Ich habe tatsächlich nach den anfänglich recht schlechten Antworten nicht mehr darauf gesetzt, hier recht konstruktive Antworten zu bekommen, weshalb ich mich erst so spät zurückmelde. Mit meinen neuen Aussagen könnt ihr mich natürlich gerne wieder auseinandernehmen und über mich urteilen, dafür bin ich mir nicht zu fein 😊.
Danke @Stephan für deine Antwort
Stephan schrieb im Beitrag #7484440:
Naja. Über den Unsinn dieses Board für 48V zu verwenden muss man
sich nicht streiten.
Aber an sich kannst du die 48V über den normalen Netzanschluss
einspeisen. Verlierst dann halt schon die ersten 2 V an den Dioden. über
die Testpunkte einspeisen wird vmtl. nicht gehen.
Dann darfst du die Hilfsspannungen (isoliert) an den Testpunkten
einspeisen. Davon steht was im Manual.
Ob das mit 48V dann wirklich funktioniert weiß vielleicht der Infineon
Support-Engineer. Als Beispiel ist die Verwendung mit 200V
Umbauen / Bauteile an der Platine ändern wirst du nicht können.
Zumindest nicht über das hinaus was vorgesehen und im Manual beschrieben
ist.
Inzwischen habe ich herausgefunden, dass ich den Wechselrichter soweit mit 48V betreiben kann. Nachdem ich mit Altium das PCB etwas genauer unter die Lupe genommen habe, habe ich sogar Testpunkte dafür gefunden, die auch vom Hersteller empfohlen werden. Ich muss nur noch überprüfen, ob die Hilfsspannung somit auch mit 48V funktioniert. Hierfür muss ich entweder das Widerstandsverhältnis anpassen oder gegebenenfalls externe Spannungsquellen verwenden.
Ste V. schrieb:
- für das Projekt der Sensorlosen Regelung brauche ich einige Messwerte
die mir dieser WR bietet.
Welche? Ich sehe nur den Phasenstrom als möglichen Messwert.
Temperatur etc. interessiert nicht. Denn, dass das Ding aufgrund völlig
unsinniger Auswahl viel zu viele Verluste produziert kann ja kaum
relevant sein.
Vielleicht kann es noch die DC-Spannung und/oder Phasen-Spannung messen.
Mit wegen der geringen Spannung geringer Genauigkeit und Schwankungen,
die wieder nur durch die ungeeignete Ansteuerung überhaupt erst
verursacht werden.
Ich benötige die Phasenströme sowie die Eingangsspannungen des Motors, um über ein adaptives Modell die Drehzahl zu bestimmen. Dabei haben die MOSFETs auf der Platine eine Rolle. Neben der bereits erwähnten Frage zur Hilfsspannung stellt sich auch die Frage, wie sich dies auf die Strommessung auswirkt.
Ste V. schrieb:
- Mit meiner Steuerbox kann ich komplexe Algorithmen Programmieren und
diese kann mit einer zusätzlichen Adapterplatine mit diesen WR
kommunizieren.
Das kann sie vmtl. auch mit anderen Motortreibern. Dann halt vielleicht
mit anderer Adapterplatine.
Aber deine Begrifflichkeiten... Steuerbox, Wechselrichter, ...
Sicher, dass du die Masterarbeit auch in deinem Studienfach ausgesucht
hast?
Da hast du sehr wahrscheinlich recht. Die Steuerbox ist nichts anderes als ein einfaches Wort, das ich verwende, um mich bei unwichtigen Details nicht zu verlieren. Es handelt sich um ein Embedded-System, bei dem ich über 3x2,8 GHz Kerne verfüge, um die Berechnungen möglichst schnell durchzuführen. Zum einen, um den Wechselrichter mit seiner Drehzahlregelung und Stromregelung in d/q-Koordinaten anzusteuern.
Ste V. schrieb:
- kann ich hierdurch wesentlich höher Takten als mit einfachen.
