Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wichtiges Zeugnis - bitte um Bewertung


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von Karl (maximilian_r262)


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Nach vielen Jahren in meinem jetzigen Job ist dieses Arbeitszeugnis 
relativ wichtig für mich. Bitte um eure Einschätzung.

Mit folgenden Aufgaben ist Herr .. maßgeblich betraut:

..

Herr .. zeigt stets Eigeninitiative, Fleiß und Eifer.

Er stellt fachlich hohe Anforderungen an sich, die er jederzeit voll 
erfüllt.
Dank seines umfangreichen, fundierten und aktuellen
Fachwissens 1öst er alle seine Aufgaben stets gut.

Herr .. zeigt eine voll zufriedenstellende Arbeitsweise.

Herr .. liefert stets eine Uberdurchschnittliche Arbeitsqualitat. 
Arbeitsmenge und Arbeitstempo liegen weit Uber unseren Anforderungen und 
Erwartungen.
Seine Aufgaben erfüllt Herr .. stets zu unserer vollen Zufriedenheit.
Er ist für uns ein wertvoller Mitarbeiter.

Das Verhalten von Herrn .. zu Vorgesetzten und Kollegen ist immer 
einwandfrei.

Er tragt zu einer guten und effizienten Teamarbeit bei.

Auch sein Verhalten gegenüber unseren Kunden und anderen 
Geschäftspartnern ist stets einwandfrei.

Wir danken ihm für seine stets guten Leistungen.

von Oliver S. (oliverso)


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Was ist denn jetzt deine Frage und deine Befürchtung?

Oliver

von Karl (maximilian_r262)


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Oliver S. schrieb:
> Was ist denn jetzt deine Frage und deine Befürchtung?
>
> Oliver

Meine Frage ist, ob dieses Arbeitszeugnis als gute Referenz und 
Hauptreferenz für meine berufliche Zukunft als erfahrerener Ingenieur in 
Deutschland dienen kann.

Ist das Zeugnis nicht ein wenig kurz?

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Hallo ChatGPT: Schreibe ein Zeugnis mit der Note "befriedigend bis gut"!

von Thomas H. (thomash2)


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Solche Arbeitszeugnisse sind ziemlich nutzlos. Gut man hat halt etwas in 
der Hand und das war's dann auch schon.
Wichtiger ist Deine Bewerbung / Lebenslauf und die Einladung zu einem 
Vorstellungsgespräch. Dort wird sich dann das Restliche herausstellen.
- Was war Deine Tätigkeit im Betrieb
- Welche Erfahrung bringst Du mit.
- Was sind Deine Interessen.

Beim Bewerbungsgespräch wird dann halt noch überprüft ob das was im 
Lebenslauf so halbwegs stimmt und Du sozial zum Rest der Truppe 
kompatibel bist.

Da wird sich niemand hinsetzen und dieses Arbeitszeugnis nach 
Geheimcodes durchsuchen, sie sind was sie sind.

von Karl (maximilian_r262)


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ChatGPT antwortet:

Die Umwandlung eines Arbeitszeugnisses in eine Schulnote ist subjektiv 
und kann von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Eine genaue 
Entsprechung ist daher schwierig zu bestimmen. Allerdings, basierend auf 
den überwiegend positiven Formulierungen und den lobenden Aussagen über 
die Leistung des Mitarbeiters, könnte man das Arbeitszeugnis als "sehr 
gut" oder "ausgezeichnet" bewerten. Es enthält zahlreiche positive 
Beschreibungen und keine offensichtlichen negativen Aspekte.

Jedoch frage ich hier bewusst erfahrene Ingenieure, da ich vermute, es 
könnte eher negativ sein.

von Oliver S. (oliverso)


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Rainer Z. schrieb:
> Hallo ChatGPT: Schreibe ein Zeugnis mit der Note "befriedigend bis gut"!

Nee. Das ist schon besser. Nicht die vollen 100%, aber nah dran - für 
einen Fachmann. Wenn die jetzige Stellenbeschreibung "Experte" ist, 
reicht es damit locker für "Senior Experte".

Nicht im Scope sind Personalverantwortung, Projektleitung, 
Erfindergeist, Kreativität, Organisationsfähigkeiten, Flexibilität, 
Change Management, globale Einsatzfähigkeit, und was alles man noch 
alles zu einem etwas weiter gefassten Kompetenzbereich eines erfahrenen 
Ingenieurs in Deutschland zählen könnte.

