Forum: Fahrzeugelektronik E-Auto: Teilladung schadet?


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von Gustav K. (hauwech)


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Hallo,

eben in einem ADAC-Heft gelesen: Mal eben beim Einkaufen das E-Auto 
anschließen, um paar kW zu schnorren, schadet dem Akku.

Also Teilladungen sind schädlich?
Was steht im Kleingedruckten der E-Auto Hersteller?

Gustav

: Bearbeitet durch User
von Jörg P. (led2000)


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Gustav K. schrieb:
> Was steht im Kleingedruckten der E-Auto Hersteller?

Kauf Dir eins und lies das Kleingedruckte.

Hauwech den Thread;-(

von Gustav K. (hauwech)


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Jörg P. schrieb:
> Kauf Dir eins und lies das Kleingedruckte.

Was für eine selten dämliche Antwort!

von Norbert (der_norbert)


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Gustav K. schrieb:
> eben in einem ADAC-Heft gelesen: Mal eben beim Einkaufen das E-Auto
> anschließen, um paar kW zu schnorren, schadet dem Akku.

Wenn du's nicht dazu geschrieben hättest, könnte man auch auf 
Heise-Online Qualitätsjournalismus tippen.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Gustav K. schrieb:
> Also Teilladungen sind schädlich?

Schon beim Toyota Auris wollte die eingebaute Intelligenz eine Ladung 
bis 100% und bis ganz ganz leer vermeiden, um bei genügend Abstand zu 
beiden Grenzen eine möglichst laaaaange Lebensdauer der Akkus erhalten 
zu können. Schädigend waren also bei dieser Generation nur die Extrema.

Andernfalls soll der Kunde immer schön zur Kasse gebeten werden, anstatt 
ausgereifte und langlebige Technik zu nutzen.


mfg

: Bearbeitet durch User
von Mathias A. (mrdelphi)


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Gustav K. schrieb:
> eben in einem ADAC-Heft gelesen: Mal eben beim Einkaufen das E-Auto
> anschließen, um paar kW zu schnorren, schadet dem Akku.
> Also Teilladungen sind schädlich?

Höre ich zum ersten Mal. Eher ist das Gegenteil der Fall, die Hersteller 
raten davon ab den Akku zu häufig komplett voll zu laden.

Zumal durch die Rekuperation die Akkus auch im normalen Betrieb ständig 
immer wieder um kleine Mengen aufgeladen werden...

von Phasenschieber S. (Gast)


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Jeder Lade/Entladevorgang ist für einen Akku Stress.
Deshalb wird zu jedem Akku eine maximale Ladezyklus-Angabe gemacht.

Das heißt aber nicht, daß diese Angabe auch erreicht wird. Mit jedem 
Lade/Entladevorgang wird der Akku schwächer.
Da wird genau wie mit der Reichweite mit geschönten Zahlen jongliert.

Kommt jetzt drauf an, bei welcher Restkapazität man sagt, das geht noch, 
oder jetzt isser zu schwach.

Es ist halt nicht wie mit Benzin, welches bis zum letzten Tropfen volle 
Leistungsfähigkeit entfaltet.

Einfach mal mit jemanden sprechen, der schon seit mindestens 5 Jahren 
ein E-Fahrzeug fährt.

Vor Allem interessant, wenn man sich ein Gebraucht-E-Fahrzeug kaufen 
will.

Da kommen dann ganz andere Aspekte zum Vorschein.

von (prx) A. K. (prx)


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Gustav K. schrieb:
> eben in einem ADAC-Heft gelesen: Mal eben beim Einkaufen das E-Auto
> anschließen, um paar kW zu schnorren, schadet dem Akku

Dan solltest du darauf verzichten, das Fahrzeug abzubremsen. Denn auch 
dabei wird per Rekuperation der Akku ein wenig geladen.

von (prx) A. K. (prx)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Deshalb wird zu jedem Akku eine maximale Ladezyklus-Angabe gemacht

Wobei sich das auf vollständige Zyklen bezieht. Teilladung zählt 
teilweise.

von (prx) A. K. (prx)


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Mathias A. schrieb:
> Höre ich zum ersten Mal. Eher ist das Gegenteil der Fall, die Hersteller
> raten davon ab den Akku zu häufig komplett voll zu laden.

Hängt vom Typ ab. Tesla rät bei den Modellen mit LFP Akku dazu, einmal 
wöchentlich auf 100% zu laden, damit der Ladezustand gut genug erfasst 
werden kann. Die LFPs haben eine in weitem Bereich fast topfebene 
Spannungskurve, weshalb die Spannung allein nicht aussagekräftig genug 
ist. Zum Ausgleich können die jedoch weit mehr Zyklen.

: Bearbeitet durch User
von Phasenschieber S. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Hängt vom Typ ab. Tesla rät bei den Modellen mit LFP Akku dazu, einmal
> wöchentlich auf 100% zu laden,

Bis man feststellt, daß die 100% garnichtmehr erreicht werden!
...und dann gehts rapide bergab.

von (prx) A. K. (prx)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Bis man feststellt, daß die 100% garnichtmehr erreicht werden!
> ...und dann gehts rapide bergab.

Auch ausgelutschte Akkus laden auf 100% Zustandsanzeige.

von Phasenschieber S. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Auch ausgelutschte Akkus laden auf 100% Zustandsanzeige.

Nein! Ich kenne Akkus die nichtmehr über 80% Ladung gehen.

von (prx) A. K. (prx)


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Fahrakkus? Da steckt mehr Intelligenz drin als in der 18650 Zelle. Die 
Alterungsanzeige gibt's getrennt.

