in meinem neusten Projekt möchte ich LED-Streifen mit einem Mikrocontroller ansteuern und hab hierfür den "WT32-ETH01" gekauft. Ich hab WLED auf den Controller geflasht und den Ethernet-Type auf den Controller eingestellt. Die Verbindung über Wlan funktioniert einwandfrei. Mein Grundgedanke war jedoch eine direkte Verbindung des Laptops über ein USB-Ethernet-Adapter zu dem Controller, da ich das Ergebnis des Projektes gerne ohne Router nutzen möchte. Leider hab ich mit Netzwerken keinerlei Erfahrung. Ist eine solche direkte Verbindung ohne Switch oder Router generell möglich?
Die Verbindung wird in den Netzwerkeinstellungen erkannt, jedoch wird mir keine IP4 Adresse angezeigt, über die ich zugreifen könnte. Wie wäre hier das vorgehen?
Wenn die IP-Adressen richtig vergeben sind, dann ja.
Z.B. WT32: 192.168.1.2
Laptop: 192.168.1.3
Die ersten 3 "Stellen" müssen identisch sein, die letzte muss sich unterscheiden.
Die ersten beiden "Stellen" sollten wie angegeben vergeben werden. Es gibt noch andere Bereiche die auch geeignet sind, kenn ich aber gerade nicht.
Ach so und es könnte je nach Alter des Laptop sein, dass du ein Cross-Link Ethernetkabel brauchst für die direkte Verbindung.
Wie im Bild zu sehen, hab ich die oben genannte IP Adresse vergeben. Ich find aber keine Möglichkeit die zweite Adresse für das andere Gerät zu vergeben und weiß nicht so genau, für welches Gerät diese jetzt gilt. Muss ich eventuell irgendwie erst ein Netzwerk erstellen, in dem ich festlege, dass diese zwei Geräte verbunden werden sollen?
Wenn ich im Komandofenster mit "ipconfig" die IP Adressen abrufen lass, so zeigt es mir für den Laptop noch eine Adresse an, die mit 172. beginnt...
Dann hat der Laptop für das Internet eine andere IP Adresse?
Mein Laptop ist ein Surface Book aus dem Jahr 2018.
Tja. Entweder es ist eine Default-IP eingestellt oder man kann irgendwo eine Default-IP für den WT32 vergeben (über WLAN?)
Im "Worst Case" erwartet der WT32 einen DHCP-Server im Netzwerk, der sich um die IP-Vergabe kümmert. Das geht unter Windows zwar, ist aber auch nicht mal eben mit einem Klick gemacht
Ich hab WLED von der folgenden Seite direkt auf den Controller geflasht:
https://install.wled.me/
Vor dem flashen werd ich darauf hingewiesen, dass alle Daten vom Controller gelöscht werden. Dann würden ja auch die DHCP Einstellungen und die IP Adresse zurückgesetzt werden?
Ich hab WLED von der folgenden Seite direkt auf den Controller geflasht:
https://install.wled.me/
Ah, das WLED hatte ich überlesen. Ich tippe mal darauf, dass WLED auch über LAN die 4.3.2.1 hat. Also Adaptger auf 4.3.2.2 oder sowas konfigurieren und dann, wie über WLAN auch, 4.3.2.1 oder wled.me aufrufen.
Er möchte die Ethernetverbindung seines Boards nutzen.
Ahhh! Entschuldigung, das wusste ich nicht....
Das habe ich gelesen, keine Sorge. Aber er muss zunächst per WLAN auf das Gerät, um Ethernet überhaupt erst aktivieren zu können. Das Problem, dass WLED über Ethernet keine statischen IPs beherrscht und auf einen DHCP-Server angewiesen ist, bleibt dennoch.
Mein Grundgedanke war jedoch eine direkte Verbindung des
Laptops über ein USB-Ethernet-Adapter zu dem Controller, da ich das
Ergebnis des Projektes gerne ohne Router nutzen möchte. Leider hab ich
mit Netzwerken keinerlei Erfahrung. Ist eine solche direkte Verbindung
ohne Switch oder Router generell möglich?
Natürlich ist das möglich. Du must halt nur für die nötige Infrastruktur sorgen. Beide Teilnehmer an dem entstehenden Mini-Netz müssen irgendwie eine IP-Adresse im gleichen logischen Netz bekommen.
