Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Adressierbare LED als Lagerhilfssystem


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von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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Hallo,
Ich plane in meinem Lagersystem z.b. eine adressierbare LED auf jeder 
Schublade zu installieren. Insgesamt hab ich 1300 Schubladen.
Da soll natürlich dann immer nur eine LED aufleuchten aus welchen Fach 
gerade gepickt werden muss.
Die Fragen die sich mir zuerst stellen:
Welche LED sind in dem Anwendungsfall die sinnvollsten? Hier soll eine 
gut erkennbare Farbe in maximaler Helligkeit leuchten.
Wie sieht das mit der Stromversorgung aus? Diese muss ja sicherlich 
unterteilt werden da ich sonst ein 100A Netzteil benötige wo es zu 
Problemen bei den Leitungsquerschnitten kommt.was sind hier sinnvolle 
Werte?

Gibt es in der Adressierung eine Begrenzung in der Anzahl? Wie gesagt es 
soll immer nur max. eine LED leuchten.

Vielen Dank schonmal an alle die mir Konstruktiv weiterhelfen.

von Michael B. (laberkopp)


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Dein Netzteil muss also auch nur 1 leuchtende LED und 1299 nicht 
leuchtende versorgen.
Eine WS2812 o.ä. 'Neopixel' reicht da sicher aus und kann Farben.
ABER: Wenn man mehrere Exemplare aus dem Fach holen soll, kann das die 
LED nicht anzeigen.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Thomas H. schrieb:
> 1300 Schubladen
> 100A Netzteil
Wieso? Willst du da mal alles gleichzeitig leuchten lassen?

von Prometheus (Gast)


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Moin,
ich versuche deine Fragen etwas zu strukturieren. Das sieht von heir 
aus, als wäre noch nicht so ganz klar wie du das machen willst.

Thomas H. schrieb:
> Welche LED sind in dem Anwendungsfall die sinnvollsten? Hier soll eine
> gut erkennbare Farbe in maximaler Helligkeit leuchten.
Die Led selbst ist fast egal. Alle halbwegs modernen Typen werden helle 
genug sein. Das ist nicht dein Problem. Wobei, die Frage ist ja der 
Leseabstand. Reden wir jetzt von Regal im Sinne, kleine Kistchen und 1m 
Abstand oder Hochregal und erkennbar auf 5m von der Seite?

> Wie sieht das mit der Stromversorgung aus? Diese muss ja sicherlich
> unterteilt werden da ich sonst ein 100A Netzteil benötige wo es zu
> Problemen bei den Leitungsquerschnitten kommt.
100A sind vermutlich Unsinn. Es leuchtt ja immer nur eine Led. da 
braucht es insgesammt ja kaum Strom.

> was sind hier sinnvolle Werte?
Anzahl Leds (ich nehme jetzt einfache 3mm/5mm an) x 10 mA pro Led. Hinzu 
kommt noch die Ansteuerelektronik. Da nur eine Led leuchten soll wird 
die elektronik den größten Teil verbrauchen.

> Gibt es in der Adressierung eine Begrenzung in der Anzahl? Wie gesagt es
> soll immer nur max. eine LED leuchten.
Ja, schon, das wird aber für Dich nicht relevant sein. So ein moderner 
OLed TV kann über 6 Mio Leds ansteuern (1920 x 1080 x 3).
Die interessanter Frage ist, wie willst du es machen.
Das eine Extrem wäre eine zentrale Steuerung und von dort mit je zwei 
Leitungen zu den Leds. Damit hast du eine einfache uznd übersichtliche 
Elektronik, aber einen gigantischen Verdrahtungsaufwand.
Das andere extrem wäre, jede Led ist Teilnehmer eines Buses und hat 
eigene Intelligenz. Nur zwei (drei) Kabel für den Bus, aber komplizierte 
Software und sehr viele Platinen.

Die Auswahl einer Busvariante ist insofern einfach, da du fast keine 
Ansprüche hast. Schnarchlangsam, nur eine Datenrichtung, nur sehr wenige 
Daten.

von Bauform B. (bauformb)


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Maximale Helligkeit finde ich nicht so wichtig wie maximalen 
Abstrahlwinkel. Man steht ja direkt davor und der nächste Lagerplatz ist 
am anderen Ende. Ein reines SMD-Lager ist ja ziemlich kompakt, aber es 
gibt wohl auch größere Schachteln/Schubladen für z.B. Stecker und so. In 
unserem Lager könnte man höchstens so 300 davon gleichzeitig aus dem 
Augenwinkel sehen.

Gut erkennbare Farbe heißt: guter Kontrast zur Umgebung, Blinklicht und 
nicht zu sehr in Richtung blau/violett (jedenfalls für meine Augen).

Man braucht kein 100A-Netzteil, wenn man keine adressierbaren LEDs 
verwendet, sondern ganz normale und davon nur ein bis zwei gleichzeitig 
einschaltet. Damit hat man auch wesentlich mehr LED-Auswahl.

Damit gibt es auch keine Begrenzung der Anzahl. Wegen der Verkabelung 
muss das ganze ja sowieso Baumartig organisiert sein, dann sind nur die 
Knoten adressierbar. Überhaupt würde ich als erstes den "Kabelbaum" 
planen.


Lothar M. schrieb:
> Thomas H. schrieb:
>> 1300 Schubladen
>> 100A Netzteil
> Wieso? Willst du da mal alles gleichzeitig leuchten lassen?

Natürlich, Lampentest ;)

Allerdings: manche Leute kommen auch mit einer ordentlichen Nummerierung 
der Lagerplätze aus, sowas wie 
(((Standort)-Gebäude)-Raum)-Regal-Regalboden-Schachtel. Wenn dann noch 
die Pick-Liste nach Lagerplatz sortiert ist, spart man auch noch das 
Kilometergeld ;)

von Volker S. (vloki)


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Thomas H. schrieb:
> Ich plane in meinem Lagersystem z.b. eine adressierbare LED auf jeder
> Schublade zu installieren. Insgesamt hab ich 1300 Schubladen.

Die Led wird wohl eher im Rahmen als in der Schublade selbst sein?
Sind die Schubladen irgendwie in Zeilen und Spalten organisiert?

von Andreas M. (elektronenbremser)


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Er möchte bestimmt seine Lego-Schubladen markieren um "used Sets" 
zusammenzustellen oder um Bestellungen schneller und übersichtlicher 
abwickeln zu können.

von Andreas M. (elektronenbremser)


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Thomas H. schrieb:
> nur eine LED aufleuchten

Statt aufleuchten wäre blinken auffälliger, das aber nur nebenbei  und 
macht eigentlich auch keinen Mehraufwand.

von Daniel S. (stokmar)


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Adressierbare LED Streifen zerschneiden und zweckendfremden? Wären viele 
lötstellen aber nur 3 Adern, zudem Alle Farben ferfügbar für eventuelle 
neue ideen. =) Heissen ARGB LED Streifen.

Wobei ich nicht wie es dort mit der Programmierung ausschaut.
Was für ein lager/Größe handelt es sich nun eigentlich!?

von J. S. (jojos)


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man kann auch ein Lauflicht damit realisieren und von zwei Seiten zum 
Platz weisen. Auch dafür müssen nur ein paar LED gleichzeitig leuchten 
und ein 1A Netzteil reicht dicke. Eventuell auf mehrere Segmente 
aufteilen. Mit ESP32 + WLED ist das schon fast fertig, eine Ansteuerung 
könnte ein PC machen der die Pixelinfo per UDP sendet.

von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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Es geht um bestellungsabwicklung.
Das nächste Teil was gepickt werden soll da soll die Schublade Leuchten.

Ich hänge mal Fotos an wie das aussieht.

Blinken wäre wahrscheinlich wirklich sinnvoller.
Ich habe gelesen, dass die adressierbaren LED wohl auch standby 
Verbrauch haben und das man mit 60ma max rechnen soll wenn diese in der 
energieintensievsten Farbe und Helligkeit leuchten.

Darum meine Frage zu dem Stromverbrauch.

Ich würde von einem Punkt oben anfangen dann durch die Regale mit LED 
nach unten gehen und unten dann wieder zum nächsten Strang nach oben mit 
LED usw.
Evtl ist das ja auch unsinnig. Es sind die Gedanken die ich mir gemacht 
habe.

Auf dem Bild ist ein Teil der Schubladen abgebildet.

von Prometheus (Gast)


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Daniel S. schrieb:
> Adressierbare LED Streifen zerschneiden und zweckendfremden? Wären viele
> lötstellen aber nur 3 Adern, zudem Alle Farben ferfügbar für eventuelle
> neue ideen. =) Heissen ARGB LED Streifen.

Das stimmt natürlich, Das wird das Optimum bezüglich minuimaler 
Verdrahtung und minimaler Elektronik sein.
Die heißen auch WS2812 und da gibt es viele Derivate auch im 5mm 
Durchsteck.

Die Ansteuerung und das "Bussystem" wäre damit auch gleich festgelegt. 
Also ich würde das wahrscheinlich so machen. Blinken, Farbe und 
Helligkeit sind dann in Software einstellbar. Fertige Beispiele gibt es 
für den Arduino und bestimmt auch für viele andere Platine/Controller. 
Was will man mehr?

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ich denke dass man hier wieder über einen Beratervertag nachdenken 
sollte.

von TEst (Gast)


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Machs mit Augmented Reality. Ist weniger Drahtverhau und vermultich 
billiger. Lampentest entfällt dann auch.

von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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Zerschneiden wäre ja dann gar nicht nötig, man könnte ja dann auch den 
ganzen streifen runter kleben immer ca. 230cm und dann könnte man auch 5 
LED leuchten lassen neben der Schublade rechts und links. oder sind das 
dann am Ende doch wieder zu viele LED?
ich könnte die auf den Rahmen aufbringen müsste dann nur eine 
Möglichkeit finden das Licht nach vorne zu bringen. evtl mit 
Acrylglasstreifen etc.

von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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dafür bräuchte man dann aber eine Brille etc zum picken.

eine andere sicherlich billigere Alternative ist ein 2 oder 3 axen 
gimbal unter die decke schrauben und dort ein dicken lichtstrahl zu 
montieren (evtl. Laser) und dann die Schubladen einzeln anfahren und die 
einstellungen nach Schubladen speichern. nur ob ich soetwas selber 
umsetzen kann weiß ich dann wieder nicht.
Dabei ist sicherlich auch die Frage ob die genauigkeit bei solchen 
Systemen passt oder ob diese sich mit der Zeit "verschieben" dann hätte 
man richtig arbeit alles abzuändern. das passiert mit fixen LED eben 
nicht.

von Εrnst B. (ernst)


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TEst schrieb:
> Machs mit Augmented Reality. Ist weniger Drahtverhau und vermultich
> billiger. Lampentest entfällt dann auch.

Alternativ ohne Brille: Beamer unter die Decke hängen.
Oder was mit so neumodischen "Matrix-LED-Laser"-Autoscheinwerfern vom 
Schrottplatz bauen.

Nachteil bei beiden: Während du von Schublade zu Schublade läufst, 
wirfst du Schatten.

von Dieter M. (Gast)


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Neben jeder einzelnen Schublade scheint gar kein Platz zu sein? LEDs in 
die Schubladen einbauen ist bestimmt vergleichsweise aufwendig, 
zusätzlich muss sich die Verkabelung bewegen ... ob das lange hält?

Meine Meinung ist immer "keep it simple"

Vielleicht besser nur über die Schubladen eine LED setzen, also nur 
die Spalten adressieren und die Auswahl der Schublade der menschlichen 
Intelligenz überlassen? Würde schonmal deutlich helfen.

von Dieter M. (Gast)


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Ergänzung:
Anstatt einer einzelnen LED über jeder Spalte, eine 7-segment-Anzeige, 
die die Schubladen-Nummer in dieser Spalte anzeigt...

von Εrnst B. (ernst)


Angehängte Dateien:

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Andere Idee: Nicht jede Schublade einzeln anleuchten, sondern mit so 
Linien-Lasermodulen Zeilen und Spalten markieren?

Verringert den Bastelaufwand ganz gewaltig, aber du müsstest vorher mal 
austesten ob das von der Helligkeit reicht, und wie spitz der 
Anstrahlwinkel maximal werden darf.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Thomas H. schrieb:
> Das nächste Teil was gepickt werden soll da soll die Schublade Leuchten.
Nimm einen Laserscanner und leuchte auf die Schublade. Mit einem 
tauglichen Gerät kannst du gleich die nötige Stückzahl drauflasern und 
mit unterschiedlich farbigen Lasern können dann mehrere Personen picken.

Wenn du Probleme mit Schattenbildung erwartest oder hast, dann nimm 2 
Laserscanner und lasere von links und rechts auf die Zielschublade.

von Jörg R. (solar77)


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Thomas H. schrieb:
> das passiert mit fixen LED eben nicht.

Ich frage mich nur wo Du die LEDs bei dem Schubladensystem anbringen 
möchtest.

von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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Richtig neben den Schubladen ist kein Platz aber zwischen den Schubladen 
könnte ich ein 2-3mm Acrylglasstreifen anbringen der auf den LED Leisten 
angesetzt ist. dann immer dazwischen sind auch Rahmen die ca 1,5cm breit 
sind und da kann man easy einen Streifen aufkleben. Den 
Acrylglasstreifen dann vorne Lichtbrechend schleifen fertig

von Guest (Gast)


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Schubladenmechanismus mit einer Feder vorspannen.
Über einen Hubmagneten die Verriegelung lösen und die Schublade ist 
geöffnet.
So ähnlich wie bei Kassensystemen

von Jörg R. (solar77)


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Thomas H. schrieb:
> Richtig neben den Schubladen ist kein Platz aber zwischen den
> Schubladen
> könnte ich ein 2-3mm Acrylglasstreifen anbringen der auf den LED Leisten
> angesetzt ist. dann immer dazwischen sind auch Rahmen die ca 1,5cm breit
> sind und da kann man easy einen Streifen aufkleben. Den
> Acrylglasstreifen dann vorne Lichtbrechend schleifen fertig

Das wäre aber ein Riesenaufwand bei 1200 Schubladen.


Dieter M. schrieb:
> Ergänzung:
> Anstatt einer einzelnen LED über jeder Spalte, eine 7-segment-Anzeige,
> die die Schubladen-Nummer in dieser Spalte anzeigt...

Das erscheint mir auch am sinnvollsten. Ich würde die Schubladen dann 
auch mit Nummern beschriften, damit nicht abgezählt werden muss.

von Thomas (Gast)


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Bei den vorhandenen Schubladen sehe ich auch hauptsächlich mechanische 
Probleme. Wenn die LED auf der Front sitzen soll, brauchst du irgendein 
Kontaktsystem.
Pogo-Pins würden funktionieren, aber nur solange alle Schubladen 
zuverlässig schließen. Direkt verbunden geht langfristig haltbar nur 
über Schleifkontakte, oder mit einer Mini-Schleppkette pro Schublade.

