Ccfl Inverter Zündung Ottomotor

OP #7415351

Hallo,

Ich finde im Netz nichts über die Verwendung eines Ccfl Inverters zum Zünden von Ottomotoren. Entweder funktioniert es nicht (gut), oder es haben nicht viele gemacht?

Der Inverter läuft selsbstschwingend an 12V und müsste um die 10-20W leisten. Eine angeschlossene Zündkerze liefert ermutigende Ergebnisse:

https://youtu.be/Bh1ZwM0AUro

Spricht (aus technischer Sicht) irgendetwas gegen eine Inverterzündung?

Lg

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite

Nick S. schrieb:

Spricht (aus technischer Sicht) irgendetwas gegen eine Inverterzündung?

Wie lange braucht dein Inverter, bis er angelaufen ist? Wie konstant ist diese Anlaufzeit? Wie weit hat sich die Motorwelle in sier Zeit gedreht?

Spricht (aus technischer Sicht) irgendetwas gegen eine Inverterzündung?

Ich leige mit folgender Strategie meist richtig: wenn das möglich wäre, hätten diese naheliegende Lösung andere bereits realisiert.

BTW: das hat mit Digitaler Elektronik im Grunde gar nichts zu tun.

Nick S. schrieb:

Ich finde im Netz nichts über die Verwendung eines Ccfl Inverters zum Zünden von Ottomotoren. Entweder funktioniert es nicht (gut), oder es haben nicht viele gemacht?

HF-Zündungen sind schon länger bekannt. Aber da die keine Kalt-Kathoden-Röhre haben heißen sie auch nicht CCFL.

Es gibt einiges dazu im Netz: https://www.google.com/search?q=hf++ignition+system+for+engine

Gast

haha, lustige Einstellung. Ich vermute mal das Du kein Unternehmer bist oder jemals ein Patent angemeldet hast.

"Ich leige mit folgender Strategie meist richtig: wenn das möglich wäre, hätten diese naheliegende Lösung andere bereits realisiert."

OP

Macht Sinn, wobei der Inverter mehrere mm Funkenstrecke schafft, ich würde eher 3-5kV schätzen.

Die Anlaufzeit beträgt nur ein paar Mikrosekunden, das kann man per Code ausgleichen.

Da ich nichtmal gescheiterte Inverter-Zündungs-Experimente im Netz finde, bleibt wohl nur probieren.

Lg

Nick S. schrieb:

Macht Sinn, wobei der Inverter mehrere mm Funkenstrecke schafft, ich würde eher 3-5kV schätzen.

Die Anlaufzeit beträgt nur ein paar Mikrosekunden, das kann man per Code ausgleichen.

Da ich nichtmal gescheiterte Inverter-Zündungs-Experimente im Netz finde, bleibt wohl nur probieren.

Lg

An der Stelle hat wohl die natürliche Auslese zugeschlagen: Eine stabile und funktionierende Zündung (ohne die Steuerung) ist mit einer recht simplen Bauguppe (Zündspule) realisierbar, welche noch dazu sehr einfach in Großserie am Band aus einfachsten Grundbausteinen gefertig werden kann. Das Ganze ist robust genung, um bei Vibrationen, Temperaturbedingungen von -30 bis + 45°C Umgebungstemperatur (Plus Eigenerwärmung) und bei >95% rH auskondensierend nicht auszusetzen.

Deine Inverterzündung braucht etliche zum Teil empfindliche Bauteile, die dann sehr aufwendig behandelt werden müssen, um den Bedingungen im Motorraum stand zu halten. Von einer Montage auf dem Zylinderkopf mal ganz zu schweigen. Das wird einfach zu teuer für zu wenige Mehrwert ggü einem Trafo/Übertrager.

Moderne Motorsteuerungen bestimmen über die Ansteuerung der Zündspule sogar die Zündenergie. Kann das der CCFL auch?

Vielleicht mal eine Patentrecherche machen? Wenn das jemand schon mal patentiert hat, ist klar dass es sich nicht durchsetzen konnte...

Roland E. schrieb:

Moderne Motorsteuerungen bestimmen über die Ansteuerung der Zündspule sogar die Zündenergie.

Streiche 'modern'! Ein Zündmodul, welches den Spulenstrom misst und danach die Schließzeit regelt, hatte ich schon in den 80er-Jahren in den Fingern, als Hybrid von Temic gefertigt.

Da war keinerlei großartige Steuerungstechnik im Spiel, einfach anstatt der Zündkontaktes eine Magnetgabelschranke im Verteiler. Das Modul steckte im VW-Golf und, leicht modifiziert, in BWM-Motorrädern.

Das Modul vom PKW haben wir damals an eine 500ccm-Sanglas gebaut, der Kollege konnte die Gebermechanik anfertigen und ich habe die Elektrik beigesteuert.

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