Forum: Offtopic Photovoltaik Einspeisung nicht möglich


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von Peter L. (oe6loe)


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Hi,
Die Netzbetreiber sagen, das die Netze bei uns(was Einspeisung angeht) 
oft schon am Limit sind und Einpeisen daher nicht möglich ist.
Könnte da nicht relativ einfach und schnell Abhilfe geschafffen werden, 
wenn das übergeordnete Netz etwas elastischer wäre und Einspeisung auch 
zuließe.
Wenn in einer Region das Wetter erwarten lässt, dass viel eingespeist 
wird, könnte ja dafür ein gewisser "Spielraum" geschaffen werden.
Müsste aber wahrscheinlich von oben verordnet werden.
auf z.B.:
https://www.netzfrequenzmessung.de/
kann man sehen, was ich meine.
Ist nur meine laienhafte Denkweise also bitte nicht prügeln

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Peter L. schrieb:
> wenn das übergeordnete Netz etwas elastischer wäre
Der Trick am Strom ist, dass genau der Strom, der JETZT erzeugt wird, 
auch genau JETZT verbraucht werden muss. Das ist nicht so wie bei einer 
"elastischen" Feder, die man einfach noch ein paar Umdrehungen weiter 
drehen kann.

Um den Stromverbrauch anzuheben kann man die Netzspannung ein wneig 
anheben. Das funktioniert natürlich nur, solange nicht lauter 
Schaltregler am Netz angeklemmt sind, sondern auch noch einige lineare 
Lasten, wo der Verbrauch mit höherer Spannung zunimmt.

von Peter L. (oe6loe)


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das übergeordnete Netz müsste die Spannung verringern (selbst weniger 
produzieren) natürlich gibts da noch die Frequenz, die Phasenlage usw...
Ich denke, dass "die" nicht unbedingt mehr Einspeisung wollen, ist 
womöglich schlecht fürs Geschäft...

Österreich will heuer die Förderungen für Photovoltaik auf 600Mill Euro 
erhöhen. Ich denke, dass es immer schwerer wird, den Strom auch 
einzuspeisen

: Bearbeitet durch User
von Icke ®. (49636b65)


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Ich empfehle dazu folgende Dissertation:

https://www.baufachinformation.de/Aufnahmef%C3%A4higkeit-von-Niederspannungsverteilnetzen-f%C3%BCr-die-Einspeisung-aus-Photovoltaikkleinanlagen/dis/2011119016280

Die Beschränkungen kommen hauptsächlich von den Niederspannungsnetzen, 
deren Ausbau noch sehr viel aufwendiger ist als bei den Verteilnetzen. 
Die Betrachtungen dürften in umgekehrter Manier auch für die Verbreitung 
von Wärmepumpen zutreffen.

von Christian M. (likeme)


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Was die wenigsten wissen, man erhöht die Spannung und somit auch den 
Verbrauch. Damals, als von 220 auf 230 erhöht wurde hatte die 100W 
Glühbirne plötzlich 105W!! In unserem Dorf steigt die Spannung im 
Frühjahr und Sommer auf bis zu 238V!!! Ein Schelm wer böses dabei denkt.

Aber ja es gibt einsame verlassene Dörfer wo nur ne Verlängerungsschnur 
hingeht... aber ich denke, wenn man erst mal mit 600W anfängt, fällt das 
gar nicht auf und man hat einen guten Spareffekt. Man kann übrigens auch 
ein Vielfaches an Kilowatt PV Platten an den kleinen WR hängen, man 
braucht selten viel kW im Haus. Es ist dann aber auch bei Scheißwetter 
600W da ;-)

: Bearbeitet durch User
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Icke.

Icke ®. schrieb:

> Ich empfehle dazu folgende Dissertation:
>
> 
https://www.baufachinformation.de/Aufnahmef%C3%A4higkeit-von-Niederspannungsverteilnetzen-f%C3%BCr-die-Einspeisung-aus-Photovoltaikkleinanlagen/dis/2011119016280

Danke für den Link.

> Die Beschränkungen kommen hauptsächlich von den Niederspannungsnetzen,
> deren Ausbau noch sehr viel aufwendiger ist als bei den Verteilnetzen.


Die Dissertation wurde 2011 angenommen. Das ist ne Ewigkeit her. Da hat 
sich mit Sicherheit viel getan, auch wenn viele bei erneuerbaren 
Energien auf der Bremse stehen.
Soweit ich weiss, ist, bis auf Allerkleinstanlagen, eine 
Bedarfsabhängige Fernsteuerung vorgesehen. Die Infrastruktur dafür ist 
aber z.Z. noch im Aufbau.

Ansonsten schalten sich die Anlagen natürlich ab, wenn das Netz in das 
sie einspeisen sollen zu strubbelig (Spannung, Frequenz) ist. Nicht 
umsonst ist bei den Anlagen eine Netzführung des Wechselrichters 
zwingend nötig und darum Vorschrift. Alleine schon das Freischalten bei 
Reparaturen wäre sonst ein Akt....

> Die Betrachtungen dürften in umgekehrter Manier auch für die Verbreitung
> von Wärmepumpen zutreffen.

Oben genannte Fernsteuerung ist natürlich auch umgekehrt für Wärmepumpen 
nutzbar.

Ich habe Bekannte mit Solaranlagen, die auch Speicher betreiben. So 
macht das ganze wesentlich mehr her.