Dieter M. schrieb:
> 7-segment-Anzeige die die Schubladen-Nummer in dieser Spalte anzeigt

Die Idee gefällt mir persönlich am besten. Ich würde vorschlagen dass 
man die Zeilen-Nummer von oben nach unten zählt, weil man gerade oben 
auf die Anzeige geschaut hat und dann direkt dort anfangen kann. 
Vielleicht noch ergänzt um eine weitere LED im Sockel.

von Karl B. (gustav)


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Lothar M. schrieb:
> Nimm einen Laserscanner und leuchte auf die Schublade.

Hi,
an den Schubladen sind neben Klartext (Artikelnummer etc.) auch Scan- 
bzw. QR-Codes draufgeklebt.
Vorher sieht der Picker auf dem Display des Scanners, welchen Pick-Platz 
er anpeilen muss. Der Laserscanner erkennt den Pick-Platz und gibt 
Signal, wenn korrektes Fach angescannt. Im Störungsfalle sieht er so das 
Fach auch anhand der redundanten Klartext-Bezeichnung in Ziffernform 
oder Artikel-Kurztext.
Gleichzeitig beim Pickvorgang und Anscannen kann Picker durch Drücken 
einer Tastenkombination am Handheld den Transaktionscode (z.B. MIGO) 
auslösen. Im Warenwirtschaftssystem wird dann der Bestand bzw. das 
Tracking der Ware  aktualisiert.
Im Prinzip nichts Neues.

ciao
gustav

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Karl B. schrieb:
> Der Laserscanner
Ich meinte nicht einen Laserscanner, der Barcodes abscannt, sondern 
einen, der einen Lichtpunkt bewegen kann. Sowas wie du z.B. in Konzerten 
oder auf Shows siehst:
https://www.showlasershop.eu/

Und diese Laser haben dann auch gleich einen so großen Durchmesser, dass 
es dir nicht das Auge wegbeamt, wenn du zufällig mal reinblickst.

: Bearbeitet durch Moderator
von Wolfgang (Gast)


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Bauform B. schrieb:
> Maximale Helligkeit finde ich nicht so wichtig wie maximalen
> Abstrahlwinkel. Man steht ja direkt davor und der nächste Lagerplatz ist
> am anderen Ende.

Deswegen tut man gut daran, die Bauteilanforderungen automatisch 
entsprechend der Regalbelegung vorzusortieren. Das vermeidet wildes Hin- 
und Herrennen vorm Regal in gibt die Blickrichtung für die Suche nach 
der nächsten LED vor.

Beitrag #7322604 wurde vom Autor gelöscht.
von Holger (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> Es geht um bestellungsabwicklung.
> Das nächste Teil was gepickt werden soll da soll die Schublade Leuchten.
>
> Ich hänge mal Fotos an wie das aussieht.
>
> Blinken wäre wahrscheinlich wirklich sinnvoller.
> Ich habe gelesen, dass die adressierbaren LED wohl auch standby
> Verbrauch haben und das man mit 60ma max rechnen soll wenn diese in der
> energieintensievsten Farbe und Helligkeit leuchten.
>
> Auf dem Bild ist ein Teil der Schubladen abgebildet.

D.h. die 1300 Schubladen entsprechen etwa 5 mal den abgebildeten hellen 
Schränken. Ich glaube nicht, daß du da mit LEDs weiterkommst. Man muss 
ja von einer Seite die LED am anderen Ende der Schrankreihe erkennen 
können, und da scheint mir doch eine gehörige Distanz dazwischen zu 
sein. Außerdem wird es mit LEDs schwierig, wenn da mal 2 Personen picken 
sollen.

Ich würde die Schränke in Gruppen aufteilen, und jeder Gruppe eine Farbe 
zuordnen. Diese Farbe taucht oben in der Abschlussleiste jeder Gruppe 
auf, und ebenso bekommt jede Schublade rechts einen farbigen Aufkleber. 
Jeder Schrank einer Gruppe bekommt eine Nummer, und jede Schublade eines 
Schranks einen Buchstaben. Und diese Zahlen-Buchstaben-Kombination wird 
auf den farbigen Aufkleber einer Schublade gedruckt. Das dann jeweils 
für jede Farbgruppe.

Der Picker bekommt ein kleines Tablet, und auf diesem erscheinen dann 
nacheinander die zu suchenden Artikel mit ihrer 
Farb-Zahlen-Buchstaben-Kombination. Das könnte auch ein Bild der 
jeweiligen Schublade sein, und als Hintergrundfarbe die Farbe der 
Schrankgruppe. Wenn du ganz sicher gehen möchtest, daß der Artikel aus 
der richtigen Schublade entnommen wurde, könntest du innerhalb der 
Schublade einen Barcode anbringen, und wenn der eingescannt ist springt 
die Tablet-Software auf den nächsten Artikel.

von Gerald B. (gerald_b)


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Für die angesprochenen WS2812 kann es sein, das die Datenleitungen zu 
lang werden. Entweder eine Matrix bauen, oder kleinere Fächergruppen zu 
Einzelmatrixen verschalten. Der HT16K33 kann 16x8 LEDs muxen, das sind 
128 LEDs. Was dir entgegenkommen dürfte, das Teil ist I2C, also ein Bus. 
8 Stck davon kannst du direkt adressieren, sind 1024 LEDs. Mit einem I2C 
Multiplexer oder einem Prozessor mit mehr als einem I2C Bus, bist du aus 
dem Schneider.
DMX wäe auch noch eine Lösung. 512 Teilnehmer kann ein DMX Universum. Du 
bräuchtest also 3 Universen. Für DMX LEDs gabe es auch fertige ICs, ich 
erinnere mich nur gerade nicht an den Typ.

von Martin S. (sirnails)


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Also nicht, dass ich etwas gegen fancy Lösungen habe, aber wäre das 
nicht das Paradebeispiel dafür, jede Schubladenspalte mit einer Zahl, 
und jede Reihe mit einem Buchstaben zu versehen?

B3 ist dann die 3te Spalte, zweite Reihe. Excel in RL sozusagen.

Wir haben seit Jahren hier so ein Lagersystem und ich persönlich finde 
das richtige Fach binnen weniger Sekunden. Mehr noch: Ich muss mir nur 
einen Buchstaben und eine bis drei Ziffern merken und dann weiß ich 
genau, wo ich hingehen muss.

Alternativ würde es sich fast empfehlen, ein Lichtband mit 
einzelansteuerbaren LED einmal auf der Länge und einmal auf der Breite 
drauf zu kleben, und dann anzusteuern. Zwar hat man dann mehrere LED pro 
Reihe/Spalte, aber das tut ja nicht weh.

Man muss fairerweise auch dazu sagen, dass bei solchen Lagern die einzig 
sinnvolle Organisation nach Zugriffshäufigkeit gemacht wird, sodass 
häufige Waren am nächsten sind und die weniger häufigen Waren weiter 
entfernt. Die Picker wissen dann zumeist ohnehin sehr schnell, wo sie 
hingreifen müssen. Das gilt natürlich nicht, wenn die Entnahme 
gleichverteilt ist.

von Wolfgang (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> Das nächste Teil was gepickt werden soll da soll die Schublade Leuchten.

Reicht es nicht, wenn die Schublade aufspringt, i.e. Hubmagnet statt 
LED?

von Bug-Züchter (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> Thomas H. schrieb:
>> Das nächste Teil was gepickt werden soll da soll die Schublade Leuchten.
>
> Reicht es nicht, wenn die Schublade aufspringt, i.e. Hubmagnet statt
> LED?

Bei einem SW-Bug (und davon WIRD es geben!) springen alle Schubladen 
eines Regals miteinander auf und das Kippt nach vorne dem Picker auf die 
Zehen...  ;-)

von Cyblord -. (cyblord)


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Bug-Züchter schrieb:
> Bei einem SW-Bug (und davon WIRD es geben!) springen alle Schubladen
> eines Regals miteinander auf und das Kippt nach vorne dem Picker auf die
> Zehen...  ;-)

Nicht jeder ist Bachelor-Programmierer mit Abschluss an der 
Arduino-Universität.

von Dieter (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Nicht jeder ist Bachelor-Programmierer mit Abschluss an der
> Arduino-Universität.

Bei den Profis sprange häufiger alle Schließfächer am Bahnhof auf. Die 
machten es auch nicht besser. Da ging es zurück zum Schließfach mit 
Schlüssel.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Einen laaangen Streifen WS2812 oben über das komplette Lager ziehen.
Die LEDs müssen so dicht sitzen, dass auf Schubladenbreite mindestens so 
viele LEDs passen, wie Schubladen übereinander sind.
Die linke LED oberhalb einer Schubladenspalte bedeutet oberste 
Schublade, die rechte LED unterste.
Die Farbe (Widerstandscode) zeigt die Anzahl (nur bis 9 natürlich) zu 
pickender Teile.

Oder jeder der Picker hat eine eigene Farbe, die er verfolgt.

Gerald B. schrieb:
> Für die angesprochenen WS2812 kann es sein, das die Datenleitungen zu
> lang werden.

Wie jetzt? Jede LED bereitet das Signal doch für die nächste LED auf!


Alternativ könnte man über jede Schubladenspalte eine LED setzen und in 
Höhe der Schubladen einen Laser vor dem gesamten Lager von re nach li 
(oder umgekehrt oder beides) entlang schießen, wo die Schublade geöffnet 
werden soll.


Oder doch ein - oder mehrere Beamer, welcher dann nicht nur Position 
anzeigt, sondern auch Stückzahl auf die Schublade schreibt.

Gruß
Jobst

von Alois (Gast)


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Dieter M. schrieb:
> Meine Meinung ist immer "keep it simple"
>
> Vielleicht besser nur über die Schubladen eine LED setzen, also nur
> die Spalten adressieren und die Auswahl der Schublade der menschlichen
> Intelligenz überlassen? Würde schonmal deutlich helfen.

Natürlich gibt es Firmen, die sich auf Lager-Logistik spezailisiert 
haben. Die könnte man ja durchaus mal kontaktieren.

Trotzdem: KISS gefällt mir!

Thomas' Schubladen sind in Spalten (A..Z) und Zeilen (01..16) angeordnet 
und man könnte sie leicht entsprechend markieren. Wieso dann keine 
Pickliste drucken in der Art:

Schublade B04 - 3x Widerstand 22k1
Schublade D06 - 5x Elko 4u7/16V
usw ...

Also genau so, wie das viele andere Firmen auch machen...

Aber man kann sich natürlich auch ein Loch in die Kniescheibe bohren und 
rosaroten Sand einfüllen...

von Peter N. (alv)


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Jobst M. schrieb:
> Die Farbe (Widerstandscode) zeigt die Anzahl (nur bis 9 natürlich) zu
> pickender Teile.

Problem: Braune und graue Leds gibt es noch nicht. Lila habe ich gestern 
zum erstenmal gesehen...

von Dieter (Gast)


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Jobst M. schrieb:
> Die Farbe (Widerstandscode) zeigt die Anzahl (nur bis 9 natürlich) zu
> pickender Teile.

Das diskriminiert farbenblinde Mitarbeiter. Daher wird das 
arbeitsrechtlich keine zulaessige Loesung werden.

von Crazy H. (crazy_h)


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Peter N. schrieb:
> Lila habe ich gestern
> zum erstenmal gesehen...

rosa und türkis gibts auch ;-)

: Bearbeitet durch User
von STK500-Besitzer (Gast)


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Peter N. schrieb:
> Problem: Braune und graue Leds gibt es noch nicht. Lila habe ich gestern
> zum erstenmal gesehen...

Lass mal durch eine LED zu viel Strom fließen: Dann wird sie braun.

von pegel (Gast)


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Also wenn ich an die Conrad Verkäufer denke, bin ich mir Sicher das es 
auch ohne Positionslicht geht.

Wenn es doch sein muss, warum nicht in Bereiche einteilen und mit Raspi 
und
Billig Beamer alle nötigen Daten projizieren?

von STK500-Besitzer (Gast)


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An unseren Lagerregalen und Schubladenkästen kleben Nummern.
Das System besteht auch aus Koordinaten (Regal / Schubladenlasten, Boden 
/ Zeile, Platz von links in der Zeile). Man könnte die dann noch durch 
eine Kistenummer ("Tiefe") ergänzen.

von Peter N. (alv)


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pegel schrieb:
> Also wenn ich an die Conrad Verkäufer denke, bin ich mir Sicher das es
> auch ohne Positionslicht geht.

Die können ohne Artikelnummer nichtmal einen 1k-Widerstand finden...

von STK500-Besitzer (Gast)


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Peter N. schrieb:
> Die können ohne Artikelnummer nichtmal einen 1k-Widerstand finden...

Die brauchen sie sowieso für die EDV.
Bei uns gab es zuletzt immer einen Zettel für die Kasse dazu, auf dem 
dann ein ("Sammel-")Barcode stand, was alles in der Tüte ist.
Anfangs haben die Verkäufer die Nummern auf die Tüte "gekritzelt".

Dagegen waren die anderen Elektronik-Läden hier "Krauter".

von pegel (Gast)


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Peter N. schrieb:
> Die können ohne Artikelnummer nichtmal einen 1k-Widerstand finden...

Ich wusste, dass das kommt. ;)
Die ich getroffen habe waren Facharbeiter und kannten ihre Regal-Fächer.

von Dieter (Gast)


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Peter N. schrieb:
> Die können ohne Artikelnummer nichtmal einen 1k-Widerstand finden...

pegel schrieb:
> Ich wusste, dass das kommt. ;)

Das lag am Regalverwaltungssystem. Das schrieb auch vor in welches Fach 
die Teile eingeräumt werden sollten. Dahinter lag ein System der 
Lagerverwaltung. Dabei wurden schleichend immer wieder Fächer geleert 
und neu angelegt, um zu erreichen, das kein Fach verweist. Jeden Tag 
musste vom Mitarbeiter ein Fach ińspiziert und die Menge geschätzt 
werden. Doof war nur, das die Mitarbeiterin, wenn diese Funktion aktiv 
war, einen zufällig endeckten Fehlbestand nicht korrigieren oder melden 
konnte. Im Internet wurde bei zwei Bauteilen vorhanden angegeben, obwohl 
das nicht vorrätig war. Ich war damals schon der zweite oder dritte 
Kunde in der Woche, dem es so ging. War aber kein Problem, weil ich 
bereits sicherheitshalber vorher auch Ersatz notiert hatte. Die 
Mitarbeiterin meinte dazu nur, das so etwas leider nur wenige Kunden 
parat hätten.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Peter N. schrieb:
> Problem: Braune und graue Leds gibt es noch nicht. Lila habe ich gestern
> zum erstenmal gesehen...

Dennoch kann man diese Farben auf einer WS2812 RGB LED darstellen. Die 
können 16M Farben.


Dieter schrieb:
> Das diskriminiert farbenblinde Mitarbeiter. Daher wird das
> arbeitsrechtlich keine zulaessige Loesung werden.

Es gibt etliche Jobs, in denen Farbsehen Voraussetzung ist.
Elektroniker/Elektriker gehört auch dazu!
Kann man sich diskriminiert fühlen, wie man will.