: Bearbeitet durch User
von Volker (volmur)


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Gustav K. schrieb:

> Also Teilladungen sind schädlich?

Moin,

nein.

Volmur

von Phasenschieber S. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Fahrakkus?

Fahrakkus? meinst du daß man damit fahren kann? so mit Rädern dran? ;-)

Wenn du Fahrradakkus gemeint hast, nö, die meinte ich nicht, auf solch 
ein Gefährt würde ich mich nicht(mehr) setzen. Da lobe ich mir doch ein 
paar Tropfen Benzin zwischen den Rädern. :-)

von Phasenschieber S. (Gast)


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Volker schrieb:
> Moin,
>
> nein.
>
> Volmur

Moin

doch

Phasenschieber

von (prx) A. K. (prx)


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Mit E-Autos ist es ein wenig wie mit SSDs. Manchen rutscht angesichts 
begrenzter Zyklen derart das Herz in die Hose, dass sie aus Angst vor 
Abnutzung auch heute noch nur HDDs verwenden.

: Bearbeitet durch User
von Phasenschieber S. (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> dass sie aus Angst auch
> heute noch nur HDDs verwenden.

Gibts die auch mit Handkurbel?

Würde ich mir zulegen, angesichts der zu erwartenden Strompreise ;-)

von Thomas (db8nr)


Angehängte Dateien:

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s.o.

von (prx) A. K. (prx)


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von Phasenschieber S. (Gast)


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Thomas schrieb:
> s.o.

👍️

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Gustav K. schrieb:
> um paar kW zu schnorren, schadet dem Akku.

Die Einheiten sind da irgendwie nicht stimmig.
Leistung oder Energie?

Gib mal an um welches Heft, also Jahrgang und Monat es sich handelt. 
Weil dann können ADAC-Mitglieder nachlesen und sagen, was da wirklich 
drin steht.

Bisher wäre nur bekannt, das häufiges kurzes Schnellladen nicht so ideal 
für den Akku ist. Zum Beispiel wäre Schnellladen in einem Rutsch von 20% 
auf 80% weniger schädlich für den Akku, als 6x Schnellladen von jeweils 
+10% (von 20 auf 80%) mit achtstündiger Pause ohne nennenswerte Fahrten 
(weniger als 1%) dazwischen.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Gustav K. schrieb:
>> Kauf Dir eins und lies das Kleingedruckte.
> Was für eine selten dämliche Antwort!

Genau passend zur d* Frage!

"paar kW zu schnorren" ist vorbei, laden nur mit Kunden-App und kaum 
noch kostenlos.

Mathias A. schrieb:
> Höre ich zum ersten Mal. Eher ist das Gegenteil der Fall, die Hersteller
> raten davon ab den Akku zu häufig komplett voll zu laden.

Richtig, gilt für alle Lithium-Akkus. Und genau daraus kann man die 
Aussage bauen, dass das Laden beim Einkaufen schadet:

Das Auto kommt (fast) voll aus der Garage. Jetzt fährt es 10km zum Lidl, 
was kaum Entladung bewirkt und wird direkt wieder vollgeladen.

Wenn hingegen der Akku nur teilgeladen ist, wird die Nachladung am Lidl 
nicht schaden.

(prx) A. K. schrieb:
> Tesla rät bei den Modellen mit LFP Akku dazu, einmal
> wöchentlich auf 100% zu laden, damit der Ladezustand gut genug erfasst
> werden kann.

Das tun sie nicht, weil es gut für den Akku ist. Sie fordern es, weil 
der Software der korrekte Ladezustand entgleitet.

von Phasenschieber S. (Gast)


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Dieter D. schrieb:
> Bisher wäre nur bekannt, das häufiges kurzes Schnellladen nicht so ideal
> für den Akku ist.

Zitat von ChatGPT: "Schnellladen erhöht die Wärmeentwicklung und kann 
den Verschleiß der Batterie beschleunigen, was zu einer reduzierten 
Batterielebensdauer führen kann".

von Dieter D. (dieter_dosenkohl)


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Wer seinen Li Akku schonen möchte, bleibt wenn möglich zwischen 20 und 
80% und vermeidet unnötiges Schnelladen. Teilladungen sind nicht 
schädlich. Das war vor Li so. Täglich  beim Einkauf langsam laden von z. 
B. 60 auf 80% ist völlig unproblematisch.

von (prx) A. K. (prx)


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Manfred P. schrieb:
> Das Auto kommt (fast) voll aus der Garage. Jetzt fährt es 10km zum Lidl,
> was kaum Entladung bewirkt und wird direkt wieder vollgeladen.

Könnte es sein, dass ein Teil der in modernen Fahrzeugen zunehmend 
verbauten Intelligenz nur eine abnehmende Intelligenz der Fahrer 
kompensieren soll?

Es gibt allerdings ein Szenario, in dem das sehr real ist: Wenn du mit 
dem E-Auto zum Urlaubsgehöft oben in den Bergen fährst, dort voll 
auflädst, und es am nächsten Morgen erst einmal ordentlich abwärts geht.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7486921 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Max M. (ulfkotte_17)


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Gustav K. schrieb:
> Also Teilladungen sind schädlich?

Das ist quatsch.
Hat ein unwissender journo geschrieben der keine ahnung von garnix hat.