Oliver

: Bearbeitet durch User
von Herbert B. (Gast)


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Falls du es noch nicht mitbekommen hast: Arbeitszeugnisse sind 
heutzutage für die Tonne. Man kann sich ein makelloses Zeugniss 
einklagen.

von DSGV-Violator (Gast)


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Zusammenfassung: Fleißiges Bienchen, IQ/Talent nicht erwähnenswert

von Thomas K. (thomas2021)


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Frage Mutti.de

von Karl (maximilian_r262)


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Thomas H. schrieb:
> Solche Arbeitszeugnisse sind ziemlich nutzlos. Gut man hat halt etwas in
> der Hand und das war's dann auch schon.
> Wichtiger ist Deine Bewerbung / Lebenslauf und die Einladung zu einem
> Vorstellungsgespräch. Dort wird sich dann das Restliche herausstellen.
> - Was war Deine Tätigkeit im Betrieb
> - Welche Erfahrung bringst Du mit.
> - Was sind Deine Interessen.
>
> Beim Bewerbungsgespräch wird dann halt noch überprüft ob das was im
> Lebenslauf so halbwegs stimmt und Du sozial zum Rest der Truppe
> kompatibel bist.
>
> Da wird sich niemand hinsetzen und dieses Arbeitszeugnis nach
> Geheimcodes durchsuchen, sie sind was sie sind.

Danke. Jedoch wird das Zeugnis von manch einem noch gerne genutzt und es 
representiert einen sehr großen Teil meines Arbeitslebens. Deshalb hier 
checken, was es denn über mich erzählt.

von Karl (maximilian_r262)


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Rainer Z. schrieb:
> Hallo ChatGPT: Schreibe ein Zeugnis mit der Note "befriedigend bis gut"!

Was sind in etwa Anhaltspunkte für diese Bewertung?

von Thomas K. (thomas2021)


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Ja die "Fachkräfte" von heute...alleine pinkeln geht schon oder ?

von Motopick (motopick)


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> als gute Referenz und
> Hauptreferenz für meine berufliche Zukunft als erfahrerener Ingenieur

Das Zeugnis ist eben nicht gut. Allenfalls "maessig".
Wenn man es nicht vorzeigen muss, sollte man es in der Mappe lassen.

von Jens K. (jensky)


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Herbert B. schrieb:
> Falls du es noch nicht mitbekommen hast: Arbeitszeugnisse sind
> heutzutage für die Tonne. Man kann sich ein makelloses Zeugniss
> einklagen.

Makellos bedeutet aber nicht Schulnote 1! Makellos kann auch ein 
"Ungenügend" sein. Schulnote 1 Äquivalent musst du zudem beim nächsten 
Arbeitgeber begründen können, andernfalls bist du regresspflichtig.

von Ernest (ernest)


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Darf ich mich da auch dran versuchen? Das ganze scheint von der Aussage 
her recht differenziert zu sein. Alles ohne Gewähr für Richtigkeit etc. 
- ich bin kein Personaler.


Mit folgenden Aufgaben ist Herr .. maßgeblich betraut:
..
-> Die Aufgaben sind interessant, um die Eignung für Themengebiete bei 
potentiellen Arbeitgebern beurteilen zu können.


Herr .. zeigt stets Eigeninitiative, Fleiß und Eifer.
-> Das ist eine positive Aussage.


Er stellt fachlich hohe Anforderungen an sich, die er jederzeit voll
erfüllt.
-> Das ist nicht rein positiv - das jederzeitige Erfüllen hoher 
Anforderungen ist positiv, selbstdefinierte Anforderungen bedeuten aber, 
dass die Messlatte des Arbeitgebers für den Mitarbeiter nicht vorrangig 
ist. Also jemand, der auch mal über das Ziel hinausschießt und auch mal 
eigensinning sein kann. Das muß zur jeweiligen Unternehmenskultur 
passen, nicht in allen Unternehmen ist soetwas gern gesehen. Die 
Erwähnung von "fachlich" ist eine Einschränkung der Aussage auf den 
fachlichen Bereich - und öffnet die Frage, was denn ausserhalb des 
fachlichen Bereiches war. Kleidung, Benehmen, ungespülte Kaffeetassen 
auf dem Tisch, ... ?


