Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Wie zuverlässig sind chinesische Arduino Nano?


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von Taucher (Gast)


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Ich habe mir auf Lochraster mit einem chinesischen Arduino Nano Clon und 
etwas Peripherie ein Steuergerät für geregelte Heizsohlen gebastelt.

Die Software läuft mittlerweile ganz gut, nur der Nano fängt an, Zicken 
zu machen. Ich hatte ihn für die Entwicklung per Bootlader geflasht – 
das hat auch sehr schön funktioniert, bis eines Tages der Bootlader 
nicht mehr wollte, weil er das Reset über den USB ignoriert hat.

Ich habe dann als Notlösung einen kleinen Reedkontakt parallel zu 
Reset-Taste gelötet. Damit konnte man per Magnet von aussen durchs 
Gehäuse einen Reset auslösen, es war aber eine Fummelei.

Nun kommt der Bootlader gar nicht mehr und ein Versuch, den BL neu zu 
flashen scheitert mit Verifikationsfehlern.

Es sieht wohl so aus, als hätte sich der 328P verabschiedet. Nun gibt es 
zwei Möglichkeiten: einen neuen Controller auf das Nano-Board löten oder 
den Nano gleich ganz austauschen.

Letzteres macht sich aber mit dem Fädeldraht nicht so gut…

Hat jemand Erfahrung mit der Zuverlässigkeit dieser Teile?

von J. S. (jojos)


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99,99 % Zuverlässig, 100,0 % Anwenderfehler.
200 % wenn keine HW+SW  Beschreibung geliefert wird.
300 % wenn behauptet wird man hätte alles richtig gemacht.

von EAF (Gast)


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Taucher schrieb:
> Hat jemand Erfahrung mit der Zuverlässigkeit dieser Teile?

Ja!
Die laufen.
Sogar unter Wasser.

von mitlesa (Gast)


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Taucher schrieb:
> Hat jemand Erfahrung mit der Zuverlässigkeit dieser Teile?

Ich mache mir eher Sorgen um die Zuverlässigkeit des Bastlers
der den armen Nano nicht artgerecht gehalten hat. Die Arduinos
mögen halt keine rauhe, robuste Umgebung. Das sind eben eher
sensible Naturen - das kann man ihnen aber nicht zum Vorwurf
machen.

Taucher schrieb:
> Ich habe mir auf Lochraster ........ ein Steuergerät für
geregelte Heizsohlen gebastelt.

Bald ist ja wieder Freitag, da könnte man auch auf andere
(eher trollige) Gedanken kommen.

von Manfred (Gast)


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mitlesa schrieb:
> Taucher schrieb:
>> Hat jemand Erfahrung mit der Zuverlässigkeit dieser Teile?
> Ich mache mir eher Sorgen um die Zuverlässigkeit des Bastlers
> der den armen Nano nicht artgerecht gehalten hat. Die Arduinos
> mögen halt keine rauhe, robuste Umgebung. Das sind eben eher
> sensible Naturen - das kann man ihnen aber nicht zum Vorwurf
> machen.

Bei artgerechter Haltung erreichen die ein sehr hohes Alter.
Etwas sensibel sind die auf unpassendes Futter, auf elektrisch 
Versorgungsspannung genannt.

Meine sind ausschließlich aus China und funktionieren klaglos.

> Taucher schrieb:
>> Ich habe mir auf Lochraster ........ ein Steuergerät für
>> geregelte Heizsohlen gebastelt.
> Bald ist ja wieder Freitag, da könnte man auch auf andere
> (eher trollige) Gedanken kommen.

Wenn Du sowas nicht kennst..! Heizsohlen, beheizte Handschuhe ... hatten 
wir schon lange vor Erfindung der Arduinos, anders waren 800 km Motorrad 
im Winter kaum machbar.

Die Leistung habe ich ganz simpel per Multivibrator und FET getaktet, 
neumodisch heißt das wohl PWM.

von Taucher (Gast)


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Manfred schrieb:
> Bei artgerechter Haltung erreichen die ein sehr hohes Alter.
> Etwas sensibel sind die auf unpassendes Futter, auf elektrisch
> Versorgungsspannung genannt.

Und wie schafft man das mit dem "unpassendes Futter", wenn alles nur mit 
5 V aus einer Powerbank betrieben wird? Mit höheren Spannungen ist das 
Ding nie in Berührung gekommen.

von Paul (Gast)


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Es gibt nicht DEN chinesischen Arduino. Sondern 1000 verschiedene.
Manche mit guten Layout, mache mit schlechtem. Manche mit 
fehlenden/falsch bestückten Bauteilen etc.

Ich schätze mal deine Powerbank kommt mit dem schnellen Schalten der 
Last nicht klar, es gibt Überschwinger im Regelkreis der Powerbank, die 
Eingangsbeschaltung des Original Arduino ist auch nicht für sowas 
ausgelegt--> kaputt.

Option A: Andere Powerbank probieren
Option B: Arduino besser Schützen (Drossel, TVS Diode, Kondensatoren 
etc)
Option C: Direkt aus einem 2S oder 3S Akku versorgen. Etwas mehr 
Verlustleistung im Linearregler, aber nicht übertrieben viel. 
Niederimpedante Quelle --> weniger Probleme.

VG Paul

von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Um Unklarheiten auszuschliessen, schlage ich vor Folgendes zu erkunden:

Den DTR Pin vom USB Transceiver beobachten um sicherzustellen, daß der 
Pin während der Bootloader Operation die ganze Zeit tatsächlich wie 
gewöhnlich auf Null Volt bleibt.

Mit dem Oszi nachsehen ob der RESET Pin momentan kurzzeitig weit genug 
auf Null gepulst wird wenn die USB Verbindung aktiv ist. Vielleicht ist 
der DTR auf RESET-Pin Koppel-C kaputt geworden. Falls Null Volt nicht 
erreicht wird, nachprüfen ob die RESET Spannungsschwelle tatsächlich 
erreicht wird. Nachprüfen ob der 10K Reset-Pullup nach Vcc noch 
funktioniert.

Nachprüfen ob der Zweite herausgeführte RESET Pin an der Nano 
Anschlußleiste nicht versehentlich mit irgendwas Kontakt machte. (Wenn 
es eine Zeitlang anstandslos funktioniert hat, dann ist der Verdacht, 
daß irgendwas mit dem Pin nicht mehr stimmt, groß).

Der Vollständigkeit halber mit einem Programmiergerät die Fuses 
nachprüfen, ob nicht aus irgendeinen Grund später die RC6/RESET Fuse 
Einstellung falsch gesetzt wurde.

Sonst empfehle ich übrigens auch den üblichen Chinesen Bootloader mit 
Optiboot zu ersetzen, weil der normale gelieferte BL mit dem Watchdog 
nicht Ball spielt und sich aufhängt.

Übrigens, und das betrifft nur den 328PB, muß man aufpassen, daß der 
RESET-Pin Spannungsmässig weit genug nach unten gezogen wird. (Bei einer 
Watterott Bord mit einem 328PB drauf, stellte es sich heraus, daß der 
verwendete USB Serial Transceiver im Kabel mit 3.3V arbeitete und den 
RESET Pin nicht weit genug nach Masse zog um den 328 zuverlässig zu 
resetten. Das dürfte allerdings auf dem Chinesen Nano mit einem 340G 
drauf, nicht zutreffen). Abhilfe schuf ein 33K nach Masse am Reset-Pin 
um die gepulste Spannung vom DTR Pin etwas weiter nach Masse zu 
verschieben. Das hat anstandslos funktioniert.

Ich denke, daß sich eine gründliche Hardware Untersuchung mit Eulenaugen 
hier lohnen wird, weil ich das beschriebene Verhalten selber noch 
niemals erleben mußte.

Was meine Chinesischen Nanos allesamt betrifft, hatte ich noch keine 
Anomalien. Ein Kollege hatte einen selbstverschuldeten CH340G Ausfall, 
weil er den 3.3V Pin versehentlich überlastete hatte und den CH340G 
dadurch zerstörte.

Viel Erfolg wünsche ich!
Gruß,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Taucher (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Den DTR Pin vom USB Transceiver beobachten um sicherzustellen, daß der
> Pin während der Bootloader Operation die ganze Zeit tatsächlich wie
> gewöhnlich auf Null Volt bleibt.

