Forum: Offtopic Suche Verlag für mein erstes eigenes Buch - Erfahrungen


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von Lukas T. (guatemal)


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Hallo zusammen,

in letzter Zeit kommt mir immer wieder ein kleiner Kindheitstraum in 
Erinnerung, dass ich irgendwann mal ein berühmter Autor sein möchte. Das 
„berühmt“ können wir jetzt streichen, aber irgendwie habe ich noch immer 
bisschen das Bedürfnis, einmal mein eigenes Buch veröffentlichen zu 
wollen. Ich schreibe nämlich schon immer gerne Kurzgeschichten und kann 
mir vorstellen, da mal etwas zu veröffentlichen. Also eine kleine 
Sammlung davon.

Ich würde da gerne mal Feedback bekommen, vielleicht auch mal wirklich 
von professioneller Seite wie von Verlagen… denkt ihr, dass ich da bei 
der Suche nach einem Verlag für mein erstes eigenes Buch auch eine 
Chance habe? Einfach mal Rückmeldungen zu kommen… Was denkt ihr 
diesbezüglich bzw. habt ihr vielleicht schon Erfahrungen damit?

Danke schon mal für die Antworten.

von Cyblord -. (cyblord)


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Also es gibt heute die Möglichkeit sehr einfach via eBook zu 
publizieren. Dann kann man auch per Amazon veröffentlichen. Da schwirren 
einige so Autoren rum. Der Vorteil ist halt dass man eigentlich keinen 
Verlag mit enormer Vorleistung braucht. Trotzdem bekommt man eine gute 
Plattform. Mit Reviews und Ein-Click Übertragung auf eReader usw.

Ein echtes Buch in Papierform, ganz klassisch? Würde ich nicht machen. 
Und wenn doch, wählt man eben den klassischen Weg. Entwurf schreiben, 
und Verlage abklappern. Dadurch lernt man das "Hollywood Prinzip" 
kennen.

: Bearbeitet durch User
von H.Joachim S. (crazyhorse)


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https://www.selfpublisherbibel.de/autoren-tipp-die-7-besten-wege-wie-sie-das-eigene-ebook-vermarkten-koennen/

Meine Nichte meinte mal vor ein paar Jahren dass ihre Werke durchaus das 
Zeug zur Veröffentlichung hätten. Ist aber komplett gescheitert, 
z7umindest als Papierbuch. Kam nicht mal in die Nähe eines ernsten 
Versuchs bei einem Verlag. Dann gibts da soweit ich mich erinnern kann 
noch "Verlage", deren Geschäftsmodell darin besteht den Autor komplett 
selbst zahlen zu lassen (Komplette Kosten + Gewinn für den "Verlag"), 
anschliessend die Bücher dem Papierverwerter zu verkaufen.

Ist nicht so einfach das ganze, aber als eBook kannst du einen 
Testballon billig fliegen lassen.
Und dann kannst du weitersehen.

von Max B. (citgo)


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Das Buch als EBook zu veröffentlichen ist gar nicht so schwierig.
Wie Cyblord schon sagte kommst du damit auch in Amazon rein.

Ansonsten wäre Book on demmand eine Möglichkeit für den Anfang um auch 
gedruckte Bücher zu bekommen. Ist natürlich immer mit Kosten versehen.
Aber an einen Verlag zu kommen der dein Buch veröffentlicht ohne große 
Kosten für dich ist fast unmöglich.

: Bearbeitet durch User
von Gerald B. (gerald_b)


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So wie du heute einen individualisierten Kalender, oder ein Fotobuch in 
Einerstückzahl drucken lassen kannst, wird es sicherlich auch 
vergleichbare Angebote für richtige Bücher geben.
Notfalls wandelst du den Text in Bilder um :-)

von Michael B. (laberkopp)


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Lukas T. schrieb:
> dass ich da bei der Suche nach einem Verlag für mein erstes eigenes
> Buch auch eine Chance habe

Nein.

Es wird zwar viele kleine Klitschen geben die dein Manuskript loben und 
dir eine grosse Zukunft versprechen - aber die wollen als erstes 5000 
EUR Investition von dir für die Erstauflage sehen, und die leben von nie 
verkauften Büchern, also von dir.

Ein Buch, in jedem Buchladen per ISBN bestellbar über Libri, ist dank 
BoD heute so einfach: PDF hochladen, ein paar Häkchen setzen, und dein 
Buch bringt pro bestelltem und in dem Moment gedruckten Exemplar ein 
paar EUR ein, bei unter 100 EUR Investitionskosten.