Dank seines umfangreichen, fundierten und aktuellen
Fachwissens 1öst er alle seine Aufgaben stets gut.
-> Die Angaben zum Fachwissen sind positiv, die Aussage, dass Aufgaben 
"stets gut" gelöst wurden - da war aus Sicht des Arbeitsgebers noch Luft 
nach oben.


Herr .. zeigt eine voll zufriedenstellende Arbeitsweise.
-> Hoppla. Voll zufriedenstellend ist nicht sehr gut und auch nicht gut. 
Aus Sicht des Zeugnisschreibers gab es möglicherweise Irritationen bei 
der Arbeitsweise. Weiter oben gab es ja schon etwas zu "fachlich" - hier 
wird die Aussage konkreter für den nicht-fachlichen Bereich. Das liest 
sich wie "schlechter als gut".


Herr .. liefert stets eine Uberdurchschnittliche Arbeitsqualitat.
Arbeitsmenge und Arbeitstempo liegen weit Uber unseren Anforderungen und
Erwartungen.
-> Arbeitsmenge und Tempo sehr gut, Arbeitsqualität über dem 
Durchschnitt, Aussage wahrscheinlich, dass bei der Arbeitsqualität noch 
etwas Luft nach open ist.


Seine Aufgaben erfüllt Herr .. stets zu unserer vollen Zufriedenheit.
-> Stets volle Zufriedenheit - das ist "zwei". "Eins" ist in der Regel 
"stets zu unserer vollsten Zufriedenheit", also mit Superlativ.


Er ist für uns ein wertvoller Mitarbeiter.
-> Glücklich sind die nicht, dass Du ein Zeugnis beantragt hast - die 
würden Dich nicht gerne gehen sehen.


Das Verhalten von Herrn .. zu Vorgesetzten und Kollegen ist immer
einwandfrei.
-> Ok.


Er tragt zu einer guten und effizienten Teamarbeit bei.
-> Warum das erwähnt wird, weiß ich nicht - und auch nicht, ob die 
Aussage rein positiv oder durchwachsen ist. Vor allem das "effizient" in 
dem Satz überrascht.


Auch sein Verhalten gegenüber unseren Kunden und anderen
Geschäftspartnern ist stets einwandfrei.
-> Ok. Es fällt auf, dass diese Aussage räumlich von der Aussage über 
das Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen getrennt ist, mit dem 
Einschub über Teamarbeit dazwischen. Ob das etwas bedeuten soll, kann 
ich nicht sagen. Es kann ein Hinweis an Leser sein, sich zum Thema 
Teamarbeit in einem Vorstellungsgespräch etwas erzählen zu lassen.


Wir danken ihm für seine stets guten Leistungen.
-> Wieder nur "stets gut", kein Superlativ. Aber doch eine Anerkennung - 
die Ergebnisse sind verlässlich auf gutem Niveau.


Es handelt sich wahrscheinlich nicht um ein Abschlusszeugnis, weil keine 
guten Wünsche für die Zukunft enthalten sind.

Interessant, dass mehrfach bezeugt wird, dass die Arbeitsergebnisse gut 
sind - zuverlässig gut. Eine Erklärung für das "Gut" ist enthalten - bei 
der Arbeitsqualität gab es Raum nach oben, Arbeitsmenge und 
Geschwindigkeit waren hingegen sehr gut. Im Kontrast dazu der Hinweis 
auf die Arbeitsweise. Das könnte vielleicht schon so verstanden werden: 
"Doch doch, der Mitarbeiter liefert zuverlässig gute Arbeitsergebnisse, 
obwohl er irritieren kann und einen eigenen Kopf hat". Möglicherweise 
passten Mitarbeiter und Unternehmenskultur nicht sehr gut zusammen.

My 2 cents, ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.

: Bearbeitet durch User
von Karl (maximilian_r262)


Angehängte Dateien:

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Ernest schrieb:
> Darf ich mich da auch dran versuchen? Das ganze scheint von der Aussage
> her recht differenziert zu sein. Alles ohne Gewähr für Richtigkeit etc.
> - ich bin kein Personaler.
>
>
> Mit folgenden Aufgaben ist Herr .. maßgeblich betraut:
> ..
> -> Die Aufgaben sind interessant, um die Eignung für Themengebiete bei
> potentiellen Arbeitgebern beurteilen zu können.
>
>
> Herr .. zeigt stets Eigeninitiative, Fleiß und Eifer.
> -> Das ist eine positive Aussage.
>
>
..

