Der Zufall will es, daß ich gerade ein paar Trioden verkaufe und es meldet sich ein Interessent - offenbar HIFI-Enthusiast - , der mich fragt: „wie klingen die?“
Was soll man da antworten?
Vielleicht ihm diesen Artikel schicken (elektronikinfo.de)?
„12AX7 und ECC83: Sind NOS-Röhren wirklich besser?“
Eine ECC85 in einem UKW Tuner klingt hoffentlich gar nicht. Und der richtige Enthusiast wird sowieso keine Doppeltrioden nehmen sondern EC92 damit keine Rückwirkung zwischen den Systemen entstehen kann 😝
Ich vertraue da unserem neuen, genialen Marketing-Schwurbler:
*Ich:
Ich dachte, diese Aussagen auf die Röhren, also z.B. 12AX7 oder ECC83, aber nicht auf Verstärker zu beziehen, und die verschiedenen Röhren unterschiedlich zu charakterisieren.
ChatGPT:
Oh, das tut mir leid, ich habe deine Frage falsch verstanden. Hier sind ein paar Beispiele für übertriebene Marketingaussagen zum Klang von verschiedenen Röhren:
"Die 12AX7 Röhre liefert einen Klang, der so warm und satt ist, dass es fast so klingt, als wärst du mitten in einem Konzertsaal!"
"Die ECC83 Röhre verleiht dem Klang eine solche Klarheit und Transparenz, dass es fast so klingt, als wärst du direkt neben dem Musiker!"
"Die 12AU7 Röhre liefert einen Klang, der so dynamisch und lebendig ist, dass es fast so klingt, als wärst du mitten in der Action!"
"Die 6L6 Röhre verleiht dem Klang eine solche Authentizität und Detailtreue, dass es fast so klingt, als wärst du Teil der Musik selbst!"
Bitte beachte, dass auch diese Aussagen stark übertrieben sind und in der Regel nicht der Wahrheit entsprechen. Sie dienen lediglich dazu, die Röhren in einem positiven Licht darzustellen. Der Klang einer Röhre hängt von vielen Faktoren ab und kann nicht einfach pauschalisiert werden.*
Na ja, noch etwas mehr Formulierungs-Fantasie wäre nicht schlecht.
Der Zufall will es, daß ich gerade ein paar Trioden verkaufe und es
meldet sich ein Interessent - offenbar HIFI-Enthusiast - , der mich
fragt: „wie klingen die?“
Das hängt sicher davon ab, ob du die auf Fliesen oder Teppich donnerst...
Was soll man da antworten?
Vielleicht ihm diesen Artikel schicken (elektronikinfo.de)?
„12AX7 und ECC83: Sind NOS-Röhren wirklich besser?“
Um dies beantworten zu können, müßte man sie im Vergeleich zu anderen Herstellern und Baujahren mal gehört haben über eine mindestens "bessere" Wiedergabeanlage, auch mal über Kopfhörer. Und nicht nur mit Punk-Rock als Musikmaterial.
Das folgende ist ironisch gemeint und es ist nicht beabsichtigt etablierte Meinungen zu diesen Thema zu kontern:-)
"Ein kleiner Streifzug durch die Welt des Warmen Klangs"
Ehrlich gesagt, muß ich immer wieder schmunzeln. Ein Leben lang hat man Vielen eingebleut, daß "High Fidelity" das Maß aller Dinge ist und daß höchste Wiedergabetreue das hohe Ziel ist. Das hat soweit geführt, daß das DIN Gremium in den 70ern den Deutschen Hi-Fi Standard DIN45500 spezifiziert hat.
