It E. schrieb:
Im Anhang das Datenblatt des Motors.
- der kann ja höchstenfalls 2,8A pro Phase, warum willst du dann gleich 5A können?
- der hat einen Strangwiderstand von 1,1 Ohm. Für 2,8A darfst du an den nur 3V anlegen (Stichwort: Ohmsches Gesetz U = R*I).
Wegen 2. muss der Schrittmotor per PWM stromgeregelt werden. Anders ist ein sinnvoller Betrieb nicht drin:
rechnen wir die Sache einfach mal mit dieser absurd niedrigen Spannung durch. Wegen der Zeitkonstante von tau = L/R = 5,4mH/1R1 = 5ms steigt bei 3V Strangspannung der Strangstrom in eben diesen 5ms in einer e-Funktion grade mal auf 63% und damit knapp 2A. Wenn wir mal mit 3 tau weiterrechnen (dann wäre der Strom immerhin schon auf 95% des Endwertes angestiegen), dann schaffst du also einen Vollschritt in 15ms+15ms = 30ms und damit 33 Vollschritte pro Sekunde. Bei einem 1,8° Schritmotor sind das immerhin 33*1,8° = 60° und damit 1/6 Umdrehung pro Sekunde.
Wenn du die Strangspannung auf 50V erhöhst, dann hast du einen rechnerischen Maximalstrom von 45A (50V/1R1). Wegen diese hohen Versorgungspannung und dem daraus resuliterenden schnellen Stromanstieg ist der reale Strangstrom schon nach 300µs auf 2,6A gestiegen (wieder der Stromanstieg entsprechend der e-Funktion) und du kannst wegen 300µs+300µs = 600µs pro Schritt also 1666 Vollschritte und damit etwa 8 Umdrehungen pro Sekunde mit annähernd vollem Drehmoment machen.
Du erkennst: obwohl die Versorgungsspanung nur um den Faktor 50V/3,3V = 15 erhöht wurde, hat sich die Stromanstiegszeit um den Faktor 15ms/300µs = 50 beschleunigt und du kannst deshalb bei gleichem Drehmoment 50 mal schneller fahren.
Mit entsprechenden Kompromissen und reduziertem Drehmoment kann man da schon mal noch den Faktor 5 "rausholen", aber auch 1 U/s ist mit 3V Versorgung wohl zu langsam für annähernd alle Anwendungen...
Mein Tipp: wenn du da nicht alles verstanden hast, was ich geschrieben hast, dann gib dir Zeit und verkopfe dich ein paar Tage ins Thema. Und noch einer: höre nicht bei den naheliegenden Halbwahrheiten auf, die dir im Internet von Anfängern mit solchen Schaltungen aufgetischt werden.
Die von dir präsentierte Schtung läuft nur mit Schrittmpotoren, bei denen die Strangspannung im Bereich um 6-8V liegt. Und wie gesagt: man sollte dann Schrittmotore mit großem Schrittwinkel nehmen, damit da überhaupt "was nachgeht".
It E. schrieb:
Lothar M. schrieb:
Ist dir der Begriff "getaktete Endstufe" bzw "Chopperendstufe" bekannt
und weißt du, wie sowas funktioniert?
Die Spannung wird deutlich über den zul. Wert angehoben, dafür der Strom
reduziert, was die Effizienz erhöhen soll.
Da musst du dich nochmal aufschlauen. Mit der Effizienz im Sinne von "Wirkungsgrad" hat das so gut wie nichts zu tun. Bestenfalls mit der Effizienz im Sinne von "hohes Dremoment bei hohen Drehzahlen".
˙ɟ uɐɟǝʇs schrieb:
It E. schrieb:
seht ihr da Probleme?
Da fehlt eine Tot-Zeit zwischen dem Umschalten von HIGH nach LOW. Es
wird Zeitabschnitte geben, in denen beide Transistoren (M1 und M2)
leiten, also einen Kurzschluss machen.
Weil die Schaltung für statischen Betrieb nur mit 3V betrieben werden darf, befürchte ich eher, dass keiner der Fets je richtig leitet.
Rainer W. schrieb:
auf dem Steckbrett aufbauen? Das taugt für 5A sowieso nicht.
Muss offenbar jeder selber lernen. Und letztendlich kommt er zum Schluss: Steckbretter taugen nur für Signalverarbeitung bis zum 100mA Bereich.