Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik DRV8825: Microsteps auf Oszilloskop nicht sichtbar


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von Weich W. (Firma: Weichwarengesellschaft mbH) (hand_werker)


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Guten Abend,

ich teste gerade einen DRV8825 Motortreiber auf dem Carrier-Board von 
Pololu: https://www.pololu.com/product/2133/pictures

Die A/B-Signale habe ich an ein Oszilloskop angeschlossen und dann von 
Hand einzelne Steps ausgelöst. Das sieht auch soweit gut und wie 
erwartet aus. Die Spannung wechselt bei jeder steigenden STEP-Flanke 
zwischen 0 und VMOT.

Dann habe ich 1/8 Microsteps über die entsprechenden Pins eingestellt.
Hier würde ich erwarten, dass sich bei jedem Step die Spannung graduell 
um 1/8 * VMOT erhöht oder verringert. Dem ist aber nicht so.
Stattdessen ändert sich die Spannung jetzt nur bei jedem 8. Step und das 
genauso abrupt wie ohne Microsteps. Das heißt bei Step 1 bis 7 passiert 
gar nichts und beim 8. erfolgt dann der (harte) Wechsel zwischen 0 und 
VMOT.

Ist das Teil kaputt oder übersehe ich was (wahrscheinlich zweiteres)?

Wenn es am PWM liegt, müsste man dann nicht zumindest im 
Nanosekundenbereich was erkennen können (was man auch nicht tut)?

: Verschoben durch Moderator
von Arduino F. (Firma: Gast) (arduinof)


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Weich W. schrieb:
> Die Spannung
Die Dinger sind Stromgeregelt.
Denn der Strom bestimmt das Dreh- Haltemoment.

von Weich W. (Firma: Weichwarengesellschaft mbH) (hand_werker)


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Ah, so rum ergibt es Sinn. Ich dachte die A/B Ausgänge sind nur simple 
variable "Spannungsquellen", aber da hängt dann wohl noch mehr dahinter.

von Rainer W. (rawi)


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Weich W. schrieb:
> Ich dachte die A/B Ausgänge sind nur simple
> variable "Spannungsquellen", aber da hängt dann wohl noch mehr dahinter.

Im Datenblatt des DRV8825 (Figure 6. Motor Control Circuitry
 auf S.11) ist vereinfacht dargestellt, wie die Ausgangsstufe aussieht.
Die nächste Abbildung (Figure 7. Decay Mode) zeigt die verschiedenen 
Strompfade in der Ausgangsstufe - je nach Betriebsphase.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Weich W. schrieb:
> Hier würde ich erwarten, dass sich bei jedem Step die Spannung graduell
> um 1/8 * VMOT erhöht oder verringert.
Der Strom macht das Magnetfeld, das Magentfeld macht das Drehmoment. 
Also muss für Mikroschritte der Spulenstrom um Bruchteile eines 
Vollschritts verändert werden. Du musst also den Effektivert des mit 
einer PWM-Spannung erzeugten Spulenstroms messen.

BTW: bei der Forenauswahl das nächste Mal beachten, dass sowas mit 
digitaler Elektronik oder gar µC grundsätzlich nichts zu tun hat.

: Bearbeitet durch Moderator
von Stefan F. (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> BTW: bei der Forenauswahl das nächste Mal beachten, dass sowas mit
> digitaler Elektronik oder gar µC grundsätzlich nichts zu tun hat.

Moment mal, der TO hatte ein analoges Signal erwartet. Aber du hast ihm 
gerade korrekterweise erklärt, dass der Chip digital arbeitet und zwar 
mit PWM.

Seit wann gehören PWM Anwendungen nicht mehr ins digitale Forum?

von Timo N. (tnn85)


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Stefan F. schrieb:
> Seit wann gehören PWM Anwendungen nicht mehr ins "digitale" Forum?

Ich muss mir auch jedes mal, wenn ich etwas poste überlegen, ob es jetzt 
ins "Elektronik" oder "Analogtechnik" Forum soll. Es überschneidet sich 
eben viel.
Hinzu kommt, dass es ja nur "µC & Elektronik" heißt und nicht "µC & 
digitale Elektronik" heißt.
Kenne die genaue Definition von Elektronik jetzt nicht auswendig, aber 
so etwas wie einen Schrittmotortreiber schließt es m. A. ein.

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