Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Bauteileraten


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von Peter N. (alv)


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Hi

Ich habe hier auf einer Platine 2 Bauteile, schwarz, ca. 1,2 x 0,8mm, 
zweipolig (ähneln SMD-Dioden), Aufschrift "MAS".

Bezeichnung auf der Platine "Z1", Z2".

Sind von 2 Anschlüssen eines Drehencoders nach GND geschaltet.

Die Teile haben keinen Durchgang (>20MOhm) und keine Kapazität.

Was könnte das sein?

Bilder erspare ich mir, bei meiner Kamera könnte man eh nichts erkennen.

: Verschoben durch Moderator
von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Peter N. schrieb:
> ähneln SMD-Dioden

Und was sagt der Diodentest vom Multimeter?

Könnten Zenerdioden sein, hab nur noch kein Datenblatt gefunden, das das 
untermauern würde.

von Rainer W. (rawi)


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Peter N. schrieb:
> Bilder erspare ich mir, bei meiner Kamera könnte man eh nichts erkennen.
Das ist eine Frage von einer Vorsatzoptik (Lupe) und anständiger 
Beleuchtung.

Verlinke doch ein Bild aus dem Internet.
Bei Dioden müssten eine Markierung für die Polarität vorhanden sein, 
auch auf dem Bestückungsaufdruck der Platine, falls vorhanden.

> Die Teile haben keinen Durchgang (>20MOhm) und keine Kapazität.
Dann hast du dich vermessen. ALLE Bauteile haben eine Kapazität.

Sebastian R. schrieb:
> Könnten Zenerdioden sein

Was heißt "könnten"? Ein Datenblatt anhand des Aufdruckst wirst du nicht 
direkt finden. Dazu müsstest du eine Datenbank mit Markings befragen.
Benehmen sich die Teile wie Zenerdioden oder nicht?
Falls der Drehgeber über Drähte angeschlossen ist, könnten auch TVS 
sinnvoll sein. Führen die Anschlüsse auf der Platine irgendwie weiter 
oder sind nur die beiden schwarzen Bauteile an dem Drehencoder 
angeschlossen? ;-)

Bei zwei Anschlüssen ist die Chance, dass es sich um Mikrocontroller 
oder digitale Elektronik handelt, definitiv gleich Null.

: Bearbeitet durch User
von Peter N. (alv)


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Sebastian R. schrieb:
> Und was sagt der Diodentest vom Multimeter?

Kein Durchgang in beide Richtungen.

Rainer W. schrieb:
> Bei Dioden müssten eine Markierung für die Polarität vorhanden sein,
> auch auf dem Bestückungsaufdruck der Platine, falls vorhanden.

Keine Markierung auf dem Gehäuse, auf der Platine nur ein Rechteck.

Rainer W. schrieb:
> Falls der Drehgeber über Drähte angeschlossen ist, könnten auch TVS
> sinnvoll sein.

Der Drehgeber ist direkt auf die Platine gelötet, ein Seitenanschluß auf 
GND,
Mitte und der andere Seitenanschluß gehen über die beiden Zs auf GND und 
über zwei 1k-Serienwiderstände von der Platine runter.
Leitungslänge auf der Platine ca. 5cm, danach werden es auch nicht 
wesentlich mehr gewesen sein. TVS sollten dann eigendlich unnötig sein.

Die Teile sehen so ähnlich aus:
https://mou.sr/3MVEStG

von Gerald K. (geku)


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Peter N. schrieb:
> Die Teile haben keinen Durchgang (>20MOhm) und keine Kapazität.
> Was könnte das sein?

Vermutlich ein Überspannungsschutz, der im Arbeitsbereich möglichst 
hochohmig sein soll.

Eine Sicherung? -;)

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Peter N. schrieb:
> Keine Markierung auf dem Gehäuse, auf der Platine nur ein Rechteck.
> ...
> Die Teile sehen so ähnlich aus:
> https://mou.sr/3MVEStG

Die SZMMSZ8V2ET1G besitzt eine Polaritätsmarkierung - hast du genau 
geguckt?

> TVS sollten dann eigendlich unnötig sein.
TVS können sinnvoll sein, sobald eine elektrostatische Entladung über 
den Drehgeber seinen Weg auf die Platine finden kann. Da muss nur der 
Bediener mit ungeeignetem Schuhwerk vorher über den Kunststoffbodenbelag 
geschlurft sein.

> Kein Durchgang in beide Richtungen.
Das spricht gegen eine Zenerdiode

Mit welcher Spannung hast du gemessen?
Mit 1...2V erkennst du keine TVS. Eine TVS kann bidirektional sein und 
wäre polaritätsunabhängig.

von H. H. (Gast)


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Wohl ehr MA5, 5V TVS.

von Peter N. (alv)


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H. H. schrieb:
> Wohl ehr MA5, 5V TVS.

Das "S" kann auch eine"5" sein. Ist auf einen solch kleinem Gehäuse 
trotz Lupe schwer zu erkennen.

Rainer W. schrieb:
> Mit welcher Spannung hast du gemessen?
> Mit 1...2V erkennst du keine TVS. Eine TVS kann bidirektional sein und
> wäre polaritätsunabhängig.

Aus dem Multimeter dürften im Durchgangsrüfermodus knapp 3V rauskommen.
Manche blauen Leds leuchten, andere nicht...

von Rainer W. (rawi)


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Peter N. schrieb:
> Aus dem Multimeter dürften im Durchgangsrüfermodus knapp 3V rauskommen.
> Manche blauen Leds leuchten, andere nicht...

Eben, also kannst du damit bspw. eine 5V-TVS nicht als solche 
identifizieren.
Nimm einen ausreichend hochohmigen Widerstand, über den du eine 
Prüfspannung an das Bauelement anlegst, miss die Spannung über dem 
Bauelement und dann dreh die Prüfspannung hoch. Bei einer 5V-TVS müsste 
die Spannung über dem Bauelement dann bei um die 5V stehen bleiben (s. 
Kennlinie).

> Aus dem Multimeter dürften im Durchgangsrüfermodus knapp 3V rauskommen.
> Manche blauen Leds leuchten, andere nicht...

Bei den weißen wird es nicht anders sein ;-)

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Rainer W. schrieb:
> Bei einer 5V-TVS müsste die Spannung über dem Bauelement dann bei um die
> 5V stehen bleiben (s. Kennlinie).
Ich würde da eher deutlich mehr erwarten. Eine 1,0x0,6mm 5V-TVS wie die 
AQ1210-01ETG kommt da schon mal auf 7V. Laut Datenblatt fließt 
allerdings  bei 5,5V typisch ein Strom von 1mA. Bei 5V hat sie einen 
Leckstrom von 20nA.

: Bearbeitet durch Moderator
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