Gruß
Jobst

von Mitarbeiterbespaßungsdrohne (Gast)


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pegel schrieb:
> Wenn es doch sein muss, warum nicht in Bereiche einteilen und mit Raspi
> und
> Billig Beamer alle nötigen Daten projizieren?

Hervorragende Idee!
Sobald der Mitarbeiter dann ans Regal tritt, kann er gleich zwei lustige 
Spiele auf einmal spielen: Schattenfiguren mit der Hand und fröhliches 
Regalraten - wo war der Punkt? War er hier oder doch eine Schublade 
daneben? Wer falsch greift oder aus dem Licht tritt, der verliert!

von Stefan F. (stefanus)


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Nach einigen Jahren Lebenszeit bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass 
man nicht jedes Problem elektronisch lösen kann.

von STK500-Besitzer (Gast)


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Stefan F. schrieb:
> Nach einigen Jahren Lebenszeit bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass
> man nicht jedes Problem elektronisch lösen kann.

.. muss.

Warum nicht gleich einen Roboter, wie sie in Apotheken verwendet werden, 
einsetzen?!

von Stefan F. (stefanus)


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STK500-Besitzer schrieb:
> .. muss.

Muss sowieso nicht. Man muss nur sterben.

von STK500-Besitzer (Gast)


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Stefan F. schrieb:
> Man muss nur sterben.
oder will...

Man muss nicht alles elektrisch / elektronisch lösen. Häufig kann man es 
auch einfacher lösen.

von Kolorateur (Gast)


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Peter N. schrieb:
> Jobst M. schrieb:
>> Die Farbe (Widerstandscode) zeigt die Anzahl (nur bis 9 natürlich) zu
>> pickender Teile.
>
> Problem: Braune und graue Leds gibt es noch nicht. Lila habe ich gestern
> zum erstenmal gesehen...

Braun existiert nicht wirklich und ist eigentlich nur ein dunkles orange 
oder gelb: https://www.youtube.com/watch?v=wh4aWZRtTwU

von Blechbieger (Gast)


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Mitarbeiterbespaßungsdrohne schrieb:
> pegel schrieb:
>> Wenn es doch sein muss, warum nicht in Bereiche einteilen und mit Raspi
>> und
>> Billig Beamer alle nötigen Daten projizieren?
>
> Hervorragende Idee!
> Sobald der Mitarbeiter dann ans Regal tritt, kann er gleich zwei lustige
> Spiele auf einmal spielen: Schattenfiguren mit der Hand und fröhliches
> Regalraten - wo war der Punkt? War er hier oder doch eine Schublade
> daneben? Wer falsch greift oder aus dem Licht tritt, der verliert!

Solange der Beamer steil genug von oben leuchtet sollte das weniger ein 
Problem sein. Es geht ja nur um Markierung, nicht verzerrungsfreie 
Projektion eines Films.

von Blechbieger (Gast)


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Oder wenn schon Technik dann richtig :)

https://de.autostoresystem.com/system

Skalierbar, das kleinste Lager hat anscheinend nur 900 Kisten.

von Stefan F. (stefanus)


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Man könnte einen Roboter an die Decke montieren, der an einer Schiene 
entlang fährt. Vor der richtigen Schublade lässt er an einer Schnur ein 
Schild herab "Hier öffnen".

von STK500-Besitzer (Gast)


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Stefan F. schrieb:
> Man könnte einen Roboter an die Decke montieren, der an einer Schiene
> entlang fährt. Vor der richtigen Schublade lässt er an einer Schnur ein
> Schild herab "Hier öffnen".

LOL

oder einen der die Hand des Entnehmenden führt.

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Beamer wurde ja schon genannt. Ein sog. Kurzdistanzbeamer kann an der 
Decke hängen, ca. 30 ... 50cm vor der Fläche der Schubladen. Damit 
werfen Personen so gut wie keinen Schatten, wenn sie einfach nur vor der 
Front entlang gehen.

So ein Beamer deckt ungefähr eine Arbeitsbreite von 2m ab.

: Bearbeitet durch User
von Benedikt L. (Firma: Dem Ben seine Leiche) (dembenseineleiche)


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Also bei uns in der 4ma ist das ein automatisiertes Lager was vollkommen 
autark die Sachen reinsortiert, sich merkt was wo liegt und es auf 
Anfroderung wieder rausjubelt.

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Nachtrag:

So ein Beamer deckt ungefähr eine Arbeitsbreite von 2,50m ab. Wir haben 
sowas in einem Museum u.a. vor einer Wand voller sog. "Gemmen" 
eingesetzt: Auf einem Touchscreen kann man Informationen zu den 
einzelnen Stücken lesen und große Bilder sehen, der Beamer illuminiert 
derweil die dahinter hängenden Originale mit einem Kreis. Das geht auch 
mit mehreren Screens parallel, dann mit unerschiedlichen Farben ...

von Peter N. (alv)


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Mitarbeiterbespaßungsdrohne schrieb:
> Sobald der Mitarbeiter dann ans Regal tritt, kann er gleich zwei lustige
> Spiele auf einmal spielen: Schattenfiguren mit der Hand und fröhliches
> Regalraten - wo war der Punkt? War er hier oder doch eine Schublade
> daneben? Wer falsch greift oder aus dem Licht tritt, der verliert!

Wie wärs, die Projektion zu invertieren? Solange der Mitarbeiter im 
Schatten bleibt, ist er richtig. :)

Dieter schrieb:
> War aber kein Problem, weil ich
> bereits sicherheitshalber vorher auch Ersatz notiert hatte.

Als (potentieller) Kunde habe ich in Elektronikläden die Stückliste des 
Projektes vorgelegt.
Vorher die Artikelnummern aus dem Katalog (der zudem eine "Schutzgebühr" 
kostete) rauszusuchen, wäre eine Zumutung gewesen!

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Benedikt L. schrieb:
> Also bei uns in der 4ma ist das ein automatisiertes Lager was
> vollkommen
> autark die Sachen reinsortiert, sich merkt was wo liegt und es auf
> Anfroderung wieder rausjubelt.

Ja, "im Kleinen" haben auch schon manche Apotheken sowas, das holt die 
Medikamente vor, die am Kassen-PC eingetippt werden. Hat aber auch 
"Apothekenpreise" ... :-)

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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STK500-Besitzer schrieb:
> Stefan F. schrieb:
>> Man könnte einen Roboter an die Decke montieren, der an einer Schiene
>> entlang fährt. Vor der richtigen Schublade lässt er an einer Schnur ein
>> Schild herab "Hier öffnen".
>
> LOL
>
> oder einen der die Hand des Entnehmenden führt.

Au ja, cool! Man bindet dem Mitarbeiter an jedes Hand- und Fußgelenk 
eine Schnur, die über Rollen und Winden (Servos) an der Decke geführt 
werden, wie eine Marionette ... und das Tempo kann man so auch nahezu 
beliebig steigern ...

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Mal im Ernst:

Zu so einem Picking-System gehört etwas mehr, als nur eine blinkende LED 
am Schubfach. Wurde schon werwähnt: Wie soll die Stückzahl angezeigt 
werden?

Dann wird bei "richtigen" Systemen auch die Entnahme per Tastendruck 
oder Barcode/QR-Scan (drahtlos) quittiert und erst dann leuchtet 
(natürlich wege-optimiert) die nächste LED auf.

Mit verschiedenen Farben kann man mehrere Picker parallel laufen lassen 
...

von STK500-Besitzer (Gast)


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Frank E. schrieb:
> Au ja, cool! Man bindet dem Mitarbeiter an jedes Hand- und Fußgelenk
> eine Schnur, die über Rollen und Winden (Servos) an der Decke geführt
> werden, wie eine Marionette ... und das Tempo kann man so auch nahezu
> beliebig steigern ...

Wenn man sich auf die Hände beschränkt, sieht das dann etwa so aus 
(Video "Fatboy Slim - Yo Mama"): https://youtu.be/JEq10L7u3SM?t=50

von Jobst M. (jobstens-de)


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Kolorateur schrieb:
> Braun existiert nicht wirklich und ist eigentlich nur ein dunkles orange
> oder gelb

Ist ja nichts Neues. Dennoch hat dieser dunkle Farbton einen eigenen 
Namen und befindet sich neben orangenen und gelben Ringen auf 
Widerständen.

Gruß
Jobst

von Jobst Q. (joquis)


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Dieter M. schrieb:
> Neben jeder einzelnen Schublade scheint gar kein Platz zu sein? LEDs in
> die Schubladen einbauen ist bestimmt vergleichsweise aufwendig,
> zusätzlich muss sich die Verkabelung bewegen ... ob das lange hält?
>
> Meine Meinung ist immer "keep it simple"
>
> Vielleicht besser nur über die Schubladen eine LED setzen, also nur
> die Spalten adressieren und die Auswahl der Schublade der menschlichen
> Intelligenz überlassen? Würde schonmal deutlich helfen.

Ich würde über jede Spalte 2 RGB LEDs setzen und mit einer 
Farbkombination die Reihe anzeigen.   Die einzelnen Schubladen dann mit 
2 Farbaufklebern versehen. Damit die menschliche Intelligenz nicht 
überfordert wird ;-)

Beitrag #7323762 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7323773 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dieter (Gast)


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Da Baby schrieb im Beitrag #7323762:
> Stell einfach 2 Inder ein

Stell einfach 2 (K)Inder ein.

Beamer wäre eine praktikable Idee, weil die gibt es auch mit WLAN. Somit 
sind kaum Strippen zu ziehen.

Ansonsten LED als zwei Linien Matrix. Die Kartons oben drauf musst Du 
dabei auch mit berücksichtigen. Sonst hast Du wieder nur die halbe 
Arbeit gemacht.

von Edi (Gast)


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Hallo,

also die idee mit dem Beamer oder Linienlaser finde ich schon bessere 
lösung als die ALED's..

laut dem Bild sehe ich da Probleme mit den Fächern selbst..da ist 
garkein Platz für irgendwelche LEDs und vorallem die umsetzung an sich 
wird schwierig.. nur spalten sehe ich da eine möglichkeit wo man etwas 
anzeigen kann..

Linienlaser jeweils X/Y-Achsen an 2 servos dran..Steil von der Decke, 
damit es sogut wie keinen schatten gibt und man sich die Augen nicht 
verlasert..

der aufwand wird sein, jedes fach muss angelernt werden..wie eine 
matrix..

das problem bei den servo's, je weiter die fächer vom servo sind, wegen 
der perspektive wird der anfahrabstand immer kürzer, das heisst es muss 
ziemlich präziser servo sein. oder man baut sich eigenen servo aus einem 
schrittmotor (z.B. NEMA17) + absoluten drehgeber. dieser kann dann 
genauste position ermitteln.

ein beamer wäre hier die einfachste lösung..wo man aber auhc die 
software an die fächer anlernen muss..ob es sowas bereits gibt?

von DerAndereGast (Gast)


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Frank E. schrieb:
> Mal im Ernst:
>
> Zu so einem Picking-System gehört etwas mehr, als nur eine blinkende LED
> am Schubfach. Wurde schon werwähnt: Wie soll die Stückzahl angezeigt
> werden?
>
> Dann wird bei "richtigen" Systemen auch die Entnahme per Tastendruck
> oder Barcode/QR-Scan (drahtlos) quittiert und erst dann leuchtet
> (natürlich wege-optimiert) die nächste LED auf.
>
> Mit verschiedenen Farben kann man mehrere Picker parallel laufen lassen
> ...

Da hat Frank E. vollkommen recht. Professionelle pick-by-light Systeme 
arbeiten wesentlich umfangreicher, haben tolle optische Streukappen, 
dass man das aufleuchten auch aus einiger Entfernung sehen kann, 
Quittierungstaster  und und und ... und natürlich sind die sauteuer, da 
würde ich auch erstmal nach anderen Möglichkeiten suchen.

Ich persönlich würde da in Richtung Laser-Galvos suchen um damit die 
Fächer zu markieren (wenn der Raum auch eine entsprechende Tiefe hat, 
evtl. mit 2... 3 Galvos pro Wand arbeiten), die Wiederholungsgenauigkeit 
der Position sollte mehr als ausreichend sein.

Die LED Streifen Idee mit optischen Leitelementen ist ja ganz nett - 
allein die mechanische Bastelei wäre mir viel zu aufwendig.

von Stefan F. (stefanus)


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Peter N. schrieb:
> Vorher die Artikelnummern aus dem Katalog (der zudem eine "Schutzgebühr"
> kostete) rauszusuchen, wäre eine Zumutung gewesen!

Bei Conrad in Düsseldorf musste man nicht nur die Artikelnummern sondern 
10 Alternativen mitbringen, weil die gewünschten Teile nie vorrätig 
waren. Ich vermisse den Laden nicht.

von SvenB. (Gast)


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Wieso nicht nach Schachbrett durchnummerieren, also Reihe und Spalten, 
mit Beschriftung oben für die spalten, an den Schubladen die reihen. 
Danach das ganze Regal an einem PC oder Tablet visualisieren. Sollte ein 
Bauteil entnommen werden, so wird z.B. spalte S17 angezeigt, reihe z.B. 
R2. Sind in der lade mehrere Bauteile könnte man diese in durchsichtigen 
Kästchen verstauen die ebenfalls beschriftet sind z.@. K1. Das sollte 
doch dann jeder verstehen wenn man eine Einweisung macht. Die 
Hauptverwaltung übernimmt dann ein PC, somit wäre das Zählen nur bei der 
Entnahme wichtig.

von Stefan F. (stefanus)


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SvenB. schrieb:
> Wieso nicht nach Schachbrett durchnummerieren

Weil das zu einfach wäre. Und es wurde bereits vorgeschlagen.

von Edi (Gast)


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von DerAndereGast (Gast)


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SvenB. schrieb:
> Wieso nicht nach Schachbrett durchnummerieren,

Für den Notfall, wenn die elektronischen Helferlein mal ausfallen, 
sollte man das in jedem Fall so machen ... ABER ...
Der Mensch macht einfach Fehler, mag ja sein das man 10 100 500 mal 
richtig liegt, irgendwann greift man in das falsche Fach - deshalb haben 
sich in der Lagerhaltung und allg. in der Industrie PBL Systeme 
durchgesetzt - so einfach ist das.

von Stefan F. (stefanus)


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DerAndereGast schrieb:
> irgendwann greift man in das falsche Fach

Das kann einem mit Lichtzeichen ebenso passieren. Außerdem kann man zu 
viele oder zu wenige Artikel picken. Konzentration ist in jedem Job 
notwendig.

von Martin S. (mmaddin)


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Fächer mit Nummern für die Reihen und mit Buchstaben für die Spalten 
beschriften. Zu einfach?

Dafür müsste man lesen und zählen können.

M.

