Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wie ist der FAE Job?


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von Frank M. (frank_m103)


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Hallo Leute,

ich arbeite seit ein paar Jahren als Embedded-Entwickler (Hardware als 
auch Software bei einem Mittelständler).
Über Xing als auch LinkedIn wurde ich über die letzten Monate jetzt 
schon vermehrt grad von Distributoren oder Halbleiterfirmen kontaktiert 
um als FAE zu arbeiten.

Ich hatte mit FAEs bisher eigentlich nur aus Kundenperspektive zu tun, 
aber die, die bei uns waren wirken irgendwie recht oft ziemlich 
gestresst und irgendwie habe ich oft das Gefühl, dass ich technisch 
deutlich fitter bin (grad auch was Details der Produkte angeht).

Ich habe mich jetzt doch aber mal beworben und auf den ersten Blick 
wirken die Konditionen recht gut. Ich verdiene aktuell in Summe ca. 75k€ 
und würde bei dem aktuellen Angebot über 10k€ brutto mehr bekommen 
(zzgl. Aktienoptionen und Bonus) und zusätzlich ein Dienstwagen mit 100% 
home-office.

Bin echt kurz davor, schwach zu werden. Leider muss ich bei meinem 
aktuellen Arbeitgeber wieder 4 von 5 Tagen ins Büro.

Rein vom technischen her wirkt das alles sehr überschaubar von der 
Komplexität was mein potentieller Chef mir bisher gesagt hat. Ich müsste 
technischen Support für MCU's und MPU's machen für Kunden grob für die 
Region hier, hätte keine wirklichen "eigene Projekte" mehr wie in meinem 
aktuellen Job. Die Kollegen sind komplett in Europa verstreut & sitzen 
größtenteils alle im Home-office.
Klingt für mich ein bisschen so wie Kundenprojekte debuggen oder 
Beispielcodes implementieren.

Dienstwagen ist halt auch ein nettes Benefit wenn man es privat nutzen 
kann.

Wer ist FAE hier und kann mal erzählen wie die Arbeit so ist?
Meine Angst ist ein bisschen dass ich am Ende ein Power-Point-Bot bin 
der den ganzen Tag nur in der Gegend rumfahren muss....

von DSGV-Violator (just4nothing)


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Frank M. schrieb:

>  und zusätzlich ein Dienstwagen mit 100%
> home-office.

Soso, eine Tätigkeit als zu den Kunden reisender Verteter wird 
heutzutage als "Dienstwagen mit 100% home-office" bezeichnet ...

Das erinnert an die Geschichte des FPGA-FAE's der seine Frau am 
Flughafen nur zum Tausch der Koffer mit der dreckigen Wäsche traf:

https://www.elektronikpraxis.de/vom-ingenieurbuero-zu-europasfuehrendem-fpga-trainingszentrum-a-545312/

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Das F in FAE steht für Field, also da draußen im Feld, beim Kunden. 
Entweder verarschen die dich mit 100% Home-Office oder das ist kein 
FAE-Job, sondern "Telefonsex - First-Level oder vielleicht Second-Level 
Telefonsupport.

: Bearbeitet durch User
von Weich W. (Firma: Weichwarengesellschaft mbH) (hand_werker)


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Hannes J. schrieb:
> Das F in FAE steht für Field, also da draußen im Feld, beim Kunden.
> Entweder verarschen die dich mit 100% Home-Office oder das ist kein
> FAE-Job

Oder das FAE steht für Fachinformatiker Anwendungsentwicklung ;)

von Frank M. (frank_m103)


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Ok um fair zu bleiben. Ich darf im HO sein sofern ich nicht unterwegs 
sein muss. Gemeinsame Treffen mit dem Team sind ca. einmal pro Halbjahr 
geplant.

von Markus K. (markus-)


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Frank M. schrieb:
> irgendwie habe ich oft das Gefühl, dass ich technisch
> deutlich fitter bin (grad auch was Details der Produkte angeht).

Das ist mir auch schon oft aufgefallen. In 4 von 5 Fällen weiß ich mehr 
als der FAE. Das ist auch kein Wunder. Man kann schließlich nicht 100 
CPUs im Detail kennen.

> Meine Angst ist ein bisschen dass ich am Ende ein Power-Point-Bot bin
> der den ganzen Tag nur in der Gegend rumfahren muss....