Eine ähnliche Betrachtung gab es um 1995 für größere Windkraftanlagen 
und Windparks, es bestand damals überhaupt keine Idee, wie man solche 
Netzte stabil bekommt. Das ist aber inzwischen gelöst.
Soviel ich weiss, muss man dafür auch nicht alle Anlagen komplett 
steuern. Es langen irgendwas um 10-15%. Der Rest muss sich natürlich bei 
Extremwerten von Spannung und Strom selber abschalten.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (da_user)


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Bernd W. schrieb:
> Oben genannte Fernsteuerung ist natürlich auch umgekehrt für Wärmepumpen
> nutzbar.

Ergänzend:
und ist bei Wärmepumpen die mit Wärmestrom betrieben werden durchaus 
auch in Benutzung.

von Christian B. (luckyfu)


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Christian M. schrieb:
> Man kann übrigens auch
> ein Vielfaches an Kilowatt PV Platten an den kleinen WR hängen, man
> braucht selten viel kW im Haus. Es ist dann aber auch bei Scheißwetter
> 600W da ;-)

das macht man aber nur, wenn die Platten vergleichsweise wenig kosten. 
Aber im Prinzip gebe ich dir recht, ich hab das auch so vor: mehr PV 
Fläche als der WR an Ausgangsleistung kann um den Mittagspeak, der 
sowieso verpufft, weil man den kaum selbst nutzen kann, etwas kleiner zu 
machen. Unterm strich ändert das aber nichts.

Bernd W. schrieb:
> Ich habe Bekannte mit Solaranlagen, die auch Speicher betreiben. So
> macht das ganze wesentlich mehr her.

Ist aber normalerweise unrentabel teuer, insbesondere aktuell, wo ein 
3,5kW Speicher schnell 10000€ und mehr kostet. Da sind die 40cent pro 
kWh ausm Netz sehr günstig dagegen.

von Icke ®. (49636b65)


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Bernd W. schrieb:
> Die Dissertation wurde 2011 angenommen. Das ist ne Ewigkeit her. Da hat
> sich mit Sicherheit viel getan, auch wenn viele bei erneuerbaren
> Energien auf der Bremse stehen.

Ich glaube nicht, daß sich beim Ausbau der Niederspannungsnetze 
nennenswert was getan hat. Das wäre nicht unbemerkt geblieben, denn dazu 
müssen neue Leitungen verlegt und die Trafos ausgewechselt werden. Bei 
uns im Ort wurden die Niederspannungskabel lediglich im Rahmen anderer 
Arbeiten (Abwasserkanäle) erneuert, wenn die Straße sowieso längere Zeit 
aufgerissen war.
Eine Abschaltung der Einspeisung löst ja nicht das Grundproblem der 
mangelnden Übertragungskapazität, sondern doktert nur an den Symptomen 
rum.

von Daniel V. (danvet)


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Christian B. schrieb:
> Ist aber normalerweise unrentabel teuer, insbesondere aktuell, wo ein
> 3,5kW Speicher schnell 10000€ und mehr kostet. Da sind die 40cent pro
> kWh ausm Netz sehr günstig dagegen.

Was kaufst du für Speicher?
Hier gibts den deutlich günstiger:
https://basba.de/pylontech-us3000c-3-5kwh-li-ion-batterie-lifepo4.html

von Gerald K. (geku)


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Peter L. schrieb:
> Österreich will heuer die Förderungen für Photovoltaik auf 600Mill Euro
> erhöhen. Ich denke, dass es immer schwerer wird, den Strom auch
> einzuspeisen

Wichtig wäre den Eigenverbrauch zu erhöhen. Da meine Anlage keinen 
Speicher besitzt speise ich ca. 2/3 des erzeugten Stromes ein, während 
ich bei Nacht voll den Strom beziehen muß.

Alles steht und fällt mit der Speicherung der Energie. Speicherung am 
besten beim Erzeuger, da dann die Netze weniger stark belastet werden 
und weniger Regelleistung zur Verfügung gestellt werden muss. Außerdem 
spart der Eigenverbrauch an Kosten.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Icke.

Icke ®. schrieb:

> Eine Abschaltung der Einspeisung löst ja nicht das Grundproblem der
> mangelnden Übertragungskapazität, sondern doktert nur an den Symptomen
> rum.

Die Anlage kann logischerweise nur eine Leistung adaequat zum 
Hausanschluss haben.

Bei den Leuten, die so etwas betreiben, hat sich aber herausgestellt, 
dass sie intern im Haus schon viel gegeneinander ausgleichen.
z.b. der Betrieb einer Wärmepumpe (speichert auch!) oder einer 
Waschmaschine.

Ferner sind elektrische Speicher deutlich günstiger geworden, es gibt 
E-Autos, mit denen Du speichern kannst und ein Ausgleich wird auch in 
der direkten Nachbarschaft stattfinden.

Die mangelnde Infrastruktur würde nur verhindern, dass Du ein 
Überangebot quer durch das Land verschieben kannst. Aber das ist eher 
selten der Fall, und der Kram gleicht sich lokal aus.

Das wird sich verstärken, wenn Du Deinen Verbrauch an nach Angebot und 
Nachfrage schwankende Preise anpassen kannst. die Waschmaschine wird 
erst dann eingeschaltet, wenn ein überangebot ist, und das dürfte sich 
bei entsprechend guter Fernsteuerung auch lokal ermitteln lassen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Hauptproblem ist im Wesentlichen das die Verteilung und 
Hauptschaltelemente ausgelegt war auf einen Energiefluß vom 
Verbund-Hauptnetz wie ein Baumstruktur zu den Verbrauchern. Es war daher 
in der unteren Ebene nicht notwendig Erfassungs, Verteilungs- und 
Schaltemente, sowie Leitungskapazitäten, vorzusehen für Querströme in 
den unteren Ebenen der Verteilung. Dieser Umbau geht nicht von heute auf 
morgen, sondern braucht auch Zeit.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Dieter D.