ABER: ohne Werbung kennt dein Buch kein Schwein. Deine 4 Bekannten denen 
du das per Mundpropaganda sagst, die hätten auch ein PDF von dir 
bekommen können. Wo willst du werben, in welchem Magazin soll deine 
Kurzgeschichtensammlung eine lobende Kritik bekommen ? DB Reisemagazin ? 
Werbung kostet Geld, und benötigt ein Netzwerk von Beziehungen und 
Abhängigkeiten. Das hast du nicht.

Vergiss es also. Stell dein PDF kostenlos ins Netz. Selbst Fachbücher 
bringen heute nichts mehr ein, seit dem man alles kostenlos im Internet 
lesen kann.

https://www.google.com/amp/s/www.paules-pc-forum.de/article-amp/66-auf-dem-virtuellen-sofa-im-gespr%25C3%25A4ch-mit-g%25C3%25BCnter-born-teil-1-von-3/

von Cyblord -. (cyblord)


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Gerald B. schrieb:
> So wie du heute einen individualisierten Kalender, oder ein Fotobuch in
> Einerstückzahl drucken lassen kannst, wird es sicherlich auch
> vergleichbare Angebote für richtige Bücher geben.
> Notfalls wandelst du den Text in Bilder um :-)

Nur geht es halt nicht darum das Buch selbst zu haben. Dieses Problem 
löst jede Schulklasse schon mit der Abi-Zeitung.

Das entscheidende ist die Vertriebs- und Marketingplattform.

: Bearbeitet durch User
von Le X. (lex_91)


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Cyblord -. schrieb:
> Also es gibt heute die Möglichkeit sehr einfach via eBook zu
> publizieren. Dann kann man auch per Amazon veröffentlichen. Da schwirren
> einige so Autoren rum.

Genau das.

Auf Amazon finden sich seit einigen Jahren viele unabhängige 
Science-Fiction-Autoren die dort ihre Ebooks vertreiben und keinen 
Verlag (samt Vertrieb, Lektorat usw.) hinter sich haben.
Das sind oft hauptberufliche Ingenieure, Professoren o.Ä.
Dementsprechend liegt der Fokus dann eher auf realistische Technik denn 
auf verschnörkelten Satzbau oder irgendwelchen unnötigen inneren 
Konflikte der Protagonisten.
Die Bücher kosten oft nur 3-4€.

Diesen Kanal sollte sich der TE mal ansehen.

: Bearbeitet durch User
von Peter G. (ham)


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Michael B. schrieb:
> ABER: ohne Werbung kennt dein Buch kein Schwein. Deine 4 Bekannten denen
> du das per Mundpropaganda sagst, die hätten auch ein PDF von dir
> bekommen können. Wo willst du werben, in welchem Magazin soll deine
> Kurzgeschichtensammlung eine lobende Kritik bekommen ? DB Reisemagazin ?
> Werbung kostet Geld, und benötigt ein Netzwerk von Beziehungen und
> Abhängigkeiten. Das hast du nicht.
>
> Vergiss es also. Stell dein PDF kostenlos ins Netz. Selbst Fachbücher
> bringen heute nichts mehr ein, seit dem man alles kostenlos im Internet
> lesen kann.

Hallo
Genau das ist aus Autorensicht das Problem - was aber absolut nichts 
neues ist - so manch einer dessen Werke "heute" als wichtig (Teilweise 
wohl nah dran am Weltkulturerbe) gesehen werden und zumindest "jeden" 
vom Titel her bekannt sind (Wirklich gelesen haben es aber viel weniger 
- ich nehme nicht nicht davon aus) hatte keinen Erfolg bei den Verlagen 
und  wurden erst für diese interessant als der Autor es irgendwie (das 
ist halt die Kunst) geschafft haben einmal bekannt zu werden.