Ich bin sehr dankbar für die Mühen.
Das ist eine sehr gewagte, jedoch sinnvolle und in vielen Punkten 
richtige Interpretation aus der Sicht der Führungsperson, die jahrelang 
der Kollege war und oft / meist im offenem und unangebrachten 
„Zwietracht" zu mir stand - sicher nicht nur Opportunistisch.

Zu zweit in Europa - Entwickler/Tester (Software u. EE) Gewinn 
ver-4-facht zum Milliarden Konzern - wäre einen Kommentar wert.
Immer wiederkehrende Phrasen nur unter 4-Augen zur Rechtfertigung von 
Unternehmenspolitik werden durch die bildlich angehängte Meinung eines 
Anwaltes (siehe Screenshot) meiner Meinung nach wiedergespiegelt. Kein 
Teamplayer - ohne Team für Jahre in Europa klingt richtig und nicht 
zwingend nach einer Ausrede, sondern nach einer komplizierten Situation. 
Amerikaner und nicht Deutsche sind Teamkollegen. Super wäre es, das 
fairer hier darzugstellen, deshalb ein Zwischenzeugnis.

Fazit des Fachanwalts: "Ich werte das Zeugnis insgesamt als „2-3“ und 
empfehle Ihnen, Ihren Arbeitgeber um die Korrektur der genannten Punkte 
zu bitten." Er bezieht sich auf einen auführlichen Text und die 
angehängte Grafik.

: Bearbeitet durch User
von Ernest (ernest)


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Das geht ja in eine ähnliche Richtung und der Fachanwalt weiß sicherlich 
mehr über das Thema als ich.

Vom Kollegen zum Vorgesetzten ist keine einfache Konstellation. Als 
Vorgesetzter sitzt man häufig zwischen zwei Stühlen, da wünscht man sich 
manchmal, dass die Mitarbeiter einfach die von der höheren Hierarchie 
gewünschten Ergebnisse ohne Diskussionen liefern. Amerikanischer Konzern 
in Deutschland ist sicherlich auch ein Thema. Das Zeugnis reflektiert 
schon, dass es da Irritationen gegeben haben kann und die wahrscheinlich 
auch beim Aussteller des Zeugnisses für Verdruss gesorgt haben.

Angaben zum Wachstum des Unternehmens wären sicherlich gut - die würden 
dem Zeugnisempfänger die Aura des Erfolges geben. Eine Verknüpfung einer 
solchen Aussage zum Wachstum mit den guten Leistungen des 
Zeugnisempfängers wäre dann schon eine wirkliche Würdigung der Leistung 
des Zeugnisempfängers.

: Bearbeitet durch User
von U. B. (Gast)


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>>Wichtiges Zeugnis - bitte um Bewertung

> Herr .. zeigt stets Eigeninitiative, Fleiß und Eifer.
Schon mal was.

> Er stellt fachlich hohe Anforderungen an sich, die er jederzeit
> voll erfüllt.
Wie hoch sind denn diese, an sich selbst gestellte, "Anforderungen"?
---
Alle neu hinzukommenden, weil händeringendst als Lohndrücker
gesuchten Fachkräftemangel-Ausgleicher/iNNen,
können das doch auch, und zwar ganz locker, oder?      SCNR

von U. B. (Gast)


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> Auch sein Verhalten gegenüber unseren Kunden und anderen
> Geschäftspartnern ist stets einwandfrei.

Die im Zeugnis zu erzielende Phrase lautet:
"Sein (ihr) Verhalten zu Kunden, Vorgesetzen, Kollegen ist stets
DOPPEL-NonPlus-Ultra-Gut".
Und zwingend in dieser Reihenfolge!

von Mampf F. (mampf) Benutzerseite


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Karl schrieb:
> Nach vielen Jahren in meinem jetzigen Job ist dieses Arbeitszeugnis
> relativ wichtig für mich. Bitte um eure Einschätzung.