: Bearbeitet durch User
von SvenB. (Gast)


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Also wenn man keine Fehler haben möchte und alles zu jeder Zeit 
fehlerfrei laufen soll, dann würde ich vorschlagen eine Firma 
aufzusuchen die sowas kann und die das Ganze wirklich vollautomatisch an 
einen ausgewiesenen platz liefert, ist dann, lasst mich mal raten, zu 
teuer....bis wann müsste das Projekt laufen, lasst mich wider raten, 
schnellstmöglichst....kommt das in etwa hin?

von Stefan F. (stefanus)


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Martin S. schrieb:
> Fächer mit Nummern für die Reihen und mit Buchstaben für die Spalten
> beschriften. Zu einfach?

Möchte noch jemand den gleichen Vorschlag wiederholen?

von Ozvald K. (Firma: Privat) (ozvaldk)


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Ich könnte mir folgendes vorstellen:

PC-Software + Funkscanner mit LCD drauf. Alle Schubladen mit Barcode 
vorsehen. Der PC hat die Liste, schickt die Bezeichnung der ersten Lade 
auf Funkscanner. Mitarbeiter liest es, findet sie. Wurde aus der Lade 
herausgenommen, Barcode scannen zur Bestätigung. Dann schickt der PC die 
nächste Lade auf den Scanner, und so weiter.

von pegel (Gast)


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Frank E. schrieb:
> Kurzdistanzbeamer

Wau! Damit kann man sogar noch die Position in der Schublade anzeigen, 
wenn man sie definiert (maximal weit) aufzieht.
Das ergibt dann ein 3D Positioniersystem.

von Reinhold E. (reinhold_by)


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Das Alphabet hat nunmal nur 26 Buchstaben,
allein auf dem Foto sind schon >30 Spalten.
Also die Matrix besser andersrum addressiert:
- Buchstabe für die Reihe (1-16, A-P)
- Die Spalte, gezählt über alle Schränke 01-99 (oder notfalls 999).

Über alle Schränke eindeutig ist hier besser als pro Schrank nochmal.
Farbkennung ist da unnötig.

Gib dein Geld lieber für gute Scanner/Tablets/Rollwägelchen der Picker 
aus.

Könnte gut sein dass ich mal einer deiner Kunde bin,
deshalb keine wenig sinnvollen Ausgaben die nur Kosten treiben :-)
Herzliche Grüsse an die Bausteinwelten

von DenkenMachtSpaß (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> Es geht um bestellungsabwicklung.
> Das nächste Teil was gepickt werden soll da soll die Schublade Leuchten.

Danke für das Bild. Aber ich sehe die größten Hürden, die LEDs zu 
befestigen, und zu verdrahten, ohne dass da ständig irgend welche Kabel 
abreißen. leider gibt es ja keine Stege zwischen den Schubladen.

Als Kompromiss hätte ich ich ein nur an den Spalten und Zeilen LEDs 
angebracht. Aber dann gibt es halt keine Übersicht, und man muss nach 
jeder Entnahme irgend ne Taste oder Sender betätigen.

Habe jetzt leider nicht den gesamten Thread gelesen. Vllt. ist die 
Problematik ja bereits gelöst...

Gruß

Marcus

von DerAndereGast (Gast)


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Stefan F. schrieb:
> DerAndereGast schrieb:
>> irgendwann greift man in das falsche Fach
>
> Das kann einem mit Lichtzeichen ebenso passieren.
Möglich, aber wesentlich unwahrscheinlicher.

> Außerdem kann man zu viele oder zu wenige Artikel picken.
Auch möglich. Dagegen helfen dann bei Profisystemen Zähler, 
Vereinzelner, Mengendosierer etc.

> Konzentration ist in jedem Job notwendig.
Binsenweißheit die wohl niemand bestreiten würde.

von DenkenMachtSpaß (Gast)


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Reinhold E. schrieb:
> - Buchstabe für die Reihe (1-16, A-P)
> - Die Spalte, gezählt über alle Schränke 01-99 (oder notfalls 999).

Wieso sollte man nicht Zeilen UND Spalten nummerieren? Oder Z99/S99 oder 
so?

@Thomas.H
Also die Version mit Scanner, die im Thread beschrieben wurde, ist 
natürlich die eleganteste und üblichste Vorgehensweise. Thomas H., schau 
doch einfach, wie Amazon das macht.

Gruß

Marcus

von DenkenMachtSpaß (Gast)


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DerAndereGast schrieb:
> PBL Systeme

Was bedeutet die Abkürzung. Ich finde nur "problembasiertes Lernen".

Gruß

Marcus

von Stefan F. (stefanus)


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DenkenMachtSpaß schrieb:
> Wieso sollte man nicht Zeilen UND Spalten nummerieren? Oder Z99/S99 oder
> so?

Da würde ich die Zahlen viel eher durcheinander bringen, als wenn man 
das wie bei einem Schachbrett machen würde.

von DerAndereGast (Gast)


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DenkenMachtSpaß schrieb:
> DerAndereGast schrieb:
>> PBL Systeme
>
> Was bedeutet die Abkürzung. Ich finde nur "problembasiertes Lernen".
>
> Gruß
>
> Marcus

PBL --> pick-by-light

von Rolf M. (rmagnus)


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pegel schrieb:
> Also wenn ich an die Conrad Verkäufer denke, bin ich mir Sicher das es
> auch ohne Positionslicht geht.

Genau: Man fragt ihn nach einem Teil, er geht ins Lager und kommt 5 
Minuten später wieder: "Hamwa grad nich da".

von STK500-Besitzer (Gast)


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Hätte man früher daran gedacht, hätte man in die Stirnseite der 
Seitenwände Bohrungen für die LEDs und Fräsungen als Kabelkanäle 
einbringen können.
Kann man zwar immer noch, ist aber anstrengender.

von DerAndereGast (Gast)


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STK500-Besitzer schrieb:
...
> Kann man zwar immer noch, ist aber anstrengender.

Obacht, Holzspäne durch spätere Bearbeitung können die 
Teleskopauszugschienen der Fächer prächtig ruinieren.

Wenn man an der Stirnseite was anbringen möchte muss man vermutlich auch 
dafür sorgen, dass die Frontabdeckung der Schubladen beim einfahren zur 
Stirnseite einen gewissen Abstand einhält. Könnte mir vorstellen, dass 
der aktuell bei 0mm liegt --> LED Streifen würde beschädigt werden (wenn 
die LED Streifen nicht durch Fräsnut versenkt worden sind ...).

von Jobst Q. (joquis)


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DerAndereGast schrieb:
> Obacht, Holzspäne durch spätere Bearbeitung können die
> Teleskopauszugschienen der Fächer prächtig ruinieren.

Angesichts der Riesenprobleme dabei, jede Schublade mit einer LED zu 
versehen, wäre es doch viel praktischer nur die Spalten mit jeweils 2 
RGB-LEDS zu markieren. Eine links, eine rechts und die Reihe kann über 
Farben dekodiert werden. 16 Reihen sind 4 mal 4, man braucht also nur 4 
leicht unterscheidbare Farben, zB rot, gelb, grün, und blau.

Mechanisch braucht es nur eine durchgehende Leiste pro Schrank, die 
Anzahl der LEDs ist überschaubar und die Verbindungen von LED zu LED 
kurz.

von DerAndereGast (Gast)


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Jobst Q. schrieb:
>
> Angesichts der Riesenprobleme dabei, jede Schublade mit einer LED zu
> versehen, wäre es doch viel praktischer nur die Spalten mit jeweils 2
> RGB-LEDS zu markieren. Eine links, eine rechts und die Reihe kann über
> Farben dekodiert werden. 16 Reihen sind 4 mal 4, man braucht also nur 4
> leicht unterscheidbare Farben, zB rot, gelb, grün, und blau.
>

Bestimmt so machbar aber praktisch sehr ungeeignet für ein effizientes 
picken . Ziel ist es JEDE Schublade zu markieren/zu kennzeichnen OHNE 
das man erst irgendwas mit Zeilen und Spalten über Farben/Bin Code im 
Kopf ... was auch immer "ausrechnen" soll, das hat der TO schon sehr gut 
erkannt - Stichwort pick-by-light, einfach mal googlen was das heisst.

von STK500-Besitzer (Gast)


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DerAndereGast schrieb:
> Obacht, Holzspäne durch spätere Bearbeitung können die
> Teleskopauszugschienen der Fächer prächtig ruinieren.

Sauberkeit das fällt unter "...anstrengender...".
Wenn der Spalt zwischen den Schubladenfronten breit genug ist, kann man 
da auch LEDs so aufkleben.
WS2812 brauchen nur drei Leitungen (und eine Rückleitung, wenn man alle 
in Reihe schalten will) zwischen den einzelnen LEDs.

Wenn man die aber versenkt montiert, ist die breite der Zwischeräume 
egal.

von Jobst Q. (joquis)


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DerAndereGast schrieb:
> Jobst Q. schrieb:
>>
>> Angesichts der Riesenprobleme dabei, jede Schublade mit einer LED zu
>> versehen, wäre es doch viel praktischer nur die Spalten mit jeweils 2
>> RGB-LEDS zu markieren. Eine links, eine rechts und die Reihe kann über
>> Farben dekodiert werden. 16 Reihen sind 4 mal 4, man braucht also nur 4
>> leicht unterscheidbare Farben, zB rot, gelb, grün, und blau.
>>
>
> Bestimmt so machbar aber praktisch sehr ungeeignet für ein effizientes
> picken . Ziel ist es JEDE Schublade zu markieren/zu kennzeichnen OHNE
> das man erst irgendwas mit Zeilen und Spalten über Farben/Bin Code im
> Kopf ... was auch immer "ausrechnen" soll, das hat der TO schon sehr gut
> erkannt - Stichwort pick-by-light, einfach mal googlen was das heisst.

Schon in meinem vorherigen Beitrag hatte ich vorgeschlagen die einzelnen 
Schubladen mit Farbaufklebern zu versehen. Mit dieser unaufwendigen 
Maßnahme wäre es selbst für Anfänger sehr einfach, die richtige 
Schublade zu finden.

Nach ein paar Tagen hat man es aber schon im Kopf, in welcher Höhe 
welche Farbkombination zu finden ist. So dass da kein Unterschied mehr 
in der Effizienz ist.

Ich weiß auch ohne googeln, was unter pick-by-light zu verstehen ist. Um 
das zu realisieren, wäre es aber einfacher und besser, gleich neue 
Schränke zu besorgen, bei denen das gleich eingebaut ist. Dann wäre aber 
zu berechnen, in wieviel Jahren sich das wieder amortisiert.

: Bearbeitet durch User
von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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Als erstes mal super was hier alles zusammen kommt an Ideen, danke 
dafür!

Anbei noch ein Foto, damit ihr versteht was ich meine.
Platz für die led Streifen ist allemal die Frage ist nur wie bring ich 
das dann nach vorne.

Da wäre es einfach wenn man ein Loch bohren könnte wo man ein 
"lichtverlängerer" rein steckt der das lich auf die Schublade bringt so 
hat man keine elektronisch aufwendige Verdrahtung. Ihr kennt doch alle 
bestimmt in Geräten diese Teile die eine runde Fassung haben und 
innendrin ist durchsichtiges acryl was den lichtpunkt auf die Außenseite 
des Gerätes bringt.

Ich würde einfach auf den Rahmen die led stripes aufkleben. Da ist Platz 
und es kommt mit nichts in Berührung

von STK500-Besitzer (Gast)


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Wenn die LEDs heller leuchten als der Rest des Raums, könnte das was so 
schon was werden.
Lass die LEDs blinken, dann sieht man sie noch eher.

Thomas H. schrieb:
> und
> innendrin ist durchsichtiges acryl was den lichtpunkt auf die Außenseite
> des Gerätes bringt.

"Lichtleiter"...

von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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ja danke,

das wäre doch einfach umzusetzen mit solchen dicngern hier meine ich.

https://www.reichelt.de/lichtleiter-smd-1-fach-5-mm-senkkopf-gerade-men-12931401-p232165.html?&trstct=pol_2&nbc=1

Loch bohren einsetzen fertig.

von Ozvald K. (Firma: Privat) (ozvaldk)


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@TO: wie ist das Gesamtkonzept? Wie willst du dem LED-Baum beibringen, 
dass die 567. LED leuchtet?  Wie bekommt das System mit, dass du bei der 
Lade 567 fertig bist? Wie teilst du dem System mit, dass als nächste die 
983. LED leuchten muss? Spazierst du jedes mal nach Entnahme zu Deinem 
Gerät zurück um "weiter zu takten"? Oder, findet man immer in einer Lade 
was man sucht?

von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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da gibt es eine spezielle pick software die alle Teile intelligent 
zusammen stellt so das man für 4 Bestellungen nur einmal durchs Lager 
muss.

es es so aufgebaut, dass vorne angefangen wird und man am ende wieder am 
packtisch ankommt und dann garantiert mit den Bestellungen fertig ist.

es wäre also so dass ich einmal jedem Bestand den Schubladenplatz mit 
teilen muss.
Dann kann die Software um den schritt ergänzt werden,d ass gleichzeit 
ein Controller angesteuert wird (am besten Wlan) der die LED zu dem Fach 
leuchten lässt.

Das picken funktioniert bei und mit einem Pickwagen wo ein Tablet drauf 
ist und sowie so immer das zu pickende Teil gehighlitet ist und nach dem 
Pick einfach getippt wird und das nächste zu packende Teil ist 
gehighlitet usw.

Ich denke die meiste Arbeit ist wirklich dem Inventar dann die 
Schubladen zu zu ordnen, da es eine Inventur erfordert.
am Ende habe ich ja die LED neben den Schubladen die ja Nummern haben in 
der Reihenfolge wie sie Angeschlossen sind, so ist das ja kein Problem 
zu sagen Schublade 1 hat LED nummer 5-8 und dementsprechend auf der 
anderen Seite 230-233 so würden an jeder Schublade dann rechts und links 
die Lichtleiter leichten.

von Ozvald K. (Firma: Privat) (ozvaldk)


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Thomas H. schrieb:
> Das picken funktioniert bei und mit einem Pickwagen wo ein Tablet drauf
> ist und sowie so immer das zu pickende Teil gehighlitet ist und nach dem
> Pick einfach getippt wird und das nächste zu packende Teil ist
> gehighlitet usw.

Jetzt verstehe ich wie es funktioniert. Natürlich wäre es in dem Fall 
ideal die bestehende Software an der Stelle wo getippt wird, mit einer 
Schnittstelle zu mC zu erweitern.

Thomas H. schrieb:
> es es so aufgebaut, dass vorne angefangen wird und man am ende wieder am
> packtisch ankommt und dann garantiert mit den Bestellungen fertig ist.

Optional, wenn bei so einem Rundgang nicht allzu viele Laden involviert 
sind, dann könnte man von einmal alle betroffenen Laden LED-markieren.

von STK500-Besitzer (Gast)


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Ozvald K. schrieb:
> Optional, wenn bei so einem Rundgang nicht allzu viele Laden involviert
> sind, dann könnte man von einmal alle betroffenen Laden LED-markieren.

und dann "Riiisiiikooo" (wie bei "Der Großen Preis" mit Wim Toelke)?

von Holahop (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> Das picken funktioniert bei und mit einem Pickwagen wo ein Tablet drauf
> ist und sowie so immer das zu pickende Teil gehighlitet ist und nach dem
> Pick einfach getippt wird und das nächste zu packende Teil ist
> gehighlitet usw.

und warum muß die Schublade mit einer LED markiert werden
statt einer eindeutigen Kennung ala. "C-23" ?