Beitrag #7486950 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7486952 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Korax K. (korax)


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Die Akkus haben mehr Kapazität als angegeben (als Reserve) und das 
Akkumanagement kümmert sich um den Akku. Am Ende des Garantiezeitraums 
hat der Akku dann die garantierte (Rest-) Kapazität.

von Christian B. (luckyfu)


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Korax K. schrieb:
> Am Ende des Garantiezeitraums
> hat der Akku dann die garantierte (Rest-) Kapazität.

Das ist so nicht ganz korrekt, der Satz müsste eher lauten: Am Ende des 
Garantiezeitraumes hat der Akku dann mindestens die garantierte (Rest-) 
Kapazität.

Ist er drunter, ist es möglicherweise ein Garantiefall. Praktische 
Erfahrungen mit den ersten Fahrzeugen zeigen aber, dass der Akku nach 8 
Jahren oder 150000km (so sind die Angaben bei meinem Fahrzeug) 
normalerweise noch deutlich über 70% hat. Da kursieren unterschiedliche 
Zahlen aber im Median geht man wohl so von 85-87% aus. Aktuelle Studien 
bescheinigen einem Akku eine Lebensdauer von ca. 500000km. (1)

Ansonsten: Der Akku hat eine gewisse Anzahl an Ladezyklen, durch die er 
altert. Das tut er aber auch einfach über die Zeit. Das sind also 2 
unterschiedliche Mechanismen.
Diese genannten Zyklen  sind aber immer Vollzyklen, sprich: der Akku 
wird auf 0% leer gefahren und dann auf 100% geladen. Das ist ein 
Szenario, welches in der Praxis eines Autoakkus quasi nie vorkommt. Der 
normale Nutzer lädt bei 20-30% wieder auf 80%. Allein dadurch lässt sich 
die Zyklenzahl locker von z.B. 1000 auf 2-3000 strecken. Schnelladen 
wirkt dagegen kontraproduktiv, ganz besonders, wenn der Akku nicht in 
seiner Wohlfühltemperatur um die 25°C ist. Das sollte man also möglichst 
nicht täglich tun, wenn man den Akku lange haben will. Außerdem wird 
jeder Ladevorgang (auch die durch die Rekuperation!) protokolliert und 
ist auslesbar. Man kann also nachvollziehen, wann jemand den Akku zu 
sehr gestresst hat. Allerdings verhindert das BMS eine zu starke 
Gefährdung des Akkus schon von allein. Es ist somit einfach nicht 
möglich, den Akku bei z.B. 40°C Zellentemperatur mit einem Strom über 1C 
zu beaufschlagen. Ergo: Das Laden dauert dann länger. An der AC 
Ladesäule spielt das aber keine Rolle, da dort immer mit Werten weit 
unter 1C geladen wird. (Bei mir z.B. mit max. 11kW bei einem 80kWh Akku, 
wovon 77kWh nutzbar sind. Ich lade AC also mit maximal 0,14C)

(1): 
https://www.gaencon.de/.cm4all/uproc.php/0/Aktuelles/Antwort_zurStudie_TU_Eindhoven_Teil2_201101.pdf?cdp=a&_=17585e13f88
https://www.meinauto.de/news/uni-studie-zeigt-e-auto-akkus-halten-langer-als-viele-glauben
https://ecomento.de/2018/01/08/bmw-elektroauto-batterien-halten-mindestens-15-jahre/

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Gustav K. schrieb:
> eben in einem ADAC-Heft gelesen: Mal eben beim Einkaufen das E-Auto
> anschließen, um paar kW zu schnorren, schadet dem Akku.
>
> Also Teilladungen sind schädlich?
> Was steht im Kleingedruckten der E-Auto Hersteller?

Ich habe mal gehört, Kurzstrecken fahren schadet dem Verbrenner. Was 
steht denn da im Kleingedruckten?

Ich nehme an, dass du dein (Verbrenner)Auto nur für Strecken > 100km am 
Stück nutzt, denn Kurzstrecken schaden dem Motor.

Also nimmst du bestimmt dein Lastenrad für die Kiste Bier, und gehst 
sonst zu Fuß zum Zigaretten holen und einkaufen.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Udo S. schrieb:
> Ich habe mal gehört, Kurzstrecken fahren schadet dem Verbrenner. Was
> steht denn da im Kleingedruckten?

Das interessiert einen Elektromotor und Akku überhaupt nicht (vermutlich 
der Hauptgrund, weshalb die Post schon vor Jahren auf ihre 
Elektroflitzer für die Zustellung umgestellt hat). Den stört es auch 
nicht, wenn du damit nur 50m Strecken mit mehreren Stunden pause 
dazwischen fährst. Ein Profil, was den Verbrenner, insbesondere Diesel, 
relativ schnell zum Schrottplatz führt. Nur ist dann dein Verbrauch eher 
von der Klimatisierung des Innenraums abhängig als von der Fahrstrecke.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Christian B. schrieb:
> Schnelladen
> wirkt dagegen kontraproduktiv, ganz besonders, wenn der Akku nicht in
> seiner Wohlfühltemperatur um die 25°C ist. Das sollte man also möglichst
> nicht täglich tun, wenn man den Akku lange haben will.

Schnellladung ist mehr Stress für den Akku, das ist klar. Aber wie das 
Fahrzeug damit umgeht, kann sehr verschieden sein.

Der Nissan Leaf hat keine Akku-Temperierung und muss folglich mit den 
natürlichen Temperaturen leben. Was ab der zweiten Schnellladung 
unterwegs zum Problem wird, denn die wird sehr eingeschränkt.

