Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Arbeiten in Spanien


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von Europäer (Gast)


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Hola!

Nachdem ich bereits zwei Auslandssemester in Spanien verbrachte, habe 
ich mich immer mehr in das Land, die Kultur und Menschen verliebt. Jetzt 
liebäugele ich nach dem Studium ein paar Jahre dort zu arbeiten.
Ich studiere im Moment Informatik, die Jobchancen sehen dort ja eher mau 
aus. Hat jemand Erfahrung? Jetzt mit Corona gibt es ja auch immer mehr 
Remote Stellen, geht 100% remote bei einer Firma aus Deutschland 
bereits?

Vielen Dank schonmal :)

von Thomas G. (conquistador)


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Jobs gibts in Barcelona, Madrid und Malaga im IT Bereich wie Sand am 
Mittelmeer. Sind aber meistens kleine Mistbuden und da wird "spanisch" 
gearbeitet. d.h. bis der Chef nach Hause geht, ist deine Anwesenheit im 
Büro erwartet. Umgangssprache in der IT ist dort auch noch spanisch...
Das hält kein normaler Deutscher aus.
Also nur bei großen Multinationalen bewerben. Stell einfach dein Profil 
bei linkedin rein und laß dich anmachen :-)

von Senf D. (senfdazugeber)


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Europäer schrieb:
> Jetzt mit Corona gibt es ja auch immer mehr Remote Stellen, geht 100%
> remote bei einer Firma aus Deutschland bereits?

Mobiles Arbeiten innerhalb von Deutschland ist für ein deutsches 
Unternehmen kein Problem, aber wenn sich der Angestellte bei der Arbeit 
im Ausland befindet, gibt es Probleme mit den deutschen 
Sozialversicherungen. Daher ist das normalerweise ausgeschlossen.

von Maxmw (Gast)


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Ich würde mich über die digital normaden informieren, die arbeiten nur 
online, reisen durch die Welt aber sind natürlich weiterhin in 
Deutschland gemeldet, auch wenn die dort ewig lang nimmer sind.
Post und alles andere kann man zb mit den e-post Service, wo es 
eingescannt wird immer nachlesen sonst halt Freunde/verwandte aber so 
kannst du dir einige Probleme sparen und musst nicht zb an Gehalt sparen 
oder eine extra Sprachbarriere aufsetzten.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Auswanderer landen bisweilen in Arbeitsverhältnissen,
die man in D nicht im geringsten in Betracht ziehen würde.

von Cyblord -. (cyblord)


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Europäer schrieb:
> Hola!
>
> Nachdem ich bereits zwei Auslandssemester in Spanien verbrachte, habe
> ich mich immer mehr in das Land, die Kultur und Menschen verliebt. Jetzt
> liebäugele ich nach dem Studium ein paar Jahre dort zu arbeiten.
> Ich studiere im Moment Informatik, die Jobchancen sehen dort ja eher mau
> aus. Hat jemand Erfahrung? Jetzt mit Corona gibt es ja auch immer mehr
> Remote Stellen, geht 100% remote bei einer Firma aus Deutschland
> bereits?
>
> Vielen Dank schonmal :)

In Süd- und Osteuropa sind die Gehälter halt mist. Dahin lagert man 
günstig aus. Dahin geht man nicht um selbst zu schuften. Ist doch 
unvernünftig. Wenn es dir in Spanien so gut gefällt, dann mach da 
Urlaub. Mit einem ordentlichen Gehalt kannst du dir das auch leisten. Da 
wohnen wo andere Urlaub machen ist meistens mist.

: Bearbeitet durch User
von Europäer (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> In Süd- und Osteuropa sind die Gehälter halt mist. Dahin lagert man
> günstig aus. Dahin geht man nicht um selbst zu schuften. Ist doch
> unvernünftig. Wenn es dir in Spanien so gut gefällt, dann mach da
> Urlaub. Mit einem ordentlichen Gehalt kannst du dir das auch leisten. Da
> wohnen wo andere Urlaub machen ist meistens mist.

Hab aber erst im Auslandssemester gemerkt wie unterschiedlich länger 
dort leben und nur Urlaub machen doch ist. Bei längeren Aufenthalt 
taucht man viel tiefer in Land und Leute ein, hat Freundschaften mit 
Einheimischen etc. Als Urlauber bleibt man nur kurzzeitiger Besucher...

von Cyblord -. (cyblord)


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Europäer schrieb:
> Hab aber erst im Auslandssemester gemerkt wie unterschiedlich länger
> dort leben und nur Urlaub machen doch ist. Bei längeren Aufenthalt
> taucht man viel tiefer in Land und Leute ein, hat Freundschaften mit
> Einheimischen etc. Als Urlauber bleibt man nur kurzzeitiger Besucher...

Herrje lebst du in Bullerbü oder was? Schon mal geschaut was in der Welt 
los ist? Inflation, Energiepreise, Immopreise, Mieten. Willst du ein 
ordentliches Auskommen haben, willst du eine Familie ernähren können 
oder denkst du kannst bis 90 Strandpartys feiern und in einer 1 Zimmer 
Dachgeschosswohnung hausen?

: Bearbeitet durch User
von Europäer (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Herrje lebst du in Bullerbü oder was? Schon mal geschaut was in der Welt
> los ist? Inflation, Energiepreise, Immopreise, Mieten. Willst du ein
> ordentliches Auskommen haben, willst du eine Familie ernähren können
> oder denkst du kannst bis 90 Strandpartys feiern und in einer 1 Zimmer
> Dachgeschosswohnung hausen?

