Ich kaufte letztens bei meinem lokalen Elektronikhändler ein paar Potis, 2,5k, die ich als Werteeingabe in einen µC-Analogeingang verwenden wollte.
Jetzt - Potis bereits ins Testpanel eingebaut - stelle ich fest, daß der Widerstandswert zwischen Schleifer und einem Ende innerhalb der ersten 10° auf 90% des Maximalwertes springt.
Gibt es eine Kennung am Potis, aus der man die Charakteristik ersehen kann?
Viel steht nicht drauf. AB 2K5 0619 (letzteres scheint ein Datumscode zu sein, denn auf einem weiteren steht 0620). Bleibt also nur noch AB, und das könnte auch Allen Bradley heißen.
An eine Linearisierung per Software will ich momentan nicht denken, aber darauf wird es vielleicht doch hinauslaufen.
Sollte das jetzt vielleicht gleich nach µC & Elektronik verschoben werden oder nach "Fehler zum Nachbauen"?
Nachsatz: der Lieferant schickt mir gerade ein Datenblatt und danach soll es ein Kyocera Series AW, Type AW sein. Wirewound, ordering code 31046...
TO: Und Du bist Dir sicher, nicht etwa den 1k Widerstand am Schleifer nicht gegen VCC angeschlossenen zu haben? Das Verhalten das Du beschreibst ist nämlich umgekehrt logarithmisch - sehr selten...
Jetzt - Potis bereits ins Testpanel eingebaut - stelle ich fest, daß
der Widerstandswert zwischen Schleifer und einem Ende innerhalb der
ersten 10° auf 90% des Maximalwertes springt.
Ein Wirewound-Poti kann ich mir logarithmisch schwer vorstellen.
So ist es.
Type AW steht da, aber auf dem Poti steht AB. Und beim Drehen hört es
sich nicht wie ein WW an.
Dann wird es alles mögliche sein, aber kein lineares Drahtpoti.
Warum sollte es eigentlich ein Drahtpoti sein ?
Sind ja nicht schlecht, und es gibt ja z. B. Draht- Wendelpotis, die z. B. 10 Umdrehungen von einem Anschlag zum anderen brauchen, ich habe etliche , oft verwendet in Labornetzteilen, Leistung vertragend, stabil, präzise, wirklich gute Dinger, aber Drahtpoti als Eingangspoti ?
Warum sollte es eigentlich ein Drahtpoti sein ?
Sind ja nicht schlecht, und es gibt ja z. B. Draht- Wendelpotis, die z.
B. 10 Umdrehungen von einem Anschlag zum anderen brauchen, ich habe
etliche , oft verwendet in Labornetzteilen, Leistung vertragend, stabil,
präzise, wirklich gute Dinger, aber Drahtpoti als Eingangspoti ?
Ich wollte eigentlich kein Drahtpoti. Hatte nur gesagt, es solle 2,5K linear sein und habe darauf vertraut, daß es linear ist. Dachte eigentlich, es hätte Kohleschicht.
TO: Und Du bist Dir sicher, nicht etwa den 1k Widerstand am Schleifer
nicht gegen VCC angeschlossenen zu haben? Das Verhalten das Du
beschreibst ist nämlich umgekehrt logarithmisch - sehr selten...
Gruss Chregu
Ich habe es ja mit dem Ohmmeter gemessen ohne an den µC angeschlossen zu haben. Sollte da noch ein 1K zwischen Schleifer und A-Eingang des µC? Dann werde ich das mal nachholen.
Stell das Poti auf Mittelstellung und miß vom Schleifer zu beiden
Seiten.
War jetzt im Laden, noch ein Poti zum Experimentieren geholt. Dort im Laden noch eben den Ohmmetertest Mitte zu den Außenanschlüssen gemacht und es war ca. 1,25K zu beiden Seiten.
Ich ziehe mich mit Schamesröte im Gesicht zurück. Oh nein. Ich glaube, ich gehe noch mal studieren. (s. Bild, nach dem ich den Widerstandswert abhängig vom Drehwinkel gemessen habe).
Bleibt aber jetzt trotzdem der Effekt, daß bei der µC-Auslese der gemessene Analogwert in den ersten Winkelgraden sprunghaft auf 90% ansteigt.
Eben: Immer noch falsch. Die 2 anderen Potis, die jetzt plötzlich aufgetaucht sind, wo kommen die her, und WIE GENAU hast Du sie verschaltet. So wie sie sind, nicht so wie sie sollten! Ich sagte ja 1k, na gut, 1k25...
Habe jetzt mal die komplette Schaltung aufgemalt.Witzigerweise geht das Poti "Dec" ganz linear. Ich teile (>>3) den Wert durch 8 und zeige ihn auf dem Display an. Geht wunderbar linear. Die anderen beiden Potis "Att" und "Vol" springen in den ersten 10% sofort auf ca. 90%.
Die anderen beiden Potis
"Att" und "Vol" springen in den ersten 10% sofort auf ca. 90%.
Mein Verdacht, die stehen auf Output-high oder auf der Platine hängt
noch was an den Pins.
Der Mikrocontroller startet so halb und je nach Stellung der anderen Potis misst du Käse.
Vorschlag: Gerät in Betrieb nehmen und die Spannung an den Schleifern vs. Ground nach Drehwinkel notieren. Immer wieder mal zwischendurch auch die 5V nachmessen.
Dann miss doch mal die Spannung am Schleifer bez. GND ohne angeschlossenen Prozessor. Wenn das alles stimmt, dann sind die Potis ok und du musst auf der Prozessorseite / im Programm suchen, z.B.
Bleibt aber jetzt trotzdem der Effekt, daß bei der µC-Auslese der
gemessene Analogwert in den ersten Winkelgraden sprunghaft auf 90%
ansteigt.
