Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Jobsuche als frischer Informatik-Absolvent in der Schweiz


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von Max M. (maxmicr)


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Moin,

ich bin gerade mitten in meiner Masterarbeit und plane diese zum 
November abzuschließen.
Danach würde ich gerne nach 1 - 2 monatiger "Verschnaufpause" meiner 
ersten Vollzeit-Tätigkeit nachgehen.

Ich habe bereits 6 Monate in der Schweiz verbracht und mir hat es dort 
gut gefallen weswegen ich dort gerne Fuß fassen möchte. Besonders toll 
finde ich, dass es die Schweiz geschafft hat, sich die 3 großen 
Landessprachen zu erhalten und die Menschen in den jeweiligen Kantonen 
tatsächlich sehr unterschiedlich sind. Außerdem ist die Lage 
vorteilhaft: Man ist schnell in (Süd-)Frankreich, Norditalien oder in 
Österreich, Belgien, Deutschland etc. Zudem ist der öffentliche 
Nahverkehr ausgezeichnet, die Kantone und Gemeinden stehen untereinander 
mit verschiedenen Steuersätzen in Wettbewerb (=Subsidiaritätsprinzip).

Hat hier jemand Tipps für die Bewerbungsphase - sollte man anders (wie?) 
vorgehen als bei deutschen Firmen? In welchen Kantonen / Städten 
konzentrieren sich die Arbeitgeber, die Informatiker suchen?

Viele Grüße und einen schönen Sonntag,

Max

: Bearbeitet durch User
von Sophie T. (sophie_t)


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2 Monate nichts tun? Rote Flagge

von DSGV-Violator (Gast)


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> ich bin gerade mitten in meiner Masterarbeit und plane diese zum
> November abzuschließen.

jetzt = Juni     = 06/23 =  Mitte
        November = 11/23 =  Abschluss ->

Januar           = 01/23 = Anfang,

11 Monate Master Abschlussarbeit. Und ich dachte die Diplom-ingenieuer 
mit Ihren 6 Monaten für die Dplomarbeit haben was "Richtiges" geschaffen

>  In welchen Kantonen / Städten
> konzentrieren sich die Arbeitgeber, die Informatiker suchen?

Als Informatiker sollte es doch ein Leichtes sein, genau für die 
Beantwortung dieser Frage ein python-script zu schreiben, das per 
web-scraping eine Statistik n_jobs = f(stadt) erstellt.

 * 
https://www.ionos.de/digitalguide/websites/web-entwicklung/web-scraping-mit-python/
 * https://realpython.com/beautiful-soup-web-scraper-python/

von Enrico E. (pussy_brauser)


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Max M. schrieb:
> Hat hier jemand Tipps?

Dann bewerbe dich doch in Sumiswald bei der Uhrenfabrik Moser Baer. Die 
suchen immer gescheite Leute.

Das ist ein Geheimtipp von mir 🤫

Die Schweiz ist, gegenüber Deutschland, langfristig gesehen sowieso die 
bessere Alternative! Wenn man da Fuß gefasst hat, ist das fast wie ein 
6er im Lotto.

von Ben S. (bensch123)


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Sophie T. schrieb:
> 2 Monate nichts tun? Rote Flagge

Warum genau?

von He. (Gast)


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Max M. schrieb:
> dass es die Schweiz geschafft hat, sich die 3 großen
> Landessprachen zu erhalten und

Das hat nicht die Schweiz geschafft, sondern die Mensch haben sich gegen 
eine Vereinheitlichung gewehrt. Besonders der französisch sprechende 
Teil weigert sich beharrlich, Deutsch zu reden, obwohl Deutsch in allen 
anderen Landesteilen die Hauptsprache ist. Siehe das TV-Programm.

Du kannst gerne dein Glück probieren. In Deutschland werden nur noch 
billige Jobs vergeben. Beispiel aktuell:

"Hardwareentwickler für PCB/Layout" zu 30...50k.

https://www.linkedin.com/jobs/view/3629988720/

*******************************************************
People Source Consulting are recruiting an Hardware Electronics 
Technician to lead the R&D function, this role is hybrid in 
Oberteuringen and would require you to live locally, they offer an 
awesome relocation package for candidates looking to relocate to the 
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Salaries are between €30,000 - €50,000 plus great benefits package for 
the right profiles

Responsibilities:

• Your role will involve supporting the development of complex PCBs for 
our complete range of products.
• You will assist in component selection, generate bills of materials 
(BOMs), create production and process data, and conduct initial testing 
of prototypes.
• As part of the obsolescence management process, you will collaborate 
with colleagues in the R&D and procurement teams to explore alternative 
options for obsolete electronic parts.
• You will serve as the main point of contact between the R&D department 
and the production department for any technical inquiries.
• Working alongside hardware, FPGA firmware, and embedded software 
experts, you will be part of an interdisciplinary team responsible for 
creating high-performance products that meet market demands.
• From the initial concept to component selection in collaboration with 
procurement, actual development, and ongoing support, you will be 
involved in the entire product lifecycle, including project-specific 
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Previous experience required:
• Degree educated in Electronics, Mechatronics or related field
• Strong knowledge of PCBs (analogue and digital) and good experience 
with Altium
• Good experience working with Electronics PCBs
• Good experience with Jira or Confluence
• German and English language
*********************************************************

Der Job ist wieder auf einen der Inder zugeschnitten, die derzeit massiv 
die Plattformen bevölkern.

von (prx) A. K. (prx)


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Max M. schrieb:
> In welchen Kantonen / Städten
> konzentrieren sich die Arbeitgeber, die Informatiker suchen?