Beim Tesla ist das völlig anders. Dem sollte man für Schnellladung 
vorher die Intention per integriertem Navi mitteilen. Dann wird der Akku 
rechtzeitig vor Ankunft auf die richtige Ladetemperatur gebracht und 
dann dort gehalten. Andernfalls dauert die Schnellladung länger.

: Bearbeitet durch User
von Phasenschieber S. (Gast)


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Christian B. schrieb:
> weshalb die Post schon vor Jahren auf ihre
> Elektroflitzer für die Zustellung umgestellt hat).

...aber froh war, als sie diese wieder los wurde: 
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-post-steigt-aus-streetscooter-produktion-aus-a-2e3108b6-66eb-4a15-8537-69b6abdbd765

Ich wundere mich immerwieder wie sich manche Leute die Welt schön reden.

von (prx) A. K. (prx)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Ich wundere mich immerwieder wie sich manche Leute die Welt schön reden.

Der Text riecht aber weniger nach spezifischen Problemen mit dem 
E-Antrieb, sondern nach zu geringen Stückzahlen mangels Erfolg, die 
Fahrzeuge auch der Konkurrenz zu verkaufen. Die DP ist an sich kein 
Autobauer, weshalb eine Nischenproduktion keine Skaleneffekte mitbringt 
und pro Exemplar entsprechend teuer ist.

von Udo S. (urschmitt)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Ich wundere mich immerwieder wie sich manche Leute die Welt schön reden.

Oder mit Halbwahrheiten Tatsachen in Fake News verdrehen wollen.
Deine Aussage:
Phasenschieber S. schrieb:
> ...aber froh war, als sie diese wieder los wurde:

Zitate aus deinem Link:
"Derzeit hat die Post in Deutschland rund 17.000 Streetscooter im 
Einsatz, die Elektroflotte soll auf 21.500 ausgebaut werden."
...
"Das Unternehmen wollte sich wieder auf seine Kernkompetenz – die 
Logistik – konzentrieren."

Es ging also überhaupt nicht darum die E-Autos wieder loszuwerden, 
sondern selbst nicht mehr Auto-Produzent zu sein.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Phasenschieber S. schrieb:
> Christian B. schrieb:
>> weshalb die Post schon vor Jahren auf ihre
>> Elektroflitzer für die Zustellung umgestellt hat).
>
> ...aber froh war, als sie diese wieder los wurde:
> 
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-post-steigt-aus-streetscooter-produktion-aus-a-2e3108b6-66eb-4a15-8537-69b6abdbd765

Sie wollte die Produktion loswerden, nicht die Scooter.
Ein ziemlich großer Unterschied.

Denn weiter unten im selben Artikel findet sich:

"Derzeit hat die Post in Deutschland rund 17.000 Streetscooter im 
Einsatz, die Elektroflotte soll auf 21.500 ausgebaut werden."
Das Einsatzprofil ist ja auch ideal. Relativ kurze Wege, viele Stopps.

Auf der Post/DHL-Seite findet sich:
" Bis 2025 wird die E-Fahrzeug-Flotte weiter anwachsen auf dann 38.000 
E-Nutzfahrzeuge."

> Ich wundere mich immerwieder wie sich manche Leute die Welt schön reden.

Vielleicht, weil sie Artikel komplett lesen?

Edit: Udo war schneller ;-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Thomas F. (igel)


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Phasenschieber S. schrieb:
>> weshalb die Post schon vor Jahren auf ihre
>> Elektroflitzer für die Zustellung umgestellt hat).
>
> ...aber froh war, als sie diese wieder los wurde:
> 
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-post-steigt-aus-streetscooter-produktion-aus-a-2e3108b6-66eb-4a15-8537-69b6abdbd765
>
> Ich wundere mich immerwieder wie sich manche Leute die Welt schön reden.

Leseschwäche? Lies den Artikel nochmal aufmerksam durch:
Die Post produziert lediglich ihre elektrischen Zustellfahrzeuge nun 
nicht mehr selber, sondern hat die Produktion verkauft. Die Autos werden 
weiter produziert werden.
Und hier bei mir sind die elektrischen Zustellfahrzeuge auch munter im 
Einsatz.

von Bauform B. (bauformb)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Christian B. schrieb:
>> weshalb die Post schon vor Jahren auf ihre
>> Elektroflitzer für die Zustellung umgestellt hat).
>
> ...aber froh war, als sie diese wieder los wurde:
> 
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-post-steigt-aus-streetscooter-produktion-aus-a-2e3108b6-66eb-4a15-8537-69b6abdbd765
>
> Ich wundere mich immerwieder wie sich manche Leute die Welt schön reden.

sagt einer, der nicht einmal die Überschrift zu Ende lesen kann :)

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Christian B. schrieb:
> weshalb die Post schon vor Jahren auf ihre
> Elektroflitzer für die Zustellung umgestellt hat

Flitzer?

Hier stehen die immer alles blockierend in der Strasse herum

Beitrag #7487083 wurde von einem Moderator gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Flitzer?

Ausgerechnet kleine Stadtfahrzeuge so nennt man so. Sowas wie der 
Isetta-Neubau wirkt in der Wahrnehmung im Vergleich zur Oberklasse 
doppelt so schnell, weil halb so lang.

Kennt man von Flugzeugen, wenn man ihnen am Airport bei der Landung 
zusieht. Eine 737 wirkt viel schneller als eine am Himmel kriechende 
A380.

: Bearbeitet durch User
von Korax K. (korax)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Flitzer?
> Hier stehen die immer alles blockierend in der Strasse herum

Ja. Pakete abwerfen möchtest DU auch nicht.

