Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Sind die 100€ 3d drucker verschwunden?


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von Sven (Gast)


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Ìch habe vor Jahren so Billig 3d Drucker gekauft. Prusa i3 clone teile. 
Haben für mich immer ausgereicht. Nun sind beide mittlerweile soweit das 
ich gedacht hab ich kauf mal nen neuen. Aber irgendwie finde ich in der 
Preisklasse bis 150€ nur noch einseitig aufgehängte oder komplett mit 
Pastik Führungen und so.

Bin ich zu blöd zum Gucken oder sind die Prusa i3 clone ausgestorben. 
Vor ein paar Jahren wurden wir quasi damit überschwemmt Teilweise für 
unter 100€

von 3D Druck Drucker (Gast)


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Hallo

Mehr oder weniger ja:
Und das aus recht guten Grund - diese 150 und teilweise sogar noch 
weniger Euro Teile waren selbst als Bausatz einfach nur schlecht und 
anfällig in den Druckergebnissen bzw. man musste soviel Modifikationen 
und Ergänzungen vornehmen das sie ganz schnell in die Preisklasse der 
besseren Drucker kamen, desweiteren ist das auch bei guten Druckern 
umfangreiche ausprobieren der diversen "Software" (Slicer) Einstellungen 
bei jeden neuen Filament nochmal deutlich aufwendiger (jedes 
Ausprobieren kostet sehr viel Zeit und unter Umständen bei teuren 
Filament auch richtig Geld).

Des weiteren dürfte auch dir bekannt sein das die Inflation kräftig 
angezogen hat (bitte, bitte nicht über die Gründe herumlabern - das wird 
den Thread kaputt machen - Hetzer und Gefrustete  Zeitgenossen - haltet 
euch bitte heraus) und es bei vielen Elektronischen Bauteilen 
Lieferprobleme gibt und wo alle Verkäufer und Händler gut und schnell 
drin sind, sind "Preisanpassungen" nach oben...

von Flip B. (frickelfreak)


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Ender 3 und clones für rund 150 liefern top ergebnisse, trotz nur einer 
z-achse.

von Schlaumaier (Gast)


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Liegt an der Inflation.

https://www.reichelt.de/3d-drucker-monoprice-mp10-mini-mp10-mini-p341867.html

War auch mal preiswerter. ;)

von René H. (mumpel)


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Immer wieder diese unsägliche "Ich will alles für noch weniger 
Geld"-Diskussion. Wer meint einen 3D-Drucker begehren zu müssen, soll 
den Preis dafür zahlen, oder er soll es lassen.

von Boomer (Gast)


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https://www.mydealz.de/deals/elegoo-mars-2-pro-2125543


Finde diese Klasse ja persönlich interessanter, preislich inzwischen 
echt erschwinglich mit 120€.

von Luftnummer (Gast)


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Aus als Ergänzung zu meinem E3-Clone habe ich mir vor gut einem Jahr 
einen Kingroon KP3S gekauft und war ziemlich erstaunt darüber was der 
beinahe* out of the box für eine Druckqualität geliefert hat. Mit 
180x180x180mm Bauraum ist er nicht all zu groß, aber alles, was in den 
Bauraum passt, drucke ich seit dem nur noch mit diesem Drucker. Dazu 
kommt, daß dieser Drucker TMC-Treiber hat und dadurch ziemlich leise 
ist.

Jetzt, nach einem Jahr, sind allerdings die Lüfter verschlissen und 
müssten ausgetauscht werden und die magnetische Druckplatte macht etwas 
Probleme, was ich aber durch Einsatz eines Klebesticks behoben habe.
Ansonsten druckt er auch nach mehr als einem Jahr noch so gut, wie am 
ersten Tag.

Die 190€ finde ich für einen Drucker der an X und Y Achse 
Linearführungen besitzt, für diese Größe und die gelieferte Qualität 
angemessen.
https://amzn.eu/d/2G5wMnW


*beinahe, weil er natürlich erst mal zusammen gebaut werden musste und 
ich die Linearführungen und die Z-Spindel erst einmal ordentlich 
einfetten musste, die waren knochentrocken.

von otto (Gast)


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3D Druck Drucker schrieb:
> Des weiteren dürfte auch dir bekannt sein das die Inflation kräftig
> angezogen hat

Durch den technischen Fortschritt gibt es bei technischen Produkten eher 
Deflation. Nur in bestimmten Bereichen lässt sich die Kundschaft 
verarschen, was dann natürlich schamlos ausgenutzt wird.

von Blechbieger (Gast)


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otto schrieb:
> Durch den technischen Fortschritt gibt es bei technischen Produkten eher
> Deflation. Nur in bestimmten Bereichen lässt sich die Kundschaft
> verarschen, was dann natürlich schamlos ausgenutzt wird.

