Hallo allerseits, wir sind auf der Suche nach einem Gerätetester für die Prüfung ortsveränderlicher Geräte nach DGUV Vorschrift 3. Wichtigster Punkt: Die Rechner-Schnittstelle (egal welche) soll dokumentiert sein, und den Abruf der Ergebnisse der letzten Prüfung ermöglichen. Kann da jemand ein geeignetes Gerät empfehlen? Hintergrund: Wir wollen die Prüfung mit Barcode-Scanner und Prüfgerät automatisieren. Das ganze kombiniert mit der Inventar-Datenbank, daher eine eigene Lösung. Programmiertechnisch ist das eine gut überschaubare Herausforderung. Bislang verwenden wir ein Benning ST 725 (https://www.benning.de/produkte/pruef-und-messtechnik/ger%C3%A4tetester-vde-0701-0702-0751-1/ger%C3%A4tetester-st-725.html). Der ist an sich völlig in Ordnung, nur kann man über USB nur immer ALLE gespeicherten Daten auslesen. Der Prozess ist etwas hakelig und dauert halt, das kann ich den Kollegen dauerhaft nicht zumuten. Wir experimentieren gerade mit der Druckerschnittstelle von dem Gerät, schön ist anders, aber geht vielleicht. Viele Grüße, Der Samuel
Die alten Gossen SECUTEST mit RS232 haben ein dokumentiertes Protokoll, da hatte ich mal angefangen, eine Software für zu basteln. Ich weiß nur nicht, ob man die auf neuste Normen programmiert bekommt. Die aktuellen Secutest haben, soweit ich weiß, auch ein serielles Protokoll, nur eben über USB. Aber das scheint nicht dokumentiert zu sein.
Schau dich mal im Forum "Die Steckdose" um. Da sind ganz überwiegend nur solche Prüfer/Experten unterwegs.
Update: Wir bleiben erst einmal beim ST725. Die Druckerschnittstelle ist eine ganz normale RS232, die mechanisch als PS/2-Buchse ausgeführt ist. Die Belegung fand sich im Handbuch vom Benning IT 130. Die größte Herausforderung war, ein PS/2-Kabel aufzutreiben ;-) Beim Betätigen der "Drucken"-Taste bekommt man den kompletten Ausdruck einer Prüfung, wie er auf dem Zettel zu sehen wäre, als ASCII. Das ist dann schnell geparst.
Moinsen, dann will ich diesen alten Thread mal wieder beleben: ich habe mal hemdsärmelig einen Versuchsaufbau mit einem alten PS2- Kabel und RS232 auf USB- Adapter gespielt. In Teraterm (oder einem anderen Terminalprogramm) konnte ich mit den Einstellungen 9600, 8N1 und "VT 100" folgenden "Ausdruck" erzeugen:
1 | <24><27>c5<1><27>!<4><\r><\n>--------------------------------PrÂfung gem„ss DIN VDE 0701-0702<\r><\n>Ident-Nr. _______________<\r><\n>PrÂfobjekt _______________<\r><\n>Speicherplatz-Nr. 004<\r><\n>Datum 05.04.2026<\r><\n>PrÂfung Messwert Grenzwert<\r><\n>--------- -------- ---------<\r><\n>RPE: 0,16ê 0,30ê<\r><\n>RISO: >19,99Mê 1,00Mê<\r><\n>VISO: 500V<\r><\n>IPE: <0,15mA 3,50mA<\r><\n>PrÂfergebnis Bestanden<\r><\n><\r><\n>PrÂffirma _____________________<\r><\n><\r><\n>PrÂfer _____________________<\r><\n> |
Oder, wenn man die <\r><\n> entsprechend formatiert:
1 | <24><27>c5<1><27>!<4> |
2 | -------------------------------- |
3 | PrÂfung gem„ss DIN VDE 0701-0702 |
4 | Ident-Nr. _______________ |
5 | PrÂfobjekt _______________ |
6 | Speicherplatz-Nr. 004 |
7 | Datum 05.04.2026 |
8 | PrÂfung Messwert Grenzwert |
9 | --------- -------- --------- |
10 | RPE: 0,16ê 0,30ê |
11 | RISO: >19,99Mê 1,00Mê |
12 | VISO: 500V |
13 | IPE: <0,15mA 3,50mA |
14 | PrÂfergebnis Bestanden |
15 | |
16 | PrÂffirma _____________________ |
17 | |
18 | |
19 | PrÂfer _____________________ |
Sieht zu 95% ganz ok aus; abgesehen von der Präambel, die wahrscheinlich nur Benning- Druckern etwas sagt, passen nur die Umlaute bzw. das Ohm- Symbol noch nicht so ganz. So etwas schreit natürlich nach einem Arduino nano, der die (pegelgewandelten!) Signale des St 725 bereinigt bzw. korrigiert und das Ergebnis über seine USB- Schnittstelle ausgibt. Man könnte z.B. auch Prüffirma und Prüfer im EEPRROM hinterlegen und damit professionelle "Ausdrucke" erzeugen. Hat sowas schon jemand evtl. umgesetzt oder soll ich das machen ;-)?
