas U. schrieb:
> Am Ende einen Vierkant anfeilen,

Das wäre wahrscheinlich die einfachste Lösung gewesen.

Jetzt nicht mehr möglich, da durch das zweite Loch der Vierkant
nicht stabil genug wird.

MfG
alterknacker

von Johannes O. (jojo_2)


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Al. K. schrieb:
> Es möge sich derjenige melden welcher dies auch schon erlebt hat!

Hier. hab ebenfalls schon einen gebrochenen Schlüssel gehabt, der ist 
aber mit etwas mehr Geschwindigkeit aufgeschlagen und an vergleichbarer 
Stelle gebrochen.


Da Schlüssel gern verschwinden, verlegt werden, ... habe ich mir 
mittlerweile sowas zugelegt:
https://www.amazon.de/gp/product/B00BEU09MY/
Braucht etwas Übung aber ist schneller und auf lange Zeit günstiger als 
Schlüssel suchen/Ersatz beschaffen/Baumarkt.
Diese Buntbartschlüssel bieten an sich schon kaum Sicherheit. Oftmals 
lassen sich auch Schlüssel anderer Zimmertüren verwenden, weil in der 
Praxis nur wenige Codierungen verwendet werden. (womit wir wieder beim 
Thema wären, warum sie verschwinden).

von Thomas U. (charley10)


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Johannes O. schrieb:
> Al. K. schrieb:
>> Es möge sich derjenige melden welcher dies auch schon erlebt hat!
>
> Hier. hab ebenfalls schon einen gebrochenen Schlüssel gehabt, der ist
> aber mit etwas mehr Geschwindigkeit aufgeschlagen und an vergleichbarer
> Stelle gebrochen.
>
>
> Da Schlüssel gern verschwinden, verlegt werden, ... habe ich mir
> mittlerweile sowas zugelegt:
> https://www.amazon.de/gp/product/B00BEU09MY/

Das ist aber schon enorm viel Geld für soo wenig Draht!
Der Draht aus einer Schweißelektrode (2,5mm) hat dafür den optimalen 
Durchmesser. Die Umhüllung abgeschlagen, im Schraubstock gebogen und 
flach geschmiedet ist weniger als 10min Arbeit...

> Braucht etwas Übung aber ist schneller und auf lange Zeit günstiger als
> Schlüssel suchen/Ersatz beschaffen/Baumarkt.

Als Notlösung o.k. Aber als Dauerzustand?

> Diese Buntbartschlüssel bieten an sich schon kaum Sicherheit. Oftmals
> lassen sich auch Schlüssel anderer Zimmertüren verwenden, weil in der
> Praxis nur wenige Codierungen verwendet werden. (womit wir wieder beim
> Thema wären, warum sie verschwinden).

von Al. K. (alterknacker)


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https://www.mikrocontroller.net/attachment/583719/S_Bohrer.jpeg
Al. K. schrieb:
> Gut sichtbar ist auch der Winkelschraubenzieher.;-))


In meinen Leben habe ich bis jetzt keinen Bartschlüssel gekauft!

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Johannes O. schrieb:


> Da Schlüssel gern verschwinden, verlegt werden, ... habe ich mir
> mittlerweile sowas zugelegt:


Gegen das Verlieren und Verlegen hilft ein so großer und schwerer 
Schlüsselbund, den man sich angewöhnt immer dabei zu haben, dass es 
einem sofort irgendwie komisch auffält, wenn da was fehlt. Und wenn er 
runterfällt, scheppert er laut.

> https://www.amazon.de/gp/product/B00BEU09MY/
> Braucht etwas Übung aber ist schneller und auf lange Zeit günstiger als
> Schlüssel suchen/Ersatz beschaffen/Baumarkt.

Damit gut umzugehen Bedarf es wirklich etwas Übung.
Und Baumärkte kommen, insbesonders was Zylinderschlösser angeht, auch 
schnell an ihre Grenzen.

> Diese Buntbartschlüssel bieten an sich schon kaum Sicherheit. Oftmals
> lassen sich auch Schlüssel anderer Zimmertüren verwenden, weil in der
> Praxis nur wenige Codierungen verwendet werden. (womit wir wieder beim
> Thema wären, warum sie verschwinden).

Wegen Üben und Sicherheit: "MIT Handbuch zur Schlossöffnung" Dabei geht 
es aber in erster Linie um Zylinderschlösser.

Ausgabe 2010, ein wunderschönes Dokument: 
https://blog.ssdev.org/lockpicking/MIT_D/MIT-Handbuch.pdf

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de/

: Bearbeitet durch User
von Uwe S. (bullshit-bingo)


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Al. K. schrieb:
> In meinen Leben habe ich bis jetzt keinen Bartschlüssel gekauft!

Von mir bekommst du für diese Ehrlichkeit den allerersten Positiven.
Aber bitte schreibe "gekauft" doch fett, so versteht man besser, was du 
meinst!

von Al. K. (alterknacker)


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Uwe S. schrieb:
> Von mir bekommst du für diese Ehrlichkeit den allerersten Positiven.

Nun ja, die Positivbewerter halte ich nicht für charakterschwach  oder 
verbl...
Verstehe aber trotzdem nicht warum man bewertet da es doch Sinnfrei ist.

: Bearbeitet durch User
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