Grundlegende Elektronikfluss Frage

OP #7402647
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Guten Tag,

ich baue zurzeit die Elektronik einer BMW K100 auf Munit Blue um. Da der Startermotor beim Anlasservorgang mehr "a" braucht als die Munit blue mit ihrem Starteroutput hergibt muss das original Relay der K weitergenutzt werden.

Das Relay kriegt daher über 0,5mm² Kabel den Schaltimpuls. In der Betriebsanleitung der Munit ist niedergeschrieben, dass der mindestdurchmesser für die kabel im Starter Ausgang 2,5mm2 x2 entsprechen muss. Nach meinem Verständnis ist das so hoch angesetzt um dem Energieverbrauch des Startermotors gerecht zu werden. Auf nachfrage bei Motogadget wurde vom Support erklärt, dass es kein Problem sei, die beiden 0,5mm2 Kabel in die Starterausgänge zu legen.

Was mir aber bisher nicht in den Kopf reingeht und wo ich auch anscheinend zu unfähig bin die richtigen Suchbegriffe zu finde, ist die Tatsache, dass beide Anschlüße zusammen mit 30a bespielt werden. Auch wenn die Kabel diese Last nur kurz aushalten müssen, ist das doch heillos zuviel. Oder funktioniert das Problemlos.

Es wäre cool, wenn mir jemand sagen kann, ob mein Gedankengang doch nicht so dumm ist wie ich denke bzw. erklärt, wo mein Fehler liegt

#7402672
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Jonas E. schrieb:

...BMW K100 auf Munit Blue um. Da der Startermotor beim Anlasservorgang mehr "a" braucht als die Munit blue mit ihrem Starteroutput hergibt muss das original Relay der K weitergenutzt werden.

Da das Ori-Starterrelais mit 15 Ω weiterhin benutzt wird, reicht der kleine Querschnitt (0,5mm²) zur Ansteuerung.

Die Leute von "moto gadget" können ja nicht wissen an welche Anlassertype die m.unit angeschlossen wird. Es gibt auch Einspurmagnete (Solenoid), die 20 Amps brauchen (dann 2x 2,5mm²).

OP #7402695
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Erstmal danke für die schnellen Antworten

@overdrive Genau, mir hat halt der Angegeben Output von 30A der Munit an dem Ausgang Sorgen gemacht, wenn der die 30A in 2x 0,5 mm² reinpumpt. So mein Gedanke. Warum das so hoch angesetzt ist, war mir so halb klar. Danke für die Klarifizierung

@topla Zusammengefasst heißt das: Durch die Kabel wird nur das geleitet, was das Relay für die Inbetriebnahme braucht. Das heißt verbildlicht: Mein Bild von einer überdimensionierten Hochdruckpumpe fur Stahlrohre, an die laienhaft ein Gartenschlauch angesteckt wurde der direkt Platzen würde ist falsch, man sollte sich das wie einen Eimer vorstellen, der unten ein Loch hat und das Maximum was da durch geht ist das, was das Loch erlaubt?

#7402721
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Jonas E. schrieb:

Das Relay kriegt daher über 0,5mm² Kabel den Schaltimpuls. In der Betriebsanleitung der Munit ist niedergeschrieben, dass der mindestdurchmesser für die kabel im Starter Ausgang 2,5mm2 x2 entsprechen muss

Die gehen davon aus fass dort ein starker Anlassermotor und kein leistungsschwaches Relais dran hängt.

ABER: Leitungen müssen gegen durchschmoren der Isolierung mit einer Sicherung geschützt werden. Deine 0.5mm2 also mit maximal 5A bis 1.1m Länge.

Wenn sowieso schon so oder kleiner abgesichert: ok. Sonst: 5A Sicherung in die Pluszuleitung der 0.5mm machen.

OP #7402724
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Dann danke ich allen hier Anwesenden recht herzlich für diese Unterrichtung.

Jetzt habe das falsche Verständnis für elektrischen Fluss aus der ca. 8.Klasse Gymnasium (?) ausbessern können.

@laberkopp Die M.unit hat digitale Sicherungen und die Verbindung der M.unit zum Pluspol Batterie wie verlangt mit einer 40amp Sicherung versehen--> Ausreichend?

#7402737
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Jonas E. schrieb:

Die M.unit hat digitale Sicherungen und die Verbindung der M.unit zum Pluspol Batterie wie verlangt mit einer 40amp Sicherung versehen--> Ausreichend?

Nein, der durch die M.unit erlaubte Strom wäre zu hoch für 0.5mm2, bau eine 5A Sicherung ein wenn du so dünne Kabel verwendest und auch nur das kleinste Risiko eines Kurzschlusses besteht (im selben Gehäuse verzichtet man normalerweise auf Kurzschlussschutz).

OP #7402812
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Okay, perfekt. Sie haben mich heute sehr viel weiter gebracht.

Das mit der abgesicherten 0,5mm² Leitungen werde ich sicherheitshalber umsetzten, das nun an dem Ausgang nur eben diese 2 Leitungen liegen. So ein brennender Kabelbaum unter dem Hinter macht sich nicht gut.

Eine letzte bzw. zwei Fragen habe ich noch.

  1. Gibt es eine Formel, mit der ich basierend auf dem Querschnitt die Größe der zu wählenden Sicherung ausrechnen kann oder reicht es wenn ich

"A = ( I x 0,0175 x L x 2 ) / (fk x U)"

(A=Querschnitt; I = Ampere; L = Kabellänge; fk = gewünschter Maximalverlust; U= Spannung)

nach "I" umstelle und dann die nächsthöhere Sicherung nehme? Ich bin noch nicht so weit in der Schaltplanplanung, aber es könnt ja gut sein, dass ich bei weiteren Ausgängen nicht auf die anliegenden Mindest-Ampere Werte komme.

  1. Unter Annahme der oben genannte Fall trifft zu: Ist es ein logischer Schritt nachdem Zusammenrechnen der Amperewerte der Verbraucher, diese an ein Kabel anzulegen, dass diesen Gesamtwert transportieren kann und dieses einzelne Kabel mit einer Sicherung zu versehen, die dem Gesamtverbrauchswert am nächsten (größer) liegt?
#7402910
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Jonas E. schrieb:

Das mit der abgesicherten 0,5mm² Leitungen werde ich sicherheitshalber umsetzten

Alle 10 Schaltausgänge sind überwacht und schalten viel schneller aus (und auch wieder ein!) als es eine Schmelzsicherung macht => also ist eine Extrasicherung überflüssig.

Kabelquerschnitte im Fzg werden nach Strombelastung, -dauer, Leiter- und Isomaterial, Länge sowie Umgebungstemperaturen ausgesucht.

Die 40 Amps Sicherung im Bild oben soll das Kabelstück vom Akku zum Regler und Box bei Masseschluss schützen. Diese Sicherung sollte ja schon als Hauptsicherung im Fzg vorhanden sein.

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