Christian S. schrieb:
Jobst M. schrieb:
Gibt ausreichend Oszilloskope mit 2. Zeitbasis.
Ich kenne das als Möglichkeit, um Ausschnitte aus einem Verlauf
vergrößert/gedehnt darstellen zu können
Ja, dafür war das normalerweise da...
Und durchaus sehr nützlich in einigen Fällen
Heutige Digitalskopes haben das, wie von "Jobst M." ja auch schon angedeutet, im Prinzip alle. Nur mit anderer Darstellung aber denselben bzw. sogar deutlich mehr funktionen.
Statt das da innerhalb des Sweeps die Auflösung umgestellt wird hat man da halt den Zoom Modus wo einmal der Kurvenverlauf mit langsamerer Zeitbasis komplett dargestellt wird und dann (meist darüber) ein Fenster wo ein Teil des Kurvenverlaufs gedehnt zu sehen ist.
oder
um zwei Verläufe im alternierenden Betrieb mit zwei verschiedenen
Zeitmaßstäben darstellen zu können
Das war bei den analogen Geräten dann wirklich eine Sonderlocke und zumindest für langsame Signale (also alles wo "normale" Mehrkanaler mit Einstrahlröhre in den Chop betrieb gehen würden) nur bei den ganz ganz ganz wenigen GEräten mit mehrfachen Plattensatz überhaupt technisch möglich.
Und technich möglich heisst nicht das es auch in jedem Fall gemacht wurde.
Gunnar F. schrieb:
Das Rigol DS1052 kann das per Alternating Trigger, beide Kanäle mit
komplett unterschiedlichen Zeitbasen darzustellen.
Kann es wirklich im alternierenden Betrieb zwei Zeitbasen oder meinst du nur das es zwei Signale mit zueinander nicht in verbindung stehendem Phasenverlauf stehend abbilden kann? (Ohne alternate Trigger würde dann ja meist ein Signal "laufen")
Die mittlerweile, wie die Rigol DS1052 auch, schon in die Jahre gekommenen Tekway/Hantek DSO5062B/5102B/5202B (sowie die mit dem Voltcraft Label versehenen Versionen dieser Geräte) können das ebenfalls.
Ob aber nur die B Versionen oder auch die anderen Buchstaben (C/D) weiß ich nicht.
Wobei dieser Modus wirklich nur für wenige ganz einfache Fälle überhaupt einen Sinn hat. Denn da die Signale keinerlei zeitlichen Bezug zueinander mehr haben ist die Information die man erhält nicht anders als wenn man die Signale auf einzeln auf zwei nebeneinanderstehenden Skopes betrachten würde.
Im Prinzip nur Sinnvoll wenn man das Gerät als reinen Übermachungsmonitor für die Kurvenform von zwei unterschiedlichen Quellen verwenden will (ohne dabei wirklich zu messen), vielleicht um einen Ausfall oder Kurzschluss auf der Leitung sofort zu sehen.
In allen anderen Fällen nutzt man die Speicherfunktion und hat beide Signale stabil UND mit einem zeitlichen Bezug auf dem Monitor, kann in Ruhe seine Messungen machen. Daher ist diese alternate Trigger Funktion ziemlich witzlos und wo es sie nicht gibt auch von kaum jemand mit Elektronikerfahrung vermisst.
Wobei ich allerdings sagen muss das ich trotzdem nicht verstehe warum die nicht einfach "miteinprogrammiert" wird. Die Hardware könnte es ja und in Software ist das ja auch nicht zu kompliziert...
Aber das es nicht da ist, das ist ja wie oben erklärt kein großer Verlust.
Karsten S. schrieb:
Lol also das Oszilloskop ist auch unbrauchbar, es ruckelt bis hin zur
Unbedienbarkeit
Ist das ein neues Gerät oder vielleicht ein Gebrauchtgerät das schon so einige Jahre auf dem Buckel hat und vielleicht mal "ungünstig" geflasht wurde?
Es gab, wenn ich mich richtig erinnere, ist schon etwas her, ziemlich zu Anfang der Produktionszeit der Serie wohl mal ein Problem das es eine Änderung an tieferen Systemschichten (Bootloader oder CPLD Image oder so etwas) gab und damit eine gewisse Inkompatibilät zwischen den Geräten vor der Änderung und ersten Firmwareversionen nach der Änderung aufgetreten ist.
Hat man dann nicht aufgepasst wurde das Gerät nach einem Update wirklich extremst träge. Also nicht nur das man eine Verzögerung beim Bedienen halt gemerkt hat (das wäre normal bei einigen Funktionen) sondern das selbst einfache Aktionen gleich mehrere Sekunden stockten. Und das konnte man durch einfaches ändern der Firmware wohl auch nicht mehr so leicht beheben.
Aber wie gesagt, diese Info staubte noch so in den dunkelsten Ecken meines GEhirns vor sich hin. Vielleicht verwechsle ich da auch gerade was mit einem anderen Gerät oder Ursache.
Karsten S. schrieb:
Lol also das Oszilloskop ist auch unbrauchbar
Falls dein GErät von dem o.g. Fehler betroffen ist - OK.
Das ist dann aber kein generelles Problem sondern eine Kombination aus einem damaligen Bug im Zusammenspiel mit einem damals etwas unvorsichtigen Anwender.
Falls du nur die leichte Trägheit bei einigen Dingen sowie die restlichen Funktionen meinst:
Dann solltest du mal überlegen ob es tatsächlich das (in der 50Mhz Version DS1054z) wohl in den letzten Jahren unter Hobbyisten und sogar im geringeren Maß (für nicht so anspruchsvolle) gewerbliche Anwendungen meistverkaufte und immer noch auch von vielen, auch mit jahrelanger Elektronikerfahrung auf hohem Niveau, reichlich weiterempfohlene Oszilloskop bei Anfragen nach Geräten in dieser Preiseklass ist, oder ob es vielmehr deine erkennbar noch eher anfänglichen Kenntnisse im richtigen Umgang mit Oszilloskopen allgemein sind die das Problem darstellen.
Gruß
Carsten