6 LEDs gemeinsamer Pluspol mit Arduino schalten

OP #7396322
Lesenswert?

Ich habe hier Taster mit 2 integrierten RGB-LEDs (Honyone PB06-B/C). Jede LED hat einen gemeinsamen Pluspol und dann 3 Minuspole für die drei Farben. Habt Ihr einen Tipp wie ich die Minuspole mit einem Arduino elegant schalten und per PWM kann? Programmiertechnisch sind auch serielle o. I2C-Lösungen möglich, aber was den Schaltungsaufbau angeht, wäre ich für einen Tipp sehr dankbar. SMD-Löten ist OK, falls es auf einen Treiber hinausläuft. [Sorry. Sollte nur ein Dateianhang werden]

Angehängte Dateien:
OP #7396359
Lesenswert?

Peter N. schrieb:

16 Ports sind doch unnötig, es gibt auch 8 Port-Varianten.

das wäre OK, dann könnte ich zwei Taster ansteuern oder vier, wenn ich die beiden LEDs im Schalter zusammenlege.

Allerdings ist der doch schon recht teuer, wenn man in DE bestellt. Und man findet fast nur das Servo-Ansteuerungsmodul auf PCA9685-Basis.

Vielleicht findet sich ja noch ein Kandidat, der preiswerter ist, aber auf alle Fälle vielen Dank für die hilfreichen und schnellen Antworten. Klasse!

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7396371
Lesenswert?

Ralph E. schrieb:

Wieso bekommt man bei der Frage (im 1. Beitrag) eigentlich gleich Minuspunkte bei Lesenswert?

  1. ist doch egal
  2. es gibt halt Leute, die finden die Frage nicht lesenwert
  3. du hast das A-Wort verwendet und zutiefst verwurzelte Urreflexe geweckt

Ralph E. schrieb:

wenn ich die beiden LEDs im Schalter zusammenlege.

Mein Vorschlag: gibt trotzdem jeder LED einen eigenen Widerstand.

Ralph E. schrieb:

Peter N. schrieb:

Desweiteren gibt es I²C Portexpander/Ledtreiber

Ich weiß leider nicht wie ich die finde

Probiers mit den englischen Worten:

Bei "Portexpander" ist es natürlich einfacher, da muss man nichts übersetzen:

Gast #7396593
Lesenswert?

Wer die LEDs nicht direkt (über Widerstände) an den Mikrocontroller anschließen will, der sollte vielleicht mal erklären, warum nicht. Dann kann man ihm passende Vorschläge machen.

Und dabei vielleicht auch daran denken, dass es nicht den Arduino gibt. Das ist ein Software Framework für hunderte Mikrocontroller Modelle.

#7396668
Lesenswert?

Ralph E. schrieb:

was den Schaltungsaufbau angeht, wäre ich für einen Tipp sehr dankbar

Einfach über den notwendigen Vorwiderstand, z.B. 270 Ohm für 10mA, an Arduino-Ausgangspins, man braucht halt 6 davon. Die LED der jeweiligen Farbe leuchtet dann wenn der Ausgang auf low geht (0% PWM macht maximale Helligkeit). Man kann Arduino-PWM AnalogWrite nutzen, die nur an einigen Ausgängen geht, oder Soft-PWM selber programmieren.

OP #7396753
Lesenswert?

Stefan F. schrieb:

Wer die LEDs nicht direkt (über Widerstände) an den Mikrocontroller anschließen will, der sollte vielleicht mal erklären, warum nicht. Dann kann man ihm passende Vorschläge machen.

Und dabei vielleicht auch daran denken, dass es nicht den Arduino gibt. Das ist ein Software Framework für hunderte Mikrocontroller Modelle.

Ich kannte bisher nur das Schalten über den Pluspol der LED. Also Widerstand davor und alles war gut. nun muss ich die LEDs aber über den Minuspol schalten, da sie gemeinsam am Pluspol hängen. Und da weiss ich icht wie das geht, daher hier die Frage nach einer Lösung.

OP #7396758
Lesenswert?

