Ich werde aus den Fritz Thermostaten einfach nicht schlau.
Ursprünglich hatte ich nur die Heizkörper Thermostate. dann ist mir aufgefallen das beide Heizkörper unterschiedlich heizen, weil ein Heizkörper vermutlich die Wärme besser abgeben kann, als der andere. Also habe ich in der Fritzbox die Temperaturkompensation eingeschaltet. Ich habe allerdings festgestellt, dass dieser lineare Offset wert nicht hilft.
Also habe ich das Raumthermostat dazu gekauft. Der offset wird dadurch deaktiviert, weil das Thermostat die Korrektur selbst übernimmt.
Die Situation ist jetzt, dass beide Heizkörper auf 20° stehen, einer ist heiß, der andere kalt, das Thermostat steht auf 20°, sagt aber selbst, dass es nur 18 sind. Es ist sau kalt...
Was ist da los? Funktioniert das Zeug wirklich so schlecht?
Du solltest als ersten eine hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage/Heizkörper vornehmen. Ist annähernd recht einfach selbst durchzuführen. Dann klappt es auch mit der Regelung und gleichwarmen Heizkörpern ...
Du solltest als ersten eine hydraulischen Abgleich der
Heizungsanlage/Heizkörper vornehmen.
Einfach die Rücklaufverschraubung beim HK mit der höheren RL Temp zudrehen bis sie etwa gleich sind. oder die Voreinstellung im Thermostat verändern ( wenn vorhanden ).
Du solltest als ersten eine hydraulischen Abgleich der
Heizungsanlage/Heizkörper vornehmen.
Einfach die Rücklaufverschraubung beim HK mit der höheren RL Temp
zudrehen bis sie etwa gleich sind. oder die Voreinstellung im Thermostat
verändern ( wenn vorhanden ).
Wenn ein Heizkörper kalt ist und einer heiß, dann liegt das nicht am hydraulischen Abgleich. Den kann er immer noch machen. Jetzt muss er herausfinden warum das eine Ventil sperrt.
@Martin: Sorry aber ich kenn diese Fritz Steuerung nicht, aber zumindest solltest du erst mal prüfen ob beide Thermostaten aufgehen wenn du sie auf sehr warm stellst.
Dass die beiden Tempertursensoren nicht exakt gleich sind ist klar, genauso kann es sein, dass je nach Luftströmungen im Raum das eine Thermostat in kälterer Luft ist als das andere.
Das sollte durch die zentrale Steuerung aber ausgleichbar sein.
Aber erst mal prüfen ob beide prinzipiell funktionieren.
Beide Heizkörper gehen. Drehe ich auf "Max", bullern sie.
Das die räumliche Situation die Temperaturmessung beeinflusst, ist klar. Das darf aber bei einem Raumthermostat nicht mehr passieren.
Im Gegenteil: Fritz wirbt ja damit, dass man das Thermostat einfach an den Ort im Raum mitnehmen kann, an dem man die gewünschte Temperatur haben will.
Das darf aber bei einem Raumthermostat nicht mehr passieren.
Im Gegenteil: Fritz wirbt ja damit, dass man das Thermostat einfach an
den Ort im Raum mitnehmen kann, an dem man die gewünschte Temperatur
haben will.
Hm, wie gesagt ich kenne diese Fritz Dinger nicht.
Ich würde annehmen, dass dieses Raumthermostat irgendwo gesagt bekommt welche einzelne Thermostatventile zu dem Raum gehören und die dann gleichmäßig aufsteuert wenn die Solltemperatur kleiner ist als die Isttemperatur.
Weiter hätte ich vermutet dass die lokale Temperaturmessung und der lokale Regelkreis im Ventil in dem Fall deaktiviert sind, und der Raumthermostat die Ventile nur noch als Steuereinheit nutzt und seinen eigenen Regelkreis implementiert hat.
Wenn bei dir nur ein Ventil öffnet, kann es sein, dass das andere für das Raumthermostat nicht "dazugehört"?
Ja klar sitz die Intelligenz woanders. Die Heizkörperthermostaten Regeln schon noch selbst.