Aus Verbrauchersicht:
Ein Segen das es so ist - schon alleine die Menge an Büchern die es über 
die klassischen und großen Verlage schaffen ist riesig und der Großteil 
davon ist nur Wiederholung und irgendwie was schon 100mal da gewesen ist 
(Wie viele "Zauberschulen" hat es wohl in den letzten 3 Jahrzehnten in 
der Kinder und Jugendliteratur gegeben, wie oft mag es wohl in den 
letzten 70 Jahren Bücher über ein gewissen Hitler gegen haben, Wie viel 
Ponyhöfe wurden seid den 50er Jahren in Büchern "erfunden"?....)
Wenn es jetzt noch einfach wäre jede zu Papier (Datei) gebrachte 
Kopfgeburt über die großen Verlage (mit entsprechenden Marketing) wären 
Bücher noch "töter" als sie es sowieso sind.

von Justin S. (derwer)


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Wenn Du mich fragst: Bereits Dein grundsätzlicher Schreibstil reicht 
nicht:

Lukas T. schrieb:
> ... irgendwie habe ich noch immer
> bisschen das Bedürfnis, einmal mein eigenes Buch veröffentlichen zu
> wollen.
das Bedürfnis, ... zu wollen

> Einfach mal Rückmeldungen zu kommen…
Hä?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Lukas T. schrieb:
> Was denkt ihr diesbezüglich

Da bleibt Dir nicht mehr viel Zeit um es als Buch zu veröffentlichen, 
weil in ein paar Jahren kann vielleicht keiner mehr lesen? Der Trend 
geht weg vom Buch immer mehr zum Hörspiel oder Sprachtexte auf den 
sozialen Medien.

> bzw. habt ihr vielleicht schon Erfahrungen damit?

Selbst keine. Zum Beispiel Herr Kainka von elektronik-labor.de hat auch 
Bücher im Eigenverlag im Programm.

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Lukas T. schrieb:
> Was denkt ihr
> diesbezüglich

Schwierig wenn es um eine Veröffentlichung bei einem echten Verlag, also 
nicht AzB (Autor zahlt Buch), geht.

Es setzen sich mehr und mehr Mittelsmänner "Literaturagent" durch. 
Manche Verlage nehmen schon keine Manuskripte mehr direkt von Autoren 
an, sondern nur noch von Mittelsmännern.

Also versuch einen Literaturagent zu finden der dich vertritt und die 
richtigen Verbindungen zu Verlagen hat. Verdienen wirst du sowieso 
nichts an dem Buch.

von Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite


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Lukas T. schrieb:
> Ich würde da gerne mal Feedback bekommen, vielleicht auch mal wirklich
> von professioneller Seite wie von Verlagen…

Zwei Vorschläge von mir.

Schau Dir mal die Plattform Bookrix an [1]. Hier gibt es u.a. 
Möglichkeit der Veröffentlichung über ein eBook. Noch viel wichtiger 
sind die Rückmeldungen der Community. Du kannst ganze Kurzgeschichten 
oder auch nur Kapitel probeweise veröffentlichen und erhält recht 
schnell sehr qualifizierte Rückmeldungen.
Der zweite Vorschlag betrifft Papyrus Autor [2]. Diese Software ist 
nicht nur ein professionelles Programm für Autoren, sondern bietet neben 
einer ähnlichen Community unglaublich viele gute Hilfsmittel „wörtliche 
Rede“, „Charakter-Karten“, „Zeitleiste“ usw. Aus meiner Sicht die größte 
Hilfe ist jedoch die „Stilanalyse“. Hier erkennt man sehr schnell, wenn 
man unglaublichen „Schrott“ produziert ;-)
Für einen Test kann man mal einen eigenen Text durchlaufen lassen und 
einen professionellen Text eines „richtigen“ Schriftstellers. Die 
Überraschung ist meißt groß.

Viel Erfolg!

P.S.: Ja, ich habe schon einige (Fach) Bücher bei unterschiedlichen 
Verlagen verlegen lassen. Allerdings immer mit einem Lektorat zusammen, 
nie in Eigenregie.

[1] https://www.bookrix.de/
[2] https://www.papyrus.de/

von Purzel H. (hacky)


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Ein eigenes Buch ?

Vergiss das. Das wird (fast) nie was. Nicht viele koennen einen Harry 
Potter schreiben, sag ich mal. Ich kenne aber auch Jemanden, der von 
einem Buch traeumte. Und das dann durchzog. Ja, er gibt Verlage, die 
verlegen jeden.
Im Sinne von dir bezahlst zB 250 Exemplare, die werden gedruckt und an 
Lager gelegt. Mein Bekannter musste 7500Euro hinlegen. Der Verlag laesst 
sich Werbung, sprich eine Reszension extra bezahlen. Der macht auch 
bezahlte Promotionen auf einer Buchmesse. Vielleicht werden ein paar 
interessierte Buchhandlungen auf Kommission beliefert. Heisst das Geld 
kommt erst wenn die Buecher auch verkauft werden. Sofern der Ertrag die 
Kosten uebersteigt. Schliesslich kommt der Rest in den Schredder. Ausser 
Kosten nichts gewesen.
Alternativ... es gibt pdf Buchdrucker, die machen dir ein geleimtes Buch 
von deinem pdf. Auch ein Stueck. Zahlbar guenstig. Das kannst du dann an 
einer Party hervorziehen und wenn jemand darum bettelt, laesst du halt 
noch eins drucken.

