Hallo Max,
ich habe das falsch ausgedrückt. Die angegebene Schaltung entspricht im Leistungsteil meinem powersupply. Bei mir ist nur ein zweiter HV Transformator in Serie zum Ersten, der Kondensator hat 1uF und liegt zwischen den HV Trafos und dem Stromsensor. Die Ansteuerung ist wie in der Schaltung beschrieben mit einem TL494.
Die Ansteuerung des TL949 ist bei meinem PS leicht anders, aber das macht ja nichts für den Leistungsteil. Das ist noch eine andere Baustelle mit falsch ausgelegten low pass Filtern und "zu Tode dämpfen", um 2.2V Ripple eines billigen Schaltnetzteiles zu tolerieren, Mischung aller Massen incl. Schrittmotorsteuerung obwohl Optokoppler verbaut sind, usw. . Das habe ich aber soweit im Griff.
Die Resonanzkatastrophe ist genau meine Befürchtung. Da werde ich mich dann mal langsam annähern und beobachten, wie das System sich verhält. Ich benutze nun einen Teensy um das Push-Pull Signal an den Trafo zwischen Steuerung und Leistungsteil zu geben, so kann ich die Pulslänge sehr gut kontrollieren.
Nach den letzten Tests weiß ich nun, daß der Strom zu gering ist. Ich habe die Sekundärseiten (hinter dem Gleichrichter) der HV Trafos parallel geschaltet. Die Röhre zündet ohne Probleme, kann dann aber den anfangs erhöhten Strom nicht liefern. Vieviel das ist, wüßte ich gerne, habe aber keinen induktiven HF Strom-Tastkopf für kleine Ströme und die sind mir einfach zu teuer. Der initiale Überschlag geschieht nur auf der nicht Masse Seite, ich muß also auf der HV Seite messen und kann nicht einfach die Massereferenz ändern und dann über einen Widerstand messen. Der Widerstand der Röhre ist in der Startphase hochgradig nicht linear: Der Ausgansstrom ist in den ersten uS 0, ich kann also nicht am Ausgang messen. Wenn es jemanden interesiert, das Verhalten von Entladungsröhren beim Starten ist in diesem Paper sehr schön beschrieben: Electric Breakdown in Long Discharge Tubes at Low Pressure (Review) von Ionikh
Nach den ersten 1-2 Millisekunden, wenn die Ionisierung im Gleichgewicht ist, wäre der Strom wieder ausreichend. Mit dem Teensy könnte ich in Resonanz starten und nach einer ms wieder auf die 9kHz gehen... Ob das geht???? (hier müßten mehrere skeptische Emojis hin)
Vielleicht würde ein größerer Kondensator auf der HV Seite reichen, um über die ersten us zu kommen.
Ich habe mit einem 150W anstelle meines 60W PS getestet, welches den benötigten Strom liefert. Dieses hat aber über 30kV (wahrscheinlich benötige ich nicht einmal 10kV) was zu chaotischem Verhalten in den ersten us führt und schwer zu regeln ist. Wiederum kann ich da den Strom nicht messen aus o.g. Gründen.
Ich glaube inzwischen, daß das PS falsch ausgelegt ist. Die hohe Spannung wird benutzt, um mit "Gewalt" durch die ersten 2 ms zu kommen. Das sollte nicht nötig sein, wenn der Strom ausreichend groß wäre. Danach ist die Röhre fast ohmisch und braucht nur 20mA für eine Laserleistung von 60W.
Die Effizienz kenne ich nicht, da mir hier wiederum die Meßmittel fehlen.