Den ADC auf Gain = 1 und Vref = VCC gesetzt?
Z.B. beim ATTiny25 kannst Vref = 1,1V und Gain = 20 auswählen.
Nein, nicht explizit. Weiß allerdings tatsächlich nicht, wie das beim Arduino (Nano) ist. Die Werte, die ich einlese, auf allen 4 (A0-A3) rangieren zwischen 0 und 1023.
Mein Vcc auf der Platine (mit DOGM Display, Potis und Drehschalter) mißt 4,7V. Am Arduino selbst momentan 4,77V. Hängt alles an einem USB-Hub mit eigener Versorgung.
Dann miss doch mal die Spannung am Schleifer bez. GND ohne
angeschlossenen Prozessor. Wenn das alles stimmt, dann sind die Potis ok
und du musst auf der Prozessorseite / im Programm suchen, z.B.
Mein Verdacht, die stehen auf Output-high oder auf der Platine hängt
noch was an den Pins.
Poti/Displayplatine (Bedienfeld) nun allein versorgt vom USB-Hub, aber Arduino (wg. Minu-USB-Versorgung) auf dem Breadboard. Vcc gemessen am Bedienfeld 4,84 V.
Spannungsverlauf an Mittelabgriff von
Pot Vol linear von 0-4,84 V.
Pot Dec dito
Pot Att dito
Poti/Displayplatine (Bedienfeld) nun allein versorgt vom USB-Hub, aber
Arduino (wg. Minu-USB-Versorgung) auf dem Breadboard. Vcc gemessen am
Bedienfeld 4,84 V.
Spannungsverlauf an Mittelabgriff von
Pot Vol linear von 0-4,84 V.
Pot Dec dito
Pot Att dito
Somit ist linear nochmals bestätigt,
und die Belastung am schleifer ist das Problem wo Du suchen müßtest ,-)
@Chris: Deine (niederohmige) Externe Beschaltung verbiegt die
Ausgangsspanunng, hast du ja inzwischen selber gemerkt.
Also eine Belastung größer 50 kohm sollte das ausreichend bei Dir
unterdrücken.
Danke Andreas, für den nochmaligen Poti-Beleg.
Gut, ich habe 2,5K||2,5K||2,5K||2,1K plus Display . ca. 500 Ohm an 4,8 V, macht ca. 10mA.
Was meinst Du mit "externe Beschaltung"? Ich habe es ja relativ niederohmig ausgelegt, damit die Analogeingänge keine Belastung darstellen. Welche Ausgangsspannung meinst Du? Die des Potis?
Poti/Displayplatine (Bedienfeld) nun allein versorgt vom USB-Hub, aber
Arduino (wg. Minu-USB-Versorgung) auf dem Breadboard. Vcc gemessen am
Bedienfeld 4,84 V.
Spannungsverlauf an Mittelabgriff von
Pot Vol linear von 0-4,84 V.
Pot Dec dito
Pot Att dito
Somit ist linear nochmals bestätigt,
und die Belastung am schleifer ist das Problem wo Du suchen müßtest ,-)
Aber was soll da belasten, außer etwas im Arduino selbst?
Noch ein Nachtrag: bekenne reumütig, daß ich ganz versteckt irgendwo außerhalb vom setup() in meinem Arduino-Code noch zwei Stellen hatte, die wohl für die Effekte zuständig waren:
Waere ich Haendler oder Lieferant, wuerde ich solche Leute
gar nicht erst beliefern.
Man verkauft ja auch keine konzentrierten Saeuren mehr an Laien...
Menschen, die behaupten, keine Fehler zu machen, sind mir suspekt.
Fehler machen gehört dazu, passiert mir auch oft. Problematischer wird es, wenn man nicht in der Lage ist, eine systematische Fehlersuche durchzuführen. Oft erlebe ich einfach „wildes“ Probieren ohne Sinn und Verstand.
Warum gab es eigentlich nur eine Sorte logarithmische Potis? Ich habe jedenfalls nie von links- und rechtsdrehenden gehört. Als alles analog war, gab es doch bestimmt auch Parameter, die man nicht "aufdrehte", sondern genau andersherum bediente und man sich dann mit einer falschrummigen Skala behelfen mußte?
Fehler machen gehört dazu, passiert mir auch oft. Problematischer wird
es, wenn man nicht in der Lage ist, eine systematische Fehlersuche
durchzuführen. Oft erlebe ich einfach „wildes“ Probieren ohne Sinn und
Verstand.
Mein Nachbar hat neulich ein einzelnes Kopfkissen in der Gemeinschaftswaschmaschine gewaschen und dann zu schleudern versucht. Die moderne Maschine schaltete einfach ab, offensichtlich wegen der Unwucht. Wir haben eine Weile über dies und das geplaudert, währenddessen hat er etwa 10 mal das Kissen rausgenommen, wieder eingelegt und wieder das Schleuderprogramm gestartet, das jedesmal sofort anhielt. So ähnlich wie eine Stubenfliege die ständig gegen die Scheibe dotzt.
Welches Kriterum unterscheidet "solche Leute" vom Rest der Welt?
Da solltest du schon alleine drauf kommen.
Hinweis: Im Eroeffnungspost ist es noch nicht erwaehnt.
Dann haette ich naemlich gar nicht weitergelesen.
Man kann lineare Potentiometer auch "scheren" wenn das Bedienverhalten
nicht optimal ist. Z.B. bei den guten alten Korgsynthies das
Modulationspoti. Wenn man dessen Ausgang mit einem zusaetzlichen
Widerstnad gegen GND etwas "belastet", kann man kleinere
Modulationsgrade viel besser einstellen. Ein logarithmes Poti
wuerde hier schon zu viel des Guten tun.