Der Tipp ist schon etwas alt und die Sitution kann individuell und 
regional sehr unterschiedlich ausfallen, aber wenn du dir das sprachlich 
zutraust, geh in die Welschschweiz. Manchen Deutsch-Schweizern gehen 
Deutsche auf die Nerven.

von (prx) A. K. (prx)


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Heiko E. schrieb:
> Besonders der französisch sprechende
> Teil weigert sich beharrlich, Deutsch zu reden, obwohl Deutsch in allen
> anderen Landesteilen die Hauptsprache ist.

Die Hauptsprache im deutschen Teil der Schweiz ist mitnichten Deutsch, 
sondern Schweizer Mundart, und die diversen auch deutlich verschiedenen 
Varianten davon sind für jemanden, der Deutsch als Zweitsprache gelernt 
hat, effektiv unverständlich. Selbst in abgemilderter Form.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Max M. schrieb:
> Außerdem ist die Lage
> vorteilhaft: Man ist schnell in (Süd-)Frankreich, Norditalien oder in
> Österreich, Belgien, Deutschland etc.

Mit dem Argument wäre ich vorsichtig. Also wenn das Beste an der Schweiz 
darin bestünde, dass man so schnell raus kommt. :-))

von Oliver S. (oliverso)


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(prx) A. K. schrieb:
> die diversen auch deutlich verschiedenen
> Varianten davon sind für jemanden, der Deutsch als Zweitsprache gelernt
> hat, effektiv unverständlich. Selbst in abgemilderter Form.

Das sind die auch für jemanden, der Deutsch mit der Muttermilch 
aufgenommen hat. Was allerdings eh für die allermeisten Dialekte gilt, 
die im deutschsprachigen Raum so anzutreffen sind.

Oliver

von (prx) A. K. (prx)


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Oliver S. schrieb:
> Das sind die auch für jemanden, der Deutsch mit der Muttermilch
> aufgenommen hat. Was allerdings eh für die allermeisten Dialekte gilt,
> die im deutschsprachigen Raum so anzutreffen sind.

Der Unterschied: Die allermeisten Deutschen sprechen entweder von Haus 
aus automatisch allenfalls landmannschaftlich gefärbtes Hochdeutsch, und 
zwar ohne sich dabei einen abzubrechen. Das ist die Standardsituation. 
Nur ein Teil wechselt untereinander in mässigen Dialekt, sofern 
diejenigen das überhaupt drauf haben. Kräftigen Dialekt beherrscht nur 
eine Minderheit und das ist dann für besondere Situationen reserviert.

In D fällst du mit Mundart auf, mit Hochdeutsch hingegen nicht.

Deutschschweizer sprechen zuerst Mundart, zu Hause und in der 
Bekanntschaft. Oft kommt erst in der Schule Hochdeutsch, quasi als erste 
"Fremdsprache". Viele fühlen sich in Mundart erheblich wohler, fühlen 
sich auf Hochdeutsch einem Deutschen unterlegen. Und zwar u.U. auch 
jene, die als Geschäftsleute mit Deutschland viel Kontakt haben.

In CH fällst du mit Hochdeutsch auf, mit Mundart hingegen nicht.

von C. D. (derschmied)


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Auch der Schweiz ist der Fortschritt lange schon angekommen, und 
Alphörner wurden durch moderne Telefone ersetzt. Will sagen: es gibt 
durchaus schweizer Informatiker, und nicht wenige die diesen Berufszweig 
studieren. Wie willst Du einem schweizer Unternehmen klar machen dass es 
gerade DICH den 10 einheimischen Bewerbern vorziehen soll? Sofern es 
überhaupt innerhalb Westeuropas je einen "deutsch-Joker" gab, dann zieht 
der in der Schweiz ganz und gar nicht. Im Gegenteil, man ist Fremden 
mitunter argwöhnisch bis hin zu feindselig eingestellt. Allenfalls das 
Geld wird gerne genommen, und Arbeitskräfte in der Regel dauerhaft nur, 
wenn Lücken geschlossen werden müssen oder sonst ein Nutzen auf der Hand 
liegt. Wenn Du also nicht weit überm Durchschnitt Dich bewegst, dann 
wirst schon ordentlich die Werbetrommel rühren müssen bis man auf Dich 
überhaupt nur aufmerksam wird.

Die Schweizer Arbeitslandschaft ist weiterhin auch noch nicht gar so vom 
Anspruchsdenken der Arbeitnehmer infiltriert wie es hier der Fall ist, 
es wird dir also ordentlich Gegenwind ins Gesicht blasen.

So hübsch & sympathisch die Schweiz im Urlaub auch daherkommt, so hart 
ist es auch dort Fuß zu fassen.

Gruß, DerSchmied

von Max M. (maxmicr)


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Enrico E. schrieb:
> Die Schweiz ist, gegenüber Deutschland, langfristig gesehen sowieso die
> bessere Alternative! Wenn man da Fuß gefasst hat, ist das fast wie ein
> 6er im Lotto.

Sehe ich auch so, deswegen werde ich es versuchen.

(prx) A. K. schrieb:
> aber wenn du dir das sprachlich
> zutraust, geh in die Welschschweiz. Manchen Deutsch-Schweizern gehen
> Deutsche auf die Nerven.

Ich war kurz in Lausanne, war sehr schön! Allerdings trau ich mir das 
Französisch nicht zu, ich hatte selbst mit Italienisch lernen Probleme.