Als Informatiker sollte ich eigentlich schon über die Runden kommen, 
zumal die Lebenshaltungskosten in Spanien ja auch niedriger sind als in 
Deutschland. Da ich aus Gründen die ich nicht weiter erläutern möchte 
auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen kann, habe ich beschlossen 
als Lebensziel zumindest viel von der Welt sehen zu wollen und raus aus 
der deutschen Provinz zu kommen.

von Samuell Sangria (Gast)


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In Barcelona sollte man auch die Lage am Wohnungsmarkt beachten, die ist 
vergleichbar mit München, wenn nicht schlimmer ...

Interessanterweise arbeiten viele Spanier/Catalanen in München. Dort 
scheint es für diese lukrativer als das berufsleben in 
Spanien/Catalonien zu sein.

von Cyblord -. (cyblord)


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Samuell Sangria schrieb:
> Interessanterweise arbeiten viele Spanier/Catalanen in München. Dort
> scheint es für diese lukrativer als das berufsleben in
> Spanien/Catalonien zu sein.

Ich erinnere mich vor ein paar Jahren haben große deutsche Firmen, 
Spanier Bus weise herangekarrt um hier zu arbeiten. Das wird schon 
Gründe haben.

Europäer schrieb:
> Als Informatiker sollte ich eigentlich schon über die Runden kommen

Ist halt die Frage was man darunter versteht. Ansprüche sind 
verschieden. Um wie ein heimatloser Penner durch die Welt zu tingeln, 
von Job zu Job, wirds schon reichen, ja.

: Bearbeitet durch User
von Remoter (Gast)


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Das soll jetzt keine Werbung sein.
Ich kenne einen der einen kennt der in der Nähe von Kempten
bei einem Laden arbeitet die unter anderem Energiespeicher für Häuser 
bauen.
Die haben im Software-Bereich Leute in ganz Europa sitzen.
Außerdem stellen die recht viel neu ein.
Ist wahrscheinlich kein IG-Metall-Gehalt aber wahrscheinlich deutlich 
besser als in Spanien ;)

von Maxe (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Willst du ein
> ordentliches Auskommen haben, willst du eine Familie ernähren können
> oder denkst du kannst bis 90 Strandpartys feiern und in einer 1 Zimmer
> Dachgeschosswohnung hausen?

Einfach mal nach einer Expat-Stelle Ausschau halten. Gibt es in Spanien 
sicher auch und dann verdient man gut. Das Problem ist dass das als 
Absolvent sehr schwierig wird und auch mit etwas Erfahrung nehmen die 
Firmen normalerweise Interne dafuer. Heisst aber nicht, dass man nicht 
doch zufaellig eine solche Stelle findet.

von Lebensberatung (Gast)


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Die Bezahlung ist mies, die Kosten in den Metropolen genauso hoch wie 
hier in .de, in der Pampa gibts nix und wenn dann anspruchsloses Zeug 
das dich schleichend verblödet und verdienen tuste nat. auch nix. Was 
glaubst du warum die Spanier nach Deutschland zum arbeiten kommen?

Nicht immer den Blödsinn von irgendwelchen InfluenzerdeppInnen glauben 
die am Strand 3h auf dem Notebook rumklimpern und 100k€ verdienen.

Ein Kollege von mir war mal für einen Dienstleister in Barcelona tätig, 
der hat das etwas länger als ein Jahr gemacht, dann war die Euphorie 
vorbei. "Programmiert" hat er mit einem grafischen IDE, also so 
legomässig Code zusammenklicken, da verfault dir dein Hirn mit der Zeit 
und entwertest deine Skills. Normalerweise baut man Skills mit jedem Job 
auf aber mit so einem Schrott kannst du dich nicht weiterentwickeln. Der 
hat dann auch ewig was neues in .de gesucht damit er wieder zurück kann, 
gelandet ist der dann nicht mehr in der IT weil es dafür verbrannt war.

Damals (so Ende 90er) war Barcelona noch ein "Geheim"tipp, heute ist das 
ein Dreckloch, schau dir mal auf Twitter die Videos an was da abends in 
der Stadt abgeht.

Ein anderer ist an einer Uni gelandet, da kommt man vergleichsweise 
einfach einen Job, sollte aber schon vorher dort studieren, ist aber in 
der Pampa zienlich weit im Landesinneren wo eigenltich keiner hin will, 
nicht mal Touris.

von Cyblord -. (cyblord)


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Maxe schrieb:
> Einfach mal nach einer Expat-Stelle Ausschau halten.

Nur muss man, bevor man Expat wird, erst mal bei einer hiesigen größeren 
Firma unterkommen.

> Das Problem ist dass das als
> Absolvent sehr schwierig wird und auch mit etwas Erfahrung nehmen die
> Firmen normalerweise Interne dafuer.

Normalerweise? Niemand heuert Externe an, die dann Expats werden. Wozu 
auch?
Es werden dann einfach Externe im Ausland direkt beauftragt.

Die mangelnde Erfahrung als Absolvent kommt natürlich hinzu. Niemand 
schickt einen Absolventen ins Ausland. Was soll er da? Die Firma 
blamieren?

: Bearbeitet durch User
von rbx (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Bullerbü

Siesta..

Die Mädels sind recht gut drauf - was ich mir schlecht erklären kann, 
aber es gibt auch eine tiefschürfende Frauenliteratur da.
Die Clowns sind auch nicht unbedingt oberflächlich, die Spitze des gar 
nicht so schlechten "Eisberges" ist Don Quijote.