Dieter D. schrieb:
> Hauptproblem ist im Wesentlichen das die Verteilung und
> Hauptschaltelemente ausgelegt war auf einen Energiefluß vom
> Verbund-Hauptnetz wie ein Baumstruktur zu den Verbrauchern. Es war daher
> in der unteren Ebene nicht notwendig Erfassungs, Verteilungs- und
> Schaltemente, sowie Leitungskapazitäten, vorzusehen für Querströme in
> den unteren Ebenen der Verteilung.

Das mit den Querströmen ist wesentlich unkritischer als Du meinst, 
zumindest was die Querschnitte angeht.
Was in eine Baumstruktur am Stamm hineingeht, kannst Du über die Zweige 
abschätzen. Der Stamm ist so ausgelegt,
dass er die Äste trägt. Was in den Ästen fließt, ist über die 
Hausanschlüsse limitiert.

Wenn Du jetzt einspeisst, kehrst Du in den alleraüßersten Ästen den 
Fluss um, aber es kann, wegen des
Querschnitts des Hausanschlusses, dort nicht mehr hineinkommen als 
vorher hinausging. Das sollte allerdings
der Stamm nach obiger Überlegung tragen können.

Allerdings hat die Geschichte einen kleinen Hinkefuß: Der Stamm ist 
nicht die Summe der Zweige, sondern es wird
ein Abschlag gemacht, weil statistisch nie wirklich alle Verbraucher 
eingeschaltet sind. Das hast Du bei
Photovoltaik nicht, weil wenn die Sonne scheint, scheint sie meistens 
für alle. Darum sind die eher alle gleichzeitig aktiv.

Aber: Vieles gleicht sich zwischen Einspeisung und Verbrauch eben schon 
lokal in den Ästen aus. Wenn die
Einspeisung steigt, wird darum erst einmal der Strom im Stamm 
zurückgehen, bevor er sich herumdreht.
Und bis er zu Null wird, oder auch nur um Null herumschwankt, davon sind 
wir noch lange entfernt.

> Dieser Umbau geht nicht von heute auf
> morgen, sondern braucht auch Zeit.

Die Einspeisung wächst auch nicht über Nacht, sondern langsam.

Und dann sind im Netz aktuell noch ungenutzte Reserven durch eine 
Vermaschung, die nicht vollzogen wird,
sondern zum Umschalten bei Störungen verwendet wird. Diese können durch 
eine
besser angepasste Steuerung genutzt werden. Und für diese Anpassung hast 
Du, nach obigen Überlegungen,
ein Zeitfenster zum Lernen und Umbauen.

Und dieser Umbau wird sich ersteinmal auf Steuer- und Schaltanlagen 
konzentrieren, und auf Leitungen näher am Stamm,
nicht in den Ästen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Thomas U. (charley10)


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Daniel V. schrieb:
> Christian B. schrieb:
>> Ist aber normalerweise unrentabel teuer, insbesondere aktuell, wo ein
>> 3,5kW Speicher schnell 10000€ und mehr kostet. Da sind die 40cent pro
>> kWh ausm Netz sehr günstig dagegen.

Negativwerbung pur...
Du hast dir dafür ein Angebot eines ansässigen 'Solateurs' eingeholt?
Dir fehlt die Knete für diese einmalige Investition, kennst aber deren 
Vorteile und willst sie deshalb Anderen 'madig' reden?
Sollten sich wirklich mal Abschaltungen häufen, wird mein System mit den 
12,8kWh auf USV konfiguriert, damit die Kühlgeräte und die Heizung 
mindestens zwei Tage weiter problemlos betrieben werden können.

>
> Was kaufst du für Speicher?
> Hier gibts den deutlich günstiger:
> https://basba.de/pylontech-us3000c-3-5kwh-li-ion-batterie-lifepo4.html

Dieser Preis lag im Frühjahr 05/2022 sogar noch bei damals schon 1647€!
2021 bei ca. 1300€.
Diese US-X000C Typen sind stabil, kaskadierbar und lassen sich gut 
auslesen.

von Thomas U. (charley10)


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Gerald K. schrieb:
> Peter L. schrieb:
>> Österreich will heuer die Förderungen für Photovoltaik auf 600Mill Euro
>> erhöhen. Ich denke, dass es immer schwerer wird, den Strom auch
>> einzuspeisen
>
> Wichtig wäre den Eigenverbrauch zu erhöhen. Da meine Anlage keinen
> Speicher besitzt speise ich ca. 2/3 des erzeugten Stromes ein, während
> ich bei Nacht voll den Strom beziehen muß.

Dann spute dich, bevor die Preise noch weiter ansteigen!
Ich hoffe, dein Inverter kann den Akku betreiben?

>
> Alles steht und fällt mit der Speicherung der Energie. Speicherung am
> besten beim Erzeuger, da dann die Netze weniger stark belastet werden
> und weniger Regelleistung zur Verfügung gestellt werden muss. Außerdem
> spart der Eigenverbrauch an Kosten.