Da plagten sich nun Ingenieure aller betreffenden Fachrichtungen über viele Jahrzehnte hinweg die beste, mögliche Technik zu hobeln. Da wurden Verstärker mit nahezu unmessbar niedrigen Klirrfaktor und dynamischen Verhalten und großer Bandbreite gezüchtet, phantasievolle Lautsprecherboxen höchster Wiedergabetreu gezeugt, Kunstkopfstereophonie und was es derlei alles sonst noch gibt. Man freute sich, daß man sich mit der Halbleitertechnik endlich von der energieverbrauchenden, zerbrechlichen, verzerrenden, unförmlichen und teuren Röhrentechnik abwenden zu können.
Und dann gibt es bekanntlich Leute die mit allen Regeln der Kunst dieses hohe Ziel mit sogenanntem "Warmen Klang" mit Verstärkerelementen mit bekanntlich unvollkommenen Eigenschaften wieder nach ihren Vorstellungen verhunzen wollen.
Man will den Klang vorsätzlich subtil verändern damit ein ihren Vorstellungen entsprechendes abweichendes Klangbild entsteht. Man nimmt in Kauf, uncool zu wirken und ungrün mit Klasse A Arbeitspunktverstärkertechnik anzukommen.
Man nimmt in Kauf von den Grünen als verschwenderisch und unverantwortungsvoll gebrandmarkt zu werden.
Man nimmt in Kauf, schwere ressourcenverschluckende Rohstoffe wie Eisen und lange Kupferdrähte in kunstvoll berechnete und gewickelte Bauformen zu transformieren, weil man meint, Trafos sind "In". Die armen HiFi-ler wiesen schon lange ohne großen Erfolg darauf hin, dass NF-Übertrager voller Probleme und Tücken stecken.
Auch die Verzerrungen der Röhrenkennlinie werden stur heruntergeredet, weil es angeblich gerade diese Verzerrungen sind, die das ersehnte heilige Ergebnis des warmen Klangs bringen.
Da sucht man den halben Erdball und das Internet nach bestimmten Kondensatoren, Widerständen, Röhren namhafter Hersteller wie Siemens&Halske oder Valvo, Telefunken und wie sonst alle hießen und bezahlt Unsummen für besonders delikat ausgemessene Pärchen. Den gemeinen Papier Senfkondensatoren oder den bunten "Tropischen Fisch" Kondensatoren der Firma Philips werden besonders gute Klang Eigenschaften nachgesagt. Auch von den blauen alten Elkos bestimmter Firmen wird phantasiert. Auch die langweiligen Widerstände blieben von dieser Auslese nicht verschon und man lechzt nach extrem teuren Metall-Exoten.
Manche geben Unsummen für selektierte Crown TDA1540 DACs aus, verwenden GPS und Rb Frequenznormale um die DAC Timing zu präzisieren und den ach, so gemeinen Jitter zu vertreiben.
Normale Kupferleitungen sind dafür auch nicht gut genug. Man sucht krampfhaft nach sogenannten sauerstoffreien elektrischen Leitern.
Auch das langweilige Netzteil wurde vom Umschwung nicht alleine gelassen. Man erfand allerlei "hochwertige" Schutz und Abschirm Netzteilkomponenten mit dem Prädikat "NF-tauglich" um die bösen Komponenten der ins Haus gelieferten "schmutzigen" Energie weißwaschen zu können.
Man denkt sich überhaupt nichts dabei, hunderte Watt oder mehr an Energie für ein paar Watt an Nutzenergie in einen Klasse-A Verstärkerendstufe zu verbraten. Im Winter mag das ja ein wünschenswerter Nebenvorteil sein. Natürlich muß man jetzt besonders vorsichtig sein, das nicht zu verschreien, um von frierenden minderbegüterten Nachbarn nicht gelyncht zu werden.
Keiner dieser kunstvoll gebauten "warmen" Verstärker klingt gleich. Jeder ist ein Unikat.
Eine neue Armee resourcenvoller Verkäufer etablierte sich um dieser neuen Konsumergruppe die nötige Auswahl an warmen Klang Komponenten bereitzustellen. Natürlich gegen angemessenem Entgelt. Man entwickelte wundersame Komponenten denen ganz besonders gute Eigenschaften zugesprochen werden sollten.