Das kann doch keiner lesen. Schon mal was von UTF-8 gehört?
Fein beobachtet, das kann keiner lesen: deshalb will ich ja auch die Sonderzeichen konvertieren. BTW, in UTF-8 kodiert, sieht es nicht unbedingt besser aus, siehe Anhang. Oder, mal anders gefragt: vielleicht ist der Gulasch, den der ST 725 ausgibt, ja schon sinnvoll kodiert (also die Umlaute und das große Omega lesbar) und ich stelle mich nur mädchenhaft an :-)? Hier alles als ASCII- Code; erkennt jemand da eine Kodierung?
1 | 024 027 099 053 001 027 033 004 013 010 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 045 080 114 129 102 117 110 103 032 103 101 109 132 115 115 032 068 073 078 032 086 068 069 032 048 055 048 049 045 048 055 048 050 013 010 073 100 101 110 116 045 078 114 046 032 032 032 032 032 032 032 032 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 013 010 080 114 129 102 111 098 106 101 107 116 032 032 032 032 032 032 032 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 013 010 083 112 101 105 099 104 101 114 112 108 097 116 122 045 078 114 046 032 032 032 032 032 032 032 032 032 032 032 032 048 048 051 013 010 068 097 116 117 109 032 032 032 032 032 032 032 032 032 032 032 032 032 032 032 032 032 048 053 046 048 049 046 050 048 050 054 013 010 080 114 129 102 117 110 103 032 032 032 032 032 032 032 077 101 115 115 119 101 114 116 032 071 114 101 110 122 119 101 114 116 013 010 045 045 045 045 045 045 045 045 045 032 032 032 032 032 045 045 045 045 045 045 045 045 032 045 045 045 045 045 045 045 045 045 013 010 082 073 083 079 058 032 032 032 032 032 032 032 032 032 062 049 057 044 057 057 077 234 032 032 032 050 044 048 048 077 234 013 010 086 073 083 079 058 032 032 032 032 032 032 032 032 032 053 048 048 086 013 010 073 066 058 032 032 032 032 032 032 032 032 032 032 032 060 048 044 049 048 109 065 032 032 048 044 053 048 109 065 013 010 080 114 129 102 101 114 103 101 098 110 105 115 032 032 032 066 101 115 116 097 110 100 101 110 013 010 013 010 080 114 129 102 102 105 114 109 097 032 032 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 013 010 013 010 080 114 129 102 101 114 032 032 032 032 032 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 095 013 010 |
Ralph S. schrieb: > Hier alles als ASCII- Code Dezimal ist zum Abgewöhnen, ein vernünftiger Hexdump erhöht die Lesbarkeit enorm. Hier mal das Wort Prüfung: Ralph S. schrieb: > 080 114 129 102 117 110 103 Das "ü" ist 0x81, dürfte demnach Codepage 437 oder 850 sein.
Nachtrag: Es ist CP437, 850 hat auf 0xea kein Omega.
Ralph S. schrieb: > So etwas schreit natürlich nach einem Arduino nano, der die > (pegelgewandelten!) Signale des St 725 bereinigt bzw. korrigiert Nö, eher nach (eigener) Software auf dem PC.
Hmmm schrieb: > Nachtrag: Es ist CP437, 850 hat auf 0xea kein Omega. Die meisten klassischen nicht-GDI- und nicht-PostScript-Drucker nutzen diese Codepage (sofern sie nicht so alt sind, daß sie noch aus vor-PC-Zeiten stammen). Das ist die Standard-Codepage des IBM PC, die auch fest codiert im Zeichengenerator-EPROM des MDA steckt.
Harald K. schrieb: > Die meisten klassischen nicht-GDI- und nicht-PostScript-Drucker nutzen > diese Codepage (sofern sie nicht so alt sind, daß sie noch aus > vor-PC-Zeiten stammen). Sowohl bei alten Nadeldruckern als auch bei heutigen Bondruckern ist der Zeichensatz i.d.R. konfigurierbar. Bei den Epson-Bondruckern heissen die beiden z.B. "PC437: USA, Standard Europe" und "PC850: Multilingual".
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