Wenn die Software "C-23" anzeigt und jede Schublade ein
Schild hat kann es doch nicht so schwer sein die Schublade "C-23" zu 
finden.

MfG

von Thomas W. (goaty)


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Adressierbare LED-Streifen auf das Gestell/Rahmen vertikal aufkleben, so 
daß das Licht zwischen den Schubladen leuchtet. Die Schublade ist dann 
die rechts davon.
Bei den WSxxx Streifen kann man dann drei oder mehr gleichzeitig 
leuchten lassen für mehr Helligkeit.

Dann den Algorithmus so schreiben, daß man nur von links nach rechts 
laufen muß und nicht hin- und her.

: Bearbeitet durch User
von Mitarbeiterbespaßungsdrohne (Gast)


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Wären nicht auch (kräftige) E-Magneten auf der Rückseite der Schubladen 
eine Option? Die könnten als Hubmagnet die Schublade, aus der gepickt 
werden soll, "rauskicken".
Das erkennt man auch bei heller Raumbeleuchtung und du musst nicht im 
ganzen Schrank Kabel verlegen. Und der E-Hubmagnet geht nicht kaputt, 
wenn man mit dem Lagerwagen gegen die Schublade rumpelt.
Mit ein bisschen Ansteuerungsmimik ließe sich vielleicht sogar eine 
Erkennung realisieren, ob die Schublade wieder geschlossen wurde.

Die Entnahme mehrerer Teile signalisiert man dadurch, dass die Schublade 
nach dem Schließen sofort wieder geöffnet wird.

Die Lösung ist halt etwas teurer als WS2812, dafür hat sich das Prinzip 
bei der Packstation bereits bewährt. Da springt auch das Fach auf, aus 
dem man das Paket nehmen soll.

von Rolf M. (rmagnus)


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Mitarbeiterbespaßungsdrohne schrieb:
> Wären nicht auch (kräftige) E-Magneten auf der Rückseite der Schubladen
> eine Option? Die könnten als Hubmagnet die Schublade, aus der gepickt
> werden soll, "rauskicken".
> Das erkennt man auch bei heller Raumbeleuchtung und du musst nicht im
> ganzen Schrank Kabel verlegen.

Naja, die Magnete müssen ja auch irgendwie bestromt und dann angesteuert 
werden. Und ob da hinten genug Platz ist? Der Aufwand für einen 
nachträglichen Einbau wird bei 1300 Stück auch nicht gerade gering sein.

von Thomas (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> es es so aufgebaut, dass vorne angefangen wird und man am ende wieder am
> packtisch ankommt und dann garantiert mit den Bestellungen fertig ist.

Das ist schon mal ne gute Info, dann entfällt nämlich die gesamte "muss 
man im spitzen Winkel vom anderen Ende des Raumes noch sehen können" 
Anforderung.

Dann würde ich wahrscheinlich ein paar Vorschläge aus dem Thread hier 
kombinieren:
Eine große LED oben mittig über einer "Spalte" Schubladen, damit man 
sofort weiß, wo es interessant wird. Die eigentliche Schublade kann man 
dann von hinten seitlich irgendwie beidseitig anstrahlen. Das muss ja 
nicht mehr so 100%-ig sichtbar sein, wenn man die Spalte schon gefunden 
hat.

Zum Thema Lichtleiter noch eine Idee: Wie viel Platz ist zwischen den 
Schubladen? Du könntest an der Front seitlich einen dünnen Streifen 
Plexiglas aufkleben z.B. 3x10cm groß. Vom Gestell aus leuchten dann die 
LEDs in die Plexi-Kante rein, dadurch kommt auch an der vorderen 
Schnittkante ziemlich viel Licht an.
1mm Plexiglas, aufgeklebt mit 3M VHB Klebeband, könnte da schon reichen. 
VHB klebt super, kann aber z.B. wenn mal ne Schublade verkanten und was 
zu Bruch geht, leicht gelöst und neu verklebt werden.

von Edi (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> Da wäre es einfach wenn man ein Loch bohren könnte wo man ein
> "lichtverlängerer" rein steckt der das lich auf die Schublade bringt so
> hat man keine elektronisch aufwendige Verdrahtung. Ihr kennt doch alle
> bestimmt in Geräten diese Teile die eine runde Fassung haben und
> innendrin ist durchsichtiges acryl was den lichtpunkt auf die Außenseite
> des Gerätes bringt.
>
> Ich würde einfach auf den Rahmen die led stripes aufkleben. Da ist Platz
> und es kommt mit nichts in Berührung

Hallo Thomas,

ja dann wäre es möglich mit den ALEDs zu arbeiten, da kann man dann eine 
5mm Addressierbare LEDs Mittig vberteilen, die WS2812 z.B. die benötigen 
aber 4 Drähte und da müsste man wegen der gesamtlänge alle 2m immer ein 
netzteil einspeisen..

ODER direkt 24V LED stiripes die SK5812 mit 30 leds/m..da könnte man 
alle 4m netzteil einspeisen

einmal über den schubladen als schubladenbreite und auf diesem 
metallgestell im foto,..als aussen sichtbares "modul" wie du erwähnt 
hast, Lichtleiter acrylglas als platte oder zylinder.

könnte funktionieren..

von Thomas G. (Firma: Frickelhauptquartier) (taximan)


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Hab es mal beim Daimler gesehen, pro Lade leuchten so und so viele LEDs 
auf und vermutlich über eine Waagezelle (so richtig?) wird ermittelt, ob 
die richtige Anzahl an Teilen entnommen wurde. An sich idiotensicher. 
Bei deinem Regalsystem kann man an der Stirnseite aber nichts anbringen 
und das mit flexiblem Kabel kannst du auf den ersten Fehler warten.

von DerAndereGast (Gast)


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Hier noch eine Idee für die Anzeige "durch" die Schubladenfrontblende:

Sauber mit einer Bohrschablone am Rand der Schubladenfrontblende mit 
passenden (knappen Abstand) ein 5mm Loch bohren. 5mm Plexiglasstab auf 
entsprechende Länge trennen, ein Ende anschmelzen, damit die Fläche 
glasklar wird (testen ob das funktioniert, ggf. mit Schleifpaste 
polieren ...), das andere Ende mit Schleifpapier matt schleifen (man 
könnte mit einer entsprechenden Form auch schöne "Pilzkappen" durch 
aufschmelzen erzeugen) und in das gebohrte Loch einkleben (da die LEDs 
eigentlich recht hell sind müssten als Lichtleiter auch weiße 
Plastikschrauben funktionieren, also sowas 
https://www.amazon.de/Sechskantschraube-einfach-abl%C3%A4ngbar-Kunststoffschraube-6-kant/dp/B07NV3WKY1 
). Passend am Rahmen die LED stripes hinter das Loch der 
Schubladenfrontblende kleben (auftrennen auf 16 oder 32 Stk, so dass man 
1 oder 2 LEDs pro Fach hat).

Vieeel Aufand --> ich würde doch noch mal die Galvo Sache überdenken ...
https://www.ebay.de/b/Laser-Galvos/177022/bn_7005403462

:-)

von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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Aber da muss die Einspeisung in den Abständen erfolgen?  Alternativen 
dazu hab gehört die Neopixel werden gerne genommen. aber wie gesagt hier 
bin ich auf die Hilfe derer angewiesen die Erfahrungen mit dne LED 
strips haben. Ohne Strip ist das zu viel Aufwand mit dem ganzen gelöte 
und Kabel verlegen. wie gesagt ich würde Strips von oben nach unten 
durch legen und dann jeweils schangenförmig verschalten, also erster 
Strip oben einspeisen dann unten zum nächsten strip, von diesem dann 
wieder oben zum nächsten  usw.  so könnte man auch die Einspeisung alle 
Paar Meter die benötigt werden realisieren. ich würde ein gutes Netzteil 
pro Schrank drauf bauen und dann von da aus verteilen.

von Gästle (Gast)


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Mal ein anderer Gedanke:
Es gibt doch sebstöffnende Schubladenauszüge. Vielleicht kann man 
elektronisch einfach die Schubladen öffnen, aus welchen etwas entnommen 
werden soll. Ein Kontakt beim wieder verschließen zeigt an, dass die 
entsprechende Ware gepickt wurde.
Dann könnte man entweder alle Schubladen einer Bestellung auf einmal 
öffnen oder beim schließen der eine wird die nächste geöffnet.

Hätte natürlich auch Nachteile; nur ein Picker möglich, was ist, wenn 
ein weiterer Mitarbeiter Schubladen öffnet um zu befüllen?

von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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von STK500-Besitzer (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> Welcher Controller eignet sich dafür der Wlan ansteuerbar ist zum
> testen? und gibt es dafür eine App auf Handy oder PC womit ich sagen
> kann steuer mit LED 7 und 40 in Weiß an z.b.

Für ESP-Controller gibt es Arduino-Beispiele.
Aber das ist für dich wohl nicht geeignet.
Ich steuere damit die Beleuchtung meiner Modelleisenbahn.

von Edi (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> Welcher Controller eignet sich dafür der Wlan ansteuerbar ist zum
> testen? und gibt es dafür eine App auf Handy oder PC womit ich sagen
> kann steuer mit LED 7 und 40 in Weiß an z.b.

Hallo Thomas,

der ESP8266 (WLAN) oder ESP32 (WLAN + BT)

wären hier möglich..wobei es dazu KEINE fertige app gibt, aber man kann 
per Webserver auf dem ESP direkt deine position per http-request 
ansteuern..
ein beispiel:

http://192.168.178.100/?regal=10&schublade=5

im ESP ist intern eine matrix, wo genaue positionen der leds ansteuert.

da kannst du von jedem gerät was im selben netzwerk ist und über 
webbrowser hat, die leds ansteuern

du kannst sogar eigene html lokal auf dem pc erstellen, wo buttons hat 
(jede schublade) als link zu der position.

mehr dazu:
https://arduinogetstarted.com/tutorials/arduino-http-request

von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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Hallo,

wie ist das dann? Das basiert ja auf einem Arduino mit dem Controller 
der in den Arduino reingesteckt wird richtig? dadrunter kommt noch der 
Arduino AG ETHERNET SHIELD 2.
Hat dieser die Output´s wo der LED Strip angeklemmt wird?

Dann fungiert dieser als Webserver der von anderen Geräten angesprochen 
werden kann?
Oder bin ich da auf dem falschen Dampfer?

Weil das wäre ja per http request eine richtig gute und einfache Sache.

Tauchen dabei Probleme mit der LED Menge auf?  es wären nach meinem 
Systen etwa 12 - 13k LED verteilt auf 107 Strips a 120 LED da jeder 
Strip etwa 2M lang ist.

Danke

von STK500-Besitzer (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> Das basiert ja auf einem Arduino mit dem Controller der in den Arduino 
reingesteckt wird richtig?
Wenn du den ESP meinst: Nein, das ist ein Mikrocontroller, den man auch 
im Arduino-Dialekt (in gewisserweise C++) mit der Arduino IDE 
programmieren kann.
Dafür brucht man keinen weiteren Controller.

dadrunter kommt noch der
> Arduino AG ETHERNET SHIELD 2.
Das ist für die Arduino-Boards vorgesehen, die die "standardisierte" 
Pinheader haben (siehe Arduino UNO).

> Hat dieser die Output´s wo der LED Strip angeklemmt wird?
Die hat jeder Mikrocontroller: GPIO
Für den ESP01 gibt es ein Board mit etwas Hühnerfutter drauf zum 
Ansteuern von LED-Stripes. Vermutlich aber auch für andere 
Platinenformate.

> Dann fungiert dieser als Webserver der von anderen Geräten angesprochen
> werden kann?
Ja, mit der entsprechenden Software.

> Oder bin ich da auf dem falschen Dampfer?
Nö, alles gut soweit

> Weil das wäre ja per http request eine richtig gute und einfache Sache.

> Tauchen dabei Probleme mit der LED Menge auf?  es wären nach meinem
> Systen etwa 12 - 13k LED verteilt auf 107 Strips a 120 LED da jeder
> Strip etwa 2M lang ist.
In erster Linie wohl elektrische. Du solltest mehrere Einspeisungen der 
Versorgungsspannung vorsehen (mit etwas größerem Leiterquerschnitt, 
weill sonst am Ende nichts mehr ankommt).

> Danke
Da nicht für.

von Ulrich K. (elektromechanikus)


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Vielleicht völlig vom LED Ansatz lösen und über eine Lösung mit VR 
Brille nachdenken.

Ulrich

von Cyblord -. (cyblord)


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Ulrich K. schrieb:
> Vielleicht völlig vom LED Ansatz lösen und über eine Lösung mit VR
> Brille nachdenken.

Wenn dann AR. Google Glass wäre hier ein Referenzgerät, oder Microsoft 
Hololens.

VR bringt dir hier wenig. Das wären Geräte wie Oculus oder Vive.

: Bearbeitet durch User
von Edi (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> Hallo,
>
> wie ist das dann? Das basiert ja auf einem Arduino mit dem Controller
> der in den Arduino reingesteckt wird richtig? dadrunter kommt noch der
> Arduino AG ETHERNET SHIELD 2.
> Hat dieser die Output´s wo der LED Strip angeklemmt wird?
>
> Dann fungiert dieser als Webserver der von anderen Geräten angesprochen
> werden kann?
> Oder bin ich da auf dem falschen Dampfer?
>
> Weil das wäre ja per http request eine richtig gute und einfache Sache.
>
>
> Danke

Hallo Thomas,

nein der ESP ist ein eigenständiger microcontroller, hat viel Stärker 
und hat mehr speicher als der arduino uno z.B. ausserdem hat der esp 
wlan integriert, was der arduino ein ethernet-shiel (zum aufstecken) 
benötigt.
der esp ist hier eigenständig.

Outputs über die verfügbaren pins am esp.

programmiert kann der esp über arduino IDE Software..

> Tauchen dabei Probleme mit der LED Menge auf?  es wären nach meinem
> Systen etwa 12 - 13k LED verteilt auf 107 Strips a 120 LED da jeder
> Strip etwa 2M lang ist.

ja du brauchst da definitiv mehrere netzteile, jenachdem wieviele led's 
gleichzeitig R+G+B=weiss leuchten sollen und anhand der länge vom Strip 
wegen spannungsverlusst.

hier wäre der WS2815 ideal, weil dieser 12V spannungsversorgung anbietet 
für längere Strips. 33,3mm LED abstand für 30leds/m ist hier ok.

wegen der ansteuerung der maximalen pixel, hängt davon ab wie gross der 
SRAM vom µC ist...der ESP32 ist hier gut, der hat 520Kbyte SRAM davon 
160kbyte DRAM.
wenn du reine rgb streifen nutzt sind es ca. 54.600 Pixel wo dieser 
ansteuern kann.
rechnung ist:
anzahl pixel * 3(rgb) = byte an ram sind nötig

bei rgbw sind es nur 40.960 Pixel. da 4 kanäle.

sollte doch ausreichen oder?

achja..der esp arbeitet auf 3,3V..hier MUSS man einen 
LogicLevel-Converter für die datenleitungen nutzen. sowie an jedem 
stripe einen Elko 1000µF.