Ich war in einer ähnlichen Sitation ... Job nach 10 Jahren beendet und 
das war quasi das wichtigste Zeugnis meiner ganzen Laufbahn sozusagen.

Ich hab kein Forum mit überwiegend Dummschwätzer gefragt sondern 35€ in 
einen professionellen Analyse-Service investiert 😎

Der hatte mir dann auch ein paar gute Hinweise gegeben. Zum Beispiel, 
dass eine Passage ganz fehlt im Zeugnis und so ... Die Zeugnisse haben 
einen bestimmten Aufbau und das fehlen einer Passage kann als 
schlechtmöglichste Note interpretiert werden usw ... War nur ein 
Versehen, aber Vorgesetzte sind auch nur Menschen.

: Bearbeitet durch User
von DSGV-Violator (Gast)


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> Zum Beispiel,
> dass eine Passage ganz fehlt im Zeugnis und so ... Die Zeugnisse haben
> einen bestimmten Aufbau und das fehlen einer Passage kann als
> schlechtmöglichste Note interpretiert werden usw

Beim TO fehlen alle Passage die etwas zu konkret benutzen 
Werkzeugen/tools/Programmiersprachen aussagen... nur allgemeines Geseier 
wie "erfüllte alle von ihm selbst gestellten Anforderungen" aka 
"selbstgerecht und farblos".

von Oliver S. (oliverso)


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Karl schrieb:
> Fazit des Fachanwalts: "Ich werte das Zeugnis insgesamt als „2-3“ und
> empfehle Ihnen, Ihren Arbeitgeber um die Korrektur der genannten Punkte
> zu bitten." Er bezieht sich auf einen auführlichen Text und die
> angehängte Grafik.

Was aber überhaupt nichts an der prinzipiellen Aussage des Zeugnisses 
ändern wird.

Karl schrieb:
> Zu zweit in Europa - Entwickler/Tester (Software u. EE) Gewinn
> ver-4-facht zum Milliarden Konzern - wäre einen Kommentar wert.

Es war denn dein Anteil daran? Softwaretester?

Oliver

von DSGV-Violator (Gast)


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> Karl schrieb:
>> Zu zweit in Europa - Entwickler/Tester (Software u. EE) Gewinn
>> ver-4-facht zum Milliarden Konzern - wäre einen Kommentar wert.
>
> Es war denn dein Anteil daran? Softwaretester?

Der zitierte Satz ist komplett Müll, da muss man nicht 
Anteil/Kommentaren fragen sondern nach Harten Fakten.
Von zwei auf acht Euro ist auch ne Vervierfachung und die Agentur für 
Arbeit ist auch ein Unternhemen mit mehreren zweistelligen Milliarden 
Umsatz, nackte Zahlen sagen garnichts.

Man könnte auch so rechnen das der Rauswurf eines unnützen Informatikers 
einem Unternehmen mehr als 100k Personalkosten spart, die im selben 
Masse zum Gewinn gezählt werden können...

von Axel S. (Firma: Rexona) (axel_schweiss)


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Karl schrieb:
> Nach vielen Jahren in meinem jetzigen Job ist dieses Arbeitszeugnis
> relativ wichtig für mich. Bitte um eure Einschätzung.

Ganz ehrlich, wenn du "viele Jahre" in deinem jetzigen Job warst, und 
insbesondere als Ingenieur, solltest du überhaupt kein Arbeitszeugnis 
mehr brauchen. Mich hat ausser bei meinem ersten Job nach der Uni nie 
jemand nach Zeugnissen gefragt.

Ab einem gewissen Punkt werden dir über dein persönliches Netzwerk Jobs 
angeboten, du bewirbst dich nicht mehr darum.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Karl schrieb:
> Rainer Z. schrieb:
>> Hallo ChatGPT: Schreibe ein Zeugnis mit der Note "befriedigend bis gut"!
>
> Was sind in etwa Anhaltspunkte für diese Bewertung?

Sorry, wenn ich erst jetzt wieder in den Thread schaue. Hier ist mir die 
ausführliche Auseinandersetzung von mit dem Zeugnis von Ernest 
aufgefallen, der nichts hinzuzufügen ist.