Man stampfte ganze Reihen von Webpräsenzen aus dem Boden um die nötige "streng wissenschaftlichen anekdotischen" Belege bereitzustellen und das Interesse an der Freude nicht erkalten zu lassen. Neue Wissenzweige der Esoterik wurden gepflegt.
Manche hadern auch mit ihrem unvollkommenen eigenen Gehör das die Anstrengungen solch "hochwertiger" Wiedergabe durch den Dreck zerren will.
Was waren doch die nüchternen DIN45500 Vertreter einer vergangenen Ära für bedauernswerte Trottel, die vollkommen ignorant glaubten mit der Transistortechnik begänne eine neue Epoche des vollendeten Klangs und man könnte von den umständlichen Röhren für immer Abschied nehmen. Wie falsch sie waren. Sie konnten sich die Zukunft nicht phantasievoll vorstellen. Was es nicht alles gibt...
Man denkt sich überhaupt nichts dabei, hunderte Watt oder mehr an
Energie für ein paar Watt an Nutzenergie in einen Klasse-A
Verstärkerendstufe zu verbraten.
Hätten sie doch besser Joule statt Watt verbraten ... ;)
Ja, am Zeugen genau solcher Lautsprecherboxen ereifere ich mich auch heute noch gerne. Nach der Brütezeit sind es erst kleine Miniaturlautsprecher, mit der Zeit werden es zehn-Liter Kompaktlautsprecher und wenn sie ausgewachsen sind als Standboxen oder bereits Besenschankgröße angenommen haben, wandern sie in die Welt hinaus, weil ich so viel Platz nicht habe. Dann waren sie vorher auch schon eine Zeit lang schwer zu handhaben. Stetige Ernährung mit guter Musik ist Wachstumsgrundlage.
Oben ging es um die zierlichen Vorstufenröhren, diese Doppeltrioden. Diese sind in gegengekoppelten Vorverstärkern außerordentlich klirrarm und nicht irgendwie auffällig im Klang als Röhre zu erkennen.
Bei meinem selbst gebauten Phono-Vorverstärker waren Verzerrungen nie ein Thema. Hinten kam "line out-Pegel" raus, es ging weiter zum Lautstärkesteller mit Relais und danach zur Endstufe.
Schaut man sich den Ruhe-Verbrauch von so manchem AV-Receiver an, so bringt mancher 80 Watt auf den Zähler und das ohne Röhren innen drin. Wer potente Röhrenendstufen betreibt, muß natürlich einen erheblichen Stromverbauch einkalkulieren, aber arg viel mehr wird es dann auch nicht, wenn man auf Wohnzimmerniveau bleibt.
Wer sich zwei Monoblöcke hin stellt, hat auch keine Röhren drin und wird unter 60 Watt Ruheleistung nur für die Endstufen bei Stereo nicht weg kommen, z.B.
Ja, am Zeugen genau solcher Lautsprecherboxen ereifere ich mich auch
heute noch gerne. Nach der Brütezeit sind es erst kleine
Miniaturlautsprecher, mit der Zeit werden es zehn-Liter
Kompaktlautsprecher und wenn sie ausgewachsen sind als Standboxen oder
bereits Besenschankgröße angenommen haben, wandern sie in die Welt
hinaus, weil ich so viel Platz nicht habe. Dann waren sie vorher auch
schon eine Zeit lang schwer zu handhaben. Stetige Ernährung mit guter
Musik ist Wachstumsgrundlage.
Stimmt. Ich bin der Meinung, daß es ohnehin fast nur auf die Akustischen Treiber aka. LS ankommt wie gut es endlich klingen wird. Sogar relativ kleine "Book Shelf" Boxen hochwertigen Designs können unheimlich gut ankommen.
Oben ging es um die zierlichen Vorstufenröhren, diese Doppeltrioden.