Michael B. schrieb:

Ralph E. schrieb:

was den Schaltungsaufbau angeht, wäre ich für einen Tipp sehr dankbar

Einfach über den notwendigen Vorwiderstand, z.B. 270 Ohm für 10mA, an Arduino-Ausgangspins, man braucht halt 6 davon. Die LED der jeweiligen Farbe leuchtet dann wenn der Ausgang auf low geht (0% PWM macht maximale Helligkeit). Man kann Arduino-PWM AnalogWrite nutzen, die nur an einigen Ausgängen geht, oder Soft-PWM selber programmieren.

Aber wie geht das wenn man die LED am Minuspol schalten muss?

OP #7396768
Lesenswert?

Max M. schrieb:

Ralph E. schrieb:

Wieso bekommt man bei der Frage (im 1. Beitrag) eigentlich gleich Minuspunkte bei Lesenswert?

Weil du... 1.... nicht verrätst welche Versorgungsspannung du hast. 2.... nicht verrätst wieviel Strom die LED brauchen?

Ralph E. schrieb:

schalten und per PWM kann?

Was jetzt? schalten oder dimmen?

Aus-/Anschalten und dimmen schliesst sich doch nicht aus. Versorgungsspannung liegt bei 3.3V. Stromverbrauch kenne ich nicht und weiss leider auch nicht wie ich ihn messen soll. Das steht dazu im Datenblatt: Function: Momentary Circuit: OFF-(ON) / Momentary SPST Current Rating: 100mA Solder Spec: 350 °C for 5 seconds Resistance: 100 MOhm Operating life: 1.000.000 Cycles minimum EAN / GTIN: not available

Angehängte Dateien:
#7396783
Lesenswert?

Ralph E. schrieb:

Wieso bekommt man bei der Frage (im 1. Beitrag) eigentlich gleich Minuspunkte bei Lesenswert?

Weil es absolute Basisdinge sind, die man in den Beschreibungen zum Arduino findet.

Ralph E. schrieb:

Aber wie geht das wenn man die LED am Minuspol schalten muss?

Was daran ist so schwer? Michael B. schrieb im Beitrag #7396668:

Die LED der jeweiligen Farbe leuchtet dann wenn der Ausgang auf low geht

Im Anhang die üblichen Varianten, für dich links unten "weiss".

Angehängte Dateien:
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7396926
Lesenswert?

Ralph E. schrieb:

Aber wie geht das wenn man die LED am Minuspol schalten muss?

Gib am µC-Port Low aus, dann leuchtet die LED.

Ralph E. schrieb:

P.S. Ich finde es aber schade, dass Anfänger hier so gedisst werden.

Halb so wild. Wenn der Anfänger zeigt, dass er gewillt ist, ein wenig mitzudenken, dann geht das schon.

Wenn du statt "Pluspol" und "Minuspol" die richtigen Namen der LED-Anschlüsse "Anode" und "Kathode" verwendest, dann findest du auch ganz leicht eine Antwort:

#7396928
Lesenswert?

Ralph E. schrieb:

P.S. Ich finde es aber schade, dass Anfänger hier so gedisst werden.

Ich eigentlich auch. Aber manchmal fühlt es sich so an, als sei Eigenleistung und eigene Recherche irgendwie out.

Damit möchte ich dir nichts vorwerfen oder dir etwas unterstellen, das ist mehr ein allgemeines Problem.

Aber auch bei deiner Frage findet sich mit dem Suchbegriff "RGB LED Arduino" einiges, das bereits eine Lösung für dich beinhaltet.

https://funduino.de/nr-20-rgb-led https://www.exp-tech.de/blog/arduino-tutorial-so-verwenden-sie-eine-rgb-led

Und da viele andere Fragen eher ein "Hier ist ein Problem, löst es für mich" sind, reagieren manche (ich wohl auch) etwas allergisch auf Anfängerfragen, die keine Eigenleistung beinhalten.

Ich habe ja die Hoffnung, dass du deine Frage gestellt hast, weil du etwas lernen möchtest und irgendwann selber weißt, wie du ein solches Problem löst und du nicht einfach nur eine Lösung haben möchtest.

Deshalb versuche ich in meinen Antworten eher Stichworte zur Recherche zu liefern als die Lösung vorzukauen.