Gruss
Edi

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Cyblord -. schrieb:
> Ulrich K. schrieb:
>> Vielleicht völlig vom LED Ansatz lösen und über eine Lösung mit VR
>> Brille nachdenken.
>
> Wenn dann AR. Google Glass wäre hier ein Referenzgerät, oder Microsoft
> Hololens. VR bringt dir hier wenig. Das wären Geräte wie Oculus oder Vive.

Wenn in diese Richtung gedacht wird, dann würde ich "Epson Moverio" in 
die Überlegungen mit einbeziehen. Gibt es oft sehr günstig gebraucht und 
ist auch neu nicht übermäßig teuer. Hier z.B.:

https://www.amazon.de/Epson-Moverio-BT-40-Augmented-Reality-Brille-Si-OLED-Technologie/dp/B08RJXQRSH

Google Glases gibts m.W. offiziell garnicht mehr, MS Hololens beginnt 
bei über 3000,-

von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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Edi schrieb:
> ja du brauchst da definitiv mehrere netzteile, jenachdem wieviele led's
> gleichzeitig R+G+B=weiss leuchten sollen und anhand der länge vom Strip
> wegen spannungsverlusst.
>
> hier wäre der WS2815 ideal, weil dieser 12V spannungsversorgung anbietet
> für längere Strips. 33,3mm LED abstand für 30leds/m ist hier ok.
>
Jetzt nochmal von mir die Frage. habe ich Probleme mit dem 
Spannungsverlust auch wenn auf 2 Meter nur 4 LED leuchten?

Weil dann würde ich sogar eher 144LED/M nehmen, dann ist das einfacher 
mit den Schubladenbenden, und die Optic aller Lichtleiter bleibt gleich.
kannst du mir sagen wo man diese Strips günstig her bekommt? wie gesagt 
brauche am Ende 214 Meter, würde aber jetzt erstmal mit 6 Meter ein 
Versuch bauen und natürlich auch hier berichten.


> wegen der ansteuerung der maximalen pixel, hängt davon ab wie gross der
> SRAM vom µC ist...der ESP32 ist hier gut, der hat 520Kbyte SRAM davon
> 160kbyte DRAM.
> wenn du reine rgb streifen nutzt sind es ca. 54.600 Pixel wo dieser
> ansteuern kann.
> rechnung ist:
> anzahl pixel * 3(rgb) = byte an ram sind nötig
>
> bei rgbw sind es nur 40.960 Pixel. da 4 kanäle.
>
> sollte doch ausreichen oder?
>
Hier auch die Frage es geht immer nur um die gleichzeitig Leuchtenden?
also selbst wenn ich bei 144LED/M dann ca. 30800 LED verbaut habe, gibt 
es keine Probleme vom Speicher her wenn immer nur ein paar LED leuchten?

> achja..der esp arbeitet auf 3,3V..hier MUSS man einen
> LogicLevel-Converter für die datenleitungen nutzen. sowie an jedem
> stripe einen Elko 1000µF.

welchen LLC würdest du empfehlen können?
und muss wirklich an jedem Strip ein Elko oder nur an jedem Strip wo 
wieder eine Einspeisung statt findet?

Ich hab mal ein Bild angehangen wie ich mir das Vorstellen würde.

Oben links ist der controller-Eingang und erste Sannungsversorgung. 
"Lila Punkt"
Die Strips "Rote Linien" würde ich abwechselnd oben und unten verbinden. 
"gelbe Linien"
Hier würde ich Kabel mit Steckkontakten nehmen, sodass alles einfach 
tauschbar bleibt.

Wenn ich immer wieder eine Spannungseinspeisung "blaue Pfeile" brauche, 
in welche Abständen sind die zu empfehelen mit wie viel A maximal. auch 
hier habe ich noch nicht verstanden ob das nur davon abhängt wie viele 
LED gleichzeitig leuchten oder ob der Spannungsabfall auch im 
nichtleuchtenden Zustand so stark ist, z.b. durch die Datenweitergabe?

Und wie wird das realisiert, ich kann ja nicht einfach überall ein 
Netzteil zwischen setzen, sondern müsste doch dann an jedem Netzteil 
also vor jeder neuen Einspeisung + und - kappen, da es sonst zu 
problemen kommen kann unter den Netzteilen, da die ja sicherlich nicht 
alle ganz genau die = Spannung liefern, oder ist das zu vernachlässogen 
und ich kann die quasi alle Parallel Zuschalten immer?

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7329368 wurde vom Autor gelöscht.
von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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Frank E. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Ulrich K. schrieb:
>>> Vielleicht völlig vom LED Ansatz lösen und über eine Lösung mit VR
>>> Brille nachdenken.
>>
>> Wenn dann AR. Google Glass wäre hier ein Referenzgerät, oder Microsoft
>> Hololens. VR bringt dir hier wenig. Das wären Geräte wie Oculus oder Vive.
>
> Wenn in diese Richtung gedacht wird, dann würde ich "Epson Moverio" in
> die Überlegungen mit einbeziehen. Gibt es oft sehr günstig gebraucht und
> ist auch neu nicht übermäßig teuer. Hier z.B.:
>
> 
https://www.amazon.de/Epson-Moverio-BT-40-Augmented-Reality-Brille-Si-OLED-Technologie/dp/B08RJXQRSH
>
> Google Glases gibts m.W. offiziell garnicht mehr, MS Hololens beginnt
> bei über 3000,-

Das ist sicherlich kein schechter Ansatz, aber ich bin Prakmatiker und
die Technik mit den LED Strips und Lötarbeiten etc. kann ich alles
umsetzen und wenn das ganze dann auch noch so einfach ansteuerbar ist
mit einem HTTP request würde ich auch das noch hin bekommen, vor allem
da hier ja wirklich viele User mit Erfahrungen unterwegs sind und ich
mich echt freue so eine Hilfsbereitschaft hier zu sehen.

Aber ich glaube nicht das ich in der Lage bin Die Schubladen in ein
Viruelles Programm einzupflegen und dann per Brille in die
Visualisierung zu bringen, das ganze dann auch noch an die Software
anbinden ist sicherlich auch nicht so einfach.

Hinzu kommt dann hast du wieder Brillen die hier rum liegen, diese
können runterfallen, defekt gehen usw. hinzu kommt das Brillenträger
dann wieder probleme haben.
Versteh mich bitte nicht falsch, der Ansatz ist natürlich auch gut aber
überschreitet wahrscheinlich meine kompetenzen und ich würde gerne ohne
Hardware an den Menschen selber arbeiten.

Das ist ja auch der grund warum ich nicht mit Laserscannern arbeiten
möchte, ich glaube nicht das ich die selber so programmiert bekomme,
dass jede Schublade richtig angelasert wird und wie verhält sich das da
mit der Positionsgenauigkeit, die unterschiedlichen einstrahlwinkel
machen alles noch komplizierter ich bräuchte mehrere Scanner die dann
auch noch ein Progrmam brauchen damit man weiß welcher Scanner
angesprochen werden muss für Schublade Xy.

Das habe ich mit Adressierbaren LED nicht. da kann ich eben ausprobieren
welche NR. welche Schublade hat und sogar einfach in Excel Listen bauen
über Abstände und schon habe ich Relativ einach alle LED Adressen für
die einzelnen Schubladen und diese verändern sich ja nicht, da die
Hardware also die LED Strips sowie die Schubladen keine verändernde
Position haben können.

Danke trotzdem für deine aufgezeigte Möglichkeit

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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wennman nur lange genug mit dem Lagersystem arbeitet,
braucht man irgenwann keine Hilfsmittel, um die richtige Schublade zu 
finden.

Was am meisten hilft,
wäre eine auch von 3m entfernte Lesbarkeit der Beschriftung.
Durchnummerieren von 1 bis (was hamwer hier?) 480?
führt einen schon fix genug zur richtigen Schublade.

Genauso, wie man früher eins der Hamburger Telefonbücher*
genommen hatte und den gesuchten Namen beim ersten Aufschlagen
nur um 3 Seiten verfehlt hat.

*für die Millennials, sowas wurde damals gedruckt
und kam sogar in 2 Bänden daher!!!

: Bearbeitet durch User
von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> wennman nur lange genug mit dem Lagersystem arbeitet,
> braucht man irgenwann keine Hilfsmittel, um die richtige Schublade zu
> finden.
>
> Was am meisten hilft,
> wäre eine auch von 3m entfernte Lesbarkeit der Beschriftung.
> Durchnummerieren von 1 bis (was hamwer hier?) 480?
> führt einen schon fix genug zur richtigen Schublade.
>
> Genauso, wie man früher eins der Hamburger Telefonbücher*
> genommen hatte und den gesuchten Namen beim ersten Aufschlagen
> nur um 3 Seiten verfehlt hat.
>
Ja mit eingearbeiteten Mitarbeitern, dann bist du komplett unflexibel 
wenn jemand neues eingearbeitet werden soll, es geht immer noch alles 
auf die "altmodische art" aber es geht um schnelle Einsetzbarkeit, nach 
dem motto: jeder der sich nicht damit auskennt muss das fast intuitiv 
bedienen können. Es geht heute darum Abhängigkeiten abzubauen, stell dir 
vor der Mitarbeiter der immer packt wird mal für längere Zeit krank.

Bis du einen neuen eingearbeitet hast vergeht eine Menge Zeit, mal 
abgesehen von den Fehlern. Da verlierst du am knappen Markt wieder 
Anteile.


> *für die Millennials, sowas wurde damals gedruckt
> und kam sogar in 2 Bänden daher!!!

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Thomas H. schrieb:
> aber es geht um schnelle Einsetzbarkeit

also geht es wieder einmal um eine Zeitersparnis,
die Du mit der Entwicklung des angedachten Systems mehr als auffrisst

von Grummler (Gast)


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●DesIntegrator ●. schrieb:

> wennman nur lange genug mit dem Lagersystem
> arbeitet, braucht man irgenwann keine Hilfsmittel,
> um die richtige Schublade zu finden.

Wenn Du lange genug trainierst, brauchst Du auch keinen
Taschenrechner, um Quadratwurzeln zu ziehen... :)

Du siehst die Schwäche in Deinem Argument?


> Was am meisten hilft, wäre eine auch von 3m entfernte
> Lesbarkeit der Beschriftung.

Richtig.


> Durchnummerieren von 1 bis (was hamwer hier?) 480?
> führt einen schon fix genug zur richtigen Schublade.

Halte ich aus diversen Gründen für sehr ungünstig.

Wenn es mein Lager wäre, würde ich wahrscheinlich...
... immer Gruppen aus 5 bis 10 Schränken bilden und
    jede Gruppe mit einen Buchstaben bezeichnen,
... jeden Schrank (=Spalte) innerhalb einer Gruppe
    v.l.n.r. mit einer Ziffern (0...max. 9)
    durchnummerieren,
... jede Schulbladenzeile vom Fußboden beginnend in
    Richtung Decke mit Buchstaben bezeichnen.

So entstehen Kürzel der Bauart "Buchstabe - Ziffer -
Buchstabe", die eindeutig eine Schublade beschreiben.

Wenn man alle Buchstaben verbietet, die leicht mit
anderen Buchstaben oder mit Ziffern verwechselt werden
können, und Groß-/Kleinschreibung nicht unterscheidet,
bleiben ungefähr 20*10*20 ~= 4000 Kürzel übrig.

Die Schubladen bilden übrigens die Blätter eines Baumes.


Wer möchte, kann das noch weiter treiben und die
Schränke gemäß einer Hilbert- oder Peano-Kurve im
Lagerraum anordnen...

von Grummler (Gast)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Thomas H. schrieb:
>> aber es geht um schnelle Einsetzbarkeit
>
> also geht es wieder einmal um eine Zeitersparnis,

Nee.

Der TO möchte kein Problem lösen, was notfalls etwas
Bastelei erfordert -- ich möchte basteln und nebenbei
ein Problem lösen!

SCNR

von Joachim S. (oyo)


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Grummler schrieb:
> Wenn es mein Lager wäre, würde ich wahrscheinlich...
> ... immer Gruppen aus 5 bis 10 Schränken bilden und
>     jede Gruppe mit einen Buchstaben bezeichnen,
> ... jeden Schrank (=Spalte) innerhalb einer Gruppe
>     v.l.n.r. mit einer Ziffern (0...max. 9)
>     durchnummerieren,
> ... jede Schulbladenzeile vom Fußboden beginnend in
>     Richtung Decke mit Buchstaben bezeichnen.
>
> So entstehen Kürzel der Bauart "Buchstabe - Ziffer -
> Buchstabe", die eindeutig eine Schublade beschreiben.
>
> Wenn man alle Buchstaben verbietet, die leicht mit
> anderen Buchstaben oder mit Ziffern verwechselt werden
> können, und Groß-/Kleinschreibung nicht unterscheidet,
> bleiben ungefähr 20*10*20 ~= 4000 Kürzel übrig.

Wo siehst Du den Sinn darin, die Schränke in Gruppen aufzuteilen? Bis 
auf die zusätzliche Aufteilung in Gruppen würde ich das ansonsten aber 
ganz genauso machen. Und ich würde fast jede Wette eingehen, dass die 
Picker mit einer sinnvollen "Adresse" für jede Schublade a la "13-H" und 
einer schon von weitem gut ablesbaren Beschriftung letztlich sogar 
schneller wären als mit dem vglw. teuren und aufwändigen 
LED-Streifen-Ansatz (obwohl ich die Idee im ersten Moment ziemlich cool 
fand).

Ein Problem bei dem LED-Ansatz wäre ja auch, dass es problematisch wird, 
wenn mal zwei oder mehr Picker gleichzeitig picken sollen. Da könnte man 
vielleicht noch mit unterschiedlichen Farben arbeiten, aber das geht 
auch wieder mit Nachteilen einher.

von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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Grummler schrieb:
> ●DesIntegrator ●. schrieb:

>> Was am meisten hilft, wäre eine auch von 3m entfernte
>> Lesbarkeit der Beschriftung.
>
> Richtig.

na klar kann man alles auch noch beschriften und wäre natürlich die 
einfachste Möglichkeit.
Aber dann schaut man beim Picken auf´s Tab und liest irgendwas, bis du 
dann bei den Schubladen angekommen bist, schaust du nochmal und evtl. 
nochmal.

Das Pick by Light System ist schon wirklich das beste da nur die 
Schublade leuchtet die ich als nächstes brauche. da gibts kein nochmal 
schauen oder missverständnisse etc.

