Transistor explodiert

OP #7445570
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Halli hallo

So macht Elektronik Spass. Es hat sich ein Transistor verabschiedet. Ich habe leider keinen dicken Akku, aber auch kein Labornetzgerät oder Schaltnetzteil, das den notwendigen Strom für meine Messung (Sprungantwort) liefert. Daher messe ich die Klemmenspannung beim Abschalten. Nun muss ich dazu den Motor hochlaufen lassen und diesen mit einem Mosfet kurzschliessen. Jetzt habe ich statt einem Mosfet leider einen Darlington Transistor erwischt. Nun ist dieser bei Kurzschluss explodiert. Dass er langsam ist und sich für PWM nicht eignet weiss ich aber wieso genau hat er sich in Rauch aufgelöst? Etwa weil er nicht so schnell ist und beim Kurzschluss kurzfristig eine hohe Spannung induziert wurde? Mein Bauvhgefühl sagt mir aber, dass es einen anderen Grund hat.

Ich benutze einen 36V Motor, 500W. Der Transisor ist im Bild angegeben.

Hat jemand eine plausible Erklärung?

Angehängte Dateien:
(Firma: Gast) #7445585
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Deniz I. schrieb:

Nun ist dieser bei Kurzschluss explodiert.

Logisch, oder? Beim Kurzschluss ist schon so mancher Transistor explodiert. Deiner ist nicht der erste.

Deniz I. schrieb:

weiss ich aber wieso genau hat er sich in Rauch aufgelöst?

Ich weiß das! Die Antwort ist klar! Einer der Parameter wurde überschritten

Welcher kannst nur du wissen..... Tipp: Bei Kurzschlüssen ist es wohl meist der Strom.

Beitrag #7445590 wurde von einem Moderator gelöscht.
OP #7445638
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Arduino F. schrieb:

Deniz I. schrieb:

Nun ist dieser bei Kurzschluss explodiert.

Logisch, oder? Beim Kurzschluss ist schon so mancher Transistor explodiert. Deiner ist nicht der erste.

Deniz I. schrieb:

weiss ich aber wieso genau hat er sich in Rauch aufgelöst?

Ich weiß das! Die Antwort ist klar! Einer der Parameter wurde überschritten

Welcher kannst nur du wissen..... Tipp: Bei Kurzschlüssen ist es wohl meist der Strom.

Hmm im Datenblatt steht 8A Peak current drin, aber ich hätte jetzt überhaupt nicht gedacht, dass über den Transistor beim Abschalten mehr als 8A bei Kurzschluss der Klemmen fliessen, wenn vorher im stationären Zustand doch der Motor einen Strom von 1.5A zieht. Ich hab den Strom aber vorher auch nicht gemessen, sondern einfach den Kurzschluss verursacht und angenommen, dass das ausreicht. Beim Einschalten wäre mir ein höherer Strom plausibler gewesen.

Auch wenn erst Freitag ist, wünsche ich allen trotzdem ein schönes Wochenende

grazias Muchachos Bis dann ✌️

#7445679
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Deniz I. schrieb:

ich hätte jetzt überhaupt nicht gedacht, dass über den Transistor beim Abschalten mehr als 8A bei Kurzschluss der Klemmen fliessen, wenn vorher im stationären Zustand doch der Motor einen Strom von 1.5A zieht.

Bei einer "einfachen" Induktivität ist das auch so, da die Energie nur im Magnetfeld gespeichert ist. Ein Motor verhält sich aber durch die im Rotor gespeicherte Energie ein wenig anders. Da gibt es beim Kurzschluss eine satte Stromspitze und die erreicht fast die Höhe des Blockierstroms.

(Firma: Gast) #7445688
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Deniz I. schrieb:

der Motor einen Strom von 1.5A zieht.

Deniz I. schrieb:

Ich benutze einen 36V Motor, 500W.

Für mich sind das eher 15A Ist dir da das Komma verrutscht?

Deniz I. schrieb:

sondern einfach den Kurzschluss verursacht

Vor dem Kurzschluss, wirst du vermutlich den Motor abschalten. Das macht dir eine Spannungsspitze von sicherlich über 60V. Das ist der erste Tod. Der zweite Tod die 15A aus dem als Generator laufenden Motor.

(Firma: egal) #7445694
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Deniz I. schrieb:

Ich benutze einen 36V Motor, wenn vorher im stationären Zustand doch der Motor einen Strom von 1.5A zieht

Mal einfach gerechnet, wenn der Tip120 einen Ron von 1Ohm hat (im Datenblatt steht leider nichts), wären das bei 36V schonmal 36A. Bei 0,1Ohm sogar 360A (Denn Widerstand des Motors und der Kabel mal außen vor gelassen). So ein Kurzschluss ohne Strombegrenzung hat schon einen kräftigen Wumms, da geben selbst Transistoren in stabileren Gehäusen im µs. denn Geist auf. Die Idee einen laufenden Motor mit einem Transistor hart kurzschließen zu wollen ist schon sowas von freitags Troll......

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7445742
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Irgend W. schrieb:

wenn der Tip120 einen Ron von 1Ohm hat (im Datenblatt steht leider nichts)

Bei einem bipolaren Transistor gibts es auch keinen "Ron".