Dann speichert 'das Netz' wohl doch nicht sooo effektiv und problemlos? 
;-))

von Benedikt L. (Firma: Dem Ben seine Leiche) (dembenseineleiche)


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Die Speisung der 10.000 stand schon in der Bibel!
Und mit heutiger Technik ist das problemlos möglich.

von Thomas U. (charley10)


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Benedikt L. schrieb:
> Die Speisung der 10.000 stand schon in der Bibel!
> Und mit heutiger Technik ist das problemlos möglich.

...der 10.000(A?) Oder wie ist das mit der StromSpannung??? ;-))

von Max M. (prokrastinator)


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Peter L. schrieb:
> Könnte da nicht relativ einfach und schnell Abhilfe geschafffen werden,
> wenn das übergeordnete Netz etwas elastischer wäre und Einspeisung auch
> zuließe.

Wenn die Leitungen aus Lakritz wären könnte man das Problem einfach 
aufessen.
Wenn Nachts die Sonne scheinen würde bräuchten wir weniger Speicher.
Wenn meine Schwester Eier hätte wäre sie mein Bruder.
Wenn ...

Wie hattest Du vor die Netze per Verordnung technisch zu ertüchtigen?
Hexerei?
Schwarze Messen lesen und Hühnerblut trinken?

von Gerald K. (geku)


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Thomas U. schrieb:
> Dann spute dich, bevor die Preise noch weiter ansteigen!
> Ich hoffe, dein Inverter kann den Akku betreiben?

Leider ist der Inverter nicht für Akku geeignet. Der Grund diesen nicht 
vorzusehen war der Platzbedarf und die Brandgefahr (Holzblockhaus mit 
2x35m² ohne Keller). Akkus im Freien sind wegen des Temperaturbereiches 
nicht realisierbar.

von Purzel H. (hacky)


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>Peter L. schrieb:
>> wenn das übergeordnete Netz etwas elastischer wäre
>Der Trick am Strom ist, dass genau der Strom, der JETZT erzeugt wird,
auch genau JETZT verbraucht werden muss. Das ist nicht so wie bei einer
"elastischen" Feder, die man einfach noch ein paar Umdrehungen weiter
drehen kann.

Doch, das Netz hat Speicherfaehigkeiten. Es darf sowohl einen 
Ueberschuss, wie auch einen Unterschuss haben. Als vor einigen Jahren, 
in den Gegend des Kosovos ueber Monate 80MW zuviel gezogen wurden, resp 
nicht bezahlt wurden, wurde die auch nicht eingespiesen. Deshalb liefen 
die Backofenuhren bis zu 6 Minuten nach. Allerdings ist eine 
Fehlleistung von 80MW fuer Europa nicht grad viel.

: Bearbeitet durch User
von Lothar J. (black-bird)


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Gerald K. schrieb:
> Speicherung am besten beim Erzeuger, da dann die Netze weniger stark
> belastet werden und weniger Regelleistung zur Verfügung gestellt werden
> muss.

Damit verdienen die Stromanbieter aber auch deutlich weniger. Glaubst 
Du, dass bei der Lobbyarbeit dies nicht berücksichtigt wird und die 
kommenden Gesetze und Verordnungen verbraucherfreundlich werden?

Es ist das verkehrte System der Wirtschafts-"Lenkung", das sich über die 
Jahrzehnte so eingeschlichen und etabliert hat.
Da ändert sich nur marginal was.

Unabhängig werden, das könnte ein Weg sein, wenn auch nicht der beste, 
denn er ist nur für wenige möglich.

Blackbird

von Gerald K. (geku)


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Lothar J. schrieb:
> Damit verdienen die Stromanbieter aber auch deutlich weniger. Glaubst
> Du, dass bei der Lobbyarbeit dies nicht berücksichtigt wird und die
> kommenden Gesetze und Verordnungen verbraucherfreundlich werden?

Daher wurde auch die Abrechnung in Energie und Netzkosten gesplittet. 
Die entscheidente Frage ist ob Enegielieferanten in Zukunft für die 
Einspeisung Netzkosten zahlen müssen.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Gerald K. schrieb:
> Lothar J. schrieb:
>> Damit verdienen die Stromanbieter aber auch deutlich weniger. Glaubst
>> Du, dass bei der Lobbyarbeit dies nicht berücksichtigt wird und die
>> kommenden Gesetze und Verordnungen verbraucherfreundlich werden?
>
> Daher wurde auch die Abrechnung in Energie und Netzkosten gesplittet.
> Die entscheidente Frage ist ob Enegielieferanten in Zukunft für die
> Einspeisung Netzkosten zahlen müssen.

Was wäre die Folge?
Da es alle 'Lieferanten' beträfe, würden diese Kosten, um die MwSt 
erhöht, an den Endkunden durchgereicht.
Beträfe das dann auch die vielen Kleineinspeiser?
Oder sogar vorrangig?

von Cyblord -. (cyblord)


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Purzel H. schrieb:
> Doch, das Netz hat Speicherfaehigkeiten.

Hast du das aus der Vorlesung "Grüne Energie" der Annalena-Universität?

> Es darf sowohl einen
> Ueberschuss, wie auch einen Unterschuss haben.

Nur weil etwas "zu viel" oder "zu wenig" haben kann, hat es noch keine 
Speicherfähigkeit. Speicher bedeutet, du kannst jetzt zu viel einspeisen 
und davon morgen profitieren. Bitte erläutere das in Bezug auf das 
Stromnetz anhand deines Beispiels.