Besonders schnell wird das Ding nicht sein. Dazu sind schon die Fets zu
heftig (für 48V-Anwendung gäbe es deutlich bessere und schnellere). Die
Gate-Treiber sind mit 330ns Delay recht gemütlich und die 10 Ohm
Gate-Widerstand tun ihr übriges.
Wäre auch völliger Quatsch, wenn das Ding besonders schnell wäre und
damit völlig praxisfremde Störungen produziert.
Der Wechselrichter arbeitet mit 16-100 kHz, also schon recht schnell. Das ist praktisch, um das Verhalten des Systems in Bezug auf Schwingungen usw. zu untersuchen. Ebenso kann ich prüfen, ob ein solches System funktioniert und wie weit ich 'heruntergehen' kann, so dass das System bzw. die Regelung noch stabil läuft.
Was ist den eigentlich die Aufgabenstellung?
'Sensorlose Drehzahlregelung einer permanentmagneterregten Axialfluss-Synchronmaschine mit Berücksichtigung von Reluktanzeinflüssen'
- Hierbei Simulativ als auch am Prüfstand
Michael B. schrieb:
Ste V. schrieb:
Das einzige was ich zu ihnen sagen kann ist, dass es AFPMSM (Axial Fluss
Na supi.
Eine PMSM kannst du mit einem normalen FU (Frequenzumrichter, nicht
Wechselrichter) sowieso nicht belastbar laufen lassen.
Mach einfach dein Studium nochmal, du hast offensichtlich nicht
aufgepasst.
Beim nächsten Besuch vor Ort werde ich dir gerne ein Foto des Typenschilds machen, damit du zufrieden bist. Übrigens, ich bin mir bereits darüber im Klaren, wo der Unterschied zwischen einem FU (Frequenzumrichter) und einem WR (Wechselrichter) liegt. Trotzdem danke ich dir für dein Wissen und dein konstruktives Feedback.
Matthias S. schrieb:
Wenn der Prof. das unbedingt so will, ist also als nächstes die Frage,
ob Motor ohne oder mit Sensoren.
Ich finds ja lustig, das man sowas als Masterarbeit machen kann. Warum
bloss bin ich zu früh auf die Welt gekommen?
&
Ben B. schrieb:
Mal wieder der typische Studien-Blödsinn.
Nach x Semestern immer noch nicht genug für so eine Aufgabe drauf haben,
deswegen praxisferne oder direkt unsinnige Aufgabenstellung, untaugliche
Auswahl der Komponenten weil man nicht mal diese und ihre
Charakteristika ordentlich versteht.
Die Aussage, dass es praxisfern ist, stimmt in diesem Zusammenhang nicht unbedingt. In der Industrie werden zunehmend Aufgabenbereiche identifiziert, in denen es sinnvoll ist, auf Drehzahlsensoren zu verzichten. Außerdem ist eine Masterarbeit im Vergleich zur Bachelorarbeit in der Regel wissenschaftlicher ausgerichtet. Das bedeutet, dass man Dinge intensiver prüft und am Ende zu einem Schluss kommt. Wenn dieser positiv ist, wird das Thema weiterverfolgt, andernfalls wird es verworfen, bis es von jemand anderem erneut aufgegriffen wird.
In einer Bachelorarbeit kann auch die Durchführung einer einfachen Inbetriebnahme (IBN) bereits Teil der Aufgabenstellung sein. Das mag zwar auf den ersten Blick einfach erscheinen, kann aber durchaus dazu beitragen, die Ziele der Arbeit zu erreichen.
--
Mit den Turn-On-Widerständen und den Gate-Treiber-Verzögerungen kenne ich mich nicht aus, um dazu irgendetwas zu sagen. Ich habe nicht genug Fachkenntnisse in diesem Bereich. Aber ich bin offen dafür, mehr darüber zu lernen. Wenn ihr weitere Informationen teilen könnt oder erklären möchtet, worum es geht, bin ich bereit zuzuhören und zu lernen. 😊 Soweit habe ich zum Teil meine Frage erstmal beantwortet-
Vielen Dank und ein schönes Wochenende! 😊