Aber wenn das Thermostat denkt, es hätte 23°, aber das Raumthermostat sagt: nene, sind nur 19°C, dann müsste mMn der Heizkörper feststellen, dass er 4° daneben liegt und entsprechend korrigieren.
Sonst wäre das Raumthermostat ja irgendwie vollkommen witzlos.
Ja klar sitz die Intelligenz woanders. Die Heizkörperthermostaten
Regeln
schon noch selbst.
Aber wenn das Thermostat denkt, es hätte 23°, aber das Raumthermostat
sagt: nene, sind nur 19°C, dann müsste mMn der Heizkörper feststellen,
dass er 4° daneben liegt und entsprechend korrigieren.
Sonst wäre das Raumthermostat ja irgendwie vollkommen witzlos.
Hallo Martin,
bist Du sicher, dass die Heizkörperthermostate noch autark regeln wenn sie mit dem Wandthermostat verbunden sind?
Eigentlich muss doch der Raumthermostat die Regelung übernehmen, oder nicht? Wie soll der Raumthermostat denn sonst die eingestellte Solltemperatur "veranlassen". OK, er kann allen "autarken" Ventilen sagen "Stell die Temperatur auf 20°C. Egal, wie Du das machst".
Und die im Wandthermostat (der dann ja eigentlich nicht so heißen dürfte) angezeigte Temperatur ist dann einfach die aktuelle Isttemperatur am Wandthermostat.
Also bei uns haben die Heizkörperventile auch eine Anzeige, allerdings werden die definitiv vom Wandthermostaten gesteuert, der auch die Regelung übernimmt. Wir haben allerdings in jedem Zimmer nur einen Heizkörper.
Wenn wir schon dabei sind: Bei uns schwingt die Temperatur bei einem "Sollwertsprung" immer total über. Würde mich mal interessieren, wie "intelligent" die Regelungsalgorithmen sind. Heute würde ich eigentlich adaptive Regler erwarten. Da sich die Überschwinger jedoch im Laufe der Zeit nicht verändern, kann ich, zumindest bei unseren Geräten, eine Selbstoptimierung ausschließen.
Insgesamt halte ich eine Heizungsregelung für relativ schwierig, da man riesige Zeitkonstanten und Totzeiten hat. Leider kann man an den Reglern als "Anwender" rein gar nichts einstellen, was die Regelung selbst betrifft.
Aber wenn das Thermostat denkt, es hätte 23°, aber das Raumthermostat
sagt: nene, sind nur 19°C, dann müsste mMn der Heizkörper feststellen,
dass er 4° daneben liegt und entsprechend korrigieren.
DenkenMachtSpaß schrieb im Beitrag #7341292:
...
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Wenn wir schon dabei sind: Bei uns schwingt die Temperatur bei einem
"Sollwertsprung" immer total über. Würde mich mal interessieren, wie
"intelligent" die Regelungsalgorithmen sind. Heute würde ich eigentlich
adaptive Regler erwarten. Da sich die Überschwinger jedoch im Laufe der
Zeit nicht verändern, kann ich, zumindest bei unseren Geräten, eine
Selbstoptimierung ausschließen.
Dieses Verhalten wäre für mich nachvollziehbar bei recht hoher Vorlauftemperatur. Der Thermostat schliesst bei Solltemperatur, die Heizkörper haben allerdings noch eine Ladung Wärme intus und geben die weiter an den Raum ab.
Aber wenn das Thermostat denkt, es hätte 23°, aber das Raumthermostat
sagt: nene, sind nur 19°C, dann müsste mMn der Heizkörper feststellen,
dass er 4° daneben liegt und entsprechend korrigieren.
Der Thermostat schliesst bei Solltemperatur, die
Heizkörper haben allerdings noch eine Ladung Wärme intus und geben die
weiter an den Raum ab.
