Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Mit Mosfet Festplatte schalten


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von Chris (hobi72)


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Hallo,
ich bin in der Materie leider "frisch" und bräuchte da etwas Hilfe.

Ich möchte die Spannungsversorgung einer Festplatte über einen Mosfet 
steuern.
Ich verwende dazu im Moment einen IRF3708. Der Spannungsanschluss der 
Platte hängt an 5V und geht zum Drain des Mosfet (siehe Schemabild). Die 
Ansteuerung vom Gate mache ich aktuell über einen Wemo D1.

Die Sache funktioniert allerdings nicht wie gewünscht - im 
Durchgeschalteten Zustand bricht die Spannung an der Platte auf 1.6V 
ein. Sieht irgendwie nach Kurzschluss aus? Ich kapiere aber ehrlich 
gesagt nicht wo und wieso.

Hänge ich statt der Platte nur einen Widerstand rein, schaltet der 
Mosfet wie erwartet. Hänge ich die Platte direkt an die Spannungsquelle, 
läuft sie an.

(Spannungsquelle ist ein 5.1V 4A Netzteil - sollte also genügend Saft 
liefern).

Ich übersehe scheinbar irgendwas? Aber was?

Danke für jeden Tipp!

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Chris schrieb:
> im
> Durchgeschalteten Zustand bricht die Spannung an der Platte auf 1.6V
> ein.

Hallo,

über die Spannungsversorgung des links im Bild gezeigten ICs wissen wir 
nichts. Meine Vermutung wäre, daß der Mosfet nicht genügend hohe 
Spannung am Gate bekommt, so daß er nicht vollständig durchschaltet, 
sondern noch einen nennenswerten Kanalwiderstand hat, der die Platte 
nicht anlaufen läßt.

Eben erst gesehen, 5V, vielleicht reichen die trotzdem nicht am Ausgang 
des ICs.

Falls noch irgendwelche Datenleitungen an die Platte angeschlossen 
werden sollten, würde ich vom Schalten in der Minusleitung eher abraten.

mfg

: Bearbeitet durch User
von Andreas B. (bitverdreher)


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Chris schrieb:
> Ich übersehe scheinbar irgendwas? Aber was?

Dass man einer Festplatte nicht einfach den Strom wegnimmt. Die 
Datenleitungen sind da naemlich noch dran.
Wenn Du Pech hast, lynchst Du Dir damit die FP Elektronik.

Dass dieser MosFet dafuer nicht geeignet ist, lassen wir mal beiseite.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Chris schrieb:
> ein 5.1V 4A Netzteil

Ist das geregelt und stabil oder bricht das beim Anlauf der Platte ein?

mfg

von Chris (hobi72)


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> über die Spannungsversorgung des links im Bild gezeigten ICs wissen wir
> nichts. Meine Vermutung wäre, daß der Mosfet nicht genügend hohe
> Spannung am Gate bekommt, so daß er nicht vollständig durchschaltet,
> sondern noch einen nennenswerten Kanalwiderstand hat, der die Platte
> nicht anlaufen läßt.

Der Wemo wird über dieselben 5V versorgt wie der Mosfet. Am Gate liegt 
bei "High" 3.3V an ... laut Datenblatt sollte der Mosfet da voll 
durchschalten.

> Eben erst gesehen, 5V, vielleicht reichen die trotzdem nicht am Ausgang
> des ICs.

Ohne Platte kommen 5V raus ... hängt die Platte direkt an den 5V läuft 
sie auch an ... von daher, hmmm.

von Chris (hobi72)


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Christian S. schrieb:

> Ist das geregelt und stabil oder bricht das beim Anlauf der Platte ein?

Das ist ein original Rasperry Pi 5.1V Netzteil - meines Wissens 
geregelt.

von Chris (hobi72)


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Andreas B. schrieb:

> Dass dieser MosFet dafuer nicht geeignet ist, lassen wir mal beiseite.