Mein Tipp. Schreib ein Blog. Wenn du besser, bist mit allgemeinem 
Interesse, eine Kolumne bei einer Zeitung.

von Purzel H. (hacky)


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> Der Trend geht weg vom Buch immer mehr zum Hörspiel oder Sprachtexte auf den 
sozialen Medien.

Eher nicht.
Hoerbuecher.. was soll ich damit ? Waehrend des Fahrens hoeren ? Und 
wenn mich etwas nochmals interessiert, fast forward ?

Youtube ? Da hast du irgendwelche Typen, die Labbern dir eine Tabelle 
runter, ausgewalzt als ein paar Interviews, mit unterirdisch geringem 
Gehalt. Wenn ein Powerpoint eine 50:1 Zeitersparnis bringen wuerde.

In einem Buch/pdf habe ich kompakte Information, schnell zugreifbar,

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Lukas T. schrieb:
> Ich würde da gerne mal Feedback bekommen, vielleicht auch mal wirklich
> von professioneller Seite wie von Verlagen… denkt ihr, dass ich da bei
> der Suche nach einem Verlag für mein erstes eigenes Buch auch eine
> Chance habe? Einfach mal Rückmeldungen zu kommen… Was denkt ihr
> diesbezüglich bzw. habt ihr vielleicht schon Erfahrungen damit?
>
> Danke schon mal für die Antworten.
Du bist keine litararische Größe, Dich kennt niemand - mach bei Amazon 
ein Buch zum Gratis-Download ... dann wirst Du ja sehen wie die Resonanz 
ist und ob das der Leserschaft gefällt. Nur so geht es, wenn überhaupt.
Viel Glück.

von Sebastian W. (wangnick)


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Lukas T. schrieb:
> Was denkt ihr
> diesbezüglich bzw. habt ihr vielleicht schon Erfahrungen damit?

Amazon KDP. Sowohl ebook als auch Print-on-demand. Kostet dich als Autor 
nichts. Die Bucherlöse werden zwischen dir und Amazon geteilt. Natürlich 
ohne Lektorat etc. eines echten Verlags.

LG, Sebastian

von Alexander J. (alexander_j)


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Moin,

ich habe erfolgreich bei bod.de veröffentlicht. Für das Kombi Print und 
eBook wollen die knappe 20€ und du kannst unter Pseudonym schreiben und 
die beiden ISBN sind auch dabei.

von Holger R. (pearson)


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Bei dem günstigsten Angebot im Selbstverlag sind aber Lektorat und 
andere Dienstleistungen nicht inkludiert, oder? Wenn man wert darauf 
legt, wird es auch deutlich teurer. Aber auch bei 
Dienstleistungsverlagen ist es so, dass es in der Regel unterschiedlich 
umfangreiche Pakete gibt und die Kosten dann nicht immer gleich sind. 
Bei klassischen Publikumsverlagen muss man wirklich nichts zahlen, 
bekommt aber oft weniger Prozente der Einnahmen pro verkauftem Buch. Ich 
würde einfach mal ne umfangreiche Tabelle erstellen und vergleichen, was 
für einen selbst am meisten Sinn macht.

von Lukas T. (guatemal)


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Hallo zusammen, danke euch für die vielen Antworten! Ich bin echt 
positiv überrascht – ich stehe wohl nicht alleine da mit dem Wunsch nach 
einem eigenen Buch! :D Das hat mir schon mal viel Unterstützung gegeben 
hier und danke für die vielen Erfahrungen und Meinungen.

Mir ist bewusst, dass es wichtig ist, weiterhin in der „Realität“ zu 
denken und keinen Harry Potter anzustreben. Das ist auch nicht mein 
Ziel. Ich setze mir gerne große Ziele – aber auch erreichbare. Das 
brauche ich, um mich nicht unterkriegen zu lassen.

