Verständnisfrage Otokoppler / PhotoMOS Relais

OP #7371746
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Hallo zusammen,

in einem vorigen Thread habe ich eine konkrete Frage bzgl. der Beschaltung eines PhotoMOS Relais gestellt und das wurde auch so diskutiert, dass ich mit meinem konkreten "Problem" weiter machen kann.

Bei diesem "Problem" wird im Endeffekt eine analoge Spannung kurzgeschlossen (Mute).

Wenn es nicht um analoge Wechsel-Spannungen geht und ich eher (im Sinne eines Relais) etwas galvanisch getrennt an/ausschalten will, könnte ein "PhotoMOS Relais" unter Umständen viel zu gut/teuer/aufwändig für so eine simple Aufgabe sein. Ich habe mir bereits https://www.mikrocontroller.net/articles/Optokoppler durchgelesen und mir ist der Begriff "Typen mit Triacausgang" aufgefallen.

Wäre das eine Alternative, wenn es nur um Ein/Aus geht ? Gibt es andere Konzepte, die das galvanisch getrennte Schalten ermöglichen ? Natürlich sollte das bezahlbar und nicht esoterisch übertrieben sein :-)

Viele Grüße Harry

#7371755
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Harry R. schrieb:

Wäre das eine Alternative, wenn es nur um Ein/Aus geht ?

Nicht bei kleinen Signalen wie hier. TRIACs sind was für höhere Spannungen und Leistungen, so >10W und meist 230V AC.

Gibt es andere Konzepte, die das galvanisch getrennte Schalten ermöglichen ?

Ja, aber.

Natürlich sollte das bezahlbar und nicht esoterisch übertrieben sein :-

Bleib beim Photomos, das ist für deine Anwendung schon optimal. Erst recht für Stückzahl 1.

OP #7371793
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Falk B. schrieb:

Wolf17 schrieb:

Bei wenigen Volt DC und mA reicht ein billiger 817er.

Er will aber ein Audiosignal kurzschließen.

Missverständnis, ich will/würde in diesem Fall eine Spannung (~40V=, I ~ 500mA) ein/ausschalten und frage mich, ob es eine Alternative zum PhotoMOS Relais gibt. Ich lerne ja gerne dazu und das Bessere ist immer der Feind des Guten. VG Harry

#7371920
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Harry R. schrieb:

mir ist der Begriff "Typen mit Triacausgang" aufgefallen.

Falk B. schrieb:

Harry R. schrieb:

Wäre das eine Alternative, wenn es nur um Ein/Aus geht ?

Nicht bei kleinen Signalen wie hier. TRIACs sind was für höhere Spannungen und Leistungen, so >10W und meist 230V AC.

Damit das nicht falsch verstanden wird: Opto-Triacs nicht zum direkten Schalten von Lasten vorgesehen, sie dienen als Interface zu einem weiteren Thyristor oder Triac.

Motorola-Datenblatt MOC306x: "They are designed for use with a triac in the interface of logic systems"

#7372447
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Manfred P. schrieb:

Damit das nicht falsch verstanden wird: Opto-Triacs nicht zum direkten Schalten von Lasten vorgesehen, sie dienen als Interface zu einem weiteren Thyristor oder Triac.

Nö, kleine Lasten kann man direkt damit schalten. Wir haben z.B. mit dem BRT11 Ventile geschaltet, die können bis 300mA ab. Beachten muß man aber, daß bis zu 2,3V daran abfallen.

#7372740
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Peter D. schrieb:

Manfred P. schrieb:

Damit das nicht falsch verstanden wird: Opto-Triacs nicht zum direkten Schalten von Lasten vorgesehen, sie dienen als Interface zu einem weiteren Thyristor oder Triac.

Nö, kleine Lasten kann man direkt damit schalten. Wir haben z.B. mit dem BRT11 Ventile geschaltet, die können bis 300mA ab.

Die MOC30xx haben mir mit bei direkter Last Ärger gemacht, schalten undefiniert nicht ab. Ich glaube mal deren Datenblatt, dass ich das nicht darf.

Vergleiche ich in den Datenblättern "Critical Rate of Rise of Off–State Voltage" vom MOC306x mit Deinem BRT11, sehe ich da einen erheblichen Unterschied.

Also einigen wir uns: Es gibt Photo-Triacs, die Direktbetrieb können, aber eben nicht alle.

#7372901
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Harry R. schrieb:

Gibt es andere Konzepte, die das galvanisch getrennte Schalten ermöglichen ?

Ja, als erstes sollte man prüfen, ob eine galvanische Trennung überhaupt notwendig ist. Oft sieht man Schaltungen, bei denen die "Massen" vom Eingang und Ausgang eines OKs miteinander ver- bunden sind. Dann braucht man normalerweise auch keinen OK, sondern höchstens eine Transistor als Schalter.

#7372919
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Harald W. schrieb:

Oft sieht man Schaltungen, bei denen die "Massen" vom Eingang und Ausgang eines OKs miteinander ver- bunden sind.

Du meinst vielleicht die ganzen chinesischen Relaisplatinen mit den Würfelrelais die hier eh nicht für 230V genutzt werden sollen und gegen Schwachsinnsschaltungen ist man machtlos, keine Ahnung wer sowas verbricht und warum, darüber zu sinnieren lohnt sich nicht!

OP #7373008
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Harald W. schrieb:

Harry R. schrieb:

Gibt es andere Konzepte, die das galvanisch getrennte Schalten ermöglichen ?

Ja, als erstes sollte man prüfen, ob eine galvanische Trennung überhaupt notwendig ist. Oft sieht man Schaltungen, bei denen die "Massen" vom Eingang und Ausgang eines OKs miteinander ver- bunden sind. Dann braucht man normalerweise auch keinen OK, sondern höchstens eine Transistor als Schalter.

Du hast recht, in meinem Fall ist galvanische Trennung aber ein absolutes MUSS :-) VG

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