Eine andere Antennenversion der Youloop Antenne

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Willi schrieb:

Als genau das wird sie aber üblicherweise bezeichnet: moebius style loop antenna.

Das "style" macht den Unterschied. Es ist eine Loop nach Art eines Möbiusbandes.

Und der Begriff Youloop würde Youssef Touil, dem Entwickler der Airspy SDR und der SDR# Software nach seinem Vornamen geprägt. Er hat eine solche Möbiusband Loop für seine Airspy vermarktet.

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Vier Fragen:

-Warum soll die Antenne direkt an einer Wand hängen und nicht im offenen Raum?

-Was bewirkt der Transformator?

-Welche Art Ringkern wird verwendet?

-Kann man statt dem "verschachtelten" Koaxkabel auch einfach zwei parallele Windungen aus Klingeldraht benutzen?

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kai schrieb:

Warum soll die Antenne direkt an einer Wand hängen und nicht im offenen Raum?

Weil die Loop direkt an der Wand den stärksten Kontakt mit elektrischen Leitungen, mit Betonbewehrung und sonstigen Metallen hat, die als Sekundärstrahler wirken und das Empfangssignal verstärken. Dafür ist aber in Innenräumen keine korrekte Richtungspeilung mehr möglich.

Kann man statt dem "verschachtelten" Koaxkabel auch einfach zwei parallele Windungen aus Klingeldraht benutzen?

Das würde bedeuten, dass jede 2 Windungsloop automatisch eine Möbius-Loop ist.

Die ganze Thematik wird ausführlich von Chris Trask in einem mehrseitigen Untersuchung behandelt, die leider nicht mehr frei im Internet verfügbar ist. (Vielleicht findet doch jemand irgendwo einen zugänglichen Link ??).

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eric schrieb:

Weil die Loop direkt an der Wand den stärksten Kontakt mit elektrischen Leitungen, mit Betonbewehrung und sonstigen Metallen hat, die als Sekundärstrahler wirken und das Empfangssignal verstärken. Dafür ist aber in Innenräumen keine korrekte Richtungspeilung mehr möglich.

Meine Koax Variante (1m Durchmesser) hatte allerdings bessere Empfangsergebnisse als sie Horizontal montiert auf dem Balkon auf einem Stativ in knapp 3m hohe aufgebaut war.

Also die Theorie mit den sekundärstrahlern, ich weiß nicht so Recht ob ich dem zustimmen kann.

Dazu müsste ja auch die Kopplung (Kapazitiv) stimmen, das mag ja zufällig ab und zu der Fall sein, aber bei den vielen Variablen (Abstand zur Loop, Durchmesser und länge sowie lage der Bewährung, Position der streben in der Wand, Putzdicke ect...) Kann das kaum reproduzierbar sein, somit ist das auch echt schwer zu belegen finde ich.

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Es ist eine bekannte Erfahrung, dass Stabantennen in Garagen merklich schlechter werden als Loopantennen. Das liegt daran, dass die Gebäudemetalle als Faradayscher Käfig wirken. Das magnetische Sekundärfeld ist dagegen im Innern vorhanden aber natürlich abhängig von lokalen Gegebenheiten. Die Aussage, dass es an der Wand besser geht als in Raummitte, ist also relativ und sagt auch nichts darüber aus, wie es draussen geht. Wahrscheinlich besser - wie bei Dir - , weil auf dem Wege von aussen nach innen natürlich Verluste auftreten.

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eric schrieb:

Es ist eine bekannte Erfahrung, dass Stabantennen in Garagen merklich schlechter werden als Loopantennen.

Hm... Also mein Draht in der Wohnung mit Impedanzanpassung über einen Spartrafo (ohne parallel C) ist nicht so viel schlechter im Empfang. Allerdings auch etwa doppelt so lang wie der Umfang meiner YouLoop. (7m+/-)

eric schrieb:

Die Aussage, dass es an der Wand besser geht als in Raummitte, ist also relativ und sagt auch nichts darüber aus, wie es draussen geht.

Der Unterschied kann im Bereich weniger cm liegen, ob mans glaubt oder nicht es gibt sogar "HF Trichter" wenn man so will. Ein ehemaliger Steinbruch in der Stadt in der ich aufgewachsen bin war so einer. In mitten des Steinbruch könnte man mit der Handfunke den ganzen Umkreis von 40-50km hören und auch erreichen.

eric schrieb:

Wahrscheinlich besser - wie bei Dir - , weil auf dem Wege von aussen nach innen natürlich Verluste auftreten.

