Usb Fehler Estlcam

OP #7365784
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Hallo ich brächte mal eure Hilfe hab mir eine cnc Plasmaschneider anlage gebaut mit estlcam mein Problem ist das beim schneiden bei einen Schriftzug z.b aba den 3 Buchstaben ca mir einen Usb Fehler anzeig.. 1 Stück schneiden funktioniert ohne Probleme! habe eine Stamos 125 CNC Plasmaschneider es ist alles geerdet und kabel sind alle geschirmt Hat irgendjemand auch dasselbe Problem und kann mir Tipps geben?

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Gast #7365975
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USB ist eine billige Methode Bürogeräte über kurze Strecken anzubinden und ist als Feldbus in gestörten Umgebungen wirklich zweite Wahl.

Plasma macht extreme Störungen. Korrekte Erdung mit großem Querschnitt, hochwertige, doppelt geschirmte USB Kabel, möglichst kurz, separat von anderen Kabeln verlegen. PC mit am Sternpunkt Erden.

Ein USB Isolator wird ggf. Dein Problem lösen. Basieren fast alle auf den ADUM3160 von TI. Ebay ist voll damit.

Mario A. schrieb:

Estlcam schreib dazu nur das die Maschine richtig geerdet gehört !!

Christian kann sich nicht um die Umsetzung der Kundenmaschinen kümmern und HW hat er komplett abgegeben. Schon garnicht für die paar Kröten die er für die SW nimmt. Da er umprogrammierte Arduinos verwendet, will er wohl auf USB auch nicht verzichten.

Der USB Fehler ist aber lang bekannt, betrifft längst nicht nur ESTLCAM und tritt immer durch Störungen gepaart mit schlechten Kabeln und schlechter Erdung auf. USB eben 🤷‍♂️

OP #7370982
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Habe jetz den usb Isolator dazwischen geschlossen und ein neues geschirmtes sehr kurzes usb Kabel angschlossen habe jede geschirmte Motorleitung gekürzt auf ca 2 Meter habe den Querschnitt der erdungskabel erhöht und es kommt der usb Fehler noch häufiger wie vohrer hat noch irgendjemand eine idee woran das noch liegen könnt? Hat wer Erfahrungen mit dem Stamos Plasmaschneider 125 cnc gach sollt ich einen Hochwertigeren Plasmaschneider kaufen 🤷‍♂️

Gast #7370992
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Mario A. schrieb:

Hochwertigeren Plasmaschneider kaufen

Die Störungen entstehen im Lichtbogen. Das ist Prinzipbedingt.

Zeig mal Deine Steuerung mit allen Verbindungen, Treibern, Gehäusen, möglichst mit genauen Typbezeichnungen / Datenblättern der verwendeten Baugruppen. Denn genau da liegt der Hund begraben.

WAS deine USB verbindung stört ist klar, nur warum der Aufbau die Störungen soweit durchschlagen lässt ist nicht klar. Es kann sein der Arduino der die ganze Show steuert abschmiert. Der USB Isolator kann nur Ausgleichströme zwischen Arduino und PC verhindern. Das ist normalerweise die Schwachstelle aber nicht notwendigerweise bei Dir.

Moderator Persönliche Seite #7371035
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Mario, kannst Du genauer eingrenzen, wann die Störungen auftreten?

Wenn das beim Zünden auftritt: Der Schneider hat Pilotzündung - aber offenbar außerhalb der Düse, was für erhebliche Störungen sorgt. Ganz generell sind diese üblichen Chinabilligköpfe nicht wirklich gut, die Schnittbilder mehr als bescheiden, Breite und Konstanz auch. Man trennt damit halt irgendwie Material - mehr nicht.

Abhilfe schafft hier auf jeden Fall ein Kopf mit -> interner <- Pilotzündung, so wie er bei Hypertherm oder auch Trafimet zu finden ist. Hier werkelt ein (allerdings stark umgebauter) Trafimet PT25/PT45-Handschneider mit wirklich hervorragendem Schnittbild und Strahlbreite von 0,4mm. Steht einem Laser bei Dünnblech nicht nach - bei Dickblech ist er sowieso überlegen (energetisch und von der Geschwindigkeit her).

Wenn der Plasmabogen brennt, sind die Störungen üblicherwiese minimal - es "passiert" ja auch nichts mehr (keine Spannungs-/Stromspritzen, sieht man auch schön bei Mitschnitten von U/I oder im Spektrum).

P.S.: ich hoffe, Du schneidest in/auf Wasser !?