Als Gildo Horn damals bei diesem Song-Wettbewerb auftrat, bekam er volle 
Punktzahl von den Spaniern.
https://www.youtube.com/watch?v=HPZX7EZIFD0

von Europäer (Gast)


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Lebensberatung schrieb:
> ...
> Damals (so Ende 90er) war Barcelona noch ein "Geheim"tipp, heute ist das
> ein Dreckloch, schau dir mal auf Twitter die Videos an was da abends in
> der Stadt abgeht.
>
> Ein anderer ist an einer Uni gelandet, da kommt man vergleichsweise
> einfach einen Job, sollte aber schon vorher dort studieren, ist aber in
> der Pampa zienlich weit im Landesinneren wo eigenltich keiner hin will,
> nicht mal Touris.

Dass das echte Leben nicht wie bei den geschönten Influenzern ist, ist 
mir natürlich klar. Solange ich nicht unter der Brücke lebe ist mir das 
Geld erstmal zweitrangig. Als Informatiker werde ich schon nicht am 
Hungertuch nagen, da gibt es so viel mehr als nur Geld. Aber das können 
einige hier im Forum bei den ewigen Gehaltsthreads wo jeder natürlich 
150K verdient und darunter garnicht erst aufsteht schwer nachvollziehen. 
:)

von Thomas G. (conquistador)


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So als Einsteiger in Madrid oder Barcelona kannst Du um die 30-40k 
rechnen. Das wären nach Steuern so 1500-1800 netto. Wenn Du in der WG 
wohnen kannst, kommst du damit gut hin.
Etwas außerhalb wohnen, direkt am Strand hat was. Außerdem scheint am 
Meer immer die Sonne. Heute bei mir wieder 28°C in der Bude, ohne 
Heizung. Es gibt auch keine Heizung. Dafür ist es an den 5 trüben Tagen 
im Jahr dann kalt.
Du kannst auch von April bis November schwimmen wenn du am Strand 
wohnst.

von Hugo H. (hugo_hu)


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Senf D. schrieb:
> gibt es Probleme mit den deutschen
> Sozialversicherungen

... und der Steuer. Da wird wohl kein deutscher Arbeitgeber mitspielen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Europäer schrieb:
> da gibt es so viel mehr als nur Geld.

Geld ist nicht alles. Aber ohne Geld ist alles nichts.

> Aber das können
> einige hier im Forum bei den ewigen Gehaltsthreads wo jeder natürlich
> 150K verdient und darunter garnicht erst aufsteht schwer nachvollziehen.
> :)

Als junger hipper Absolvent sagt sich das leicht. Allerdings wird jeder 
mal Älter. Die Ansprüche an Sicherheit und Komfort wachsen. 
Verantwortung nimmt evt. zu. Und wer dann bereits vorgesorgt hat, mit 
einem soliden Job, hat eindeutig Vorteile.
Natürlich sollte man, wenn man Jung ist, die Freiheit nutzen. Fürs 
Reisen z.B.
Aber das hat nichts mit einem Beruf oder Auswanderung zu tun.

Deshalb schrieb ich ja schon: Du wirst nicht ewig in deinen 20ern sein 
und WGs und abgeranzte Unterkünfte toll finden.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7310812 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Maxe (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Maxe schrieb:
>> Das Problem ist dass das als
>> Absolvent sehr schwierig wird und auch mit etwas Erfahrung nehmen die
>> Firmen normalerweise Interne dafuer.
>
> Normalerweise? Niemand heuert Externe an, die dann Expats werden. Wozu
> auch?
> Es werden dann einfach Externe im Ausland direkt beauftragt.

Doch, gibts schon. Inklusive voriger Einarbeitung am Stammsitz. Sinn und 
Zweck ist, dadurch eine bessere Kontrolle und Anbindung der 
Niederlassung zu haben. Sein Vorteil gegenueber Internen sind 
(hoffentlich) seine Sprachkenntnisse. Vielleicht waere auch Suedamerika 
fuer ihn eine Option. Je weiter weg desto schwieriger ist es fuer Firmen 
den Ueberblick zu behalten.

von opa16 (Gast)


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Europäer schrieb:
> Jetzt mit Corona gibt es ja auch immer mehr
> Remote Stellen, geht 100% remote bei einer Firma aus Deutschland
> bereits?

Corona ist schon lange vorbei ...

von Funky (Gast)


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Europäer schrieb:
> habe ich beschlossen als Lebensziel zumindest viel von der Welt sehen zu
> wollen und raus aus der deutschen Provinz zu kommen.

Ein heeres Ziel. Da bist du hier im 
Miesepeter-Weltenretter-chef-superduper-grossverdiener forum aber an der 
falschen Adresse

von Reinhard S. (rezz)


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Thomas G. schrieb:
> Außerdem scheint am
> Meer immer die Sonne.

Kann im Sommer auch nachteilig sein, 40°C sind nicht sonderlich 
angenehm.

von Europäer (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
> Thomas G. schrieb:
>> Außerdem scheint am
>> Meer immer die Sonne.
>
> Kann im Sommer auch nachteilig sein, 40°C sind nicht sonderlich
> angenehm.

Ich weiß. Wie gesagt, habe bereits eine längere Zeit in Spanien gelebt. 
Da braucht ihr mir nicht mit Horrorgeschichten wie Hammel WGs oder dem 
heißen Wetter kommen.
Abseits davon hat es die 40 Grad ja auch nur ein wenigen Teilen Spaniens 
und ich habe es lieber bisschen wärmer als nass und kalt. :)

von Cyblord -. (cyblord)


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Europäer schrieb:
> Hammel WGs

Das scheint nun wieder eine spanische Eigenart zu sein. Klingt 
interessant. Riecht aber sicher streng. Ist es wenigstens günstig oder 
extra teuer weil Hip?