Wie ich sehe, gibt es wirklich einige Möglichkeiten, ein Buch zu 
veröffentlichen. „Einfach im Internet veröffentlichen“, um zu schauen, 
wie das Buch mal so ankommt, finde ich nicht so spannend … das liest 
doch eh keiner?! Im Internet lese ich mir höchstens ein, zwei Seiten 
durch… Aber ein ganzes Buch – never.

Es ist klar, dass ohne Werbung kaum was weitergeht… aber genau dafür 
wären ja auch Verlage da, oder?

von Keine A. (karabennemsi)


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Mein Stiefvater hat seine Bücher immer ohne Verlag verkauft. Eigene 
Homepage, Buchhändler, Kontakte in die Industrie, gefragter Name, 
Unterricht an Hochschulen und somit eigener Kundenstamm.

Selber zum Drucker gehen und gebunden lassen. Zu Hause liegen dann die 
Kartons mit tausenden von Büchern ...

Als niemand geht das so natürlich nicht.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Lukas T. schrieb:
> Es ist klar, dass ohne Werbung kaum was weitergeht… aber genau dafür
> wären ja auch Verlage da, oder?

Hast du aus dem Thread gar nichts mitgenommen? Klar sind die Verlage 
dazu da. Die machen das aber nicht einfach, weil das Geld kostet.
Deshalb musst du dein Buch selber vermarkten. Deshalb wurde dir Amazon 
empfohlen. Weil du so eine fertige Plattform bekommst.
Werbung auch ein Stück weit. Mehr Werbung kannst du selbst, z.B. mit 
youtube Videos machen. Du kannst 2 mal die Woche ein kurzes YT Video mit 
irgendeinem Gelaber rund um deine Kurzgeschichten drehen. Dann da 
Werbung für das Buch verlinken.
So generiert man heute Aufmerksamkeit.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Keine A. schrieb:
> Selber zum Drucker gehen und gebunden lassen. Zu Hause liegen dann die
> Kartons mit tausenden von Büchern ...
>
> Als niemand geht das so natürlich nicht.

Klar geht das. Bis zu dem Punkt an man die Kartons mit den Büchern 
zuhause liegen hat. Das ist einfach. Dann die Dinger aber verkaufen ist 
das Problem.
Lokale Buchhändler? Guter Witz! eBooks kannst du so auch nicht anbieten. 
Gelistet sind die Bücher auch noch nirgends. Online bestellen? Wie und 
wo? Haben die überhaupt ne ISBN? Also die Idee hat schon vor 50 Jahren 
nicht geklappt, aber heute... lächerlich.

: Bearbeitet durch User
von Keine A. (karabennemsi)


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Cyblord -. schrieb:
> Klar geht das. Bis zu dem Punkt an man die Kartons mit den Büchern
> zuhause liegen hat. Das ist einfach. Dann die Dinger aber verkaufen ist
> das Problem.
> Lokale Buchhändler? Guter Witz! eBooks kannst du so auch nicht anbieten.
> Gelistet sind die Bücher auch noch nirgends. Online bestellen? Wie und
> wo? Haben die überhaupt ne ISBN? Also die Idee hat schon vor 50 Jahren
> nicht geklappt, aber heute... lächerlich.

Das ist korrekt, die liegen in Kartons auf dem Dachboden. Wie gesagt, er 
verkauft über Kontakte in die Industrie und gibt zu seinem Buch Seminare 
und Unterricht (welcher auch noch bezahlt wird). Da kann es sein, dass 
nach so einer Unterrichtseinheit 20 bis 30 Exemplare verkauft werden. 
Und da das Fachbücher sind, liegen die auch um die ~100€.

Nein, online Buchhändler. Dort ist er mit seinen Büchern gelistet und 
die kaufen dann bei Bedarf bei ihm ein. Kostet ihn zwar 20%, aber ist 
halt so. Und ja, die Bücher haben auch eine ISBN.

Das reicht nicht zum Leben, aber so um die 10k€ netto im Jahr sind das 
schon mal.

Aber ich weiß, dass du Cyblord mir das alles nicht glauben wirst ;). Bei 
dem TO wird das so aber nicht funktionieren, da er sicherlich keine 
Kontakte hat.

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Cyblord -. schrieb:
> Du kannst 2 mal die Woche ein kurzes YT Video mit irgendeinem Gelaber
> rund um deine Kurzgeschichten drehen. Dann da Werbung für das Buch
> verlinken.
> So generiert man heute Aufmerksamkeit.

