Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Wie 98-°C-Thermosicherung fachgerecht verlöten/montieren?


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von Johannes F. (emitterfolger)


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Guten Tag,

ich arbeite gerade an einer TRIAC-Schaltung, die ja mittels Varistor 
geschützt wird, welcher wiederum durch eine 98-°C-Temperatursicherung 
gesichert wird.
Schaltung und mein Layout siehe 
Beitrag "OptoTRIAC MOC3083 - einige Fragen"

Bereits beim Verlöten der Sicherung ist mir der Gedanke gekommen: ob 
diese nicht schon beim Verlöten mit 350 °C bleifrei auslöst? Und 
tatsächlich, Test mit dem Durchgangsprüfer zeigte einwandfreie 
Isolation. Glücklicherweise hatte ich bereits eine größere Anzahl dieser 
Thermosicherungen bestellt.

Nun ist die Frage: wie werden diese Sicherungen (VDE-)fachgerecht 
montiert, wenn Löten ausscheidet? Nimmt man dafür eine 
Platinen-Schraubklemme oder Lüsterklemme oder irgendwelche 
Quetschverbinder?

von Michael B. (laberkopp)


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Per Hand nimmst du eine Flachzange zwischen Lötstelle und 
Thermosicherung mit der du die Anschlüsse umfasst, z.B. über der 
Platine, das leitet die Wärme ab.

Industriell geht crimpen für Kabelverbindungen.

von Martin S. (sirnails)


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Es kommt halt darauf an, wo die Sicherung montiert wird. Zumeist sitzen 
sie ja auf einer Metalloberfläche und sind dort entweder 
punktgeschweißt, oder werden von einer Klammer gehalten.

Die Anschlussleitungen sollten lötbar sein, aber man muss peinlichst 
darauf achten, die Hitzeeinwirkung so kurz wie möglich zu halten.

Ich habe schon solche Sicherungen getauscht, die hatten punktgeschweißte 
Anschlussleitungen und Flachstecker.

Einmal musste ich die Sicherung anlöten, aber da habe ich sie vorher mit 
Kältespray zu einem Eisklumpen verwandelt. Dann ging's problemlos.

von Johannes F. (emitterfolger)


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Michael B. schrieb:
> Per Hand nimmst du eine Flachzange zwischen Lötstelle und
> Thermosicherung mit der du die Anschlüsse umfasst, z.B. über der
> Platine, das leitet die Wärme ab.
>
> Industriell geht crimpen für Kabelverbindungen.

Okay, vielen Dank für den Tipp. Ich habe sogar so eine kleine 
Alu-Flachzange mit Feder, die speziell zur Wärmeableitung gedacht ist. 
Hätte ich eigentlich selbst drauf kommen können.

von Andras H. (kyrk)


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Es gibt Lötpasten mit niedriger Temperatur, vielleicht damit probieren?

https://www.genma.eu/de/loetpaste/niedertemperatur-loetpaste.html
Sn 42 / Bi 58
SB58
139 Grad
Stoßempfindlich
Signifikant niedrigerer Schmelzbereich

Ist immer noch höher als 98, aber vielleicht wenn man da schnell lötet, 
wird durch die Wärmekapazität des Materials die Sicherung nicht 
auslösen. Sonst kann hier noch da Problem auftreten dass die Sicherungen 
sich selbst auslöten. Also Vorsicht!

von Johannes F. (emitterfolger)


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Martin S. schrieb:
> Einmal musste ich die Sicherung anlöten, aber da habe ich sie vorher mit
> Kältespray zu einem Eisklumpen verwandelt. Dann ging's problemlos.

Auch ein guter Tipp, danke.

Andras H. schrieb:
> Es gibt Lötpasten mit niedriger Temperatur, vielleicht damit probieren?
>
> https://www.genma.eu/de/loetpaste/niedertemperatur-loetpaste.html
> Sn 42 / Bi 58
> SB58
> 139 Grad
> Stoßempfindlich
> Signifikant niedrigerer Schmelzbereich
>
> Ist immer noch höher als 98, aber vielleicht wenn man da schnell lötet,
> wird durch die Wärmekapazität des Materials die Sicherung nicht
> auslösen. Sonst kann hier noch da Problem auftreten dass die Sicherungen
> sich selbst auslöten. Also Vorsicht!

