Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Messingrohr in Stahlplatte


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von Günter (Gast)


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Ich möchte ein Messingrohr 4mm in einem Loch (auch 4 mm) in einer 10mm 
starken Stahlplatte befestigen. Löten ist wegen der Stahlplatte etwas 
schwierig. Gibts andere Möglichkeiten?

von Christian M. (christian_m280)


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Loctite 480

Gruss Chregu

von Jack V. (jackv)


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Günter schrieb:
> Gibts andere Möglichkeiten?

Anforderungen bzgl. Festigkeit, Haltbarkeit, Beständigkeit, 
Leitfähigkeit, etc.?

Ansonsten: soweit mir bekannt, lässt sich auch Stahl hartlöten.

von Michael B. (laberkopp)


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Günter schrieb:
> Gibts andere Möglichkeiten?

Wenn das Loch noch nicht gebohrt ist:

Gewinde.

Hat gegenüber kleben auch den Vorteil, dass es wieder auseinander geht.

von Manfred (Gast)


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Michael B. schrieb:
> Gewinde.

Günter schrieb:
> Messingrohr

Ob das Rohr dickwandig genug ist, keine Sollbruchstelle zu werden?

Es sind keine weiteren Details bekannt, Abmaße und Last.

Loctite-Fügemasse ist durchaus eine ernstzunehmende Verbindungstechnik, 
der der altgediente Schlosser natürlich nicht traut. Wenn man präzise 
reiben kann, könnte man auch überlegen, das Röhrchen einzuschrumpfen.

Hartlöten kam mir auch in den Sinn, aber bei 10mm Stahl braucht man 
schon viel Wärme und kommt schnell in den Schmelzbereich des 
Messingrohrs.

Es ist aber auch kein Hexenwerk, Stahl weich zu löten - na endlich mal 
eine Verwendung für Lötfett gefunden.

von Thomas O. (kosmos)


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Angenommen dein Messingrohr hat einen Innendurchmesser von 2mm, dann 
steckst du es in das 4mm Loch der Stahlplatte und schlägst dann in das 
Messingrohr einen 2,5mm Stift z.B. aus Holz rein und schon ist das Ding 
fest.

Oder das Messingrohr mal ne Stunden in den Gefrierschrank, 1-2 Lagen 
Tesafilm rum und dann in das Eisenloch stecken, wenn das Messing warm 
wird dehnt es sich wieder und durch den Tesafilm presst es sich 
wunderschön fest, da jetzt ken Spiel zw. dem 4mm Rohr und dem 4mm Loch 
mehr ist.

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang (Gast)


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Günter schrieb:
> Gibts andere Möglichkeiten?

Aufschrumpfen

von Ludwig (Gast)


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Thomas O. schrieb:
> Oder das Messingrohr mal ne Stunden in den Gefrierschrank, 1-2 Lagen
> Tesafilm rum und dann in das Eisenloch stecken, wenn das Messing warm
> wird dehnt es sich wieder und durch den Tesafilm presst es sich
> wunderschön fest, da jetzt ken Spiel zw. dem 4mm Rohr und dem 4mm Loch
> mehr ist.

Ausdehnungskoeffizient Messing (CuZn37) = 18,5 e-6/K. Zwei Lagen 
Tesafilm = 0.05mm x 4 = 0.2mm -- bezogen auf 4mm Durchmesser, sind das 
mal 50e-3. Damit muss dein Gefrierschrankerl die Temperatur um flott 
2700 K absenken ...

Darf ich fragen was du so rauchst?

von Thomas O. (kosmos)


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Das Prinzip sollte klar geworden sein. Dann sind eben nur 0,1 Lagen

von Spezialist (Gast)


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WIG

von pegelwendler (Gast)


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Manfred schrieb:
> Ob das Rohr dickwandig genug ist, keine Sollbruchstelle zu werden?

Für sowas gibt's Feingewinde.
Gut, entsprechende Gewindeschneider hat man wahrscheinlich nicht daheim 
rumliegen.

von Manfred (Gast)


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Thomas O. schrieb:
> Das Prinzip sollte klar geworden sein. Dann sind eben nur 0,1
> Lagen

Das Prinzip "Einschrumpfen" ist (nicht nur) mir bekannt, wehalb ich es 
bereits erwähnte:

Manfred schrieb:
> Wenn man präzise
> reiben kann, könnte man auch überlegen, das Röhrchen einzuschrumpfen.

Ich würde aber bestimmt nicht auf die Idee kommen, da mit Tesafilm zu 
ferkeln.

Man kann das Rohr in den Gefrierschrank packen und die Stahlplatte auf 
den Küchenherd legen - ändert nichts daran, dass man vorher mal die 
Tk-Werte rechnen und passend präzise bohren muß.

Rechnen könnte ich, aber passend präzise bohren liegt nicht in der 
Sammlung des Heimwerkers.

von michael_ (Gast)


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Manfred schrieb:
> Manfred schrieb:
>> Wenn man präzise
>> reiben kann, könnte man auch überlegen, das Röhrchen einzuschrumpfen.
>
> Ich würde aber bestimmt nicht auf die Idee kommen, da mit Tesafilm zu
> ferkeln.
>
> Man kann das Rohr in den Gefrierschrank packen und die Stahlplatte auf
> den Küchenherd legen - ändert nichts daran, dass man vorher mal die
> Tk-Werte rechnen und passend präzise bohren muß.

Mit dem Tesa hast du Recht.
TK-Werte rechnen braucht man nicht.

> Das Prinzip "Einschrumpfen" ist (nicht nur) mir bekannt, wehalb ich es
> bereits erwähnte:

Na, technisch gesehen liegst du falsch.
Du meinst sicher Presspassung.
Die kriegt man auch mit Hausmitteln hin.
Kältespray und Erwärmung.

Beim Schrumpfen wird eine Art Verschweißen erreicht. Radreifen bei der 
Bahn.
TO, wenn es wackelt, dann mit Epoxy einkleben.
Ansonsten einpressen.

von Günter (Gast)


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Christian M. schrieb:
> Loctite 480
>
> Gruss Chregu

Das war die Lösung, danke für die vielen Beiträge

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