Boot problem due to missing SWAP partition in Linux - OpenSuse Tumbleweed.

OP #7386846
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Hallo Forum, und insbesondere Ihr Linux Experten,

habe einen PC, der nach Umbau nicht booten will. Weil eine größere GC verbaut wurde, musste die SWAP M.2 SSD im ePCI Slot umziehen. Steckt jetzt in einem PCIe-USB Gehäuse und hängt am onboard USB3 Anschluß. Leider habe ich keine andere Möglichkeit die SSD anzuschließen, da alle PCIe Slots belegt sind.

Daraus resultiert der u.g. Fehler, dass systemd die SWAP Partition nicht mehr findet und Aufgrund der 'no limit' Konfiguration ewig wartet.

Nun zu meinen Fragen:

  1. Kann ich das Warten mittels eine Tasten-Kombination überspringen?
  2. Kann ich die Einbindung des SWAPS beim Booten deaktivieren.
  3. Kann ich die 'no limit' Einstellung z.B. auf 90Sek. setzen? Wo?

Was ich versucht habe: Boot via rescue Menu, dann:

  1. Swap aus /etc/fstab auskommentieren, reboot - leider keine Wirkung.
  2. Swap via systemctl --type swap, systemctl disable "dev-..", systemctl mask "dev-..", reboot - leider auch kein Erfolg.
  3. Systemd Eintrag suchen, um 'no limit' zu setzen mit - find /etc/systemd -name *.conf -exec grep -H -n -i swap {} ; - nichts gefunden.

Nun bin ich mit meinem Wissen am Ende und hoffe auf Eure Hilfe. Ich vermute, das der Ablauf beim Booten am Anfang aus einer initrd Config gelesen wird, bevor die lokalen systemd Regeln greifen.

Für hilfreiche Vorschläge/Ideen meinen Dank im Vorraus.

Markus

1
[ OK ] Started Show Plymouth Boot Screen 
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[ OK ] Started Forward Password R...s to Plymouth Directory Watch
3
[ OK ] Reached target Path Units
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[ OK ] Found device WD_BLACK AN1500 1
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[ OK ] Reached target Initrd Root Device
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[ OK ] Found device PERC_H310 BOOT
7
[ OK ] Found device PERC_EFI
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[ OK ] Finished dracut initqueue hook
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[ OK ] Reached target Preparation for Remote File Systems
10
[ OK ] Reached target Remote File System
11
[  **] Astart job is running for /dev/dis...by-label/SWAP (1min 6s / no limit)
#7386861
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Markus W. schrieb:

Mir war nicht klar, das solche Einstellungen in der initrd stecken. Dachte die wäre eher für Treiber und Kernel-Config.

Ob eine fstab in der initrd steckt und ob überhaupt etwas Sinnvolles darin steht:

1
# lsinitramfs -l /boot/initrd.img-5.10.0-21-amd64 | grep "fstab"
2
-rw-r--r--   1 root     root            0 Jan 24 15:18 etc/fstab

Ich hatte noch nie ein System das ohne swap nicht bootet. Wenn allerdings ein nicht vorhandenes swap eingebunden werden soll…

OP #7386872
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@Norbert,

Ich hatte noch nie ein System das ohne swap nicht bootet.

Du siehst ja in meinem Anhang/Log, dass dies bei mir der Fall ist.

Früher unter initd und z.B. RH7,RH8,.. konnte man mit einer Tastenkombination das hängende Kommando überspringen (Glaube es war sowas wie CTRL+ALT+I).

Ich konnte jetzt dank Frank Hinweis ins System booten. Danke auch Dir für den Hinweis, wie man die initrd durchforsten kann.

LG Markus

#7386892
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Markus W. schrieb:

Du siehst ja in meinem Anhang/Log, dass dies bei mir der Fall ist.

Nein, in deinem Anhang sieht man ein System, das von wo auch immer ein nicht erreichbares swap mounten will. Und genau deshalb bootet es nicht. Vermutlich weil in deine initrd noch nicht die passenden module für die ePCI / PCIe-USB Anbindung einmassiert wurden.

Grundsätzlich können Linux Systeme jedoch problemlos völlig ohne swap booten.

OP #7386924
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@Norbert,

grundsätzlich hast Du ja recht, Du siehst aber, daß aufgrund meiner HW Modifikation und der nicht vorab nachgezogenen Konfiguration der Bootvorgang zum erliegen kommt. Wäre der systemd Parameter 'no limit' als default nicht gesetzt, wäre es auch kein Beinbruch gewesen, aber in dem konkreten Fall führt es zu einem Systemhalt, aus dem man nicht so ohne weiteres raus kommt. Zugegeben war das meiner HW-umsteck-Aktion geschuldet, aber das mich der SWAP so ausnocked war mir auch nicht bewußt. Ist ja was anderes, wenn Systempartitionen nicht gefunden werden, aber der SWAP, zumal die Maschiene 128GB RAM hat, sollte den Bootvorgang nicht ausnocken.

Meine Ansicht.

Früher unter Solaris und auch unter Linux zu initrc/d-Zeiten hat es gereicht in der fstab den entsprechenden Verweis auf den SWAP Space auszukommentieren und man konnte wieder booten.

Aber die Zeiten bringen halt neue System-Features und System-Ansprüche mit sich, die man auf dem Radar haben muss, sonst ist man verloren, oder man findet in einem Forum, wie hier, Hilfe ;-)

Danke nochmals für Eure Hilfe.

Markus

#7386981
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Hmm, habe hier mehrere Debian stable (alle mit systemd) und in der initrd ist überall eine leere fstab. Demnach kann ich - so wie du es auch beschrieben hast - alle Änderungen in der /etc/fstab des root-Laufwerks durchführen und brauche nur einen reboot (im schlimmsten Fall, meistens weniger)

SuSE scheint also irgendetwas grundsätzlich anders zu machen wenn eine mit sinnvollen Informationen gefüllte fstab in der initrd ist.

Wie sieht denn bei dir die Ausgabe aus, bei dem von mir oben genannten Befehl? (nur wenn's nicht zuviel Arbeit macht)

OP #7387026
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Bei mir hat die fstab in der initrd auch die Größe Null.

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localhost:~ # lsinitrd -s /boot/initrd-6.1.10-1-default | grep fstab
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-rw-r--r--   1 root     root            0 Feb 11 15:15 etc/fstab.empty
3
lrwxrwxrwx   1 root     root           41 Feb 11 15:15 usr/lib/systemd/systemd-sysroot-fstab-check -> system-generators/systemd-fstab-generator
4
-rwxr-xr-x   1 root     root        47528 Feb  2 21:06 usr/lib/systemd/system-generators/systemd-fstab-generator.

Markus

#7387064
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Ach du meine Güte! Wenn ich schon ›systemd-fstab-generator‹ sehe, stellt sich sofort dieser widerliche Brechreiz ein.

Da hat der Lennart ja noch schnell eine schöne Idiotie eingebaut, bevor er sich in sein eigentliches Gefilde bei Microsoft hat kaufen lassen.

Andere sind schon für weniger…

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