Etwas mehr Information für diese Aussage wäre interessant!
Warum ist der nicht geeignet? Und welcher (nicht SMD) wäre geeignet?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Never. Du musst, wenn überhaupt, die +5V unterbrechen und niemals die 
Masse. Das ist aber auch nicht so schwierig, wenn du dir einen passenden 
P-Kanal MOSFet beschaffst. Anbei mal wieder meine kleine extrem 
bytesparende Zeichnung dazu.
High an der Basis des Transistors gibt die Ausgangsspannung frei.
Der MOSFet muss einer für Logiklevel sein, der bei -5V am Gate gegenüber 
der Source voll durchschaltet.

: Bearbeitet durch User
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Chris schrieb:
> laut Datenblatt sollte der Mosfet da voll
> durchschalten.

Richtig, laut Fig3 im verlinkten Dabla.

mfg

von Andreas B. (bitverdreher)


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Chris schrieb:
> Warum ist der nicht geeignet?

Sorry, da habe ich mich vertan. Der ist ab 2.8V spezifiziert.
Nur sollte man halt Vcc schalten. D.h. einen p-Channel verwenden. Ob die 
FP Elektronik das aushaelt, steht immer noch in den Sternen.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7464536 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Andreas B. schrieb:
> Ob die
> FP Elektronik das aushaelt, steht immer noch in den Sternen.

Sollte sie, alte Wechselrahmen haben mit dem Schlüsselschalter auch die 
+5V und die +12V von der HDD getrennt. Allerdings würde ich heute auch 
eher ein Standby Kommando an die Platte senden und gar keine Hardware 
verwenden.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Ich habe früher im AT 5170 die MFM Platten nach Belieben ab und 
eingeschaltet, um die Lärmentwicklung steuern zu können. Die gingen nie 
davon defekt.

mfg

von Harald K. (kirnbichler)


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Andreas B. schrieb:
> Dass man einer Festplatte nicht einfach den Strom wegnimmt. Die
> Datenleitungen sind da naemlich noch dran.

Das ist bei SATA nicht relevant; SATA-Leitungen sind nämlich über 
Serienkondensatoren angekoppelt. Obendrein ist der Spannungshub der 
differentiellen SATA-Signale auch nicht besonders hoch (±250 mV).

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Chris schrieb:
> einer Festplatte

Chris schrieb:
> die Platte

Harald K. schrieb:
> bei SATA

Christian S. schrieb:
> im AT 5170 die MFM Platten


Über den Typ der zu schaltenden Platte kann ich über Vermutungen hinaus 
keine Aussage treffen.

mfg

von Stefan F. (Gast)


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Das könnte durchaus ein gefälschter Transistor sein, der mehr als die 
3,3V braucht, um voll ein zu schalten.

Wo hast du den Transistor gekauft?

Ich habe mal 20 Stück bei Aliexpress gekauft und dabei 4 
unterschiedliche Fälschungen in einer Tüte bekommen, die alle nur mit 5V 
am Gate funktionieren.

Dann habe ich bei einem anderen Händler nochmal 20 bestellt und wieder 
Fälschungen bekommen, die mit 3,3V brauchbare 5A schaffen. Sie haben 
allerdings einen deutlich höheren Innenwiderstand, als die originalen.

von Εrnst B. (ernst)


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Stefan F. schrieb:
> Das könnte durchaus ein gefälschter Transistor sein, der mehr als die
> 3,3V braucht, um voll ein zu schalten.

Ich tippe eher auf die fehlende Verbindung "FET-Source" zu "Wemos-GND".

von Stefan F. (Gast)


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Gebe mal 5V auf das Gate. Wenn er damit voll durch schaltet, war es eine 
schlechte Fälschung.

von Rubble C. (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> kleine extrem bytesparende Zeichnung dazu

Hut ab.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Harald K. schrieb:
> Das ist bei SATA nicht relevant; SATA-Leitungen sind nämlich über
> Serienkondensatoren angekoppelt.

Allerdings führt das Datenkabel bei SATA im Normalfall 3 GND Leitungen 
mit. Es kann also sogar unmöglich sein, einer SATA Platte durch 
auftrennen des Power-GND den Saft zu entziehen - speist sich einfach 
weiter über den Schirm.

von Harald K. (kirnbichler)


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Christian S. schrieb:
> Über den Typ der zu schaltenden Platte kann ich über Vermutungen hinaus
> keine Aussage treffen.