#7396973
Lesenswert?

Ralph E. schrieb:

Versorgungsspannung liegt bei 3.3V.

Scheisse, Salamischeibe 22: Erst schreibst du 'Arduino', nun 3.3V: ja, es gibt auch Arduinos mit 3.3V, aber der übliche (Uno, Nano) arbeitet mit 5V.

Wie willst du mit 3.3V Versorgung, also vielleicht 3V Ausgangsspannung vom uC Pin, eine LED leuchten lassen, die je nach Laune 2.9 bis 3.6V für ihren Nennstrom benötigt ?

Da musst du die Spannung erst hochtransformieren, oder in deinem Fall der LED mit gemeinsamer Anode erst eine negative Spannung erzeugen.

Ja, das geht, ist aber deutlich mehr Aufwand.

Rote und grüne LED werden mit 2.1V auskommen, da teicht die LED über Vorwiderstand an 3.3V

1
uC-Ausgang --270R--|<|-- +3.3V
2
                   LED

aber die blaue LED wird damit nicht ordentlich leuchten. Man kann mot dem uC Ausgang eine negative Spannung erzeugen

1
uC-Ausgang --10uF--+--|<|-- +3.3V
2
                   |  LED
3
Masse --------|<|--+
4
            1N4148

aber der Strom hängt vom ESR des Subminiatur 10uF/16V Elkos von ein paar Ohm und dem Ausgangswiderstand des uC Pins von ca. 40 Ohm ab, du musst ausprobieten, bei welchem PWM Tastverhaltnis die 3 LED zusammen weiss ergeben (und ggf. die 270R der roten und grünen LED erhöhen zur Anpassung vor allem wenn das so ein leistungsschwacher ESP oder RP2040 als 'Arduino' ist).

Also klar erhöhter Schwierigkeitsgrad. Aber wer sich erst was zudammenkauft und dann nachdenkt, muss ja eine Konsequenz spüren.

Und ich weiss jetzt nicht, wer sich auf weitere 20 Salamischeiben freut.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7397416
Lesenswert?

Steve van de Grens schrieb:

Die Variante am Pin D9 funktioniert auch auch an 3,3V Mikrocontrollern

... wenn die einzelne LED an +5V hängt und blau oder weiß ist (du hast es zwar gedacht, aber nicht explizit geschrieben).

Aber hier mit der Common-Anode-Multi-Color-LED geht das wieder nicht, weil sonst die rote LED auch bei high am µC schon leuchten könnte. Für diesen 5V-Trick müsste dann noch eine Diode in in Reihe zur roten LED geschaltet werden. Und evtl. ist das auch bei der grünen LED nötig:

1
 +5V ----------.
2
               |
3
         .-----o-----.
4
       R |   G |   B |
5
         V=>   V=>   V=>
6
         -     -     -
7
         |     |     |
8
         R     R     R
9
         |     |     |
10
    4148 V     V     |
11
         -     -     |      3V3
12
         |     |     |       |
13
     .---#-----#-----#-------#-----.
14
     |   D7    D8    D9     Vcc    |
15
     |         µC                  |
16
     |                      GND    |
17
     '-----------------------#-----'
18
                             |
19
                            ---
#7397478
Lesenswert?

Sebastian R. schrieb:

Aber manchmal fühlt es sich so an, als sei Eigenleistung und eigene Recherche irgendwie out.

So etwa war auch mein Kommentar gedacht.

Aber auch bei deiner Frage findet sich mit dem Suchbegriff "RGB LED Arduino" einiges, das bereits eine Lösung für dich beinhaltet.

https://www.exp-tech.de/blog/arduino-tutorial-so-verwenden-sie-eine-rgb-led

Da bekomme ich direkt Kackreiz: Anstatt eines Schaltplans ein Fritzing-Bildchen und 220 Ohm vor den LEDs, 15mA für Rot.

Michael B. schrieb:

Versorgungsspannung liegt bei 3.3V.

Scheisse, Salamischeibe 22: Erst schreibst du 'Arduino', nun 3.3V: ja, es gibt auch Arduinos mit 3.3V, aber der übliche (Uno, Nano) arbeitet mit 5V.

