Forum: Fahrzeugelektronik Roller Stromausbäute Erhöhen


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von Max M. (trikerdertrikserelek)


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Hallo Zusammen

ich habe eine honda bali 50ccm Roller
Und möchte die stromausbeute erhöhen
Ich habe mir mal die stromlaufpläne angeschaut und festgestellt das
Die lichtmaschine zwei kreise hatt
Der eine läd die batterie über einen gleichrichter und der andere
Versorgt die beleuchtung
Der beleuchtungschalter ist ein doppelschalter wenn das licht aus 
geschaltet ist fließt der überschüssige strom laut plan im einen
5,8ohm wiederstand der quasi 30w strom
Abfäng der also einfach verschwendet wird

1. Was würde passieren wenn wenn der wiederstand nicht da währe ?

2.ich könnte also im grunde diese energie nutzen z.b akku oder so laden
Wenn dieser jedoch voll ist müsste ich eine steuerung bauen die nach dem 
volladen Wieder den wiederstand zuschaltet damit es keine schäden gibt ?
Z.b wenn der laderegler sein sollwert erreicht dann nimmt der ja nichts 
mehr auf

3.Der Strom der die beleuchtung versorgt
Ist wechselspannung wie kann ich diese am besten Gleichtichten

4.nach dem gleichrichten könnte ich ja im grunde laderegler usw. Damit 
einspeisen ?


Danke für eure Hilfe

: Bearbeitet durch User
von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

OK, ohne Schaltplan ist's schwierig, nach der Beschreibung ist das 
wahrscheinlich aehnlich aufgebaut wie bei einer Honda MT-8, mit der hab' 
ich ein paar Jahre Erfahrung.
1.) Deine Batterie wuerde voellig ueberladen werden, d.h. die Saeure 
wuerde "wegblubbern"
2.) Im Grunde ja, aber in der Realitaet wird das arg tricky.
3.) Mit einer Diode, bzw. 4 davon in Graetzschaltung, jenachdem, ob 
deine Gleichspannung einen gemeinsamen Masse bzw. Minusanschluss mit dem 
Rest haben darf.
4.) siehe 2.)

Wurde schon zigmal durchgekaut: Dieser Typ Lichtmaschine aus "Lichtanker 
im Schwungrad" hat eher Konstantstromquellencharakteristik.
Daher wird der eher duch Kurzschliessen geregelt, als mit einem 
Laengsregler.

Die meisten Aenderungen, die du an sowas vornimmst, werden sich negativ 
auf die Lebensdauer von Birnchen oder Batterie oder allem auswirken.

Gruss
WK

von Heinz B. (Firma: Privat) (hbrill)


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So eine Honda Bali hatte ich auch schon mal (in den Neunzigern).

Da du mittlerweile aber mit Licht fahren MUSST (lt. STVO) kann
dir sowas nur im Stand nutzen bzw. wenn sie aufgebockt ist und
du sie dann laufen läßt. Die 30 w verschwendeten Strom gibt es
ja nur bei Licht AUS und laufendem Motor. Daher denke ich nicht,
daß das einen großen Sinn macht.

Bei meiner 125er Peugeot Tweet, die ich vor 2,5 Jahren neu gekauft
habe, ist das Fahrlicht bei Motorstart immer gleich an. Das war
damals bei der Bali u. sonstigen, auch Motorrädern, noch nicht so.

Oder sehe ich da was falsch ?

von Michael B. (laberkopp)


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Max M. schrieb:
> möchte die stromausbeute erhöhen

Wozu, kannst du den Strom gewinnbringend verkaufen ?

Der Akku muss nur den Starter versorgen, und dafür reicht der Ladestrom.

Der Lichtstrom versorgt vermutlich neben dem Fahrlicht auch Bremslicht 
und Blinker. Entfernst du den Widerstand, brennen die durch.

Krass, die Karre braucht offiziell angeblich 3.5-4l. Mein Auto braucht 
offiziell nur 4.8l.

von Heinz B. (Firma: Privat) (hbrill)


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Michael B. schrieb:
> Krass, die Karre braucht offiziell angeblich 3.5-4l. Mein Auto braucht
> offiziell nur 4.8l.

Das war damals aber auch normal bei Zweitaktern.
Meine Tweet (4Takt) braucht die auch, obwohl die schon eine
Einspritzanlage hat, also auf dem neuesten Stand ist.

von Michael B. (laberkopp)


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Heinz B. schrieb:
> Das war damals aber auch normal bei Zweitaktern.

Ich dachte, die wären so effizient.

Roller ist also die teuerste Art  schlecht und unbequem transportiert zu 
werden.

von Phasenschieber S. (Gast)


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Michael B. schrieb:
> Roller ist also die teuerste Art  schlecht und unbequem transportiert zu
> werden.

Nein, da widerspreche ich vehement.

Mein 125er Honda braucht 2,2l auf 100km,
Mein 300er Kymco braucht 3l  auf 100km.
Sogar meine alte 1200er Susi braucht nur 5l/100km.
Meine eigene Ermittlungen, keine faked Werksangaben.

von Max M. (trikerdertrikserelek)


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Danke für die antworten

Ich möchte das system noch ergänzen
Mit einem 20/30w modul auf einem topcase, Mppt regler, lithium akkus
Wobei das sekundäre system die starterbatterie immer auf sollwert hält
Außerdem werden noch relais und eine zeitschaltuhr verbaut und ein 
sensor
Oder eine relai das bei erreichen einer spannung die auf einen 
erfolgreichen start hinweist öffnet
Über die relais laufen alle kontakte der zündung des bremschalters und 
des startschalters so soll sich der roller jeden tag bei einer 
voreingestellten zeit selbst starten und nach einer vorgegebenenzeit 
wieder abschalten
Außerdem wird ein zeitrelaisverbaut das
Nach einer vorgegebenen zeit wenn kein signal über einen erfolgreichen 
start kommt den startversuch abricht

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Hilfe! Kannst du nicht fuer 5ct irgendwas cooleres bauen wollen? 
Irgendwas??

scnr,
WK

von Heinz B. (Firma: Privat) (hbrill)


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Mein damals erstes Mofa hat schon 1,5 - 2 Liter gebraucht.
Und das waren damals noch echte 25 ccm. Die heutigen Mofas
haben ja alle 50 ccm Motoren, die elektronisch und mit einer
Drossel (Distanzscheibe) in der Variomatik auf 25 Km/h runter
geregelt werden.
Außerdem muß man bedenken, daß gerade die 50 ccm Roller fast
immer auf Maximum (was der Gasgriff hergibt) laufen (ca. 7-8000
Umdrehungen). Das war auch der Grund für meine 125 Tweet.
Normalerweise (zum schnell mal was kleines kaufen fahren oder
generell für Kurzfahrten) hätte mir auch eine 50 ccm gereicht.
Da ich aber den Motoradführerschein habe, war mir die 125er
lieber. Merkt man auch deutlich in Ortschaften. Da fährt man
mit 1/4 Gas bequem seine 50 km/h und nicht wie bei einem Fuffi
immer am Limit.

von H. H. (Gast)


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Heinz B. schrieb:
> Mein damals erstes Mofa hat schon 1,5 - 2 Liter gebraucht.
> Und das waren damals noch echte 25 ccm.

Fichtenmoped!

von Motopick (motopick)


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> hat schon 1,5 - 2 Liter gebraucht
vs.
> die Karre braucht offiziell angeblich 3.5-4l

Eigentlich war/waere mit das egal. Man tankte alle 2 - 3 Wochen
einmal fuer ca. 5 DM.
Durch den Stau in der Stadt war man von Punkt A nach Punkt B
in 12 Minuten.
Mit dem Auto steigerte sich das locker auf eine 3/4 Stunde...

Aber von der Fahrfuesik sind Roller wirklich das Letzte.
Da gewinnt jedes Mofa locker.

Und bei manchen Mofas klappte auch das
> auf 25 Km/h runter geregelt werden
nicht so ganz. Die machten dann 45 Km/h.
Und das neu, original und unverbastelt.

von Heinz B. (Firma: Privat) (hbrill)


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Motopick schrieb:
> Und bei manchen Mofas klappte auch das
>> auf 25 Km/h runter geregelt werden
> nicht so ganz. Die machten dann 45 Km/h.
> Und das neu, original und unverbastelt.

Das hatte damals (bei mir in den Anfang 70ern) noch der
Zweiradhändler in der Hand. War ja auch noch einfacher
z.B. größeres Ritzel usw. Später dann auch noch bei den
Rollern der Elektronikumbau. Außerdem konnte jeder ab
15 Jahren ein Mofa ohne Führerschein fahren. Diesen
Besitzstand haben heute noch alle, die vor glaube ich,
1970 geboren sind.

Heutzutage braucht man ein extra Gutachten und die Händler
bzw. Werkstätten bauen die Neufahrzeuge erst gar nicht mehr
auf 25 km/h um. Es ist billiger für sie, wenn sie die Fahrzeuge
fertig direkt vom Gr0ßhändler beziehen.

Die Bastler gab es früher und gibt sie heute noch. Und im
Gegenteil, die haben es heute noch leichter. Im Netz findet
man alles für Tuning in den Shops für solche Tuningsachen
(Rollershop, ScooterAttack usw.), sei es größere Zylinder,
Auspuff, Tuningvariomatik, Zündanlage (Tuning - CDI), Racing-
Kupplungen usw. Es ist eigentlich illegal, sowas einzubauen, aber
besitzen/kaufen darf man es trotzdem. Aber wer stellt sich schon
z.b. einen 75ccm Zylinder in die Vitrine ?

Man glaubt es nicht, an wie vielen Schräubchen man beim Roller
drehen kann.

von Michael B. (laberkopp)


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Heinz B. schrieb:
> Man glaubt es nicht, an wie vielen Schräubchen man beim Roller
> drehen kann.

Ein Auto hätte mehr Schräubchen, aber beim richtigen Modell reicht 
eigentlich eine: Turboladedruck am Wastegate.

von Motopick (motopick)


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> bauen die Neufahrzeuge erst gar nicht mehr
> auf 25 km/h um. Es ist billiger für sie, wenn sie die Fahrzeuge
> fertig direkt vom Gr0ßhändler beziehen.

Von meinem Mofa gab es ein Parallelmodell mit Kickstarter.
Der Rest war wohl der selbe :).

Mit dem jetzt jaehrlich(!?) faelligem TUeV sind Mofas ziemlich
uninteressant geworden. Da mueeste man wohl das Mofa schon im
nahen Ausland "zulassen" lassen und auch dort versichern.
Keine Ahnung ob das praktikabel waere, um diesen Unsinn zu entgehen.

Immerhin bot ein Mofa einigermassen reproduzierbare Zeiten bei
Fahrten durch die Stadt. Wenn einem um 17:45 auffiel, dass der
Bestand an leeren VHS-Kassetten auf Null stand, war es kein
Problem sich bis zum Ladenschluss in der Stadt noch einzudecken.

> Diesen
> Besitzstand haben heute noch alle, die vor glaube ich,
> 1970 geboren sind.

Ich kann mich irgendwie an 1967/8 erinnern...
Da war Deutschland auch noch nicht so kaputt wie heute.

von Michael B. (laberkopp)


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Motopick schrieb:
> Da war Deutschland auch noch nicht so kaputt wie heute.

Ja, echt, heute ist krass.

Damals waren Autos nur den Besserverdienern vorbehalten (reichlich 
Parkplätze, freie Strassen), über 66% wohnten zur Miete auf 24m2 pro 
Person weil im Krieg so viel zerbombt wurde (ich kann mich noch an 
Kriegsruinen erinnern, die erst nach 1970 wiederaufgebaut wurden), und 
Computer waren grossen Instituten vorbehalten, dafur hatte der Bürger 
manchmal Telefon, im Zeittakt abgerechnet, fasse dich kurz.

Dagegen ist es heute echt mies, jeder Plebs fährt Benz, überall 
Neubauten, und statt dass der frisch eingestellte Ingenieuer im 
Männerwohnheim unterkommt, fordert der schon Auto und Haus, natürlich 
mit Streaming-TV und Rasenmähroboter.

von H. H. (Gast)


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Motopick schrieb:
> Ich kann mich irgendwie an 1967/8 erinnern...
> Da war Deutschland auch noch nicht so kaputt wie heute.

Man nennt das kognitive Verzerrungen.

von Martin (moscht)


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Wenn deine Lichtmaschine deine Batterie Läd  hat der Hersteller sicher 
einen
Laderegler Vorgesehen und eingebaut, hier würde ich nichts ändern, das 
hat alles seinen Sinn.
Der Wiederstand wird benötigt während du Startest würde der Starter so 
viel Strom ziehen das für andere wichtige Verbraucher nichts mehr übrig 
bleibt
dein Zündmodul zb würde wehrend dem Startvorgang verhungern wäre da 
nicht
ein Vorwiderstand oder Widerstandsdraht eingebaut, so wars zumindest bei 
den Autos früher!

von Motopick (motopick)


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> Damals waren Autos nur den Besserverdienern vorbehalten (reichlich
> Parkplätze, freie Strassen), über 66% wohnten zur Miete auf 24m2 pro
> Person weil im Krieg so viel zerbombt wurde (ich kann mich noch an
> Kriegsruinen erinnern, die erst nach 1970 wiederaufgebaut wurden), und
> Computer waren grossen Instituten vorbehalten, dafur hatte der Bürger
> manchmal Telefon, im Zeittakt abgerechnet, fasse dich kurz.

Du kannst dich wieder beruhigen. Einen Kugelporsche (aka Trabant 500)
in schickem Lindgruen hatte meine Familie am Anfang der 60er Jahre.
Und in der damaligen "S.B.Z.-Vorzeigestadt" waren auch Anfang der
60er Jahre die (Neubau-)Wohnungen wesentlich groesser als 24m2
pro Person.
Sogar so gross, dass spaeter aus einer Wohnung zwei gemacht wurden.

Wer brauchte schon Computer, wenn man einen Abakus hatte.
Und der Zeittakt fuer das Telefon ist auch eine wesentliche
spaetere Erfindung. Aber Telefon wollte in der Familie damals
keiner haben. Weil das permanente Stoerung der Freizeit
bedeutet haette.

> Man nennt das kognitive Verzerrungen.

Das wird es wohl sein. Das stoert mich aber nicht.

von H. H. (Gast)


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Motopick schrieb:
>> Man nennt das kognitive Verzerrungen.
>
> Das wird es wohl sein. Das stoert mich aber nicht.

Bald schon wird das biologisch geregelt.

von Motopick (motopick)


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> Bald schon wird das biologisch geregelt.

Keine Angst. Es kommt jeder dran.

von Heinz B. (Firma: Privat) (hbrill)


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Motopick schrieb:
> Einen Kugelporsche (aka Trabant 500)
> in schickem Lindgruen hatte meine Familie am Anfang der 60er Jahre.

Dachte immer, das wäre der VW - Käfer gewesen.
So kenne ich es jedenfalls.

von Phasenschieber S. (Gast)


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Bin gerade von einer Mopedtour zurück und habe an einer Tankstelle heute 
etwas entdeckt, was ich schon lange nichtmehr gesehen habe.

Ich dachte, die 2-Takter hätten mittlerweile alle eine Schmierautomatik.

von Motopick (motopick)


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> Dachte immer, das wäre der VW - Käfer gewesen.

Das war wohl von der Zone abhaengig :).
Zumindest war der Trabant 500 bestuemmpt viel kugeliger.

> Ich dachte, die 2-Takter hätten mittlerweile alle eine Schmierautomatik.

Ein "Schluck" aus der Flasch mit Zweitaktoel nach jedem Tanken.

Anbei noch ein Foddo (immerhin in Farbe!) des 60er Jahre Idylls.
Der Urheber kann sich bei mir melden, wenn er das Foddo in voller
Aufloesung vorweisen kann, kaufe ich das sogar.

von Carypt C. (carypt)


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wozu ist den dieser kurzschluß-widerstand nütze ?
soll hochspannung verhindern ? um led-beleuchtung nicht zu zerstören.
anstelle kurzschlußes überhitzung der erregerspule verhindern ?
der widerstand entspricht ja so ungefähr der glühbirnen-leistung. nicht 
daß das moped schneller fährt ohne licht.

die blinker werden ja sicher auch noch von da versorgt. vielleicht ein 
zigarrettenanzündersteckplatz ?

wieso ist da ein doppelschalter? tag und nachtfahrlicht? ablendlicht ?

vielleicht noch eine spule so anbringen, daß das magnetrad damit 
angetrieben wird, als feedback ?

von Reinhard S. (rezz)


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Motopick schrieb:
> Und in der damaligen "S.B.Z.-Vorzeigestadt" waren auch Anfang der
> 60er Jahre die (Neubau-)Wohnungen wesentlich groesser als 24m2
> pro Person.
> Sogar so gross, dass spaeter aus einer Wohnung zwei gemacht wurden.

Und nach der Wende wurde aus 2 Wohnungen eine gemacht um die 
Attraktivität zu erhöhen...

> Aber Telefon wollte in der Familie damals
> keiner haben. Weil das permanente Stoerung der Freizeit
> bedeutet haette.

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