Beitrag "Re: Wichtiges Zeugnis - bitte um Bewertung"

Ich finde das Zeugnis in Ordnung und vor allem seriös. Für eine bessere 
Schulnote bräuchte es mehr Superlative. Also z.B. zur "vollsten 
Zufriedenheit" statt zur "vollen Zufriedenheit". Was aber den Verdacht 
aufkommen lassen könnte, Du wärest weggelobt worden.

Vermissen tue ich noch die Bedauernsformel und einen Hinweis darauf, 
dass "Hr. X uns auf eigenem Wunsch verlässt". Weil das Fehlen dieses 
Hinweises auf eine arbeitgeberseitige Kündigung deutet. Es sei denn, es 
handelt sich hier um ein Zwischenzeugnis, das hast Du hier nicht 
mitgeteilt (oder habe ich es überlesen? Dann sorry).

Eventuell könntest Du in einem sachlichen Gespräch mit Deinem Chef an 
einzelnen Stellen noch eine bessere Bewertung erreichen, etwa bei der 
"vollsten Zufriedenheit". Ein Zeugnisstreit vor dem Arbeitsgericht ist 
eine  zähe Angelegenheit und Du hättest die Beweislast für ein Zeugnis 
mit überdurchschnittlicher Bewertung. Ich denke, da wäre eine 
Heraufstufung an wenigen Stellen per sachlichem Gespräch 
erfolgversprechender.

von U. B. (Gast)


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> Man könnte auch so rechnen das der Rauswurf eines unnützen
> Informatikers einem Unternehmen mehr als 100k Personalkosten spart,
> die im selben Masse zum Gewinn gezählt werden können...

Reine Theorie! -
Man stelle sich vor, sowas mal für Robert, Annalena, Christian uvm.
Vertreter/iNNen aus der Führungselite auszurechnen ...     SCNR

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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Ernest schrieb:
> Voll zufriedenstellend ist nicht sehr gut und auch nicht gut.

Doch, ist zwar nicht sehr gut, aber gut. Diese codierten Formulierungen 
kann man überall im Netz nachschlagen und sich direkt in Schulnoten 
übersetzen lassen, z.B. hier für die Zufriedenheit des Arbeitgebers:

https://www.arbeitszeugnis-check.org/zufriedenheitsf

von Ansgar K. (malefiz)


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Wer zur aktuellen Zeit ein Zeugnis braucht für eine Bewerbung braucht 
sich eigentlich nicht bewerben.


Hast du eigentlich auch gearbeitet? Dir würden keine arbeiten 
übertragen.

: Bearbeitet durch User
von Holger R. (holgerr)


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Karl schrieb:
> Nach vielen Jahren in meinem jetzigen Job ist dieses Arbeitszeugnis
> relativ wichtig für mich. Bitte um eure Einschätzung.
Scan Dein ganzes Arbeitszeugnis ein, inclusive Adresse und Anrede. Es 
kommt bei Arbeitszeugnissen auf jedes Komma und Punkt an, auch auf die 
Anrede und Adresse. Auch wie ein Zeugnis versendet wurde in welchem 
Umschlag und wie und wo es geknickt wurde.
Auszüge helfen bei einer Beurteilung nicht weiter.
HolgerR

: Bearbeitet durch User
von Holger R. (holgerr)


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Nachtrag.
Arbeitszeugnisse sind grundsätzlich in A4 Format auf Briefbogen zu 
schreiben.
Ist es einmal gekickt auf A5 = ungenügend.
Und es ist auch wichtig, wer es unterschrieben hat, je nach Betrieb ist 
die Unterschrift des Chef´s auch zu wenig.
HolgerR

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Holger R. schrieb:
> wie und wo es geknickt wurde.
Und was bedeutet nun denn die Art und Postition des Falzes?

Holger R. schrieb:
> Ist es einmal gekickt auf A5 = ungenügend.
Wie müsste es denn für ein "sehr gut" oder gar "überragend gut" geknickt 
sein? Macht es einen Unterschied, ob der Falz einfach nur geknickt oder 
gar nachdrücklich mit dem Fingernagel nochmal durchgezogen wurde? Und wo 
findet man Infos zu diesem "Geheimcode"?