Werde ich mir auch mal ansehen, danke.

von Purzel H. (hacky)


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Wenn man das Crimp Setup nicht hat, kann man eine hinreichend grosse 
Aderendhuelse verpressen.

von Michael B. (laberkopp)


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Purzel H. schrieb:
> Wenn man das Crimp Setup nicht hat, kann man eine hinreichend
> grosse Aderendhuelse verpressen.

Nein.

Ergibt keine gasdichte Crimpung, sondern einen Wackelkontakt.

von Harald W. (wilhelms)


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Johannes F. schrieb:

> wie werden diese Sicherungen (VDE-)fachgerecht
> montiert, wenn Löten ausscheidet? Nimmt man dafür eine
> Platinen-Schraubklemme oder Lüsterklemme oder irgendwelche
> Quetschverbinder?

M.E. sollte sich da durchaus eine Lüsterklemme eignen, wenn man
sie richtig anzieht. "Richtig" heisst in diesem Fall nicht zu
schwach und nicht zu stark (Eine Hausfrau hat das im Gefühl).

von Karl B. (gustav)


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Hi,
dafür gibt es sogar eind eigene Warengruppe:
Zufälliges Suchergebnis:
https://www.luedeke-elektronic.de/Verbinder-fuer-Temperatursicherungen-1Stueck.html

ciao
gustav

von Thomas R. (thomasr)


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Karl B. schrieb:
> Hi,
> dafür gibt es sogar eind eigene Warengruppe:
> Zufälliges Suchergebnis:
> 
https://www.luedeke-elektronic.de/Verbinder-fuer-Temperatursicherungen-1Stueck.html
>
> ciao
> gustav

Lustig: "Eine für alle". Ob die bei 0,75mm² und 2,5mm² gleich gut 
kontaktiert ;-)

Da muß man schon eine Zange mit Fließpressung haben.

von Harald W. (wilhelms)


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Thomas R. schrieb:

> 
https://www.luedeke-elektronic.de/Verbinder-fuer-Temperatursicherungen-1Stueck.html
> Lustig: "Eine für alle". Ob die bei 0,75mm² und 2,5mm² gleich gut
> kontaktiert ;-)
>
> Da muß man schon eine Zange mit Fließpressung haben.

Oder ist diese Hülse einfach nur mit niedrig schmelzenden Lot gefüllt?

von H. H. (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>
>>
> 
https://www.luedeke-elektronic.de/Verbinder-fuer-Temperatursicherungen-1Stueck.html
>> Lustig: "Eine für alle". Ob die bei 0,75mm² und 2,5mm² gleich gut
>> kontaktiert ;-)
>>
>> Da muß man schon eine Zange mit Fließpressung haben.
>
> Oder ist diese Hülse einfach nur mit niedrig schmelzenden Lot gefüllt?

Die ist aus einer Aluminium-Knetlegierung.

von Gerald B. (gerald_b)


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In meinem Wärmeschrank habe ich eine 68° Thermosicherung. Die habe ich 
mittels Aderenthülse mit dem Kabel verbunden. Eine Nummer größer, als 
die Litze und dann Schrumpfschlauch drüber. Dabei aber nicht die 
Termosicherung anblasen ;-)
Zum Thema Gasdicht... wir wollen damit nicht ins All fliegen und 
korrosive Gase sind auch nicht zu erwarten. Wenn sich die Hülse nicht 
abziehen läßt, isses gut. Dafür habe ich halt eine gescheite Crimpzange 
und keinen Seitenschneider, oder was sonst immer als Provisorium noch 
alles geht.

von Tobo M. (chipi)


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Karl B. schrieb:
> Hi,
> dafür gibt es sogar eind eigene Warengruppe:
> Zufälliges Suchergebnis:
> 
https://www.luedeke-elektronic.de/Verbinder-fuer-Temperatursicherungen-1Stueck.html
>
> ciao
> gustav

Wir verwenden im Repaircafe ausschließlich diese Hülsen, Adernendhülsen 
sind viel zu dünn und zu weich, würde ich nicht empfehlen, weil die 
Verbindung sich mit der Zeit lösen kann.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Ich habe auch schon gesteckte Thermosicherungen gesehen. Auf der Platine 
waren dazu geschlitzte Hülsen eingelötet.

von Michael B. (laberkopp)


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Gerald B. schrieb:
> korrosive Gase sind auch nicht zu erwarten.