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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Denke mal da hat wieder ein Geisteswissenschaftler für seine 
Dissertation wieder Material gesucht und gleichzeitig die Strukturen und 
Einstellungen der Forumsteilnehmer ausgewertet.

Viele haben noch einen Account um die Bewertungen einzusehen. Am 
Wochenende gab es auch wieder so einen pseudotechnischen Thread aus 
einem älteren Account.

von Dennis E. (Gast)


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Thomas G. schrieb:
> Sind aber meistens kleine Mistbuden und da wird "spanisch"
> gearbeitet. d.h. bis der Chef nach Hause geht, ist deine Anwesenheit im
> Büro erwartet.

Das ist in vielen anderen Ländern auch so und spanisch ist für deutsche 
Muttersprachler auch nicht so schwer. Die sprechen zwar ein wenig 
schneller und man muss sich dran gewöhnen aber das geht. Wer das nach 
einem Jahr nicht schafft ist sowieso nicht geeignet im Ausland zu 
arbeiten und sollte es gleich ganz lassen oder in Hipster Buden gehen wo 
alle ganz toll englisch sprechen.

von Peter K. (Gast)


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> Willst du (...)
>  in einer 1 Zimmer Dachgeschosswohnung hausen?

Viele geringverdienende spanische Jungakademiker können sich nicht
einmal eine solche Bleibe leisten. Die wohnen dann notgedrungen
mit 26 noch in der 3-Zimmer-Wohnung ihrer Eltern.


> Du kannst auch von April bis November schwimmen wenn du am Strand
> wohnst.

Nicht für Warmduscher geeignet! In Barcelona liegen die Wasser-
temperaturen im April bei etwa 14°C, im November sind es sogar
rund 16°C.

von Realist (Gast)


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Hallo

Peter K. schrieb:
> Viele geringverdienende spanische Jungakademiker können sich nicht
> einmal eine solche Bleibe leisten. Die wohnen dann notgedrungen
> mit 26 noch in der 3-Zimmer-Wohnung ihrer Eltern.

Es hat sich in den letzten 10 Jahren (so alt dürfte ein tief gehender TV 
Bericht -"Arte"? - schon alt sein) nichts geändert?!

Irgendwie schon komisch und trauig:
Je angenehmer das Klima und "typische" Wetter (für die normale Mehrheit 
- geborene "Eisbären" gibt es überall) umso bescheidener sieht es  - 
zumindest in Europa- mit den Lebensumständen und den Sozialsystemen aus, 
bzw. ist es in den wenigen Ecken wo es passt (z.B. Südfrankreich) 
abartig teuer und überlaufen.
Da ist man in Deutschland, Österreich, großen Teilen von Frankreich, 
Benelux und Norditalien mit den Klima und der Dauer der dunklen 
Jahreszeit  noch relativ gut dran - aber eben auch nur relativ ...

Und ja:
Das Klima und die hellen (langen) Tage sind viel wichtiger als es viele 
erstmal meinen, es geht ja nicht nur um einige Wochen die man irgend 
wann mal in "der nordischen Fremde" z.B. für Arbeitseinsätze aushalten 
muss - das schafft man , das ist eventuell sogar Abenteuer und mal was 
Neues...

Man merkt es ja schon bei "uns" wenn für 3 Monate und mehr (eben 
durchgehend und nicht schön über das Jahr verteilt) es entweder nahezu 
dauerbedekt bei 6°C ist und die Straßen kaum mal 3 Tage ununterbrochen 
trocken bleiben, oder "alternativ" man sich einen ab friert und die 
Heizung  für sehr viel Geld einschalten muss.

von Samuell Sangria (Gast)


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Dennis E. schrieb:
> Die sprechen zwar ein wenig
> schneller und man muss sich dran gewöhnen aber das geht.

Klar, besonders wenn man in barcelona catalan statt spanisch spricht.

von Cyblord -. (cyblord)


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rbx schrieb:
> Die Mädels sind recht gut drauf

Das wette ich. Da werden sich Horden von Golddiggern an Barcelonas 
Stränden an vermeintlich wohlhabende Ings aus Deutschland andienen. Wenn 
die allerdings dann die Hammel-WG (sic) sehen wars das dann auch wieder. 
Da bleiben die Schenkel so fest zusammengepresst, dass man aus einem 
Stück Kohle einen lupenreinen Diamanten pressen könnte.

: Bearbeitet durch User
von Markus (Gast)


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Europäer schrieb:
> zumal die Lebenshaltungskosten in Spanien ja auch niedriger sind als in
> Deutschland.

Wo in Spanien soll das denn sein???

Wenn Du wirklich in Spanien arbeiten möchtest, mußt Du hinfliegen und 
vor Ort suchen. Die in Deutschland klassische Bewerbung zieht da unten 
nicht: Vor 15 Jahren schickte ich ca. 40 Bewerbungen per Mail an 
ausgesuchte Unternehmen. Von nur 2 Unternehmen erhielt ich überhaupt 
eine Antwort, also eine Absage. Die anderen meldeten sich gar nicht erst 
zurück. Spätere Gespräche mit Spaniern ergaben, daß Rückmeldungen 
tatsächlich nicht üblich sind (von einer Rücksendung per Post 
eingesandter Unterlagen ganz zu schweigen).

Mein Schwager, Spanier aus Sevilla, ist Anwalt und lebt mit 40 Jahren in 
einer 3-Zimmer-Mietwohnung in einem Vorort von Valencia. Immerhin: Der 
Strand ist nur 200 m entfernt (ist aber keiner der üblichen 
Touristenstrände). Und die Mietwohnung hat er ganz sicher nicht bezogen, 
weil sein Vermögen in Aktien investiert ist....

von Elektrofan (Gast)


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> Arbeiten in Spanien

Hingehen!