(prx) A. K. schrieb:
> Mit dem Argument wäre ich vorsichtig. Also wenn das Beste an der Schweiz
> darin bestünde, dass man so schnell raus kommt. :-))

So war das natürlich nicht gemeint :)
Die Schweiz hat tolle Städte und tolle Natur. Der Pluspunkt halt: Wenn 
man mal wo anders hin will, hat man viel Auswahl.

C. D. schrieb:
> So hübsch & sympathisch die Schweiz im Urlaub auch daherkommt, so hart
> ist es auch dort Fuß zu fassen.

Hab ich anders erlebt. Diverse Studienkollegen (nicht-Schweizer) haben 
recht einfach einen Job bekommen, allerdings war keiner in der 
Informatik.

C. D. schrieb:
> Wie willst Du einem schweizer Unternehmen klar machen dass es
> gerade DICH den 10 einheimischen Bewerbern vorziehen soll?

Ich probier es einfach.

: Bearbeitet durch User
von C. D. (derschmied)


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@Max M.:

Hier aus ein paar Zeilen herauszulesen wie ernst es Dir mit diesen 
Vorhaben ist, ist nicht einfach.

Nach dem Studium scheint einem die ganze Welt offen zu stehen, und das 
tut sie auch, aber - man muss hart dafür arbeiten. Ich selbst habe Jahre 
im italienischen Ausland gearbeitet, eine Erfahrung, die ich nicht 
missen möchte. Allerdings auch festgestellt dass man so manche 
Vorstellung schnell wieder loswerden muss.

Was ich sagen will: wennst Dich dahinterklemmst und bereit bist immer 
ein wenig mehr zu tun als die anderen, dann stehen die Chancen gar 
nicht so schlecht.

Wenn Dein Wunsch aus einer Urlaubslaune heraus entstanden ist, und Du 
mit verklärten Bildern im Kopf an die Sache herantrittst, dann läuft das 
schnell auf eine schmerzhafte Bauchlandung hinaus.

Was man auch im Blick haben sollte:

Freunde, Familie, Beziehung... Wird sich alles ändern.

Gruß, DerSchmied

von Rubble C. (Gast)


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Deutsche Arbeitnehmer sind in der Schweiz sehr gerne gesehen, meist 
arbeiten sie für eine handvoll Tausender weniger im Jahr und strengen 
sich richtig an.

von C. D. (derschmied)


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Rubble C. schrieb:
> Deutsche Arbeitnehmer sind in der Schweiz sehr gerne gesehen,

Nicht immer, nicht überall.

Nur eines ist sicher: Arbeiten muss man tatsächlich. Im Ausland 
mitunter mehr und härter als man es von hier gewohnt ist.

Gruß, DerSchmied

von Rubble C. (Gast)


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C. D. schrieb:
> Nur eines ist sicher: Arbeiten muss man tatsächlich. Im Ausland
> mitunter mehr und härter als man es von hier gewohnt ist.

Nicht immer, nicht überall.

von C. D. (derschmied)


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Rubble C. schrieb:
> Nicht immer, nicht überall.

Gut gekontert...

Gruß, DerSchmied

von Flo (linux_user)


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Sophie T. schrieb:
> 2 Monate nichts tun? Rote Flagge

Man wäre ja blöd das so im Bewerbungsgespräch zu verkaufen. Da kommt 
sowas wie Gap Year, Sprach-/Studienreise etc.

von (prx) A. K. (prx)


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Flo schrieb:
> Sophie T. schrieb:
>> 2 Monate nichts tun? Rote Flagge
>
> Man wäre ja blöd das so im Bewerbungsgespräch zu verkaufen. Da kommt
> sowas wie Gap Year, Sprach-/Studienreise etc.

Was soll dieser Zirkus um harmlose 1-2 Monate Urlaub nach dem 
Studienabschluss? Spass dran, ihm Angst einzujagen?

: Bearbeitet durch User
von He. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Die Hauptsprache im deutschen Teil der Schweiz ist mitnichten Deutsch,
> sondern Schweizer Mundart, u

Welche Erkenntnis, so als sei das nicht bekannt. Es ist aber ebenb ein 
Deutsch und im TV wird Deutsch = "Schriftsprache" gesprochen. Man könnte 
ja auch erwarten, dass im italienischen Teil italienisch gesendet wird - 
ist aber nicht so.

C. D. schrieb:
> Nur eines ist sicher: Arbeiten muss man tatsächlich. Im Ausland
> mitunter mehr und härter als man es von hier gewohnt ist.
In der Schweiz haben sie in der Regel eine 42.5h-Woche und für Jüngere 
nur 25-28 Tage Urlaub inkludiert.

Da musst du eben rechnen, ob sich das lohnt. Umrechnungsfaktor wäre etwa 
43/40-> 8% Aufschlag. Dazu kommen die hohen Steuern auf hohe Gehälter -> 
1,05 und die Quellensteuer, falls du noch als Deutscher in DE einen 
Wohnsitz hast -> 1,045 oben auf. Braucht also 14% - 19% mehr Gehalt fürs 
gleiche Netto. Nun ist die Schweiz 10%-30% teuer, bei 50% Ausgeben fürs 
Netteo-> 5%-15% oben auf.

-> 20% bis 30% mehr Gehalt erforderlich. Der Wechselkurs gibt aber nur 
einen Faktor 1,1 her - brauchst also 10-20% mehr Gehalt!

Sinn macht die Schweiz dann, wenn man sein Geld direkt dort ausgezahlt 
bekommt und es dort anlegen kann, um es dort zu ernten, wenn man DE 
komplett verlässt!

