ich muss hier einige Kabel konfektionieren und bekomme mit meinem Werkzeug keine sauberen und zuverlässigen Ergebnisse beim Abisolieren hin. Das geschirmte Kabel mit PUR Mantel mit 2x AWG28 und 2x AWG20 wird mit einem Stecker konfektioniert. Zurückziehen des Mantels geht in diesem Fall leider nicht.
Die Adern dürfen nur 6,5mm über den Mantel hinausstehen. Die Adern dürfen nur auf 2,5mm von der Isolierung befreit werden.
Momentan komme ich das nur mit einer VDE Zange halbwegs hin, aber dann ist öfter die Hälfte der Adern (Litzendrähte) mit weg - äußerst nervig.
Hat jemanden einen Tipp für ein feines Abisolierwerkzeug mit dem man in den beengten Verhältnissen und so Nahe am Mantel ordentlich arbeiten kann?
Hat jemand zufällig eine KNIPEX MultiStrip 10, und kann mir sagen, ob man damit auch noch die Adern noch so Nahe am Ende des Mantels abisoliert bekommt?
Hat jemanden einen Tipp für ein feines Abisolierwerkzeug
Ich habe 2021 ein Abisolierwerkzeug aus der Norma-Ramschgondel mitgebracht. Sieht nach Elektriker aus, aber kann auch dünne Leitungen, nutze ich oft am Basteltisch.
AWG28 könnte schwierig sein, 0,14qmm geht damit noch.
Das Norma Teil, obwohl simpel funzt ganz gut. Für mal schnell 2 oder 3 Kabel ist das durchaus brauchbar. eine grössere Anzahl macht aber damit keinen Spass.
Mir kämen da nur Zangen in den Sinn, die entsprechende Aussparungen haben, wie die Dinger, die im Kfz-Zubehörhandel bei den Aderendhülsen beiliegen.
Sowas gibt es auch für Teflonkabel, und auch ohne die Haltevorrichtung.
Ist keine 3,95€ Zange, aber davon war ja nicht die Rede. Mantel mit üblichen entmantelwergzeug möglich? Sonst gibt es sicher auch Klingen in der Mantelgröße. Rennsteig ist dort sehr behilflich wenn man konkret mit mit Bestellnummern von Kabel und den gewünschten Spezifikationen fürs abisolie anfragt.
Geizkragen!!!
Die war mir viel zu schäbig für 1fuffzich. Kann doch nix taugen. Ich hab mir selbstverständlich das Luxusmodell zu € 3,99 für Besserverdiener abgegriffen. Funzt wie Sau. Auch mit der Crimpzange für nen Zwanni bin ich sehr zufrieden.
Wow - so viele Antworten hatte ich mir gar nicht erhofft. Vielen Dank für die vielen Vorschläge.
Automatikzangen:
Da gibt es einige die passende Specs haben, problematisch wird es m.E. nur immer wenn die Ader nicht weit genug über den Mantel herausstehen darf. In diesem Fall nur 6,5mm und die letzten 2,5mm werden abisoliert. Meist ist der geringste Anschlag bei 5mm oder sogar mehr. Wobei nicht der Anschlag problematisch ist, sondern die Klemmhalterung beim Absiolieren. Es gibt bestimmt welche die auch noch ordentlich abisolieren wenn dabei der Mantel statt der Ader gegriffen wird, aber wild verschiedene Fabrikate testen wollte ich dann nicht. Hat hier jemand eine Empfehlung?
Frontschneider (VDE...):
Das funktioniert ganz gut, aber der den wir hier haben ist für gröbere Ader. Da gingen dann doch immer mal wieder ein paar Litzen zuviel verloren - und man braucht dann bei Akkordarbeit mehrere Zangen die jeweils auf einen Durchmesser eingestellt sind.
Aktuelle neue Lösung:
Wir haben jetzt erstmal in ein paar bessere seitliche Abisolier-Zangen mit mehreren Öffnungen investiert (siehe Bild). Das schien dann die einfachste Lösung um am Kabelende noch ordentlich arbeiten zu können. Der erste Test war positiv.
Sieht gut aus für Einzeladern. Kommt man bei einem Kabel dann trotz dem Mantel noch auf die 6,5mm Abschnittlänge der Adern, mir sieht das aus als ob der Mantel mit der Führung kollidiert und die Mindestlänge eher so bei 12-15mm liegt.
Ist keine 3,95€ Zange, aber davon war ja nicht die Rede. Mantel mit
Die sehen super aus, vielen Dank für den Hinweis. Beim Werkzeug zu sparen, muss man sich erstmal leisten können...
üblichen entmantelwergzeug möglich? Sonst gibt es sicher auch Klingen in
der Mantelgröße. Rennsteig ist dort sehr behilflich wenn man konkret mit
mit Bestellnummern von Kabel und den gewünschten Spezifikationen fürs
abisolie anfragt.
Entmanteln ist nicht unser Problem, das passiert schon beim Zulieferer.
