Hi,
Hans W. schrieb:
Übrigens: über 2W "einfach so" abzustrahlen finde ich schon ziemlich
Krass... das sollte man zumindest in einem "Bunker" machen in dem
sowieso kein Handy, TV oder Radio funktioniert.
Ansonsten störst du mutwillig die Umgebung!
Und nein "ich mach's nur kurz" ist da keine Ausrede!
Vollste Zustimmung!
Vor allem da man ja definitiv über das ganze Frequenzband geht und das schon vom Prinzip her auch nicht "mal kurz" ist. Man holt sich die Ausstattung ja nicht um einmal einen Sweep zu machen sondern weil man mehrfach testen will und ggf. bei besonders kritischen Frequenzen dann auch länger zwecks Suche von Abhilfemaßnahmen bestrahlen möchte...
Das ist eine GANZ andere Hausnummer als wenn man (ebenfalls verbotenerweise) mit einem Handfunkgerät und Stummelantenne o.ä. auf einzelnen Frequenzen wo man weiß das dort nichts (oder zumindest nichts kritisches, also in dem Bereich bekannterweise unbenutzte Betriebs- oder Rundfunkfrequenzen, gerade unbenutzer AFU Kanal oder LPD/PMR/Freenet Frequenzen) mal ein paar Minuten neben dem Gerät sendet...
Für solche Messungen im Labor, wenn man keinen Tresorraum oder Bunker hat, gibt es natürlich auch Lösungen Abseits einer extremst teuren und Platzraubenden echten Messkammer. Durchaus Bezahlbar! Z.B. eine GTEM Zelle oder halt (normale, offene) TEM Zelle und Schirmzelt. Damit ist dann selbst bei maximaler Leistung die in die Umgebung gebrachte Leistung im Bereich von 0,x mW...
Ich habe bei mir im Labor für die Precompliance z.B. eine günstige TEM Zelle und Schirmzelt (ebenfalls Tekbox, dazu den "kleinen" TBMDA1) da kann ich nicht einmal zum anderen Ende des Gebäudes gehen ohne das ein mit voller Leistung in die TEM Zelle gespeistes Prüfsignal komplett im Rauschen meines AFU Handgerätes untergeht...
(Habe den Versuch gemacht...)
Hans W. schrieb:
Zum Abschätzen brauchst du den Antennenfaktor.
Das ist der eine Weg! Wobei man diesen rechnerischen Weg auf jeden Fall auch einmal komplett gehen sollte.
Ich habe für unseres Setup dann noch zusätzlich beim nächsten Ortstermin im akkreditierten Prüflabor meinen Spekkie mit TG, den Verstärker und ein paar Meter Kabel + Dämpfungsglieder sowie Antenne&Sonde eingepackt und im Anschluss an eine richtige Messung in der Kammer haben wir dann schnell noch für eine reihe ausgesuchter Frequenzen zum einen unsere Sonde bestrahlt (und ich mir aufgeschrieben was mein Spekkie als Wert angezeigt aht) und umgekehrt bei denselben Frequenzen dann jeweils ein Signal abgestrahlt und dabei dann aufgeschrieben mit welcher Leistung ich auf diesen Frequenzen senden muss um eine definierte Störabstrahlung zu erzeugen.
Mit diesen Infos ist es ein leichtes das eigene Setup dann zu Überprüfen und zu optimieren. WEnn dazu dann noch die Berechnungen und die experimentellen Werte halbwegs übereinstimme dann weiß man das man es richtig gemacht hat.
Gruß
Carsten