Ein wesentlicher Teil der Herstellungskosten eines 3D-Druckers ist die 
Mechanik und die ist im Gegensatz zu Mikroelektronik nicht durch 
technischen Fortschritt wesentlich billiger geworden.

von Harald W. (wilhelms)


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Sven schrieb:

> Sind die 100€ 3d drucker verschwunden?

Ja, genauso wie die 1-Liter-Speiseölflaschen für 1EUR. :-)

von Schlaumaier (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Ja, genauso wie die 1-Liter-Speiseölflaschen für 1EUR. :-)

hihi.

Der Preis ist aber wieder gravierend gefallen. Von 5 Euro vor 6 Monaten 
auf 2 Euro aktuell für Sonnenblumenöl

von Purzel H. (hacky)


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Die Stueckzahlen werden gefallen sein. Wer will denn noch 10x10x10cm ?
Ich musste mir einen 20x20x20cm zulegen, der ging fuer 300.

von Vn N. (wefwef_s)


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Unter 150€ scheint sich für die Hersteller nicht wirklich zu lohnen, der 
aktuelle Ender 2 kostet immer noch die gleichen 150-200 die auch schon 
das Vorgängermodell gekostet hat, nur halt mehr Features.
Einarmig ist in Sachen Stabilität kein Problem, in der Preisklasse darf 
man sich ohnehin keine Wunder erwarten...

von Eine Anmerkung (Gast)


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Und dann kommt noch dazu, die Aliexpress- und Ebay-Chinesen hatten 
hatten Vorschriften und Umsatzsteuer ignoriert. Wenn ein Paket nicht 
durch kam, schickten die einfach das nächste. Ist heute auch nicht mehr 
so einfach.

von Crazy H. (crazy_h)


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Bei Reichelt gibt grad einen für 139€

von Tempus fugit (Gast)


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Boomer schrieb:
> Finde diese Klasse ja persönlich interessanter, preislich inzwischen
> echt erschwinglich mit 120€.

Vorsicht:
Was da aus den Drucker kommt braucht zwingend (nicht nur einkein kann 
wie bei einen FDM Drucker) eine Nachbehandlung und auch das 
Druckmaterial selbst ist recht hochpreisig und bedarf einiges an 
Aufmerksamkeit.
Und entgegen FDM Resten bzw. "Abfall" kann (ok können kann man schon - 
nur dürfen...)man flüssig Resin Reste bzw. schlechtes flüssig Material 
nicht einfach in die gelbe... ;-) (macht natürlich niemand bei FDM ...) 
bzw. graue Tonne entsorgen...

von Tempus fugit (Gast)


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Tempus fugit schrieb:
> nicht nur einkein kann
> wie bei einen FDM Drucker

...nicht nur ein kann wie bei einen...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Also vor den meisten 3D-Druckern im unteren Preissegment kann man nur 
warnen, praktisch alle Patente, die Kunststoff-V-Rollen in irgendwelchen 
Profilen laufen lassen. Bei der Z-Achse mag das noch funktionieren, aber 
bei den viel bewegten X/Y-Achsen führt das zu hohem Verschleiß, die 
Dinger bekommen sehr schnell immer wieder Spiel und das wirkt sich 
negativ auf die Druckqualität aus. Außerdem bröseln gelegentlich Teile 
der sich auflösenden Rollen auf den Druck, was sich in hässlichen 
schwarzen Flecken bemerkbar machen kann.

Wenn man einen wirklich brauchbaren Drucker für wenig Geld sucht, gibt 
es eigentlich nur den i3 Mega S. Der hat brauchbare Führungen und zwei 
Antriebsspindeln für die Z-Achse, E3D V5 Hotend. Damit sind recht gute 
Ergebnisse möglich. Und nein, ich werde nicht vom Hersteller bezahlt.