Dieter W. schrieb:

die im Rotor gespeicherte Energie

Das ist der Knackpunkt. Denn der Motor wird nach dem Abschalten der Versorgung zum Generator. Dsnn passieren 2 Dinge:

  1. wenn kein Strom fließt, steigt die Klemmenspannung
  2. wenn der Motor kurzgeschlossen wird, muss diese Rotationsenergie irgendwo hin. Wenn der Transistor einen spürbaren Spannungsabfall hat, dann fällt an ihm beim Kurzschluss in kürzester Zeit eine sehr hohe Leistung an, die einrn Hotspot durchlegieren lässt, woraufhin mit der restlichen Energie die Siliziumschmelze beginnt.
#7445744
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Aus welchem Grund sieht man zur schnellen Bremsung keinen entsprechenden Lastwiderstand vor und beachtet auch nicht SOA und di/dt? Wenn so gemacht, würde die Stillstandphase kontrolliert ablaufen. Die beim Motor-Abwürgen produzierte Leistung muß kontrolliert in Hitze umgewandelt werden. Da gibt es kein Wenn und Aber. Der Herr Newton läßt sich da auch in 2023 nicht dreinreden.

Auch wenn der Transistor es aushalten würde, ist so ein "Abwürgkurzschluß" auch eine mechanische "Schandtat", die eine etwaige verbundene Mechanik beim plötzlichen Stillstandsprozess auch sehr stoßbelasten würde.

Irgendwie finde ich diese gewünschte Kurzschluss-Lösung und Halbleitermißhandlung sehr schändlich und es geschah Dir recht:-)

Also überleg Dir in welchen Zeitraum der Motor wirklich zum Stillstand gebracht werden soll (muß) und berechne dazu einen entsprechenden induktionsfreien Lastwiderstand, der das dann sicher bewirkt. Es ist besser den Transistor nur zum Schalten des "Abwürgwiderstandes" einzusetzen. Dann läßt sich auch SOA berücksichtigen und ein entsprechender oder besser mehrere Transistoren auswählen. Am sichersten wäre die Parallelschaltung mehrerer Leistungstransistoren mit den notwendigen induktionsfreien Emitterballastwiderständen zur gleichmäßigen Stromaufteilung, um Hotspots mit Sicherheit zu verhindern. Auf alle Fälle darf das di/dt nicht die dynamischen thermischen Eigenschaften des Siliziums im Transistor stressen. Auch ist zu beachten, daß Transistoren verwendet werden, die die Kenndaten auch wirklich einhalten. Bei möglichen Fälschungen ist das nicht unbedingt garantiert.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7445776
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Motopick schrieb:

Man muss auf sinnbefreite Fragen nicht unbedingt versuchen eine Antwort zu finden.

Da ist schon was dran, wenn man sich das Vorgehen mal genauer anschaut, denn

Deniz I. schrieb:

kein Labornetzgerät oder Schaltnetzteil, das den notwendigen Strom für meine Messung (Sprungantwort) liefert. Daher messe ich die Klemmenspannung beim Abschalten.

Eigenartige Ersatzmessung. Wie wenn ich aus dem Kaffeesatz die Erntezeit der Bohnen ablesen möchte.

Daher messe ich die Klemmenspannung beim Abschalten. Nun muss ich dazu den Motor ... mit einem Mosfet kurzschliessen.

Spannungsmessung bei Kurzschluss. Alles klar.

OP #7445837
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Lothar M. schrieb:

Motopick schrieb:

Man muss auf sinnbefreite Fragen nicht unbedingt versuchen eine Antwort zu finden.

Da ist schon was dran, wenn man sich das Vorgehen mal genauer anschaut, denn Deniz I. schrieb:

der Bohnen ablesen möchte.

Daher messe ich die Klemmenspannung beim Abschalten. Nun muss ich dazu den Motor ... mit einem Mosfet kurzschliessen.

Spannungsmessung bei Kurzschluss. Alles klar.

Das sollte wohl Drehzahl heissen, aber man könnte ja auch nachfragen, anstatt blöd hinterherzureden.

Aber lassen wir das Thema. Mit den Kommentaren, die hier teilweise gegeben werden macht es einfach keinen Sinn.

Ich danke trotzdem allen, die auf meine Frage geantwortet haben.

Vielen lieben Dank den Helfenden

Haut rein Schönes Wochenende

Gast #7445900
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Deniz I. schrieb:

Ich danke trotzdem allen, die auf meine Frage geantwortet haben. Vielen lieben Dank den Helfenden

Geh doch mal auf die Rückfragen ein, z.B. die nach der Kühlung des Transistors. Ein Schaltplan vom Aufbau (besser auch Fotos dazu) wäre auch hilfreich, dein Phänomen aufzuklären.

OP #7446455
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Stefan F. schrieb:

Keine Sorge, der kommt wieder. Wenn er merkt, dass ihm woanders noch weniger geholfen wird.

Dann viel Spass bei der Suche.

Falls du es nicht gemerkt hast. Auch wenn die Antworten nicht immer der feinen Art entsprachen, haben es bereits andere geschafft, auch ohne zusätzlichem Aufwand (Bilder, Aufbau) meine einfache Frage zu beantworten. Und ehrlich gesagt hätte ich mich mit euch gerne noch weiter ausgetauscht, aber ich muss mich nicht auf das selbe Niveau herab bzw. mich erniedrigen lassen, um an Information zu kommen.

Das geht nämlich anders und komfortabler auch.

So ihr dürft nun weiter lästern, nur ohne mich.

Ich wünsche euch noch viel Erfolg. Tschüss

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