Dann empfiehlt sich, das Geld peu a peu als Bargeld abzuheben und in 
Österreich anzulegen. Dort ist der Alterssitz erheblich billiger.

von Udo K. (udok)


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Max M. schrieb:
> Danach würde ich gerne nach 1 - 2 monatiger "Verschnaufpause" meiner
> ersten Vollzeit-Tätigkeit nachgehen.

https://www.jobs.ch/de/

Ist ja heute nicht mehr so schwer...

Aufpassen, dass du dich in DE komplett abmeldest (inkl. Wohnsitz), sonst 
zahlst du die deutsche Steuern auf die niedrigeren Schweizer Steuern 
drauf.

: Bearbeitet durch User
von Rick M. (rick-nrw)


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Heiko E. schrieb:
> "Hardwareentwickler für PCB/Layout" zu 30...50k.

> Der Job ist wieder auf einen der Inder zugeschnitten, die derzeit massiv
> die Plattformen bevölkern.

Der Inder muss aber mind. 42k€/a bekommen - Spanier, Griechen etc. 
können auch für 30k€/a dort anfangen

Vermittler aus Bristol,UK sucht für ein Unternehmen am Bodensee?

Darf ich das seltsam finden?

Beitrag #7432392 wurde vom Autor gelöscht.
von C. D. (derschmied)


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Rick M. schrieb:
> Vermittler aus Bristol,UK sucht für ein Unternehmen am Bodensee?
> Darf ich das seltsam finden?

Selbstverständlich, es ist ja auch seltsam. Derlei 
Vermittlungs-Agenturen sprießen wie die Pilze aus dem Boden, verdienen 
mit, schöpfen Kapital ab welches dem Arbeitnehmer letztlich auf dem 
Lohnzettel fehlt und der Arbeitgeber zum Ausgeben nicht mehr in der 
Tasche hat. Ein nutzloses Zahnrad im Getriebe das sein Quantum Öl 
abhaben will.

Und es gibt ausreichend Bewerber und Arbeitgeber die ihnen dies Öl auch 
noch in den Rachen stopfen.

Gruß, DerSchmied

: Bearbeitet durch User
von Sophie T. (sophie_t)


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Naja, so ist der Markt für frische Absolventen. Man nimmt was man kriegt 
und in vielen Fällen bedeutet das heute sich mehrere Jahre ausbeuten zu 
lassen bis man in vernünftige Arbeitsverhältnisse kommt. Traurig wie 
sich der Arbeitsmarkt entwickelt hat. Jeder optimiert nur noch 
Personalkosten.

Die KI wird sowieso für große Verwerfungen auf dem Markt sorgen. Da 
werden viele in den nächsten Jahren arbeitslos werden. Ich frage mich 
wie es bei den Hardwareentwicklern aussehen wird. Dass in der 
Softwareecke der klassische Programmierer womöglich ausstirbt ist 
absehbar. Schluss letztendlich dreht es sich in der Hardwareentwicklung 
in vielen Fällen um Standardschaltungen die entsprechend verknüpft 
werden. Diese Standardschaltungen stehen in diversen Lehrbüchern und 
können erlernt werden. Ich vermute, dass sich die Dinge mehr in Richtung 
Planung und Lösungsfindung verlagern werden. Die KI macht den Rest.

von Max M. (maxmicr)


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Heiko E. schrieb:
> Da musst du eben rechnen, ob sich das lohnt. Umrechnungsfaktor wäre etwa
> 43/40-> 8% Aufschlag. Dazu kommen die hohen Steuern auf hohe Gehälter ->
> 1,05 und die Quellensteuer, falls du noch als Deutscher in DE einen
> Wohnsitz hast -> 1,045 oben auf. Braucht also 14% - 19% mehr Gehalt fürs
> gleiche Netto. Nun ist die Schweiz 10%-30% teuer, bei 50% Ausgeben fürs
> Netteo-> 5%-15% oben auf.

Ich würde meinen Wohnsitz definitiv komplett nach CH verlegen, außerdem 
ist durch die hiesige Inflation nicht mehr alles günstiger als in CH. 
Als ich längere Zeit im Tessin war, waren z.B. Grapefruits deutlich 
günstiger, der Rest ähnlich teuer. Wohnungen mögen dort (noch) teurer 
sein. Dazu kommt der wesentlich geringere Steuersatz in CH.

von Oliver S. (oliverso)


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Heiko E. schrieb:
> (Dazu kommen die hohen Steuern auf hohe Gehälter ->
> 1,05 und die Quellensteuer, falls du noch als Deutscher in DE einen
> Wohnsitz hast -> 1,045 oben auf. Braucht also 14% - 19% mehr Gehalt fürs
> gleiche Netto.

Die Schweiz ist ja nun für vieles bekannt, aber sicher nicht für hohe 
Steuern.

Oliver

von Sophie T. (sophie_t)


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Oliver S. schrieb:
> Heiko E. schrieb:
>> (Dazu kommen die hohen Steuern auf hohe Gehälter ->
>> 1,05 und die Quellensteuer, falls du noch als Deutscher in DE einen
>> Wohnsitz hast -> 1,045 oben auf. Braucht also 14% - 19% mehr Gehalt fürs
>> gleiche Netto.
>
> Die Schweiz ist ja nun für vieles bekannt, aber sicher nicht für hohe
> Steuern.
>
> Oliver

Ja zum Einkaufen kann man ja auch schnell mit einem Van nach DE 
rüberfahren und sich für einen kompletten Monat mit Lebensmitteln und 
Haushaltszeug eindecken.

von (prx) A. K. (prx)


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Sophie T. schrieb:
> Ja zum Einkaufen kann man ja auch schnell mit einem Van nach DE
> rüberfahren und sich für einen kompletten Monat mit Lebensmitteln und
> Haushaltszeug eindecken.

