Hallo,
man nehme ein paralleles RC-Glied, wobei in Serie zum Kondensator noch ein R_limit geschalten ist (siehe Bild). Für kleine Frequenzen fließt der Großteil des Stromes durch R. Für höhere Frequenzen fängt C an zu wirken: ein Teil des Stromes fließt über den rechten Pfad, v_out sinkt (im Bode Plot - also vout/in - entspricht das -20dB/dec. und einem Annähern von -90° in der Phase). Für sehr hohe Frequenzen ist die Impedanz von C so klein, dass sich der Strom nur mehr über R||R_limit aufteilt (im Bode Plot haben wir wieder konstanten Gain und die -90° wurden durch +90° kompensiert, sodass die Phase wieder bei 0° ist).
Soweit klar. Jetzt kann man Transerfunktion aufstellen, was quasi der Gesamtimpedanz entspricht (vout/in = Z), um den Pol und die Nullstelle zu bestimmen.
Das geht aber auch schneller. Für den Pol: Wenn R + R_limit = Z_C, d.h. s_p = -1/[C(R+R_limit)] Für die Nullstelle: Wenn R_limit = Z_C, d.h. s_z = -1/CR_limit
Meine Frage: Warum? Für den Pol muss man C mit seinem äquivalenten Parallelwiderstand gleichsetzen, also R + R_limit, aber das verstehe ich nicht. Und für die Nullstelle C mit R_limit.