Es ist eine 2.5"-Platte, denn es ist nur von 5V Versorgungsspannung die 
Rede. Daß im Jahr 2023 noch jemand mit PATA- oder SCSI-Platten 
herumbastelt, halte ich für reichlich unwahrscheinlich.

Matthias S. schrieb:
> Es kann also sogar unmöglich sein, einer SATA Platte durch
> auftrennen des Power-GND den Saft zu entziehen

Dann trennt man eben nicht GND, sondern dreht die 5V ab. Dazu muss man 
die Schaltung verändern, richtig.

von Chris (hobi72)


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Stefan F. schrieb:
> Das könnte durchaus ein gefälschter Transistor sein, der mehr als die
> 3,3V braucht, um voll ein zu schalten.

Eine Fälschung ist mein Mosfet mit ziemlicher Sicherheit, weil es den 
IRF3708 als Original gar nicht mehr gibt.

Dass er mehr als 3.3V zum Durchschalten braucht glaube ich aber trotzdem 
nicht, weil ja ohne angeschlossene Platte das Schalten sauber 
funktioniert ... da liegen dann korrekte 5.1V (=Spannung vom Netzteil) 
an.

(und ja, mir ist klar, dass die Spannung vom Strom abhängt und die 
Platte ggfs. mehr Strom zieht als mein Dummy Widerstand)

von Chris (hobi72)


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Εrnst B. schrieb:
> Ich tippe eher auf die fehlende Verbindung "FET-Source" zu "Wemos-GND".

Mein Fehler, war im Bild nicht eingezeichnet, tatsächlich aber 
(natürlich) da ...

von Chris (hobi72)


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Matthias S. schrieb:

> Allerdings würde ich heute auch eher ein Standby Kommando an die Platte
> senden und gar keine Hardware verwenden.

Wäre eine Option.
Zwar etwas, Off-Topic, aber in meinen Fall möchte ich der Platte 
tatsächlich den Strom nehmen, aus nem einfachen Grund:
Aus ist Aus! ... die Platte läuft dann nicht, verbraucht keinen Strom 
und altert (Betriebsstunden) in dem Sinn dann auch nicht. Bei mir geht 
es um ein Cold-Backup, wo die Platten nur relativ wenig benutzt werden.

Abgesehen davon funktioniert z.B. das berüchtigte hdtune -s bei meinen 
Platten nicht sauber. Ich bin Consumerbereich ... nicht Profi :)

von H. H. (Gast)


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Du hast noch immer nicht verstanden, dass ein MOSFET kein digitales 
Bauelement ist. Er schaltet nicht wie ein Relais, sondern es gibt einen 
fließenden Übergang.

von Chris (hobi72)


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H. H. schrieb:
> Du hast noch immer nicht verstanden, dass ein MOSFET kein digitales
> Bauelement ist. Er schaltet nicht wie ein Relais, sondern es gibt einen
> fließenden Übergang.

Mir ist das schon klar.
Ich verwende aber eigentlich die "Zwischenstufen" nicht ... Wenn vom 
Wemo D1 "low" kommt, sollte der Strom quasi weg sein ... bei 3.3V sollte 
voll offen sein. Also quasi "digitales Bauelement".

Die Frage bleibt was ich falsch mache!?

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Dann trennt man eben nicht GND, sondern dreht die 5V ab. Dazu muss man
> die Schaltung verändern, richtig.

Man koennte auch einfach sowas verwenden falls einem 1.5A ausreichen:

https://www.onsemi.com/download/data-sheet/pdf/fdc6323l-d.pdf

Oder wenn einem der Sinn danach nicht steht einfach das Teil
mit zwei Transistoren nachbauen. :)

Vanye

von H. H. (Gast)


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Chris schrieb:
> bei 3.3V sollte
> voll offen sein. Also quasi "digitales Bauelement".

Dein Fake eben nicht.


> Die Frage bleibt was ich falsch mache!?