Die meisten dürften sich auf 300 Franken beschränken, um sich neben der 
D-MwSt auch die CH-MwSt und zusätzlichen Papierkram mitsamt 
entsprechender Zeit zu ersparen. Nichtrauchende abstinente Vegetarier 
sind zudem im Vorteil, weil sonst bei Grossbedarf Zoll anfällt.

So sehr sich die Händler hier in der Gegend darüber freuen: Die Kunden 
in der Kassenschlange hinter einem Schweizer freuen sich nicht. Der 
Zirkus um die MwSt-Erstattung kostet erheblich Zeit.

: Bearbeitet durch User
von Christoph Z. (christophz)


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Max M. schrieb:
> In welchen Kantonen / Städten
> konzentrieren sich die Arbeitgeber, die Informatiker suchen?

Ähnlich wie in DE: In den grossen Städten. Grosse Firmen die 
Informatiker beschäftigen gibt es in Zürich/Bern/Lausanne/Genf.
Kommt halt auch darauf an, was du suchst, Applikationsentwickler, 
Webentwickler, Serveradmin, Algorithmen/Data Science, ...

Hier in Zürich gibt es z. B. diverse Banken, Versicherungen, Google, 
Nvidia, Oculus, UPC, IBM, Gardena, Start-ups etc.
Daneben grosse Ingenieurbüro/Consultig wie Zühlke/Noser

Gerade in den grossen Firmen hier in Zürich spricht keiner 
Schweizerdeutsch und selten Hochdeutsch. Merkt man auch gut im 
Nachtleben. Viele Expats hier und alles auf Englisch.
Unter 4 FPGA Entwicklern bin ich hier der einzige Schweizer :-)

Wenn du eher Industrie/Embedded suchst ist das nicht in der Stadt 
sondern im nahen Umland (Sensoren, Türen, Zutrittssysteme, Raumfahrt, 
Lüfung, Messgeräte, Eisenbahn, Energiesysteme, Lifte etc.). Wie du schon 
geschrieben hast üblicherweise gut mit dem Nahverkehr erreichbar.

: Bearbeitet durch User
von Thomas K. (thomas2021)


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Max M. schrieb:
> Hat hier jemand Tipps für die Bewerbungsphase - sollte man anders (wie?)

Frag Mutti.de

von Max M. (maxmicr)


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Christoph Z. schrieb:
> Wenn du eher Industrie/Embedded suchst ist das nicht in der Stadt
> sondern im nahen Umland (Sensoren, Türen, Zutrittssysteme, Raumfahrt,
> Lüfung, Messgeräte, Eisenbahn, Energiesysteme, Lifte etc.). Wie du schon
> geschrieben hast üblicherweise gut mit dem Nahverkehr erreichbar.

Vielen Dank Christoph für deinen hilfreichen Beitrag.

Hast du ein paar Namen im Embedded-Bereich? Ich hab mich schon etwas 
umgesehen (z.B. Kaffeemaschinen-Hersteller sucht 
Embedded-Softwareentwickler) und ich weiß noch nicht ob mich das 
Dorfleben nicht etwas abschreckt. Klar, einerseits ist man schnell in 
der Stadt aber die schnelle Verfügbarkeit von allem (Supermarkt, 
Fitnessstudio, Arzt) ist schon zur Gewohnheit geworden.

von (prx) A. K. (prx)


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Max M. schrieb:
> und ich weiß noch nicht ob mich das Dorfleben nicht etwas abschreckt

Es gibt nicht nur Grossstadt und Dorf. ;-)

von DSGV-Violator (Gast)


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* Leica Geosystems (jetzt Hexagon) in Heerbrugg, Ostschweiz (St. 
Gallen). Sozusagen im Vierländereck (mit Deutschland, Össireich und 
Liechtenstein), da kann man nebenher was Schnuggeln ;-)

 * Zühlke Technology Group in Bern und Zürich,
 * enclustra (Zürich),
 * u-blox (Thalwil)
 * oerlikon (mehrere)
 * RUAG (mehrere)

von Sophie T. (sophie_t)


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Max M. schrieb:
> Christoph Z. schrieb:
>> Wenn du eher Industrie/Embedded suchst ist das nicht in der Stadt
>> sondern im nahen Umland (Sensoren, Türen, Zutrittssysteme, Raumfahrt,
>> Lüfung, Messgeräte, Eisenbahn, Energiesysteme, Lifte etc.). Wie du schon
>> geschrieben hast üblicherweise gut mit dem Nahverkehr erreichbar.
>
> Vielen Dank Christoph für deinen hilfreichen Beitrag.
>
> Hast du ein paar Namen im Embedded-Bereich? Ich hab mich schon etwas
> umgesehen (z.B. Kaffeemaschinen-Hersteller sucht
> Embedded-Softwareentwickler) und ich weiß noch nicht ob mich das
> Dorfleben nicht etwas abschreckt. Klar, einerseits ist man schnell in
> der Stadt aber die schnelle Verfügbarkeit von allem (Supermarkt,
> Fitnessstudio, Arzt) ist schon zur Gewohnheit geworden.

Du musch ja auch net im Dorf leben. Man kann auch pendeln...

von Max M. (maxmicr)


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DSGV-Violator schrieb:
> Leica Geosystems (jetzt Hexagon) in Heerbrugg, Ostschweiz

Sehr interessantes Unternehmen - danke! Da probier' ich mein Glück.