Meine selbstgeschriebene SW funktionierte, bis ich versucht habe, den 
Bootlader neu zu flashen. Dabei stellte sich heraus, dass die Fuses 
korrekt sind, aber das Flashen nicht richtig funktioniert.

> Nachprüfen ob der 10K Reset-Pullup nach Vcc noch funktioniert.

Was passiert denn, wenn Reset floatet?

> Sonst empfehle ich übrigens auch den üblichen Chinesen Bootloader mit
> Optiboot zu ersetzen, weil der normale gelieferte BL mit dem Watchdog
> nicht Ball spielt und sich aufhängt.

Den habe ich schon lange gegen den neuen Arduino-BL ausgetauscht.

Ich denke, ich werde bei einer Platinenversion der Schaltung einen 328PB 
nehmen – die sind nicht nur besser ausgestattet, sondern bei Reichelt 
sogar billiger, als bei eBay. (Für die 328P werden dort mittlerweile 
echte Mondpreise verlangt und die Schlitzohren wollen sich wohl die 
Preise nicht mit dem 328PB verderben.)

von Schlaumaier (Gast)


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Taucher schrieb:
> Hat jemand Erfahrung mit der Zuverlässigkeit dieser Teile?

Soll ich mal Lachen. ??

Mal Ehrlich wo außer in China werden die Teile denn gefertigt. ??

Aber was die Frage angeht. Ich habe (vor Corona) 5 Stk. für 2 Euro das 
Stück gekauft. Und die laufen alle 5 noch 1a.

Also höre einfach auf negativ über China zu denken. Wenn bei dir 
Harry-Potter mit den Zauberstab kommt und sagt "Abrakada, China-Zeug 
weg". Hast du eine fast leer Wohnung.

Das merkt man doch aktuell.  Meine neue Kurbelwelle brauchte 3 Monate 
bis der Großhändler sie besorgen kann. Meine Pillen bestelle ich schon 
wenn die akt. Packung noch halb voll ist.

Man wenn uns keine Schiff + Flugzeuge aus China mehr anfahren/fliegen 
dann wird es in DE wirklich duster.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Taucher schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Den DTR Pin vom USB Transceiver beobachten um sicherzustellen, daß der
>> Pin während der Bootloader Operation die ganze Zeit tatsächlich wie
>> gewöhnlich auf Null Volt bleibt.
>
> Meine selbstgeschriebene SW funktionierte, bis ich versucht habe, den
> Bootlader neu zu flashen. Dabei stellte sich heraus, dass die Fuses
> korrekt sind, aber das Flashen nicht richtig funktioniert.
>
Hmmm. Ich würde jetzt den gesamten Flash Inhalt eines funktionierenden 
NANOs einschließlich der Fuse-Einstellungen kopieren und auf die besagte 
Bord übernehmen. Und dann ausprobieren ob sich irgend etwas geändert 
hat. Dann wäre man zumindest beim Startpunkt wieder angelangt.
>> Nachprüfen ob der 10K Reset-Pullup nach Vcc noch funktioniert.
>
> Was passiert denn, wenn Reset floatet?
Ob der einen internen P.U. Hat, kann ich jetzt ohne Nachschauen auch 
nicht bestätigen. Normalerweise ist der Reset-pin mit 10K nach Vcc 
verbunden. Wenn der Reset floatet, dan dürfte sich die RC Schaltung 
nicht mehr wie erwartet verhalten.
>
>> Sonst empfehle ich übrigens auch den üblichen Chinesen Bootloader mit
>> Optiboot zu ersetzen, weil der normale gelieferte BL mit dem Watchdog
>> nicht Ball spielt und sich aufhängt.
>
> Den habe ich schon lange gegen den neuen Arduino-BL ausgetauscht.
OK.
>
> Ich denke, ich werde bei einer Platinenversion der Schaltung einen 328PB
> nehmen – die sind nicht nur besser ausgestattet, sondern bei Reichelt
> sogar billiger, als bei eBay. (Für die 328P werden dort mittlerweile
> echte Mondpreise verlangt und die Schlitzohren wollen sich wohl die
> Preise nicht mit dem 328PB verderben.)
Ja. Das ist mir auch schon aufgefallen. Ich habe einige 328PB Bords von 
Watterott und Polulu. Leider haben die Polulo Bords die extra I/O 
Leitungen nicht heraus geführt.

Die 328PB sind ohnehin empfehlenswerter, weil sie mehr können und extra 
I/O Pins aufweisen. Nur muß man aufpassen, da der DTR den Reset niedrig 
genug herunter zieht, weil der 328PB andere Schwellenwerte hat. (Das 
hatte Andreas auch bestätigt).

von Gerhard O. (gerhard_)


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China Ware? Kommt darauf an.

Etwas Wundersames ist mir kürzlich bei Amazon mit China Akkus passiert. 
Anstatt 5.8Ah konnte ich bei 0.2C Entladestrom bestenfalls 0.9Ah messen. 
Lektion gelernt:-) Mit Fenix Marken Akkus ist die Kapazität etwas größer 
wie angegeben und sie funktionieren wie erwartet.

Was China NANOs und andere Bords betrifft, gab es bis jetzt noch keine 
ungewöhnliche Anomalien. Die Pro-Minis und NANOs haben bis jetzt 
allesamt anstandslos funktioniert. Für den Preis kann man sich da beim 
besten Willen nicht aufregen. Meine Vorurteile halten sich da also in 
vernünftigen Grenzen:-)

Ich hatte ein paar Pro-Minis im Winter draussen monatelang bei 
Aussentemperaturen bis zu -48 Grad C ohne irgendwelche Probleme in 
Betrieb.

von EAF (Gast)


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Einen Nano habe ich schon kaputt bekommen.
Man darf da eben keine 12V auf die Pins geben, zumindest nicht auf die 
falschen.

Leider kann ich dafür keinem Chinesen, oder wem auch immer, die Schuld 
unterschieben.
Da ist es die eigene Nase.....

Und ein Uno.... das EEPROM zerrüttet.
Auch wieder, die eigene Nase!

Ein paar Nanos, ohne Bootloader, die sind bei mir angekommen.
Aber das war dann kein erstes Problem.

von EAF (Gast)


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Schlaumaier schrieb:
> Mal Ehrlich wo außer in China werden die Teile denn gefertigt. ?

Auf meinem originalen UNO steht "Made in Italy" drauf.
Auf den Klonen auch, aber viel schlechter gedruckt...
Siehe dazu auch:
https://support.arduino.cc/hc/en-us/articles/360020652100-How-to-spot-a-counterfeit-Arduino

von 666 (Gast)


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Taucher schrieb:
> Es sieht wohl so aus, als hätte sich der 328P

Ist der uC (uC != Arduino) ein Original AVR oder ein nicht zwingend 100% 
kompatibler/qualitativ gleichwertiger Clone?

von Gerhard O. (gerhard_)


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EAF schrieb:
> Einen Nano habe ich schon kaputt bekommen.
> Man darf da eben keine 12V auf die Pins geben, zumindest nicht auf die
> falschen.
>
> Leider kann ich dafür keinem Chinesen, oder wem auch immer, die Schuld
> unterschieben.
> Da ist es die eigene Nase.....
Das kenne ich aus eigener Erfahrung auch.
>
> Und ein Uno.... das EEPROM zerrüttet.
> Auch wieder, die eigene Nase!
Das nicht:-)
>
> Ein paar Nanos, ohne Bootloader, die sind bei mir angekommen.
> Aber das war dann kein erstes Problem.

Die Klone Bootloader die mir untergekommen sind, sind weniger nützlich, 
weil sie bei einem Watchdog Timeout im Bootloader dann hängen bleiben. 
Ich wechsle sie deshalb sofort gegen einen aktuellen Optiboot B.L. aus. 
Vorgekommen ist mir noch nicht, daß der B.L. überhaupt fehlen würde.

von PittyJ (Gast)


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Ein Original Arduino Nano kostet 21,60€
https://store.arduino.cc/products/arduino-nano

Das ist dir schon zu teuer, dass du auf billige Nachbauten ausweichen 
mußt?