Beitrag #7487093 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7487094 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7487102 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7487107 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7487113 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Udo S. (urschmitt)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Hier stehen die immer alles blockierend in der Strasse herum

Auch nicht mehr als die Dieseltransporter von DPD, Amazon, Hermes etc.
Es gibt einen Unterschied: Die E-Karren nageln nicht im Standgas vor 
sich hin und verstinken nicht die Luft während sie herumstehen.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7487122 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Udo S. (urschmitt)


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Phasenschieber S. schrieb im Beitrag #7487122:
> Ich auch nicht!

Dann erkläre doch bitte wie du aus dem von dir zitierten Spiegel Artikel 
zu dem Schluss kommst die Post wolle ihre E-Autos wieder loswerden:

Phasenschieber S. schrieb:
> Christian B. schrieb:
>> weshalb die Post schon vor Jahren auf ihre
>> Elektroflitzer für die Zustellung umgestellt hat).
>
> ...aber froh war, als sie diese wieder los wurde:

Das wäre dann auch eine gute Gelegenheit wieder zu sachlichen Themen zu 
kommen.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Thomas F. schrieb:
> Die Post produziert lediglich ihre elektrischen Zustellfahrzeuge nun
> nicht mehr selber, sondern hat die Produktion verkauft. Die Autos werden
> weiter produziert werden.
> Und hier bei mir sind die elektrischen Zustellfahrzeuge auch munter im
> Einsatz.

Ergänzung dazu: In meinem (ländlichen) Ort hat der Zusteller bis vor 
kurzem einen VW-Transporter (Diesel?) verwendet. Der Zusteller stellt 
sowohl die übliche Post als auch Pakete zu.

Neuerdings ist er mit einem größeren Mercedes-E-Transporter unterwegs. 
Der E-Antrieb wird auf dem Fahrzeug ausdrücklich erwähnt.

Die Post setzt also nicht nur ihre ehemals eigenen Scooter ein, sondern 
kauft offenbar auch bei anderen Autobauern ein, und zwar E-Fahrzeuge. 
Die scheinen mir für den ständigen Stop and Go Betrieb geradezu 
prädestiniert zu sein.

von Phasenschieber S. (Gast)


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Udo S. schrieb:
> Dann erkläre doch bitte wie du aus dem von dir zitierten Spiegel Artikel
> zu dem Schluss kommst die Post wolle ihre E-Autos wieder loswerden:

Weil, Zitat: "Streetscooter brachte Post große Verluste".

Auch hier nachzulesen: 
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/technologie/streetscooter-109.html#:~:text=Die%20Post%20hat%20die%20Produktionsrechte,Damit%20ist%20ein%20Prestigeprojekt%20gescheitert.

Aber was manchen nicht in den Kram passt, wird einfach wegdiskutiert, so 
einfach ist das.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Weil, Zitat: "Streetscooter brachte Post große Verluste".

Auch in Deinem Link geht es aber um das Loswerden der Produktion, nicht 
der Fahrzeuge!

von Udo S. (urschmitt)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Weil, Zitat: "Streetscooter brachte Post große Verluste"

Ja, das ist korrekt. Da es kein Anbieter von E-Transportern gab, hat die 
Post selbst eine Firma gegründet in der Hoffnung die entwickelten 
Fahrzeuge auch weiterzuverkaufen.
Da das nicht geklappt hat hat das Subunternehmen Verluste gemacht und 
wurde verkauft, da es inzwischen auch Alternativen von etablierten 
Fahrzeugherstellern gibt.

Aber deine Aussage dass die Post die Elektrofahrzeuge wieder los werden 
wollte ist eben falsch.

von Phasenschieber S. (Gast)


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Udo S. schrieb:
> Aber deine Aussage dass die Post die Elektrofahrzeuge wieder los werden
> wollte ist eben falsch.

Nein, ist sie nicht. Was aus den beiden von mir verlinkten Seiten leider 
nicht hervorgeht, ich aber gelesen habe, kann  nur auf die Schnelle 
jetzt die Seite nichtmehr finden, woher die Verluste stammen.
Größtenteils nämlich aus der Reparaturanfällig- und Unzuverlässigkeit 
der Fahrzeuge.

Da haben immer mehr Fahrzeuge in der Werkstatt gestanden, als auf der 
Straße.

Aber nur zu, wer mit seinem E-Auto glücklich werden will, soll es auch 
werden.

Jedoch sollte man die technischen Unzulänglichkeiten solcher Fahrzeuge 
nicht zu beschönigen versuchen.

von (prx) A. K. (prx)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Jedoch sollte man die technischen Unzulänglichkeiten solcher Fahrzeuge
> nicht zu beschönigen versuchen.

Durchaus möglich, dass diese Fahrzeuge mindestens anfangs Probleme 
hatten. Immerhin wurde eine neue Produktion in einer neuen Firma 
hochgezogen. Nur solltest du es dann auch mit den richtigen Belegen 
verlinken, nicht mit den falschen.

Obendrein gibt das sehr wahrscheinlich keine Aussage über die 
Fahrzeugklasse her, sondern über die konkrete Baureihe. Die Aussage, 
dass die Post ihren Bestand erheblich aufstocken will, spricht gegen 
systematische Probleme.