Frag doch einfach mal, wie viele Reisetage denn pro Jahr so typisch 
sind. Wie viele mit Übernachtung? Wie viele Kundentermine an einem 
Reisetag?

von Unwichtig (noname_user)


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Hannes J. schrieb:
> Entweder verarschen die dich mit 100% Home-Office oder das ist kein
> FAE-Job,

Wieso verarschen, er startet früh von zu Hause, und Abends ist er auch 
wieder, wenn er Glück hat, daheim. So spart man sich das Büro für einen 
Vertriebler im AD. ;-)

@ TO, die Fa. hat doch einen Namen eine HP u. eine Anschrift, damit 
bekommst du nichts weiter heraus?
Google-Maps für die Anschrift, wenn es ein großes Büro-Gebäude ist gibt 
es ne Hausverwaltung, die man fragen kann. Oder andere in dem Gebäude.
Kann ja wohl nicht so schwer sein?
Allein diese Umstände reichen schon aus um ein wenig Klarheit zu 
bekommen.

Markus K. schrieb:
> Frag doch einfach mal, wie viele Reisetage denn pro Jahr so typisch
> sind. Wie viele mit Übernachtung? Wie viele Kundentermine an einem
> Reisetag?

Ja klar doch, u. darauf wird er ne ehrliche Antwort bekommen? Eine 
Stellenausschreibung gibt es dazu also auch nicht? Dann such dir 
Bewertungen dazu raus oder Ex-Mitarbeiter, das wird sinnvoller sein.

von Markus K. (markus-)


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Unwichtig schrieb:
> Google-Maps für die Anschrift, wenn es ein großes Büro-Gebäude ist gibt
> es ne Hausverwaltung, die man fragen kann. Oder andere in dem Gebäude.
> Kann ja wohl nicht so schwer sein?

Du meinst, die Hausverwaltung führt Buch, wer von den FAEs wie oft beim 
Kunden ist? Insbesondere, wenn das z.B. eine Vertriebsniederlassung ist.

> Markus K. schrieb:
>> Frag doch einfach mal, wie viele Reisetage denn pro Jahr so typisch
>> sind. Wie viele mit Übernachtung? Wie viele Kundentermine an einem
>> Reisetag?
>
> Ja klar doch, u. darauf wird er ne ehrliche Antwort bekommen?

Natürlich wird da geschönt, aber im Prinzip schon. Wenn da krass gelogen 
wird, dann lernt er in der ersten Woche seine Kollegen kennen und wenn 
die ihm erzählen, dass er 80% der Zeit beim Kunden ist, dann ist er in 
der 2. Woche wieder weg.

von Unwichtig (noname_user)


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Markus K. schrieb:
> Du meinst, die Hausverwaltung führt Buch, wer von den FAEs wie oft beim
> Kunden ist? Insbesondere, wenn das z.B. eine Vertriebsniederlassung ist.

Nö, woraus soll man das bei mir herauslesen?
... wenn das z.B. eine Vertriebsniederlassung ist. ..., na dann wäre es 
ja klar, steckt ja schon im Namen drin Vertrieb-
Also wenn ich solche Fragen dann noch höre, .. man kann ja auch 
hinfahren und sich den Laden ansehen, wenn es nicht so weit ist, u. sich 
selbst ein Bild von machen. Wenn man genügend BE in dem Job hat hilft 
das.

Markus K. schrieb:
> Natürlich wird da geschönt, aber im Prinzip schon. Wenn da krass gelogen
> wird, dann lernt er in der ersten Woche seine Kollegen kennen und wenn
> die ihm erzählen, dass er 80% der Zeit beim Kunden ist, dann ist er in
> der 2. Woche wieder weg.

Und dann zurück auf seinem alten AP?
Man merkt dass man mit der Denke nicht so viel BE hast.
Ohne schriftl. Fixierung wie bei einer Stellenausschreibung ist da 
nichts was man irgendwo festmachen kann, nicht im AV u. schon gar nicht 
in einem Gespräch.
Und wenn ihn jemand von wo anders weglocken will, schaut man sich das 
zukünftige Arbeitsfeld sehr genau schon vorher an.
Scheiß-Jobs gibt es on Mass, u. dafür wird immer gesucht.
Und Kollegen, die seinen AP (Arbeitsplatz) nicht kennen, u. überhaupt 
werden ihm einen Scheiß die Augen vorher öffnen.
Lockmittel haben immer einen Grund, u. Geld ist bei Weitem nicht alles.

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