So macht Elektronik Spass. Es hat sich ein Transistor verabschiedet.
Ich habe leider keinen dicken Akku, aber auch kein Labornetzgerät oder Schaltnetzteil, das den notwendigen Strom für meine Messung (Sprungantwort) liefert. Daher messe ich die Klemmenspannung beim Abschalten. Nun muss ich dazu den Motor hochlaufen lassen und diesen mit einem Mosfet kurzschliessen.
Jetzt habe ich statt einem Mosfet leider einen Darlington Transistor erwischt. Nun ist dieser bei Kurzschluss explodiert. Dass er langsam ist und sich für PWM nicht eignet weiss ich aber wieso genau hat er sich in Rauch aufgelöst? Etwa weil er nicht so schnell ist und beim Kurzschluss kurzfristig eine hohe Spannung induziert wurde? Mein Bauvhgefühl sagt mir aber, dass es einen anderen Grund hat.
Ich benutze einen 36V Motor, 500W.
Der Transisor ist im Bild angegeben.
Ok jemand ist ein Troll, nur weil er am Freitag eine Frage stellt?
Ich weiss zwar nicht was hier der Zusammenhang sein soll, aber vielen Dank immerhin für die Info, dann muss ich wohl in Zukunft keine Fragen mehr am Freitag stellen 😊
weiss ich aber wieso genau hat er sich in
Rauch aufgelöst?
Ich weiß das!
Die Antwort ist klar!
Einer der Parameter wurde überschritten
Welcher kannst nur du wissen.....
Tipp: Bei Kurzschlüssen ist es wohl meist der Strom.
Hmm im Datenblatt steht 8A Peak current drin, aber ich hätte jetzt überhaupt nicht gedacht, dass über den Transistor beim Abschalten mehr als 8A bei Kurzschluss der Klemmen fliessen, wenn vorher im stationären Zustand doch der Motor einen Strom von 1.5A zieht.
Ich hab den Strom aber vorher auch nicht gemessen, sondern einfach den Kurzschluss verursacht und angenommen, dass das ausreicht. Beim Einschalten wäre mir ein höherer Strom plausibler gewesen.
Auch wenn erst Freitag ist, wünsche ich allen trotzdem ein schönes Wochenende
ich hätte jetzt
überhaupt nicht gedacht, dass über den Transistor beim Abschalten mehr
als 8A bei Kurzschluss der Klemmen fliessen, wenn vorher im stationären
Zustand doch der Motor einen Strom von 1.5A zieht.
Bei einer "einfachen" Induktivität ist das auch so, da die Energie nur im Magnetfeld gespeichert ist.
Ein Motor verhält sich aber durch die im Rotor gespeicherte Energie ein wenig anders. Da gibt es beim Kurzschluss eine satte Stromspitze und die erreicht fast die Höhe des Blockierstroms.
Vor dem Kurzschluss, wirst du vermutlich den Motor abschalten.
Das macht dir eine Spannungsspitze von sicherlich über 60V.
Das ist der erste Tod.
Der zweite Tod die 15A aus dem als Generator laufenden Motor.
Ich benutze einen 36V Motor,
wenn vorher im stationären Zustand doch der Motor einen Strom von 1.5A zieht
Mal einfach gerechnet, wenn der Tip120 einen Ron von 1Ohm hat (im Datenblatt steht leider nichts), wären das bei 36V schonmal 36A. Bei 0,1Ohm sogar 360A (Denn Widerstand des Motors und der Kabel mal außen vor gelassen). So ein Kurzschluss ohne Strombegrenzung hat schon einen kräftigen Wumms, da geben selbst Transistoren in stabileren Gehäusen im µs. denn Geist auf. Die Idee einen laufenden Motor mit einem Transistor hart kurzschließen zu wollen ist schon sowas von freitags Troll......
