Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Kleber (insbesondere Montagekleber) fein dosieren


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von Chris S. (-fx-)


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Hallo,
ich suche eine Möglichkeit verschiedene Klebstoffe mit teils  hoher 
Viskosität wie zur Zeit z.B. oft Uhu Poly Max fein zu dosieren / 
gleichmäßig in dünneren "Würsten" als es so eine Kartusche üblicherweise 
ermöglicht, aufzutragen. Handtaster oder Fußpedalsteuerung wären top.

Da kamen mir gleich die Druckluft-Dispenser wie z.B.

https://www.cncest.de/products/ydl-983a-automatic-glue-dispenser-solder-paste-liquid-controller-dropper-professioneller-praziser-klebstoffspender-digitale-steuersystem-220v?variant=41700179869883&currency=EUR&utm_medium=product_sync&utm_source=google&utm_content=sag_organic&utm_campaign=sag_organic&gclid=Cj0KCQjwmN2iBhCrARIsAG_G2i7TVUrUTmUTSTcEu0RpLXNFHJljiJU_xN8IG_2PVL8zXtUoAQCNUcQaAihrEALw_wcB

in den Sinn. Wer hat Erfahrung mit solchen Maschinchen, könnte sich das 
eignen?

Danke
Chris

von Bernd G. (Gast)


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Kaufen, ausprobieren und hier berichten.

von Uli S. (uli12us)


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Ich hab zum Dosieren von Lötpaste so einen ganz billigen Handdispenser 
gekauft. https://de.aliexpress.com/item/1005005208968769.html
Aus der Erinnerung war der deutlich billiger.
Solange es sich um 1K handelt geht das auch so, Falls 2 K müsstest du 
den so anpassen, dass du die beiden Druckstücke gleichzeitig betätigen 
kannst.

von Peter G. (ham)


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Hallo

Bernd G. schrieb:
> Kaufen, ausprobieren und hier berichten.

Solche dummen "Antworten" und, "Empfehlungen" liebe ich...

Warum fragt der TO wohl hier an?
Mal ganz scharf nachdenken... (es ist nicht schwer dahinter zu kommen)

Um unnötige Geldausgaben und Arbeit (zurücksenden, eventuell entsorgen 
usw.) zu vermeiden.
Oh welch Überraschung - welch tiefenpsychologische Analyse... (Ironie)

Hier im Forum wird ja nicht mal "Danke" gesagt, wenn jemand von sich aus 
einen Thread startet und von seinen Erfahrungen mit irgendwelchen 
Gerätschaften, Programmen oder gar ihn begeisternden Onlineauftritten 
oder (YouTube) Videos berichtet.
Oft genug kommen sogar noch dumme Anschuldigungen und Verdächtigungen 
oder gar persönliche Angriffe.

Deine Reaktion gehört in der Liga wie:
"Probier es selbst"
"Warum machst du es nicht"
"Mach es selbst erst mal besser"
"Mach du zuerst mal einen Vorschlag"
usw.
Die man besonders hier im Forum immer wieder erleben darf.

von Kolja L. (kolja82)


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Einwegspritzen aus der Apotheke?
Zumindest als schnelle Lösung.

von J. S. (jojos)


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die Druckluftdispenser haben den Vorteil das sie nicht nur drücken, 
sondern auch ziehen. Es saugt und bläst der Heinzelmann, ...
Das verhindert das Lötpaste/Kleber nachläuft und ist vielleicht auch 
hier beim Montagekleber von Vorteil. Nachteil: braucht Druckluft.
Billiger sind natürlich die manuellen Hilfsvorrichtungen für Spritzen, 
neben der hier schon gezeigten gibt es da verschiedene Ausführungen.

von Bernd G. (Gast)


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Peter G. schrieb:
> Solche dummen "Antworten" und, "Empfehlungen" liebe ich...

Was soll man da empfehlen? Für ein Medium mag das Ding bestens geeignet 
sein, für etwas anderes möglicherweise nicht. Die nächste Frage wäre, ob 
das Teil bastlermäßig oder gewerblich genutzt werden soll. Wenn 
gewerblich: 70 € sind kein Betrag über den man reden müsste.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Chris S. schrieb:
> ... fein zu dosieren / gleichmäßig in dünneren ...

Dachte im ersten Moment, Du wolltest den Kleberverbrauch fürs Kleben auf 
der Straße optimieren.