Sophie T. schrieb:
> Du musch ja auch net im Dorf leben. Man kann auch pendeln...

Ist halt nochmal was anderes wenn man in 5min mit dem Auto im Fitness 
ist oder zu Fuß zum Supermarkt gehen kann (auch einer mit viel Auswahl). 
Aber das ist sicher von Dorf zu Dorf unterschiedlich.

von DSGV-Violator (Gast)


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Max M. schrieb:
> DSGV-Violator schrieb:
>> Leica Geosystems (jetzt Hexagon) in Heerbrugg, Ostschweiz
>
> Sehr interessantes Unternehmen - danke! Da probier' ich mein Glück.

Wenn Du dort bist, lass Dir den "Show-room" zeigen. Vermessungstechnik 
(u.a. für den Bau) kann soviel mehr sein als Theodolit, Wasserwaage und 
Schnur.

Ich sag da nur Laserschnur 
(https://leica-geosystems.com/de-de/products/lasers/rotating-lasers).

Wenn man die Situation etwas auflockern will, kann man ja zu den 
Brückenbau-Peinlichkeiten zwischen Schweiz und Deutschland  abschweifen 
(bspw.: Hochrheinbrücke, 
https://www.swissinfo.ch/ger/meereshoehe-ist-nicht-gleich-meereshoehe/4262684)

von Max M. (maxmicr)


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Habt ihr noch einen Tipp unter welches Gehalt man auch keinen Fall gehen 
sollte? Meine Schätzung wären 80k€ / Jahr brutto.

von Rubble C. (Gast)


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Max M. schrieb:
> unter welches Gehalt man auch keinen Fall gehen sollte?

Auf keinen Fall unter 20'000.

von Georg M. (g_m)


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"Armut ist in der Schweiz keine Schande"

https://www.youtube.com/shorts/wxgJnyJnAaQ

von Sophie T. (sophie_t)


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Max M. schrieb:
> Habt ihr noch einen Tipp unter welches Gehalt man auch keinen Fall
> gehen
> sollte? Meine Schätzung wären 80k€ / Jahr brutto.

Das Durchschnittsgehalt für Ings in der Schweiz liegt bei ca. 100k CHF.
Als Single kann man damit ca. 3k CHF jeden Monat zur Seite legen und 
dabei ein erfülltes Leben führen. Das sind ~35k€ p.a. die jährlich ins 
Depot wandern. Da muss man hier in DE schon die 100k haben, davon 
bleiben dann ~5,3k Netto monatlich. Abzüglich laufender Kosten ist man 
bei guten 3k€...

von Cyblord -. (cyblord)


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Sophie T. schrieb:
> Das Durchschnittsgehalt für Ings in der Schweiz liegt bei ca. 100k CHF.
> Als Single kann man damit ca. 3k CHF jeden Monat zur Seite legen

Schweiz und Deutschland haben hier leider ähnliche Probleme: Kosten für 
das Wohnen.
Wenn man in D die 5,3k netto im Monat hat, gehen heute locker mal 2k 
davon aufs Wohnen. Da ist dann aber noch nichts anderes bezahlt. Oftmals 
ist das sogar Kalt.
Das wird in der Schweiz nicht viel anders sein plus die anderen Kosten 
sind nochmal höher als in D.

Schlimmer ist es nur noch an der US Westküste. In der Bay-Area kostet 
eine 2 Zimmer Wohnung im DURCHSCHNITT 3250$ / Monat.

: Bearbeitet durch User
von Max M. (maxmicr)


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Cyblord -. schrieb:
> Wenn man in D die 5,3k netto im Monat hat

Allerdings sind 5,3k netto im Monat in der Schweiz und Kalifornien 
deutlich einfacher zu erreichen als in Deutschland.

von Sophie T. (sophie_t)


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Max M. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Wenn man in D die 5,3k netto im Monat hat
>
> Allerdings sind 5,3k netto im Monat in der Schweiz und Kalifornien
> deutlich einfacher zu erreichen als in Deutschland.

Das zum einen, zum anderen funktioniert das Rentensystem dort deutlich 
besser. Ich bleibe dabei: Als Single ist die Schweiz besser. Mit Familie 
ist Deutschland besser. In der Schweiz gibt es sogar die Heiratsstrafe^^

von Christoph Z. (christophz)


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Sophie T. schrieb:
> Das Durchschnittsgehalt für Ings in der Schweiz liegt bei ca. 100k CHF.

Ja, aber nicht frisch nach Studium.

Max M. schrieb:
> Meine Schätzung wären 80k€ / Jahr brutto.

Joah, das sollte schon so etwa passen als unteres Limit. Hatte nur ein 
mal ein Angebot von einem Start-up in Zürich, das leicht tiefer war aber 
jeder bekam genau gleich viel und wie üblich gewisse Anteile.

von Cyblord -. (cyblord)


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Sophie T. schrieb:
> Max M. schrieb:
>> Cyblord -. schrieb:
>>> Wenn man in D die 5,3k netto im Monat hat
>>
>> Allerdings sind 5,3k netto im Monat in der Schweiz und Kalifornien
>> deutlich einfacher zu erreichen als in Deutschland.
>
> Das zum einen, zum anderen funktioniert das Rentensystem dort deutlich
> besser. Ich bleibe dabei: Als Single ist die Schweiz besser. Mit Familie
> ist Deutschland besser. In der Schweiz gibt es sogar die Heiratsstrafe^^

Und in der Schweiz zahlt man fiktive Mieten für Wohneigentum. Wenn 
abbezahlt. Irre.

von (prx) A. K. (prx)


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Cyblord -. schrieb:
> Und in der Schweiz zahlt man fiktive Mieten für Wohneigentum. Wenn
> abbezahlt. Irre.