Mist messen.

von Dietrich L. (dietrichl)


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Chris schrieb:
> (und ja, mir ist klar, dass die Spannung vom Strom abhängt und die
> Platte ggfs. mehr Strom zieht als mein Dummy Widerstand)

Und welchen Widerstand hast du genommen? Nur um ein Gefühl zu haben, wie 
du gemessen hast...

von Monk (roehrmond)


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Chris schrieb:
> Dass er mehr als 3.3V zum Durchschalten braucht glaube ich aber trotzdem
> nicht, weil ja ohne angeschlossene Platte das Schalten sauber
> funktioniert

Ich glaube dir ist nicht klar wie MOSFET funtkionieren, insbesondere wie 
der LastStrom von der Steuerspannung abhängt. Mit zu wenig Spannung ist 
die Stromstärke begrenzt. Mit der Festplatte bricht die Spannung ein, 
weil sie mehr Strom braucht.

Siehe 
https://www.infineon.com/dgdl/Infineon-IRF3708-DataSheet-v01_01-EN.pdf?fileId=5546d462533600a4015355df7cf5193c
Figure 7

Die Kurve wird in deinem Fall erheblich nach rechts verschoben sein. 
Wenn man bloß wüsste, welchen Transistor du wirklich bekommen hast, 
könnte man nachschauen.

Ein Netzteil soll 1 V mit 2 A Strombegrenzung liefern. Der MOSFET soll 
dieses Netzteil kurz schließen.

Mit dem anderen Netzteil steuerst du das Gate an, beginnend ab 0 Volt 
und dann langsam hoch drehen. Dann wirst du sehen, ab wann der 
Transistor leitend wird, und bei wie viel Volt (am Gate) er die vollen 2 
Ampere durch lässt.

Falls du den Test mit mehr Ampere machen willst, brauchst du einen 
Kühlkörper!

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Chris schrieb:
> Ich übersehe scheinbar irgendwas
Nochmal, weil es irgendwie unterging: es ist eine ausgesprochen 
schlechte Idee, einem elektronischen Gerät die Masse hochohmig zu 
schalten. Dadurch werden fast zwangsläufig die Specs der Interface ICs 
über die Absolute Maximum Ratings hinaus verletzt.

Dietrich L. schrieb:
> Und welchen Widerstand hast du genommen?
Mein erster Gedanke.

Chris schrieb:
> Die Sache funktioniert allerdings nicht wie gewünscht
Schaltungen funktionieren nicht nach Wunsch, sondern nur so gut wie sie 
aufgebaut sind.

Natürlich wird die Schaltung vom Eröffnungpost niemals(!!!) irgendwas 
Sinnvolles tun. Denn dafür fehlen einige Verbindungen und die 
Spannungsquelle(n) zur Stromversorgung.

von Monk (roehrmond)


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Berücksichtige auch, dass die Festplatte eine erhebliche kapazitive Last 
ist. Ohne entsprechende Maßnahmen (Sanft-Anlauf) wird sie dir 
wahrscheinlich die 5V Versorgung kurz herunter ziehen und damit woanders 
Fehlfunktionen auslösen.

Korrektur für meinen vorherigen Beitrag:
> Ein Netzteil soll 1 V mit 2 A Strombegrenzung liefern

Davor fehlt dieser Satz: Du könntest deine Transistoren mit zwei 
Labornetzteilen wie folgt kontrollieren: ...

: Bearbeitet durch User
von Chris (hobi72)


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Steve van de Grens schrieb:

> Ich glaube dir ist nicht klar wie MOSFET funtkionieren, insbesondere wie
> der LastStrom von der Steuerspannung abhängt. Mit zu wenig Spannung ist
> die Stromstärke begrenzt. Mit der Festplatte bricht die Spannung ein,
> weil sie mehr Strom braucht.

Nun ja, schuldig im Sinne der Anklage ... daraum frage ich ja hier.

>
> Siehe
> 
https://www.infineon.com/dgdl/Infineon-IRF3708-DataSheet-v01_01-EN.pdf?fileId=5546d462533600a4015355df7cf5193c
> Figure 7
>
> Die Kurve wird in deinem Fall erheblich nach rechts verschoben sein.
> Wenn man bloß wüsste, welchen Transistor du wirklich bekommen hast,
> könnte man nachschauen.