Bei einem Teppichverleger habe ich eine Maschine gesehen zum Auftragen 
des Klebers auf den Boden. Die Düse wurde von Hand betätigt. Nach Deinem 
Link suchst Du aber etwas für filigranere Klebungen.

von Carypt C. (carypt)


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welche klebststoffgebindegrößen (gewicht?) schweben dir den vor?
von druckluft-silikonspritzen habe ich auch schon mal gehört.
bei hochviskosen materialien wird man ziemlich druck brauchen. mir fällt 
jetzt noch ein mehrzweckfettpresse ein mit der man die schmiernippel 
einer landwirtschaftlichen maschine 1x täglich fettet/abdrückt, bis an 
den wellen das fett ein bisschen wieder rauskömmt. ist also eine 
hydraulische presse, mit recht kleinem kolben 1cm durchmesser und ca 3cm 
kolbenweg und einem langen hebelarm. könnte man vielleicht irgendwie 
umbauen. so etwas ist gebräuchlich : 
https://www.blurea.de/werkstattbedarf/fettpressen/handhebel-fettpresse.html

von Thomas R. (thomasr)


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In einem "meiner" Baumärkte gab es mal eine akkubetriebene 
Kartuschenpresse zu kaufen. Da hing über dem Handgriff ein kleiner 
Elektromotor der die Stange auf Knopfdruck bewegte.

NB: Findet sich ganz leicht bei ebay.

: Bearbeitet durch User
von Uli S. (uli12us)


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Es gibt auch Pastendosierer mit Gewinde, da ist dann statt dem 
Ratschenmechanismus eine Rändelmutter die die Gewindestange in den 
Behälter drückt.

von Werner (Gast)


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Carypt C. schrieb:
> welche klebststoffgebindegrößen (gewicht?) schweben dir den vor?
Chris S. schrieb:
> Uhu Poly Max

Der TE will ca. 1/2 Kilo (425 g) Uhu mit einem Lötpastenspender 
ankleben.

https://piped.video/watch?v=3x6iBW6hoNs&t=9m30s

IMHO skurril bis grotesk, aber wenn er das will, warum bremsen?

Peter G. schrieb:
> Bernd G. schrieb:
>> Kaufen, ausprobieren und hier berichten.

Wenns den TE glücklich macht, soll er denn gerne damit leben und dann 
sehr gerne hier berichten wie es ihm ging.

> Solche dummen "Antworten" und, "Empfehlungen" liebe ich...

zumindest unterhaltsam ist es ;)

> Warum fragt der TO wohl hier an?

Vmtl. hat er Defizite in der Feinmotorik aka Parkinson, benötigt solide 
Führung. Was empfehlst Du ihm denn?

Soweit ich weiß, werden Montagekleber gepunktet aufgetragen, da wo 
weniger gebraucht wird.

Carypt C. schrieb:
> welche klebststoffgebindegrößen (gewicht?) schweben dir den vor?

Chris S. schrieb:
> Uhu Poly Max

von Chris S. (-fx-)


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Ach Leute, ist das mal wieder trollig hier. Ich möchte öfter kleine, 
gelaserte Sperrholz-Applikationen, vor Allem aber Buchstaben ab 2cm Höhe 
auf einen Holzuntergrund kleben. Dieser Untergrund ist von der Farbe 
eher dunkel, zum teil tief strukturiert und ggf. auch etwas verzogen.
Ich brauche also einen dunklen, spaltfüllenden Kleber, der sich für Holz 
auf Holz eignet und nicht verläuft.
Den besagten Kleber verwende ich bereits anderweitig mit nur guten 
Erfahrungen.
Ja, es besteht ein Unterschied zu Lötpaste oder irgendwelchen Klebern 
für SMD-Bauteile. Andererseits gibt es offenbar Metallspitzen bis ~1,5mm 
Innendurchmesser, das könnte eventuell gehen.

Klar kann ich das Ganze auch auf ein Blatt Papier geben und mit dem 
Zahnstocher ein paar Punkte auftragen, ist mir aber zu viel Schmiererei.

Gewerblich ja, aber im so kleinen Rahmen, dass es zumindest lohnt sich 
über jede Ausgabe Gedanken zu machen. Fehlkäufe gibt es so schon oft 
genug, wenn man immer mal was Neues ausprobiert.

Druckluftbedarf sehe ich nicht als Nachteil, weil vorhanden.

Danke

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Jegliche Pastendispenser oder sonstige Dosierhilfsmittel haben das 
Problem das du sie wieder sauber bekommen musst nach der Benutzung weil 
sie sonst betonhart verkleben.
Es hat seinen Grund dass die Dosierspitzen der Kartuschen Wegwerfartikel 
sind.
Es gibt diese PU Kleber auch in kleineren Gebinden mit kleineren und 
besser dosierbaren Spitzen, allerdings sind die soweit ich weiß dann 
auch deutlich teurer.
Solange das also nicht sehr viele Verklebungen am Stück sind würde ich 
vermuten die Methode Kleber in ein kleines Gefäß und dann ein 
angespitztes Holzstäbchen zum applizieren ist schwer zu schlagen.
Was du mit einem maschinellen Applizieren gewinnst, verlierst du bei der 
Vorbereitung und dem Reinigen danach.