Sauerstoff reicht.

von Bauform B. (bauformb)


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Bei den Varistoren mit eingebauter Thermosicherung steht es im 
Datenblatt.
Drei Sekunden, nicht schön, nicht schrecklich.
1
Soldering instructions only for NT series
2
 Manual soldering
3
  Maximum soldering temperature 350 °C for 3 s.
4
  It is recommended to heat sink the lead wires of the
5
  ThermoFuse varistors (NT series).

von Johannes F. (emitterfolger)


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Vielen Dank für die Ratschläge und Hinweise.

Ich werde es zunächst noch einmal mit möglichst kurzem Löten (vorher 
Lötaugen gut vorverzinnen) und Wärmeableitung mittels Flachzange 
probieren.

Falls die Sicherung dann auch wieder „durchbrennt“, werde ich Litzen mit 
Stoßverbindern ancrimpen und diese dann in die Platine einlöten. Diese 
Spezial-Quetschverbinder sind mir mit knapp 1 EUR/2 Stck. zu teuer.

von Tobo M. (chipi)


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Alternativ kannste auch diese Stoßverbinder benutzen
https://www.tomzzaudio.de/Serienverbinder-Stossverbinder-Kabelverbinder-blau-Kabel-bis-25qmm-100-Stueck

Auf der einen Seite ein passende Schraubenzieher einstecken, dann mit 
Feuerzeug die Isolierung warm machen und wenn sie weich wird, mit dem 
Schraubenzieher das Innere durchdrücken und schon haste eine passende 
Hülse.

von Bauform B. (bauformb)


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von Hp M. (nachtmix)


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Johannes F. schrieb:
>> Sn 42 / Bi 58
>> SB58
>> 139 Grad
>> Stoßempfindlich
>> Signifikant niedrigerer Schmelzbereich
>>
>> Ist immer noch höher als 98, aber vielleicht wenn man da schnell lötet,
>> wird durch die Wärmekapazität des Materials die Sicherung nicht
>> auslösen. Sonst kann hier noch da Problem auftreten dass die Sicherungen
>> sich selbst auslöten. Also Vorsicht!
>
> Werde ich mir auch mal ansehen, danke.

Da steht "stoßempfindlich"!
Das dürfte nur ein anderes Wort für "morsch und spröde" sein.
Unter diesen schlechten mechanischen Eigenschaften leiden viele 
Wismutlegierungen.
Obwohl der niedrige Schmelzpunkt oft verlockend erscheint, rate ich von 
diesem Zeug ab.
Ich habe den Flop bei einem namhaften deutschen Hersteller erlebt, dem 
solche Lötstellen von Thermosicherungen in den Trafos der 
Steckernetzteile  schlicht zerfallen sind.
Die meisten Geräte dürften deswegen zurückgekommen und verschrottet 
worden sein. Bei einem Stückpreis von deutlich über 300-400 DM  (ca. 
1983) dürfte das den Paderbornern richtig weh getan haben.
.

von Johannes F. (emitterfolger)


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Hp M. schrieb:
> Da steht "stoßempfindlich"!
> Das dürfte nur ein anderes Wort für "morsch und spröde" sein.
> Unter diesen schlechten mechanischen Eigenschaften leiden viele
> Wismutlegierungen.
> Obwohl der niedrige Schmelzpunkt oft verlockend erscheint, rate ich von
> diesem Zeug ab.
> ...

Ja, ich hatte bei dieser Eigenschaft auch Bedenken. Unter anderem 
deshalb (und weil ich möglichst nicht extra nur für Thermosicherungen 
eine spezielle Lotpaste kaufen möchte) habe ich mich auch dagegen 
entschieden.

Wie gesagt werde ich die Alternativen schnelles Löten mit 
Wärmeableitung, Stoßverbinder und Schraubklemmen probieren.

von Uli S. (uli12us)


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Ich verwende dafür unisolierte Flachsteckhülsen, normalerweise die 
mittlere Grösse. 
https://www.pollin.de/p/sortiment-flachsteckhuelsen-40-teilig-800171
Dafür schneide ich den hinteren Teil fürs Kabel ab und nehme nur den 
Vorderteil
Da kommt dann in beiden Seiten je ein Draht der Thermosicherung und dem 
Draht
zur Not auch Litze des weiterführenden Kabels rein und wird 
anschliessend mit einer Crimpzange für unisolierte Stecker verarbeitet. 
https://www.pollin.de/p/sortiment-flachsteckhuelsen-40-teilig-800171. 
Die gerundeten Backen formen das Blech um den Draht. Möglicherweise 
lassen sich auch die isolierten Flachhülsen verwenden, schliesslich wird 
ja der isolierte Teil weggeschnitten.

von Johannes F. (emitterfolger)


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Bin jetzt endlich dazu gekommen, nochmal ein Testboard zu ätzen.