Mir ist jetzt ehrlich gesagt die Relevanz von "Figure 7" - wo es um die 
Diodenspannung geht nicht ganz klar ... Ich habe bislang auf "Figure 1 - 
Typical Output Characteristic" geschaut - und wenn ich das richtig lese, 
sollte bei Vgs von 3.3V und einer Vds von 5V ein Ids von ~100A möglich 
sein.

von Stefan F. (Gast)


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Chris schrieb:
> Mir ist jetzt ehrlich gesagt die Relevanz von "Figure 7" - wo es um die
> Diodenspannung geht nicht ganz klar

Diodenspannung? Oh Sch....

Ich meinte Figure 3 "Typical Transfer Characteristic"

Vielleicht gefällt dir mein Aufsatz dazu: 
http://stefanfrings.de/transistoren/index.html#mosfet

von H. H. (Gast)


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Chris schrieb:
>> Siehe
>>
> 
https://www.infineon.com/dgdl/Infineon-IRF3708-DataSheet-v01_01-EN.pdf?fileId=5546d462533600a4015355df7cf5193c
>> Figure 7
>>
>> Die Kurve wird in deinem Fall erheblich nach rechts verschoben sein.
>> Wenn man bloß wüsste, welchen Transistor du wirklich bekommen hast,
>> könnte man nachschauen.
>
> Mir ist jetzt ehrlich gesagt die Relevanz von "Figure 7" - wo es um die
> Diodenspannung geht nicht ganz klar ...

Er hat sich vertan.


> Ich habe bislang auf "Figure 1 -
> Typical Output Characteristic" geschaut - und wenn ich das richtig lese,
> sollte bei Vgs von 3.3V und einer Vds von 5V ein Ids von ~100A möglich
> sein.

Zum einen nur typisch, nicht garantiert, und zum anderen willst du keine 
5V Spannungsabfall am MOSFET. Das wären ja stolze 500W Verlustleistung, 
da macht der instantan den Indianer.

von H. H. (Gast)


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Stefan F. schrieb:
> Ich meinte Figure 3 "Typical Transfer Characteristic"

Gilt für 15V Spannungsabfall...

von Chris (hobi72)


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Stefan F. schrieb:
> Chris schrieb:
>> Mir ist jetzt ehrlich gesagt die Relevanz von "Figure 7" - wo es um die
>> Diodenspannung geht nicht ganz klar
>
> Diodenspannung? Oh Sch....
>
> Ich meinte Figure 3 "Typical Transfer Characteristic"

okey ... bin also doch nicht ganz so daneben.

> Vielleicht gefällt dir mein Aufsatz dazu:
> http://stefanfrings.de/transistoren/index.html#mosfet

der ist gut!
Im Sinne deines Aufsatzes
Mein "Transistor ist unterhalb von 0,6 Volt aus, und mit 2,8 Volt (oder 
mehr) kann ganz er viele Ampere schalten." ... und ne Chance, dass er 
warm werden würde hatte er bislang noch nicht. ;)

Ich fahre das Ding mit 3.3V an ... ein kleines Ampere sollte da also auf 
jeden Fall drüber kommen. (Meine Platte ist ne 2.5" USB Platte - die 
muss mit max 500mA vom USB auch auskommen).

von Harald K. (kirnbichler)


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Chris schrieb:
> (Meine Platte ist ne 2.5" USB Platte - die
> muss mit max 500mA vom USB auch auskommen)

Das tut sie nicht. Das tut keine 2.5"-Festplatte. Die brauchen 
kurzzeitig etwas über 1 A Anlaufstrom. Und so gut wie kein USB-Port an 
irgendeinem PC ist tatsächlich aktiv strombegrenzt, da sitzt 'ne 
ausreichend überdimensionierte Polyfuse und gut ist.

von Stefan F. (Gast)


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Chris schrieb:
> ein kleines Ampere sollte da also auf jeden Fall drüber kommen

Wenn es denn wirklich ein IRF3708 ist, dann ja. Aber genau das bezweifle 
ich eben.