Es ist also zuviel, die Löhne/Steuern in Europa zu zahlen, womit in 
Europa die Schulen und Universitäten für die Kinder finanziert werden.
Lieber den billigen Chinesen unterstützen, damit sie in Taiwan 
einmarschieren können?

von mitlesa (Gast)


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Taucher schrieb:
> Und wie schafft man das mit dem "unpassendes Futter", wenn alles nur mit
> 5 V aus einer Powerbank betrieben wird?

Mit Spannungsüberhöhungen durch Indukivitäten (die können durch-
aus unbeabsichtigt und "unsichtbar" vorhanden sein). Das ist die
Fehlerquelle Nummer eins.

von Arduino pro Mickrig (Gast)


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PittyJ schrieb:
> Ein Original Arduino Nano kostet 21,60€
> https://store.arduino.cc/products/arduino-nano
>
> Das ist dir schon zu teuer, dass du auf billige Nachbauten ausweichen
> mußt?

Ja, mir als Rentner ist das zu teuer. Das wirst Du dann auch noch sehen, 
wenn Du es bis dahin schaffen solltest.

PittyJ schrieb:
> Es ist also zuviel, die Löhne/Steuern in Europa zu zahlen, womit in
> Europa die Schulen und Universitäten für die Kinder finanziert werden.
> Lieber den billigen Chinesen unterstützen, damit sie in Taiwan
> einmarschieren können?

Da spare ich! Diese Art von Agitprop erspare ich mir vollkommen.

von Al. K. (alterknacker)


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PittyJ schrieb:
> Das ist dir schon zu teuer, dass du auf billige Nachbauten ausweichen
> mußt?

Das ist wirklich zu teuer,
Ist aber auch vielleicht aus Hinterchina?!

von vancouver (Gast)


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Ich hab vor Jahren mal eine Tüte mit 5 Nanos beim Chinesen gekauft, die 
funktionieren alle zuverlässig. Bei einem ist mal der Spannungsregler 
explodiert, das war aber mein Fehler. 12V auf der 5V-Schiene mag nicht 
jeder, aber war tatsächlich nur der Regler defekt (bzw. weg), alles 
andere hat überlebt und funktioniert wieder, nachdem ich einen neuen 
Regler draufgelötet habe.
Einen der Nanos verwende ich in einem Steuergerät für eine 
Teleskopnachführung, der hat schon stundenlang bei -5°C seine Dienst 
verrichtet. Ganz ehrlich, der Nano ist so einfach, dass nichtmal die 
Chinesen daran etwas falsch machen können.

von Taucher (Gast)


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EAF schrieb:
> Ein paar Nanos, ohne Bootloader, die sind bei mir angekommen.
> Aber das war dann kein erstes Problem.

Ich hatte einige Minis in der Bucht bestellt – auf dem Foto war ein 
Quarz zu sehen. Die Dinger kamen dann aber ohne Quarz…

666 schrieb:
> Ist der uC (uC != Arduino) ein Original AVR oder ein nicht zwingend 100%
> kompatibler/qualitativ gleichwertiger Clone?

Gibts denn 328P-Clone?

Der Nano ist auf jeden Fall ein Clon, liebevoll von geschickten 
Chinesenhänden nachgepfriemelt…

PittyJ schrieb:
> Es ist also zuviel, die Löhne/Steuern in Europa zu zahlen, womit in
> Europa die Schulen und Universitäten für die Kinder finanziert werden.

Schulen und Universitäten für die Kinder? Du meinst wohl Waffen und 
Munition für Selenskij, damit der seine Landsmänner in den sicheren Tod 
schicken kann?
Dann doch lieber beim Chinesen kaufen…

mitlesa schrieb:
> Mit Spannungsüberhöhungen durch Indukivitäten (die können durch-
> aus unbeabsichtigt und "unsichtbar" vorhanden sein). Das ist die
> Fehlerquelle Nummer eins.

Ich habe die Stromversorgung des Nano mit einem 0,1 F Supercap 
gepuffert, der über 47R an der von der Powerbank gelieferten Spannung 
hängt. Ob da viel von Spannungsspitzen übrig bleibt?

vancouver schrieb:
> Einen der Nanos verwende ich in einem Steuergerät für eine
> Teleskopnachführung, der hat schon stundenlang bei -5°C seine Dienst
> verrichtet.

Meine Heizsohlen hat das Teil auch einige hundert Stunden problemlos 
geregelt – bis schleichend Verfallserscheinungen auftraten.

von Taucher (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Nur muß man aufpassen, da der DTR den Reset niedrig
> genug herunter zieht, weil der 328PB andere Schwellenwerte hat.

Muss man da noch irgend was zusätzlich machen, oder reicht DTR von einem 
USB-Chip an höchstens cm langer Leitung?

von Gerhard O. (gerhard_)


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Taucher schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Nur muß man aufpassen, da der DTR den Reset niedrig
>> genug herunter zieht, weil der 328PB andere Schwellenwerte hat.
>
> Muss man da noch irgend was zusätzlich machen, oder reicht DTR von einem
> USB-Chip an höchstens cm langer Leitung?

Kommt darauf an. Wenn der USB IC für 5V TTL Signale konfiguriert ist, 
dann sollte auch der 328PB keine Zicken machen.

Bei 3.3V wie es bei mir ein PL2102 USB Kabel macht, gibt es beim 328PB 
Schwierigkeiten mit der RESET Erkennung bei der 1->0 gehenden Transition 
vom DTR . Das lässt sich beim Watterott u.a. Leicht durch einen 33K von 
RESET auf Masse beheben. Das funktioniert deshalb, daß dann der 
Kopplungs-C im Normalbetrieb auf ca. 3.3V gehalten wird. Wenn nun der 
DTR aktiv wird, dann wird dadurch der RESET-Pin von 3.3V auf nahezu 
Masse gezogen und triggert einen uC RESET mit Sicherheit.

Sonst eben nur einen auf 5V konfigurierten USB Transceiver verwenden. 
Viele USB Serialwandler ICs haben einen extra Pin für den Pin-IO und 
lässt sich so leicht anpassen. Wer USB Serialwandler Module kauft, 
findet dort oft einen Selektions-Jumper für 5V oder 3.3V Betrieb.

Ich weiß, beim NANO ist das kein Thema. Nur bei den Watterott Bords mit 
dem 328PB drauf.

Daß sich das Verhalten Deines Nanos über eine Zeitlang verschlechtert 
hat ist tatsächlich ungewöhnlich und ein Rätsel für das ich im 
Augenblick keine Antwort habe. Wenn es meiner wäre, würde ich den NANO 
neu flashen um ihn wieder in den "Fabrik-Originalzustand" zu bringen und 
dann ein paar Testprogramme laufen lassen. Wie gesagt hatte ich noch 
keine Ausfälle mit irgendwelchen China Bords.

Ob der SuperCap notwendig ist, ist schwer zu sagen. Was da schlecht ust, 
daß die Startup Rise-time möglicherweise zu lang wird. Ich würde auf 
Vcc-C maximal auf 100uF begrenzen. Normalerweise versorge ich meine 
Bords direkt über den Vcc Pin und lasse Vin unbeschaltet. Ich weiß, ich 
weiß, daß man das nicht unbedingt machen sollte, aber es geht trotzdem. 
Abgesehen davon, macht das der Nano ohnehin von Haus aus, weil USB+ 
intern über eine Schottky-Diode mit Vcc verbunden ist und den LT1117 von 
hinten versorgt. Dann spielt es auch keine Rolle den Nano extern von 
"rückwärts" zu versorgen. Sauber ist es grundsätzlich nicht, aber in der 
Praxis kommt man da meist ungeschoren davon. Beim UNO ist das ohnehin 
besser gelöst.

Bei Pro-Minis entferne ich für reinen Batteriebetrieb den 
Spannungsregler und den Vcc LED Vorwiderstand um den uC im Schlafbetrieb 
auf unter 1uA zu bringen.

Beim Nano geht das nicht, weil der 328 und 340 zusammenhängen.

Wird bei der Heizanwendung der NANO von USB aus versorgt oder direkt?
Ich bin übrigens der Meinung, daß für die Heizsohlenanwendung der 
Pro-Mini günstiger ist, weil da der Stromverbrauch des CH340G wegfällt.