Aber wer sich für den 3D-Druck interessiert sollte vorab ein paar Dinge 
wissen. Einfach aus dem Karton funktioniert so gut wie keines der Geräte 
optimal. Es ist kein Druck wie auf einem Blatt A4, sondern es ist mehr 
mit einem CNC-Prozess zu vergleichen. Die Dinger sind 
CNC-Fertigungsautomatischen, die mit geschmolzenem Kunststoff 
herumschmieren, nicht mehr und nicht weniger. Heißt man muss den Prozess 
kennenlernen, das Material und die Maschine - denn Reparaturen bleiben 
definitiv nicht aus. Vor allem das Hotend baut man regelmäßig 
auseinander, wenn man das Filament schlecht behandelt, auch etwas öfter. 
Jedes bißchen Dreck, was durch den Extruder geht weil es am Filament 
haftet oder so, muss irgendwann durch die meistens 0,4mm Düse. Gelingt 
das nicht, ist sie früher oder später zu und der Druck geht schief.

Oder das Thema Feuchtigkeit im Filament. PLA ist eigentlich das einzige 
Material, wo man da unter normalen Bedingungen nicht so viel drauf 
achten muss, bei Nylon kann man schon nach ein paar Stunden Probleme 
bekommen. Ich hatte auch eine Rolle ABS oder PETG mal eine Weile offen 
liegen lassen, die hat danach richtige Dampfbläschen produziert (habe 
den Druck noch während der ersten Schicht abgebrochen) und musste 
getrocknet werden.

Zweitens: Vergesst alles was man euch über "kein Problem mit Warping" 
erzählt. Jeder Kunststoff neigt zum Warping (heißt er zieht sich beim 
Abkühlen zusammen, was dazu führt, daß sich insbesondere die Ränder vom 
Druckbett heben), sogar PLA. Das ist stark von der Form des Modells 
abhängig, stabile vertikale Außenwände oder nach innen geneigte 
Strukturen begünstigen das Warping extrem. Ohne geschlossenen Bauraum 
könnt ihr ABS, ASA und unter ungünstigen Bedingungen auch PETG 
vergessen, es funktioniert nur in seltenen Fällen wie kleinen oder sehr 
flachen Teilen.

Auf jeden Fall sollte man sich drauf einstellen, daß man einige 
Fehldrucke haben wird, immer und immer wieder, teilweise nach vielen 
vielen Stunden, daß vieles im ersten Versuch bei weitem nicht so 
funktioniert wie man sich das vorgestellt hat und daß man seinen Drucker 
sehr schnell bis ins kleinste Teil kennenlernt. Wer damit ein Problem 
hat, der sollte vom 3D-Druck die Finger lassen.

Ach ja, SLA-Drucker.
Die Dinger haben ihre Vorteile, daß weniger schiefgehen kann (aber nicht 
nichts), weniger bewegliche Teile, deutlich bessere Detailtreue beim 
Druck (insofern man nicht sowieso abstützen muss, die Anlageflächen 
werden bei beiden Verfahren schlecht und müssen ggf. nachbearbeitet 
werden). Aber wer tut sich die Sauerei mit dem klebrigen Resin an? Dazu 
gibt es nicht so viel Materialauswahl, das Zeug ist oft nicht UV-stabil 
und überaus spröde... vielleicht wird es in ein paar Jahren mit anderen 
Resins besser, bis dahin warte ich noch ab bevor ich über sowas 
nachdenke. Die begrenzte Lebensdauer der Lichtquelle oder des 
LCD-Screens finde ich auch nicht gerade so prickelnd.

: Bearbeitet durch User
von OldMan (Gast)


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Bei Pollin gab es den AnyCube 3i Mega S für 279,-. Den hatte ich mir 
zugelegt. Für den Preis absolut Klasse.

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Ben B. schrieb:
> Also vor den meisten 3D-Druckern im unteren Preissegment kann man nur
> warnen, praktisch alle Patente, die Kunststoff-V-Rollen in irgendwelchen
> Profilen laufen lassen. Bei der Z-Achse mag das noch funktionieren, aber
> bei den viel bewegten X/Y-Achsen führt das zu hohem Verschleiß, die
> Dinger bekommen sehr schnell immer wieder Spiel und das wirkt sich
> negativ auf die Druckqualität aus. Außerdem bröseln gelegentlich Teile
> der sich auflösenden Rollen auf den Druck, was sich in hässlichen
> schwarzen Flecken bemerkbar machen kann.