> Meine Platte ist ne 2.5" USB Platte - die
> muss mit max 500mA vom USB auch auskommen

Meine wurde mit einem Y-Kabel geliefert, um doppelt so viel Strom zu 
bekommen.

von Peter N. (alv)


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Stefan F. schrieb:
> Meine wurde mit einem Y-Kabel geliefert, um doppelt so viel Strom zu
> bekommen.

Das hatte ich nur bei 3,5"-HDs und CD/DVD-Brennern.

Alle meine 2,5"-HDs kommen ohne Y-Kabel aus.

von Chris (hobi72)


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Stefan F. schrieb:

> Chris schrieb:
>> ein kleines Ampere sollte da also auf jeden Fall drüber kommen
>
> Wenn es denn wirklich ein IRF3708 ist, dann ja. Aber genau das bezweifle
> ich eben.

Es steht zumindest IRF3708 drauf :D

Habe jetzt aber grad die Gegenprobe gemacht: Statt 3.3V mit 5V in's Gate 
rein ... und dann liegen auch die 5V an der Platte an und sie läuft an. 
Hurra!

Damit - zähneknirschend - mein falscher Freund hält die Spezifikation 
nicht ein und braucht mehr Spannung am Gate. Werd' mich jetzt mal an den 
Händler wenden ... :)

Und an die Leute die sich um das Wohlergehen meiner Platte gesorgt 
haben: Ich verspreche mir für's finale Vorhaben einen passenden P-Kanal 
Mosfet zu suchen!
An die anderen vielen Dank!

von Harald K. (kirnbichler)


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Peter N. schrieb:
> Das hatte ich nur bei 3,5"-HDs

Ganz sicher nicht. Denn die brauchen 12V, und da hilft kein X-, kein Y- 
und auch kein Z-Kabel, so etwas kommt aus einem USB-Port nicht raus.

(Es sei denn, der unterstützt USB PD, aber das ist bei Host-Ports noch 
sehr ungebräuchlich).

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Chris schrieb:
> Wenn vom
> Wemo D1 "low" kommt, sollte der Strom quasi weg sein ... bei 3.3V sollte
> voll offen sein. Also quasi "digitales Bauelement".

Zur Kontrolle, ob dies so geschieht, wie gewünscht, könnte man aus dem 
gut sortierten Fundus eine 40 Watt Biluxbirne aus dem KFZ-Bereich oder 
eine stärkere H4-Birne nehmen und anschließen und diese anstatt der 
Festplatte erst mal "sauber" ein- und ausschalten, sofern das 
versorgende Netzteil dies schafft.


Chris schrieb:
> Ich verspreche mir für's finale Vorhaben einen passenden P-Kanal
> Mosfet zu suchen!

Super Idee!

mfg

von Dirk J. (dirk-cebu)


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Wenn man von Mosfet keine Ahnung hat, nimmt man ein Relais!

von Chris (hobi72)


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Dirk J. schrieb:
> Wenn man von Mosfet keine Ahnung hat, nimmt man ein Relais!

Wenn man nix zum Thema beitragen kann, sollte man nix posten ... ;)

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Chris schrieb:
> Wenn man nix zum Thema beitragen kann, sollte man nix posten ... ;)
Nett, dein Post ist rekursiv. Denn der trägt ja schon gleich überhaupt 
nichts zum Thema bei.

Das mit dem Relais ist ehrlich gesagt nicht mal die schlechteste Idee in 
diesem Thread. Der Haken ist allerdings, dass man zum Ansteuern des 
Relais auch einen Transistor braucht.

: Bearbeitet durch Moderator
von Chris (hobi72)


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Lothar M. schrieb:
> Chris schrieb:
>> Wenn man nix zum Thema beitragen kann, sollte man nix posten ... ;)
> Nett, dein Post ist rekursiv. Denn der trägt ja schon gleich überhaupt
> nichts zum Thema bei.

Das ist leider ein Problem von diesem Forum hier - immer schon gewesen.

Es gibt relativ viele Klugsche*** hier - siehe oben, da kommen dann 
Weisheiten, dass man den Minus nicht schalten darf, etc. was natürlich 
richtig ist, aber mir, als Fragesteller überhaupt nichts bringen. Ich 
wollte tatsächlich NUR wissen, warum die Spannung einbricht.
Auch der Hinweis, dass ich mich scheinbar mit Mosfets nicht auskenne - 
absolut richtig, genau darum frage ich ja hier!