: Bearbeitet durch User
von Purzel H. (hacky)


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Nun, wenn man mehr wie gebraucht wird einspeist, einspeisen kann, wird 
das ja nicht verbraten, die Generatoren laufen schneller. In dem Sinne 
ist das ein Speicher, wenngleich ein sehr kleiner.

https://de.wikipedia.org/wiki/Netzfrequenz - Netz-Störung 2018 suchen

Etwas niedriges Niveau : 
https://meta.tagesschau.de/id/132183/europaeisches-stromnetz-wenn-uhren-ploetzlich-anders-ticken

von Cyblord -. (cyblord)


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Purzel H. schrieb:
> Nun, wenn man mehr wie gebraucht wird einspeist, einspeisen kann, wird
> das ja nicht verbraten, die Generatoren laufen schneller.

Sie würden es, wenn man sie denn ließe. Was aber andere große Probleme 
verursachen würde. Man versucht daher die Netzfrequenz so stabil wie 
möglich zu halten und damit ist die Speicherwirkung so gering wie 
möglich.

Abgesehen davon ist schon nicht klar, was mit "dem Netz" gemeint ist. 
Dass es auch Teilnehmer im Netz gibt, welche Speichern können, sollte 
klar sein. Z.b. Stauseen, die nur genau dafür da sind.
Speichert somit "das Netz" Energie?

: Bearbeitet durch User
von Purzel H. (hacky)


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Nun, es gibt ja Regelkraftwerke, welche die Frequenz konstant halten, 
indem sie sich sehr schnell den Spitzen anpassen. Wenn also anderswo 
zuviel eingespeist wird, lassen die eben etwas mehr Wasser im 
Speichersee. In dem Sinne wird auch eine Speicherwirkung erzielt.

von Cyblord -. (cyblord)


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Purzel H. schrieb:
> In dem Sinne wird auch eine Speicherwirkung erzielt.

Es wird eine Speicherwirkung erzielt, in dem man explizit Speicher ins 
Netz hängt und betreibt. Atemberaubende Erkentnis.
Eine Implizite Speicherung geht aber eben nicht.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Thomas U. schrieb:
> Negativwerbung pur...
> Du hast dir dafür ein Angebot eines ansässigen 'Solateurs' eingeholt?
> Dir fehlt die Knete für diese einmalige Investition, kennst aber deren
> Vorteile und willst sie deshalb Anderen 'madig' reden?

Ja, hab ich.
Nein, die Knete fehlt mir dafür nicht, aber ich kaufe nicht alles, koste 
es was es wolle, für den unwahrscheinlichen Fall eines Blackouts.

> Sollten sich wirklich mal Abschaltungen häufen, wird mein System mit den
> 12,8kWh auf USV konfiguriert, damit die Kühlgeräte und die Heizung
> mindestens zwei Tage weiter problemlos betrieben werden können.

Das sehe ich derzeit nicht, auch wenn es immer wieder Stimmen gibt, die 
mit der Angst der Leute spielen, so haben sich die Stromausfälle bei mir 
letztes Jahr nicht gehäuft im Vergleich zum Vorjahr. Sie lagen in beiden 
Jahren bei 0 Minuten.

Eine Solaranlage wird sicher bei uns noch installiert werden, aber ich 
sehe nicht ein, den derzeitigen Marktpreis einer Komplettinstallation zu 
zahlen, die locker Faktor 3 dessen ist, was es realistisch kosten würde, 
gegründet nur auf der Angst der Leute vor dem ominösen Black out. Man 
muss die Risiken bewerten und ich komme dabei zu dem Ergebnis, dass es 
das derzeit nicht wert ist. Auch ist unsere Bauliche Situation etwas 
komplizierter, sodass man mindestens 2 Teilanlagen bauen müsste, das 
macht momnentan keiner, die, die jetzt Solaranlagen bauen wollen, machen 
das am besten nicht unter 10kWh Leistung und das in einem Rutsch. Wenn 
man da mehrere Gebäudeteile zusammenfassen muss, um auf diese Leistung 
zu kommen, dann winken die Firmen nur ab. Trotz der horrenden Preise, 
die sie verlangen. Ergo werde ich noch etwas warten und dann, sobald 
möglich, eine 800W "Balkonsolaranlage" aufs Schuppendach bauen, in 
Eigenleistung. Denn nur so bleibe ich derzeit bei den selbsterzeugten 
Stromkosten unter denen meines Versorgers. Aber selbst wenn ich mich 
irgendwann zu einem Speicher hinreisen lassen würde: Die Aufwendungen 
für eine USV sind das Risiko definitiv nicht wert. Das Amortisiert sich 
niemals. Auch wenn du dir das jetzt schön reden musst, weil du das 
nunmal eingebaut hast ist die reale Gefahr eher gering und der Nutzen 
davon ebenso.

p.s.: Selbst wenn es mal einen längeren Stromausfall gäbe: wo ist das 
Problem? Das Haus ist gut gedämmt, das hält 3 Tage ohne Heizung 
problemlos aus ohne große Komforteinbußen. Internet würde sowieso nicht 
gehen, auch wenn ich Strom hätte, würde der DSLAM 50m die Straße hoch 
sicher schnell aufgeben. (und 3 Tage sind schon das 36-fache von dem, 
was ich als längsten Stromausfall in meinem Leben in Erinnerung habe) 
Fernsehen brauche ich auch nicht unbedingt zum überleben, wenn, dann 
schaue ich sowieso nur 2 Sendungen die Woche. Für Licht haben wir 
Taschenlampen und Kerzen. Der Kühlschrank beinhaltet auch nur wenig 
verderbliches und den Gefrierschrank interessiert ein Tag ohne Strom 
auch nicht, wenn man nicht alle 5 Minuten die Tür aufmacht um nach der 
Temperatur zu sehen.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Christian B. schrieb:
> p.s.: Selbst wenn es mal einen längeren Stromausfall gäbe: wo ist das
> Problem? Das Haus ist gut gedämmt, das hält 3 Tage ohne Heizung
> problemlos aus ohne große Komforteinbußen.