>
>
>> Durchnummerieren von 1 bis (was hamwer hier?) 480?
>> führt einen schon fix genug zur richtigen Schublade.
>
> Halte ich aus diversen Gründen für sehr ungünstig.
>
wir haben ca 1.500 Schubladen :) über Eck als L gebaut auf beiden 
Seiten.


> Wenn es mein Lager wäre, würde ich wahrscheinlich...
> ... immer Gruppen aus 5 bis 10 Schränken bilden und
>     jede Gruppe mit einen Buchstaben bezeichnen,
> ... jeden Schrank (=Spalte) innerhalb einer Gruppe
>     v.l.n.r. mit einer Ziffern (0...max. 9)
>     durchnummerieren,
> ... jede Schulbladenzeile vom Fußboden beginnend in
>     Richtung Decke mit Buchstaben bezeichnen.
>
> So entstehen Kürzel der Bauart "Buchstabe - Ziffer -
> Buchstabe", die eindeutig eine Schublade beschreiben.
>
> Wenn man alle Buchstaben verbietet, die leicht mit
> anderen Buchstaben oder mit Ziffern verwechselt werden
> können, und Groß-/Kleinschreibung nicht unterscheidet,
> bleiben ungefähr 20*10*20 ~= 4000 Kürzel übrig.
>
> Die Schubladen bilden übrigens die Blätter eines Baumes.
>
>
> Wer möchte, kann das noch weiter treiben und die
> Schränke gemäß einer Hilbert- oder Peano-Kurve im
> Lagerraum anordnen...

Die Anordnung wie diese jetzt ist hat lange gedauert und macht auch in 
den Dimensionen sinn, da die Schränke 1,30 meter Tiefe haben, kann man 
hier nicht mal eben um eck springen, da verliert man dann immer sofort 
die Frontfläche von 1,3m weil das die Tiefe von dem um Eck gestellten 
Schrank gibt.

●DesIntegrator ●. schrieb:
Thomas H. schrieb:
> aber es geht um schnelle Einsetzbarkeit

also geht es wieder einmal um eine Zeitersparnis,
die Du mit der Entwicklung des angedachten Systems mehr als auffrisst

Meine Zeit, ist meine Freizeit die ich gerne dafür opfere um das 
umzusetzen, einmal generiere ich daraus Wissen und profitiere mit 
Sicherheit auch in Zukunft davon. Andererseits mag ich es 
Herausforderungen anzugehen, und am Ende freut sich doch ein Jeder über 
ein System was aus Ideen und fleiß zusammenwächst.
Und hier ist es immer wieder genial was Community´s da hervorbringen.
und ich denke auf lange Sicht wird es uns weiter nach vorne bringen, ein 
Unternehmen wird überingens nur am Markt bleiben können wenn man sich 
weiterentwickelt und nicht stehen bleibt.
Das kann auch nur der Erste Schritt für einen ganz anderen sein, das 
Budget ist hier aber überschaubar was ich Investiere und was daraus dann 
wieder für Ideen wachsen wird sich zeigen.
Ich bin Jemand von der Sorte. Idee gehabt, drüber nachdenken, dann 
versuchen Umzusetzen, dabei die Hürden so niedrig wie möglich halten, 
gut zu überlegen was man selbst denkt zu schaffen, Informationen 
besorgen und dann ran an den Speck.

Wenn man Hürden erst einmal niedrig hält hat man 2 Vorteile. erstens 
wirst du schnell Fortschritte machen und Erfolge sehen, das treibt Dich 
weiter an und du bleibst motiviert, außerdem haben mehr Menschen von 
einfachen Dingen ahnung und du wirst mehr Menschen finden die einem 
helfen können. Wenn du hier gleich die kompliziertesten Steuerungen und 
Mechanismen nimmst wird man nur wenige Leute haben die sich damit 
auskennen und die sind dann meistens nicht in Foren unterwegs ;)

von Dieter (Gast)


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Das geht mit einem groben Array. Aber Du musst RGB-LED verwenden, weil 
Du jedem eine Farbe zuweisen musst, sonst greift die hintereinander 
durchlaufenden Personen zu häufig in das Fach, das der Nachbar 
eigentlich hätte nehmen sollen.

von Grummler (Gast)


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Joachim S. schrieb:

> Wo siehst Du den Sinn darin, die Schränke in Gruppen
> aufzuteilen?

Naja, im Prinzip teilt man immer in Gruppen ein: Wenn man
einfach alle Schubladen durchnummeriert, hat man halt die
Zehner- und Hunderterstelle als "Gruppenadresse".
Der Nachteil dieses Systems ist nur, dass 15 Schublande je
Schrank nicht kompatibel mit dem üblichen Dezimalsystem ist,
und wenn man dann aus irgend einem dämlichen Grund mal die
Schränke umstellen muss -- und glaube mir, dieser Tag WIRD
kommen --, dann verliert man entweder die lineare Ordnung
der Schubladen oder reißt Hunderte Nummern ab und klebt sie
neu.

Deswegen habe ich ein gemischtbasiges System mit Ziffern
und Buchstaben vorgeschlagen, das mit der physischen
Struktur der Lagereinheiten kompatibel gestaltet werden
kann.

M.E. lernt sich auch die Position von ungefähr einem Dutzend
Gruppen leichter und schneller als die Position von Hundert
einzelnen Schränken.
Analogie: Einteilung in Stadtteil, Straße und Hausnummer.
Wenn der Taxifahrer am Hauptbahnhof weiss "Ahh, okay,
Richtung Wilder Mann!", dann fährt er schon mal auf Verdacht
in die richtige Richtung los, ohne schon ganz genau zu wissen,
wo die Neuländer Straße oder die Stephanstraße ist.


> Ein Problem bei dem LED-Ansatz wäre ja auch, dass es
> problematisch wird, wenn mal zwei oder mehr Picker
> gleichzeitig picken sollen. Da könnte man vielleicht noch
> mit unterschiedlichen Farben arbeiten, aber das geht auch
> wieder mit Nachteilen einher.

Naja, ich weiss schon vom Ansatz her nicht, wie das mit
den LEDs praktisch funktionieren soll: Angenommen, in eine
Sendung muss 1 Stück Nr. 414 und 2 Stück Nr. 623 hinein.

Da der Kommissionierer ja die Nummern "nicht kennen braucht",
sondern nur nach den blinkenden LEDs gehen soll, schreitet er
also langsam die gesamte endlose Schrankfront ab und führt eine
lineare Durchmusterung (!!) aller Schubladen durch -- bis er
hoffentlich die beiden mit den blinkenden LEDs findet...

von STK500-Besitzer (Gast)


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Grummler schrieb:
> Naja, ich weiss schon vom Ansatz her nicht, wie das mit
> den LEDs praktisch funktionieren soll: Angenommen, in eine
> Sendung muss 1 Stück Nr. 414 und 2 Stück Nr. 623 hinein.
>
> Da der Kommissionierer ja die Nummern "nicht kennen braucht",
> sondern nur nach den blinkenden LEDs gehen soll, schreitet er
> also langsam die gesamte endlose Schrankfront ab und führt eine
> lineare Durchmusterung (!!) aller Schubladen durch -- bis er
> hoffentlich die beiden mit den blinkenden LEDs findet...

Es geht doch dar nicht darum, die Anzahl anzuzeigen, sondern wo das 
gesuchte Teil liegt.
Ein Koordinatensystem funktioniert auch mit einer Liste auf Papier.
Die komissioniernde Person bekommt halt eine Möglichkeit (Tablet, 
Notebook o. dergl.) mit auf den Wagen, wo dann die nächste Position der 
Stückliste angeklickt werden kann.

Manche "Endwiggler" schmeissen hier echt Kanonen auf Spatzen (schießen 
können sie vermutlich gar nicht).

Wie viele von Euch haben solche Systeme schon mal in der Praxis 
umgesetzt?
Ich zumindest eins (inkl. Verteilung über mehrere Gebäude und Räume), 
das seit ein paar Jahren zufriedenstellend funktioniert.
Verbesserungspotential gibt es immer...

von STK500-Besitzer (Gast)


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Edit: Die LED-Geschichte wäre bei uns noch ein Nice-To-Have, aber nicht 
nötig (wir haben in den betreffenden Bereichen nicht dauernd neues 
Personal).

von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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Grummler schrieb:
> Da der Kommissionierer ja die Nummern "nicht kennen braucht",
> sondern nur nach den blinkenden LEDs gehen soll, schreitet er
> also langsam die gesamte endlose Schrankfront ab und führt eine
> lineare Durchmusterung (!!) aller Schubladen durch -- bis er
> hoffentlich die beiden mit den blinkenden LEDs findet...


Dafür haben unsere Schubladen ja noch eine Beschilderung. also auf jeder 
Lade steht die Kategorie und das Teil. also z.b. "Minifure Utensil" oder 
"Brick Round 2x2"  aber jetzt gibt es z.b. 15 Minifigure Utensil 
Schubladen und selbst ich mache heute noch welche auf die ich nicht 
benötige da man ja nur so ungefair weiß welche Teile in welcher Lade 
sind und jede Lade hat ja noch unterteilungen. so sind in einer Lade 
meistens 40 verschiedene Dosen mit Teilen.

Man weiß also schon wo man hinrennen muss. Aber es ist doch oft so das 
man 2,3 oder mehr LAden aufmacht und das kostet Zeit und mal ehrlich, es 
ist auch für Jederman frustrierend! Man meint das Teil muss doch hier 
sein. und dann ist es doch wo anders.

Und wenn das Pick by Light System sauber umgesetzt werden kann habe ich 
schon den nächsten Schritt in Planung.
Dann kann man nämlich ganz leicht 30% oder mehr Lagerfläche sparen, da 
ich dann ein Chaossystem einführen kann. Unsere Software arbeitet so, 
dass alle zu pickenden Teile so gepickt werden müssen, das keine 
schublade 2 mal aufgemacht werdne muss und kein Weg 2 mal gegangen 
werden muss. das kann im Chaossystem genau so programmiert werden.

Die Idee dazu ist auch total Simpel:

mache aus Allen offenen Bestellungen eine Große und gib jeder einzelnen 
Bestellung einen Buchstaben. Sagen wir mal A B C und D dann bekommen 
alle Teile aus Bestellung A die Kennung Ahinter den Teilen usw. und 
schon weiß man wo diese rein gehört.  das möchte ich dann auch per LED 
angezeigt bekommen so das die Box leuchtet wo das gerade gepickte Teil 
rein gehört, hier pasieren nämlich doch schon mal Pick-Fehler.

von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


Angehängte Dateien:

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So sehen meine Schubladen von innen aus

von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


Angehängte Dateien:

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Und so momentan mein Pick Wagen.

von Martin S. (mmaddin)


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Wann geht's denn nun mal los hier, wurde schon so viel geredet.

Jetzt muss aber mal die Tat folgen.

M.

von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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Martin S. schrieb:
> Wann geht's denn nun mal los hier, wurde schon so viel geredet.
>
> Jetzt muss aber mal die Tat folgen.
>
> M.

Bestellt habe ich 10 Meter Strips, 50m doppelkleber von 3M,
120 lichtleiter 5mm. Ein Controller ESP32 mit Display, ein 12v 300w 
Netzteil sowie strip Anschlusskabel
Morgen sollen schon die meisten Teile kommen. Der Rest am Montag. Sobald 
alles da ist werde ich anfangen. Bis dahin muss ich aber noch schauen 
wie das mit dem Controller funktioniert, Software aufspielen und 
ansteuern.
Wie gesagt diese Controller Geschichten sind mir komplett neu.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Thomas H. schrieb:
> Meine Zeit, ist meine Freizeit die ich gerne dafür opfere um das
> umzusetzen, einmal generiere ich daraus Wissen und profitiere mit
> Sicherheit auch in Zukunft davon.

es opfert also seine Freizeit für den Arbeitgeber...?

🥴

von Grummler (Gast)


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Thomas H. schrieb:

> Grummler schrieb:
>> Da der Kommissionierer ja die Nummern "nicht kennen braucht",
>> sondern nur nach den blinkenden LEDs gehen soll, schreitet er
>> also langsam die gesamte endlose Schrankfront ab und führt eine
>> lineare Durchmusterung (!!) aller Schubladen durch -- bis er
>> hoffentlich die beiden mit den blinkenden LEDs findet...
>
> Dafür haben unsere Schubladen ja noch eine Beschilderung.

Ahh. Ich esse gern Salami; jede Scheibe ist willkommen.

Soll heißen: Das war (mir) bis jetzt nicht klar.


> also auf jeder Lade steht die Kategorie und das Teil. also
> z.b. "Minifure Utensil" oder "Brick Round 2x2"  aber jetzt
> gibt es z.b. 15 Minifigure Utensil Schubladen

Das Konzept der eindeutigen Artikelnummern ist nicht
bekannt?


> und selbst ich mache heute noch welche auf die ich nicht
> benötige da man ja nur so ungefair weiß welche Teile in
> welcher Lade sind und jede Lade hat ja noch unterteilungen.
> so sind in einer Lade meistens 40 verschiedene Dosen mit
> Teilen.

Da schau her.

Es geht also nur SCHEINBAR darum, aus den 1300 Schubladen,
die das Lager insgesamt umfasst, die eine zu finden, die
den gesuchten Artikel enthält.

In Wahrheit ist nämlich sowohl bekannt, zu welcher
Kategorie der gesuchte Artikel gehört, als auch, wo sich
diese Kategorie UNGEFÄHR im Lager befindet.

Aus den Schubladenbeschriftungen geht nur nicht im Detail
hervor, wie die einzelnen Artikel der Kategorie auf die
Schubladen aufgeteilt sind. Völlig andere Baustelle.

Auch dieses Problem lässt sich durch ein passendes
Koordinatensystem und eine passende Codierung lösen; die
kleinste adressierbare Einheit darf natürlich dann nicht
die Schublade -- sondern muss die Schachtel sein. (Selbst
der Fall, dass Schubladen verschieden viele Schachteln
enthalten können, lässt sich abbilden.)


Das soll nicht heissen, dass ich die Idee mit den LEDs
generell schlecht finde, im Gegenteil -- nur würde ich
das ZUSÄTZLICH zu einer eindeutigen Beschriftung an den
Schubladen machen, und keinesfalls ANSTATT.


> Und wenn das Pick by Light System sauber umgesetzt
> werden kann habe ich schon den nächsten Schritt in
> Planung.
> Dann kann man nämlich ganz leicht 30% oder mehr
> Lagerfläche sparen, da ich dann ein Chaossystem
> einführen kann.

Das würde ich bei einem Lager, in dem MENSCHEN (und
keine Roboter) arbeiten, zwar nur nach Androhung von
Waffengewalt machen -- aber das ist Dein Problem. Du
bist der Chef...