Interessante Lösung. Für einzelne Adern am Kabelende sehe ich das in der Standardausführung gerade nicht - zu groß das Risiko die Isolation anderer Adern zu beschädigen. Mit angepasstem Werkzeug ließen sich vermutlich aber alle Adern auf einmal abisolieren. Merke ich mir.
Sieht gut aus, funktioniert hier aber vermutlich nicht, weil die Adern nur 6,5mm über das Kabelende hinaussehen dürfen und man dann wegen der Führung nicht nahe genug an das Messer herankommt.
Hallo
●DesIntegrator ●. schrieb im Beitrag #7370731:
kann man noch mit nem simplen Messer abisolieren.
mit der Schneide leicht in die Ader reindrücke
Ja, wenn man es denn auch kann...
Ich behaupte es mal, dass ich und viele altgediente (auch) Hobbyelektroniker es können.
Es gab, Zeiten, da waren entsprechende "Automatikabisolierzangen" fürs Hobby (erst recht als Jugendlicher und junger Erwachsener in der ersten "eigenen" Mietwohnung) unbezahlbar.
Aber:
Es kostet Zeit, trotz viel Erfahrung gibt es immer wieder mal Ausschuss bzw. fiese Überraschungen (Isoliermaterial, Adern, die gefühlt aus zwei dünnen Kupferhaaren bestehen...), und wird spätestens beim dritten Kabel anstrengen und nervig - der TO spricht ja von "einigen" Kabeln.
Nur scheinbar OT:
Auch wenn es sich um bezahlte Arbeitszeit handelt - so was lässt man sich als Handwerker nicht lange gefallen - zum Glück haben die meisten Chefs und Betriebe es langsam verstanden.
Gutes und passendes (!) Werkzeug muss sein, auch wenn man es nur zweimal im Jahr braucht, verschwindet auch mal und nutzt sich ab - da gibt es nichts zu kamellen oder dumm nachzufragen...
Momentan komme ich das nur mit einer VDE Zange halbwegs hin, aber dann
ist öfter die Hälfte der Adern (Litzendrähte) mit weg - äußerst nervig.
Manuell oder mit Sperre? Zu (viel oder zu) wenig gedreht? Vielleicht
nicht scharf (No Name)?
Das ist eine mit Sperre von einem Markenhersteller, aber für eigentlich größere Querschnitte.
Ja, es mag am Bediener gelegen haben, aber wenn ein Fehler 10min Mehrarbeit bedeutet, dann nehme ich lieber besseres Werkzeug um den Bediener als Fehlerquelle auszuschalten.
Evt verschiedene Einstellungen für verschiedene Strippen notwendig (im
selben Kabel)
Bei diesem Querschnittsunterschied (AWG20 / AWG28) auf jeden Fall. Tendenziell sind dann 2 Zangen angebracht, die jeweils einmal sauber eingestellt werden.
Was spricht eigentlich dagegen, erst einmal mehr abzuisolieren und dann
die blanken Litzen zu kürzen? Gleiches beim Mantel.
VG
Die Kabel sind einseitig mit der korrekten Länge vorkonfektioniert und teuer.
Abgesehen davon bringt das nichts, weil auch die längere Ader bis auf ~4mm an den Mantel heran abisoliert werden muss. Ich kann den Mantel und die Schirmung ja nicht nachträglich wieder dranpappen :)
kann man noch mit nem simplen Messer abisolieren.
mit der Schneide leicht in die Ader reindrücken
und mit dem Rücken der Schneide abziehen.
Bei einem einzelnen Kabel, im privaten mag das ja gehen. Aber in diesem Umfeld ist das tabu.
Abgesehen davon ist die Isolierung der Adern ebenfalls sehr fest, und so nahe am Mantelende hat man da kein gutes Gefühl dafür wie tief geschnitten werden muss. Die Ader unter dem Messer hin- und herrollen ist bei dem kurzen Überstand auch nicht.
Hallo
●DesIntegrator ●. schrieb im Beitrag #7370731:
kann man noch mit nem simplen Messer abisolieren.
mit der Schneide leicht in die Ader reindrücke
Ja, wenn man es denn auch kann...
Aber:
Es kostet Zeit, trotz viel Erfahrung gibt es immer wieder mal Ausschuss
bzw. fiese Überraschungen (Isoliermaterial, Adern, die gefühlt aus zwei
dünnen Kupferhaaren bestehen...), und wird spätestens beim dritten Kabel
anstrengen und nervig - der TO spricht ja von "einigen" Kabeln.
So ist es. Im privaten mag das mal gehen. Zuverlässige Qualität produziere - zumindest ich - bei dem Vorgehen nur, wenn ich mir sehr viel mehr Zeit nehme als ich sie mit dem richtigen Werkzeug bräuchte.
Sieht gut aus für Einzeladern. Kommt man bei einem Kabel dann trotz dem
Mantel noch auf die 6,5mm Abschnittlänge der Adern, mir sieht das aus
als ob der Mantel mit der Führung kollidiert und die Mindestlänge eher
so bei 12-15mm liegt.