: Bearbeitet durch User
von mitlesa (Gast)


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Taucher schrieb:
> Ich habe die Stromversorgung des Nano mit einem 0,1 F Supercap
> gepuffert, der über 47R an der von der Powerbank gelieferten Spannung
> hängt. Ob da viel von Spannungsspitzen übrig bleibt?

Muss ja nicht über die Stromversorgung kommen. Bei einer Heiz-
Anwendung fliessen so hohe Ströme, da können schon mal Induktions-
spitzen über irgendwelche Leitungen einstreuen. Ausserdem ist ein
Supercap kein guter Abblock-Kondensator für hochfrequente Störungen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Falls bei "Powerbank" eine typische 5V USB Ausgang Versorgung mit 1-2A 
gemeint ist, dann ist es wichtig miteinzubeziehen, daß da drin ein 3.7V 
Step-Up auf 5V werkelt, der auf plötzliche Laständerungen auf seine 
Weise reagieren wird und beim Ausregeln möglicherweise mit kurzzeitigen 
hohen Spannungsspitzen reagiert. Eine LC/RC Entkopplung mit und 5.6V TVS 
wäre dann vielleicht hilfreich um den Nano zu schützen. Der TVS würde 
mit Sicherheit das Schlimmste verhüten. Aber ohne Messen sind das alles 
Spekulationen.

von mitlesa (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Ich bin übrigens der Meinung, daß für die Heizsohlenanwendung der
> Pro-Mini günstiger ist, weil da der Stromverbrauch des CH340G wegfällt.

Ich bin übrigens der Meinung daß bei Heizströmen von einigen Ampere
der zusätzliche Stromverbrauch eines CH340 absolut nicht ins Gewicht
fällt, besonders dann wenn er gar nicht aktiv ist.

von Old (old_newcomer)


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Taucher schrieb:
>
> Gibts denn 328P-Clone?
>

Ja, den chinesischen LGT8F328P von LogicGreen

http://www.lgtic.com/upload/lgt8fx8p/LGT8FX8P_databook_v1.0.4.pdf

von Schlaumaier (Gast)


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Al. K. schrieb:
> PittyJ schrieb:
>> Das ist dir schon zu teuer, dass du auf billige Nachbauten ausweichen
>> mußt?
>
> Das ist wirklich zu teuer,
> Ist aber auch vielleicht aus Hinterchina?!

Ich habe mich für den Mittelweg entschieden.

Ich kaufe bei kleinen Händlern in DE die China-Teile. Der Händler muss 
auch Steuern + Co. bezahlen. Und mich kostet der Nano ca. 5.30 Euro + 
1.70 Euro VK.


Wer das Teil bei den "großen 3" kauft, liegt aber mit 20 Euro + 5-6 Euro 
VK nicht falsch. ;)

von Taucher (Gast)


Angehängte Dateien:

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Gerhard O. schrieb:
> Wenn es meiner wäre, würde ich den NANO
> neu flashen um ihn wieder in den "Fabrik-Originalzustand" zu bringen und
> dann ein paar Testprogramme laufen lassen.

Ich habe versucht, den Bootlader zu flashen – das schlug mit verify 
error fehl. Vermutlich ist der Chip tot.

> Ob der SuperCap notwendig ist, ist schwer zu sagen. Was da schlecht ust,
> daß die Startup Rise-time möglicherweise zu lang wird. Ich würde auf
> Vcc-C maximal auf 100uF begrenzen.

Der war eigentlich dafür gedacht, den Controller nach dem Abschalten der 
Powerbank noch eine Zeit am Leben zu erhalten. Das funktioniert auch 
ganz gut, nur habe ich den Fall "Strom weg" noch nicht programmiert. Der 
Kaltstart des 328P macht das nichts aus, den Power-on-Reset gibt er 
sich.

> weil USB+ intern über eine Schottky-Diode mit Vcc

Die Diode habe ich ausgelötet – Strom kommt aussschließlich aus der 
Powerbank. Damit kann der Nano, wenn er an den Rechner angeschlossen 
ist, keinen Schaden nehmen.

> Wird bei der Heizanwendung der NANO von USB aus versorgt oder direkt?

Eine Sohle zieht 1150 mA – das wäre dann doch ein wenig viel, für den 
USB-Chip…Die Versorgungsspannungsseite ich im Anhang abgebildet. D3 
hängt an der Powerbank und hat die Aufgabe, die Spannung an C1 zu 
halten, wenn die Powerbank abschaltet.

> Ich bin übrigens der Meinung, daß für die Heizsohlenanwendung der
> Pro-Mini günstiger ist, weil da der Stromverbrauch des CH340G wegfällt.

Im Prinzip ja, aber bei dem Umsatz fällt das Bisschen nicht ins Gewicht.

von Taucher (Gast)


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mitlesa schrieb:
> Bei einer Heiz-Anwendung fliessen so hohe Ströme, da können schon mal
> Induktions-spitzen über irgendwelche Leitungen einstreuen.

Wir reden hier von maximal 2300 mA bei 5 V, wenn beide Sohlen 
gleichzeitig eingeschaltet sind.

Bei den Powerbanken handelt es sich um Anker PowerCore 20100 – als schon 
ein dickeres Teil, über das man zumindest Smartphones nicht nur laden, 
sondern auch betreiben kann.

von Taucher (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> der auf plötzliche Laständerungen auf seine
> Weise reagieren wird und beim Ausregeln möglicherweise mit kurzzeitigen
> hohen Spannungsspitzen reagiert.

OK, dann muss ich mir das nochmal näher ansehen.

von Taucher (Gast)


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Old schrieb:
> Ja, den chinesischen LGT8F328P von LogicGreen
>
> http://www.lgtic.com/upload/lgt8fx8p/LGT8FX8P_databook_v1.0.4.pdf

Wow, interessant… Ich hab mir den Spaß gemacht, die Feature-Liste zu 
übersetzen. Hier ist sie:

- Leistungsstarker 8-Bit LGT8XM-Kern mit geringem Stromverbrauch
- Erweiterte RISC-Architektur
- 131 Anweisungen, über 80 % Ausführung in einem Zyklus 32x8 
Allzweck-Arbeitsregister
- Bis zu 32MIPS Ausführungseffizienz bei 32MHz Betrieb Interner 
Einzelzyklus-Multiplikator (8x8)
- nichtflüchtige Programm- und Datenspeicherung 32Kbytes on-chip, 
in-circuit programmierbarer FLASH-Programmspeicher 2Kbytes internes 
Daten-SRAM
Programmierbare E2PROM-Analogschnittstelle mit Byte-Zugriff Neuer 
Programmverschlüsselungsalgorithmus für die Sicherheit des Anwendercodes
Peripheriegerät Zwei 8-Bit-Timer mit unabhängigem Vorteiler und 
Unterstützung für den Vergleichsausgabemodus
Zwei 16-Bit-Timer mit unabhängigen Prescalern, die die Erfassung von 
Eingängen und den Vergleich von Ausgängen unterstützen
Interner 32KHz kalibrierbarer RC-Oszillator für Echtzeitzählerfunktion
Unterstützt bis zu 9 PWM-Ausgänge mit drei komplementär programmierbaren 
Deadband-Reglern
12-Kanal-12-Bit-Hochgeschwindigkeits-Analog-Digital-Wandler (ADC)
- Wählbare interne und externe Referenzspannungen
- Programmierbare Verstärkung (X1/8/16/32) 
Differenzverstärkungs-Eingangskanäle
- Automatischer Schwellenspannungsüberwachungsmodus Zwei 
Analogkomparatoren (AC) zur Unterstützung der Erweiterung von 
ADC-Eingangskanälen
Interne 1,024V/2,048V/4,096V ±1% kalibrierbare Referenzspannungsquelle
Ein programmierbarer 8-Bit-DAC zur Erzeugung einer 
Referenzspannungsquelle
Programmierbarer Watchdog-Timer (WDT) Programmierbare 
synchrone/asynchrone serielle Schnittstelle (USART/SPI) Synchrone 
Peripherie-Schnittstelle (SPI), programmierbare 
Master/Slave-Betriebsarten Serielle Zweidraht-Schnittstelle (TWI), I2C 
Master-Slave-kompatibel 16-Bit Digital Computing Accelerator (DSC), 
unterstützt direkten 16-Bit-Datenzugriff

Besondere Eigenschaften des Prozessors
- SWD-Zweidrahtschnittstelle für On-Chip-Debugging/Volumenproduktion
- Unterstützung für externe Interrupt-Quellen und 
E/A-Pegelwechsel-Interrupts
- Eingebaute Power-On-Reset-Schaltung (POR) und programmierbare 
Niederspannungserkennung (LVD)
- Eingebauter 1% kalibrierbarer 32MHz RC-Oszillator mit 
Multiplikator-Ausgangsunterstützung
- Eingebauter 1% kalibrierbarer 32KHz RC-Oszillator
- Externe Unterstützung für 32,768KHz und 400K~32MHz Quarzeingänge
- 6x Hochstrom-Push-Pull-Drive-IO, unterstützt 
Hochgeschwindigkeits-PWM-Antwort

von Gerhard O. (gerhard_)


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Beim Pro-Mini bezog ich mich aufs Allgemeine. Daß das bei Dir keine 
Rolle spielt war mir immer klar.