Was sich in Großunternehmen lohnt, muss nicht
automatisch auch in einer Drei-Mann-Klitsche sinnvoll
sein.

von Stefan F. (stefanus)


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Grummler schrieb:
> da ich dann ein Chaossystem einführen kann

Und wenn die Datenbank gehackt wird, kannst du den Laden schließen und 
die Waren als Sondermüll entsorgen. Es wäre nicht die erste Firma, der 
das passiert ist.

von Edi (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> Jetzt nochmal von mir die Frage. habe ich Probleme mit dem
> Spannungsverlust auch wenn auf 2 Meter nur 4 LED leuchten?
>
> Weil dann würde ich sogar eher 144LED/M nehmen, dann ist das einfacher
> mit den Schubladenbenden, und die Optic aller Lichtleiter bleibt gleich.
> kannst du mir sagen wo man diese Strips günstig her bekommt? wie gesagt
> brauche am Ende 214 Meter, würde aber jetzt erstmal mit 6 Meter ein
> Versuch bauen und natürlich auch hier berichten.

Ja Spannungsverlust hast du trotzdem, egal wieviele LED's, es geht da um 
physikalische länge vom Leiter, dessen Querschnitt und die Spannung.
du kannst da ruhig 144leds/m nehmen, achte da halt auf 
Spannungsversorgung und die LEistung. und dass du bei diesem alle 2m neu 
einspeist.
wo man diese günstig bekommt? ist unterschiedlich...müsste man suchen..

>
>> wegen der ansteuerung der maximalen pixel, hängt davon ab wie gross der
>> SRAM vom µC ist...der ESP32 ist hier gut, der hat 520Kbyte SRAM davon
>> 160kbyte DRAM.
>> wenn du reine rgb streifen nutzt sind es ca. 54.600 Pixel wo dieser
>> ansteuern kann.
>> rechnung ist:
>> anzahl pixel * 3(rgb) = byte an ram sind nötig
>>
>> bei rgbw sind es nur 40.960 Pixel. da 4 kanäle.
>>
>> sollte doch ausreichen oder?
>>
> Hier auch die Frage es geht immer nur um die gleichzeitig Leuchtenden?
> also selbst wenn ich bei 144LED/M dann ca. 30800 LED verbaut habe, gibt
> es keine Probleme vom Speicher her wenn immer nur ein paar LED leuchten?
>

würde ich trotzdem dafür auslegen, auch wenn es nur eine pro m leuchtet.

>> achja..der esp arbeitet auf 3,3V..hier MUSS man einen
>> LogicLevel-Converter für die datenleitungen nutzen. sowie an jedem
>> stripe einen Elko 1000µF.
>
> welchen LLC würdest du empfehlen können?
> und muss wirklich an jedem Strip ein Elko oder nur an jedem Strip wo
> wieder eine Einspeisung statt findet?
>

an jeder einspeisung, also an allen 2m.

> Ich hab mal ein Bild angehangen wie ich mir das Vorstellen würde.
>
> Oben links ist der controller-Eingang und erste Sannungsversorgung.
> "Lila Punkt"
> Die Strips "Rote Linien" würde ich abwechselnd oben und unten verbinden.
> "gelbe Linien"
> Hier würde ich Kabel mit Steckkontakten nehmen, sodass alles einfach
> tauschbar bleibt.

steckkontakte sehe ich problematisch..nur ärger damit gehabt..ich würd 
löten.

>
> Wenn ich immer wieder eine Spannungseinspeisung "blaue Pfeile" brauche,
> in welche Abständen sind die zu empfehelen mit wie viel A maximal. auch
> hier habe ich noch nicht verstanden ob das nur davon abhängt wie viele
> LED gleichzeitig leuchten oder ob der Spannungsabfall auch im
> nichtleuchtenden Zustand so stark ist, z.b. durch die Datenweitergabe?
>
> Und wie wird das realisiert, ich kann ja nicht einfach überall ein
> Netzteil zwischen setzen, sondern müsste doch dann an jedem Netzteil
> also vor jeder neuen Einspeisung + und - kappen, da es sonst zu
> problemen kommen kann unter den Netzteilen, da die ja sicherlich nicht
> alle ganz genau die = Spannung liefern, oder ist das zu vernachlässogen
> und ich kann die quasi alle Parallel Zuschalten immer?

ja..ein beispiel: du holst dir 3x 5A 12V netzteil, 144L/m, alle 2 m 
einspeisung parallel von EINEM netzteil..da du nur paar leds pro m 
aufleuchten lässt, kannst du z.B. alle 8m  neues netzteil nehmen..mit 
2,5mm² vom netzteil jeweils zu den einspeisepunkten und je 1000µF 
kondensator direkt am stripe.
., GND muss zum nächsten strip weiter verbunden werden, weil 
datenweitergabe auch weiter durchverbunden wird. nur der +12V anschluss 
muss aufgetrennt werden fürs nächste netzteil.

24m Stripe sind dann gut versorgt.

warum alle 2m? wegen dem spannungsabfall UND stromstärke, um diese 
aufzuteilen, weil sonst letzte 30cm "glühen" werden wenn der rest vom 2m 
stripe komplett eingeschaltet wird.

du kannst auch 12V 10A netzteil holen..und auf 12m / Netzteil 
gehen..trotzdem alle 2m anschluss.

von Edi (Gast)


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Edi schrieb:
>> welchen LLC würdest du empfehlen können?

achja..kannst da jeden nehmen wo 3,3V auf der Low seite geht und max 18V 
auf der High-Seite.
https://www.exp-tech.de/module/schnittstellen/5998/pololu-logic-level-shifter-4-channel-bidirectional

hab diesen hier gut nutzen können..funktioneirt in so einigen Projekten 
von mir tadellos.

von Holger (Gast)


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Edi schrieb:
> ja..ein beispiel: du holst dir 3x 5A 12V netzteil, 144L/m, alle 2 m
> einspeisung parallel von EINEM netzteil..da du nur paar leds pro m
> aufleuchten lässt, kannst du z.B. alle 8m  neues netzteil nehmen..mit
> 2,5mm² vom netzteil jeweils zu den einspeisepunkten und je 1000µF
> kondensator direkt am stripe.
> ., GND muss zum nächsten strip weiter verbunden werden, weil
> datenweitergabe auch weiter durchverbunden wird. nur der +12V anschluss
> muss aufgetrennt werden fürs nächste netzteil.
>
> 24m Stripe sind dann gut versorgt.
>
> warum alle 2m? wegen dem spannungsabfall UND stromstärke, um diese
> aufzuteilen, weil sonst letzte 30cm "glühen" werden wenn der rest vom 2m
> stripe komplett eingeschaltet wird.
>
> du kannst auch 12V 10A netzteil holen..und auf 12m / Netzteil
> gehen..trotzdem alle 2m anschluss.

Du hast aber schon mitbekommen, daß es hier um die Versorgung von 
insgesamt 214m LED-Streifen geht, womit wir dann bei 144L/m ungefähr bei 
30000 LEDs wären.

Thomas H. schrieb:
> Weil dann würde ich sogar eher 144LED/M nehmen, dann ist das einfacher
> mit den Schubladenbenden, und die Optic aller Lichtleiter bleibt gleich.
> kannst du mir sagen wo man diese Strips günstig her bekommt? wie gesagt
> brauche am Ende 214 Meter, würde aber jetzt erstmal mit 6 Meter ein
> Versuch bauen und natürlich auch hier berichten.

Bei 1..2mA Ruhestrom pro LED gehen also schon mal 30..60A für die 
Ruhestromversorgung drauf. Da leuchtet dann noch keine einzige LED.

@TO
Ist dir bewußt, daß dein Controller jedes mal 30000 x 24Bit in einem 
strikten Zeitraster durch die gesamte Kette schicken müsste, um einzelne 
LEDs ein- oder auszuschalten. Und während dieser Zeit darf die Bitfolge 
weder gestört noch durch WLAN unterbrochen werden. Ich würde mich von 
dem Konzept eines einzelnen Controllers verabschieden.

Schau dir diese Links an, dann wird dir vielleicht die Art der 
Adressierung etwas klarer:
https://florianbuchner.com/adressierbare-rgb-led-streifen-fuer-angeber/
https://www.derunledlights.com/de/the-difference-between-addressable-rgb-led-strip-ws2811-ws2812b-ws2813-ws2815-sk6812-sk9822/

Und bei 30000 LEDs darfst du dir auch noch Gedanken über die 
Ausfallwahrscheinlichkeit der eingesetzten Bauteile bzw. Baugruppen 
machen.

Thomas H. schrieb:
> Das ist sicherlich kein schechter Ansatz, aber ich bin Prakmatiker und
> die Technik mit den LED Strips und Lötarbeiten etc. kann ich alles
> umsetzen und wenn das ganze dann auch noch so einfach ansteuerbar ist
> mit einem HTTP request würde ich auch das noch hin bekommen, vor allem
> da hier ja wirklich viele User mit Erfahrungen unterwegs sind und ich
> mich echt freue so eine Hilfsbereitschaft hier zu sehen.

Wenn du wirklich ein Pragmatiker bist, dann markierst du, wie schon 
mehrfach vorgeschlagen, als erstes die Schubladen mit deutlich 
sichtbaren Codes, und verfolgst erst danach deine LED Idee als 
"nice-to-have".

Ist das eine reine Lagerhalle, oder sind da vielleicht auch noch 
Maschinen am Arbeiten, die Störungen verursachen könnten?

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Holger schrieb:
> Und bei 30000 LEDs darfst du dir auch noch Gedanken über die
> Ausfallwahrscheinlichkeit der eingesetzten Bauteile bzw. Baugruppen
> machen.
Mit so vielen LEDs könnte man schon eine ernsthafte und belastbare 
Statistik zur MTBF aufstellen. Ich würde da mit dem Hersteller der LEDs 
sprechen, vielleicht hat der Interesse daran und gibt die Prüflinge 
deshalb billiger ab.

Hatte ich den RGB-Laser aus der Lightshow-Abteilung eigentlich schon 
erwähnt? Den kann man ohne viel Aufwand redundant aufbauen (um ein paar 
Meter versetzt, dann gibt es keinen Schattenwurf). Dann funktioniert das 
Lager sogar, wenn einer davon kaputt ist. Aber wenn es denn unbedingt 
und mit aller Gewalt LEDs sein müssen...

: Bearbeitet durch Moderator
von Thomas H. (Firma: Megabricks GmbH) (doktory)


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Edi schrieb:
> Hallo Thomas,
>
> der ESP8266 (WLAN) oder ESP32 (WLAN + BT)
>
> wären hier möglich..wobei es dazu KEINE fertige app gibt, aber man kann
> per Webserver auf dem ESP direkt deine position per http-request
> ansteuern..
> ein beispiel:
>
> http://192.168.178.100/?regal=10&schublade=5
>
> im ESP ist intern eine matrix, wo genaue positionen der leds ansteuert.
>
> da kannst du von jedem gerät was im selben netzwerk ist und über
> webbrowser hat, die leds ansteuern
>
> du kannst sogar eigene html lokal auf dem pc erstellen, wo buttons hat
> (jede schublade) als link zu der position.

Hallöchen,
hat hier Jemand Erfahrungen mit so einer Programmierung?
Gibt es jemanden der mir sagen kann wie ich die Software auf den 
Controller bekomme und mit einem Request ansteuern kann?
evtl. gibt es da eine wo ich quasi meine Schubladen den LED´s zuweise 
und dann ansprechen kann, per http wäre das dann super.
Wenn gesagt wird im ESP ist intern eine Matrix, dann muss diese Matrix 
doch erstellt werden oder wie kann ich das verstehen?

Ich habe einen Heltec ESP32 (V3) Controller gekauft und nun hier liegen.

Würde gerne die Software aufspielen und zwei Türme mit LED´s versehen um 
zu testen ob ich mit der Helligkeit und der Anordnung zurecht komme, wie 
gut kann man das am Ende sehen.
Da ich noch nie mit einem Microcontroller gearbeitet habe habe ich 
leider noch gar keine Erfahrung mit dem Programmieren und einrichten so 
eines Teils.

Wäre super Dankbar für jede "Anleitung" oder Hilfe.

Danke und Grüße
   Thomas

von STK500-Besitzer (Gast)


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Thomas H. schrieb:
> Wenn gesagt wird im ESP ist intern eine Matrix, dann muss diese Matrix
> doch erstellt werden?

ja...

Thomas H. schrieb:
> Da ich noch nie mit einem Microcontroller gearbeitet habe habe ich
> leider noch gar keine Erfahrung mit dem Programmieren und einrichten so
> eines Teils.

Jetzt wird's anstrengend...

Thomas H. schrieb:
> Ich habe einen Heltec ESP32 (V3) Controller gekauft und nun hier liegen.
Gibt's einen Link dazu? Heltec liefert unterschiedliche Boards mit dem 
Controller.

von Martin S. (mmaddin)


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Thomas H. schrieb:
> Bestellt habe ich 10 Meter Strips, 50m doppelkleber von 3M,
> 120 lichtleiter 5mm. Ein Controller ESP32 mit Display, ein 12v 300w
> Netzteil sowie strip Anschlusskabel

Ganz schön mutig und auch etwas ungewöhnlich irgendwelche Hardware zu 
bestellen in der Hoffnung anschließend das passende Basisgprojekt im 
Internet präsentiert zu bekommen...

Thomas H. schrieb:
> Wäre super Dankbar für jede "Anleitung"

VOR der Beschaffung sollte doch zumindest geschaut werden ob es ein 
gutes Projekt als Basis für dieses System gibt, und dann erstmal für 
wenige Euro ein bisschen Hardware beschaffen und schauen ob und wie man 
damit zurecht kommt, vor allem wenn man noch keine Erfahrung hat...

M.

von Εrnst B. (ernst)


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Martin S. schrieb:
> Ganz schön mutig und auch etwas ungewöhnlich irgendwelche Hardware zu
> bestellen in der Hoffnung anschließend das passende Basisgprojekt im
> Internet präsentiert zu bekommen...

hier das passende Basisprojekt:
https://github.com/Aircoookie/WLED

Damit kannst du erstmal die LED-Streifen ansteuern, Hardware bauen etc.
Später dann: Entweder die Firmware austauschen, oder beibehalten und die 
Daten dann eben per Json/Mqtt/sonstwas an den ESP32 mit WLED schicken.

von Edi (Gast)


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Holger schrieb:
> Du hast aber schon mitbekommen, daß es hier um die Versorgung von
> insgesamt 214m LED-Streifen geht, womit wir dann bei 144L/m ungefähr bei
> 30000 LEDs wären.
>
jepp..habe ich..da wird aber keine RGB Effekt draufkommen, sondern nur 
einzelne oder max 2 leds auf einem Streifen / Netzteil leuchten..
..deshalb die netzteil auftrennung.

> Bei 1..2mA Ruhestrom pro LED gehen also schon mal 30..60A für die
> Ruhestromversorgung drauf. Da leuchtet dann noch keine einzige LED.

ja immernoch müssen dann mehrere netzteile benutzt werden..und nicht nur 
eines...

hatte ich aber geschrieben dass man da auf max 8m auftrennen müsste und 
sowie mit Spannungsabfall zu kämpfen hat.

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