Diese sind in gegengekoppelten Vorverstärkern außerordentlich klirrarm
und nicht irgendwie auffällig im Klang als Röhre zu erkennen.
Man kann auch in Röhrentechnik hochwertige Gerätschaften konstruieren. Die frühere Studiotechnik beweist das. Diese Elektronik wurde aber von erfahrenen Ingenieuren nach allen Regeln der Kunst sorgfältig dimensioniert und mit negativen Rückkopplungen so weit stabilisiert, daß es letzten Endes gar keinen Unterschied gemacht hätte ob da Transistoren oder Röhren drinsitzen. Die Schaltung selber bestimmte die Leistungsfähigkeit und Hochwertigkeit des Moduls.
Was man da aber heutzutage oft im Internet an Röhrentechnik sieht, instillt in vielen Fällen wenig Vertrauen. Da sieht man Schaltungen ohne negative Rückkopplungen und Linearitätsmethoden von denen man in den sechziger Jahren ohne viel Nachzudenken gemeint hätte, sie sind nichts wert. Und heutzutage werden sie als Maß aller Dinge gepriesen. Ich sehe da einen "Disconnect".
Bei meinem selbst gebauten Phono-Vorverstärker waren Verzerrungen nie
ein Thema. Hinten kam "line out-Pegel" raus, es ging weiter zum
Lautstärkesteller mit Relais und danach zur Endstufe.
Das nehme ich Dir auch ab, denn Du weißt auch was Du tust.
Schaut man sich den Ruhe-Verbrauch von so manchem AV-Receiver an, so
bringt mancher 80 Watt auf den Zähler und das ohne Röhren innen drin.
Wer potente Röhrenendstufen betreibt, muß natürlich einen erheblichen
Stromverbauch einkalkulieren, aber arg viel mehr wird es dann auch
nicht, wenn man auf Wohnzimmerniveau bleibt.
Hängt natürlich von den Details ab und wie lange sie täglich in Betrieb sind. Um Übergangsverzerrungen zu vermeiden hat man da wenig Wahl. Obwohl ich auch hier Möglichkeiten sehe.
Wer sich zwei Monoblöcke hin stellt, hat auch keine Röhren drin und wird
unter 60 Watt Ruheleistung nur für die Endstufen bei Stereo nicht weg
kommen, z.B.
Die Monoblöcke kenne ich nicht aus Erfahrung. Aber sie sind trotzdem wesentlich besser als eine Klasse-A Röhrenendstufe mit wesentlich unter 10% Wirkungsgrad.
Was mich betrifft, wird das Thema Hi-Fi mit jeden Jahr mehr und mehr akademisch, weil meine Ohren nicht mehr so gut sind wie sie es in meiner Jugend waren.
Jeder soll halt so weit gehen und wählen wie es für die persönliche Situation zweckmäßig ist. Missionieren ist Fehl am Platz. Übermäßig Viel Erwartung in die Röhrentechnik zu stecken finde ich, was mich betrifft und in meiner Auffassung als etwas unzweckmässig und jegliche Verbesserungsversuche resultieren in unverhältnismäßig wenig Verbesserung der Wiedergabetreue. Ich sehe das Thema eher sehr nüchtern.
Oben ging es um die zierlichen Vorstufenröhren, diese Doppeltrioden.
Diese sind in gegengekoppelten Vorverstärkern außerordentlich klirrarm
und nicht irgendwie auffällig im Klang als Röhre zu erkennen.
Du kennst die ECC962 nicht. Eine besonders "steile" Doppeltriode
fuer dickethale Schaltstufen wie Flip-Flops und logische
Gatterbauwerke...
Als Jugendlicher habe ich mich immer gewundert, warum Röhrenradios so dumpf klingen.
Nur sehr wenige Geräte konnten auch Höhen wiedergeben, z.B. der Beethoven 2 (Rochlitz) oder der Ultra Exquisit (Gerufon). Beide Geräte hatten extra Lautsprecher und extra Ausgangsübertrager für die Höhen.