: Bearbeitet durch User
von M. E. (engelhard)


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Christian B. schrieb:
> Das interessiert einen Elektromotor und Akku überhaupt nicht

Das dachte ich bis zum e-Golf auch immer. Aber schon mit dem ID.3 war 
das auf einmal ganz anders: Bei jeder Kurzsstreckenfahrt mit nicht so 
warmem Akku heizt das Ding erst mal ne Menge Energie in den Akku rein. 
Das machen mittlerweile viele BEV. Das führt dann zu vermehrten 
Lade-/Entladezyklen des Akkus, außerdem zu vermehrten Temperatur- und 
Lastwechseln, die auch auf die Lebensdauer verschiedener Komponenten 
gehen. Da wäre es für den Akku bestimmt schonender, wenn der Nutzer dem 
Auto sagen könnte: "Bitte nicht heizen, das Auto wird eh gleich wieder 
abgestellt und ich akzeptiere, dass der Akku nur weniger Leistung bereit 
stellt während dieser Fahrt."

Teilladung schadet nicht. Teilentladung hingegen schon. Allerdings in 
anderem Sinn, als dem was die meisten Leute hier darunter verstehen...

Christian B. schrieb:
> Den stört es auch
> nicht, wenn du damit nur 50m Strecken mit mehreren Stunden pause
> dazwischen fährst. Ein Profil, was den Verbrenner, insbesondere Diesel,
> relativ schnell zum Schrottplatz führt.

Dann hatte ich wohl Glück. Ich bin mit meinem alten Diesel 
notgedrungenermaßen 15 Jahre lang täglich 2x 3-6 km gefahren und er 
läuft jetzt mit 23 Jahren noch immer einwandfrei. Liegt aber vielleicht 
auch daran, dass ich ihm da dann nie mehr als gut Standgas zugemutet 
habe, wohlwissend, dass er nicht die Betriebstemperatur hat, um groß was 
zu leisten. Mehr Leistung und Drehzahl war aber im Stadtverkehr auch nie 
nötig.

von Udo S. (urschmitt)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Nein, ist sie nicht. Was aus den beiden von mir verlinkten Seiten leider
> nicht hervorgeht, ich aber gelesen habe, kann  nur auf die Schnelle
> jetzt die Seite nichtmehr finden, woher die Verluste stammen.
> Größtenteils nämlich aus der Reparaturanfällig- und Unzuverlässigkeit
> der Fahrzeuge.

Auch das ist korrekt. Hier z.B. ist eine Seite:
https://www.elektroauto-news.net/news/streetscooter-groessere-problemen-als-bisher-geahnt

Wenn ich aber deinen Beitrag lese dann versteh ich das so, dass du das 
Konzept E-Auto als Ursache siehst. Das ist aber so nicht zu belegen. Es 
geht eher wohl darum dass man (wie fast immer) den Softwareaufwand (und 
Hardware?) massiv unterschätzt hat bis so ein neues Fahrzeug zuverlässig 
funktioniert.

Da ist das Post Tochterunternehmen aber nicht das einzige dem das 
passiert ist. Und es ist nicht auf E-Autos beschränkt.
Siehe die Mängel in den Neunzigern, als Fahrzeuge solange 
kostenoptimiert wurden bis massiv unzuverlässig wurden.
Z.B. Qualitätsprobleme mit Rost bei Mercedes, die Anfangsprobleme bei 
VAG mit verzinkten Karosserien, die vielen Elektronikausfälle als immer 
mehr Steuergeräte in den Fahrzeugen werkelten, und und und.

Das ist eigentlich immer so mit neuen Entwicklungen im Fahrzeugbau, es 
wäre eher ein Wunder gewesen wenn der hemdsärmelige Ansatz "Wir bauen 
uns schnell mal ein eigenen E-Transporter" problemlos funktioniert 
hätte.

Phasenschieber S. schrieb:
> Jedoch sollte man die technischen Unzulänglichkeiten solcher Fahrzeuge
> nicht zu beschönigen versuchen.

Mann sollte aber auch nicht generell und pauschal technischen 
Fortschritt oder alternative Konzepte verdammen.

von Mathias A. (mrdelphi)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Christian B. schrieb:
>> weshalb die Post schon vor Jahren auf ihre
>> Elektroflitzer für die Zustellung umgestellt hat).
>
> ...aber froh war, als sie diese wieder los wurde:
> 
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-post-steigt-aus-streetscooter-produktion-aus-a-2e3108b6-66eb-4a15-8537-69b6abdbd765

Im Artikel steht doch klar dass sie weitere Streetscooter anschaffen 
wollen:
> Derzeit hat die Post in Deutschland rund 17.000 Streetscooter im Einsatz, die 
Elektroflotte soll auf 21.500 ausgebaut werden. Die dafür nötige Fertigung soll 
nun Odin übernehmen.

Phasenschieber S. schrieb:
> Ich wundere mich immerwieder wie sich manche Leute die Welt schön reden.

Ich auch, und hier bist Du es offenbar der sich einreden will dass 
E-Autos nix taugen... 🙄

von Mathias A. (mrdelphi)


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M. E. schrieb:
> Teilladung schadet nicht. Teilentladung hingegen schon. Allerdings in
> anderem Sinn, als dem was die meisten Leute hier darunter verstehen...

In welchem Sinn meinst Du es denn?

von Christian B. (luckyfu)


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M. E. schrieb:
> Dann hatte ich wohl Glück.

Dann hast du nicht nur Glück sondern auch keinen DPF. Denn dieser setzt 
sich bei dieser Nutzung sehr schnell zu und kann sich dabei auch nicht 
freibrennen.
Einen Diesel ohne Partikelfilter stören die Kurzstrecken auch nicht 
unbedingt, wenn man ihm nicht gleich Vollgas zumutet. Aber das können 
auch Benziner nicht ab. Beim Elektrofahrzeug sorgt das BMS dafür, dass 
du den Akku nicht durch falsche Nutzung übermäßig schädigst. Wenn er 
nicht mehr genug Leistung zur Verfügung stellen kann, dann kannst du 
aufs Gaspedal treten wie du willst, dann wird die Beschleunigung 
begrenzt. Gleiches gilt für die Rekuperation, ist der Akku voll, kannst 
du nicht mehr mit voller Leistung rekuperieren sondern dann bremst das 
Fahrzeug mechanisch.