Auf alle Fälle, besonders am letzten Wohnort war es extrem. Beschichtete isolierwolle im Dach, Stahlbeton und beschichtete Fenster.... Gab für UKW Radio nur genau eine einzige Stelle in der Wohnung wo rauschfreier Empfang gewährleistet war.

Beitrag #8074664 wurde von einem Moderator gelöscht.
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Hallo Eric.

eric schrieb:

Warum soll die Antenne direkt an einer Wand hängen und nicht im offenen Raum?

Weil die Loop direkt an der Wand den stärksten Kontakt mit elektrischen Leitungen, mit Betonbewehrung und sonstigen Metallen hat, die als Sekundärstrahler wirken und das Empfangssignal verstärken. Dafür ist aber in Innenräumen keine korrekte Richtungspeilung mehr möglich.

Das gilt aber garantiert so nicht für jede Wand. ;O)

Kann man statt dem "verschachtelten" Koaxkabel auch einfach zwei parallele Windungen aus Klingeldraht benutzen?

Das würde bedeuten, dass jede 2 Windungsloop automatisch eine Möbius-Loop ist.

Nein. Weil die zwei Windungen der Möbiusl-Loop so verschaltet sind, dass jeweil die hälfte des Drahtes durch den Aussenleiter elektrisch geschirmt ist. Aber vermutlich würde es dafür eine entsprechende Schleife aus Koaxialleitung auch tun.

Das Problem ist dabei aber, dass Du den Aussenleiter zur Unterdrückung von Induktionsströmen, die das Signal was Du haben willst schwächen, unterbrechen musst. Das ist bei einer Windung kein Problem, aber bei mehr Windungen hättest Du das Problem, dass Du mehrere voneinander isolierte Aussenleiterstücke hättest, die auf unbestimmten Potential liegen. Dieses Problem umgeht die obige Anordnung. Ebenso hofft man, dass sich die Anteile des Signals aus der elektrischen Komponente des elektromagnetischen Signals teilweise gegeneinander weg heben. Als Alternative könntest Du den Aussenleiter als unterbrochenes metallenes Rohr nehmen, und mehrere Windungen dort hineinfädeln. Und das ist bei zwei Windungen garantiert schon umständlicher als eine durchgeschnittene Koaxleitung mit Innen- und Aussenleiter überkreuz zu verlöten. ;O)

Elektrisch unterscheidet sich diese Spulenantenne nicht grundsätzlich von anderen lange bekannten Spulenantennen. Aber von diesem Angehen des mechanischen Aufbaus hatte ich noch nichts gehört. Der ist vermutlich konstruktiv deutlich einfacher als andere Ansätze.

Antennen lassen sich mit vielen unterschiedlichen Randbedingungen optimieren. Hier ist es der eher unkomplizierte mechanische Aufbau.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de

Die ganze Thematik wird ausführlich von Chris Trask in einem mehrseitigen Untersuchung behandelt, die leider nicht mehr frei im Internet verfügbar ist. (Vielleicht findet doch jemand irgendwo einen zugänglichen Link ??).

Beitrag #8074724 wurde von einem Moderator gelöscht.
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W. H. schrieb:

Hier ist der Link zu der Ausarbeitung von Chris Trask https://groups.io/g/loopantennas/files/ShieldedLoopAerialsRev0.pdf

Da kommt man offenbar nur ran, wenn man der Gruppe beitritt. Über Chris' Originalnachricht kommt man aber auch so ran, sogar ohne groups.io-Account:

https://groups.io/g/loopantennas/message/12686

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Der Kern ist ein BN 73 (77 Material) Kann Schweinenase oder Toroid sein. Das ganze bekommt 4 Windungen bifilar (22µH)

Ps: Ich würde Kunststoff Boxen für oben und unter vorsehen, weil man da relativ einfach mit dem Durchmesser experimentieren kann. Ob man jetzt PL oder BNC verbaut ist Geschmacksache. Ich denke RG 58 reicht, RG 213...wer will... MfG

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Jörg W. schrieb:

Der Thread ist drei Jahre alt.

Habe ich übersehen.

Jörg W. schrieb:

Den TE wird das nicht mehr interessieren.