> Das mit dem Relais ist ehrlich gesagt nicht mal die schlechteste Idee in
> diesem Thread. Der Haken ist allerdings, dass man zum Ansteuern des
> Relais auch einen Transistor braucht.

Ja, mag eh sein. War aber halt nicht Frage!
Abgesehen davon, dass ein Relais insgesamt in meinen Augen sogar 
komplizierter ist: Du brauchst die Ansteuerung ähnlich zum Mosfet, hast 
zudem aber auch noch einen mechanischen Schalter mit Funkenbildung ... 
also am Ende des Tages brauchst noch mehr Bauteile für eine eigentlich 
simpler Aufgabe.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Chris schrieb:
> Du brauchst die Ansteuerung ähnlich zum Mosfet
Hast aber völlige Potentialfreiheit für den Schaltkontakt gewonnen.

> Ich wollte tatsächlich NUR wissen, warum die Spannung einbricht.
Ja, mag sein, dass du NUR das willst, was dir grade gefällt. Aber so 
funktioniert ein Forum eben nicht, dass man nur das zu hören bekommt, 
was man gerne will. Und wenn man sich die Antworten mal anschaut, dann 
kann man sogar noch was dabei lernen, was über das hinausgeht, was man 
eigentlich erwartet hatte.

> Es gibt relativ viele Klugsche*** hier
Herzlich willkommen im erlauchten Kreis.
> eine eigentlich simpler Aufgabe.
Denn dafür, dass dir ein simpler Mosfet schon so querliegt, kannst du 
auch schon ganz nett neunmalklug daherschwätzen...

: Bearbeitet durch Moderator
von Joachim B. (jar)


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Lothar M. schrieb:
> Das mit dem Relais ist ehrlich gesagt nicht mal die schlechteste Idee in
> diesem Thread. Der Haken ist allerdings, dass man zum Ansteuern des
> Relais auch einen Transistor braucht.

wenn man 3mA aus dem Port hat reicht u.U. ein Photomosrelais, galv. 
getrennt und kann +VCC schalten

von Dietrich L. (dietrichl)


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Chris schrieb:
> Ich wollte tatsächlich NUR wissen, warum die Spannung einbricht.

Du gibst ja zu, von MOSFETs nicht viel zu wissen. Und die Leser wiederum 
wissen nicht, was du sonst alles nicht weißt.
Daher kann durchaus sinnvoll sein, dich auf Alternativen und mögliche 
Probleme hinzuweisen.
Du kannst ja dann konstruktiv reagiern mit Antworten wie
- das weiß ich
- das will ich aber nicht so machen, weil..
- das ist eine gute Idee, aber...
- ...

von C-hater (c-hater)


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Harald K. schrieb:

> Das tut sie nicht. Das tut keine 2.5"-Festplatte. Die brauchen
> kurzzeitig etwas über 1 A Anlaufstrom.

Das stimmt so nicht mehr. Es gibt inzwischen durchaus HDDs, die in der 
Lage sind, ihren Anlaufstrom auf 800mA zu begrenzen, also auf das, was 
für USB3.x zulässig und garantiert ist.

Und das gibt es als fertige Geräte von allen relevanten HDD-Herstellern. 
Schon seit vielen Jahren.

Problem sollten also nur dann auftauchen, wenn man sowas an einen Port 
<USB3.0 anschließt. Das sind die, die nicht nach USB-C aussehen und 
obendrein die nicht blau oder gelb markiert sind...

Also: nur völlig Blinde können eigentlich noch etwas falsch machen. Oder 
Billich-Käufer. Kein Mitleid für Letztere...

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Chris schrieb:
> Ich
> wollte tatsächlich NUR wissen, warum die Spannung einbricht.

Dein Threadtitel lautet 'Mit Mosfet Festplatte schalten'. Da wird man ja 
wohl mal drauf hinweisen dürfen, daß das so nicht funktionieren kann.
Wäre der Threadtitel sowas wie 'leitender MOSFet hat zu grosse 
Verluste', dann könnte man darüber gezielter sprechen.

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