Wie bitte?! Das wäre dann eine Zweipunktregelung. Ich gehe nicht davon aus, dass in den Heizungsreglern derart primitive "Regelalgorithmen" werkeln. Ein wenig mehr macht zumindest unser System schon. (höre ich an den Stellantrieben)
Die Vorlauftemperatur kann ich dir nicht sagen, aber die haben wir auf jeden Fall schon einmal reduziert. Ich möchte halt auch nicht 2h warten, bis mein Zimmer einigermaßen warm ist. Außerdem sind die Heizkörper in den Zimmern relativ groß. Aber das soll gefälligst der Regler ausgleichen! Hallo, die Regelungstechnik, sogar die digitale, ist erfunden.
Der Thermostat schliesst bei Solltemperatur, die
Heizkörper haben allerdings noch eine Ladung Wärme intus und geben die
weiter an den Raum ab.
Wie bitte?! Das wäre dann eine Zweipunktregelung. Ich gehe nicht davon
aus, dass in den Heizungsreglern derart primitive "Regelalgorithmen"
werkeln. Ein wenig mehr macht zumindest unser System schon. (höre ich an
den Stellantrieben)
Die Vorlauftemperatur kann ich dir nicht sagen, aber die haben wir auf
jeden Fall schon einmal reduziert. Ich möchte halt auch nicht 2h warten,
bis mein Zimmer einigermaßen warm ist. Außerdem sind die Heizkörper in
den Zimmern relativ groß. Aber das soll gefälligst der Regler
ausgleichen! Hallo, die Regelungstechnik, sogar die digitale, ist
erfunden.
Gruß
Marcus
Das muss sich doch nicht unbedingt ausschliessen! Der Regler wird schon im analogen Modus seine Arbeit tun.
Aber: Der schliesst mit einer Geschwindigkeit X das Ventil. Während dieser Zeit wird dein (recht großer!) HK von einer effektiven Pumpe neu beladen. Während andere HK im Kreis nix mehr abnehmen, ist dieser HK der einzige Abnehmer?!.
Könnte das in etwa so geschehen?
Wie bitte?! Das wäre dann eine Zweipunktregelung. Ich gehe nicht davon
aus, dass in den Heizungsreglern derart primitive "Regelalgorithmen"
werkeln. Ein wenig mehr macht zumindest unser System schon. (höre ich an
den Stellantrieben)
Was erwartest du?
Falls du Techniker bist, solltest du die Trägheit eines Heizkörpers kennen.
Und dessen Regelkurve.
Zweipunktregelung reicht vollkommen aus.
Du solltest als ersten eine hydraulischen Abgleich der
Heizungsanlage/Heizkörper vornehmen. Ist annähernd recht einfach selbst
durchzuführen. Dann klappt es auch mit der Regelung und gleichwarmen
Heizkörpern ...
Hydraulischen Abgleich empfehlen alle Gutachter, Heizungbauer und sonstige Gelehrte wenn sie bei einer Heizung nicht weiterkommen. Es verteilt sich nur die gelieferte Energie anders und ist aus meiner Sicht Schwachsinn. Das ist so als wenn ich Wasser spare, wenn ich mit einer redudizierten Düse 10Liter Wasser in einen Eimer fülle. Dauert halt nur länger.
HolgerR
Kannst du dir die aktuelle Ventilposition (0-100%) beidet HK Regler anzeigen lassen.
Wenn beide ungefähr gleich stehen und ein HK kalt bleibt, dann stimmt der Abgleich der Position nicht.
Z.b. ist bei einem HK 50% genau die mitte und beim anderen noch kurz vor geschlossen.
Du könntest mal die Batterien kurz rausnehmen und wiedereinsetzen. Dann sollte eine Referenzfahrt stattfinden.
Wenn das nicht zur Besserung führt, dann drehe den kalten HK am Abgleichventil etwas weiter auf.
Was es an unerwarteten Einflüssen geben kann, zeigt folgendes Beispiel.
Meine Therme wird durch einen analogen Fernregler gesteuert, der sich im WZ an einer Innenwand am Fußende der Couch befindet. Wenn sich dort Jemand niederlässt, wird es im WZ etwas kühler!
Ursache ist die Körperwärme der Person in der Nähe des Fühlers, der diesem eine höhere Raumtemperatur suggeriert mit entsprechender Reaktion der Regelung.