Dein Modul muß nicht unbedingt tot sein. Vielleicht hapert es mit dem 
Taktsystem. Quarze überleben manchmal Stöße doch nicht so gut.

Ich denke, es wäre jetzt am Besten ein neues Modul aus der Bastelkiste 
zu greifen. Ich schlage auch vor eine 1W, 5.6V TVS Diode (PKE...) 
parallel mit der Vcc zu löten. Wenn es irgendwelche Spannungspitzen 
geben sollte, werden sie mit Sicherheit dann doch begrenzt und 
verringert das Schadpotenzial. Auch eine 10uH Drossel könnte hilfreich 
sein, Störenergieintensität von der externen Versorgung zu verflachen.

Es ist schade, daß es jetzt so schwierig ist der wirklichen Ursache auf 
die Spur zu kommen. Irgendetwas hat offensichtlich beigetragen den uC in 
die ewige Spielwiese zu befördern.

Generell, wenn ich einen uC mit externer Beschaltung verbinde, füge ich 
immer Begrenzungswiderstände (33-100) in die IO Leitungen ein. Das hat 
zahlreiche kleine Vorteile. Das hilft erstens übermäßige Fehlerströme zu 
begrenzen und zweitens reduziert die Anfälligkeit gegen von Aussen 
kommenden Störeinflüssen. Zusammen mit den CMOS Ableitdioden ird die 
Peripherie etwas geschützt. Auch werden lange Leitungsantenneneffekte 
reduziert. Zusammen mit zweckmäßig angeordneten Cs kann man da viel 
erreichen. Es ist eine holistische Situation wo man alles 
berücksichtigen sollte.

Ein guter Test einer getakteten Elektronikschaltung ist, das 
Magnastatlötkolbenkabel in die Nähe der uC Schaltung oder CMOS Logik zu 
legen. Wenn alles richtig gemacht ist, dann merkt der uC nichts. 
Andernfalls kannst Du da Einiges erleben. Der Magnastat ist beim 
Abschalten eine gute EMI Schleuder. Schlechte Elektronik reagiert da 
fast immer. Für "arme"Leute ist es ein guter Grund eine 
Magnastatlötstation im Labor verbleiben zu lassen:-)

von Dyson (Gast)


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PittyJ schrieb:
> Ein Original Arduino Nano kostet 21,60€
> https://store.arduino.cc/products/arduino-nano
>
> Das ist dir schon zu teuer, dass du auf billige Nachbauten ausweichen
> mußt?

Die sollten grundsätzlich alle so teuer sein. Dann wäre die Arduinoplage 
wesentlich kleiner.

J. S. schrieb:
> 99,99 % Zuverlässig, 100,0 % Anwenderfehler.
> 200 % wenn keine HW+SW  Beschreibung geliefert wird.
> 300 % wenn behauptet wird man hätte alles richtig gemacht.

400% wenn es an irgendwas garantiert nicht liegt.

von Taucher (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Ich schlage auch vor eine 1W, 5.6V TVS Diode (PKE...)
> parallel mit der Vcc zu löten. Wenn es irgendwelche Spannungspitzen
> geben sollte, werden sie mit Sicherheit dann doch begrenzt und
> verringert das Schadpotenzial. Auch eine 10uH Drossel könnte hilfreich
> sein, Störenergieintensität von der externen Versorgung zu verflachen.

Ich habe gerade 39 Seite TVS-Dioden bei Reichelt nach einem 5,6 V-Typ 
durchsucht – Fehlanzeige. Es gibt 5,0 und 5,8 V.

Könnte man notfalls auch eine 5,0 in Reihe mit in Durchlassrichtung 
geschaltete SI-Diode nehmen?

> Generell, wenn ich einen uC mit externer Beschaltung verbinde, füge ich
> immer Begrenzungswiderstände (33-100) in die IO Leitungen ein.

Ich habe einen Digital-Eingang, der ist mit 1k beschaltet und geht an 
die Versorgungsspannung (direkt aus der PB). Ausgänge gehen an die 
FET-Gates (über 330R) und über jeweils 1k an 2 gegen Versorgungsspannung 
(direkt aus der PB) geschaltete LEDs. Kanal 0 des ADC hängt mit 82k 
ebenfalls an der PB und mit 18k gegen GND.

> Ein guter Test einer getakteten Elektronikschaltung ist, das
> Magnastatlötkolbenkabel in die Nähe der uC Schaltung oder CMOS Logik zu
> legen.

Hab ich leider nicht. Was mir aber draußen aufgefallen ist: die 
Kompass-App meine Smartphones spinnt zuweilen und zeigt völligen 
Blödsinn an. Möglicherweise kommt es von der PB, allerdings ist das 
Magnetometer des Galaxy S6 auch nicht gerade der Renner. Auf jeden Fall 
ist es unabhängig vom Ort.

von Taucher (Gast)


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Dyson schrieb:
> Dann wäre die Arduinoplage wesentlich kleiner.

Klugheit sollte man nicht mit Dogmatismus verwechseln. Für Prototypen 
sind die Dinger hervorragend geeignet – oder wie willst du einen 
SDM-Chip mit überschaubarem Aufwand auf Lochraster montieren?

von Gerhard O. (gerhard_)


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Bei mir habe ich immer diese Diode verwendet:
https://fscdn.rohm.com/en/products/databook/datasheet/discrete/diode/zener/ptztfte255.6b-e.pdf
Ist keine TVS, aber ist Anbetracht der Vcc C-Belastung immer noch 
schnell genug um nützlich zu sein. 1mA  Zenerstrom bei 5.6V. TVS mit den 
gewünschten Eigenschaften kann ich momentan auch nicht finden.

Die 5.0 mit Si Diode lohnt sich da weniger. Aber wenn Du sie schon hast, 
auch OK.

Deiner Beschreibung nach ist der uC ausreichend geschützt.

von Reiner O. (elux)


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Dyson schrieb:
> Die sollten grundsätzlich alle so teuer sein. Dann wäre die Arduinoplage
> wesentlich kleiner.

Es zwingt Dich ja Niemand die Dinger zu benutzen oder im Internet 
Threads zu lesen, wo es um Arduino geht.

Ich benutze nur die China Teile und hatte noch nie Probleme mit ihnen 
und ich habe schon eine Menge davon verbaut. Der von mir am meisten 
verwendete ist der Pro Mini - einfach ein Atmel mit Takterzeugung und 
Stromversorgung auf einem Stück Platine.
Zum Teil programmiere ich sie in Assembler, manche in C und den Rest in 
"Arduino", was am Besten passt und was am schnellsten die gewünschten 
Ergebnisse produziert.

Die ersten Arduinos hier waren "DCCduinos" (also Uno R2), die ich zu 
Testzwecken beschafft und bei mir im Garten in der Beleuchtung/Beregnung 
etwa 2014 verbaut hatte. Da werkeln die heute noch und das bei nicht 
grade idealen Umweltbedingungen.

Falsch finde ich die Bezeichnung "China - Klon": es ist doch OpenHW, so 
das Jeder die Teile bauen kann. Na und wenn die Chinesen das für kleines 
Geld machen => um so besser.