Moderator Persönliche Seite #7371425
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Mario A. schrieb:

Der Fehler tritt jedesmal beim Zünden auf währendem schneiden ist er noch nie aufgetreten!

Das bestätigt meine Vermutung/Beobachtungen/Messungen ;-)

Wie schon geschrieben, würde ich den Kopf durch einen mit innenliegender Pilotzündung ersetzen.

Die Trafimetköpfe haben so etwas integriert, ich weiss aber nicht, inwiefern Du da die Elektronik in Deinem ändern musst:

http://www.borte.com.cn/images/upload/Image/plasma%20cutting/Trafimet/S45/S45%20DRAWING.jpg

Das rote zusätzliche Kabel (BX0130) im Kopf ist meiner Erinnerung nach (ist schon 10 Jahre her, seitdem läuft das Ding einwandfrei unter LinuxCNC) genau für diese innere Pilotzündung gedacht und legt die äußere Düse auf Plus - bis der Bogen zwischen Elektrode und Düsenkörper zündet. Dann wird einfach nur abgeschaltet. Hat eben den großen Vorteil, dass der ganze HF-Kram schön im Metallgehäuse verbleibt :-)

Die beiden kleinen Kabel (BX0138) sind nur eine Sicherheitseinrichtung und stellen durch kleine Federstifte und Durchgang sicher, dass die Düsenkappe auch richtig angeschraubt ist.

Die Köpfe sind auch nicht teuer, selbst die originalen nicht. Damals um die 30€.

Zurzeit schneide ich noch ohne wasser aba das becken Unterhalb ist Gedacht für wasser wollte es aba erst füllen wenn es ordentlich läuft

Ich würde immer mit Wasser schneiden - der feine Metallstaub fliegt sonst durch die gesamte Halle und besonders dorthin, wo er nichts zu suchen hat (Lager, Elektronik).

Ehrlich - Du tust Dir keinen Gefallen damit, das erst nach den Tests zu machen.

P.S.: noch vergessen - mein Plasmaschneider ist ein "Welbach Trexus 50" - den gibt's aber schon lange nicht mehr. Leider, denn der ist wirklich gut aufgebaut und lässt sich mit etwas Reverse engineering gut modifizieren ;-)

OP #7371846
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Hier die Fotos von meiner Anlage es sind zurzeit nur 2 Motoren x und y Achse angeschlossen weil wir die Fehlerquelle minimieren wollten falls es an den Motoren gelegen wäre auch die endschalter sind noch nicht angeschlossen und die Erdungskabel bis zum potenzialausgleich nur proffesoirisch verlegt!

Schrittmotortreibern DM542EU

Schrittmotoren NEMA23

EstlCAM Klemmenadapter

und 1x 48V, 1x 24V Netzteil

Gast #7371870
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EMI mässig eine Horroshow. Schirme gehören vollflächig bei Schaltschrankeintritt aufgelegt, HF dichte Verschraubungen und Dichtflächen inkl. Der Stahlschrank bringt nix, wenn nicht alle Wege für HF versperrt sind.

Der DC GND der ESTL Steuerung (ein Arduino mit ZusatzHW) scheint nicht geerdet zu sein, der Arduino hängt eigentlich ungeschirmt in einem HF offenen Blechgehäuse in das Leitungen alle Störungen tragen.

Kein Netzfilter nach draussen, alle Leitungen als wirre Luftschlangen verlegt.

Das Kabel zum Brenner ist ungeschirmt? Prima Antenne. Die massive Erdung zum PC Gehäuse kann ich auch nicht sehen.

Also: Mach den Schaltschrank HF dicht. Alle Leitungen die rein und rausgehen (auch USB) sind entweder geschirmt, mit vollflächig aufgelegtem Schirm am Gehäuseeintritt (dafür muss man den Kabelmantel aufschlitzen), laufen über Filter oder werden mit Klappferitt versehen. Idealerweise ergänzen sich mehrere Maßnahmen.

Das Kabel zum Brenner schirmen, so weit es geht und Schirm auf PE auflegen. Mit dicker Erdung meinte ich eigentlich was im Bereich 10-16mm².

OP #7373922
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Ich habe jetz den kasten aus meiner Sicht HF dicht gemacht oda sehn sie noch etwas was ich machen sollte? Habe jetz ein paar Teile schneiden probiert funktioniert aba sobald ich einen schriftzug machen will kommt der usb Fehler wieder bei 2 oda 3 Buchstaben hast du noch eine idee was ich noch machen kann ? Wie meinst du soll ich den brenner erden??