Möglich, aber es gibt sicher aktuelle Interessenten, denn in unserer heutigen Zeit wo es kaum Platz für Antennen gibt, aber jede Menge SDR und Zeugs mit aktueller Technik. Antennenthemen sind immer gefragt, denke ich, da macht man nichts falsch. MfG

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Jens B. schrieb:

Der Kern ist ein BN 73 (77 Material) Kann Schweinenase oder Toroid sein. Das ganze bekommt 4 Windungen bifilar (22µH)

Hier muss ich gleich mal meinen Fehler korrigieren. Die Schweinenase hat trotz gleichem Material etwa 192µH statt 22µH bei einem Toroid. Tja, man lernt nie aus. Aber trotzdem sind die 4 Windungen auf der Nase gut für den der mehr Wert auf Kurzwelle und tiefere Frequenzen legt. 22µF würden die Schleife für weiter oben optimieren. Die gezeichnete grüne Linie ist keine Brücke! Verbunden ist unten nur der Schirm...sonst wäre es keine Loop...Da ich die Nasen da habe nehme ich die auch und habe noch nicht nach passenden Toroiden gesucht. Mit dem Ringkern-Rechner kein Problem. Hier mal einen Link auf einen Rechner der Nasen Kann: https://toroids.info/BN-73-202.php MfG

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Jens B. schrieb:

Was bringt die Überbrückung der einen Seite des Balun, ist das nicht eher Kontraproduktiv?

Na klar, die Symmetrierwirkung ist futsch. Außerdem wäre die Drosselinduktivität des Balun mit 22 µH bzw. ihr XL des viel zu gering, um eine ausreichende Symmetrier-Wirkung bei Frequenzen unter 5 MHz zu zu gewährleisten.

Merke: Nicht alles, was man im Web findet ist auch sinnvoll und durchdacht.

https://www.mikrocontroller.net/attachment/701361/you_Loop_Schalte.jpg

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Al schrieb:

Merke: Nicht alles, was man im Web findet ist auch sinnvoll und durchdacht.

Stimmt, aber zu dieser Youloop finden sich nur Skizzen die Details vermissen lassen. Über die Induktivität des Baluns lassen sich der Empfangsbereich gezielt optimieren.22µH ist eher für hohe Frequenzen bis VHF. Langwelle und Mittelwelle fallen da raus. Wenn Ersteller solcher Skizzen nicht immer so viel verschweigen würden... Aber ich habe gelernt, das Nasen und Toroide trotz gleichen Materials nicht gleich zu berechnen sind. Ist ja schon mal was positives.

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Herbert Z. schrieb:

Aber ich habe gelernt, das Nasen und Toroide trotz gleichen Materials nicht gleich zu berechnen sind.

Dann hast du was Falsches gelernt. Ein Doppellochkern ist nichts Anderes als zwei nebeneinander glegte separate Toroide,und folgen auch den gleichen Gesetzmäßigkeiten. Die Toroide eines Doppellochkern koppeln (ideal) nicht aufeinander, da deren jeweiliger magnetischer Fluss im jeweiligen Ring konzentriert ist und (ideal) nicht über den Mittelsteg auf den anderen Ring streut.

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Al schrieb:

Dann hast du was Falsches gelernt. Ein Doppellochkern ist nichts Anderes als zwei nebeneinander glegte separate Toroide und folgen auch den gleichen Gesetzmäßigkeiten.

Nein! Ein einzelner Toroid aus dem gleichen Material (77) hat wesentlich weniger Induktivität bei 4 Windungen zb. Die Geometrie der Kernes spielt dabei auch eine Rolle. Der FB 73 -2401 ein Toroid hat bei 4 Windungen 25,6µH, die Nase BN 73 hat dagegen 192 µH bei 4 Windungen.

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Herbert Z. schrieb:

Al schrieb:

Dann hast du was Falsches gelernt. Ein Doppellochkern ist nichts Anderes als zwei nebeneinander glegte separate Toroide und folgen auch den gleichen Gesetzmäßigkeiten.

Nein! Ein einzelner Toroid aus dem gleichen Material (77) hat wesentlich weniger Induktivität bei 4 Windungen zb. Die Geometrie der Kernes spielt dabei auch eine Rolle. Der FB 73 -2401 ein Toroid hat bei 4 Windungen 25,6µH, die Nase BN 73 hat dagegen 192 µH bei 4 Windungen.

Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich. Merkst du denn nicht, dass du hier unter zwei vollkommen unterschiedlichen Voraussetzungen vergleichst?

natürlich haben zwei unterschiedlich große Toroide unterschiedliche magnetische Eigenschaften. Es daher unsinnig, die Induktivität eines Toroids mit einem Doppellochkern mit vollkommen unterschiedlichen Dimensionen zu verleichen. Wäre dein Doppellochkern aus zwei gleich großen Toroids zusammmengesetzt ergäbe sich die doppelte Induktivität als bei nur einem Toroid. Die Induktivitäten addieren sich, wenn man eine Windung durch beide Löcher aka Ringe zieht, sie vervierfacht sich nicht.

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