Es gibt dafür (mindestens) drei Möglichkeiten:
feste Adressen für beide
Einer der Pears bietet über seine Schnittstelle einen DHCP-Server an, der andere benutzt dann dieses DHCP, um zu einer IP-Adresse zu kommen
Man benutzt APIPA
ist in jeder Hinsicht am einfachsten einzurichten. Da nur zwei Peers miteinander reden sollen, kann man eine Peer2Peer-Verbindung konfigurieren. Sprich: Netzwerkmaske ist für beide 255.255.255.255, die Adressen sind (fast) Wurscht. Nur wenn einer der Peeers (hier wohl eher nur das Notebook) auch noch in anderen Netzen unterwegs ist, sollte keine der beiden Peer-Adressen im Bereich irgendeines dieser anderen Netze liegen. Naja, und ein paar reservierte Adressen gibt es auch noch, die man ebenfalls nicht nutzen sollte, inbesondere nicht 0.0.0.0 und 255.255.255.255...
Ist auch leicht einzurichten. Der eine Peer (hier also das Notebook) muß halt einen DHCP-Server anbieten. Wenn Windows, dann geht das, indem man die Schnittstelle für "Internetverbindungsfreigabe" konfiguriert. Im Prinzip verhält die sich dann wie ein billigster Home-Router. Stellt also insbesondere einen DHCP-Server an der Schnittstelle bereit. Der andere Peer tut halt das normale DHCP-Client-Zeugs und kommt so auf jeden Fall an eine IP-Adresse.
Beide Peers kegeln sich eine (zufällige) Adresse im APIPA-Bereich aus. Keine Ahnung, ob dieses Arduino-Zeugs APIPA kann. Windows jedenfalls kann es und macht es von Hause aus immer dann, wenn für eine Schnittstelle ein Link etabliert wird, aber keine feste IP konfiguriert ist und auch kein DHCP-Server seine Dienste anbietet.
Nützlich ist das allerdings nur, wenn der Peer dann irgendwie über Broadcasts was über seine Anwesenheit verrät, denn so weit haben zwar beide erst mal eine IP im gleichen Netz, aber keiner der beiden kennt die des jeweils anderen. Dazu kämen dann Protokolle wie Bonjour oder MDNS in's Spiel.
Alles in allem: diese Variante ist eher nicht empfehlenswert. Schon garnicht, wenn man keine Ahnung von Netzwerken hat.
Einer der Pears bietet über seine Schnittstelle einen DHCP-Server an,
Ist die momentan einzige Möglichkeit.
Nun, dann ist die einzig mögliche Lösung ja klar.
Ist nicht vorgesehen, WLED ist aber auch kein "Arduino Zeugs"
Naja, kenne ich nicht (muss man wohl auch nicht kennen). Ist offensichtlich noch dümmer als Arduino. Keine festen IP-Adressen zu unterstützen, ist ja geradezu idiotisch. Damit fängt man immer an. Erst der nächste Schritt sollte dann DHCP-Support o.ä. sein. Das ergibt sich einfach aus der Logik des IP-Protokollstacks selber.
Naja, kenne ich nicht (muss man wohl auch nicht kennen). Ist
offensichtlich noch dümmer als Arduino. Keine festen IP-Adressen zu
unterstützen, ist ja geradezu idiotisch.
Vielen Dank für deine Meinung.
Vielleicht solltest du dich über das Projekt, den Funktionsumfang und die Hintergründe erst einmal informieren und darauf deine Ansichten basieren.
Ethernet ist recht neu "angeflanscht" und was das Ding sonst über WLAN kann ist schon echt beeindruckend.
Ethernet ist recht neu "angeflanscht" und was das Ding sonst über WLAN
kann ist schon echt beeindruckend.
Ich verstehe das nicht. Bezüglich des IP-Support spielt es absolut keine Rolle, ob über WLAN oder LAN angeflanscht. Auch WLANs kann man schließlich mit festen IPs betreiben. Oder ultimativ als AdHoc-WLANs.
Das ist nur deshalb relativ unüblich, weil WLAN halt lange Zeit eher als "mobiles" Netz verwendet wurde, also als ein fremdes Netz, was man benutzten darf, sich aber deshalb auch zwangsweise dessen Regeln unterwerfen muss. Das meiste dieser Regeln wird halt per DHCP übermittelt.
Mir scheint, die Entwickler hatten auch schon keine Ahnung von Netzwerken, als sie an WLAN angedockt haben...
Ich hatte herausgefunden, dass die peer2peer Verbindung mit der WLED Version von der Internetseite zum direkt flushen manchmal nicht klappt. Hab mir WLED daraufhin mal als ZIP aus GIT gedownloaded und das mit einem flasher auf den ESP geladen.