Solange D noch die EU-Farce subventioniert, wird es auch dort
"blühende Landschaften" geben!            ;-)

von Thomas G. (conquistador)


Angehängte Dateien:

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Ja, alles schlecht hier. Habe gerade noch einen Grund gefunden, was hier 
noch schlechter ist als in D. Die Isolierglasscheiben sind undicht und 
haben Kondensation innen. Siehe Bild aus meinem Homeoffice gerade 
gemacht.
Wir sind so arm, daß ich meinen Computer und Monitor mit Solar versorgen 
muß, und Dank 360 Tagen Sonne, und 1kW Batterie, geht das auch jeden 
Tag. Besonders jetzt im Januar, da kommt mehr als im Juni, weil meine 
Panele 90° hängen, wie im Bild gezeigt.
Ich würde gern wieder nach D kommen, aber irgendwas hält mich dann doch 
hier zurück.
Was ist es nur?

von Cyblord -. (cyblord)


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Thomas G. schrieb:
> Ich würde gern wieder nach D kommen, aber irgendwas hält mich dann doch
> hier zurück.
> Was ist es nur?

Weil du hier keinen Fuß auf den Boden bekommst? Deshalb bist du doch 
auch weg.

> und 1kW Batterie

Vielleicht weil du fachlich nicht so die Leuchte bist? Mit einer solchen 
Angabe fliegt man in D halt aus jedem VG als Ing. Für Spanien reicht es 
wohl.

Wer glaubst du ist neidisch auf deine Solarpanele (90 Grad) in der Pampa 
mit billigen Fenstern? Solche 90 Grad Aufhängungen kauft hier doch 
gerade der geneigte Hartzer bei Netto für 600 EUR und hängt die an 
seinen Balkon. Da schmerzt der Neid.

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ihr seid heute ja echt wieder richtig nett zueinander.

von Gregor (Gast)


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Arbeiten in Spanien ist soweit ganz nett, allerdings hat man im Sommer 
Temperaturen, die ziemlich unangenehm sind. Dazu kommt die 
Wasserknappheit.

Da lobe ich mir Deutschland: Im Sommer "nur" 2 Monate lang Hitze und 
dafür im Winter entspannte ... ich schau mal gerade ... 9° Celcius und 
mein Computer und der Bildschirm, + TV im Homeoffice, deren Strom ich 
komplett absetzen kann, heizen mir den Raum.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Gregor schrieb:
> Arbeiten in Spanien ist soweit ganz nett, allerdings hat man im Sommer
> Temperaturen, die ziemlich unangenehm sind.

da kann man ja dann die PV zum Kühlen nutzen.
Wenn die Energie eben auch geliefert wird.
Wenns passt sogar ohne Akku dazwischen.

Im Gegensatz zum Heizen hier im Winter.

dor hebbt wi niggs

von Gregor (Gast)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> da kann man ja dann die PV zum Kühlen nutzen.

1000 Watt Sonne in 100 W Elektrik umwandeln von denen 50W als 
Kühlleistung am Peltier ankommen, die in 10W echte Kühlung umgesetzt 
werden. Geile Idee.

Dann lieber die PV abbauen und mehr Luftzirkulation am Dach zulassen, 
damit die heiße Luft besser 10% besser konvektieren kann und die 10kW 
Einstrahlleistung der Sonne auf dem Gesamtdach zu 2% besser abgeführt 
wird. Macht dann da 20fache weniger an Aufheizung!

Oder mal ein Eimer Farbe und das Dach weiß streichen ...

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Gregor schrieb:
> von denen 50W als
> Kühlleistung am Peltier ankommen

wie kommst Du denn jetzt wieder auf Peltier?

von rbx (Gast)


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Thomas G. schrieb:
> Die Isolierglasscheiben sind undicht und
> haben Kondensation innen.

Bei uns kondensiert das Wasser im Badezimmer nach dem Öko-Umbau an der 
Wand über dem Fenster und an der Decke.

Die Pepperoni auf der südlichen Fensterbank, die im letzten Jahr noch 
den Winter auf der Fensterbank durchgehalten hatten und im Sommer auf 
dem Balkon viele Früchte bildeten (Brennesseldünung) sind nun leider 
alle vertrocknet. Die noch Ende August/Anfang September hochgezogenen 
Jelapeños halten aber durch - hoffentlich.

So ein Kühlschrank ist Sonnenangetrieben sicher auch nicht schlecht - 
das Bier müsste man sich vermutlich aus Deutschland importieren.
Alternativ sind die Rotweine sehr gut in Spanien oder das Olivenöl oder 
die Tomaten sind wahrscheinlich auch besser und die kann man dann sogar 
selber trocknen.

von Thomas G. (conquistador)


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Gregor schrieb:
> Da lobe ich mir Deutschland: Im Sommer "nur" 2 Monate lang Hitze und
> dafür im Winter entspannte ... ich schau mal gerade ... 9° Celcius und
> mein Computer...

Ja, gerade was dazu gefunden:
"„Temperaturen, die über oder unter dem Wohlfühlbereich von 12–21 Grad 
Celsius liegen, sind mit einem deutlichen Anstieg aggressiven 
Online-Verhaltens verbunden, blablabla... stellten Forschende des 
Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung fest, dass Hassrede in allen 
Klimazonen, Einkommensgruppen und Glaubenssystemen zunimmt, blablabla... 
unterschätzte gesellschaftliche Auswirkung des Klimawandels.”