YT ? TokTok.

von Cyblord -. (cyblord)


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Keine A. schrieb:

> Aber ich weiß, dass du Cyblord mir das alles nicht glauben wirst ;). Bei
> dem TO wird das so aber nicht funktionieren, da er sicherlich keine
> Kontakte hat.

Und er will keine Fachbücher verkaufen. Das ist ein nochmal ein 
Unterschied.

Außerdem ist das kein Maßstab, nur weil man irgendein Vetterlein hat, 
welches die eigenen Fachbücher in Unterrichtseinheiten einschleust. War 
wahrscheinlich alles andere als Compliance-Konform. Damals wie heute.

Michael B. schrieb:
> YT ? TokTok.

youtube shorts gehen auch.

: Bearbeitet durch User
von Keine A. (karabennemsi)


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Cyblord -. schrieb:
> Außerdem ist das kein Maßstab, nur weil man irgendein Vetterlein hat,
> welches die eigenen Fachbücher in Unterrichtseinheiten einschleust. War
> wahrscheinlich alles andere als Compliance-Konform.

Ich mache da gar nichts. Er wird von den Unternehmen extra gebucht, 
damit er im Zusammenhang mit seinen Büchern Unterricht gibt.

Aber wie gesagt, das ist die absolute Ausnahme und nur möglich, weil er 
jahrzehnte lange Kontakte, auch zu großen Firmen hat und es eine Nische 
ist.

Ich persönlich würde heute kein Buch mehr schreiben.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Keine A. schrieb:

> Ich mache da gar nichts.

Habe ich das irgendwo behauptet?

> Aber wie gesagt, das ist die absolute Ausnahme und nur möglich, weil er
> jahrzehnte lange Kontakte, auch zu großen Firmen hat und es eine Nische
> ist.

Was bringt diese wertvolle Info dann bitte dem TE?

Und heute brauchst du eben keine Kartons mehr vorbestellen. Weil du 
entweder eBooks verkaufst, oder Print-on-demand. Damit hast du quasi 
keine Vorleistung mehr. Will man ein Lektorat, dann kann man so jemanden 
auch Einzeln buchen.
Die Zeiten ändern sich.

: Bearbeitet durch User
von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Lukas T. schrieb:
> Hallo zusammen, danke euch für die vielen Antworten! Ich bin echt
> positiv überrascht – ich stehe wohl nicht alleine da mit dem Wunsch nach
> einem eigenen Buch! :D Das hat mir schon mal viel Unterstützung gegeben
> hier und danke für die vielen Erfahrungen und Meinungen.
Das stimmt, Buch schreiben habe ich auch schon überlegt.
Wenn's so weit ist, wäre es interessant zu erfahren wo Du veröffentlicht 
und wie da die Resonanz so ist?
Ich würde es bei Amazon machen, die anderen sind eher völlig unbekannt?
Mit viel darfst Du aber nicht rechnen, Dan Brown bist Du nun mal nicht 
:-)
... viel Glück.

von Oliver S. (phetty)


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von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Oliver S. schrieb:
> https://www.habitgym.de/schrottbuecher/

Wo ist das Problem?
Es gibt keine Kaufverpflichtung ... oder haben wir die in Deutschland ?

von Daniel C. (dan1el)


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Lukas T. schrieb:
> Ich würde da gerne mal Feedback bekommen, vielleicht auch mal wirklich
> von professioneller Seite wie von Verlagen… denkt ihr, dass ich da bei
> der Suche nach einem Verlag für mein erstes eigenes Buch auch eine
> Chance habe?

Schau mal auf die Homepage vom Romanautor Andreas Eschbach:
http://andreaseschbach.de/schreiben/schreiben.html

Dort findet man eine ausführliche Abhandlung zu Deiner Frage.

Zitat von dort:
" Mythen übers Schreiben

'Schriftsteller werden reich.'
Die Wahrheit ist, dass die meisten Schriftsteller nicht einmal 
notdürftig vom Schreiben leben können. Verschiedene Untersuchungen 
ergeben immer wieder, dass die Hälfte aller veröffentlichten 
Schriftsteller weniger als 3000 € pro Jahr (!) verdienen, und man 
schätzt, dass weniger als 100 Autoren in Deutschland vom Schreiben 
allein leben können. Wobei Deutschland mit Österreich und der 
deutschsprachigen Schweiz zusammen der drittgrößte Buchmarkt der Welt 
ist; in kleineren Sprachräumen sieht es noch wesentlich düsterer aus.
[...]"

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