Die Ausgangsübertrager bei Standardgeräten waren nicht breitbandig genug für den gesamten NF-Bereich, daher ist die Auftrennung nötig.
Verblüfft war ich, als ich mal ne eisenlose Endstufe mit ungarischen AD161/AD162 aufgebaut hatte, mit wie wenig Aufwand man einen exzellenten Verstärker hinkriegt. Der Klang war absolut sauber, von den Höhen bis zu den Bässen.
"Ein kleiner Streifzug durch die Welt des Warmen Klangs"
Ich habe diesen Beitrag mit schmunzeln gelesen und kann dies bestätigen, obwohl ich auch zu der Gilde der Hifi-Fans gehöre.
Die Din45500 ist nach wie vor Grundlage, obgleich heute jedes bessere Kofferradio diese Norm erfüllt.
Die Zeit ist halt weiter gegangen.
Bei elektromechanischen Wandlern wie Lautsprechecher , Tonabnehmer und Mikrofone ist nach wie vor auch heute noch viel Luft nach oben. Da hat die Technik der Bewegungsgegenkopplung bei Lautsprecher schon einen Sprung nach vorne ermöglicht.
Das ist auch ohne direkten Hörvergleich hörbar.
Bei Elektronik wie Verstärker hört man in der Regel , wenn überhaupt, nur noch im direkten Hörvergleich einen maginalen Unterschied, wobei mann dann nicht weis welcher nun besser klingt.
Wirkliche Blüten treibt es dann, wenn man klanglische UNterschiede bei Netzkabeln Lautsprecherkabeln etc ausmachen will.
Das der Jitter theoretisch bei den heutigen AD und DA Wandler hörbar ist könnte man ja beinahe noch nachvollziehen, nicht aber wenn es dabei um Pikosekunden geht.
Röhren erzeugen eine andere Zusammensetzung der Oberwellen als Transistoren. Das könnte man eventuell hören. Aber nicht, wenn diese Stufe stark gegengekoppelt ist, und der Klirrfaktor irgendwo weit unter 0,1% liegt.
Als Jugendlicher habe ich mich immer gewundert, warum Röhrenradios so
dumpf klingen.
Ursache war da auch AM und die schmale Bandbreite bei einfachen UKW.
Nur sehr wenige Geräte konnten auch Höhen wiedergeben, z.B. der
Beethoven 2 (Rochlitz) oder der Ultra Exquisit (Gerufon). Beide Geräte
hatten extra Lautsprecher und extra Ausgangsübertrager für die Höhen.
Die Ausgangsübertrager bei Standardgeräten waren nicht breitbandig genug
für den gesamten NF-Bereich, daher ist die Auftrennung nötig.
Besser war das bei Geräten mit weniger Leistung.
Aber da fehlten dann auf Grund des kleineren Trafos die Bässe.
Der Ausgangsübertrager ist nun mal die Schwachstelle.
Verblüfft war ich, als ich mal ne eisenlose Endstufe mit ungarischen
AD161/AD162 aufgebaut hatte, mit wie wenig Aufwand man einen exzellenten
Verstärker hinkriegt. Der Klang war absolut sauber, von den Höhen bis zu
den Bässen.
Diesen Aha-Effekt hatte ich damals auch.
Ohne Eisenkilo, böse hohe Spannung, Brummeinstreuung, usw.
Der Zufall will es, daß ich gerade ein paar Trioden verkaufe und es
meldet sich ein Interessent - offenbar HIFI-Enthusiast - , der mich
fragt: „wie klingen die?“
Was soll man da antworten?
Hi,
früher gab es mal "Röhrenhämmer", mit denen man zumindest das Mikrofonieverhalten besser abschätzen konnte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Abklopfhammer
Hier zum Vergleich einmal die Pentode EF86 (rauscht deutlich mehr!)