Habe eine vertikale Schraubklemme für die Temperatursicherung eingebaut, 
siehe Foto im Anhang. Das Heißluft-Schrumpfen des übergestülpten (vom 
VDE vorgeschriebenen) Schrumpfschlauchs hat die Thermosicherung 
glücklicherweise überstanden.

Diese Lösung trägt halt, bedingt durch die Schraubklemme, einiges an 
Höhe auf. Ansonsten finde ich diese Variante aber zufriedenstellend und 
werde es in Zukunft weiter so machen.

Vielen Dank für alle Antworten.

von Rainer W. (rawi)


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Michael B. schrieb:
> Gerald B. schrieb:
>> korrosive Gase sind auch nicht zu erwarten.
>
> Sauerstoff reicht.

Hast du doch gelesen: "... ist nicht zu erwarten" 🙃

von M. K. (sylaina)


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Rainer W. schrieb:
> Hast du doch gelesen:

Du hast weder auf das Datum des Posts geachtet, noch auf das des 
Threads. Das Thema ist über nen halbes Jahr alt und der TE hat sich nur 
noch mal gemeldet und gezeigt, wie seine Lösung nun letzen Endes 
aussieht. ;)

von Michael B. (laberkopp)


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Johannes F. schrieb:
> Diese Lösung trägt halt, bedingt durch die Schraubklemme, einiges an
> Höhe auf.

Man kann durchaus so eine Thermosicherung einlöten, wenn man den 
Anschlussdraht über der Platine mit einer Spitzzange/Telefonzange/dicken 
Pinzette/kleinen Flachzange fest hält.

Und der Schumpfschlauch hält wenn Wärmeleitkleber drin ist von alleine.

von Johannes F. (jofe)


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Michael B. schrieb:
> Man kann durchaus so eine Thermosicherung einlöten, wenn man den
> Anschlussdraht über der Platine mit einer Spitzzange/Telefonzange/dicken
> Pinzette/kleinen Flachzange fest hält.

OK, werde ich auch mal probieren.

Michael B. schrieb:
> Und der Schumpfschlauch hält wenn Wärmeleitkleber drin ist von alleine.

Wärmeleitkleber ist ein gutes Stichwort. Hatte ich bisher noch nicht. 
Werde mal eine Bezugsquelle raussuchen und mir welchen bestellen.

von Thomas (kosmos)


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kann deine Thermosicherung nur einmal auslösen und ist dann für die 
Tonne? Ich frage mich ob die Wärmekapazität einer Thermosicherung nicht 
viel zu hoch ist und diese sehr lange bis zum Auslösen braucht, in der 
Zeit wird der Varistor schon hops gegangen sein. Bau doch lieber so ne 
flinke Polyfuse-PTC ein, wenn der Varistor niederohmig wird und ergo 
mehr Strom durch die Polyfuse fließt wird dieser dann hochohmig und 
schützt den Varistor.

von Johannes F. (jofe)


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Thomas schrieb:
> kann deine Thermosicherung nur einmal auslösen und ist dann für die
> Tonne?

Ja.

Thomas schrieb:
> Ich frage mich ob die Wärmekapazität einer Thermosicherung nicht
> viel zu hoch ist und diese sehr lange bis zum Auslösen braucht, in der
> Zeit wird der Varistor schon hops gegangen sein.

Ja klar löst die Thermosicherung erst aus, wenn der Varistor 
durchgebrannt ist. Das passiert ja auch nur im Störungsfall, also bei 
starken Netzüberspannungsspitzen. Die Thermosicherung ist ein Schutz 
gegen Feuer, das sonst durch den Varistor ausgelöst werden könnte. Das 
ganze (VDR + 98-°C-Thermosicherung) ist eine Standardschaltung, die so 
millionenfach in Schaltnetzteilen etc. verbaut wird. Es hat sich einfach 
so in der Praxis bewährt und wird auch vom VDE gefordert.

von ArnoNym (bergler)


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Goldschmiede haben ähnliche Probleme: Wenn man einen Ring lötet (um ihn 
zu vergrößern oder zu verkleinern), muss man verhindern, dass der 
Edelstein beschädigt wird. Immerhin muss man da mit fast 1000 Grad ran, 
manche Steine können dann brechen.