Kann ich überhaupt nicht bestätigen.

Ich teste jetzt einen Bambulab Drucker... Da steht doch tatsächlich in 
der Wartungsanleitung, dass man laute Geräusche aus den LMU lagern 
ignorieren kann... Ich bin schon gespannt, wie lange es bis zum 
Totalschaden dauert.

Beim Flash Forge creator2 waren das so 1000-1500h.

Die ender-farm läuft dagegen quasi wartungsfrei (auf ca 5000h, 1 
Eingriff mit einer halben Stunde). Wenn man die einschlägige 
Fachliteratur studiert, dann ist eine Rollenführung eigentlich ideal für 
den 3d-druck.

Aber rollenführungen wollen recht genau eingestellt werden. Ansonsten 
kommt es zu dem von dir angesprochenen Problem... Die brauchen einfach 
ein leichtes Spiel.

Alles was Kugeln hat musst du regelmäßig fetten. Dummerweise muss dafür 
ein LMU lager von der Welle runter. Daher habe ich eigentlich alle 
Drucker, die sowas haben aus meiner farm verbannt, da das zerlegen, neu 
fetten und wieder komplett zusammenbauen, einstellen und kalibrieren 
einfach zu lange dauert.

Ganz nebenbei ist da zerlegen und wieder richtig zusammensetzen meist 
nicht erklärt und der Hersteller meint,dass sowas die Garantie erlöschen 
lässt...

Naja, schauen wir Mal ob das der Bambulab Drucker ändert... Der 
verkrüppelte Slicer und die fehlende Einbindung ins farm management 
stimmen mich nicht so positiv... Wenn er Mal tatsächlich 1nen Druck 
fertig bringt (100% Kühlung und PetG sind nicht unbedingt ideal...), 
dann muss er Mal so 1500h laufen...

Bis jetzt bin ich mit allen billig Druckern besser gefahren als mit 
teuren.

Und out of the box sind weder Profile noch die Drucker zu gebrauchen.

Bei Bambulab stimmt z.b die Riemen Spannung überhaupt nicht... Einer 
klingt nach hohem E und der andere nach dem tiefen E...

Naja... Ist halt immer noch ein gewaltiges gefrickel.

73

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Was meinen Ärger mit diesen V-Rollen angeht: Man bekommt sie aus meiner 
Sicht einfach nicht genau genug eingestellt und eine Rolle wird immer 
stärker belastet als andere. Okay, sagen wieder einige mach keine so 
hohe Riemenspannung oder noch mehr Spiel lassen... aber damit fange ich 
mir ja gleich die nächsten Probleme. Dieser Ansatz ist für meine 
Ansprüche an eine Führung einfach nicht gut genug. Ich hole ja für 'ne 
Torte auch nicht die Kettensäge raus, nur weil die da ohne großen 
Aufwand prima durch geht.

Die Wartung der LMU-Führungen finde ich bei den offenen Druckern jetzt 
nicht so schwierig. Klar, ist Bastelaufwand, aber habe ich ja oben schon 
geschrieben, daß man den 3D-Druck lassen soll wenn man darauf keine Lust 
hat. Je nach Führung kann man auch damit auskommen wenn man regelmäßig 
die Gleitschienen abwischt und mit gutem Sprühfett drangeht. Bis man die 
zerlegen und wirklich komplett reinigen muss, dauert's eigentlich eine 
ganze Weile.

Naja Bambulab hat da ein brandneues Produkt und probiert sich an zwei 
recht schwierigen Problemen gleichzeitig: Man will out of the box mit 
hohen Geschwindigkeiten drucken. Ob sie es hinkriegen oder das Produkt 
doch noch irgendwann fallengelassen wird... keine Ahnung. Eigentlich 
halte ich das Team dahinter für fähig, aber sie kämpfen eben auch gerade 
mit Kinderkrankheiten wie daß beim AMS die Lager aus der Grundplatte 
herausbrechen. Das hatte man sich bestimmt anders vorgestellt.