Also mal ehrlich, 12-21°C, da würde ich mich nicht wohlfühlen.

von (prx) A. K. (prx)


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Thomas G. schrieb:
> Ja, gerade was dazu gefunden:

M.a.W: Der Klimawandel im Forum ist eine Folge des Klimawandels.

von klausi (Gast)


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Thomas G. schrieb:
> dass Hassrede in allen Klimazonen, Einkommensgruppen und
> Glaubenssystemen zunimmt, blablabla... unterschätzte gesellschaftliche
> Auswirkung des Klimawandels.”
> Also mal ehrlich, 12-21°C, da würde ich mich nicht wohlfühlen.

Ich auch nicht.. da bei den Temperaturen.. dort im Süden..
 zuviele Ausländer, Bazillen und andere ansteckende Krankheitserreger. 
Zudem nicht mehr die schöne alte deutsche "Anpack" Mentalität,  wie es 
früher mal war.

von Susi Sorglos (Gast)


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Interessant wird es erst später, falls er wieder zurückkommt. Das 
Finanzamt und die Rentenstelle werden öfter seine Ansprechpartner sein. 
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/DE/Beratung-und-Kontakt/kommunikation_internationale_aufgaben.html

von Thomas G. (conquistador)


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Susi Sorglos schrieb:
> Interessant wird es erst später, falls er wieder zurückkommt. Das
> Finanzamt und die Rentenstelle ...

Jaja, er ist noch nicht mal mit dem Studium fertig, also Anfang 20.
Wird es in 60+ Jahren, wenn er dann mit 83 in Rente gehen kann, die von 
Blühm versprochene Rente noch geben?
Und was hat das mit dem Finanzamt zu tun, wenn er ins Ausland geht? Ist 
das schon Republikflucht und wird neuerdings vom Finanzamt untersucht?
Er will jetzt leben und nicht irgendwas ganz tolles machen wenn er in 
Rente ist.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Susi Sorglos schrieb:
> Interessant wird es erst später, falls er wieder zurückkommt.

Ja im Alter,
wenn man dann doch lieber das Deutsche Gesundheitssystem
in Anspruch nimmt. Dann kommse wieder alle angekrochen.

von Cyblord -. (cyblord)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Ja im Alter,
> wenn man dann doch lieber das Deutsche Gesundheitssystem
> in Anspruch nimmt. Dann kommse wieder alle angekrochen.

Sad but true.

Kohle hat man ja keine, man kam ja irgendwie über die Runden.

von Abrissbirne (Gast)


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wir machen gerne urlaub in spanien.
essen ist etwas günstiger und die küche schmeckt gut.
ich vertrage die hitze nicht so gut und würde auf dauer nicht 
klarkommen.
aber es ist schon schön zu sehen dass viele dort wohnen, wo wir urlaub 
machen
¯\_(ツ)_/¯

von (prx) A. K. (prx)


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Cyblord -. schrieb:
> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>> Ja im Alter,
>> wenn man dann doch lieber das Deutsche Gesundheitssystem
>> in Anspruch nimmt. Dann kommse wieder alle angekrochen.
>
> Sad but true.
>
> Kohle hat man ja keine, man kam ja irgendwie über die Runden.

Bekannt. Auch mit Kohle spricht man mit dem Arzt lieber Deutsch als 
Thailändisch, ersatzweise beide auf Englisch als Fremdsprache.

von B. Bäcker (Gast)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Ja im Alter,
> wenn man dann doch lieber das Deutsche Gesundheitssystem
> in Anspruch nimmt.

Das wird aber auch von allen möglichen Nettoempfängern 
auseinandergenommen. Wenn dann ein Leistungsträger mal etwas dringend 
braucht, darf er 6h in der Notaufnahme rumgammeln und wird dann von 
einem Assistenarzt aus dem unteren Mittelmaß (mit Glück korrekt) 
behandelt. Gleichzeitig gibt es Dauergeschrei, dass das Krankenhaus kein 
Geld für nix hat.
Dachte immer, wir sind ein reiches Land, in dem man gut und gerne 
lebt...

von rbx (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Bekannt. Auch mit Kohle spricht man mit dem Arzt lieber Deutsch als
> Thailändisch, ersatzweise beide auf Englisch als Fremdsprache.

Kommt drauf an. ausländische Ärzte können sensibler drauf sein, oder 
sorgfältiger bei schwierigen Operationen Arbeiten als deutsche Kollegen, 
bei denen z.B. krasse Verlogenheit oder Korruption verbreitet im Gange 
ist.

von (prx) A. K. (prx)


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rbx schrieb:
> Kommt drauf an. ausländische Ärzte können sensibler drauf sein, oder
> sorgfältiger bei schwierigen Operationen Arbeiten als deutsche Kollegen,
> bei denen z.B. krasse Verlogenheit oder Korruption verbreitet im Gange
> ist.

Oder umgekehrt. Nicht alles Gras ist jenseits vom Zaun wirklich grüner, 
bloss weil man die dieseitigen Zustände besser kennt.

Es ging mir aber um die Kommunikation mit dem Personal, und nicht nur 
bei den Ärzten. Da kann die Sprache in ihren Nuancen eine erhebliche 
Rolle spielen. Und nicht nur bei studierten Personal, sondern beim 
Vorzimmerpersonal und Pflegern.

: Bearbeitet durch User
von Maxe (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Es ging mir aber um die Kommunikation mit dem Personal, und nicht nur
> bei den Ärzten. Da kann die Sprache in ihren Nuancen eine erhebliche
> Rolle spielen.

Wobei das hier auch schon mal besser war. Ich würde schätzen, dass heute 
jeder Zweite im Krankenhausbereich schon kein Muttersprachler mehr ist. 
Aber ja, immernoch besser wie gleich ne ganz andere Sprache.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Abrissbirne schrieb:
> aber es ist schon schön zu sehen dass viele dort wohnen, wo wir urlaub
> machen

und ich mache Urlaub, wo andere arbeiten.