Und die ECC83 (mikrofoniert stärker, wobei beide Systeme aktiv verschaltet sind).
Wenn die ca. 6mA/V der ECC962=E92CC eine besondere „Steilheit“ bei
Doppeltrioden sein soll
Ich habe nur den "Werbetext" des Herstellers zitiert.
Allerdings muss an diesen Roehren etwas "besonderes" sein.
Wurden sie doch z.B. in Vorverstaerkern fuers medizinische
EEG verwendet.
war noch nicht fertig:
Ganz einfach, teste die zu verkaufenden Röhren im Verstärker an und stelle fest, welche weniger rauscht und mikrofoniert.
Je nach Hersteller gibt es da bestimmt auch noch, wenn auch geringe Unterschiede.
In einem Punkt sind Röhren aber deutlich unkritischer und überlgen gegenüber Mosfets. Das Gate geht beim Berühren durch elektrostatische Aufladung einer Person nicht kaputt, wie der der Mofets ohne Schutzbeschaltung beim Einbauen.
In einem Punkt sind Röhren aber deutlich unkritischer und überlgen
gegenüber Mosfets.
Hi,
aber auch Nachteile.
https://www.bandmaschinenseite.de/tonbandger%C3%A4te/grundig-tk-17-l/
Auf einem Foto auf der Webseite sieht man,
dass zur Verringerung der Übertragung der Motorvibrationen die ECC83 in der Vorstufe sogar mit einer gummigepufferten Röhrenfassung versehen sein muss. Und zur Verringerung der Brummeinstreuungen ist eine Blechummantelung nötig.
Wenn man bei der ECL86 in der Endstufe diese Blechhülse entfernt, bzw die nicht richtig mit GND/Masse verbindet, gibt es einen herrlichen Rückkoppler.
Der Abschirmaufwand geht bis zu Koppelkondensatoren mit Kennzeichnung des Aussenbelages etc. pp.
Allerdings kommt man für ein Tonbandgerät mich echter HF-Vormagnetisierung und Löschung (kein Permanentmagnet) mit nur zwei Röhren aus. Magisches Auge mal ausgenommen.
Und ja, Röhren altern. Bestimmte Endstufenröhren werden ja extra vorgealtert geliefert.
Wenn die ca. 6mA/V der ECC962=E92CC eine besondere „Steilheit“ bei
Doppeltrioden sein soll
Ich habe nur den "Werbetext" des Herstellers zitiert.
Allerdings muss an diesen Roehren etwas "besonderes" sein.
Wurden sie doch z.B. in Vorverstaerkern fuers medizinische
EEG verwendet.
Den „Werbetext“ zur ECC962 kenne ich nicht, zeig ihn mal.
EEG Vorverstärker könnte gut sein, weil für die ECC962 (und auch die Verwandte ECC960) explizit ein Isolationswiderstand zwischen den einzelnen Elektroden(anschlüssen) von wenigstens 100MegaOhm garantiert wird. Findet man wohl sonst bei keiner RFT-Röhre so spezifiziert.
Ist das gebrauchte Vakuum, was dann rausflutscht. Das hat den Mief des
Getters aufgenommen.
keine Ahnung ob das gesund ist.
Also ich hab's in den 60ern schon gemacht- und es geht mir gut... dann
muß es wohl gesund sein.
Es gibt Röhren, die Radon enthalten (OC3). Deren letzten Hauch atmet man besser nicht ein. Z.T. haben sie einen (schwachen) Schutz gegen versehentliches Zerdeppern.
Es gibt Röhren, die Radon enthalten (OC3). Deren letzten Hauch atmet man
besser nicht ein.
Einige Ziffernanzeigeröhren hatten auch geringe Mengen radioaktives Gas, als Starthilfe. Welche nun genau... und irgendwann ging es wohl auch ohne.
Aber stellt sich ja keiner hin, knackt die Röhre, und nimmt 'nen tiefen Zug...