Man zahlt nicht die Miete, sondern Einkommensteuer auf jene Miete, die 
man durch das selbstbewohnte Eigentum erspart. Übrigens freiwillig, in 
dem Sinn, als eine Initiative zur Abschaffung vom Volk abgelehnt wurde.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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(prx) A. K. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Und in der Schweiz zahlt man fiktive Mieten für Wohneigentum. Wenn
>> abbezahlt. Irre.
>
> Man zahlt nicht die Miete, sondern Einkommensteuer auf jene Miete, die
> man durch das selbstbewohnte Eigentum erspart. Übrigens freiwillig, in
> dem Sinn, als eine Initiative zur Abschaffung vom Volk abgelehnt wurde.

Macht es halt nicht besser. Was dann auch dazu führt dass niemand die 
Bude abbezahlt sondern man lässt immer was stehen.

von Udo S. (urschmitt)


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Sophie T. schrieb:
> Ja zum Einkaufen kann man ja auch schnell mit einem Van nach DE
> rüberfahren und sich für einen kompletten Monat mit Lebensmitteln und
> Haushaltszeug eindecken.

Der Schweizer Zoll freut sich schon auf dich. Der hält nämlich fast nie 
Deutsche, sondern meist Schweizer an.

Sophie T. schrieb:
> Die KI wird sowieso für große Verwerfungen auf dem Markt sorgen. Da
> werden viele in den nächsten Jahren arbeitslos werden.

Die finden dann neue Jobs, zum Beispiel in den verkorksten Designs und 
Programme der KI die Fehler finden und das lauffähig machen.

Solange die Übersetzungen von Google und co. so so grottenschlecht sind 
wie sie sind, braucht man sich noch keine großen Sorgen machen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Udo S. schrieb:
> Der Schweizer Zoll freut sich schon auf dich. Der hält nämlich fast nie
> Deutsche, sondern meist Schweizer an.

Deshalb bieten die Läden in Konstanz und Co. direkt Zollfreie Pakete an 
die genau die richtigen Mengen enthalten. z.B. mit Fleisch.

Aber putzig finde ich es schon wie die da Schlange stehen weil die sich 
ihre eigenen überteuerten Preise nicht mehr leisten können.

von Udo S. (urschmitt)


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Cyblord -. schrieb:
> Das wird in der Schweiz nicht viel anders sein plus die anderen Kosten
> sind nochmal höher als in D.

Im Ranking der teuersten Städte der Welt liegt Zürich und Genf noch vor 
San Franzisko auf Rang 6 und 7.
Vor einigen Jahren waren sie noch in den Top 5.

Ich war vor einigen Jahren mal in Genf. In einer normalen Pizzeria in 
der Stadt war die einzige Pizza, die weniger als 30 SFr kostete, die 
Magherita.

von Max M. (maxmicr)


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Cyblord -. schrieb:
> Aber putzig finde ich es schon wie die da Schlange stehen weil die sich
> ihre eigenen überteuerten Preise nicht mehr leisten können.

Natürlich können sich die Schweizer ihre Preise leisten, sonst gäbe es 
die Preise ja nicht. Aber warum sollte man nicht kurz über die Grenze 
fahren und dort für weniger Geld einkaufen? Zum Glück leben wir ja 
(noch) im Kapitalismus.

von Cyblord -. (cyblord)


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Max M. schrieb:
> Aber warum sollte man nicht kurz über die Grenze
> fahren und dort für weniger Geld einkaufen? Zum Glück leben wir ja
> (noch) im Kapitalismus.

Sie dürfen doch. Ich finde es nur niedlich.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Udo S. schrieb:
> Der Schweizer Zoll freut sich schon auf dich. Der hält nämlich fast nie
> Deutsche, sondern meist Schweizer an.

Ich kann mich nicht entscheiden, ob das nun ironisch oder ernst gemeint 
ist.

Am Flughafen Zürich wurde ich vom Zoll angesprochen, die (berufliche) 
Elektronik im Koffer war bestimmt alles andere als billig - aber nach 
kurzer Antwort klaglos durchgewunken.

Im gewerblichen Warenverkehr Deutsche Firma zu Schweizer Kunden und 
zurück (Reparaturen) ist der Zoll extrem aufwendig, mein Kollege 
Exportkaufmann war ständig am fluchen.

Udo S. schrieb:
> Ich war vor einigen Jahren mal in Genf. In einer normalen Pizzeria in
> der Stadt war die einzige Pizza, die weniger als 30 SFr kostete, die
> Magherita.

Ich war ein paar Mal beruflich für jeweils wenige Tage in der Schweiz. 
Auffällig war, dass die Linienflüge mit Swiss deutlich billiger als z.B. 
nach Wien sind. Dann war aber direkt auffällig, dass in der Gastronomie 
extrem hohe Preise für Fleischgerichte genommen wurden.

Vom Verhalten her kenne ich Schweizer Kunden und Techniker als sehr 
pingelig. Würde man denen eine Uhr verkaufen, würden sie die vermutlich 
zerlegen und deren interne Schrauben nachmessen.

von Sophie T. (sophie_t)


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Was sind Schweizer eigentlich für eine Rasse? Sie sind ja zum teil 
deutsch, italienisch und französisch? Sind das Urdeutsche oder woher 
kommen sie?

von Herbert B. (Gast)


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Sophie T. schrieb:
> Sind das Urdeutsche oder woher kommen sie?
Aus Helvetien.

von DSGV-Violator (Gast)


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Sophie T. schrieb:
> Was sind Schweizer eigentlich für eine Rasse?