Just my 2 cents

Gruß

Elux

von EAF (Gast)


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Reiner O. schrieb:
> "China - Klon": es ist doch OpenHW,

Ein Klon ist ein identischer Nachbau.
Da ist nichts schlimmes dran.
Wenn das Wort Klon ein Geschmäckle für dich hat, dann ist es hier 
unangebracht, das Geschmäckle.

Gemein ist, wenn ein solcher Klon dann mit "Arduino" beschriftet ist, 
also vorgibt ein Original zu sein.

von Manfred (Gast)


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Taucher schrieb:
> Dyson schrieb:
>> Dann wäre die Arduinoplage wesentlich kleiner.
> Klugheit sollte man nicht mit Dogmatismus verwechseln. Für Prototypen
> sind die Dinger hervorragend geeignet – oder wie willst du einen
> SDM-Chip mit überschaubarem Aufwand auf Lochraster montieren?

Nichz jeder (ich) mag für Einzelstücke eine Leiterplatte entwerfen und 
fertigen lassen. Von daher nutze ich A* auch in fertigen Geräten.

Ich habe beruflich Prüfmittelbau gemacht, Testplätze für Serienfertigung 
elektronischer Geräte. Da war jeder Platz ein Unikat und Leiterplatten 
erheblich teuer. Lange vor A* hatte ich eine µC-Platine, die in diversen 
Projekten problemlos verbaut werden konnte, im Jahr 1993 erstellt.

Es sind 2 Ports a 8 bit herausgeführt, die alphanumerische Anzeige 
musste man ja nicht bestücken. Also dem Uno nicht ganz unähnlich, aber 
ohne InCircuit-Programmierung und natürlich nur per Assembler zu 
befüllen.

Reiner O. schrieb:
> Dyson schrieb:
>> Die sollten grundsätzlich alle so teuer sein. Dann wäre die Arduinoplage
>> wesentlich kleiner.
> Es zwingt Dich ja Niemand die Dinger zu benutzen oder im Internet
> Threads zu lesen, wo es um Arduino geht.

Richtig, er muß es nicht lesen. Leider leitet A* etliche Leute in die 
falsche Richtung, sie wollen Dinge bauen, die sie weder von der Hard- 
noch der Software beherrschen können.

> Ich benutze nur die China Teile und hatte noch nie Probleme mit ihnen
> und ich habe schon eine Menge davon verbaut. Der von mir am meisten
> verwendete ist der Pro Mini - einfach ein Atmel mit Takterzeugung und
> Stromversorgung auf einem Stück Platine.

Hier auch gerne gesehen, dann aber die dusselige Power-LED und den 
Spannungsregler runter. Ein Ärgernis ist, dass die A*-Idioten die zwei 
für I2C benötigten Pins nicht auf der äußeren Reihe haben.

Wenn ich Strom aus der Steckdose habe, setze ich den Nano ein, der ist 
bequemer zu beladen.

> Falsch finde ich die Bezeichnung "China - Klon":

Das ist eben so. Arduino ist ein Warenzeichen, was nur auf die Originale 
gedruckt werden darf. Des weiteren gibt es kleine Unterschiede, 
wesentlich der CH340 für USB.

Unstrittig ist dabei, dass "China - Klon" vollkommen legal ist, weil das 
ganze Projekt incl. Hardware OpenSource ist.

Ich schreibe gerne mal Chinuino oder ChiNano .

von Reiner O. (elux)


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Manfred schrieb:
> Nichz jeder (ich) mag für Einzelstücke eine Leiterplatte entwerfen und
> fertigen lassen. Von daher nutze ich A* auch in fertigen Geräten.

Mal so, mal so. Aber oft halte ich es auch so wie du.

Manfred schrieb:
> dann aber die dusselige Power-LED und den
> Spannungsregler runter.

Ja, die chinesische Sitte überall LEDs mit drauf zu löten nervt.

Manfred schrieb:
> Leider leitet A* etliche Leute in die
> falsche Richtung, sie wollen Dinge bauen, die sie weder von der Hard-
> noch der Software beherrschen können.

A* soll laut der allwissenden Müllhalde "... auch technisch weniger 
Versierten den Zugang zur Programmierung und zu Mikrocontrollern 
erleichtern...".

Na und dann die Politik/Medien: "Jeder kann programmieren...".
Auf gut deutsch: Du brauchst keine Datenblätter lesen/verstehen oder 
dich mit Grundlagen befassen, du kannst das einfach, du hast ja 
"Skills"...

Da bleibt es nicht aus, das Leute voller Selbstüberschätzung reihenweise 
kapitalen Bockmist fabrizieren und dann rumheulen, wenn ihre tollen 
Ideen (so) nicht funktionieren.


Just my 2 cents

Elux

von Uwe D. (monkye)


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Reiner O. schrieb:
> Manfred schrieb:
>> dann aber die dusselige Power-LED und den
>> Spannungsregler runter.
> Ja, die chinesische Sitte überall LEDs mit drauf zu löten nervt.

Das hat nix mit China zu tun. Fast jedes elektronisches Gerät hat eine 
Statusanzeige. Und das Teil ist ja zum Lernen und Probieren gemacht.

Du kannst getrost Deine Platinen weiter selbst entwerfen, bestücken und 
verwenden wie Dir es beliebt.

Die Teile sind ja nicht für die ewig Unzufriedenen entwickelt worden.

> Manfred schrieb:
>> Leider leitet A* etliche Leute in die
>> falsche Richtung, sie wollen Dinge bauen, die sie weder von der Hard-
>> noch der Software beherrschen können.
> A* soll laut der allwissenden Müllhalde "... auch technisch weniger
> Versierten den Zugang zur Programmierung und zu Mikrocontrollern
> erleichtern...".
>
> Na und dann die Politik/Medien: "Jeder kann programmieren...".
> Auf gut deutsch: Du brauchst keine Datenblätter lesen/verstehen oder
> dich mit Grundlagen befassen, du kannst das einfach, du hast ja
> "Skills"...

Die Entwicklung kam nicht „von Oben“ (von den Bösen Politikern) und „den 
Medien“.

Wo ist das Problem, etwas zu erlernen oder erst eine 3 jährige 
Ausbildung zu machen… Oder hast Du vor dem Kochen des ersten Eintopf die 
Schulbank gedrückt?
Vermutlich hast Du einfach angefangen. Aber naja, das ist ja was ganz 
anderes.

von Uwe D. (monkye)


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EAF schrieb:
> Reiner O. schrieb:
>> "China - Klon": es ist doch OpenHW,
>
> Ein Klon ist ein identischer Nachbau.
> Da ist nichts schlimmes dran.
> Wenn das Wort Klon ein Geschmäckle für dich hat, dann ist es hier
> unangebracht, das Geschmäckle.
>
> Gemein ist, wenn ein solcher Klon dann mit "Arduino" beschriftet ist,
> also vorgibt ein Original zu sein.

Die Chinesen wollen verkaufen, damit verdienen sie Geld - nicht anders 
als in Deutschland. Schwarze Schafe gibt es natürlich auch. (Aber ganz 
ehrlich: Wie oft ist hier im „Markt“ versucht worden, Raspberry Pi‘s zu 
verkaufen die es nicht gibt.)

Die Teile waren so günstig, dass ich die in größeren Mengen gekauft 
habe, um alle möglichen Projekte als Prototyp zu bauen. Meistens besser 
als alles lose auf dem Steckbrett. Ideen sind schnell auf Machbarkeit zu 
prüfen, da spielt der USB-Anschluss/LDO/LED erstmal keine Rolle. Und 
falls doch, dann nehme ich den Lötkolben und ras damit…

von Taucher (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Falls bei "Powerbank" eine typische 5V USB Ausgang Versorgung mit 1-2A
> gemeint ist, dann ist es wichtig miteinzubeziehen, daß da drin ein 3.7V
> Step-Up auf 5V werkelt, der auf plötzliche Laständerungen auf seine
> Weise reagieren wird und beim Ausregeln möglicherweise mit kurzzeitigen
> hohen Spannungsspitzen reagiert.

Ich hab das Teil jetzt mit einem neuen Nano wieder am Laufen.