Was mich da eigentlich am meisten stört, sind die ganzen proprietären 
Teile. Ich weiß nicht mal, ob ich in deren Hotend eine 0,4mm 
Standard-Düse aus dem Zubehörhandel einbauen kann oder ob ich da was 
speziell von Bambulab kaufen muss. Wenn sie's so gelöst haben wie DJI 
mit ihren Drohnen, na dann gute Nacht!

Meine, wenn mich am oben angeführten i3 Mega S irgendwann das Hotend so 
richtig stört und ich keinen Bock mehr darauf habe, kann ich mir da im 
Grunde dranschrauben was immer ich will. PTFE, Full-Metal, Volcano oder 
auch 'nen Direct-Extruder... dranschrauben, kalibrieren, los geht's (mit 
der Lösung der neuen Probleme, die dann kommen).

> Naja... Ist halt immer noch ein gewaltiges gefrickel.
Genau so ist das. 3D-Druck halt.

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Ben B. schrieb:
> Je nach Führung kann man auch damit auskommen wenn man regelmäßig
> die Gleitschienen abwischt und mit gutem Sprühfett drangeht

Das geht nur bei den richtig schlechten!

Wenn du teure LMU Lager hast und die Welle auch die richtige Toleranz 
hat, dann sollte der Abwischer eigentlich nix rein lassen.

Die Temperaturen beim ABS-Druck sind aber hoch genug, dass dir selbst 
Hochtemperaturfett da langsam rauskommt.

Meiner Erfahrung nach, so 1000h ABS und die Lager sind ziemlich leer und 
man hört die Kugeln.
1500h und du hast Rillen auf der Welle und die Kugeln fangen an zu 
blockieren...

Die Düse usw scheint gut zu sein.
Drucken tut er eigentlich sauber.
Aber der Druck verzieht sich leider und wird damit unbrauchbar.

Preise für Ersatzteile sind i.O.
In der Farm verwende ich ausschließlich Revos, weil die einfach nicht 
undicht werden können...
Bambulab will für das komplette Hotend Assembly gleich viel wie 3dJake 
für die Revo Nozzle will.
Ist also mehr als fair!

Hilft aber alles nix, wenn man den Slicer nicht überredet bekommt, den 
scheiß Lüfter abzudrehen.

73

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Das geht nur bei den richtig schlechten [LMU-Lagern]!
Naja, kommt drauf an. So gut sind die bei den Niedrigpreisdruckern alle 
nicht - aber sie sind deutlich besser als Rollen. Wenn ich mit denen 
nicht zufrieden bin, könnte ich diese gegen bessere austauschen. Und 
wenn ich gute nehme, dann finde ich bestimmt auch welche, die sowas wie 
Schmiernippel haben oder die mit einer Zentralschmierung arbeiten 
können. Das ist zusätzlicher Aufwand, aber wer das eine will, muss das 
andere mögen. Aber damit bin ich dieses Problem los.

Was ich gerade überlege, ob ich mir einen Raise3D Pro2/3 oder so 
anlachen soll. Eigentlich zu teuer für privat... aber wie ich schrieb, 
wer das eine will, muss das andere mögen. Dual-Extruder für zweifarbigen 
Druck oder Stützstrukturen mit anderem Material wäre schon nicht 
schlecht, die Ein-Düsen-Lösung in Verbindung mit dem AMS gefällt mir 
nicht, weil man damit bei jedem Filamentwechsel so viel 
Material-Ausschuss produziert. Klar, wenn der Kunde das bezahlt, ist das 
einem kommerziellen Anbieter egal, aber schön ist es trotzdem nicht.

Edit:
> Hilft aber alles nix, wenn man den Slicer nicht überredet bekommt,
> den scheiß Lüfter abzudrehen.
Vielleicht hilft ein Stück Panzertape...

: Bearbeitet durch User
von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Ben B. schrieb:
> Und
> wenn ich gute nehme, dann finde ich bestimmt auch welche, die sowas wie
> Schmiernippel haben oder die mit einer Zentralschmierung arbeiten
> können.

Das ist eben genau das Problem mit LMU Lagern und kleine 
Profilführungen. Da gibt's sowas nicht.

Ben B. schrieb:
> Was ich gerade überlege, ob ich mir einen Raise3D Pro2/3 oder so
> anlachen soll.