Es gibt Röhren, die Radon enthalten (OC3). Deren letzten Hauch atmet man
besser nicht ein. Z.T. haben sie einen (schwachen) Schutz gegen
versehentliches Zerdeppern.
Ach Gottchen! Was für ein Schreckgespenst.
In der Gegend von Aue gehst du in den Keller und holst ein Bier.
Da hast du die Ladung Radon von hundert deiner Röhren inhaliert.
Übrigens war das auch vor der Wismut so.
Ach Gottchen! Was für ein Schreckgespenst.
In der Gegend von Aue gehst du in den Keller und holst ein Bier.
Wollte nur mal kurz erwähnen, dass ich 40 Jahre später immer noch nichts habe. ;-) Ich habe in den 80igern auch gern Fernseher Röhren zerdeppert, alles mögliche Zeug vom jährlichen Sperrmüll mit heim genommen und zerpflückt. Sperrmüll war wie Weihnachten für die Kids in dieser Zeit und bei einigen der Wegbereiter in die Elektronik!
Hier geht es um den Klang von Röhren. Diese haben keinen eigenen Klang, außer sie sind in einem Audioverstärker als aktives Element eingebaut oder sie werden für Fallversuche benutzt. Ein wichtiger Gesichtspunkt ist aber, dass man bei Röhren genau darauf achten sollte, dass sie ein sauerstofffreies Vakuum haben, denn der Sauerstoff würde die Bewegung der Elektronen genauso behindern, wie wenn kein sauerstofffreies Lautsprecherkabel benutzt würde.
Das gleiche gilt aber auch für Transistoren. Man sollte unbedingt darauf achten, dass in den Transistoren für Verstärker sauerstofffreies Silizium verwendet wurde, denn ein Sauerstoffgehalt im Silizium würde den Klang des Verstärkers sehr verschlechtern genau wie Sauerstoff im Röhrenvakuum.
Ein wichtiger Gesichtspunkt ist aber, dass man bei Röhren genau darauf
achten sollte, dass sie ein sauerstofffreies Vakuum haben, denn der
Sauerstoff würde die Bewegung der Elektronen genauso behindern, wie wenn
kein sauerstofffreies Lautsprecherkabel benutzt würde.
Bedeutet das, dass man das oxygenverseuchte Vakuum der Röhre durch massives Kupfervakuum ersetzen sollte?
Wohl die Ironie bezüglich audiophiler Goldöhrchen nicht verstanden. Der einzige relevante physikalische Wert eines Lautsprecherkabels ist sein elektrischer Gesamtwiderstand, der auch von seinem Fremdatomgehalt bestimmt ist und auch von den Störungen der Kristallstruktur. Beispielsweise hat ein Einkristall aus Kupfer einen vielfach geringeren elektrischen Widerstand als das übliche polykristalline Kupfer.
Genauso ist es mit Silizium. Es wird aus sauerstoffreichem Siliziumdioxid hergestellt und hat am Ende als Einkristall einen extrem hohen Reinheitsgrad, der mit vielen vielen Nullen hinter dem Komma charakterisiert.
Das Vakuum in einer Röhre ist ein luftverdünnter Raum mit einem Restdruck von etwa 10 hoch minus 4 Pascal. Dabei liegt die Teilchendichte der Luft bei der Größenordnung der Avogadrozahl im Molvolumen und in einer Röhre etwa eine Million geringer. Das ist immer noch eine hohe Teilchenzahl einschließlich des enthaltenen Sauerstoffs und um diese Teilchenzahl noch zu verringern oder wenigstens stabil zu halten, befindet sich in jeder Röhre ein Gettermaterial.
Insbesondere ist der Sauerstoffgehalt des Kupfers ein ganz gewichtiges Problem, vor allem, wenn diese nicht homogen im Kupfer verteilt ist. Bereits ab nur einer Stelle mit einer sehr hoher Konzentration kommt meist aus dem Lautsprecher nichts mehr hörbares heraus. Eine solche Stelle nennt sich Kabelbruch.