Verhalten der Powerbank: Da ist ein beständiger Brumm von 200 mVss drauf 
mit einer Periode von 3,5 µs. Bei einem Lastwechsel von 0 auf 2,3 A 
bricht die Spannung um 200 - 300 mV ein – also nix, was dem Controller 
das Fürchten lehren sollte.

Im Anhang ein Oszibild vom Last abschalten

von Taucher (Gast)


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Hier noch ein Bild vom Abschalten von 1150 mA auf (fast) 0.

Anker-Powerbänke sind halt teuer, aber gut…

von Taucher (Gast)


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Taucher schrieb:
> Hier noch ein Bild vom Abschalten von 1150 mA auf (fast) 0.

Umgekehrt natürlich: Einschalten von (fast) 0 auf 1150 mA

von Gerhard O. (gerhard_)


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Taucher schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Falls bei "Powerbank" eine typische 5V USB Ausgang Versorgung mit 1-2A
>> gemeint ist, dann ist es wichtig miteinzubeziehen, daß da drin ein 3.7V
>> Step-Up auf 5V werkelt, der auf plötzliche Laständerungen auf seine
>> Weise reagieren wird und beim Ausregeln möglicherweise mit kurzzeitigen
>> hohen Spannungsspitzen reagiert.
>
> Ich hab das Teil jetzt mit einem neuen Nano wieder am Laufen.
>
> Verhalten der Powerbank: Da ist ein beständiger Brumm von 200 mVss drauf
> mit einer Periode von 3,5 µs. Bei einem Lastwechsel von 0 auf 2,3 A
> bricht die Spannung um 200 - 300 mV ein – also nix, was dem Controller
> das Fürchten lehren sollte.
>
> Im Anhang ein Oszibild vom Last abschalten.

Hallöchen,

Könntest Du auch das Abschaltverhalten mit dem Oszi beobachten? 2.3A-> 
30-100mA? Da könnte es dann eine starke momentane Spannungserhöhung 
geben bis der Regler wieder zu sich findet. Den Schaltripple kannst 
ignorieren. Wirklich weg kriegt man ihn ohnehin nur mit einem richtig 
bemessenen LC Filter. Was den Spannungseinbruch betrifft, hätte ich auch 
keine Bedenken. Die besprochene Zenerdiode würde ich vorsichtshalber 
nich vorsehen. Wäre interessant zu wissen, was Deinem alten Nano 
passiert ist.

Ich hatte mal ein PIC Projekt (18F4420) in der Arbeit wo durch einen 
IC-Brand(SO-8 MOSFET) vertikal durch die LP 12V auf die 5V durchbrachen 
und der PIC unbemerkt fünf Minuten mit 12V lief. Interessanterweise 
hatten alle 5V Bauteile es überststanden. Das hätte ich eigentlich nicht 
erwartet und ist kein kauziges Laborlatein; ein wahrer Vorfall aus dem 
Leben:-)

Gruß,
Gerhard

P.S.
Sah gerade die weiteren Beiträge. Der Überschwinger ist nur 0.6V und 
sollte unschädlich sein.

: Bearbeitet durch User
von Taucher (Gast)


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Ja, hier ist ein Abschaltvorgang von Vollast auf (fast) 0.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Taucher schrieb:
> Ja, hier ist ein Abschaltvorgang von Vollast auf (fast) 0.

Ist definitiv unschädlich wenn es als typisch zu sehen ist.

Ob sich der "Mörder" des 328er finden lassen wird? Vielleicht war es aus 
irgendeinen dummer Ursache auch nur ein unsäglicher langsames Absinken 
der Vcc ohne Brownout der dem Flash geschadet hat. Weißt Du ob Brownout 
aktiviert ist?

von Manfred (Gast)


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Uwe D. schrieb:
>> Manfred schrieb:
>>> dann aber die dusselige Power-LED und den
>>> Spannungsregler runter.
>> Ja, die chinesische Sitte überall LEDs mit drauf zu löten nervt.
> Das hat nix mit China zu tun. Fast jedes elektronisches Gerät hat eine
> Statusanzeige. Und das Teil ist ja zum Lernen und Probieren gemacht.

Diese Anzeige ist auf den Platinchen zum Einbau komplett überflüssig.

> Die Teile sind ja nicht für die ewig Unzufriedenen entwickelt worden.

Du interpretierst etwas, was so nicht gesagt wurde.

Uwe D. schrieb:
> Die Teile waren so günstig, dass ich die in größeren Mengen gekauft
> habe, um alle möglichen Projekte als Prototyp zu bauen. Meistens besser
> als alles lose auf dem Steckbrett.

Auch für Komplettgeräte sinnvoll, Modul rein anstatt sich mit 
Einzelteilen zu befassen.

> Ideen sind schnell auf Machbarkeit zu
> prüfen, da spielt der USB-Anschluss/LDO/LED erstmal keine Rolle. Und
> falls doch, dann nehme ich den Lötkolben und ras damit…

Es wurde bereits gesagt, dass wir die überflüssige LED ausbauen!

Aber schön, dass Du ein Haar in der Suppe gefunden und nicht erkannt 
hast, dass es von Deinem Kopf gefallen ist.

von Manfred (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Ist definitiv unschädlich wenn es als typisch zu sehen ist.

Ich nenne es unsinnig. Da wird am Scope eine DC-Versorgung mit 
AC-Kopplung dargestellt, was keinerlei Aussage über die absolute 
Spannung erlaubt.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Manfred schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Ist definitiv unschädlich wenn es als typisch zu sehen ist.
>
> Ich nenne es unsinnig. Da wird am Scope eine DC-Versorgung mit
> AC-Kopplung dargestellt, was keinerlei Aussage über die absolute
> Spannung erlaubt.

Da widerspreche ich Dir, weil es ja eine plötzliche Änderung ist, die 
das Kopplungs-C des Oszi mühelos folgen kann. Mit DC Kopplung wird ja 
wegen der geringeren Vertikalempfindlichkeit die Auflösung viel 
geringer.

: Bearbeitet durch User
von Taucher (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Weißt Du ob Brownout aktiviert ist?

Ja, ist aktiv.

Die beiden DS18B20 in den Sohlen sind parasitär gespeist – das gibt 
immer mal wieder Messfehler. Gemessen wird alle 10 s, bei Fehler merke 
ich mir nur, dass ein Fehler vorlag und schalte bei der nächsten 
regulären Messung die Lasten für die Zeit der Messung ab.

Die Probleme fingen an, als ich noch einen DS18B20 im TO-92 als externen 
Sensor dran gehängt habe, aber nicht ausgewertet. Da gab es immer mal 
wieder sehr warme Flossen… Die knapp 6 W je Sohle sind in Filzstiefeln 
bei Temperaturen knapp über 0 schon reichlich. Feuerlöscher braucht man 
aber keinen und den Stecker musste ich deswegen auch nicht ziehen. Nur 
als der Absturz des 328 nahte, war es fast mal so weit…

von Taucher (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Da widerspreche ich Dir, weil es ja eine plötzliche Änderung ist, die
> das Kopplungs-C des Oszi mühelos folgen kann. Mit DC Kopplung wird ja
> wegen der geringeren Vertikalempfindlichkeit die Auflösung viel
> geringer.

Das sehe ich auch so. Wenn ich den Oszi DC-kopple, dann sieht man rein 
gar nix von den kleinen Unregelmäßigkeiten.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Taucher schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Weißt Du ob Brownout aktiviert ist?
>
> Ja, ist aktiv.
>
> Die beiden DS18B20 in den Sohlen sind parasitär gespeist – das gibt
> immer mal wieder Messfehler. Gemessen wird alle 10 s, bei Fehler merke
> ich mir nur, dass ein Fehler vorlag und schalte bei der nächsten
> regulären Messung die Lasten für die Zeit der Messung ab.
>
> Die Probleme fingen an, als ich noch einen DS18B20 im TO-92 als externen
> Sensor dran gehängt habe, aber nicht ausgewertet. Da gab es immer mal
> wieder sehr warme Flossen… Die knapp 6 W je Sohle sind in Filzstiefeln
> bei Temperaturen knapp über 0 schon reichlich. Feuerlöscher braucht man
> aber keinen und den Stecker musste ich deswegen auch nicht ziehen. Nur
> als der Absturz des 328 nahte, war es fast mal so weit…

Mit den 18B20 habe ich wenig Erfahrung. Verwendete sie nur einmal (4) in 
der Arbeit für ein Laborexperiment mit einem PIC und funktionierten 
anstandslos. Ich habe irgendwo mal gelesen, dass es angeblich besser 
wäre sie noch extra mit 5V zu versorgen, was auch unbewußt dieser 
Information, damals der Fall war. Da ist guter Rat teuer. Ob lokal am 
Sensor ein zusätzliches C helfen könnte, oder ein etwas kleinerer 
Pullup, ist schwer zu voraussagen.