Schonmal geschaut wie die sich vorstellen, dass man sein Bett levelt???
Zumindest wie ich das 1. Mal auf shoppingtour für was 
"professionelleres" war, da hatten die da 16 schrauben unterm Bett mit 
denen man das hindrücken durfte.

Der Slicer war aber gut... den habe ich ziemlich lange verwendet.

Ben B. schrieb:
>> Hilft aber alles nix, wenn man den Slicer nicht überredet bekommt,
>> den scheiß Lüfter abzudrehen.
> Vielleicht hilft ein Stück Panzertape...

Bevor ich mit Panzertape anfange, geht der Drucker retour und ich hol' 
mir noch 5 Ender3 V2 samt Revo Micro Hotends.

Lüfter ganz abdrehen geht nun... da gibt's doch einige Settings die 
anders reagieren wie beim Prusa Slicer (obwohl ja eigentlich "gleich" 
bis auf die GUI).
Ganz aus ist aber bei bridges nicht gut...

Gerade läuft Test-Druck Nr 10... immer noch Ausschuss, aber zumindest 
ein Fortschritt.

Jetzt noch den Slicer von Github compilieren und mal schauen, ob sich da 
was geändert hat... zumindest weniger Abstürze wären fein...

73

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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>> Was ich gerade überlege, ob ich mir einen Raise3D Pro2/3
>> oder so anlachen soll.
> Schonmal geschaut wie die sich vorstellen, dass man sein Bett levelt???

Naja irgendwelche Probleme hat jeder 3D-Drucker, bzw. Dinge, die nicht 
sonderlich gut gelöst sind und weswegen man gerne ein Stück aus der 
Tischkante herausbeißen würde. Aber ich suche mir lieber Probleme raus, 
mit denen ich klarkomme, die ich lösen kann, wenn auch mit viel Aufwand. 
Normalerweise sollte man bei diesen Druckern das Druckbett auch nicht 
oft leveln müssen. Einmal gut eingestellt sollte für eine ganze Weile 
funktionieren, bzw. sollte nur der Z-Offset bleiben.

Was mich daran nervt ist nur, daß man sowas immer erst ausprobieren 
kann, wenn man einen solchen Drucker in den Fingern hat. Keine Ahnung 
welches Gerät da das beste ist. Ich hätte gerne eines mit geschlossenem 
Bauraum, was mit 180-300, vielleicht auch 350°C an der Düse klarkommt, 
gerne Dual-Extruder, wo ich Standard-Komponenten wie Düsen aus dem 
Zubehör verbauen kann und was mit offenen Slicern wie Cura genutzt 
werden kann - bei dem was ich so über manche proprietäre Slicer höre. 
Bauraum natürlich so groß wie möglich, altes Problem.

Wenn man da bei den preiswerteren Geräten bleibt, wäre der Qidi X-Max 
vielleicht eine Option gewesen, der allerdings einigen Anwendern zufolge 
Probleme mit seinen Z-Achsen hat, die sich negativ auf das Druckergebnis 
auswirken und wo dann die Spindeln samt Motoren getauscht werden müssen. 
Ja sorry, wer will denn sowas haben, für sowas geb ich doch keine fast 
1.000 Euro aus. Dann lieber wirklich schauen, daß man für vielleicht 
1.500-2.000 an einen gebrauchten Raise3D drankommt und sich dieses Gerät 
erziehen.

Voron bauen fällt aus wegen ist nicht. Zu teuer für das, was es am Ende 
kann. Prusa-Geräte will ich eigentlich auch nicht, kommt mir so vor als 
ob man da im Wesentlichen den Namen bezahlt, aber sonst recht wenig 
bekommt. Ultimaker? Auf jeden Fall ganz schlimme Webseite, die nur aus 
schlecht verständlicher Werbung besteht und nicht aus Details, die man 
gerne wissen möchte, was das Ding am Ende wirklich kann.

Alternativ wäre nur was selbst bauen bzw. irgend eine Mechanik nehmen 
und dann via Klipper oder so... ist aber eigentlich nicht das, was ich 
möchte. Ich hätte schon gerne ein eigenständiges Gerät, wo nicht immer 
ein Computer und das komplette Netzwerk zwingend mitlaufen muss.

Bleib ich dabei - alles nicht so einfach!

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