Es wird dabei meist übersehen, das ein solch langer Stromausfall zum 
Auftauen der Lebensmittel im Tiefkühlfach führt. Auf Minustemperaturen 
draußen ist meist auch kein Verlaß.

von Christian B. (luckyfu)


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Dieter D. schrieb:
> Es wird dabei meist übersehen, das ein solch langer Stromausfall zum
> Auftauen der Lebensmittel im Tiefkühlfach führt. Auf Minustemperaturen
> draußen ist meist auch kein Verlaß.

wie ich schon schrieb haben wir einen Gefrierschrank, einen kleinen, nur 
1m hoch, keine Ahnung, wieviel l der Fassungsvermögen hat. Der schafft 
es sicher 1 Tag ohne Strom kalt zu bleiben. Gefrierfach haben wir keines 
und der Kühlschrank beinhaltet ebenfalls nur Waren, die innerhalb max. 1 
Woche verbraucht werden. -> ergo auch kein wirkliches Problem. sollte 
hier wirklich mal länger der Strom ausfallen, würde ich die Lebensmittel 
in den Keller räumen, die ich nicht sogleich verbrauchen kann. Dort 
halten Sie im Winter sicher auch 2 Tage durch, im Sommer einen.

Und wenn ich dann, wie schon gesagt, mal in die Vergangenheit schaue (in 
die Zukunft kann ich nicht so klar blicken) dann sehe ich, dass ich in 
den Jahren, die ich schon auf dieser Welt bin noch niemals auch nur ein 
Lebensmittel wegen eines Stromausfalles habe wegwerfen müssen. Weshalb 
also sollte ich nun jetzt tausende Euro investieren um diesen nicht 
existierenden Fall abzusichern um dann Käse und Wurst für 5Euro nicht 
entsorgen zu müssen falls es doch mal zu einem längeren Ausfall kommen 
sollte? Wenn du mir das schlüssig darlegen kannst können wir vielleicht 
nochmals ins Gespräch über den Sinn einer autarken Anlage kommen. 
Momentan sehe ich da eher keinen Sinn drin.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Christian B. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Negativwerbung pur...
>> Du hast dir dafür ein Angebot eines ansässigen 'Solateurs' eingeholt?
>> Dir fehlt die Knete für diese einmalige Investition, kennst aber deren
>> Vorteile und willst sie deshalb Anderen 'madig' reden?
>
> Ja, hab ich.
> Nein, die Knete fehlt mir dafür nicht, aber ich kaufe nicht alles, koste
> es was es wolle, für den unwahrscheinlichen Fall eines Blackouts.
>
>> Sollten sich wirklich mal Abschaltungen häufen, wird mein System mit den
>> 12,8kWh auf USV konfiguriert, damit die Kühlgeräte und die Heizung
>> mindestens zwei Tage weiter problemlos betrieben werden können.
>
> Das sehe ich derzeit nicht, auch wenn es immer wieder Stimmen gibt, die
> mit der Angst der Leute spielen, so haben sich die Stromausfälle bei mir
> letztes Jahr nicht gehäuft im Vergleich zum Vorjahr. Sie lagen in beiden
> Jahren bei 0 Minuten.
>

Dass die Möglichkeit dieser Anlage, als USV zu fungieren, ein 
willkommener Nebeneffekt aber nicht der Hauptgrund für den Kauf eines 
Batteriespeichers war, wird geflissentlich übersehen?
Der Preis dieses Speichers war zu 'Friedenszeiten' noch weit unter den 
jetzigen Angeboten.
Schliesslich wäre es jammerschade, wenn die vielen gesunden, 
eingefrorenen Gartenerzeugnisse auf dem Kompost landen würden...
Übrigens kann ich bei den gestiegenen Strom- und Akkupreisen ein 
gewisses Grinsen über die vorausschauende Investition nicht 
unterdrücken...

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Christian B. schrieb:
> Wenn du mir das schlüssig darlegen kannst können wir vielleicht
> nochmals ins Gespräch über den Sinn einer autarken Anlage kommen.
> Momentan sehe ich da eher keinen Sinn drin.

Durch das Hochwasser nur vom Stromausfall (nicht überflutet) Betroffene 
mit Kachelofen, waren die Lebensmittel im Tiefkühlfach ein Problem, nach 
deren Erzählungen. Auch der Mülldienst lief nicht, wie er sollte und die 
Solaranlage auf dem Dach konnte keinen Inselbetrieb. Allerdings solche 
Geräte abzupuffern, benötigt keine große Anlage und Speicher.

Christian B. schrieb:
> eine 800W "Balkonsolaranlage" ...

Sowas temprorär ergänzbar vorzubereiten für etwas Speicher und kleinem 
Wechselrichter für eine Miniinsel reicht für obiges vollkommen aus.

von Max M. (prokrastinator)


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Dieter D. schrieb:
> Durch das Hochwasser nur vom Stromausfall (nicht überflutet) Betroffene
> mit Kachelofen, waren die Lebensmittel im Tiefkühlfach ein Problem

Dann isst man eben bei der Überflutung alle 10J zuerst TK.
Das dauert einige Tage bis das Zeug schlecht wird.
Wenn ich die Investitionskosten einer Inselanlage gegen ein wenig TK 
Verlust alle 10J aufrechne, geht das mit der Anlage irgendwie nicht auf.
Notrationen für 2W sind nicht TK.