( ͡ ͜ʖ ͡)

von B. Bäcker (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Es ging mir aber um die Kommunikation mit dem Personal, und nicht nur
> bei den Ärzten. Da kann die Sprache in ihren Nuancen eine erhebliche
> Rolle spielen.

Wenn mal was schief gelaufen ist bei der Behandlung erlebst Du wie die 
Kommunikation auf 0 absinkt. Egal in welcher Sprache.

von Markus (Gast)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Ja im Alter,
> wenn man dann doch lieber das Deutsche Gesundheitssystem
> in Anspruch nimmt. Dann kommse wieder alle angekrochen.

Deutsche Expats dürften zahlenmäßig das geringste Problem darstellen.

von (prx) A. K. (prx)


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Maxe schrieb:
> Wobei das hier auch schon mal besser war.

Ja. Dazu muss man dann aber den deutschen Ärzten und Pflegekräften 
hinterher ziehen. Also nicht nach Spanien, sondern in die Schweiz.

von conquistador (Gast)


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Langfristig würde ich mich in D auf Zustände wie in Kalkutta einstellen. 
Der Umbau ist doch im vollen Gange.
Die Ärzte und Spezialisten werden dann abwandern, und die werden im 
Ausland auch gern gesehen.
Dazu kommt noch die Unsicherheit mit den östlichen Nachbarn und den 
westlichen Freunden, oder umgekehrt.
Der TO hat also in D in Zukunft eher mehr zu verlieren als zu gewinnen.

von Europäer (Gast)


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Hallo wieder meinerseits.
Vielen Dank schonmal für die vielen Antworten, auch wenn einige leider 
von meinem eigentlichen Thema abschweifen.

Wie bereits im Eingangsposting erwähnt, habe ich (zumindest zum diesen 
Zeitpunkt) nicht vor komplett auszuwandern! Ich habe bereits ein Jahr in 
Madrid verbracht und es hat mir so gut gefallen, dass ich erstmal ein 
paar Jahre nach dem Studium dort verbingen möchte (~2-4) und dann 
weitersehen möchte. Bitte also nicht mit Gesundheitssystem oder Rente 
ankommen. Danke :)

von Europäer (Gast)


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Eine Sache die mir gerade noch eingefallen ist: Lieber in nem 
ausländischen Großkonzern, deutschen Unternehmen mit Niederlassung oder 
bei neim einheimischen Unternehmen arbeiten?

Hat da vielleicht jemand entsprechend Auslandserfahrung (muss ja nicht 
auf Spanien bezogen sein) was da am besten ist? Bezüglich Kontakte 
knüpfen zu Einheimischen um nen Anschluss zu bekommen wäre ein 
einheimisches Unternehmen wahrscheinlich besser, auch wenn das Gehalt 
nicht so gut ist oder? Aktuell bin ich ca. bei gehobenen B1 Niveau, bis 
ich mit dem Studium fertig bin sollte ich auf jeden Fall noch mind. B2 
schaffen, so dass das sprachliche keine große Hürde sein sollte.

von B. Bäcker (Gast)


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Europäer schrieb:
> und es hat mir so gut gefallen, dass ich erstmal ein
> paar Jahre nach dem Studium

Merke: Arbeiten ungleich in Madrid studieren!

von Europäer (Gast)


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B. Bäcker schrieb:
> Europäer schrieb:
>> und es hat mir so gut gefallen, dass ich erstmal ein
>> paar Jahre nach dem Studium
>
> Merke: Arbeiten ungleich in Madrid studieren!

Das ist mir natürlich auch klar. Zwei meiner Mitaustauschstudenten haben 
nen 20h/Woche Werksstudentenjob (oder wie das da heißt) gehabt und haben 
bis auf das niedrigere Gehalt nix schlechtes gesagt.

Deshalb ja auch erstmal 2 Jahre ausprobieren und wenns nicht so toll ist 
wieder zurück nach DE. Geht ja dank EU ganz einfach sodass die Schwelle 
zum ausprobieren recht niedrig ist. :)

von Markus (Gast)


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Wie gesagt: Vor Ort suchen und Vitamin B aufbauen. Das ist dort 
überlebenswichtig. Ohne Kontakte wird es extrem schwierig.
Lange Zeit wurden Forschung und Entwicklung in Spanien sträflich 
vernachlässigt, was sich allerdings in den letzten 20-30 Jahren stark 
gebessert hat. Einheimische Unternehmen sind m.E. daher deutschen 
Unternehmen mindestens ebenbürtig, so daß "2-3 Jahre hin und schauen 
wie's läuft" dem Lebenslauf nicht schaden.

von Abrissbirne (Gast)


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Europäer schrieb:
> wäre ein
> einheimisches Unternehmen

aus eigener erfahrung: suche dir lieber eine einheimische junge Dame ❤

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Abrissbirne schrieb:
> Europäer schrieb:
>> wäre ein
>> einheimisches Unternehmen
>
> aus eigener erfahrung: suche dir lieber eine einheimische junge Dame ❤

das geht doch bevorzugt eher anders herum:
Dame sucht einheimischen Deutschen...

von Cyblord -. (cyblord)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Dame sucht einheimischen Deutschen...

Aber ob da die Hammel-WG zur Rammel-WG wird, bleibt fraglich.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Cyblord -. schrieb:
> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>> Dame sucht einheimischen Deutschen...
>
> Aber ob da die Hammel-WG zur Rammel-WG wird, bleibt fraglich.