Insbesondere ist der Sauerstoffgehalt des Kupfers ein ganz gewichtiges
Problem, vor allem, wenn diese nicht homogen im Kupfer verteilt ist.
Bereits ab nur einer Stelle mit einer sehr hoher Konzentration kommt
meist aus dem Lautsprecher nichts mehr hörbares heraus. Eine solche
Stelle nennt sich Kabelbruch.
Das wäre aber nicht weiter schlimm wenn es dann bei zu starker Aussteuerung und Nichtbeachtung nicht zu Hochspannungsüberschlägen im Inneren der Röhren oder Windungsdurchschlägen im Ausgangstrafo führen könnte. So eine Sauerstoffunfall kann also verheerende Folgen für die Verstärkerendstufe haben und sollte nie vorkommen. Solche Hochspannungsüberschläge sind übrigens wegen der blauen Entladungen im Inneren der Röhren beeindruckend zu beobachten und lehren Einem das Fürchten. Ich spreche aus früher Erfahrung. Eine arme EL12 musste da allerhand mitmachen...
Die Transistorianer kennen das alles nicht, weil den meisten Verstärkern eine plötzliche Sauerstoffansammlung in der Verdrahtung, so wie beschrieben, in vollkommen erhabener Weise kalt lässt;-)
Solche Hochspannungsüberschläge sind übrigens wegen der blauen
Entladungen im Inneren der Röhren beeindruckend zu beobachten und lehren
Einem das Fürchten.
Das blaue Leuchten kann das baldige Ableben einer Röhre bedeuten. Es kann aber auch ganz normal sein, insbesondere bei Endstufen-Röhren mit hohen Anodenspannungen. Die hochenergetischen Elektronen treffen z.B. auf Verunreinigungen im Glas.
Solche Hochspannungsüberschläge sind übrigens wegen der blauen
Entladungen im Inneren der Röhren beeindruckend zu beobachten und lehren
Einem das Fürchten.
Das blaue Leuchten kann das baldige Ableben einer Röhre bedeuten. Es
kann aber auch ganz normal sein, insbesondere bei Endstufen-Röhren mit
hohen Anodenspannungen. Die hochenergetischen Elektronen treffen z.B.
auf Verunreinigungen im Glas.
Moin,
Das blaue Leuchten kenne ich auch. Ich meinte allerdings aktuelle schnappende Hochspannungsüberschläge die durch die Induktion vom Ausgangstrafo verursacht werden.
Dann gibt es auch grünes Leuchten durch schlechtes Vakuum.
Ich hatte mal eine EF95 auf der sich auf der Aussenseite der Anode ein grünes fluoreszierendes Leuchten mit scharf markierten Mustern einstellte. Die war als Endstufe in einen kleinen 144-MHz Sender tätig.
Bei bestimmten Verstärkern muss auch immer ein leichtes blau mitleuchten, weil diese sich sonst nicht an ihr Klientel verkaufen würden. Bessere Röhren mit schlechterer Sichtbarkeit dieses Phenomens konnte sich deshalb nicht durchsetzen.
Bei bestimmten Verstärkern muss auch immer ein leichtes blau
mitleuchten, weil diese sich sonst nicht an ihr Klientel verkaufen
würden. Bessere Röhren mit schlechterer Sichtbarkeit dieses Phenomens
konnte sich deshalb nicht durchsetzen.
Bei bestimmten Verstärkern muss auch immer ein leichtes blau
mitleuchten, weil diese sich sonst nicht an ihr Klientel verkaufen
würden. Bessere Röhren mit schlechterer Sichtbarkeit dieses Phenomens
konnte sich deshalb nicht durchsetzen.
Da helfen dann findige Hersteller von „HiFi-HighEnd-“Röhrenverstärkern mit blauen LEDs in der Röhrenfassung nach. Sowas verkauft sich dann sehr viel besser und teurer.