Das mit dem brenner und der innenliegenden Pilotzündungung muss ich noch probiern bzw schaun ob ich das zusammenbringe

Gast #7375211
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Mario A. schrieb:

aus meiner Sicht HF dicht gemacht

Mit riesigen Löchern, keiner vollflächigen HF Türdichtung, die Schirme NICHT vollflächig direkt am Eintritt mit Gehäuse verbunden, sondern über lange Drähte und Klemmen.

Es gibt auch keinen Erdungssternpunkt, sondern 'Serienerdung' von Punkt zu punkt zu punkt über Stahlblech. Keinen Netzfilter direkt am Eingang, das Brennerkabel wird weiterhin ungeschirm sein. Eigentlich hast Du nix umgesetzt was ich gesagt habe und Du verstehst auch HF und Schirmung überhaupt nicht. Nein, das ist nur marginal verbessert und deswegen hast Du auch nur marginale Verbesserungen.

Schriftzüge sind wohl das Problem weil dort oft neu gezündet wird-

Sorry, aber für mehr Support habe ich keine Zeit.

Gast #7375223
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Max M. schrieb:

mehr Support

Stell Dir HF als Lärm vor und den Schaltschrank als Raum. Nun stellst Du eine Lärmschutzwand in den Raum, links und rechts davon klaffen Löcher. Und Lärmschutzfester, die aber einen Spalt offenstehen (Türdichtung)

Wie laut wird es nach all den Maßnahmen sein und was wirst Du tun müssen damit es leise wird?

Also: Lärmquelle bedämpfen (Brenner + Brennerkabel) und den Raum vollständig kapseln weil jede Schludrigkeit alle anderen Maßnahmen umgeht.

Gast #7376583
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Mario A. schrieb:

Das brennerkabel ist geschirmt!

Das war die Frage die bisher im Raum stand.

Dein Problem besteht aus zwei Teilproblemen:

  1. Es wird eine große Störaussendung produziert
  2. Es wird durch mangelhafte Schirmung + Filterung genug Störaussendung bis zur Steuerung transportiert das die aussteigt.

Egal wie groß 1 ist, wenn die Schirmung + Filterung perfekt wäre, käme nichts durch was Probleme bereitet.

Egal wie wie schlecht 2 ist, wenn 1 klein genug ist macht es keine Probleme.

Also muß man 1 so weit es geht minimieren und 2 so weit es geht maximieren.

  1. besteht wiederum aus zwei Bereichen: a. Gestrahlte Störung: Funkwellen, die auf Leiter treffen und dort störströme induzieren. b. Leitungsgeführte Störung: Wandern das Kabel entlang bis in den Schaltschrank.

Maßnahmen: a: Schirme, HF dicht geschlossene Gehäuse, Spalte von zehntel mm und seien es nur Lackschichten, sind NICHT HF Dicht. Dafür gibt es spezielle Türdichtungen mit Kupferfingern und PG verschraubungen um den Schirm HF Dicht aufzulegen und mit dem Schaltschrank zu verbinden.

b: Bei Eintritt in den Schaltschrank müssen die Störungen geblockt UND abgeleitet werden. Klappferrite und jedes L in der Leitung blockt. DIREKT am Kabeleintritt. Korrekt aufgelegte Schirme und das C im Filter leiten ab. Das kann es aber nur wenn die Ableitverbindung auch HF tauglich ist.

HF braucht Breite, kurze Wege um abgeleitet zu werden. Durch den Skin Effekt fliessen die HF Ströme nur noch im äußersten Leiterbereich und da ein rundes Kabal die minimale Oberfläche hat, sind die für HF eine große Barriere.

Was Du bisher gebaut hast lässt sich für Dich vielleicht greifbarer hiermit vergleichen: Ein Drucktank aus 2mm Stahlblech, der locker 16bar hält. Da hast Du mit einem 10er Bohrer Löcher reingebohrt und 8mm Schläuche durchgesteckt (Kabeldurchführungen). Die Wartungsklappe wurde ohne Dichtung mit handfest angezogenen Schrauben aufgesetzt (Schaltschranktür). Nun wunderst Du dich das der Tank leckt wie ein Sieb.

Und dem Tank ist das völlig egal wenn Du die Haupwasserleitung korrekt anbindest, irgendeine unwichtige nebenleitung (z.B. ungeschirmtes und unbefilteretes Netzkabel) aber nicht. Der pisst aus jedem Loch das Du hinterlässt. Und HF macht das gleiche.

Du kommst mit der ext. Zündung hin, wenn der Schrank gut genug gebaut (2) ist. Aber die interne Zündung (1) wird bei einem schlechten Schrank sicherlich die Sache sehr vereinfachen. Perfekt wäre 1 + 2.

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