M. E. schrieb:
> Das dachte ich bis zum e-Golf auch immer. Aber schon mit dem ID.3 war
> das auf einmal ganz anders: Bei jeder Kurzsstreckenfahrt mit nicht so
> warmem Akku heizt das Ding erst mal ne Menge Energie in den Akku rein.
> Das machen mittlerweile viele BEV. Das führt dann zu vermehrten
> Lade-/Entladezyklen des Akkus, außerdem zu vermehrten Temperatur- und
> Lastwechseln, die auch auf die Lebensdauer verschiedener Komponenten
> gehen. Da wäre es für den Akku bestimmt schonender, wenn der Nutzer dem
> Auto sagen könnte: "Bitte nicht heizen, das Auto wird eh gleich wieder
> abgestellt und ich akzeptiere, dass der Akku nur weniger Leistung bereit
> stellt während dieser Fahrt."

Das ist eine reine Softwaregeschichte. Das ist bei den MEB Fahrzeugen 
so, aber nicht generell bei allen Elektrofahrzeugen. Meines Wissens 
wurde das aber geändert, was die Langstreckenfahrer wiederum 
benachteiligt.

: Bearbeitet durch User
von M. E. (engelhard)


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Mathias A. schrieb:
> In welchem Sinn meinst Du es denn?

https://de.wikipedia.org/wiki/Teilentladung

Christian B. schrieb:
> Meines Wissens
> wurde das aber geändert, was die Langstreckenfahrer wiederum
> benachteiligt.

Deshalb sollte man ja dem Nutzer die Wahl lassen statt ihn zu 
bevormunden.

von (prx) A. K. (prx)


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Christian B. schrieb:
> was die Langstreckenfahrer wiederum benachteiligt.

Inwiefern?

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Mathias A. schrieb:
> Im Artikel steht doch klar dass sie weitere Streetscooter anschaffen
> wollen:
>> Derzeit hat die Post in Deutschland rund 17.000 Streetscooter im
>> Einsatz, die Elektroflotte soll auf 21.500 ausgebaut werden. Die
>> dafür nötige Fertigung soll nun Odin übernehmen.

Und weiter:

>> An der Luxemburger Firma bekommt die Post einen Anteil von zehn
>> Prozent.

Und gleich im dritten Absatz des Artikels:

>> Eine Streetscooter-Tochter mit 300 Beschäftigten bleibt dem gelben
>> Riesen aber erhalten. Die Aachener Streetscooter GmbH soll noch als
>> Zulieferer für Odin fungieren – hierbei geht es zum Beispiel um
>> Fahrzeugteile und Batterien, die ohnehin noch auf Lager sind.
>> Außerdem erledigt die Post-Tochter weiterhin die Wartungsarbeiten und
>> die Instandhaltung der konzerneigenen Elektrotransporter-Flotte.

Das alles zeigt, dass die Post nach wie vor an den Streetscootern
festhält. Sie möchte halt nur nicht mehr als Hauptverantwortlicher für
die Produktion agieren, was ja durchaus nachvollziehbar und inzwischen
offensichtlich auch nicht mehr nötig ist.

von (prx) A. K. (prx)


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M. E. schrieb:
> "Bitte nicht heizen, das Auto wird eh gleich wieder
> abgestellt und ich akzeptiere, dass der Akku nur weniger Leistung bereit
> stellt während dieser Fahrt."

Wie ich oben für Tesla schrieb, orientiert sich das Fahrzeug im 
thermischen Verhalten zur Vorbereitung einer Schnellladung an der 
Zielangabe im internen Navi. Da wäre es nur konsequent, das Verhalten 
auch bei Kurzstreckenfahrten anzupassen. Allerdings sollte das System 
dann davon ausgehen können, dass es die ganze Strecke ist, nicht nur das 
erste Stück.

Solche Fahrzeuge sind in erheblichem Umfang Software, und die ist "work 
in progress". Das Verhalten kann sich im Laufe der Jahre durch Updates 
deutlich verändern.

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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(prx) A. K. schrieb:
> Solche Fahrzeuge sind in erheblichem Umfang Software, und die ist "work
> in progress". Das Verhalten kann sich im Laufe der Jahre durch Updates
> deutlich verändern.

Da muss ich immer an den Schlagabtausch Bill Gates versus GM denken.
Obwohl, einiges was GM damals geschrieben hatte ist inzwischen teilweise 
wahr.
https://www.wiwi-treff.de/Attachments-Wirtschaft/Microsoft/General-Motors-kontert-Bill-Gates/Artikel-617

von (prx) A. K. (prx)


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Einen signifikanten Einfluss von Kurzstrecke kann es auch bei der 
Innenraumtemperierung geben, nicht nur beim Akku. Auf Kurzstrecke ist 
die höchstens zwecks besseren Durchblicks zwingend.

Gerade Tesla macht sehr viel automatisch, was sich auch in fehlenden 
direkten Bedienelementen an Lenker und Mittelkonsole widerspiegelt. Wenn 
man es nicht abschaltet, werden Scheinwerfer und Klimatisierung 
automatisch gesteuert, und das auch noch abhängig vom Land in dem man 
fährt - was bedeutet, an der Grenze zur Schweiz tagsüber die 
Scheinwerfer einzuschalten.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Udo S. schrieb:
> Obwohl, einiges was GM damals geschrieben hatte ist inzwischen teilweise
> wahr.