Wenn sich der Akku über seine Lebenszeit durch den erhöhten 
Eigenverbrauch einen Gewinn erwirtschaftet der mit Risikozuschlag 
(Risiko vorzeitiger Akku Tod) über einer Langzeitverzinsung liegt, ist 
das ein gutes Geschäft. Sonst nicht.
Anders liegt der Fall wenn man in einer Region mit regelmäßigen 
Stromausfällen lebt.

von Cyblord -. (cyblord)


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Dieter D. schrieb:
> Durch das Hochwasser nur vom Stromausfall (nicht überflutet) Betroffene
> mit Kachelofen, waren die Lebensmittel im Tiefkühlfach ein Problem, nach
> deren Erzählungen.

Und welche enormen Werte werden da vernichtet, wenn alles TK Essen 
schlecht wird? Was auch nicht passiert, weil man das meiste noch 
rechtzeitig essen könnte. Aber selbst wenn? Dafür eine Investition in 
eine Inselanlage?
Und dazu kommt, viele Stromausfälle werden eher im Winter erwartet. Wo 
dann das Problem mit TK Essen auch wieder keines mehr ist. Also DAS 
Argument ist ja wirklich lächerlich.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Dieter D. schrieb:
> Sowas temprorär ergänzbar vorzubereiten ...

Max M. schrieb:
> Wenn ich die Investitionskosten einer Inselanlage gegen ein wenig TK
> Verlust alle 10J aufrechne,

Wenn man sich bei der Auswahl der Module und Wechselrichter sich die 
Möglichkeiten für eine Erweiterung offen hält, fallen erst mal keine 
erwähnenswerten Investitionskosten an.
Zum Beispiel etwas auf die Gesamtspannung zu achten, was bei dem TO für 
seine geplante Balkonanlage zutrifft, wäre nahezu kostenneutral.

Es gab vor einiger Zeit einen Thread, da ging es darum an die 
Balkonsolarpanele einen günstigen Solarlader anzuschließen, der die 
Akkus der USV, die Inselbetrieb kann, für den PC laden soll.

Cyblord -. schrieb:
> Und welche enormen Werte werden da vernichtet, wenn alles TK Essen
> schlecht wird? Was auch nicht passiert, weil man das meiste noch
> rechtzeitig essen könnte.

Pro 30l liegen bei den meisten Personen rund 150-200 Euro im 
Tiefkühlfach. Am wenigsten Werte pro Liter wären im vollen Tiefkühlfach, 
wenn dieses mit Pizzas und Aufbackbrötchen vom Diskounter gefüllt wäre.

So schnell bekommt man das nicht verkocht und aufgegessen bei rund 1/2kg 
pro Person und Tag als Verbrauch. Der normale Herd und Backofen ist in 
der Zeit auch nicht verfügbar. Die große Sauerrei gibt es, wenn das 
aufgetaute Zeug entsorgt werden muss. Da wird dann gepokert oder 
Stäbchengezogen, um zu vermeiden in die Nähe der Tonne gehen zu müssen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Dieter D. schrieb:
> Pro 30l liegen bei den meisten Personen rund 150-200 Euro im
> Tiefkühlfach.

Quelle?

Ein Gourmet Restaurant?

von Max M. (prokrastinator)


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Dieter D. schrieb:
> Pro 30l liegen bei den meisten Personen rund 150-200 Euro im
> Tiefkühlfach.

Quatsch!
Die 30L Beluga Selection Kaviar in meiner Kühltruhe kosten 130.000€
Meine 30L Kobe Rind sind mit 15.000€ ein Schnapper dagegen.
Von Hummern und Austern will ich garnicht erst anfangen.
Zum Glück braucht meine Goldbarrensammlung keine Kühlung.
Eure Armut kotzt mich an.

Wenn Du Sorge hast das alle 10J bei einer Flutkatastrophe der Strom über 
Tage ausfällt und Dein Flutschfinger schmilzt, dann wäre doch ein 
billiger Notstromgenerator die sichere Wahl.

Dieter D. schrieb:
> keine
> erwähnenswerten Investitionskosten
Klar. Ein fetter Akku kostet fast nichts.

von Christian B. (luckyfu)


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Max M. schrieb:
> Anders liegt der Fall wenn man in einer Region mit regelmäßigen
> Stromausfällen lebt.

So sehe ich das auch und das tun wir definitiv nicht, also, ich 
zumindest nicht.

Cyblord -. schrieb:
> Und welche enormen Werte werden da vernichtet, wenn alles TK Essen
> schlecht wird?

Nochzumal sowiso keiner mehr was isst, aus einem Gefrierschrank der 
überflutet wurde. Da nützt dir auch die Inselanlage nichts, wenn dein 
Haus zur Insel wird und die Natur im Keller ein Schwimmbad eingerichtet 
hat.

Dieter D. schrieb:
> Pro 30l liegen bei den meisten Personen rund 150-200 Euro im
> Tiefkühlfach.