Sex wird viel zu überbewertet

von B. Bäcker (Gast)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>>> Dame sucht einheimischen Deutschen...
>>
>> Aber ob da die Hammel-WG zur Rammel-WG wird, bleibt fraglich.
>
> Sex wird viel zu überbewertet

...oder über viel zubewertet?

von Lebensberatung (Gast)


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Abrissbirne schrieb:
> aus eigener erfahrung: suche dir lieber eine einheimische junge Dame ❤

Die sind stockkatholisch, die Eltern hast du auch immer an der Backe.

von Ole (Gast)


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Lebensberatung schrieb:
> die Eltern hast du auch immer an der Backe.

die passen dann auf die Enkelchen auf, ist doch super,
und machen dir jeden Tag Tapas und Paella

von Niko (Gast)


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In Spanien sind die Gehälter extrem schlecht, da verdienst du als 
Ingenieur 30000 Euro nach dem Studium.
Also erstmal in Deutschland Berufserfahrung sammeln und dann versuchen 
für ein deutsches Unternehmen in Spanien zu arbeiten.

von Ich mal wieder (Gast)


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Niko schrieb:
> In Spanien sind die Gehälter extrem schlecht, da verdienst du als
> Ingenieur 30000 Euro nach dem Studium.

Deshalb kommen so viel Spanier nach Deutschland.

von Na Ja... (Gast)


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Hallo

Lebensberatung schrieb:
> Die sind stockkatholisch, die Eltern hast du auch immer an der Backe.

Ersteres wohl mehr theoretisch und nur am Sonntag.
Hier in Deutschland (und wohl auch Österreich)hat gefühlt die Kirche und 
die Rückwirkung des "gelebten Glauben" wie er viele Jahrhunderte bis 
ganz grob in die frühen 1960er "üblich" war viel mehr Einfluss auf das 
tägliche Leben.
Das Sonntags die Geschäfte nicht öffnen können liegt wohl (leider) nicht 
am Einfluss der Gewerkschaften oder das die Verkäufer entlastet werden 
sollen.
Das hier auch 2022 (und wohl auch 2023) Karfreitag so was wie ein 
"Tanzverbot" (Verbot von fröhlichen Feiern) besteht und auch überwacht 
und gelebt wird dürfte auch fast einzigartig und in Spanien (aber auch 
Italien und  weiter "Erz katholische" Länder) undenkbar sein.
Auch kommen mir die Moralvorstellungen und die gelebte "Offenherzigkeit" 
hier in Deutschland bezüglich des Körpers im "normalen" Leben und im 
Alltag wesentlich altbackener vor als wie z.B. in Spanien (Ich Rede 
jetzt nicht von lauten Randgruppen und was die Medien einen zeigen).

Ole schrieb:
> die passen dann auf die Enkelchen auf, ist doch super,
> und machen dir jeden Tag Tapas und Paella


Das ist doch sicherlich ironisch gemeint?!

Ansonsten:
Nein das werden sie nicht machen da sie selbst oft genug noch arbeiten 
müssen und zusätzlich auch auf "dich" und "deine Frau" aufpassen und 
"deinen" Nachwuchs nach ihren Moralvorstellungen und Ideen erziehen 
werden  .
Das ganz sicherlich nicht im modernen 200qm Haus stattfindet, und wenn 
die "Tapas und Paella" nicht schmecken man es wahrscheinlich besser 
nicht deutlich sagen sollte, bzw. im Alltag das "Futter" genau wie bei 
uns vom Discounter und den gleichen Lebensmittelkonzernen kommt.

Wenn "Mama" und "Papa"  dann so langsam anfälliger werden "darfst" du 
und deine Frau sie dann zum Dank auch noch Pflegen - ein lustiges Leben 
wenn man dann mit 50 bis irgendwann ende 60 in die Freiheit entlassen 
wird...


Nein so was ist und wäre eine Katastrophe und ist eine Sache die maximal 
über wenige Jahre gut geht (Die Mehrgenerationen Großfamilie die zwar 
mit viel Arbeit aber auch bei viel Platz zusammenlebt und zusammenhält 
ist auch in Spanien Geschichte...)

Beitrag #7319241 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Ingenieur (Gast)


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Bildungsministerin schrieb im Beitrag #7319241:
> Niko schrieb:
>> In Spanien sind die Gehälter extrem schlecht, da verdienst du als
>> Ingenieur 30000 Euro nach dem Studium.
>
> pro Monat ist das doch super!

Faik Nius

von rbx (Gast)


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Na Ja... schrieb:
> (Die Mehrgenerationen Großfamilie die zwar
> mit viel Arbeit aber auch bei viel Platz zusammenlebt und zusammenhält
> ist auch in Spanien Geschichte...)

Das vielleicht - aber relativ viele Leute sind Landwirtschaftskinder.
https://www.youtube.com/watch?v=V0PisGe66mY

Das ist übrigens ein Punkt, der wäre auch mal interessant zu verfolgen. 
Beispielsweise habe ich noch gute Erinnerungen an Schweinegeschichten, 
oder an Kaninchenstall-Wände. Auch eine große Schafherde gab es bei uns 
im Dorf, aber später nicht mehr.
(Allerdings: Läden oder Restaurants, oder Kneipen gibt es auch nicht 
mehr, man braucht öfter ein Auto)
In anderen Gegenden(bei uns) wird noch immer Weinkultur gelebt, mit 
Festtagen, Festwochen, Touristen, bestimmten Veranstaltungen o.ä.

von ACDC (Gast)


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Europäer schrieb:
> Ich studiere im Moment Informatik, die Jobchancen sehen dort ja eher mau
> aus.

Jo,

Du bist Tourist.

Beitrag #7319784 wurde von einem Moderator gelöscht.

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