Notfalls könntest Du auf LM34/35 umsteigen. Oder auch SMD KTY81 PTCs.
Ist halt Analog mit ihren eigenen Umständen. Bei den LM34 muß man auch 
mit der kapazitiven Leitungs-Belastung aufpassen, damit sie nicht 
unbeabsichtigt zum Schwingen erregt werden.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Taucher schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Da widerspreche ich Dir, weil es ja eine plötzliche Änderung ist, die
>> das Kopplungs-C des Oszi mühelos folgen kann. Mit DC Kopplung wird ja
>> wegen der geringeren Vertikalempfindlichkeit die Auflösung viel
>> geringer.
>
> Das sehe ich auch so. Wenn ich den Oszi DC-kopple, dann sieht man rein
> gar nix von den kleinen Unregelmäßigkeiten.

Ja. Genau.

von Uwe D. (monkye)


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Manfred schrieb:
> Uwe D. schrieb:
> Es wurde bereits gesagt, dass wir die überflüssige LED ausbauen!
>
> Aber schön, dass Du ein Haar in der Suppe gefunden und nicht erkannt
> hast, dass es von Deinem Kopf gefallen ist.

Nee Manfred, Du bewertest ein Produkt und deren Entwickler, dass nicht 
für Dich und Deine Anwendungsfälle entwickelt wurde. Darum ging es.

von Taucher (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Ich schlage auch vor eine 1W, 5.6V TVS Diode (PKE...)
> parallel mit der Vcc zu löten.

Ich finde bei R. leider nur 0,5 W Z-Dioden. Ist es Sinnvoll, so einen 
0,5 W-Typ zu nehmen und parallel dazu noch eine 5.8 V TVS Diode zu 
schalten?

von Gerhard O. (gerhard_)


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Taucher schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Ich schlage auch vor eine 1W, 5.6V TVS Diode (PKE...)
>> parallel mit der Vcc zu löten.
>
> Ich finde bei R. leider nur 0,5 W Z-Dioden. Ist es Sinnvoll, so einen
> 0,5 W-Typ zu nehmen und parallel dazu noch eine 5.8 V TVS Diode zu
> schalten?

Die 5.8V TVS sollte mit den kurzen "bösen" Transienten alleine fertig 
werden. Für länger statisch anliegende Überlastung natürlich nicht.

Der Vorteil von Zener Dioden ist, daß sie bei größerer Überlastung fast 
immer als Kurzschluss sterben und so die restlichen Komponenten 
schützen. Allerdings empfiehlt sich eine Strombegrenzung(SRF) oder 
Sicherung  davor zu haben. Die 1W ZD haben sich hinsichtlich gut 
bewährt. Es geht ja nur darum kurzzeitige Überschwinger zu begrenzen.

Niedervolt TVSs sind momentan schwer in der gewünschten Leistungsklasse 
zu finden. Es scheint da eine große Auslese gegeben zu haben.

Man kann übrigens eine "Leistungszenerdiode" selber herstellen, indem 
man einen ausreichend großen NON-BJT zwischen B und C mit einer 0.5W ZD 
überbrückt. Bei Überschreitung der Zenerspannung wird der BJT leitend 
und begrenzt die Spannung. Siehe auch hier:
https://www.elektroniktutor.de/analogverstaerker/regelvst.html

von Taucher (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> NON-BJT

BJT = Bipolar junction transistor – also ein bipolarer Transistor, 
sprich ein ganz "hundsnormaler".
Dann müsste doch ein NON-BJT ein unipolarer Transistor sein, also ein 
FET und der hat weder Basis noch Collector – oder liege ich da falsch?

In der Schaltung "Parallelstabilisierung mit Z-Diode und Transistor" 
unter Deinem Link ist aber ein BJT als Verstärker für die Zenerdiode…

von Taucher (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Allerdings empfiehlt sich eine Strombegrenzung

Die bringt freundlicherweise die Powerbank mit. Wie die Anker 20100 bei 
Kurzschluss reagiert, weiß ich nicht, vermute aber dass sie es wie eine 
andere macht, die ich schon mal überlastet habe: sie schaltet ab und 
geht erst wieder in Betrieb, wenn sie auf dem Ladeeingang Spannung 
"gesehen" hat.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Taucher schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> NON-BJT
>
> BJT = Bipolar junction transistor – also ein bipolarer Transistor,
> sprich ein ganz "hundsnormaler".
> Dann müsste doch ein NON-BJT ein unipolarer Transistor sein, also ein
> FET und der hat weder Basis noch Collector – oder liege ich da falsch?
>
> In der Schaltung "Parallelstabilisierung mit Z-Diode und Transistor"
> unter Deinem Link ist aber ein BJT als Verstärker für die Zenerdiode…

Typografischer Fehler. Ich meinte natürlich "NPN-BJT"

von Gerhard O. (gerhard_)


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Taucher schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Allerdings empfiehlt sich eine Strombegrenzung
>
> Die bringt freundlicherweise die Powerbank mit. Wie die Anker 20100 bei
> Kurzschluss reagiert, weiß ich nicht, vermute aber dass sie es wie eine
> andere macht, die ich schon mal überlastet habe: sie schaltet ab und
> geht erst wieder in Betrieb, wenn sie auf dem Ladeeingang Spannung
> "gesehen" hat.

Das sollte man testen, damit man im Feld diesbezüglich keine 
Überraschungen bekommt.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Taucher schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> NON-BJT
>
> BJT = Bipolar junction transistor – also ein bipolarer Transistor,
> sprich ein ganz "hundsnormaler".
> Dann müsste doch ein NON-BJT ein unipolarer Transistor sein, also ein
> FET und der hat weder Basis noch Collector – oder liege ich da falsch?
>
> In der Schaltung "Parallelstabilisierung mit Z-Diode und Transistor"
> unter Deinem Link ist aber ein BJT als Verstärker für die Zenerdiode…

Das ist schon richtig. Nur der Vorwiderstand fehlt. Da der NPN 
Stromverstärkung hat, darf die Verlustleistung der Z-Diode 
dementsprechend kleiner sein. Mit einem hfe=100 wäre der Zenerstrom bei 
1A Kollektorquerstrom immer noch nur 10mA.

von Taucher (Gast)


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Die Schaltung verstehe ich schon. Nur Dein NON-BJT verstehe ich nicht.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Taucher schrieb:
> Die Schaltung verstehe ich schon. Nur Dein NON-BJT verstehe ich
> nicht.

Das war ein Typografischer Fehler. Ich meinte natürlich "NPN-BJT"

von Taucher (Gast)


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OK, Unklarheit ausgeräumt.

von svensson (Gast)


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Ich verwende sowohl Originale als auch Chinavarianten; meist Nanos. Dazu 
kommt noch ein buntes Sammelsurium an anderen Herstellern und Bauformen.

Bisher sind alle immer nur durch äußere Umstände kaputt gegangen. 
Schraubenzieher draufgefallen, Kurzschluß am Ausgang verursacht. Wasser 
drübergekippt.

Ich kaufe jedoch gerne auch Originale, um die Idee der OperHardware zu 
unterstützen. Da sind halt ein paar Euro Spende.

Taucher schrieb:
> Die beiden DS18B20 in den Sohlen sind parasitär gespeist

Die DS18_20 sind vermutlich keine Originale? Dann hilft es m.E.n. 
ungemein, wenn möglichst nur ein Sensor an einem Pin hängt und die 
idealerweise nur für die Messung eingeschaltet werden. Die Nachbauten 
neigen dazu, statistisch gestreut "durchzugehen" - dabei blockieren die 
den Bus und/oder werden die heiß.

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