Also ich kenne niemanden, der ganze Schweine eingefrohren hat. Bei 
Jägern mag das vielleicht so sein, aber bei niemanden, den ich kenne 
kommt dieser Wert zustande. Und selbst Wenn. In 10 Jahren, gehen wir mal 
von diesem Zeitraum aus, hat die USV mehr Anschaffungs- und 
Wartungskosten verschlungen als das Wert ist. Aber ja, wenn man das Geld 
dafür für sinnvoll investiert hält, soll mans halt machen. Allemal 
besser als Drogen davon zu kaufen.

Max M. schrieb:
> Von Hummern und Austern will ich garnicht erst anfangen.

die friert man aber imho nicht ein... die sollen ja bis zur Zubereitung 
/ zum Verzehr leben, wegen der Frische.

Max M. schrieb:
> Klar. Ein fetter Akku kostet fast nichts.

Der Wechselrichter für Inselbetrieb samt entsprechender Vorrichtung zur 
Trennung vom Netz ist mit Sicherheit auch kostenlos bei der Anlage 
dabei. Ein Akku mag ja noch sinnvoll sein, aber eine USV möglichkeit mit 
allem drum herum? nö, nicht in Deutschland. In Südamerika vielleicht

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Cyblord -. schrieb:
> Quelle?

Was kostet ein Kilogramm (mageres) Schweinefleisch im Supermarkt im 
Angebot und welches Volumen hat dieses?

Max M. schrieb:
> Klar. Ein fetter Akku kostet fast nichts.

Wer "sowas temporär ergänzbar vorzubereiten vorsieht", gibt schon mal 
kein Geld für einen Akku aus. Der schaut nur, ob irgendwo einer abfällt, 
der noch als Buffer für den erhöhten Anlaufstrom genutzt werden kann. 
Verwendet einen simplen Wechselrichter, an den er mit Verlängerungskabel 
den Kühlschrank tagsüber anstecken kann. Die Nacht über, wird das 
Tiefkühlzeug schon durchhalten.

Christian B. schrieb:
> Der Wechselrichter für Inselbetrieb samt entsprechender Vorrichtung zur
> Trennung vom Netz ist mit Sicherheit auch kostenlos bei der Anlage
> dabei.

Wer "sowas temporär ergänzbar vorzubereiten vorsieht", wird sowas 
naturlich außen vor lassen. Vielleicht habt Ihr das "temporär ergänzbar" 
nicht für so ernst genommen, weil Ihr hier mit der professionellen (auch 
teuren) Komplettinstallation argumentiert. In dem Falle geht es darum 
sich den Weg für Quick and Dirty Lösungen offen zu halten. für die 
beabsichtigte Balkonsolaranlage von vielleicht 800W des TO.

von Christian B. (luckyfu)


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Dieter D. schrieb:
> Vielleicht habt Ihr das "temporär ergänzbar"
> nicht für so ernst genommen

ja, weil temporär ergänzbar 2 Dinge bedeuten kann: 1.: Das Equipment 
wird angeschafft und dann eingelagert. Wenn es dann in x Jahren zum 
Einsatz kommen soll kann es in der Regel nicht gefunden werden, weil der 
Karton irgendwo unter anderem Gerümpel versteckt ist oder / und wenn es 
dann gefunden wurde, funktioniert es einfach nicht.

Oder 2.: Man schafft die Klemmstellen und will das Equipment dann, wenn 
man es braucht, beschaffen. Nur wird man es dann nicht beschaffen können 
(Weil dann vermutlich andere die gleiche Idee haben und schneller sind 
oder / und man gerade kein, auf die eigene Anlage passendes Gerät, 
bekommt, weshalb dieser Weg ebenfalls nicht zielführend ist.

Dieses temporär ergänzbar kannst du also direkt weglassen, ergo: es gibt 
die Möglichkeit mit einer Festinstallation, oder es gibt sie nicht. und 
wegen 2h würde ich nicht anfangen im Dunklen Keller mit der Taschenlampe 
irgendwelche Elektroinstallationen durchzuführen um den Gefrierschrank 
mit Strom versorgen zu können, am besten vergisst man dann die temporäre 
Installation wieder rückzubauen und wundert sich dann, wenn das 
Gefriergut ein paar Tage später doch aufgetaut ist.

Dieter D. schrieb:
> Was kostet ein Kilogramm (mageres) Schweinefleisch im Supermarkt im
> Angebot und welches Volumen hat dieses?

Gegenfrage: Wieso sollte ich das einfrieren? Ich kaufe das dann, wenn 
ich vorhabe, etwas damit zu kochen, nicht für irgendwann vielleicht mal 
eben.
Wenn ich es vorher kaufen würde, auf Vorrat kommen wir zu dem temporär 
verfügbar zurück... Das verschwindet dann auf nimmer wiedersehen und in 
5 Jahren, wenn man mal wieder drauf gestoßen ist, wirft man es wegen 
Gefrierbrand oder, weil man sich nicht mehr dran erinnern kann, was das 
eigentlich für ein Klumpen ist, weg.

von Cyblord -. (cyblord)


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Dieter D. schrieb:
> Was kostet ein Kilogramm (mageres) Schweinefleisch im Supermarkt im
> Angebot und welches Volumen hat dieses?

Und du rechnest nun damit dass der durchschnittliche Mensch, seinen 
Gefrierschrank ausschließlich mit magerem Schweinefleisch vollgestopft 
hat?

Die meisten werden da ein bisschen Fleisch drin haben, dann auch TK 
Gemüse, Fertiggerichte und auch oft Eiswürfel/Kühlakkus.
Ich gehe bis 100 EUR mit. MAXIMAL

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