Das ist der Knackpunkt. Denn der Motor wird nach dem Abschalten der Versorgung zum Generator. Dsnn passieren 2 Dinge:
wenn kein Strom fließt, steigt die Klemmenspannung
wenn der Motor kurzgeschlossen wird, muss diese Rotationsenergie irgendwo hin. Wenn der Transistor einen spürbaren Spannungsabfall hat, dann fällt an ihm beim Kurzschluss in kürzester Zeit eine sehr hohe Leistung an, die einrn Hotspot durchlegieren lässt, woraufhin mit der restlichen Energie die Siliziumschmelze beginnt.
Aus welchem Grund sieht man zur schnellen Bremsung keinen entsprechenden Lastwiderstand vor und beachtet auch nicht SOA und di/dt? Wenn so gemacht, würde die Stillstandphase kontrolliert ablaufen. Die beim Motor-Abwürgen produzierte Leistung muß kontrolliert in Hitze umgewandelt werden. Da gibt es kein Wenn und Aber. Der Herr Newton läßt sich da auch in 2023 nicht dreinreden.
Auch wenn der Transistor es aushalten würde, ist so ein "Abwürgkurzschluß" auch eine mechanische "Schandtat", die eine etwaige verbundene Mechanik beim plötzlichen Stillstandsprozess auch sehr stoßbelasten würde.
Irgendwie finde ich diese gewünschte Kurzschluss-Lösung und Halbleitermißhandlung sehr schändlich und es geschah Dir recht:-)
Also überleg Dir in welchen Zeitraum der Motor wirklich zum Stillstand gebracht werden soll (muß) und berechne dazu einen entsprechenden induktionsfreien Lastwiderstand, der das dann sicher bewirkt. Es ist besser den Transistor nur zum Schalten des "Abwürgwiderstandes" einzusetzen. Dann läßt sich auch SOA berücksichtigen und ein entsprechender oder besser mehrere Transistoren auswählen. Am sichersten wäre die Parallelschaltung mehrerer Leistungstransistoren mit den notwendigen induktionsfreien Emitterballastwiderständen zur gleichmäßigen Stromaufteilung, um Hotspots mit Sicherheit zu verhindern. Auf alle Fälle darf das di/dt nicht die dynamischen thermischen Eigenschaften des Siliziums im Transistor stressen. Auch ist zu beachten, daß Transistoren verwendet werden, die die Kenndaten auch wirklich einhalten. Bei möglichen Fälschungen ist das nicht unbedingt garantiert.
kein Labornetzgerät oder Schaltnetzteil, das den notwendigen Strom
für meine Messung (Sprungantwort) liefert. Daher messe ich die
Klemmenspannung beim Abschalten.
Eigenartige Ersatzmessung. Wie wenn ich aus dem Kaffeesatz die Erntezeit der Bohnen ablesen möchte.
Daher messe ich die Klemmenspannung beim Abschalten.
Nun muss ich dazu den Motor ... mit einem Mosfet kurzschliessen.
Ich danke trotzdem allen, die auf meine Frage geantwortet haben.
Vielen lieben Dank den Helfenden
Geh doch mal auf die Rückfragen ein, z.B. die nach der Kühlung des Transistors. Ein Schaltplan vom Aufbau (besser auch Fotos dazu) wäre auch hilfreich, dein Phänomen aufzuklären.
Aber lassen wir das Thema.
Mit den Kommentaren, die hier teilweise gegeben werden macht es einfach
keinen Sinn.
Wir wissen noch nicht einmal, was überhaupt die Ausgangslage ist, und was dabei Dein Problem ist. In Deinen Kopf können wir leider nicht reinschauen ...
Keine Sorge, der kommt wieder. Wenn er merkt, dass ihm woanders noch
weniger geholfen wird.
Dann viel Spass bei der Suche.
Falls du es nicht gemerkt hast. Auch wenn die Antworten nicht immer der feinen Art entsprachen, haben es bereits andere geschafft, auch ohne zusätzlichem Aufwand (Bilder, Aufbau) meine einfache Frage zu beantworten. Und ehrlich gesagt hätte ich mich mit euch gerne noch weiter ausgetauscht, aber ich muss mich nicht auf das selbe Niveau herab bzw. mich erniedrigen lassen, um an Information zu kommen.