Warum vergleichen sich Beamte häufig mit hochbezahlten Managern in der freien Wirtschaft?

OP (Firma: Still) #7385534
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Häufig höre ich von Beamten: "In der freien Wirtschaft würde ich viel mehr verdienen. So ein Manager in der freien Wirtschaft macht 150.000 € anno. Also bin ich unterbezahlt"

Warum vergleichen sich viele durchschnittliche Beamte mit der absoluten Creme de la Creme in der freien Wirtschaft und nicht mit dem einfachen 0815 Sachbearbeiter in einem KMU?

Und dann werden infolge von Unkenntnis (?) häufig Bruttolöhne von Beamten und Angestellten der freien Wirtschaft vergleichen. Warum vergleichen sie nicht Netto-Löhne inkl. Zulagen und Pensionen vs Renten?

https://www.focus.de/finanzen/recht/beamte-so-viel-rente-zuschlaege-und-verguenstigungen-bekommen-staatsdiener_id_8276045.html

OP (Firma: Still) #7385558
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Die Beamten die ich kenne (und das sind einige) sind zwar null gestresst, jammern aber auch gerne herum und wirken häufig komplett unzufrieden, feiern oft krank weil sie meinen, sich irgendetwas "zurückholen" zu müssen etc. Die Vorteile will kaum jemand sehen. Ein System was Leistung kaum honoriert, dafür aber Gehaltssteigerungen an das Lebensalter gekoppelt sind, sorgt sicher nicht für Motivation. Da wird eher auf Dinge geschielt, die es nur in der freien Wirtschaft gibt (Bonus, Firmenhandy, Dienstwagen) und dann genörgelt, auch wenn diese Dinge unter dem Strich gar nicht so viel Mehrwert haben.

OP (Firma: Still) #7385574
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Allerdings muss man sagen, dass zusammen mit der Pension das Beamtentum schon lukrativ ist. Der Großteil in der privaten Wirtschaft arbeitet nicht im Konzern. Und da gibt es oft nur bescheidene Löhne, keine Altersvorsorge, keine Gewinnbeteiligungen, keine finanzierte Kantine, keine sonstigen Vergünstigungen.

Viele Beamte denken, dass das Geld in der privaten Wirtschaft in Strömen fließt. Das ist pauschaler Unsinn!

#7385634
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Aus gleicher Ecke https://www.beobachter.ch/geld/steuern/mehr-gerechtigkeit-auf-erden-7566

Auch Pfarrer arbeiten nicht für Gotteslohn. 150'000 Franken im Schnitt erhalten reformierte Geistliche im Kanton Zürich jährlich, katholische Priester 1400'00. Der wesentliche Unterschied: Die Pfarrerlöhne der Reformierten werden im Kanton Zürich zu zwei Dritteln durch staatliche Steuern finanziert, und nicht etwa über die Kirchensteuer.

Was soll diese Diskussion? Man sollte einfach einen Beruf wählen, der dich erfüllt und Freude bereitet. Und wenn man unzufrieden mit der Wahl ist, sollte man sich umorientieren.

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