Der Trick ist, den Stein beim Löten unter Wasser zu halten, z.B. indem 
man den Ring mit dem Stein nach unten einspannt und den Teil mit dem 
Stein in ein kleines Gefäß eintunkt. Wie z.B. einen Flaschendeckel oder 
dergleichen.

Das dürfte mit der Thermosicherung auch funktionieren, zumindest wenn 
man sich bei Löten nicht zu lange Zeit lässt. Wasser hat eine hohe 
Wärmekapazität.

Eventuell geht das ja.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Interessante Idee.

Wenn die Wärmeabführung von Wasser nicht reicht, kann man auch 
Quecksilber nehmen. :)

von Johannes F. (jofe)


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Michael B. schrieb:
> Man kann durchaus so eine Thermosicherung einlöten, wenn man den
> Anschlussdraht über der Platine mit einer Spitzzange/Telefonzange/dicken
> Pinzette/kleinen Flachzange fest hält.

Habe ich jetzt auch noch mal probiert: mit Erfolg. Allerdings habe ich 
diesmal auch die Thermosicherung waagerecht eingebaut, damit an beiden 
Seiten die Drähte bis zur Lötstelle länger sind, um den Wärmeübergang zu 
verringern und mehr Angriffsfläche für die Wärmeableitzange (siehe Foto) 
zu haben. Letztere hatte ich früher mal in einem 2er-Set mit einer 
langen Pinzette bei ELV erstanden (hab es dort gerade nicht mehr 
gefunden, scheinen sie nicht mehr im Angebot zu haben).

Falls hier ein Moderator mitliest: Bitte in das Platinen-Unterforum 
verschieben, dort passt dieser Thread wohl besser hin.

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Johannes F. schrieb:
> Allerdings habe ich diesmal auch die Thermosicherung waagerecht
> eingebaut, damit an beiden Seiten die Drähte bis zur Lötstelle länger
> sind,

Stehend hättest du dir um den langen Draht nach oben keine Gedanken 
machen müssen, so weit kommt die Hitze nicht.

Aber egal, taugt auch so (mit sicher nach dem Photo noch kommenden 
Schrumpfschlauch).

von Johannes F. (jofe)


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Michael B. schrieb:
> Stehend hättest du dir um den langen Draht nach oben keine Gedanken
> machen müssen, so weit kommt die Hitze nicht.

Aber um den kurzen Draht nach unten, denn der wäre ja nur höchstens 5 mm 
lang bis zur Lötstelle? Das war ja vermutlich die Ursache, dass die 
Sicherung bei meinem ersten Versuch ausgelöst hat. Weiß nicht, ob bei 
dem kurzen Abstand eine Zange etc. reichen würde ...

Michael B. schrieb:
> mit sicher nach dem Photo noch kommenden Schrumpfschlauch

Ja, den würde ich bei einer richtigen Anwendung nebst Wärmeleitpaste 
(Wärmeleitkleber ist mir zu teuer) noch ergänzen; dies hier ist nur ein 
Testboard, das nicht unbeaufsichtigt betrieben wird.

von Michael B. (laberkopp)


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Johannes F. schrieb:
> Aber um den kurzen Draht nach unten

Ja, da sollte die Zange draufpassen. Zudem ist wohl der isoliert 
eingeführte Draht empfindlicher als der mit dem grossen kühlenden 
Gehäuse verbundene.

von Johannes F. (jofe)


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Habe jetzt doch noch Wärmeleitpaste hineingeschmiert und einen 
Schrumpfschlauch drübergeschoben und geschrumpft. Glücklicherweise 
passte mein größter lagernder Schlauch gerade noch so.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Johannes F. schrieb:
> noch Wärmeleitpaste hineingeschmiert

Sinnlos, macht nur Sauerei.

von H. H. (Gast)


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Manfred P. schrieb:
> Johannes F. schrieb:
>> noch Wärmeleitpaste hineingeschmiert
>
> Sinnlos, macht nur Sauerei.

https://www.chefkoch.de/rezepte/589171158320249/Saure-Eier.html

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