Denn wenn man mit Google sucht:
- https://www.google.com/search?q=zeugnis+geknickt

dann findet sich da eine recht entspannte Sicht der Dinge: wenn in einer 
Kopie der Falz oder eine Lochung/Klammerung den Inhalt des Zeugnisses 
nicht beeinträchtigt, dann sollte man das eher relaxt sehen:
- 
https://www.anwalt.de/rechtstipps/zeugnis-geknickt-geheftet-gelocht-und-gefaltet_154229.html

von Stefan F. (Gast)


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Für mich klingt das Zeugnis nach einer Zufriedenstellenenden Arbeit. 
Nicht herausragend. Das kann man durchaus vorzeigen.

Du solltest nur vermeiden, in deinem Anschreiben superlative zu 
verwenden. Du bist nicht der allerbeste genialste Treiber.

Ich bin als Senior Softwareentwickler an den Auswahlverfahren beteiligt.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Holger R. schrieb:
> Arbeitszeugnisse sind grundsätzlich in A4 Format auf Briefbogen zu
> schreiben.

Korrekt, gemeint ist das Geschäftspapier, welches der Arbeitgeber im 
Geschäftsverkehr verwendet.

Knicke sind egal, solange sie nach dem Kopieren auf der Kopie nicht 
sichtbar sind.

Und nochmals: Versuche ggfls. einzelne bessere Formulierungen 
auszuhandeln. Im Streitfall vor dem Arbeitsgericht hast Du die volle 
Beweislast für eine überdurchschnittliche Bewertung. Das wird schwierig.

Wenn es kein Zwischenzeugnis ist, bitte auf Ergänzung mit der 
Bedauernsformel drängen, wie schon von mir in einem früheren Beitrag 
gesagt. Die finde ich wichtig, weil es anderenfalls ein Zeichen ist, 
dass die Kündigung vom Arbeitgeber ausgesprochen wurde.

von Holger R. (holgerr)


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Rainer Z. schrieb:
> Knicke sind egal, solange sie nach dem Kopieren auf der Kopie nicht
> sichtbar sind.
Knicke im Zeugnis sind  ab mangelhaft absteigend zu bewerten.

Rainer Z. schrieb:
> Und nochmals: Versuche ggfls. einzelne bessere Formulierungen
> auszuhandeln. Im Streitfall vor dem Arbeitsgericht hast Du die volle
> Beweislast für eine überdurchschnittliche Bewertung. Das wird schwierig.
Laut Gesetzt muß ein Arbeitszeugis wohlwohlend sein.
Der Rest wird in der Formulierung und wie schon oben beschrieben 
gesucht.
Aber es nützt keinem das beste Arbeitzeugnis, wenn mann für den Job 
keine Ahnung hat.
Es gibt Firmen, die schaffen 40 Vorstellungsgespräche in 60 Minuten.
Ein Antwort auf eine Frage falsch und schon gings zur Tür.
HolgerR

von Marci W. (Gast)


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Ich könnte Dir mein letztes Zeugnis mal zeigen, aber leider muss ich da 
erst in den Tiefen meiner Archivplatten suchen.
Jemand aus meiner Family ist "Personaler" und hat sich mein Zeugnis 
damals angeschaut. Er war ganz angetan und hatte gesagt, er hätte noch 
kein so positives Zeugnis gesehen. (Da war ich natürlich stolz wie Harry 
;-)

Auf jeden Fall war die Schlussformel sehr positiv.

"Wir bedanken uns sehr..."

"Wir bedauern außerordenlich, dass Herr XXXXX unsere Firma verlässt"....

"Wir wünschen Herrn XXXXXX für seinen weiteren Weg das Beste und 
weiterhin viel Erfolg"....

So in der Art. Da stand noch mehr am Schluss, was anscheinend den 
"Personaler" beeindruckt hat. Müsste echt mal danach suchen...

Meine Meinung ist, dass man für die Beurteilung ganz anders "zwischen 
den Zeilen lesen" muss, als immer überall geschrieben wird.
Standardfloskeln wie "jederzeit zu unserer vollen/vollsten 
Zufriedenheit" haben wohl eher wenig Aussagekraft, wenn sie isoliert 
oder als Auflistung anderer Standardfloskeln dastehen. Wichtig ist wohl 
unter anderem die persönliche Ansprache, Texte abseits des "Standards" 
etc.
Aber mein Zeugnis ist von 2008. Heute kann das natürlich ganz anders 
aussehen.

ciao

Marci

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