Schweizer sind die, die einen "Schweizer Pass" haben. Und damit alles 
mögliche, auch Russen, Iraker, Sri Lanker, ...

https://www.swissinfo.ch/ger/politik/einbuergerung_der-schweizer-pass-laesst-russen-mehr-traeumen-als-italiener/45570610

https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/migration-integration/nach-migrationsstatuts.html

"Schweizer" gibt es auch als Berufsbezeichnung bspw. für Melker, 
https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_(Beruf)#Schweizerei

> Aus Helvetien.
Helvetii -> 
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/ba/Map_Gallia_Tribes_Towns.png

von Christoph Z. (christophz)


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Manfred P. schrieb:
> Auffällig war, dass die Linienflüge mit Swiss deutlich billiger als z.B.
> nach Wien sind.

Weil die Swiss eben die Billigfluglinie der Lufthansa ist.

Sophie T. schrieb:
> Was sind Schweizer eigentlich für eine Rasse?

Neanderthaler. Muss sicher so stimmen weil damals in der 3. Klasse sind 
wir zu Fuss zu einer Höhle wo Neanderthaler gewohnt haben (Kesslerloch). 
Also muss ich doch jetzt bestimmt von denen Abstammen.

Wenn du nach was sinnvollerem Fragen würdest, könnte ich dir sagen, das 
im Norden viele Keltischeeinflüsse drin sind und Süden/Westen auch die 
Römer waren. Avenche und Augusta Raurica sind da empfehlenswert.

Dann hat auch die (Gegen-)Reformation und Napoleon viele Spuren 
hinterlassen die bis heute Nachwirken (Z. B. die Halb-Kantone...)

von Cyblord -. (cyblord)


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Sophie T. schrieb:
> Was sind Schweizer eigentlich für eine Rasse? Sie sind ja zum teil
> deutsch, italienisch und französisch? Sind das Urdeutsche oder woher
> kommen sie?

Blöde Frage. Genau wie die Österreicher, gehören die zu den "kleinen 
räuberischen Bergvölkern".

von Herbert B. (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Blöde Frage. Genau wie die Österreicher, gehören die zu den "kleinen
> räuberischen Bergvölkern".
Auch Schluchtenscheisser genannt.

von (prx) A. K. (prx)


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Christoph Z. schrieb:
> Neanderthaler. Muss sicher so stimmen weil damals in der 3. Klasse sind
> wir zu Fuss zu einer Höhle wo Neanderthaler gewohnt haben (Kesslerloch).
> Also muss ich doch jetzt bestimmt von denen Abstammen.

Kommt drauf an, woher deine Vorfahren stammen. Ostasiaten und Afrikaner 
müssen ohne Neanderthaler-Gene auskommen. Wenn du Europäer und Raucher 
bist, hast du nun eine prima Ausrede.
https://www.ardalpha.de/wissen/geschichte/urzeit/neandertaler-homo-sapiens-urmensch-104.html

: Bearbeitet durch User
von PCB (pcbee)


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Wie lebt und arbeitet es sich denn so in der Schweiz?
Bekomme ab und an mal ein Jobangebot von schweizer Firmen.

von Cyblord -. (cyblord)


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PCB schrieb:
> Wie lebt und arbeitet es sich denn so in der Schweiz?
> Bekomme ab und an mal ein Jobangebot von schweizer Firmen.

Wenn unbedingt selbst der Ausländer aus dem Billiglohnland sein will, 
dann nichts wie los.

von Herbert B. (Gast)


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PCB schrieb:
> Wie lebt und arbeitet es sich denn so in der Schweiz?
Man wird ständig angespuckt, da die Schweizer alle Halsprobleme haben 
und Wörter mit 'ch' Probleme haben: "Warum schmeckt der chinesische 
Chianti vom Chirurg chemisch-chlorig? Besser bei jedem Wort in Deckung 
gehen, sonst hast du den Auswurf im Gesicht.

von Cyblord -. (cyblord)


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Herbert B. schrieb:
> PCB schrieb:
>> Wie lebt und arbeitet es sich denn so in der Schweiz?
> Man wird ständig angespuckt, da die Schweizer alle Halsprobleme haben
> und Wörter mit 'ch' Probleme haben: "Warum schmeckt der chinesische
> Chianti vom Chirurg chemisch-chlorig? Besser bei jedem Wort in Deckung
> gehen, sonst hast du den Auswurf im Gesicht.

Hab letztens gelesen dass ein Schweizer in D im Restaurant fasst an 
seinem Mistkratzerli mit Stock erstickt wäre, weil jeder dachte er würde 
sich nur ganz normal unterhalten.

von PCB (pcbee)


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Cyblord -. schrieb:
> Wenn unbedingt selbst der Ausländer aus dem Billiglohnland sein will,
> dann nichts wie los.

Hä, was wolltest du sagen?

von Cyblord -. (cyblord)


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PCB schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Wenn unbedingt selbst der Ausländer aus dem Billiglohnland sein will,
>> dann nichts wie los.
>
> Hä, was wolltest du sagen?

In der Schweiz ist man als Deutscher der Ausländer aus dem 
Billiglohnland. Nicht gerne gesehen und eher belächelt.

von PCB (pcbee)


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Gut, davon habe ich auch schon mal gelesen.
In Deutschland gibt es aber auch genügend Leute, mit denen man sich 
rumärgern muß.

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