Ja!

Wie willst du mit 3.3V Versorgung, also vielleicht 3V Ausgangsspannung vom uC Pin, eine LED leuchten lassen, die je nach Laune 2.9 bis 3.6V für ihren Nennstrom benötigt ?

Wenn man nur 1mA als Kontrollampe fährt, geht das noch gerade so, bei meinen blauen Chinesen habe ich 2,6V gemessen.

Ich habe hier einen 3V3-System mit LDO an einem LiIon-Akku laufen, die beiden blauen Kontrolleds per Transistor direkt am LiIon. Die Helligkeit ändert sich deutlich, aber bis 3,2V herunter komme ich damit noch klar.

Rote und grüne LED werden mit 2.1V auskommen,

Ich habe Grüne, die fast auf dem Spannungsniveau der Blauen liegen.

Steve van de Grens schrieb:

Die Variante am Pin D9 funktioniert auch auch an 3,3V Mikrocontrollern. Von der 5V Versorgung fallen an der LED 2-3V ab. Die verbleibenden 2-3V tun dem Mikrocontroller nicht weh.

Das klingt wirr. Wir wissen nicht, woher er seine Versorgung bezieht. Sollte es tatsächlich 5V geben, gehören die LEDs nicht direkt an den Ausgang eines 3,3V-µC und glimmen evtl. über dessen Schutzdioden. Siehe:

Lothar M. schrieb:

weil sonst die rote LED auch bei high am µC schon leuchten könnte.

Wenn im System eine höhere Spannung existiert, kommt da als saubere Lösung ein Transistor dran, in meinem Plan an D10. Wenn das richtig knapp ist, anstatt des NPN besser ein LL-FET.

Angehängte Dateien:
Gast #7397624
Lesenswert?

Lothar M. schrieb:

Die Variante am Pin D9 funktioniert auch auch an 3,3V Mikrocontrollern

... wenn die einzelne LED an +5V hängt und blau oder weiß ist (du hast es zwar gedacht, aber nicht explizit geschrieben).

Geht mit allen Farben. Hauptsache, die LED hat mindestens 1,7 Volt Flussspannung, wovon man wohl ausgehen kann (ist ja nicht Infrarot).

Lothar M. schrieb:

Aber hier mit der Common-Anode-Multi-Color-LED geht das wieder nicht, weil sonst die rote LED auch bei high am µC schon leuchten könnte.

Alle LED Fragen haben in diese RGB Konstellationen in der Regel über 2 Volt. Aber wir sind ja im Land der Bedenkenträger, wo man selbst Klopapier mit 5 Durchschlägen und 4 Genehmigungsprozessen bestellen muss.

Leider fehlt die Angabe der Spannung im Datenblatt des konkreten Tasters. Nur Not hätte ich auch die zusätzliche Diode vorgeschlagen. Das kann der TO ja selbst austüfteln, man muss es nicht schon vorher (ohne Bedarf) unnötig kompliziert machen. Die passenden Widerstände (wegen der Helligkeit/Farbmischung) muss er ja auch eh selbst herausfinden.

#7399300
Lesenswert?

Ralph E. schrieb:

Stromverbrauch kenne ich nicht und weiss leider auch nicht wie ich ihn messen soll.

Normalerweise sollte der Hersteller das im Datenblatt angeben. Ist bei diesem Produkt aber gut versteckt. "pb-06-b-wt-1 honyone rgb led specs" als Suchbegriff bei Google führte dann zu dieser Seite bei Aliexpress: https://de.aliexpress.com/i/33004443562.html?gatewayAdapt=glo2deu

Und da findet man dann endlich auch mal Angaben zu den LEDs: LED Arbeits Spannung (@ 20mA) Rot: 1,8-2,4 V Grün: 2,7-3,7 V Blau: 2,7-3,7 v Weiß: 2,9-3,6 V

Und damit kann man dann endlich auch die passenden Vorwiderstände ausrechnen (und sieht, dass es bei 3,3 Volt Versorgung etwas schwierig wird ...), wobei ich da keine 20mA ansetzen würde, sondern eher 10mA.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren