Forum: Haus & Smart Home 3,9kW Gastherme? Gibt es das?


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von Georg S. (randy)


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Das "neue" Gesetz gilt ja für Heizungen von 4-400kW. Durch das obere 
Ende sind große Wohnblöcke und Industrie nicht betroffen. Für mich 
interessanter ist das untere Ende. Wenn ich überlege dass ich im 
Reihenhaus ca. 1200 Liter Heizölverbrauch habe, inkl. Warmwasser, also 
ca. 900 Liter für die Heizung, dann sollten 3,9kW überschlagsmäßig 
reichen um das Haus frostfrei zu halten wenn der Brenner von Nov bis Feb 
mit 100% Einschaltdauer durchbollert.
Warmwasser würde ich nicht in die Heizung mit rein nehmen (einfach als 
Gas Durchlauferhitzer oder Elektrisch, brauch nicht viel). Bei -20°C 
kann ich ja auch noch elektrisch zuheizen oder mich in eine Wärmestube 
setzen.
Aber gibt es solche Geräte? Eine umfassende Recherche (ein Suchwort in 
google eintippen) hat einen kombinierten Holz- und Kohleofen ergeben mit 
der Nennleistung (jea, Kohle, da fühlt man sich wieder jung). Mit Gas 
oder Öl habe ich nichts gesehen was man an die Rohre einer 
Zentralheizung anschließen kann.
Das ganze soll ein Plan werden was ich mache wenn der jetzige 
("normale") Kessel seinen Geist aufgibt.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Georg S. schrieb:
> wenn der Brenner von Nov bis Feb mit 100% Einschaltdauer durchbollert.

kann das Probleme mit dem Brenner geben, wenn dieser 3000 Stunden am 
Stück durchläuft? (4 Monate x 30 Tage x 24 Stunden)

von Wendels B. (wendelsberg)


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Georg S. schrieb:
> Das "neue" Gesetz

Es gibt Stand heute kein neues Gesetz. Wozu die Panikmache?

von Musik og F. (musikog_f)


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Georg S. schrieb:
> Das "neue" Gesetz
Da ist nix in trockenen Tüchern.

> Für mich interessanter ist das untere Ende.
Die kleinsten derzeit handelsüblichen Gaskesselheizungen können ca 
zwischen 3...10 kW modulieren und sowas ist grenzwertig zur 
Spielzeugtechnik.

> Wenn ich überlege ..
Normal legt man eine Heizung nach Heizlast aus.

> Warmwasser ....brauch nicht viel.
Weiter oben schriebst du davon dass das 1/3 deines Endenergiebedarf GAS 
ausmacht.

> Bei -20°C kann ich ja auch noch elektrisch zuheizen
Das konzept nennt man bilavente Heizung oder auch Heizkaskade. Besonders 
in den 80ern als man ôlfeuerungen wenig bis gar nicht modulieren konnte 
hat man die Reihenweise gebaut.

Grundsätzlich ist die Frage:
Wieviele Ampere gibt der Hausanschluss her.

> Aber gibt es solche Geräte?
Nein, die sind nicht handelsüblich.
Schau mal auf einen Gasherd, wie klein so ein Brenner ist.

Rechne dir das wie du willst.
Beachte die Bereitstellungskosten. Der Gasnetzbetreiber will auch Geld 
sehen, egal ob du Gas abnimmst oder nicht.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Stell Dir 'ne Kerze in die Therme

von Stephan (stephan_h623)


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Georg S. schrieb:
> Bei -20°C
> kann ich ja auch noch elektrisch zuheizen oder mich in eine Wärmestube
> setzen.

Eher bei -5°C Mitteltemperatur. Bei dem Verbrauch denke ich langen die 
3,9kW bis etwa 0°C Mitteltemperatur komfortabel.
Bei mehreren Tagen -20°C dürfte es dann auch langsam mit dem Frostschutz 
knapp werden.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Stell Dir 'ne Kerze in die Therme

Jeweils 100-200W, also 19 Stuück.

von Thomas R. (thomasr)


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Wenn du einen so geringen Wärmebedarf hast sollte der doch easy per WP 
darzustellen sein? Eine WP für 4kW Heizlast hätte einen elektrischen 
Anschlußwert von ~ 1kW, da lohnt noch nicht einmal ein eigener Zähler.

von Christian M. (likeme)


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Wenn das so ins Gesetz kommt gibt es bestimmt Hersteller die das 
entsprechend "konform" mit 3,9999kW bauen. Bei mir würde es reichen, der 
Brenner läuft doppelt so lange, statt 30min in 2h nun 1h in 2h.

Hat schon jemand einen Hersteller ausgemacht? ÖL GAS?

: Bearbeitet durch User
von U. B. (Gast)


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> 3,9kW Gastherme? Gibt es das?

Frag' doch Annalena und Robäärt.
DIE haben Ahnung, und erretten, allermindestens aber, 'UNSER' Klima.

Und pfiffig, wie sie sind -und geistig völlig unbefangen-, sogar
in Ländern, die hunderttausende Kilometer von unserem
Krümel Deutschland entfernt sind:
https://exxpress.at/wow-baerbock-kennt-laender-die-hunderttausende-von-kilometern-entfernt-sind/
;-)

von Georg S. (randy)


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Ich hätte noch etwas mehr Hintergrund geben sollen:

Ich hab derzeit einen ziemlich alten Kessel der aber die letzten Jahre 
zuverlässig funktioniert hat. Also entweder den dieses Jahr noch schnell 
raus reißen und durch eine neue "normale" Gasheizung ersetzen. Wenn das 
überhaupt noch klappt, alle Heizungsbauer reagieren ziemlich zäh.
Wenn das mit der neuen Heizung dieses Jahr nichts wird, dann habe ich im 
Defekt-Fall ein Problem.

> Normal legt man eine Heizung nach Heizlast aus.

Macht der Heizungsbauer auch nicht. Der hat sich das Teil angesehen und 
einen 20kW Kessel ins Angebot geschrieben. Auf Nachfrage: "der passt 
immer"

> Wenn du einen so geringen Wärmebedarf hast sollte der doch easy per WP
> darzustellen sein?

Das meinen auch die Politiker die mit >30000 Brutto pro Monat nach hause 
gehen und ein garantiertes Altersruhegeld haben. Der Nachbar hat ein 
Angebot mit Wärmepumpe für 50000 Euro, nur der Teil im Keller und 
Außengerät. Die Heizkörper gegen welche für niedrige Vorlauftemperatur 
austauschen ist da noch gar nicht mit drin. 50 Tausend ist ein no-go. 
Und ob man bei Reihenhäusern mit 6m Breite die 3m Abstandsregelung 
ignorieren darf ist auch noch nicht geklärt.

> Es gibt Stand heute kein neues Gesetz. Wozu die Panikmache?

Wenn ich warte bis das beschlossen wird, ist es wirklich zu spät um noch 
bis Jahresende reagieren zu können. Wenn es keinen Kessel für den <4kW 
Bereich gibt muss ich den funktionsfähigen aber alten Kessel noch 
rechtzeitig raus reißen.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Christian M. schrieb:
> Wenn das so ins Gesetz kommt gibt es bestimmt Hersteller die das
> entsprechend "konform" mit 3,9999kW bauen. Bei mir würde es reichen, der
> Brenner läuft doppelt so lange, statt 30min in 2h nun 1h in 2h.
>
> Hat schon jemand einen Hersteller ausgemacht? ÖL GAS?

Die brauchen das nicht erst neu zu entwickeln.
Die Lügen sich einfach nur die Leistungsangaben zurecht.

Das Betrügen hat man als Inspiration aus der Automobilbranche 
übernommen.

von Oliver S. (oliverso)


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Georg S. schrieb:
> Wenn ich warte bis das beschlossen wird, ist es wirklich zu spät um noch
> bis Jahresende reagieren zu können.

Nur so als Hinweis, warum die Heizungsbauer "zäh" reagieren: Gas- und 
Ölkessel sind in D bis Jahresende (und darüber hinaus) ausverkauft, und 
alle Heizungsbauer werden mit hunderttausenden an Anfragen überrannt, 
und sind eh völlig ausgebucht. Du bist schon seit langem wirklich viel 
zu spät.

Oliver

von Georg S. (randy)


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> Weiter oben schriebst du davon dass das 1/3 deines Endenergiebedarf GAS
> ausmacht.

Aber einen guten Teil im Sommer-Halbjahr wo das durch die 4kW 
Solaranlage geht. Nur der Rest im Winter. Deswegen hätte ich nicht die 
Heizung komplizierter machen wollen. Ist scheinbar schwer genug einen 
4kW Kessel überhaupt zu finden, mit oder ohne Warmwasser.

von Christian M. (likeme)


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Wenn ich warte bis das beschlossen wird, ist es wirklich zu spät um noch
bis Jahresende reagieren zu können. Wenn es keinen Kessel für den <4kW
Bereich gibt muss ich den funktionsfähigen aber alten Kessel noch
rechtzeitig raus reißen.


der kleine Olav übernimmt den Käse von Robärt ungelesen! Denn er weiß, 
von allen regierenden hat Robärt die höchste Kompetenz.

: Bearbeitet durch User
von Wf88 (wf88)


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Christian M. schrieb:
> der kleine Olav übernimmt den Käse von Robärt ungelesen! Denn er weiß,
> von allen regierenden hat Robärt die höchste Kompetenz.

U. B. schrieb:
> Frag' doch Annalena und Robäärt.
> DIE haben Ahnung, und erretten, allermindestens aber, 'UNSER' Klima.

Ist euch klar, wie ihr euch mit sowas zum Affen macht? Jemanden als 
Person nicht respektieren, nicht beim Namen nennen/sich über Namen 
lustig machen, aber dann Erwarten, dass irgendetwas anders laufen 
müsste.

Kindergarten. Schade, hatte euch eigentlich für erwachsene Menschen 
gehalten.
Als nächstes wollt ihr mir wohl erzählen, dass mich die Impfung matschig 
im Kopf gemacht hat, wenn ich nicht sehe, was ihr seht.

PS: nein, das hat nichts mit den zwei angeprangerten Politikern zu tun - 
die sind mir egal.

von Phasenschieber S. (Gast)


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Oliver S. schrieb:
> Nur so als Hinweis, warum die Heizungsbauer "zäh" reagieren: Gas- und
> Ölkessel sind in D bis Jahresende (und darüber hinaus) ausverkauft, und
> alle Heizungsbauer werden mit hunderttausenden an Anfragen überrannt,
> und sind eh völlig ausgebucht. Du bist schon seit langem wirklich viel
> zu spät.

Da irrst du aber gewaltig!

Habe gerade vor 2 Wochen eine neue Gasheizung in Auftrag gegeben, der 
Einbautermin ist der 30.5., also nächste Woche.
Nein, die lag nicht irgendwo herum, sondern musste extra beim Hersteller 
geordert werden.

Meine alte Heizung ist 31 Jahre alt und war jetzt fällig, auch ohne die 
Drohung mit dem Habeckschen Gesetz.

@TO,
mach dich mal kundig, es gibt Heizungen die bis 2kW herunter modulieren 
können.
Da hättest du genug Reserven auch für mal einen außergewöhnlich kalten 
Winter.

von E34 L. (nostalgiker)


Angehängte Dateien:

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Hier die Lösung für den TE und weitere Fortschrittsverweigerer ;)

von Thomas R. (thomasr)


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Es ist schon traurig wie wenig manche über den Gesetzestext WISSEN und 
alles mögliche dahinein phantasieren. Und der ist noch nicht einmal 
durch die erste Lesung, geschweige denn Vermittlungsausschuß etc.

Selbst für Oldtimerheizungen wird es immer eine Ersatzmöglichkeit geben, 
Punkt. Nur für die ganz uralten wird kein Ersatz durch eine fossile 
Anlage mehr möglich sein. Warum also die Panik?

Man sollte ALLENFALLS über die Lagerhaltung von Verschleißteilen 
nachdenken. Je weniger Öl und Gasheizungen noch im Bestand sein werden 
desdo schwieriger die Beschaffung von E-Teilen. Warum sollte sich der 
Heizungsbauer noch Zündelektroden hinlegen wenn bald jede zweite Anlage 
eine WP ist?

Wollen wir nun die Klimaziele erreichen oder nicht?

von Christian B. (luckyfu)


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Thomas R. schrieb:
> Es ist schon traurig wie wenig manche über den Gesetzestext WISSEN und
> alles mögliche dahinein phantasieren. Und der ist noch nicht einmal
> durch die erste Lesung, geschweige denn Vermittlungsausschuß etc.

Nochzumal man ja bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von 20 Jahren, 
sich schon die Frage stellen muss, ob es wirklich sinnvoll ist jetzt 
noch eine neue Gas- oder Ölheizung einzubauen. Denn eins ist mal Sicher: 
Ob der Strompreis günstiger wird, weiß man nicht, aber dass der Öl- und 
Gaspreis perspektivisch durch die Decke gehen wird innerhalb der 
nächsten 25Jahre, davon ist mal sicher auszugehen. Allerdings ist 
aktuell eine Wärmepumpe zu kaufen auch keine gute Idee, da der Markt 
ziemlich leer ist und die Ladenhüter, welche man noch für teuer Geld 
bekommt, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht die 
effizientesten ihrer Art sein werden.
Egal, was man also macht, im Moment kann man es nur falsch machen. Wenn 
man die Möglichkeit hat, sollte man meiner Meinung nach noch ein paar 
Jahre warten, bis sich die ganzen Wogen geglättet haben (In der Zeit 
kann sich eine evtl. aktuell einzubauende Dämmung schon ein Stück weit 
amortisieren) und dann eine Wärmepumpe einbauen lassen, wenn es da 
wieder genug am Markt gibt, dass man auch die Auswahl hat und der 
Installateur sich die Zeit nehmen kann, das für den Anwendungsfall ideal 
passende Modell zu beschaffen.

: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


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Christian B. schrieb:
> aber dass der Öl- und
> Gaspreis perspektivisch durch die Decke gehen wird innerhalb der
> nächsten 25Jahre, davon ist mal sicher auszugehen.

Die letzte Vorhersage über solch einen langen Zeitraum hatte 
vorhergesagt, daß es heute schon gar kein Öl mehr gibt.

Insofern einfach langsam weiteratmen, und schauen, was kommt.

Oliver

von Phasenschieber S. (Gast)


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Christian B. schrieb:
> aber dass der Öl- und
> Gaspreis perspektivisch durch die Decke gehen wird innerhalb der
> nächsten 25Jahre, davon ist mal sicher auszugehen.

Das sehe ich gerademal umgekehrt. Wir haben sogar jetzt schon wieder 
einen Gasüberschuss, die Preise dafür im Großhandel sind gerade stark am 
fallen.

Die Gasverbrauchsstellen werden zukünftig weniger und die Stromabnehmer 
werden explodieren, wodurch sich die Preise nach den Gesetzen des 
Marktes entsprechend entwickeln werden.

von Roland E. (roland0815)


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Thomas R. schrieb:
> ...
> Wollen wir nun die Klimaziele erreichen oder nicht?

Definiere 'wir'.

Ich persönlich will keine 'Klimaziele' erreichen.
Ich möchte gern meinen negativen Einfluss auf die Umwelt reduzieren, 
soweit das sinnvoll möglich ist[1].

Jetzt (inklusive der nächsten 20 Jahre) ist es 'für das Klima' völlig 
Latte, ob ich mit Gas oder Strom heize. Eine Wärmepumpe hat den Auspuff 
nur woanders, als auf meinem Haus...

Roland
[1]Energiesparen ist da der Schlüssel. Solange mein 6 Personenhaushalt 
beim Energieverbrauch zwischen 2 und 3 Personenhaushalten eingeordnet 
wird, ist da noch sehr viel möglich. Bei allen anderen 
Vergleichshaushalten...

von Christian B. (luckyfu)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Die Gasverbrauchsstellen werden zukünftig weniger und die Stromabnehmer
> werden explodieren, wodurch sich die Preise nach den Gesetzen des
> Marktes entsprechend entwickeln werden.

Du vergisst dabei aber, dass über allem, also auch über dem Markt, der 
Gesetzgeber steht und dieser in Form von EU Gesetzen die CO2 Einsparung 
quasi festgelegt hat und um dies zu erreichen das Werkzeug der CO2 
Zertifikate erfand. Die werden jedes Jahr weniger ergo: teurer. Das ist 
ein Fakt und je mehr noch Gas und Öl verheizen, desto schneller wird der 
Preis für ebendiese Zertifikate durch die Decke gehen. Der Grundpreis 
liegt aktuell wohl bei 25 Euro pro tonne, für die, welche ausgegeben 
werden. Gehandelt werden Sie zu 87€/t ( 
https://first-energy.net/co2-zertifikate/co2-preisentwicklung ). Der 
Grundpreis wird in den nächsten 25 Jahren auf bis zu 65Euro steigen, wie 
der Markt sich entwickelt wenn das Angebot knapper wird kann sich dann 
jeder selbst ausrechnen.

von Christian M. (likeme)


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E34 L. schrieb:
> Hier die Lösung für den TE und weitere Fortschrittsverweigerer ;)

und jedes Jahr noch einen Booster dran hängen?

von Christian B. (luckyfu)


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p.s.: Für alle, die den Link nicht anklicken wollen:
Zitat:
"Die Reform des Europäischen Emissionshandelssystems geht weiter voran. 
Nach der erfolgreichen Abstimmung im EU-Parlament hat nun auch der 
EU-Ministerrat der Reform zugestimmt. Durch die Reform wird unter 
anderem das CO2-Reduktionsziel von 43 % weniger Emissionen im 
EU-Emissionshandelssystem bis 2030 auf 62 % angehoben. Dies soll durch 
einmalige Kürzungen von 90 Mio. EUAs im Jahr 2024 und 27 Mio. 
Zertifikate im Jahr 2026 erreicht werden."
Ergo: Die Preise werden schon bis 2026 ziemlich deutlich steigen.

von Thomas U. (charley10)


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Oliver S. schrieb:
> Georg S. schrieb:
>> Wenn ich warte bis das beschlossen wird, ist es wirklich zu spät um noch
>> bis Jahresende reagieren zu können.
>
> Nur so als Hinweis, warum die Heizungsbauer "zäh" reagieren: Gas- und
> Ölkessel sind in D bis Jahresende (und darüber hinaus) ausverkauft, und
> alle Heizungsbauer werden mit hunderttausenden an Anfragen überrannt,
> und sind eh völlig ausgebucht. Du bist schon seit langem wirklich viel
> zu spät.
>
> Oliver



...wer zu spät kommt...
Meine 'Neue' wurde gestern angeliefert.
Die 'Alte' hat 27 Jahre durchgehalten. Leider gibt es seit Jahren keine 
ET mehr dazu. Das war eine der erste BW-Typen und angeblich mit Macken 
übersät, von denen ich bisher kaum etwas gemerkt habe.
Montage in Eigenregie.

von Phasenschieber S. (Gast)


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Georg S. schrieb:
> Und ob man bei Reihenhäusern mit 6m Breite die 3m Abstandsregelung
> ignorieren darf ist auch noch nicht geklärt.

Siehe dazu: 
https://www.focus.de/politik/deutschland/abstandsregelung-wegen-laermbelastung-waermepumpen-wahnsinn-in-berlin-hausbesitzer-scheitert-an-zwei-zentimetern_id_194406794.html

von Oliver S. (oliverso)


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Christian B. schrieb:
> Du vergisst dabei aber, dass über allem, also auch über dem Markt, der
> Gesetzgeber steht und dieser in Form von EU Gesetzen die CO2 Einsparung
> quasi festgelegt hat und um dies zu erreichen das Werkzeug der CO2
> Zertifikate erfand. Die werden jedes Jahr weniger ergo: teurer. Das ist
> ein Fakt

Ja. Ebenso Fakt ist, daß Gesetze von der Politik gemacht werden, und 
Politiker*innen (an der Stelle muß das sein) alles, aber auch alles tun, 
um gewählt zu werden.

Auch daher sind Vorhersagen der Zukunft immer schwierig.

Oliver

von E34 L. (nostalgiker)


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Nix wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird...

jetzt überlegt mal: Ich wohne in einem Gründerzeit-Mehrfamilienhaus in 
bester Wohnlage, aber leider mit Gas-Etagenheizung. Also Gastherme mit 
Zündflamme, die brennt immer und dann für WW als Durchlauferhitzer und 
in der übrigen Zeit versorgt sie die Heizkörper. Auch Durchlauf, einen 
Kessel gibt es nicht.

Das betrifft mehr als 40 Wohnparteien in drei Häusern. Was soll der 
Vermieter da machen? Alles neu, mit Solar und Fernwärme und FBH? Ganz 
sicher nicht!

Ich wäre zwar froh, wenn die alte Heizung endlich rausflöge (ich muss 
jedes Jahr 400€ Wartungskosten aus eigener Tasche bezahlen, der VM darf 
das umlegen) dafür dass der Monteur einmal kurz den Brenner mit 
Druckluft ausbläst... das gab schon mächtig Zunder zwischen VM und mir 
aber er ist im Recht ;/

WAhrscheinlich bekomme ich dann eine neue Therme, mit nem Aufkleber 
"H2-ready" und fertig. Sonst ändern würd sich garnichts. Heizung von 
1978.

von Thomas U. (charley10)


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E34 L. schrieb:
...
>
> WAhrscheinlich bekomme ich dann eine neue Therme, mit nem Aufkleber
> "H2-ready" und fertig. Sonst ändern würd sich garnichts. Heizung von
> 1978.

Die 'neuen' haben alle einen garantierten H2-Anteil von 20%.
Den nächsten Coup kann ich mir so vorstellen, dass BIS 22% H2 
eingespeist werden könnten und damit die jetzt eingebauten Thermen 
gaaanz natüüürlich verschrottttet werden müssen. Pech gehabt!
Unmöglich?

von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Thomas R. schrieb:
> Wollen wir nun die Klimaziele erreichen oder nicht?

Eine Wärmepumpe ist dabei in D aber nicht per se  hilfreich. Unser Strom 
kommt zum großteil aus der Kohle, das wird sich auch auf lange Sicht 
nicht ändern. Regenerative werden nicht in der Lage sein den Bedarf zu 
decken.
Dazu kommt noch das Problem mit den Zeitfaktoren, im Winter wenn die 
Wärmepumpen immer stromhungriger werden liefert PV fast nichts. Der Wind 
ist im Winter auch oft flau, egal wie viel wir an EE Ausbauen wir können 
unseren Strombedarf damit nicht permanent decken.
Noch ein Punkt: der Gleichzeitigkeitsfaktor, wenn es wirklich mal -10° 
flächendeckend sind schmeissen uns die Wärmepumpen alle Sicherungen 
raus.

Es gab mal eine Anfrage wie viel der Wärmepumpenausbau bringen soll, 
-1,4% CO2 bis 2030 sollen reduziert werden. Das entspricht einen 
Temperatureffekt von 5 Millikelvin... und die Werte sind vermutlich noch 
schöngerechnet.

von E34 L. (nostalgiker)


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Na ja, schau mal, was sie ab 2009 mit den Glühlampen angestellt haben. 
Und was ist? Man kann sie heute noch kaufen (im Ausland als "Restposten 
natürlich) und wird auch nicht verhaftet, wenn man diese betreibt.

Wenn man seinen Schorni gut kennt, isses mit der Heizung wohl ebenso. 
Bestandschutz oder was auch immer. Wichtig ist, Freunde an den richtigen 
Stellen zu haben.

Dann müsste man auch Röhrenradios verbieten oder so ein 
Farbfernseh-Monster wie die frühen SABA/Philips, die sich 350W und mehr 
gönnen.

Logisch denken ist wohl eher nichts für Politiker.

: Bearbeitet durch User
von Phasenschieber S. (Gast)


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E34 L. schrieb:
> Also Gastherme mit
> Zündflamme,

Das ist ja schon museumsreif! Heizung mit Lokflamme...muß ganz sicher 
alleine aus Altersgründen bald erneuert werden.

Klar, dem Vermieter ist die Effektivität völlig wurschd, das zahlt ja 
der Mieter. Spätestens wenn deine Nebenkosten höher als die Grundmiete 
werden, solltest du dir überlegen ob nicht eine andere Wohnung besser 
wäre.

Selbst wenn die Heizung rundum erneuert wird, kann das als 
Modernisierungsmaßnahme ebenfalls zu einer Mietsteigerung führen.

Es sind also nichtnur Eigentümer betroffen, sondern auch die Mieter.

von Thomas R. (thomasr)


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Frank D. schrieb:

> Noch ein Punkt: der Gleichzeitigkeitsfaktor, wenn es wirklich mal -10°
> flächendeckend sind schmeissen uns die Wärmepumpen alle Sicherungen
> raus.
>
Genau so wie im letzten Winter der Black Out an jeder Straßenecke 
drohte?

Was für ein Blödsinn. Wir haben in den 70er und 80er Jahren 
hunderttausende Nachtspeicherheizungen mit zig MW im Netz gehabt und 
"die Sicherungen sind nicht rausgeflogen". Und heute sind WP's mit 
Fernwirkempfängern versehen; zuerst würden die abgeschaltet DAMIT keine 
"Sicherungen fliegen".

von Phasenschieber S. (Gast)


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Thomas R. schrieb:
> Wir haben in den 70er und 80er Jahren
> hunderttausende Nachtspeicherheizungen mit zig MW im Netz gehabt und
> "die Sicherungen sind nicht rausgeflogen"

Du weißt aber doch, daß diese eine eigene Leitung, die wiederum extra 
beantragt werden musste, hatten?

Man konnte/kann nicht einfach mal so eine Elektroheizung irgendwo 
einbauen.
Auch für Durchlauferhitzer gelten ganz bestimmte Regeln.

Da solcherlei Geräte aber nicht massenhaft verbreitet waren, zumindest 
nicht wie in der avisierten Anzahl von Wärmepumpen und 
Elektrofahrzeugen, war das oft problemlos möglich.

Ich wohne hier in einem recht großen Wohngebiet, die Bausubstanz des 
ganzen Wohngebietes stammt aus den 70er Jahren. Die Einfamilienhäuser 
wurde derzeit mit 3X25A im HA abgesichert.

Die Trafostationen für die einzelnen Teilbereiche, geben garnicht so 
viel her um jeden jetzt mit 3X64A zu versorgen.

Alles unausgegorene Fürze grüner, verblendeter Ideologie.

von Kay-Uwe R. (dfias)


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Aktuell verteuert das CO₂ den Heizölliter um gerade einmal 9,55 Cent.
Von 2021 bis ´35 ist eine Steigerung von 25 auf 65 €/t(CO₂) vorgesehen. 
Das entspricht einer Teuerungsrate von 7 %/a. Kommt einem bekannt vor, 
oder?
Wenn es mit der aktuellen Inflation so weitergeht, steht der CO₂-Anteil 
damit bis 2035 auf der Stelle.
Für Gas und Strom wurden derweil - und überfällig - Preisabschläge 
angekündigt.

von Thomas U. (charley10)


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Phasenschieber S. schrieb:
...
>
> Die Trafostationen für die einzelnen Teilbereiche, geben garnicht so
> viel her um jeden jetzt mit 3X64A zu versorgen.
>
> Alles unausgegorene Fürze grüner, verblendeter Ideologie.

Schwierig, eine Alternative zu finden.
Neuerdings KLEBEN Viele nicht nur an ihrer Ideologie...

von Phasenschieber S. (Gast)


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Thomas U. schrieb:
> Schwierig, eine Alternative zu finden.

Ein Unternehmer würde zuerst die Infrastruktur anpassen, bevor er neue 
Geräte anschafft.

Hier wurde vom Gesetzgeber in Sachen Infrastruktur garnichts 
unternommen, der Endverbraucher soll gucken wie er klar kommt.

Erst sollen Geräte angeschafft und alte abgeschafft werden, obwohl es 
keinerlei Infrastruktur dafür gibt.

Da schreibt man lieber ein dickes Buch mit Ausnahmeregeln, weil es nicht 
anders geht.

Dilettantischer kann eine Regierung nicht handeln.

von E34 L. (nostalgiker)


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Phasenschieber schrieb:

>Klar, dem Vermieter ist die Effektivität völlig wurschd, das zahlt ja
>der Mieter. Spätestens wenn deine Nebenkosten höher als die Grundmiete
>werden, solltest du dir überlegen ob nicht eine andere Wohnung besser
>wäre.

Du sprichst mir aus der Seele, ich denke da auch schon lange drüber 
nach.

Ich weiß, im Saarland ist Eigentum unter allen Bundesländern am höchsten 
verbreitet (sic!), aber in BaWü nahe Stuttgart ist Miete schon Luxus ;/
UNd dann muss man halt die besch... Heizung mitmieten. Wärmegedämmt ist 
natürlich nichts.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Schwierig, eine Alternative zu finden.
>
> Ein Unternehmer würde zuerst die Infrastruktur anpassen, bevor er neue
> Geräte anschafft.
>
> Hier wurde vom Gesetzgeber in Sachen Infrastruktur garnichts
> unternommen, der Endverbraucher soll gucken wie er klar kommt.
>
> Erst sollen Geräte angeschafft und alte abgeschafft werden, obwohl es
> keinerlei Infrastruktur dafür gibt.
>
> Da schreibt man lieber ein dickes Buch mit Ausnahmeregeln, weil es nicht
> anders geht.
>
> Dilettantischer kann eine Regierung nicht handeln.

Hat unsere ReGIERung bei ihrem Antritt versprochen, logisch und im Sinne 
ihrer Auftraggeber zu handeln? Nicht, dass ich wüsste!

Dann noch mal der von Phasenschieber gepostete Link:
https://www.focus.de/politik/deutschland/abstandsregelung-wegen-laermbelastung-waermepumpen-wahnsinn-in-berlin-hausbesitzer-scheitert-an-zwei-zentimetern_id_194406794.html
Da ist Kopfschütteln angesagt, da baulich eine WP an vielen Stellen 
amtlich verrboten ist! Gas, Öl und Kamin ist sowieso bähhh.
Und das, obwohl die EU Gas als umweltfreundlich(!!!) eingestuft hat!

Dort bleibt also nur, direkt mit Strom zu heizen. Kostet ja nix und ist 
unendlich verfügbar!

"Am Teutschen Wesen..." war, geschichtlich gesehen, immer nur ein 
Bumerang. Ob das wirklich soo gewollt ist oder sind das nur die 
verzeihlichen Anfängerfehler von Menschen mit 'schlechter Kindheit'?

: Bearbeitet durch User
von Wendels B. (wendelsberg)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Dilettantischer kann eine Regierung nicht handeln.

DEN Eindruck habe ich seit 1991.
(Vor 11/1989 habe ich mich nicht sonderlich dafuer interessiert, im 
Zeitraum 11/1989-12/1990 war ich euphorisch)

Allerdings verstaerkt sich immer mehr meine Grundeinschaetzung, dass die 
jeweiligen Herrscher "Das Kapital" als Anleitung/Handbuch verstehen.

von E34 L. (nostalgiker)


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Manchmal hilft in der Freiluftpsychiatrie Deutschland nur noch Humor...

von Thomas U. (charley10)


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Zum 'auflockern' habe ich noch einige Fundsachen:  ;-))

von Thomas U. (charley10)


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E34 L. schrieb:
> Manchmal hilft in der Freiluftpsychiatrie Deutschland nur noch Humor...

Was würde eine trainierte KI aus diesen Fotos wohl an 
Charaktereigenschaften der Personen ermitteln?

von Udo S. (urschmitt)


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Thomas U. schrieb:
> Was würde eine trainierte KI aus diesen Fotos wohl an
> Charaktereigenschaften der Personen ermitteln?

Stell dochmal ein Bild von dir rein, wer weis was man daraus dann alles 
ermitteln kann.
;)

von Thomas U. (charley10)


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Udo S. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Was würde eine trainierte KI aus diesen Fotos wohl an
>> Charaktereigenschaften der Personen ermitteln?
>
> Stell dochmal ein Bild von dir rein, wer weis was man daraus dann alles
> ermitteln kann.
> ;)

Vorab würde ich die KI aber auf MICH als Bestnorm trainieren.

von Thomas R. (thomasr)


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Es ist doch überhaupt kein Poblem auf Nah oder Fernwärme umzurüsten. 
Warum muß denn jeder einzelne Haushalt eine eigene Wärmequelle haben? 
Gerade in Ballungsgebieten ist das die einzig sinnvolle Option. Und ob 
dort zentral dann H2 oder sonstwas verfeuert wird kann dem Nutzer doch 
egal sein?

Aber schon bei der Planungs unseres Umsiedlungsortes wurde klar, daß der 
durschnittliche deutsche Bürger sich ein Teilen von Ressourcen nicht 
vorstellen kann: ein Bohrloch für Erdwärme hätte locker für 3 bis 4 
größere EFH gereicht, aber niemand wollte teilen. Auch ein zentrales 
Blockheizkraftwerk war nicht opportun. Also hat jetzt die eine Hälfte 
eine eigene Luftwärmepumpe mit durchschnittlicher JAZ vor/hinter dem 
Haus, die andere Hälfte einen Gasanschluß und beide jammern.

von Thomas U. (charley10)


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Thomas R. schrieb:
> Es ist doch überhaupt kein Poblem auf Nah oder Fernwärme umzurüsten.
> Warum muß denn jeder einzelne Haushalt eine eigene Wärmequelle haben?
> Gerade in Ballungsgebieten ist das die einzig sinnvolle Option. Und ob
> dort zentral dann H2 oder sonstwas verfeuert wird kann dem Nutzer doch
> egal sein?

Das kann auch 'Blüten' prduzieren! Hier hatten nach der Wende stramme 
Genossen im Stadtrat plötzlich den Kapitalismus erfunden und planten 
Fernwärme mit AnschlussZWANG! Das wurde dann aber nach dem Bau des 
Schornsteins gerichtlich gekippt.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Abwehr dieser Enteignung derzeit noch 
erfolgreich wäre...

>
> Aber schon bei der Planungs unseres Umsiedlungsortes wurde klar, daß der
> durschnittliche deutsche Bürger sich ein Teilen von Ressourcen nicht
> vorstellen kann: ein Bohrloch für Erdwärme hätte locker für 3 bis 4
> größere EFH gereicht, aber niemand wollte teilen. Auch ein zentrales
> Blockheizkraftwerk war nicht opportun. Also hat jetzt die eine Hälfte
> eine eigene Luftwärmepumpe mit durchschnittlicher JAZ vor/hinter dem
> Haus, die andere Hälfte einen Gasanschluß und beide jammern.

Daraus wird doch deutlich sichtbar, das "Teile und Herrsche" recht 
erfolgreich ist!

: Bearbeitet durch User
von E34 L. (nostalgiker)


Angehängte Dateien:

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Meine Freundin wohnt in so einem Neubau (wobei die Betonung auf NEUbau 
liegt, Altbestand wie bei mir wird wohl sportlich nach Habecks Plänen 
unzurüsten), das ist ein 6-Familien Haus mit Luftwärmepumpe BJ 2016, sie 
hat Fußbodenheizung und es ist echt gemütlich dort. Wohlige Wärme ohne 
störende Heizkörper. Also es geht schon, aber im Altbau nicht möglich.

Für NEUbauten ist das alles möglich, aber im Bestand wirds schwer.

Wobei, Freiburg kann es auch, siehe Foto (kein Fake)

von Michael B. (alter_mann)


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Oliver S. schrieb:
> Ebenso Fakt ist, daß Gesetze von der Politik gemacht werden, und
> Politiker (an der Stelle muß das sein) alles, aber auch alles tun,
> um gewählt zu werden.

Den Eindruck habe ich aktuell wirklich nicht. Da sind die meisten wohl 
zu blöd oder zu vergeßlich dafür.
Siehe "Wenn morgen Bundestagswahl wäre..."

von Dirk L. (garagenwirt)


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Was sich so mancher Architekt zusammen bastelt, nur noch Kopfschütteln.
Fachkräftemangel überall

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Es ist erschütternd, welcher Technikpessimismus und welche 
Untergangsstimmung hier in einem technischen Forum herrscht.
Ich will hier keineswegs den Jubelperser für die Politik geben, noch 
behaupte ich, dass alle Vorschläge toll sind, noch habe ich für alle 
Probleme eine Lösung parat.

Aber der Fatalismus, mit dem hier Probleme dargestellt werden, ist 
unseren bisherigen Leistungen als Land, unserer Wirtschaft und den 
technischen Möglichkeiten nicht angemessen.

Einige Behauptungen und Entgegnungen:

"Wir haben gar keine Handwerker, die die Wärmepumpen einbauen können."
In den aktuell diskutierten Gesetzesänderungen geht es darum, unsere 
Heizungen im Verlauf der nächsten 20 Jahre zu modernisieren! Heizungen 
halten von sich aus oft nur 20 bis 30 Jahre. Ein Großteil der Heizungen 
müsste auch ohne Gesetzesänderung in den nächsten 20 Jahren ausgetauscht 
werden. Dafür glauben wir dann, gäbe es genug Handwerker. Aber wenn es 
Wärmepumpen sein müssen, dann nicht.

"Die Handwerker haben keine Ahnung"
Mag sein, aber vielleicht können die was dazulernen. Wir wir es auch 
müssen. Ausschließlich mit 20 Jahre altem Studiumswissen könnte ich 
meinen aktuellen Job nicht machen. Und wenn das so eine Zukunftsbranche 
ist, werden wir in den nächsten 20 Jahren vielleicht auch ein paar 
Handwerksgesellen dazubekommen.

"Wir haben nicht genug Strom (für Wärmepumpen, für E-Autos)".
Stimmt. Aber in den letzten gut 20 Jahren ist es gelungen, den 
Ökostromanteil von <4% auf >46% zu bringen. Und das, obwohl einige 
Parteien den Ausbau eher behindert haben. Warum sollte es nicht möglich 
sein, diesen Erfolg in den nächsten 20 Jahren zu wiederholen oder zu 
übertreffen? Die Technik ist inzwischen weiter als 2000. Inzwischen sind 
Wind und PV eine Größenordnung billiger zu bauen als damals.

"Die Stromnetze halten das nicht aus"
Stimmt teilweise. Aber Netze kann man in 20 Jahren ausbauen. Zum Anderen 
gibt es noch viele Möglichkeiten, die bestehenden Netze besser 
auszunutzen. Stichwort Last- und Erzeugungsmanagement. Die 
Vernetzungsmöglichkeiten, die wir heute haben, waren vor 20 Jahren noch 
nicht mal vorstellbar.

Bitte lasst doch das politische Gestänkere einfach weg. In diesem Forum 
soll es um Technik gehen. Können wir hier technische Fragestellungen, 
Probleme und Lösungsmöglichkeiten diskutieren?

von Wendels B. (wendelsberg)


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Tilo R. schrieb:
> Bitte lasst doch das politische Gestänkere einfach weg.

Da waere schon der OP nicht passend gewesen.

von E34 L. (nostalgiker)


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Es gibt immer Wege drumherum.

Erst letztens noch gesehen, da hat ein Hersteller Cola und Limo in 3,001 
Liter-Flaschen verkauft, um das Einwegpfand zu umgehen... (0,2 bis 3,0 
Liter ist pfandpflichtig)

Gut ich machs mir einfacher... fahr halt nach Frankreich rüber, da gibts 
erstens sehr guten Wein und Käse (alleine dafür lohnt sich schon) + 
günstig tanken + Flaschen und Dosen ohne Pfand! ;)

: Bearbeitet durch User
von Phasenschieber S. (Gast)


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E34 L. schrieb:
> Gut ich machs mir einfacher... fahr halt nach Frankreich rüber,

und warum ziehst du nicht gleich ganz rüber nach Fronkreich?
Machen doch viele Saarländer, zahlst du deutlich weniger Steuern, Strom, 
Gas und Wasser sind deutlich billiger, überhaupt das ganze Leben dort 
ist billiger.

Lass doch die Deutschen einfach die Welt retten und schau denen von der 
anderen Seite zu ;-)

von E34 L. (nostalgiker)


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Da hast Du Recht! Was hindert mich daran, außer meine Angst, irgendwas 
im Leben zu verändern?

Wie bekannt ist, bin ich in Albanien aufgewachsen, allerdings spreche 
ich Französisch fließend, da es Pflichtfach in der höheren Schule war 
und Deutsch hab ich auch mal noch so nebenher gelernt. Ist nicht sehr 
gut, aber reicht zum verstehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistische_Volksrepublik_Albanien

Enver Hoxha hat ja vor seiner Zeit als Dikatator in Frankreich 
unterrichtet.
Daher kann ich eben kaum Englisch.

: Bearbeitet durch User
von Phasenschieber S. (Gast)


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E34 L. schrieb:
> und Deutsch hab ich auch mal noch so nebenher gelernt

Dann ziehe ich meinen Hut vor dir, du schreibst wie ein 
Deutsch-Muttersprachler, Respekt....und das mit dem Schwenkbraten und 
Lyonerworscht hast du auch drauf. Wenn du jetzt noch weißt wie man 
Dibbelabbes und Schales macht, bist du als vollintegrierter Saarländer 
zu betrachten ;-)

von E34 L. (nostalgiker)


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>Wenn du jetzt noch weißt wie man
>Dibbelabbes und Schales macht

Danke Dir! Ich kenn den Unterschied leider nicht. Schales kann man mit 
Apfelmus oder Endiviensalat gut essen.

von E34 L. (nostalgiker)


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Dann ziehe ich meinen Hut vor dir, du schreibst wie ein
Deutsch-Muttersprachler, Respekt....und das mit dem Schwenkbraten und
Lyonerworscht hast du auch drauf.

Uni Saarbrücken und das Studentenleben vergisst man nicht ;)
War ne schöne Zeit...

Problem ist, ich kann kein Englisch. Und die meistgesprochene Sprache 
der Welt ist eben schlechtes Englisch.. :/

Wenn ich mich auf eine andere Stelle bewerbe ist eben das immer ein 
Minus für mich, weil ich gebe an:

Albanisch = Muttersprache
Französisch = Fließend
Deutsch = ok, Ausreichend
Englisch = Grundkenntnisse

Ok, ist jetzt schon sehr OT: Phase, was ist der Unterschied zwischen 
Schales und Dibbelabbes? Ich kenn das nur als das Gleiche?

Gute Nacht und LG

von E34 L. (nostalgiker)


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Ist doch schön, keiner mehr da. Wobei eher leider.

Ich hab morgen frei, sonst würd ich auch schon schlafen. Aber ich kann 
nicht pennen und so schreibe ich hier eben ein paar Zeilen. Kann ein Mod 
ja jederzeit rauswerfen ;)

Ich sitze hier, mein Arbeitsplatz steht auf der Kippe (ich arbeite im 
4-Schichten-System bei einem Automobilhersteller...ja Stuttgart wer kann 
das nur sein?? ;)) mein Leben in DL gefällt mir nicht, aber meine 
Freundin wohnt hier. Sie gibt mir Halt. Meine Frau ist 2013 gestorben, 
da gibt es eigene Threads zu (Betamax um meine Frau "wiederzusehen") und 
ich bin alleine. Zwar mit Freundin aber ich lebe alleine.

Will eigentlich nur noch wegziehen, aber wohin? Im Saarland leben die 
nettestet Deutschen die ich kenne, aber da gibts keine Arbeit. In NRW 
isses bissl asozial aber es gibt Arbeit. In BaWü zu leben ist zwar 
schön, aber so teuer, dass ich locker 50% meines Einkommens für die 
Miete zahlen muss.

Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung. Vielleicht geh ich auch nach 
Albanien zurück, aber da verdient man selbst als Ing. etwa 400€ im Monat 
B/N ist egal, man zahlt keine Steuern.

Wahrscheinlich läuft es darauf raus, nach Düsseldorf zu ziehen, weil man 
mir dort eine gut dotierte Stelle angeboten hat. Aber das wird noch ein 
Akt... wenn ich schon so extrem OT bin: Kann mir wer eine gute 
Wohngegend dort empfehlen? Keine Kneipenmeile oder Ghetto/Assibezirk. 
Was Besseres eben.

Danke und LG!
Dr. Christine B. / Prof. Dr. Arben Nepravishta

von E34 L. (nostalgiker)


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Danke und LG!
Dr. Christine B. / Prof. Dr. Arben Nepravishta

Übrigens kein Fake, die Adressen gibt es wirklich. Gerade erst letzte 
Woche einen Brief von Ingo bekommen ;)

von Christian B. (luckyfu)


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Frank D. schrieb:
> Eine Wärmepumpe ist dabei in D aber nicht per se  hilfreich. Unser Strom
> kommt zum großteil aus der Kohle, das wird sich auch auf lange Sicht
> nicht ändern.

Hmmm doch?! bis 2038 auf jeden Fall, vielleicht schon bis 2030... so 
lang ist das jetzt nicht.

E34 L. schrieb:
> Das betrifft mehr als 40 Wohnparteien in drei Häusern. Was soll der
> Vermieter da machen? Alles neu, mit Solar und Fernwärme und FBH? Ganz
> sicher nicht!

warum nicht? Es wurden und werden tagtäglich Modernisierungen gemacht, 
auch in Bewohnten Wohnungen. Wenns nicht anders geht, muss man für eine 
oder zwei Wochen in ein Hotel ziehen. Wenn es nicht mehr möglich ist, 
weitere Gründe gegen etwas zu finden, sind die Menschen recht 
erfinderisch, wenn es darum geht, Wege zu erforschen, wie etwas zuvor 
noch unmöglich erscheinendes dennoch möglich wird.

Frank D. schrieb:
> Es gab mal eine Anfrage wie viel der Wärmepumpenausbau bringen soll,
> -1,4% CO2 bis 2030 sollen reduziert werden.

ja, wenn man das so laufen lässt, wie es bisher läuft. Also hat man 
erkannt, dass das so nichts wird und greift nun regulierend ein. Die 
Anreize in Form von Förderungen haben in den letzten 10 Jahren ihr Ziel 
nicht erreicht, also muss man nun mit Verboten in den nächsten Gang 
schalten um weiter beschleunigen zu können. Für mich eine logische 
Entwicklung. Auch weil der Heizungssektor zusammen mit dem Verkehr 
jeweils gut 1/3 der CO2 Emissionen Deutschlands ausmacht und in beiden 
ist in den letzten 10 Jahren kaum eine Reduzierung erfolgt.

Phasenschieber S. schrieb:
> Die Trafostationen für die einzelnen Teilbereiche, geben garnicht so
> viel her um jeden jetzt mit 3X64A zu versorgen.

das braucht es ja auch nicht. Wenn wir mal mit einem durchschnittlichen 
COP von 2,5 rechnen (was wirklich sehr pessimistisch ist) dann braucht 
es für eine Wärmepumpe mit einer Wärmeleistung bis 25kW 10kW elektrische 
Energie. das sind bei 3 Phasen nicht mal 16A Pro Fase. D.h. mit einer 
32A HAK Sicherung könnte man parallel sogar noch eine Elektrofahrzeug 
mit 11kW laden. Ausserdem vergisst du, dass Wärmepumpen immer auch eine 
Art Speicher brauchen und die Temperatur im Haus weniger stark schwankt 
über den Tag. Ergo: Man kann die Dinger über den Tag dann anschalten, 
wenn genug Strom da ist. Vorraussetzung, dass das funktioniert ist aber 
eine Dämmung am Haus. Das ist zwingend, sonst wird man mit einer 
Wärmepumpe nicht glücklich.

E34 L. schrieb:
> Na ja, schau mal, was sie ab 2009 mit den Glühlampen angestellt haben.
> Und was ist? Man kann sie heute noch kaufen (im Ausland als "Restposten
> natürlich) und wird auch nicht verhaftet, wenn man diese betreibt.

sicher nicht, aber wie viele tun sich das an? Mittlerweile dürfte auch 
beim letzten Verweigerer die LED Einzug gehalten haben. Beim 
Schornsteinfeger ist das Anders. Denn der muss die aktuell Gültigen 
Bestimmungen überprüfen und wenn deine Heizung denen nicht entspricht 
legt der die Eiskalt still. Das tut er auch jetzt schon, wenn Sie den 
Anforderungen nicht mehr entspricht. Freund hin oder her.

Thomas U. schrieb:
> Da ist Kopfschütteln angesagt, da baulich eine WP an vielen Stellen
> amtlich verrboten ist!

Eine Luft-Wärmepumpe - Ja. Es gibt aber auch noch Sole Wärmepumpen und 
es gibt auch noch Fernheizungen. Für Ballungszentren mit vielen 
Wohneinheiten auf kleiner Fläche ist letzteres sicherlich das Mittel der 
Wahl, auch wenn dafür erstmal größere Bauinvestitionen seitens des 
Wärmeanbieters notwendig werden.
Die Technischen Lösungsmöglichkeiten existieren aber in der Dagegen 
Mentalität vieler, die lieber die Probleme sehen als die Lösungen zu 
suchen sind die eben hinter den Scheuklappen, die sie sich selbst 
aufsetzten, nicht erkennbar.
und ausserdem:

Oliver S. schrieb:
> Ja. Ebenso Fakt ist, daß Gesetze von der Politik gemacht werden, und
> Politiker*innen (an der Stelle muß das sein) alles, aber auch alles tun,
> um gewählt zu werden.
Ersetze "Gesetze" durch Baubestimmungen und fertig ist die Geschichte.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Tilo R. schrieb:
> Bitte lasst doch das politische Gestänkere einfach weg. In diesem Forum
> soll es um Technik gehen. Können wir hier technische Fragestellungen,
> Probleme und Lösungsmöglichkeiten diskutieren?

Gern, es ist halt schwierig zu diskutieren, wenn man gegen eine Wand 
anrennt die alle nur wissen wie es nicht geht und für jede Teillösung 
sofort 3 neue Probleme aus dem Hut zaubern. Wenn diese Leute ihre 
Energie nicht so sehr darauf verschwenden würden die Probleme zu finden 
sondern die Lösungen für eben diese zu suchen, dann hätten wir sicher 
mehr sozialen Frieden im Land und wären allgemein zufriedener.

: Bearbeitet durch User
von Dirk L. (garagenwirt)


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Ach ja, warum macht man sich denn als Eigentümer eines Altbaus um das 
GEG einen Kopf?
Mal eben etwas dämmen, etwas Fußbodenheizung einbauen, Wärmepumpe 
installieren und der Drops ist geschluckt.
Tja, wo nimmt man denn mal eben die notwendigen 100.000 - 150.000 Euro 
her?
Es leben in Deutschland nicht nur Millionäre, nein, es gibt auch 
EU-Rentner mit unter 1000,-- Rente.
Mein Häuschen hatte vor kurzem noch einen Wert von (Pie X Daumen) 100t 
Euro.
Jetzt ist es in die Rubrik "zu verschenken" gerutscht.
Da wäre noch nicht mal ein Umzug in eine der nicht vorhandenen 
"Günstigen Mietwohnungen" mehr drin.
Man sollte diese ganze Klima Diskussion global angehen. Bevor man in 
Deutschland (wir stehen ja gar nicht so schlecht da) CO2 im Bereich der 
5ten Stelle hinterm Komma reduziert, es gibt im Rest der Welt soviele 
CO2 Verursacher, da könnte man mit fürchterlich kleinen Ansätzen 50% und 
mehr einsparen.
Das hätte dann auch Sinn für das Weltklima

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Dirk L. schrieb:
> Es leben in Deutschland nicht nur Millionäre, nein, es gibt auch
> EU-Rentner mit unter 1000,-- Rente.

Die wohnen doch alle in viel zu großen Wohnungen.
https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/wohnungsmarkt-mieten-rauf-fuer-die-alten-forscher-schlagen-umzugs-zwang-in-kleine-wohnung-vor-id66375456.html

Was niemand kapiert ist, das wenn die deutsche Wirtschaft abrutscht, 
dann wird das Geld nicht hier sondern im Ausland verdient. Die wissen 
das alle, finden das gar nicht so schlecht, wenn wir hier in die eigenen 
Abgrund laufen.  Die kaufen dann die durch uns frei gewordenen fossilen 
Energien auf dem Weltmarkt. Somit kommt weiterhin die gleiche CO2-Menge 
in die Atmosspäre. Es ändert sich dadurch nichts.

Dirk L. schrieb:
> Man sollte diese ganze Klima Diskussion global angehen.

Im Prinzip hast Du das schon fast erkannt. Diese Diskussion wurde immer 
unter den Teppich gekehrt. Die Klimakleber wurden aber von den zwei 
Regierungsparteien allerdings selbst aufgebaut. Es ging dabei immer 
gegen die Konservativen um diese bereits unter den Jugendlichen tot zu 
machen. Das geht sogar so weit, das sich keine Schüler*Innen mehr groß 
trauen zu sagen wie gerne sie einen eigenes Auto hätten. Jetzt werden 
sie die Geister, die sie riefen, nicht mehr los.

E34 L. schrieb:
> mein Arbeitsplatz steht auf der Kippe

Diese finden das sogar super, wenn das Arbeitsplätze in der 
Automobilbrnache betrifft und sehen darin das Potential für Fachkräfte, 
die die Klimaanlagen einbauen sollen, die Häuser entsprechend renovieren 
und meinen deshalb würde keine Rezession sich dadurch ergeben, weil es 
ja die modern money theorie gäbe.

von Christian B. (luckyfu)


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Dirk L. schrieb:
> Man sollte diese ganze Klima Diskussion global angehen. Bevor man in
> Deutschland (wir stehen ja gar nicht so schlecht da) CO2 im Bereich der
> 5ten Stelle hinterm Komma reduziert, es gibt im Rest der Welt soviele
> CO2 Verursacher, da könnte man mit fürchterlich kleinen Ansätzen 50% und
> mehr einsparen.

Genau mit der Einstellung: "Wir können sowieso nichts ändern / es bringt 
nichts, wenn wir was ändern" Sind wir bis hierher gekommen. Jetzt sind 
wir an dem Punkt, an dem jeder etwas ändern muss, wenn es unseren 
Kindern und Enkeln auch noch ermöglicht werden soll ein ähnliches Leben 
zu führen, wie wir dies aktuell tun. Es ist nun leider unbestreitbare* 
Tatsache, dass unsere Großeltern, Eltern und auch wir Klimatechnisch auf 
Kosten unserer Kinder, Enkel und Urenkel leb(t)en.

*jedenfalls ist das der breite Konsenz aller Wissenschaftler

Dirk L. schrieb:
> etwas Fußbodenheizung einbauen

Braucht man nicht. Man braucht eine Dämmung und muss das Heizverhalten 
ändern, eine FBH ist weiterhin ein Luxus, welcher den Umstieg 
erleichtert aber er wird durch konventionelle Heizkörper nicht 
verhindert.

Dirk L. schrieb:
> Mein Häuschen hatte vor kurzem noch einen Wert von (Pie X Daumen) 100t
> Euro.
> Jetzt ist es in die Rubrik "zu verschenken" gerutscht.
Das ist halt leider so. Immobilien, die einen gewissen Investitionsstau 
vor sich herschieben, oder anders ausgedrückt: abgewohnt werden, 
verlieren kontinuierlich an Wert. Ich sehe das in unserer EFH Siedlung 
am Stadtrand: Ursprünglich wurden die Gebäude in den 30-er Jahren des 
letzten Jahrhunderts errichtet und es gibt immer noch welche, die 
seither nur marginalste Investitionen erfuhren. Wenn die heute verkauft 
werden, ist es oft günstiger, das Gebäude abzureisen und neu zu 
errichten als den Modernisierungsstau aufzuarbeiten. Das ist auch schon 
bei einem Gebäude passiert, 2 weiteren steht dieses Schicksal 
unmittelbar bevor. Unser Haus ist erst 54 errichtet worden und hat erst 
2010 eine Generalsanierung erhalten, deren Kreditrate ich noch einige 
Zeit abzahle. Dadurch ist der Wert allerdings gestiegen, wir hätten auch 
einfach in den Bestand einziehen können und stünden jetzt vor dem selben 
Problem wie du.

: Bearbeitet durch User
von Christian M. (likeme)


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Ich sehe mal das Positive: Wenn die WP in meinem gut gedämmten AltHaus 
einzieht, habe ich mehr Platz zum Basteln, da der Öllagerraum frei wird 
;-) Da wir hier in einem Bastelforum sind, denke ich, könnten 50% der 
Meckerer hier das Teil selber einbauen.

PS: Ich heize zu 90% Pellets und zu 10% mit Öl.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Dirk L. schrieb:
> Ach ja, warum macht man sich denn als Eigentümer eines Altbaus um das
> GEG einen Kopf?
Weil man sich zulange um nix Gekümmert hat!
> Mal eben etwas dämmen, etwas Fußbodenheizung einbauen, Wärmepumpe
> installieren und der Drops ist geschluckt.
> Tja, wo nimmt man denn mal eben die notwendigen 100.000 - 150.000 Euro
> her?
Dafür gibt`s die Bank deines Vertrauen`s, die gibt dir schon "Kredit" 
sofern du "kreditwürdig" bist!
> Es leben in Deutschland nicht nur Millionäre, nein, es gibt auch
> EU-Rentner mit unter 1000,-- Rente.
EU-Rentner leben mit "teutscher" Rente doch am besten in Rümänien.
Griechenland ist zu teuer und die Inseln des Mittelmeers sind von den 
"Staatspensionisten" preislich in die Höhe getrieben worden.
Was bleibt ist irgendwo ganz weit weg.
Wenn`s schief läuft: Ruf bein Annaleana an und fordere sofortige 
"Rückholung".
> Mein Häuschen hatte vor kurzem noch einen Wert von (Pie X Daumen) 100t
> Euro.
Na, das reicht doch um für 100 Monate in Rumänien zu Überleben.
> Jetzt ist es in die Rubrik "zu verschenken" gerutscht.
Wo, gib Info`s?
> Da wäre noch nicht mal ein Umzug in eine der nicht vorhandenen
> "Günstigen Mietwohnungen" mehr drin.
> Man sollte diese ganze Klima Diskussion global angehen.
Mach ma doch, lokal handeln global denken!
> Bevor man in
> Deutschland (wir stehen ja gar nicht so schlecht da) CO2 im Bereich der
> 5ten Stelle hinterm Komma reduziert, es gibt im Rest der Welt soviele
> CO2 Verursacher, da könnte man mit fürchterlich kleinen Ansätzen 50% und
> mehr einsparen.
"fürchterlich kleinen Ansätzen"
Denkste wohl mit der Bundeswehr  dran mal so ein CO2-Drecksloch zu 
säubern?
> Das hätte dann auch Sinn für das Weltklima
Sinn und Unsinn:
Da solltes du am Besten den Prof.Dr.  Hans-Werner Sinn fragen, der kann 
dir sinngemäß vieles erklären.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Christian M. schrieb:
> PS: Ich heize zu 90% Pellets und zu 10% mit Öl.

Dir wird auch noch die bivalente WP das hämische Grinsen vergehen 
lassen!

Den auch deine 90% Pellets sind zu 100% aus Holz und deshalb nicht aus 
einer  "nachhaltigen" Energiequelle. Und das Öl aus einer 
"nachhaltigen" Energiequelle kommen kann ist wohl ausserhalte dieser 
Welt nur möglich.
Deshalb ist dein Energiemix zu 200% aus nicht nachhaltigen 
Energiequelle.
Du bist einer der Ersten den die Energiepolizei zu einer Vernehmnung 
vorladen wird!

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Christian M. schrieb:
> könnten 50% der Meckerer hier das Teil selber einbauen.

Das enthaelt eine Aufforderung zu unerlaubten Handlungen, weil ohne den 
entsprechenden Kälteschein ist das nicht legal. Vor dem Posten immer 
mitdenken, was das beim Unwissenden bewirken koennte.

von Thomas U. (charley10)


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Cha-woma M. schrieb:
> Christian M. schrieb:
>> PS: Ich heize zu 90% Pellets und zu 10% mit Öl.
>
> Dir wird auch noch die bivalente WP das hämische Grinsen vergehen
> lassen!
>
> Den auch deine 90% Pellets sind zu 100% aus Holz und deshalb nicht aus
> einer  "nachhaltigen" Energiequelle. Und das Öl aus einer
> "nachhaltigen" Energiequelle kommen kann ist wohl ausserhalte dieser
> Welt nur möglich.
> Deshalb ist dein Energiemix zu 200% aus nicht nachhaltigen
> Energiequelle.
> Du bist einer der Ersten den die Energiepolizei zu einer Vernehmnung
> vorladen wird!

Das könnte so kommen. Außerdem sind die Pellets als Heizung eine 
Konkurrenz zur Verwendung im zukünftigen HumanFutter! Das bietet sich 
an. Ist preiswert und die Verwendung als Streckmittel und allseits 
gepriesener Ballaststoff wird sicher nicht lange auf sich warten 
lassen?!
Ob es dazu dann wieder den Unterschied geben wird, ob Tropenholz oder 
Borkenkäferabfall beigemischt ist? Es bleibt spannend.
Das ist dann sooo gesund und NACHALLLTIG vegan! ;-))

: Bearbeitet durch User
von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Dieter D. schrieb:
> Christian M. schrieb:
>> könnten 50% der Meckerer hier das Teil selber einbauen.
>
> Das enthaelt eine Aufforderung zu unerlaubten Handlungen, weil ohne den
> entsprechenden Kälteschein ist das nicht legal. Vor dem Posten immer
> mitdenken, was das beim Unwissenden bewirken koennte.

Eine Monoblock-Wärmepumpe braucht keinen Kälteschein.
Eine Brauchwasser-Wärmepumpe ebenfalls nicht.

(Aber ans Trinkwasser darf in Deutschland nur der SHK-Profi... 
Theoretisch dar der Laie keinen Wasserhahn anschließen. Genauso wie es 
für die Deckenlampe eigentlich auch einen Elektriker bräuchte.)

Was Split-Geräte angeht hast du natürlich recht. Das betrifft auch 
Split-Klimageräte, obwohl es die Geräte so vorkonfektioniert gibt, dass 
sie nur noch zusammengesteckt werden müssen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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https://www.kka-online.info/artikel/kka_Propan-Split-Klimaanlagen-3574234.html

Im Bekanntenkreis installierte sich jemand so eine Klimaanlage. Nach 
neuen Vorschriften duerfe er diese nicht mehr weiter betreiben, haette 
er kuerzlich erfahren.

von Thomas R. (thomasr)


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Dieter D. schrieb:
> https://www.kka-online.info/artikel/kka_Propan-Split-Klimaanlagen-3574234.html
>
> Im Bekanntenkreis installierte sich jemand so eine Klimaanlage. Nach
> neuen Vorschriften duerfe er diese nicht mehr weiter betreiben, haette
> er kuerzlich erfahren.

Als Splitanlage wird das vermutlich nur von einem Techniker mit 
entsprechender Ausbildung/Nachweis zu installieren sein? Die 
einschlägigen Gasinstallationen im Haushalt macht ja auch nicht der 
Anstreicher?

Würde mich jetzt interessieren welche Art von Fachkundenachweis da 
gefordert wäre? Kälteschein? SaniMeister? LPG Tankstellenbetreiber?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Georg S. schrieb:
> für Heizungen von 4-400kW. Durch das obere Ende

Waeren sonst auch alle Blockheizkraftwerke der Staedte betroffen. D.h. 
es geht wieder nur gegen die Kleinen.

von Ich A. (alopecosa)


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Georg S. schrieb:
> Das meinen auch die Politiker die mit >30000 Brutto pro Monat nach hause
> gehen und ein garantiertes Altersruhegeld haben.

Also der Bundeskanzler?!

Ich weiß ja nicht, aber man verdient in der Ecke zwar nich schlecht, 
aber >30k sind es dann nun auch nicht wirklich.

von Jörg S. (joerg-s)


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Dieter D. schrieb:
> Georg S. schrieb:
>> für Heizungen von 4-400kW. Durch das obere Ende
> Waeren sonst auch alle Blockheizkraftwerke der Staedte betroffen. D.h.
> es geht wieder nur gegen die Kleinen.
Die Großen müssen auch umstellen. Die haben dafür nur mehr Zeit.

von Jörg S. (joerg-s)


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E34 L. schrieb:
> Na ja, schau mal, was sie ab 2009 mit den Glühlampen angestellt haben.
> Und was ist? Man kann sie heute noch kaufen (im Ausland als "Restposten
> natürlich) und wird auch nicht verhaftet, wenn man diese betreibt.
Warum kaufen? Bei Kleinanzeigen werden die Dinger Kistenweise 
verschenkt. Haben sich halt viele gehamstert weil die böse EU ihn die 
weg nehmen wollte und jetzt brauch das kein Mensch mehr. Ich tippe 
darauf das es mit Heizungen nicht anders sein wird.

Frank D. schrieb:
> Eine Wärmepumpe ist dabei in D aber nicht per se  hilfreich. Unser Strom
> kommt zum großteil aus der Kohle, das wird sich auch auf lange Sicht
> nicht ändern. Regenerative werden nicht in der Lage sein den Bedarf zu
> decken.
> Dazu kommt noch das Problem mit den Zeitfaktoren, im Winter wenn die
> Wärmepumpen immer stromhungriger werden liefert PV fast nichts. Der Wind
> ist im Winter auch oft flau, egal wie viel wir an EE Ausbauen wir können
> unseren Strombedarf damit nicht permanent decken.
Der Wind ist im Winter stärker als im Sommer. Anteil erneuerbarer 
Energien war letztes Jahr 41% das Minimum im Dezember, sonst immer 
höher.

> Noch ein Punkt: der Gleichzeitigkeitsfaktor, wenn es wirklich mal -10°
> flächendeckend sind schmeissen uns die Wärmepumpen alle Sicherungen
> raus.
Seltsam das in Italien 500.000 Wärmepumpen letztes Jahr verkauft wurden. 
Auch Polen mit halb so viel Einwohnern als Deutschland hatte 200.000 
Wärmepumpen. Ist das Stromnetz in Polen so viel besser als in 
Deutschland? Ist es dort so viel Wärmer als in Deutschland? bei 
Frankreich (460.000 Wärmepumpen in 2022) kann ich es ja noch verstehen, 
die haben schon immer mit Strom geheizt.
Aber nur in Deutschland geht das alles nicht. Auch Smart Meter sind 
Teufelswerk. In anderen Ländern schon seit Jahren Standard. Ich wundere 
mich jeden Tag warum sich in Deutschland das Smartphone gegenüber der 
Wählscheibe durchsetzen konnte.

von H. H. (Gast)


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Jörg S. schrieb:
> Ich wundere
> mich jeden Tag warum sich in Deutschland das Smartphone gegenüber der
> Wählscheibe durchsetzen konnte.

Gibts denn das Fräulein vom Amt nicht mehr?

;-)

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Interessanterweise schon. Meine Nachbarin arbeitet beim großen "T" an 
der Strippe. Die Damen (und inzwischen auch Herren) sterben nicht aus. 
Haben sie früher Verbindungen hergestellt, kümmerten sie sich später um 
die dauerhaften Störungen im Netz und heute müssen sie den Kunden die 
Funktionen vom Eierphone erklären...

von Udo S. (urschmitt)


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Ich A. schrieb:
> Ich weiß ja nicht, aber man verdient in der Ecke zwar nich schlecht,
> aber >30k sind es dann nun auch nicht wirklich.

Das interessiert doch hier unsere Fake News Verbreiter nicht.

von Udo S. (urschmitt)


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Dieter D. schrieb:
> Im Bekanntenkreis installierte sich jemand so eine Klimaanlage. Nach
> neuen Vorschriften duerfe er diese nicht mehr weiter betreiben, haette
> er kuerzlich erfahren.

Da scheint es mal wieder eine Überregulierung zu geben. Anlagen mit R290 
(propan) haben anscheinend eine Menge von Auflagen weil Propan halt sich 
am Boden sammelt und explosive Gemische mit Luft bilden kann.

Wahrscheinlich sind die Hürden sich eine Propanflasche für ein 
Gaskochfeld zu stellen viel niedriger, obwohl hier die Gefahr mindestens 
gleich hoch ist.

Die Überregulierung vor allem auch durch die Macht der Handwerkskammern 
in den entsprechenden Gremien sind echt ein Übel.
Siehe auch bei den Balononsolaranlagen.

von H. H. (Gast)


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Udo S. schrieb:
> Dieter D. schrieb:
>> Im Bekanntenkreis installierte sich jemand so eine Klimaanlage. Nach
>> neuen Vorschriften duerfe er diese nicht mehr weiter betreiben, haette
>> er kuerzlich erfahren.
>
> Da scheint es mal wieder eine Überregulierung zu geben. Anlagen mit R290
> (propan) haben anscheinend eine Menge von Auflagen weil Propan halt sich
> am Boden sammelt und explosive Gemische mit Luft bilden kann.

Bei Propan: max 8g pro m³ Raumvolumen. Es zählt der kleinste Raum in dem 
Teile der Anlage sind.


> Wahrscheinlich sind die Hürden sich eine Propanflasche für ein
> Gaskochfeld zu stellen viel niedriger, obwohl hier die Gefahr mindestens
> gleich hoch ist.

Ehr weit größer. Druckregler und Schlauch sollten eigentlich regelmäßig 
ersetzt werden, macht aber praktisch keiner.


> Die Überregulierung vor allem auch durch die Macht der Handwerkskammern
> in den entsprechenden Gremien sind echt ein Übel.
> Siehe auch bei den Balononsolaranlagen.

Fear sells!

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Ein Bekannter entwickelt Kühlschränke, die mit Propan arbeiten.
Die Bedenken bezüglich der Brennbarkeit bei Wärmepumpen fand er lustig:
Erstens braucht man nur kleine Mengen. Und zweitens ersetzen Wärmepumpen 
oft Gas-Heizungen, in denen mit viel größeren Gasmengen hantiert wird 
und die dann auch noch absichtlich verbrannt werden.

Imho sollten Klimaanlagen und Wärmepumpen, die mit Propan arbeiten, von 
der Kältemittelscheinpflicht befreit werden. Die Rechtfertigung für den 
Kältemittelschein, die hohe Klimaschädlichkeit, ist bei diesem Gas nicht 
gegeben (GWP 3.3)

Klar wird dann die eine oder andere Anlage nicht auf Anhieb 
funktionieren. Und vielleicht wird es auch ein paar mal Feuer geben, 
weil irgendein Ultra-Idiot sich überschätzt. Andererseits darf dieses 
Gas im Baumarkt ohne Beschränkungen verkauft werden. In Flaschen à 5, 11 
33kg.

Edit: ich sehe gerade, dass man den Schein wirklich nur für F-Gase 
braucht. Insofern ist mein Rant unberechtigt.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7420338 wurde von einem Moderator gelöscht.
von H. H. (Gast)


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Tilo R. schrieb:
> Andererseits darf dieses
> Gas im Baumarkt ohne Beschränkungen verkauft werden. In Flaschen à 5, 11
> 33kg.

Die meisten Gasunfälle passieren ja auch damit.

von Oliver S. (oliverso)


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Dieter D. schrieb:
> Das enthaelt eine Aufforderung zu unerlaubten Handlungen, weil ohne den
> entsprechenden Kälteschein ist das nicht legal.

Der Selbstbauer wird sich natürlich einen Monoblock in den Vorgarten 
stellen, und alle anderen, die eine WP mit R290 haben wollen, auch. Da 
braucht es keinen Kälteschein.

Oliver

von Karsten B. (kastenhq2010)


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Georg S. schrieb:
> Das "neue" Gesetz gilt ja für Heizungen von 4-400kW.

Ist schon jemanden aufgefallen, dass es gar keine derartige 
Ausnahmeregel in dem "neuen" Gesetz gibt?

Der 4-400kW-Leistungsbereich steht bereits in der aktuellen Fassung des 
GEG und betrifft lediglich das Betriebsverbot von alten Heizungen alter 
Bauart.
https://www.gesetze-im-internet.de/geg/__72.html
Der Paragraph wird auch nur dahingehend erweitert, dass ab 2045 keine 
fossilen Energieträger mehr verbrannt werden dürfen - ohne Ausnahme.

Die ganzen Änderungen bezüglich der 65% erneuerbaren Energie landen nach 
der aktuellen Überarbeitung im Paragraph 71 - ebenfalls ohne Ausnahme 
eines bestimmten Leistungsbereichs.

von Michael W. (micha124)


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Hallo,

was mich an der ganzen Diskussion am meisten nervt:

Ja - es sind Änderungen, Änderungen sind mit Aufwand, dem Aufgeben von 
Gewohnheiten und ggf. dem Ändern des eigenen Weltbilds verbunden.

Aber anstatt jetzt krampfhaft (d.h. ohne fundierten Grund) irgendwelche 
Umgehungsmaßnahmen zu ergreifen, wäre es doch wesentlich sinnvoller, das 
eigene Talent (was ich allen hier im Forum befindlichen Personen 
unterstelle) zu nutzen, um hier bestmöglich zu optimieren. Gerade wir 
sind dafür doch prädestiniert, indem wir ausgetretene Wege auch mal 
verlassen, unsere eigenen Anforderungen beachten können etc.

Als letztes Jahr dieser furchtbare Überfall begann, war für uns klar, 
dass wir schauen, was wir im ersten Schritt ohne großen Aufwand 
optimieren können. Das war erstmal die BW-Therme über den Sommer 
schlicht abzuschalten und das Warmwasser ausschließlich via Solarthermie 
(die schon auf dem Dach war) zu erzeugen - das waren mal locker 30% 
Gaseinsparung ohne echten Komfortverlust (wir hatten einen einzigen Tag 
mit Warmwasser < 45°C).

Nächster Schritt: Verstehen der eigenen Heizanlage (um die ich mich 
bisher auch nicht wirklich gekümmert hatte). Ein paar Optimierungen in 
der Programmierung - nochmal weniger Verbrauch.

Dann der nächste Schritt: Abgleich des Verhaltens des Brenners mit 
unserem Nutzungsprofil. Wir haben jetzt einen Touch-Screen an dem die 
Familie sagen kann "ich will gleich duschen" - sollte genügend 
Warmwasser da sein, ok, ansonsten wird der Brenner angeworfen. 
Zirkulationspumpe ebenso die meiste Zeit aus. Wärme ist genug da 
(Solarthermie, Heizkamin) und ne Weile nicht mehr aufgeheizt - 
Zirkulation an als Legionellenschutz (so der notwendig sein sollte). 
Aufwand hierfür: Bild malen von der Verrohrung, eine Reihe an 
Temperatursensoren an allen möglichen Rohren, Darstellung auf einem 
Monitor und Beobachten und System verstehen. Dann kleiner Eingriff um 
die Programme des Brenners via WebService und USB ändern zu können.

Ersparnis: weitere 50% (!) bei Kostenaufwand von < 500€ und ca. 50 
Stunden investierter, spannender Zeit, in der ich viel gelernt habe.

Nächster Step: Umrüstung OG auf Fußbodenheizung. Das wird nachträglich 
in den Estrich gefräst. Kostenpunkt < 15.000 €, einziges Manko: die 
Zimmer müssen leer geräumt für gerade mal 1-2 (!) Wochen.
Erwartete Einsparung: noch unsicher, aber sinnvoll für eine künftige 
Installation einer WP (oder was auch immer dann sinnvoll verfügbar ist).

Effektiv gehe ich davon aus, dass wir zu den jetzt schon vorhanden knapp 
70% Einsparung nochmal > 10% (gemessen am Ursprungswert) dazukommen für 
dafür ziemlich überschaubare Kosten.

Da ist unsere Energie doch viel sinnvoller investiert. Klar - nicht 
jeder hat die Vorraussetzungen wie wir hier, aber ich denke in jedem 
Haushalt sind genügend Optimierungsmöglichkeiten da. Das spart direkt 
Geld und vergrößert massiv den Lösungsraum, wenn die Heizung dann 
wirklich mal defekt ist.

Also packen wirs doch lieber an, unterstützen uns gegenseitig, wo wir 
können und zeigen, was mit unserer Kreativität alles möglich ist.

Grüße Micha

von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Michael W. schrieb:
> Ja - es sind Änderungen, Änderungen sind mit Aufwand, dem Aufgeben von
> Gewohnheiten und ggf. dem Ändern des eigenen Weltbilds verbunden.

Da wird deutlich wo die Spaltung der Gesellschaft ihre Ursachen hat, 
erkläre das mal einem Wohnungsmieter der ein geringes Gehalt hat.

Einfach die ohnehin vorhandene Solarthermie benutzen statt nur zu haben.
Einfach 15000€ vom gut gefüllten Konto umbuchen.
Einfach für 2 Wochen auf die halbe Wohnfläche verzichten.
Einfach selber die Heizung modifizieren und abstimmen.
Einfach nur mit Holz in dem ohnehin vorhandenen Kamin heizen.

Damit möchte ich dich nicht persönlich angreifen, schön für dich wenn du 
das kannst. Aber du solltest auch verständniss aufbringen für die welche 
das nicht können. Der Spruch du musst einfach nur machen klingt für 
manche wie purer Hohn.

von Karsten B. (kastenhq2010)


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Michael W. schrieb:
> Aber anstatt jetzt krampfhaft (d.h. ohne fundierten Grund) irgendwelche
> Umgehungsmaßnahmen zu ergreifen, wäre es doch wesentlich sinnvoller, das
> eigene Talent (was ich allen hier im Forum befindlichen Personen
> unterstelle) zu nutzen, um hier bestmöglich zu optimieren.

Es gibt aber zahlreiche fundierte Gründe, siehe das Beispiel oben mit 
den zwei fehlenden Zentimetern zum Nachbarn. Auch wenn jemand seine Bude 
mit deutlich weniger als 4kW im tiefsten Winter beheizt bekommt, wird es 
sich in der Mehrzahl der Fälle nicht lohnen das Heizungssystem im 
Bestand zu tauschen - erst Recht nicht vor dem Hintergrund von Material- 
und Arbeitskraftengpass.

von Christian B. (luckyfu)


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Karsten B. schrieb:
> wird es
> sich in der Mehrzahl der Fälle nicht lohnen das Heizungssystem im
> Bestand zu tauschen - erst Recht nicht vor dem Hintergrund von Material-
> und Arbeitskraftengpass.

Und das muss ja auch gar niemand! Niemand sagt, dass nächstes Jahr nur 
noch Wärmepumpen betrieben werden dürfen. Gut, es gibt schon einen 
Stichtag aber der liegt ja noch ziemlich weit in der Zukunft. Es heisst 
ja nur, dass jetzt keine neuen mehr eingebaut werden sollen. Mal davon 
abgesehen, dass das Gesetz es noch nicht mal in die Abstimmung geschafft 
hat, ist diese hysterie, die hier aufgerufen wird einfach nicht rational 
zu begründen.

Frank D. schrieb:
> Einfach für 2 Wochen auf die halbe Wohnfläche verzichten.

Ist durchaus üblich. Ich kenne mehrere Kollegen, welche in Wohnungen 
leben welche kernsaniert wurden. Das ist ein Prozess der sich über 
Wochen hinzieht und oft genug kann man auch in ein Hotel umziehen für 
diese Zeit. Das passiert sowieso kontinuierlich, weshalb das hier 
expliziter Erwähnung bedarf, so als sei das etwas absolut neues, 
erschließt sich mir nicht.

Frank D. schrieb:
> Einfach 15000€ vom gut gefüllten Konto umbuchen.

Das stand nirgendwo. Er kann das genausogut finanzieren. Ausserdem 
schreibt er ja, dass es eine kann Maßnahme ist, welche halt den 
Wohnkomfort steigert. Allein um eine Wärmepumpe betreiben zu können 
bedarf es keiner Fussbodenheizung.

Frank D. schrieb:
> Einfach selber die Heizung modifizieren und abstimmen.

Das kann ein Mieter tatsächlich nicht.

Frank D. schrieb:
> Da wird deutlich wo die Spaltung der Gesellschaft ihre Ursachen hat,
> erkläre das mal einem Wohnungsmieter der ein geringes Gehalt hat.

Dann mal einfach: Ja, eine Modernisierung kostet Geld, welches dann auf 
die Miete umgelegt wird. Die Kaltmiete steigt dadurch. Daneben ist eine 
energetische Sanierung aber keine Geldverbrennung, sondern nutzt schon 
ab dem ersten Tag nach der Fertigstellung um die Betriebskosten zu 
senken. Ergo fällt der Warmmietenanteil. Im besten Fall sind die 
monatlichen kosten vorher und Nachher identisch. Den einzigen Nachteil, 
den Mieter hier gegenüber Besitzern haben ist der, dass die Miete nicht 
gesenkt wird, wenn die Amortisationszeit vorbei ist. Wenn man die 
Maßnahme im Eigenheim selbst finanziert ist sie irgendwann ausbezahlt 
und dann hat man immer noch den Vorteil der niedrigeren Betriebskosten 
ohne die Investition weiter tragen zu müssen. Das ist jedoch ein 
generelles Problem beim Mieten und hat mit der energetischen Sanierung 
spezifisch nichts zu tun.

von Michael W. (micha124)


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Frank D. schrieb:
Hi,

> Da wird deutlich wo die Spaltung der Gesellschaft ihre Ursachen hat,
> erkläre das mal einem Wohnungsmieter der ein geringes Gehalt hat.

Ich wollte damit sagen, dass es insb. unter Nutzung der ersten Punkte 
durchaus Potentiale gibt, die man mit erstmal sehr wenig Aufwand nutzen 
kann. In einem Mehrfamilienhaus ist das schwieriger (u.a. wegen der 
Pflicht rund um die Uhr genügend Warmwasser zu haben, damit alle 
Bewohner gleichzeitig auch nachts um 3 duschen können). Aber auch da 
gibt es Möglichkeiten. Angefangen von sinnvollem Heiz- und 
Lüftungsverhalten, statt z.B. Fenster dauerhaft gekippt zu halten. Wenn 
sich die Bewohner absprechen wäre auch eine Optimierung der zentralen 
Warmwasserversorgung möglich. Z.B. durch einfache Zeitabsprachen (bei 
denen der Eigentümer natürlich mitmachen muss). Wenn klar ist, dass 
geduscht/gebadet wird z.B. im Normalfall nur zwischen 5:00 und 8:00 und 
17:00 bis 21:00 dann reicht es in der Zeit das volle Programm zu liefern 
und dann noch einmal hochheizen und die restliche Zeit sich auf den 
Speicher zu verlassen (der dann halt noch für 1 Person reicht). Ggf. 
eine Möglichkeit für eine gezielte Anforderung schaffen.

Bei wohnungsspezifischen Installationen wäre das noch einfacher, da hier 
keine Absprache mit den Nachbarn erfolgen muss.

(Neben Optimierungen ausserhalb des Hauses, wie z.B. nicht mit dem Auto 
zum Brötchen holen fahren etc.)

> Einfach die ohnehin vorhandene Solarthermie benutzen statt nur zu haben.

Die war vorher ebenso in Benutzung, aber eben in der 
Standardkonfiguration. und mit einem Brenner der ausser nachts die ganze 
Zeit 60° warmes Wasser bereitgestellt hat. Zuvor den ganzen Sommer durch 
- ich lese daraus, dass die Konfugration vermutlich der meisten 
Heizungen suboptimal ist, einfach, weils bisher nicht so wichtig war

> Einfach 15000€ vom gut gefüllten Konto umbuchen.
> Einfach für 2 Wochen auf die halbe Wohnfläche verzichten.
das sind Optimierungen die erst jetzt kommen und obendrauf sind und sich 
primär auf künftige Optimierunen WP beziehen. Und das wäre auch Sache 
des Vermieters.

Ohne die wie gesagt < 500 Euro Aufwand (was sich sicherlich auch noch 
auf weniger hätte reduzieren können) für ca. 67% Einsparung (2021 ggü. 
dem relativ stabilen Durchschnitt 2015-2020)

> Einfach selber die Heizung modifizieren und abstimmen.

Das ist ein Punkt, den ich fast allen Mitgliedern hier im Forum zutrauen 
würde. Wir sind Techniker ob beruflich oder privat, Bauen Schaltungen 
etc.
Modifikation der Heizung bisher: effektiv nur die Konfiguration und für 
den Komfort ein Touchscreen mit Fernsteuerung (ansonsten müssten wir 
halt nen Stockwerk runter gehen und das per Hand einstellen).

--> Das wesentliche hier ist, dass ich mich damit mal beschäftigt habe 
und ich war ehrlich gesagt auch etwas erschreckt, wie einfach ich da wie 
viel rausholen kann. Die Heizung war durch den Heizungsfachbetrieb 
eingestellt gemäß den Empfehlungen des Herstellers und dennoch so 
ineffizient...

> Einfach nur mit Holz in dem ohnehin vorhandenen Kamin heizen.
Das kann nicht jeder, der hat aber jetzt auch nicht die riesen Menge 
rausgeholt (da habe ich keine Messung und kann es daher nicht genau 
sagen)

> Damit möchte ich dich nicht persönlich angreifen, schön für dich wenn du
> das kannst. Aber du solltest auch verständniss aufbringen für die welche
> das nicht können. Der Spruch du musst einfach nur machen klingt für
> manche wie purer Hohn.

Ich habe Verständnis für jeden, der das nicht kann und deswegen auch 
nicht macht.

Ich glaube aber, dass eben im Kontext dieses Forums sehr viele, wenn 
nicht gar alle durchaus in der Lage wären sich hier mal mit ihrem System 
zu beschäftigen und zu schauen, was sie hier optimieren können. 
Stattdessen wird ganz viel kreative Energie aufgewendet, um zu jammern, 
sich über irgendwelche Konstrukte aus den Regelungen zu ziehen, jetzt 
Dinge neu einzubauen, von denen absehbar ist, dass sie in der Zukunft 
mehr kosten werden.

Auf die Idee, sich mit dem Vermieter oder den Nachbarn mal 
zusammenzusetzen, um gemeinsam zu schauen, was hier vielleicht sinnvoll 
wäre (und man dann auch entsprechend realisieren und finanzieren kann) 
kommen glaube ich nicht sehr viele.

Ein Punkt habe ich gar nicht angesprochen: das wären dann noch Dinge wie 
einfache Maßnahmen der Dämmung. Ist bspw. keine Luftschleuse an der 
Eingangstür (die in den letzten 40 jahren ja ausser Mode gekommen sind) 
wird bei jedem Betreten des Hauses massiv Wärme verloren gehen. Wenn die 
Tür dann noch 2 Minuten offen ist (hab noch was vergessen, kleines 
Schwätzchen etc.) ist ganz viel Energie verpufft. Einfache Lösung: Im 
Winter Vorhang an die Decke 2m vor die Tür. Sieht vielleicht nicht sehr 
hübsch aus, ist aber auch massiv effektiv, da dann nicht mehr das ganze 
Haus auskühlt.

Gleichzeitig werden sinnvolle Umbauten massiv gefördert, so dass das bei 
weitem nicht so teuer ist, wie das im ersten Moment aussieht. Aber auch 
dafür muss man sich mal mit beschäftigen. Evtl. auch mal mit der Bank 
reden oder seine Prioritäten bzgl. Freizeitaktivitäten abgleichen.

Beispiel aus dem Bekanntenkreis:
3-Parteien-Reihen-Endhaus: Oma, eine Wohnung Vater und eine Wohnung 
bisher extern vermietet, da kommt jetzt der Sohn rein. 
Stockwerks-Gasthermen für WW und Heizung, Gasanschluß in der Küche für 
Herd. Das Haus soll auch im Familienbesitz bleiben.  Da ich das Haus 
kenne, sehe ich da ohne groß zu überlegen schon ganz viele 
Möglichkeiten:

* es gibt einen Steigschacht im Badezimmer, was ziemlich in der Mitte 
der Wohnungen ist - da kann man ganz einfach, noch eine Verrohrung über 
das ganze Haus einziehen, kostet ggf. mal ne Fliesenreihe (die man halt 
dann ggf. kreativ optisch abgesetzt mit anderen Fliesen wieder bestücken 
könnte)
* Solarthermie auf dem Dach wäre damit auch relativ einfach möglich
* Platz für einen Wärmespeicher gäbe es auch, notfalls müsste man auf 
die Sauna im Keller verzichten
* Stromanschluß in die Küche könnte man legen, zur Not könnte hierfür 
sogar die dann ehemalige Gasleitung als Kabelrohr genutzt werden (die 
geht kerzengerade bis in die Küche)
* die Wohnung die gerade leer ist, wo der Sohn einziehen soll, könnte 
mit < 10k mit einer FBH versehen werden, Das vorhandene Click-Laminat 
kann danach wieder eingebaut werden
* ggf. temporäre Umzüge im Haus (das ist ja eine Familie, die auch nicht 
zerstritten ist) wären ebenso möglich
* Fördermöglichkeit bei min 40%, Kapital ist auch vorhanden, Kredite bei 
der Bank wären auch möglich
* So Themen wir Außendämmung lasse ich jetzt mal aussen vor

Was wird stattdessen gemacht:

Es wird gejammert, dass das Haus effektiv wertlos ist, dass die 
geplanten Regularien ja so ungerecht sind etc.

Und weil das Geld auf der Bank ja nicht viel Zinsen gibt und man keine 
Lust auf Rasenmähen hat, wird im Garten ein fester, versenkter Pool 
eingebaut...


Also nochmal: Ich weiß, dass nicht überall derartige Einsparungen 
möglich sind, wie bei uns. Ich habe auch Verständnis für jeden, der 
nicht mehr machen kann. Und ja, es gibt Personen, die alles Recht zum 
jammern haben.

Es gibt aber auch noch sehr viele Leute, die sehr viel machen könnten. 
Die fahren lieber in Urlaub, bauen sich nen Pool ein und jammern auch. 
Würde jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten optimieren, dann wären auch 
die Leute entlastet, die eben nicht viel Möglichkeiten haben. Die 
profitieren dann aber von den Einsparungen der anderen.

Grüße Micha

von Thomas U. (charley10)


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Michael W. schrieb:
...
>
> Es gibt aber auch noch sehr viele Leute, die sehr viel machen könnten.
> Die fahren lieber in Urlaub, bauen sich nen Pool ein und jammern auch.
> Würde jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten optimieren, dann wären auch
> die Leute entlastet, die eben nicht viel Möglichkeiten haben. Die
> profitieren dann aber von den Einsparungen der anderen.
>
> Grüße Micha

Das mit dem 'könnte' oder 'wollen' ist so eine Sache. Ich beobachte 
derzeit, wie gegenüber (DHH, BJ 36) die Fassade 'erneuert wird. OHNE 
DÄMMUNG?!
Der Aufwand ist ähnlich. Der originale Putz ist noch fest und wird 
überspachtelt, was auch bei vorhandener Dämmung nötig ist.
Beim Gerüst ebenso. Was wären die Zusatzkosten? Die Material- und 
Verarbeitungskosten des Dämmmaterials allein. Das ist bei vorhandenem 
Gerüst an 2-3 Wochenenden in Eigenleistung recht problemlos möglich = 
eigene Erfahrung! Der ist bei seiner 'Beratung' wohl an einen Handwerker 
geraten, der die Dämmung als Mumpitz abtut.
Mein Jugendzimmer war damals in 800m Höhenlage, NW. Die Mauer bestand 
aus 100cm Bruchsteinen. Auch NACH dem Einbau einer Zentralheizung 
bildete sich in der oberen Ecke im (damals noch vorkommenden) Winter 
Raureif. Nach Anbringen der Dämmung 1992 von nur 8cm war diese 
Erscheinung verschwunden und die Wände auch im Winter nicht als kalt 
empfunden. Die Heizkosten (Koks/Kohle) halbierten sich!

von Martin S. (sirnails)


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Naturstein ist auch mit weitem Abstand das schlechteste, das man für 
Außenmauern nutzen kann.

von Thomas U. (charley10)


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Martin S. schrieb:
> Naturstein ist auch mit weitem Abstand das schlechteste, das man für
> Außenmauern nutzen kann.

Was aber um 1870 im Gebirge mangels Material üblich war.
Also deine 'Empfehlung'? Abreissen und Neubau?

von Klaus P. (kpi6288)


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Georg S. schrieb:
> Aber gibt es solche Geräte?

Es gibt Standheizungen mit 4kW - die könnte der Hersteller bestimmt 
leicht auf 3,9 reduzieren und statt der Luftheizung einen Wärmetauscher 
anschließen. Wie lange die bei Dauerbetrieb halten, ist aber fraglich.

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Thomas U. schrieb:
> Das mit dem 'könnte' oder 'wollen' ist so eine Sache. Ich beobachte
> derzeit, wie gegenüber (DHH, BJ 36) die Fassade 'erneuert wird. OHNE
> DÄMMUNG?!

Ähnliches habe ich vor einigen Jahren erlebt, als ein Freund das ähnlich 
alte Haus seiner verstorbenen Großeltern renovierte bevor er selber 
einzog. Neue Fenster, neue Heizung, Dachumbau waren ohnehin fällig. 
Natürlich war das Haus monatelang eingerüstet, Fassade und Fensterläden 
wurden auch neu gemacht.

Aber Außendämmung, trotz bester Voraussetzungen, "lohnt" sich nicht. Hat 
er sich ausgerechnet, leisten hätte er es sich können. Wegen der 
KfW-Förderung musste er dann gezwungenermaßen noch Kellerdeckendämmung 
und ein bisschen Solarthermie machen.

Der hat einen Wärmebedarf von knapp 250kWh pro m² und Jahr. Dass Energie 
generell teurer wird war vor 10 Jahren schon absehbar. Dass hoher 
Gasverbrauch klimaschädlich ist auch. Aber Ökothemen sind nicht sein 
Ding, eher konservativ.

Der jammert jetzt auch, sein Haus könnte man nicht mit einer Wärmepumpe 
beheizen und die neuen Regelungen wären Schwachsinn.

Mitleid ist in dem Fall nicht angebracht. Wie man sich bettet, so liegt 
man.

von Christian B. (luckyfu)


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Michael W. schrieb:
> --> Das wesentliche hier ist, dass ich mich damit mal beschäftigt habe
> und ich war ehrlich gesagt auch etwas erschreckt, wie einfach ich da wie
> viel rausholen kann. Die Heizung war durch den Heizungsfachbetrieb
> eingestellt gemäß den Empfehlungen des Herstellers und dennoch so
> ineffizient...

Das liegt einfach daran, dass Heizungsbauer nicht wirklich großes 
Interesse haben, die Anlage optimal abzustimmen. Die wollen schnell 
fertig werden und am besten nichts mehr von der Anlage hören, von 
jährlichen Wartungen mal abgesehen. Die stellen die Anlage dann so ein, 
dass die zu stark heizt, damit in jeder Situation die Bude warm ist und 
die Auftragnehmer sich nicht beschweren. Dass das nicht optimal ist, ist 
logisch. Das kenne ich auch.

von Martin S. (sirnails)


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> Aber Außendämmung, trotz bester Voraussetzungen, "lohnt" sich nicht. Hat
> er sich ausgerechnet, leisten hätte er es sich können.

Eine Fassadendämmung bringt im Schnitt auch nur um die 13% Einsparung. 
Im Fall des EFH meiner Eltern lag die berechnete Amortisierung bei 70 
Jahren.

Gut, jetzt wird Energie deutlich teurer und Öl geht sowieso dem Ende zu. 
Dann wären es wahrscheinlich statt 70 nur 50 Jahre. Jetzt schau mal, wie 
lange Dir als Haltbarkeit für eine Fassadendämmung garantiert wird 
(Tipp: 35 Jahre).

> Wegen der
> KfW-Förderung musste er dann gezwungenermaßen noch Kellerdeckendämmung
> und ein bisschen Solarthermie machen.

Ich würde in jedem Fall eine Perimeterdämmung machen. Alleine schon 
deshalb, damit der Keller auch tatsächlich nutzbar wird. Es ist schon 
erstaunlich, wie feucht ungedämmte Keller (im schlimmsten Fall 
geziegelt) werden.

Bei uns hat die Kellerdecke im Winter 12°C (natürlich nichts gedämmt). 
Entsprechend kalt sind die Böden im EG auch. Der Komfortgewinn durch die 
Kellerdeckendämmung ist schon deutlich spürbar.

> Der hat einen Wärmebedarf von knapp 250kWh pro m² und Jahr. Dass Energie
> generell teurer wird war vor 10 Jahren schon absehbar. Dass hoher
> Gasverbrauch klimaschädlich ist auch. Aber Ökothemen sind nicht sein
> Ding, eher konservativ.

Wenn er trotz Dach-, Kellerdämmung, neuer Fenster immernoch 250kWh pro 
m² braucht, dann ist da was mächtig faul. Bei meinem Kumpel wurde 2005 
das Dach komplett neu gemacht. Die Einsparung war bei weitem nicht so 
hoch, wie erwartet. Wie sich herausstellte hat der Dachdeckerbetrieb die 
Dampfsperre weggelassen und einfach nur ein Flies auf die Latten 
getackert. Der Wind konnte also nahezu ungehindert durchpfeiffen und der 
Unterdruck, den ebenjener über das Dach erzeugt, zieht die Wärme heraus, 
wie ein Staubsauger.

> Der jammert jetzt auch, sein Haus könnte man nicht mit einer Wärmepumpe
> beheizen und die neuen Regelungen wären Schwachsinn.

Ja, der Klassiker. Anstatt sich zu informieren, wird pauschal alles in 
Abredegestellt, das der eigene Horizont nicht hergibt. Mir muss das 
Ergebnis ja nicht gefallen, aber wenn ich mich sachlich mit der Thematik 
auseinander setze, führt kein Weg an der Wärmepumpe vorbei. Keiner. 
Außer vllt. wir verbrennen weiter Öl und Gas aber auch das wäre 
irgendwann einmal leer und spätestens dann wären wir in der gleichen 
Situation - nur dank Klimawandel weitaus schlimmer.

von Martin S. (sirnails)


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Thomas U. schrieb:
> Martin S. schrieb:
>> Naturstein ist auch mit weitem Abstand das schlechteste, das man für
>> Außenmauern nutzen kann.
>
> Was aber um 1870 im Gebirge mangels Material üblich war.
> Also deine 'Empfehlung'? Abreissen und Neubau?

Aus der energetischen Perspektive: Ganz klares ja. Aus der Emotionalen: 
So ein historisches Haus reißt man nicht ab. Aber wenn man Putz oder 
Dämmung auf der Fassade hat, dann sieht es von außen eh nicht mehr wie 
ein Natursteinhaus aus.

Abgesehen davon war die Intention meiner Aussage, aufzuzeigen, dass 
massiver Stein einfach einen katatstrophalen U-Wert hat.

Ich glaube, man müsste eine Natursteinwand 16m Dick machen, um auf den 
gleichen Dämmwert zu kommen, wie eine 30mm Korkplatte.

von Thomas U. (charley10)


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Martin S. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Martin S. schrieb:
>>> Naturstein ist auch mit weitem Abstand das schlechteste, das man für
>>> Außenmauern nutzen kann.
>>
>> Was aber um 1870 im Gebirge mangels Material üblich war.
>> Also deine 'Empfehlung'? Abreissen und Neubau?
>
> Aus der energetischen Perspektive: Ganz klares ja. Aus der Emotionalen:
> So ein historisches Haus reißt man nicht ab. Aber wenn man Putz oder
> Dämmung auf der Fassade hat, dann sieht es von außen eh nicht mehr wie
> ein Natursteinhaus aus.
>
> Abgesehen davon war die Intention meiner Aussage, aufzuzeigen, dass
> massiver Stein einfach einen katatstrophalen U-Wert hat.
>
> Ich glaube, man müsste eine Natursteinwand 16m Dick machen, um auf den
> gleichen Dämmwert zu kommen, wie eine 30mm Korkplatte.

Es ist nicht NUR der Wärmedurchgangskoeffizient, der das Wohnen angenehm 
macht! Der Altbestand meiner DHH besteht doppelwandig aus Ziegel.
Den Anbau habe ich vor 20 JAhren aus Kalksandstein gemauert, weil der 
eine sehr gute Speicherfähigkeit besitzt und Unterschiede gut 
ausgleicht. Nach außen dann noch die damals aktuellen 12cm Dämmung mit 
035 drauf und im Altbestand die Hohlwand mit Dämmung ausgeblasen gibt 
eine sehr guten Wohnkomfort!
Ich kann mich noch an manche Kommentare erinnern, die mir unendliche 
Probleme mit Schimmel prognostizierten. Darauf warte ich bis heute...

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Thomas U. schrieb:
> Ich kann mich noch an manche Kommentare erinnern, die mir unendliche
> Probleme mit Schimmel prognostizierten. Darauf warte ich bis heute...

Das bekommen nur die, die ihre Bude mit neuen superdichten Fenstern 
ausrüsten aber die Wände nicht dämmen und dann auch noch falsch lüften.

von Roland E. (roland0815)


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Martin S. schrieb:
>> ...Bei meinem Kumpel wurde 2005
> das Dach komplett neu gemacht. Die Einsparung war bei weitem nicht so
> hoch, wie erwartet. Wie sich herausstellte hat der Dachdeckerbetrieb die
> Dampfsperre weggelassen und einfach nur ein Flies auf die Latten
> getackert. Der Wind konnte also nahezu ungehindert durchpfeiffen und der
> Unterdruck, den ebenjener über das Dach erzeugt, zieht die Wärme heraus,
> wie ein Staubsauger.
>

Das liegt nicht an der fehlenden Dampfbremse. Winddicht wird das Dach 
durch die Unterspannbahn.

Energiesparen durch dämmen ist gut und schön, wird sich aber nie 
rechnen. Zur Herstellung von Dämmung ist viel Energie nötig, die sich im 
Preis der Dämmung wiederspiegelt. Ein Henne-Ei-Problem.
Dass die Energieeinsparung die Dämmung nur in einem engen Fenster von 
echt katastrophaler Bausubstanz (bewohnter Bungalow) und angemessener 
(nicht maximaler) Dämmung rechnet ist dem Verbraucher mehrvals bewusst. 
Daher muss der Sondermüll ja regelmäßig gefördert und per Verordnung 
erzwungen werden, damit er überhaupt gekauft wird.

von Udo S. (urschmitt)


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Roland E. schrieb:
> Energiesparen durch dämmen ist gut und schön, wird sich aber nie
> rechnen.

Kommt auf den Energiepreis an.

Roland E. schrieb:
> Zur Herstellung von Dämmung ist viel Energie nötig, die sich im
> Preis der Dämmung wiederspiegelt. Ein Henne-Ei-Problem.

Hast du dafür Zahlen, ansonsten kann das ab in die Ecke alternative 
Wahrheiten.

Roland E. schrieb:
> Daher muss der Sondermüll ja regelmäßig gefördert und per Verordnung
> erzwungen werden

Jaja, wenn der Staat etwas dazugibt, dann findet der durchschnittliche 
Wutbürger bestimmt irgendeinen Grund, der das auch wieder schlecht 
macht.

Hör doch auf soviel Mist zu erzählen.
Dämmung hat sich schon vor 50 Jahren gerechnet, und jetzt noch viel 
mehr.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Oliver S. schrieb:
> Der Selbstbauer wird sich natürlich einen Monoblock in den Vorgarten
> stellen, und alle anderen, die eine WP mit R290 haben wollen, auch. Da
> braucht es keinen Kälteschein.

Selbstbauer sind auch die letzten "Rebellen" dieser Republik!

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Martin S. schrieb:
> Ich würde in jedem Fall eine Perimeterdämmung machen. Alleine schon
> deshalb, damit der Keller auch tatsächlich nutzbar wird. Es ist schon
> erstaunlich, wie feucht ungedämmte Keller (im schlimmsten Fall
> geziegelt) werden.

Liegt daran, das die warme feuchte Luft an den kalten Kellerwänden sich 
niederschlägt!

von Martin S. (sirnails)


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Cha-woma M. schrieb:
> Martin S. schrieb:
>> Ich würde in jedem Fall eine Perimeterdämmung machen. Alleine schon
>> deshalb, damit der Keller auch tatsächlich nutzbar wird. Es ist schon
>> erstaunlich, wie feucht ungedämmte Keller (im schlimmsten Fall
>> geziegelt) werden.
>
> Liegt daran, das die warme feuchte Luft an den kalten Kellerwänden sich
> niederschlägt!

Auch, aber nicht nur.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Roland E. schrieb:
> Das liegt nicht an der fehlenden Dampfbremse. Winddicht wird das Dach
> durch die Unterspannbahn.

Richtig, die Unterspannbahn soll Winddicht sein, aber Atmungsaktiv nach 
Aussen. Die Dämmung  wird von Innen mit einer Dampfbremse (Gleichzeitig 
winddicht) die weniger Atmungsaktivist  als die Unterspannbahn der 
Aussenwindbremse ist abgeschlossen. So wird sichergestellt, das Feuchte 
Luft die sich in der Isolierung ansammel kann, ihre Feuchtigkeit besser 
an die Aussenluft abgeben kann. Gleichzeitig kann die feuchte Luft der 
Innenseite nicht so einfach in die Isolierung eindringen wie sie wieder 
aus der Isolierung austreten kann. Ergebnis die  Isolierung wird 
dauerhaft trocken gehalten!

: Bearbeitet durch User
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Martin S. schrieb:
> Auch, aber nicht nur.

Das andere wäre dann Nässe die durch die Wände in die Kellerinnenseite 
eindringt.
Das wäre Murks, den die Bautechnik von heute stellt sicher, das sich 
Nässe nicht in den Keller eindringt!

von Martin S. (sirnails)


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Udo S. schrieb:
> Hast du dafür Zahlen, ansonsten kann das ab in die Ecke alternative
> Wahrheiten.

Die Herstellung von EPS verbraucht um die 100 MJ/kg, vulgo 28 kWh/kg. 
Das Gewicht liegt je nach Dichte bei 15-60kg/m³. Üblich sind 15kg pro 
m², macht also 420kWh/m³.

Ein typisches EFH mit 125m² Wohnfläche auf zwei Vollgeschossen hat 8x8m 
und eine Höhe von 6m in der Traufe und 10m zum First. Bei einem 45° Dach 
ergibt das dann also eine Hüllenfläche von 4 x 8m x 6m + 2 x 0,25 x 4m x 
8m = 200m².

Bei einer Dämmung von 6cm sind es 12m³ Dämmung, bei 10cm sind es 20m³ 
und bei 12cm sind es entsprechend 24m³.

6cm: 180kg..720kg -> 5040kWh..20160kWh
10cm: 300kg..1200kg -> 8400kWh..33600kWh
12cm: 360kg..1440kg -> 10080kWh..40320kWh

Geht man jetzt von den üblichen 10cm Dämmung aus, und einer mittleren 
Dichte von 35kg (üblich sind eigentlich 15kg/m²) dann verschlingt die 
Produktion 21000kWh für das EPS.

Jetzt hat das EFH einen Verbrauch von 250kWh/m²xa ergibt das einen 
Verbrauch von 31250kWh pro Jahr. Setzt man jetzt die 13% 
durchschnittliche Einsparung an, die ein WDVS inne hat, sind das 4000kWh 
pro Jahr Einsparung.

Der energetische Break-Even ist also nach 5,25 Jahren erreicht.

Also nein: Er wird dir keine Quelle nennen können, die fundiert belegt, 
dass sich in der üblichen Nutzungsdauer von 35 Jahren keine 
Armotisierung erreichen lässt.

Quelle:
https://nachhaltiges-bauen.de/baustoffe/polystyrol+eps
Eingeschaltetes Gehirn

von Roland E. (roland0815)


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Udo S. schrieb:
> Roland E. schrieb:
>> Energiesparen durch dämmen ist gut und schön, wird sich aber nie
>> rechnen.
>
> Kommt auf den Energiepreis an.
> ..

Nein, da der Energiepreis auch direkt den Dämmpreis bestimmt. Die 
Rechnung würde aufgehen, wenn die Dämmung mehr als 50Jahre hält. Macht 
sie aber nicht.

>
> Hör doch auf soviel Mist zu erzählen.
> Dämmung hat sich schon vor 50 Jahren gerechnet, und jetzt noch viel
> mehr.

Kurz überschlagen:
Heizkosten aktuell 2000Euro im Jahr.
Mögliche Einsparung durch Fassadendämmung und neue Fenster (120mm) 25%.

Was darf die Erneuerung kosten, wenn diese Dämmung 30Jahre halten soll?

Mal abgesehen davon, dass die Fenster dann zu Schießscharten werden und 
der Altbau dann noch umfangreich umgebaut werden muss um nicht zu 
schimmeln...

von Martin S. (sirnails)


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Cha-woma M. schrieb:
> Das wäre Murks, den die Bautechnik von heute stellt sicher, das sich
> Nässe nicht in den Keller eindringt!

Wir reden ja nicht von Neubauten. Üblich war damals, dass man die 
Außenwand mit Teer abgestrichen hat, und dann die Erde rangekloppt hat. 
Irgendwann trocknet der Teer aus, schrumpft, wird rissig, und 
Feuchtigkeit kann ungehindert eindringen. Oder Steine im Erdreich 
durchbohren die Schicht.

von Martin S. (sirnails)


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Roland E. schrieb:
> Mal abgesehen davon, dass die Fenster dann zu Schießscharten werden

Quatsch

> der Altbau dann noch umfangreich umgebaut werden muss um nicht zu
> schimmeln...

Auch quatsch. Bevor man anfängt, Fenster zu tauschen, holt man den 
Energieberater (macht man sowieso, um die Förderung zu erhalten). Der 
rechnet dann durch, welchen Dämmwert die neuen Fenster haben dürfen.

Bei meinen Schwiegereltern ergab die Rechnung, dass mehr als 
zweifach-verglast nicht drinnen ist.

von Thomas U. (charley10)


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Martin S. schrieb:
> Cha-woma M. schrieb:
>> Das wäre Murks, den die Bautechnik von heute stellt sicher, das sich
>> Nässe nicht in den Keller eindringt!
>
> Wir reden ja nicht von Neubauten. Üblich war damals, dass man die
> Außenwand mit Teer abgestrichen hat, und dann die Erde rangekloppt hat.
> Irgendwann trocknet der Teer aus, schrumpft, wird rissig, und
> Feuchtigkeit kann ungehindert eindringen. Oder Steine im Erdreich
> durchbohren die Schicht.

So eine 'Absperrung' hatte ich auch. Vom Teeranstrich nach 67 Jahren nix 
mehr zu sehen! Der Vorbesitzer hatte das Problem mit Fliesen an der 
Kellerwand innen' gelöst'...
Nach dem Ausbuddeln habe ich versucht, die Mauer mit dem Kärcher zu 
säubern, musste aber feststellen, dass ich damit die Fugen derart weit 
ausgepült hätte, dass die Ziegel rausfallen. Naja. Fugen neu verfugt und 
die Wand mit MG3 verputzt. Da das im Oktober war, habe ich die Wand mit 
3 Baustrahlern à 500W eine Woche bestrahlt, damit der Putz einigermaßen 
trocknet. Danach Abdichtung gespachtelt, Perimeterdämmung und Noppenbahn 
eingebaut. Zum Winter war der Keller außen wieder verfüllt. Achja - 
Dränage war auch drin samt Sandfang!
Das alles NACH Feierabend!

Eine recht gute Einführung in diese Themen kann hier nachgelesen werden:

https://www.baunetzwissen.de/bauphysik/fachwissen/waermeschutz/daemmungsysteme-und-deren-wirkung-4365103

: Bearbeitet durch User
von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Roland E. schrieb:
> Mal abgesehen davon, dass die Fenster dann zu Schießscharten werden und
> der Altbau dann noch umfangreich umgebaut werden muss um nicht zu
> schimmeln...

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Effekt bei normalgroßen 
Fenstern kaum auffällt, obwohl damals deutlich überdurchschnittlich, mit 
16cm, isoliert wurde.
Wirklich auffällig ist das eigentlich nur bei kleinen Fenstern wie im 
WC.

Eine Außendämmung sorgt dafür, dass Wände innen warm sind, eigentlich 
eine gute Maßnahme gegen Schimmel.

Bei der Kostenbetrachtung für die Außendämmung muss man berücksichtigen, 
dass man das sinnvollerweise dann macht, wenn es mit der alten Fassade 
Probleme gibt, d.h. die Kosten für das Gerüst, den neuen Anstrich und 
ggf. eine Putzschicht müsste man so oder so zahlen.


Um nochmal auf den 4kW-Brenner des TO zu kommen:
Eine alternative Idee wäre, Brauchwasser rauszunehmen und mit einer 
Brauchwasser-WP zu machen.
Die gibt's als Komplettgerät, Speicher mit Umluft-WP, Anschlussleistung 
500W. Kühlt und trocknet gleichzeitig einen Kellerraum.

Dann muss die alte Ölheizung wirklich nur noch in der Heizperiode 
anspringen und sollte deswegen ein paar Jahre länger halten.
Weil der TO nur noch geringe Restheizleistungen braucht, könnte er ggf. 
längerfristig über einen Kaminofen nachdenken. Die will das GEG nicht 
verbieten.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Martin S. schrieb:
> Wir reden ja nicht von Neubauten. Üblich war damals, dass man die
> Außenwand mit Teer abgestrichen hat, und dann die Erde rangekloppt hat.
> Irgendwann trocknet der Teer aus, schrumpft, wird rissig, und
> Feuchtigkeit kann ungehindert eindringen. Oder Steine im Erdreich
> durchbohren die Schicht.

Der Teeranstrich, den gibt es auch heute noch.
Ja früher hat man nicht so sehr auf die Drainage geschaut. Da waren aber 
die Keller aber auch nicht zu Wohnzwecken vorgesehen. Einlagern von 
Vorräten an Lebensmitteln die Kühl gehalten werden sollten.
Richtige Nässe gab es auch da nicht. Die Kellerdecken waren 
Kappendecken, oder böhmisches Gewölbe. Die brauchten oft die 
Feuchtigkeit damit der Mörtel/Ziegel nicht austrocknet und dann 
schrumpft. Der Einsturz wäre die Folge!

von Mnax (moriz996)


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3kw oder 5kw heizoel thermen findest du auf ali. Luft um 100.-, wasser 
etwas mehr. Das sind eigentlich webasto kopien die für wohnmobile & 
boote gerne verwendet werden.
Die dinger musst du jährlich revidieren/putzen, dann gehen die 
jahrelang.

von Karsten B. (kastenhq2010)


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Christian B. schrieb:
> Und das muss ja auch gar niemand! Niemand sagt, dass nächstes Jahr nur
> noch Wärmepumpen betrieben werden dürfen. Gut, es gibt schon einen
> Stichtag aber der liegt ja noch ziemlich weit in der Zukunft. Es heisst
> ja nur, dass jetzt keine neuen mehr eingebaut werden sollen.

Das habe ich auch nicht geschrieben :) Nichtsdestotrotz sind 
Heizungsanlagen in Deutschland im Schnitt knappe 20 Jahren alt und jedes 
Jahr werden hunderttausende erneuert - ab den kommenden Jahren liegt der 
Fokus auf einer Wärmepumpe, völlig unabhängig von den individuellen und 
rechtlichen Randbedingungen sowie losgelöst von der ökonomischen oder 
ökologischen Sinnhaftigkeit.


Christian B. schrieb:
> Mal davon
> abgesehen, dass das Gesetz es noch nicht mal in die Abstimmung geschafft
> hat, ist diese hysterie, die hier aufgerufen wird einfach nicht rational
> zu begründen.

Es muss nicht als Hysterie abgetan werden, wenn die Leute sich ihre 
Immobilie anschauen oder grob ihre Heizkosten über die kommenden Jahre 
überschlagen können. Mit Sicherheit werden viele Menschen Panikkäufe von 
Gasheizungen getätigt haben, aber nüchtern betrachtet gibt es viele 
rationale Gründe, die für den Kauf einer neuen Gasheizung zum jetzigen 
Zeitpunkt sprechen:
Etwa ein Viertel der Immobilien eigenen sich nicht für den Einbau einer 
Wärmepumpe, teilweise allein, weil die baurechtlichen Festlegungen 
dagegen sprechen (siehe oben die fehlenden zwei Zentimeter). Der Einbau 
und Betrieb einer neuen Gasheizung nach dem Stichtag ist aktuell in 
keinster Weise kalkulierbar - der Betrieb einer vor dem Stichtag 
montierten Gasheizung jedoch sehr gut (vermutlich besser als die 
laufenden Kosten einer Wärmepumpe). Bei niedrigem Heizbedarf wird der 
Wechsel des Heizsystems zudem wirtschaftlich gesehen eine Katastrophe, 
wenn noch Umbauarbeiten an der Immobilie notwendig sein sollten.
Korrekt, das Gesetz ist noch nicht verabschiedet. Aber zum einen werden 
nur noch Feinheiten diskutiert, zum anderen ist davon auszugehen, dass 
die Zeit zwischen Verabschiedung und in Kraft treten sehr kurz ist. 
Außerdem verliert man quasi nichts, wenn man jetzt seine Heizung 
erneuert, sondern erhält im Gegenzug bis 2045 Zeit und Sicherheit. 
Sollte der Gaspreis in Verhältnis zum Strompreis wider Erwarten 
explodieren, verschrottet man einfach seine 10 Jahre alte Gasheizung 
schreibt die 3000€ als Verlust ab.

Nicht falsch verstehen, ich stehe total hinter der Idee, finde nur die 
Umsetzung maximal daneben, auch wenn mir klar ist, dass wir Jahrzehnte 
verschlafen haben und daher rasch agieren sollten. Warum nicht zuerst 
eine wirkliche Pflicht bei Neubauten? Warum, bei Material- und 
Handwerkermangel, nicht den Fokus zuerst auf die Stellen legen, an denen 
am effektivsten Einsparungen erzielt werden können? Warum die Umsetzung 
in so knapper Zeit, während die Rahmenbedingungen nicht stimmen, siehe 
z.B. Baurecht oder Planungssicherheit bezüglich Kältemittel, und an 
anderer Stelle deutlich längere Übergangsfristen, siehe z.B. Verkehr, 
akzeptiert werden? Das Resultat sieht man: so viele neue Heizungen, die 
fossile Brennstoffe verheizen, verbaut, wie noch nie. Glückwunsch zu 
diesem Dilettantismus.

von Udo S. (urschmitt)


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Martin S. schrieb:
> Bei einer Dämmung von 6cm sind es 12m³ Dämmung, bei 10cm sind es 20m³
> und bei 12cm sind es entsprechend 24m³.
>
> 6cm: 180kg..720kg -> 5040kWh..20160kWh
> 10cm: 300kg..1200kg -> 8400kWh..33600kWh
> 12cm: 360kg..1440kg -> 10080kWh..40320kWh

Ist das so? Ich habe für Steinwolle z.B- die Zahl 150 bis 400 kWh pro 
Kubikmeter gefunden.
Das wären dann bei 20cm Dämmschichtdicke und entsprechend 20m³ 3000 - 
8000kWh.

Das kommt mir plausibler vor.

von Christian B. (luckyfu)


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Karsten B. schrieb:
> Etwa ein Viertel der Immobilien eigenen sich nicht für den Einbau einer
> Wärmepumpe, teilweise allein, weil die baurechtlichen Festlegungen
> dagegen sprechen (siehe oben die fehlenden zwei Zentimeter).

Nun, da müsste man generell die Gegebenheiten besser kennen um hier 
etwas sagen zu können. Ein Haus hat ja normalerweise mehr als eine 
Seite. Da geht es schon los. Wenn das natürlich eines dieser 
Neubauhäuser ist, die auf einem Grundstück stehen, was geradeso einen 2m 
umlaufenden Grünstreifen zulässt bevor der Nachbar kommt, hat man nur 
die Option zur Straße hin zu bauen. Oder man muss eben ein Fabrikat 
wählen, welches eben diese 2cm einspart. Wie gesagt, wenn man etwas 
wirklich will, findet man Wege, will man es nicht, findet man Gründe. 
Ist immer das selbe. Und dann gibt es ja immer noch, ich erwähnte es 
bereits, nicht nur einen Typ Wärmepumpe. D.h. wenn die LWP nicht geht, 
muss man eben eine andere in Betracht ziehen. Sohle mit Flächen- Graben 
oder Wärmekorbkollektoren geht nur in Grundstücken, welche entsprechende 
Installationen auch zulassen, Grundwasser WP ist auch nicht überall 
sinnvoll. Muss man im Einzelfall einen Experten zu rate holen.

Martin S. schrieb:
> Setzt man jetzt die 13%
> durchschnittliche Einsparung an, die ein WDVS inne hat, sind das 4000kWh
> pro Jahr Einsparung.

Das kann ja eigentlich nicht stimmen, vor allem nicht, bei 
unterschiedlichen Materialarten und Dicken, welche auf dem Markt sind. 
Uns wurde für unsere 14cm Dämmung eine Einsüarung von über 20% 
prophezeiht. Ob das wirklich eintraf ist schwer nachvollziehbar, was am 
Nutzungsverhalten der Vorbewohner liegt. Nichts desto trotz sind wir mit 
unseren 12000kWh Verbrauch für Heizung und Brauchwasser so schlecht 
nicht, in einem 4 Personen Haushalt mit 2 1/2 beheizten Stockwerken 
(120m² offizielle, d.h. bald steuerpflichtige Wohnfläche). Das würde 
somit einen Energiebedarf von ziemlich genau 100kWh/m²*a ergeben, was 
sich sehr deutlich von

Martin S. schrieb:
> 250kWh/m²xa
unterscheidet und das Haus steht nicht in der Rheinebene sondern am Fuß 
des Erzgebirges. Dieses Jahr erwarte ich sogar noch eine weitere 
Einsparung, da ich den Dachausbau im letzten Winter finalisiert habe und 
dazu auch eine Dampfsperre einbaute. Die gabs im neu gedeckten Dach (was 
mitte der 90-er gemacht wurde) noch nicht. Sprich die 250kWh/m²*a sind 
ein extrem schlechter Wert.
Beim Rating unseres Gasversorgers sind wir zwischen B und C eingeordnet. 
Für ein Haus BJ54 imho nicht so schlecht.

: Bearbeitet durch User
von Karsten B. (kastenhq2010)


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Christian B. schrieb:
> Nun, da müsste man generell die Gegebenheiten besser kennen um hier
> etwas sagen zu können.

Die Zahl kommt von hier:
https://www.ffe.de/projekte/waermepumpen-ampel/
Bei den 75% sind bereits alle Arten von Wärmepumpen dabei. Völlig außer 
Acht gelassen wird zudem die Wirtschaftlichkeit. Wenn ich für 500€ im 
Jahr heize, aber für den Einbau einer Wärmepumpe erst schweres Gerät 
auffahren muss, ist das schon wieder Brühe.

Ja, für die Mehrheit der Immobilien wird es funktionieren. Für einen 
nicht unbeachtlichen Teil aber nicht und diese sind mehr oder weniger 
gar nicht bedacht.

von Christian B. (luckyfu)


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Karsten B. schrieb:
> Ja, für die Mehrheit der Immobilien wird es funktionieren. Für einen
> nicht unbeachtlichen Teil aber nicht und diese sind mehr oder weniger
> gar nicht bedacht.

nunja, auch dafür gibt es Lösungen. wie gesagt, ohne die örtlichen 
Gegebenheiten zu kennen, kann man keine Aussage treffen, was nun 
funktioniert und was nicht. Wenn die Lösung darin besteht keine 
Wärmepumpe einzubauen, muss man eben auf eine andere Heizungsart 
zurückgreifen. In Frage kämen z.B. mit Bio Ethanol betriebene BHKW oder 
Fernwärme, möglicherweise sogar eine Kombination aus beiden.

von Martin S. (sirnails)


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Udo S. schrieb:
> Ist das so? Ich habe für Steinwolle z.B- die Zahl 150 bis 400 kWh pro
> Kubikmeter gefunden.

Ich rede von extrudiertem Polystyrol (EPS) und nicht von Glaswolle.

von Martin S. (sirnails)


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Christian B. schrieb:
> Martin S. schrieb:
>> Setzt man jetzt die 13%
>> durchschnittliche Einsparung an, die ein WDVS inne hat, sind das 4000kWh
>> pro Jahr Einsparung.
>
> Das kann ja eigentlich nicht stimmen, vor allem nicht, bei
> unterschiedlichen Materialarten und Dicken, welche auf dem Markt sind.

Mit welchen Werten ich gerechnet habe, steht in der Rechnung. 10cm EPS 
bei einem Haus mit vormals 250kWh/m²xa.

> Uns wurde für unsere 14cm Dämmung eine Einsüarung von über 20%
> prophezeiht. Ob das wirklich eintraf ist schwer nachvollziehbar, was am
> Nutzungsverhalten der Vorbewohner liegt.

Ja das ist ja immer so bei den Verbrauchsberechnungen. Ich würde mir 
immer erst eigene Zahlen schaffen, bevor ich blind eine Maßnahme machen 
würde. Wer sein Bad nicht 24/7 auf 25°C heizt, wird auch weitaus weniger 
Heizbedarf haben.

> Nichts desto trotz sind wir mit
> unseren 12000kWh Verbrauch für Heizung und Brauchwasser so schlecht
> nicht, in einem 4 Personen Haushalt mit 2 1/2 beheizten Stockwerken
> (120m² offizielle, d.h. bald steuerpflichtige Wohnfläche). Das würde
> somit einen Energiebedarf von ziemlich genau 100kWh/m²*a ergeben, was
> sich sehr deutlich von

Ja das ist ein recht guter Verbrauchswert.

> mitte der 90-er gemacht wurde) noch nicht. Sprich die 250kWh/m²*a sind
> ein extrem schlechter Wert.

250 kWh/m²xa wirst Du in Deutschland häufig finden. Der Bungalow, den 
wir gemietet haben, hat keinerlei Dämmung (außer neue Fenster + 
Schimmel) und einen Energiebedarf von 350kWh/m²xa. Die Eigentümer 
(Raiffeisenbank) sieht keinen Handlungsbedarf, weil das Haus 
abgeschrieben ist. Wohnraum ist hier aber so dermaßen knapp, und die 
Miete etwa 50% vom Nominalwert, dass wir das schlucken. Nur mit Öl 
geheizt könnten wir uns das gar nicht leisten, denn da wären wir bei 
zuletzt 5300 Euro Heizkosten p.a.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Mnax schrieb:
> 3kw oder 5kw heizoel thermen findest du auf ali. Luft um 100.-, wasser
> etwas mehr. Das sind eigentlich webasto kopien die für wohnmobile &
> boote gerne verwendet werden.
> Die dinger musst du jährlich revidieren/putzen, dann gehen die
> jahrelang.
Bei den Verbrauch die diese WOMO-Heizer haben, kann man sich gleich 
einen Elektroheizlüfter in die Hüttes stellen!

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Karsten B. schrieb:
> (siehe oben die fehlenden zwei Zentimeter).

Dann bricht man halt eine "Mauernische" aus der Hauswand raus und stellt 
die Luft-Wärmepumpe dort rein!

So macht`s der Elektriker für alle Fälle!

von Udo S. (urschmitt)


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Martin S. schrieb:
> Ich rede von extrudiertem Polystyrol (EPS) und nicht von Glaswolle.

Und ich rede auch nicht von Glaswolle, sondern von Steinwolle, die sich 
für eine Aussendämmung wesentlich besser eignet als so eine 
Favkelummantelung.

Aber jeder wie er will. Und wenn man etwas schlecht reden will, dann 
kann man natürlich immer das absolut ungünstigste Beispiel wählen.

von Martin S. (sirnails)


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Udo S. schrieb:
> Martin S. schrieb:
>> Ich rede von extrudiertem Polystyrol (EPS) und nicht von Glaswolle.
>
> Und ich rede auch nicht von Glaswolle, sondern von Steinwolle, die sich
> für eine Aussendämmung wesentlich besser eignet als so eine
> Favkelummantelung.

Nimmt sich von der Herstellung relativ wenig. Aber wenn Du darauf 
herumreiten willst:

"Ich rede von extrudiertem Polystyrol (EPS) und nicht von Steinwolle."

Bitteschön.

> Aber jeder wie er will. Und wenn man etwas schlecht reden will, dann
> kann man natürlich immer das absolut ungünstigste Beispiel wählen.

Wer hat wo das "absolut ungünstigste Beispiel" gewählt? Wenn Du schon 
referenzierst, solltest Du auch sagen, worauf. Sonst gibt's eine 
NullReferenceException.

von Thomas U. (charley10)


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Udo S. schrieb:
> Martin S. schrieb:
>> Ich rede von extrudiertem Polystyrol (EPS) und nicht von Glaswolle.
>
> Und ich rede auch nicht von Glaswolle, sondern von Steinwolle, die sich
> für eine Aussendämmung wesentlich besser eignet als so eine
> Favkelummantelung.

Dann frag mal einen Specht, der dir ein Loch reinhackt! Was passiert, 
wenn dann noch Wasser nachläuft? Die Wolle saugt sich, im Gegensatz zum 
EPS, sofort und dauerhaft voll. Was dann?

>
> Aber jeder wie er will. Und wenn man etwas schlecht reden will, dann
> kann man natürlich immer das absolut ungünstigste Beispiel wählen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Dirk L. schrieb:
> Es leben in Deutschland nicht nur Millionäre, nein, es gibt auch
> EU-Rentner mit unter 1000,-- Rente.

Die wohnen doch alle in viel zu großen Wohnungen.

Thomas U. schrieb:
> Die Wolle saugt sich, im Gegensatz zum
> EPS, sofort und dauerhaft voll.

Es steht zwar dort es wäre schwer entflammbar, aber während der 
Corona-Beschränkungen brannte solche Isolierung eines großen Wohnhauses 
mit mehreren Toten. Das Unglück war meiner Erinnerungen nach in 
Großbritiannen.

Daher eignet sich nicht eine Lösung für alle Isolierungsfälle.

von Roland E. (roland0815)


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Thomas U. schrieb:
> ..
> Dann frag mal einen Specht, der dir ein Loch reinhackt!

Vögel nisten nur in Styropor oä. Nicht in Stein- oder Glaswolle.


> Was passiert,
> wenn dann noch Wasser nachläuft? Die Wolle saugt sich, im Gegensatz zum
> EPS, sofort und dauerhaft voll. Was dann?
>

Dann trocknet die über den nächsten Sommer wieder, wenn kein Wasser mehr 
nachläuft. Ist wie bei Zwischensparrendämmung, in die es reingeregnet 
hat, weil die Dachausstiegsluke seit Jahren undicht war...

von Thomas U. (charley10)


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Roland E. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> ..
>> Dann frag mal einen Specht, der dir ein Loch reinhackt!
>
> Vögel nisten nur in Styropor oä. Nicht in Stein- oder Glaswolle.
>
>
Der Specht kennt das MAterial, was sich unter dem Putz befindet?

>> Was passiert,
>> wenn dann noch Wasser nachläuft? Die Wolle saugt sich, im Gegensatz zum
>> EPS, sofort und dauerhaft voll. Was dann?
>>
>
> Dann trocknet die über den nächsten Sommer wieder, wenn kein Wasser mehr
> nachläuft. Ist wie bei Zwischensparrendämmung, in die es reingeregnet
> hat, weil die Dachausstiegsluke seit Jahren undicht war...

Wohin trocknet das aus? In Richtung Wohnräume? Der Putz ist hydrophob!
...außer an diesem Loch!

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Georg S. schrieb:
> Das "neue" Gesetz gilt ja für Heizungen von 4-400kW. Durch das obere
> Ende sind große Wohnblöcke und Industrie nicht betroffen.

> Für mich
> interessanter ist das untere Ende. Wenn ich überlege dass ich im
> Reihenhaus ca. 1200 Liter Heizölverbrauch habe, inkl. Warmwasser, also
> ca. 900 Liter für die Heizung,
3,9kW Gastherme? Gibt es das?
Und du willst jetz von Heizöl auf Gas umsteigen?
> dann sollten 3,9kW überschlagsmäßig
> reichen um das Haus frostfrei zu halten wenn der Brenner von Nov bis Feb
> mit 100% Einschaltdauer durchbollert.
Für Das Geld was dir so eine 3,9 KW Therme kostet, kannste dir auf`s 
Dach eine Solarthermieanlage mit Röhrenkollektor raufpflastern! Die 
spart dir mehr als du dir mit den "100% Einschaltdauer durchbollert" 
rausholen kannst.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Cha-woma M. schrieb:
> kannste dir auf`s
> Dach eine Solarthermieanlage mit Röhrenkollektor raufpflastern!

Wir kennen nicht die dortigen Bedingungen. Vielleicht wohnt er in einer 
Reihenhaussiedlung wo südlich große Wohnhäuser gebaut wurden und liegt 
nun in der Hauptheizsaison im Gebäudeschatten.

von Georg S. (randy)


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Cha-woma M. schrieb:
> kannste dir auf`s
> Dach eine Solarthermieanlage mit Röhrenkollektor raufpflastern!

Das ist schon mit 4kW Solar voll. Aber PV zählt nicht wenn es um die 
Berechnung des 66% EE Anteils der Heizung geht. Und im Winter wenn man 
die Heizung braucht kommt quasi nix runter. Da habe ich schon bei Solar 
gemerkt. Im Dez und Jan ca. 10% der Energiemenge vom Juli.

Wegen Abstandsregelung: Da geht es nicht um 2cm. Es ist ein 
langgezogenes 6m breites Reihenhausgrundstück. Da gibt es keinen Ort der 
mehr als 3m vom Nachbarn entfernt ist. Bei einer geschätzten Breite von 
1m der Außeneinheit schaffe ich maximal 2,5m Abstand, wenn ich das Teil 
mittig vor die Haustüre montiere, oder in der Mitte des Gartens. Ich 
habe keine Lust dass ich derjenige bin der die Musterprozesse führt (und 
bezahlt) um rauszufinden ob man die Abstandsregeln ignorieren darf wenn 
man gar keine Möglichkeit hat sie einzuhalten.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ein Bekannter ist gerade dabei aus eben solchen Gründen, eine Klage 
gegen die Stadt vorzubereiten. Diese waren gezwungen eine Gasheizung 
einzubauen, weil die Stadt die Siedlung nicht, wie bei der Planung 
versprochen an die Fernwärme anschloss. Der Heizkessel wird demnächst 
ausfallen und darf dann nicht erneuert werden. Die Stadt versagt immer 
noch in Richtung Fernwärmeanschluss.

von Udo S. (urschmitt)


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Thomas U. schrieb:
> Wohin trocknet das aus? In Richtung Wohnräume? Der Putz ist hydrophob!
> ...außer an diesem Loch!

Das ist mal wieder Unsinn.
es ist inzwischen hoffentlich jedem bekannt, dass eine Wohnhaus-Wand von 
innen nach aussen immer diffusionsoffener gebaut werden muss.
Wenn jemand einen Aussenputz als Dampfsperre baut dann ist ihm auch 
nicht zu helfen.
Ausserdem regnet es in ein kleines Spechtloch nicht hunderte Liter rein.
Ausser ein Thomas stellt sich mit dem Wasserschlauch hin und befüllt das 
Loch.
:-)

von U. B. (Gast)


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@Wf88:
>> Frag' doch Annalena und Robäärt.
>> DIE haben Ahnung, und erretten, allermindestens aber, 'UNSER' Klima.

> Ist euch klar, wie ihr euch mit sowas zum Affen macht?
> Jemanden als
> Person nicht respektieren, nicht beim Namen nennen/sich über Namen
> lustig machen, aber dann Erwarten, dass irgendetwas anders laufen
> müsste.

Nicht die jeweilige Person wird "nicht respektiert".-
Wenig Begeisterung erfahren vielmehr meist die 'Arbeits'ergebnisse,
welche diese Personen in den von ihnen besetzten Ämtern erzielen.

Auch wenn -bzw. weil- sie ihre Funktionen offenbar weitgehend unbefangen
und daher mutmasslich an fremdgesteuerten Fädchen hängend,
ausführen:
Für sie selbst ergeben sich i.d.R. keinerlei Nachteile,
für das Volk schon mehr.

Die verbliebene(?) Hoffnung, dass irgendetwas mal irgendwie
"besser" laufen könnte, als jetzt, klammert sich bestimmt
NICHT an der o.a. Lustigmachung über Namen.

von E34 L. (nostalgiker)


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Zur Abwechslung mal was zum Thema ;)

Gasthermen unter 4KW gibt es im Camping/Wohnwagen und neuerdings auch 
TinyHouse Bereich. Für Erdgas oder Flaschengas.

Ob Du allerdings damit ein ganzes mglw. ungedämmtes Haus auch nur über 
FRostschutz halten kannst, wage ich zu bezweifeln.

von Roland E. (roland0815)


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E34 L. schrieb:
> ...
> Ob Du allerdings damit ein ganzes mglw. ungedämmtes Haus auch nur über
> FRostschutz halten kannst, wage ich zu bezweifeln.

Der Brenner hier läuft, bei Heizanforderung, auf Stufe 1. Das sind etwa 
4kW.

Ja, reicht locker um 100qm Haus zu heizen.

Stufe 2 (9kW) hab ich außer zur Abgasprüfung noch nie in Aktion gesehen.

Wie weiter oben schon mal geschrieben wurde: Die Heizungsbauer bauen ein 
was sie kennen. Die rechnen seltenst nach ob die 18kW Anlage wirklich 
sein muss.

@Thomas U: Der Specht/Höhlenbrüter hackt nur ein winziges Loch in den 
Deckputz und hört auf wenn er Fasern im Schnabel hat. Die Feuchtigkeit 
diffundiert im Sommer nach innen und außen wieder aus dem Putz. 
Zementputz ist wasserabweisend aber nicht wasserdicht und schon gar 
nicht dampfdicht.

PS: Vögel bauen ihre Bruthöhle selten auf die Wetterseite...

: Bearbeitet durch User
von Martin S. (sirnails)


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E34 L. schrieb:
> ungedämmtes Haus auch nur über FRostschutz halten kannst

Für die Rohre reicht es und darum geht es

von E34 L. (nostalgiker)


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>Der Brenner hier läuft, bei Heizanforderung, auf Stufe 1. Das sind etwa
>4kW.

Respekt! Wenn das wirklich reicht, ok.

Ich hab Elektroheizungen, im kleinsten Raum 5KW und im Wohnzimmer 14KW 
(2x7) und das reicht gerade für 20 Grad in den Räumen im Winter. Altbau, 
ungedämmt, Miete.

von Chris K. (kathe)


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>Wärmepumpe mit einer Wärmeleistung bis 25kW 10kW elektrische
>Energie
Die EU hat die R407 / R410 (PTFE basieren) auf die Abschussliste gesetz. 
Ab 2025 ist Schluss.
Als alternative R290 (Butan) --- Nun aber das große aber, maximal 150 
gr.
Ich konnte bisher noch kein Hersteller einer WP finden die das auch bei 
8,3 Kw einhalten konnte.

https://www.heise.de/hintergrund/Statt-Kaeltemittel-Neue-Waermepumpe-arbeitet-effizient-mit-Propan-7314131.html

Wer jetzt kauft bekommt nur F-Gase die ab 2025 verboten sind.

Viel Spaß da aktuell was zu finden. Ich lass nächstes Jahr nochmal 
nachfüllen und hoffe ich habe noch ein paar Jahre Glück und dann gibt es 
neue Geräte zum vernünftigen Preis.

Oder mit der 25 kW Last gehst du in den Aussenbereich und mit der Menge 
Butan musst du Jährlich die Anlage prüfen lassen.

Und um das Verhältnis meiner WP zu anderen zu unterstreichen:
Ich hab Sole / Wasser per Sonde COP im mittel über 4.3 über das ganze 
Jahr.
Aber das F-Gas/Butan  Problem hab ich auch da im Keller.
Ich möcht mal echt einen Energievergleich Butan 150 gr zu 4 AH LiIon 
sehen.

von Roland E. (roland0815)


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E34 L. schrieb:
>>Der Brenner hier läuft, bei Heizanforderung, auf Stufe 1. Das sind etwa
>>4kW.
>
> Respekt! Wenn das wirklich reicht, ok.
>
> Ich hab Elektroheizungen, im kleinsten Raum 5KW und im Wohnzimmer 14KW
> (2x7) und das reicht gerade für 20 Grad in den Räumen im Winter. Altbau,
> ungedämmt, Miete.

Hier ist auch ungedämmter Altbau. Der Trick ist wohl der Luftdurchsatz 
der Heizung. Mit reiner Strahlungsleistung wird das nix. Ich habe eine 
Zentrallüftung, die die geheizte Luft im Haus verteilt. Das sind wohl 
entliche Kubikmeter in der Minute, die da durch Konvektion über drei 
Etagen bewegt werden...

von Thomas U. (charley10)


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Roland E. schrieb:
> E34 L. schrieb:
>>>Der Brenner hier läuft, bei Heizanforderung, auf Stufe 1. Das sind etwa
>>>4kW.
>>
>> Respekt! Wenn das wirklich reicht, ok.
>>
>> Ich hab Elektroheizungen, im kleinsten Raum 5KW und im Wohnzimmer 14KW
>> (2x7) und das reicht gerade für 20 Grad in den Räumen im Winter. Altbau,
>> ungedämmt, Miete.
>
> Hier ist auch ungedämmter Altbau. Der Trick ist wohl der Luftdurchsatz
> der Heizung. Mit reiner Strahlungsleistung wird das nix. Ich habe eine
> Zentrallüftung, die die geheizte Luft im Haus verteilt. Das sind wohl
> entliche Kubikmeter in der Minute, die da durch Konvektion über drei
> Etagen bewegt werden...

Wenn es also zu Mittag im EG eine kräftige Portion Linseneintopf gab... 
;-))

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Chris K. schrieb:
>>Energie
> Die EU hat die R407 / R410 (PTFE basieren) auf die Abschussliste gesetz.
> Ab 2025 ist Schluss.
> Als alternative R290 (Butan) --- Nun aber das große aber, maximal 150
> gr.

Chris K. schrieb:
> Oder mit der 25 kW Last gehst du in den Aussenbereich und mit der Menge
> Butan musst du Jährlich die Anlage prüfen lassen.

Danke. Genau diese Infos hatte ich vor einem Monat gesucht in einem 
anderen Thread.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Martin S. schrieb:
> E34 L. schrieb:
>> ungedämmtes Haus auch nur über FRostschutz halten kannst
>
> Für die Rohre reicht es und darum geht es

Welche Rohre?
WW-Heizungsrohre?
Trinkwasser auch?

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Chris K. schrieb:
> Wer jetzt kauft bekommt nur F-Gase die ab 2025 verboten sind.

Für die gilt Bestandsschutz!

von Sebastian W. (wangnick)


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Kay-Uwe R. schrieb:
> Von 2021 bis ´35 ist eine Steigerung von 25 auf 65 €/t(CO₂) vorgesehen.

Wo kommen diese Zahlen her? Deutsche CO2-Bepreisung oder EU ETS? Mein 
Haus verklappt pro Jahr zur Zeit ca. 6t CO2 aus der Verbrennung von 
2,3m3 Öl, da sind 65€/t jetzt kein zwingender Investitionsanreiz. Die EU 
will aber bis 2030 die CO2-Verklappung auf 35% der Menge von 1990 
gesenkt haben. Ich erwarte daher in Richtung 2030 weit weit höhere 
Zertifikatspreise ...

LG, Sebastian

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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von Thomas U. (charley10)


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Cha-woma M. schrieb:
> Warum man mit Gas nicht heizen sollte:
>
> 
https://www.welt.de/vermischtes/video245556884/Explosion-in-Ruegen-Polizei-geht-davon-aus-dass-Defekt-an-Gasheizung-zur-Detonation-gefuehrt-hat.html

Strom macht "klein, schwarz und hässlich", Heizöl stinkt! Was nun?

Beitrag #7423317 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Cha-woma M. schrieb:
> Für die gilt Bestandsschutz!

Guten Morgen. Jetzt widersprichst Du Dich. Genau um das auszuhöhlen, 
steht in dem Entwurf zum Gesetz, das ab 2014/2017 die Wartung und 
Instandsetzung verboten ist.

Dreimal darfst Du raten, wer zur Überprüfung die Haushalte besuchen 
kommen wird.

von Phasenschieber S. (Gast)


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von Karsten B. (kastenhq2010)


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Zum Glück ist Baurecht Ländersache und es befindet sich teilweise noch 
in richterlicher Klärung, ob die Außeneinheit einer Wärmepumpe als 
gebäudeähnlich eingestuft wird.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Thomas U. schrieb:
> Strom macht "klein, schwarz und hässlich", Heizöl stinkt! Was nun?

Schenk dir das Heiznen!
Nimm einen Thermo-Overall, damit biste überall warm eingepakt!

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Dieter D. schrieb:
> Guten Morgen. Jetzt widersprichst Du Dich. Genau um das auszuhöhlen,
> steht in dem Entwurf zum Gesetz, das ab 2014/2017 die Wartung und
> Instandsetzung verboten ist.

Was muß man an einer Wärmepumpe "warten"?
Was muß man an einer Wärmepumpe "instandsetzen"?

von Christian B. (luckyfu)


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Sebastian W. schrieb:
> Wo kommen diese Zahlen her? Deutsche CO2-Bepreisung oder EU ETS? Mein
> Haus verklappt pro Jahr zur Zeit ca. 6t CO2 aus der Verbrennung von
> 2,3m3 Öl, da sind 65€/t jetzt kein zwingender Investitionsanreiz. Die EU
> will aber bis 2030 die CO2-Verklappung auf 35% der Menge von 1990
> gesenkt haben. Ich erwarte daher in Richtung 2030 weit weit höhere
> Zertifikatspreise ...

naja, da kommt noch etwas hinzu: Die Ausgabepreise für neue Zertifikate 
(Gültigkeit 1 Jahr) ist von der EU vorgegeben und liegt aktuell bei 25€ 
{ Zertifikat. Allerdings werden sie, weil sie knapp sind, natürlich im 
freien Markt zu höheren Preisen gehandelt, aktuell ca. 87€ / Zertifikat. 
Wenn diese nun deutlich verknappt werden und dazu noch der Ausgabepreis 
steigt, wird sich der Marktpreis vermutlich exponentiell entwickeln. Wie 
ich weiter oben schon schrieb, sich jetzt eine neue Gasheizung nur auf 
die Gefahr, nächstes Jahr keine mehr einbauen zu dürfen, zu kaufen, ist 
nicht sonderlich clever. Wenn die aktuelle Anlage indess hinüber ist, 
muss man sich halt überlegen, mit welchem System man hier eine 
Überbrückung macht um über die nächsten 2-5 Jahre zu kommen. Ab da 
rechne ich damit, dass man vernünftige Wärmepumpen bekommt. Aktuell 
würde ich keine kaufen, aus den, im Thread, genannten Gründen.

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