: Bearbeitet durch User
von Stephan S. (uxdx)


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Kolja L. schrieb:
> Einwegspritzen aus der Apotheke?

Ist mir auch als erstes eingefallen, das geht aber nur, wenn die 
Viskosität nicht zu hoch ist. Ich habe gerade mal nachgemessen: der 
lichte Durchmesser der Spritzenspitze ist 1.6-1.7 mm

von Rüdiger B. (rbruns)


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Gewindestange drückt eine Einwegspritze mit einem Schrittmotor.
Menge lässt sich sehr genau dosieren.

von Peter L. (oe6loe)


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ich habe sowas ähnliches auf eine CNC Maschine aufgebaut und damit 
versucht Glasplatten mittels UV Kleber auf ein Tablet zu kleben.
Dieser Kleber hatte aber ein sehr enges Temperaturfenster (Viskosität).
Ich denke, dass das bei den meisten Klebern der Fall sein wird. Du musst 
also deinen  Prozess jedesmal an die Raumtemperatur anpassen (oder in 
einem klimatisierten Raum arbeiten)
Trotzdem ist das eine ziemliche Sauerei, bis alles optimal eingestellt 
ist.

: Bearbeitet durch User
von Uli S. (uli12us)


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Vor jahren hab ich mal solche Baukleber in Minikartuschen gesehen, die 
irgendeine Dosiermöglichkeit drin haben. Für den Normalgebrauch sind die 
Dinger aber viel zu teuer. Aber möglicherweise gibts deinen gewünschten 
Kleber auch in so ner Verpackung. Zur Not lässt sich von ner 
Einwegspritze
der Drücker rausmachen und die aus der grossen Kartusche befüllen.
Die Spritzen selber sind ja eh Pfennigartikel, genauso wie die Nadeln.

: Bearbeitet durch User
von Wollvieh W. (wollvieh)


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Rüdiger B. schrieb:
> Gewindestange drückt eine Einwegspritze mit einem Schrittmotor.
> Menge lässt sich sehr genau dosieren.

Nennt sich Perfusor.

von Chris S. (-fx-)


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Das ist alles schön und gut, doch dürfte das saubere Auftragen umso 
einfacher sein, wenn man nicht gleichzeitig drücken muss. Es ist halt 
auch kein unsichtbares Bauteil, jeder Fehler ist gleich ein Makel am 
Werkstück.

Ich habe nochmal nachgesehen, beim Ali zahlt man bei spontan gefundenen 
Angeboten für 55cc-Spritzen rund 0,25-0,30€/Stück, die 14G 
Kunststoffspitzen (die ggf. nehme ich mal an noch weiter aufgeschnitten 
werden können) kosten 0,56€ für 25 Stück. Eventuell wird noch mal ein 
einstelliger Eurobetrag für den passenden Druckluftadapter für die 
Spritzen fällig.

Ja, ggf. noch Einfuhrumsatzsteuer und das Handling ... ehrlich gesagt 
habe ich seit der Einführung davon ab dem ersten Euro noch nichts 
mitbekommen. Einfach Glück gehabt?

Entweder dichtet man Nach Verwendung die Spitze grob ab und tauscht sie 
vor der nächsten Verwendung aus oder man benutzt einen Stopfen für den 
Spritzenauslass selber, müsste man mal ausprobieren. In Anbetracht des 
Preises und der immer doch nur recht kleinen benötigten Mengen wird da 
auch nichts mehr gereinigt.

Die Spritzen haben übrigens am Kolben 22,5mm Durchmesser, Ausgangsdruck 
haben die Dispenser bis maximal rund 5,5 bar. Ohne nachgemessen zu haben 
wieviel Druck es bei dem Keber braucht scheint mir das doch gefühlt 
ausreichend.

Da offenbar niemand dazu was Konkretes sagen kann: was sagt euer 
Bauchgefühl dazu?

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Applikation von Endsieg:
in kleinen Beutel füllen und eine kleine Ecke abschneiden.
Prinzip Spritzbeutel für Sahne.

Geht alternativ auch mit sonstigen pastösen Massen.
Der Draht dient dazu,
das Zeug nicht gleichzeitig auch immer weiter nach oben zu drücken.

Sekundenkleber:
von einem Tropfen (wo auch immer) mit nem Stück Draht, Stecknadel (...)
kleinere Mengen heraus heben und applizieren.
Ein Tropfen aus der Tube ist an der Klebestelle oft viel zuviel.

: Bearbeitet durch User
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