"4. Die Öl-Kontroll-Leuchte sowie die Warnlampen für Temperatur und 
Batterie würden durch eine »Genereller Auto-Fehler«-Warnlampe ersetzt."

Korrekt. Kontrolleuchten sind sowas von gestern. Dafür gibts ja einen 
Bildschirm, mit zentraler Fehleranzeige.

"6. Jedesmal, wenn die Linien auf der Straße neu gezeichnet werden 
würden, müsste man ein neues Auto kaufen."

Im Prinzip ja, wenn die Erkennung von Linien und Beschilderung nicht 
mehr funktioniert. Ein Update reicht aber.

"7. Gelegentlich würde das Auto Sie ohne jeden erkennbaren Grund 
aussperren. Sie könnten nur wieder mit einem Trick aufschließen, und 
zwar müsste man gleichzeitig den Türgriff ziehen, den Schlüssel drehen 
und mit einer Hand an die Radioantenne fassen."

So ähnlich sieht es beim Tesla aus, wenn der 12V-Akku leer ist und man 
mechanisch rein will.

Oder wenn man hinten sitzt und nach einen Unfall raus will: Je nach 
Modell muss man die Verkleidung unter dem Sitz oder vom Lautsprecher 
entfernen, oder zwischen den Vordersitzen durchkrabbeln.

"12. Immer dann, wenn ein neues Auto von GM vorgestellt werden würde, 
müssten alle Autofahrer das Autofahren neu erlernen, weil keiner der 
Bedien-Hebel genau so funktionieren würde wie in den alten Autos."

Yep. Das ist heute generell so, egal bei welchem Antrieb. Entweder gibt 
es eine Unzahl von Hebeln und Knöpfen (manche haben 4 Hebel am Lenker), 
man muss mit der Bedienung von Smartphones oder Tablets vertraut sein 
(Tesla), oder keine Scheu davor haben, mit dem Auto zu reden (Tesla). 
Letzteres funktioniert dann vielleicht auch nur online, d.h. in der 
Funkzelle nicht.

Und Basisfunktionen wie das Gaspedal verhalten sich bei E-Autos je nach 
Modell und Fahrerwunsch anders als beim Verbrenner. Mit etwas Glück 
merkt sich die Karre, wessen Hintern gerade auf dem Fahrersitz hockt, 
und wählt das entsprechende Profil.

: Bearbeitet durch User
von Mathias A. (mrdelphi)


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M. E. schrieb:
> Mathias A. schrieb:
>> In welchem Sinn meinst Du es denn?
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Teilentladung

Ah so, ja diese Art der Teilentladung dürfte in der Tat nicht gut für 
den Akku sein 🙂

Wobei sie aber wenn überhaupt auch nur auftreten dürfte wenn er eh schon 
nicht mehr in Ordnung ist...

von Udo S. (urschmitt)


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(prx) A. K. schrieb:
> Mit etwas Glück
> merkt sich die Karre, wessen Hintern gerade auf dem Fahrersitz hockt,
> und wählt das entsprechende Profil.

Im Hintern implantiertes RFID Tag? :-)

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Udo S. schrieb:
> Im Hintern implantiertes RFID Tag? :-)

Banal: Es wird am verwendeten Schlüssel erkannt. "Schatz, ich habe 
meinen Schlüssel verlegt, gibts du mir mal deinen?" kann dein Dach in 
Kontakt mit dem Autodach bringen. ;-)

https://www.tesla.com/ownersmanual/model3/de_de/GUID-A2D0403E-3DAC-4695-A4E6-DC875F4DEDC3.html

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Udo S. schrieb:
> Im Hintern implantiertes RFID Tag? :-)

Vielleicht wäre das eine zukuftsträchtigere einfache Lösung. Erkennung 
am
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Arschgeweih

von Michael O. (michael_o)


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Ja in der Lernkurve richtig brauchvare E-Autos zu ionstruieren, zu bauen 
und zu perfektionieren bekleckert sichvdie vielgerühmte Autoindustrie 
der so genannten Industriestaaten absolut nicht mit Ruhm. Erinnert mich 
sehr an die Computerindustrie, als die Grossrechnerjungs der Mittleren 
Datentechnik das schwarze unter den Fingernägeln nicht gegönnt hat 
während die von unten von den
PCs angegriffen wurden. So haben VW, Mercedes, Opel und andere noch auf 
den Untergang aller alternativen Antriebe gesetzt, gewettet und gezockt, 
als Tesla und anderd etwas mutigere Unternehmen schon brauchbare 
Fahrzeuge mit haben will Faktor auf den Markt gebracht haben. Jetzt 
werden neue Fahrzeuge langsam aus Angst vor den Chinesischen 
Mitbewerbern endlich brauchbar. Wie sich die Zeiten ändern. Zum Glück 
werden auch die Bildzeitungsleser weniger mit Hasstiraden zugemüllt, und 
die Babyboomer bekommen als Rentner kaum noch Kredite für neue 
Dreckschleudern. Die nächste Generation stellt sich dann keine 
Brandbeschleuniger mehr vor das eh schon brennende Haus.
Das ausgerechnet in einem Forum für E-Technik so viele Oldtimerfreunde 
ihre Röhrenautos heilig sprechen hat mich doch sehr amüsiert. Nachdem 
ich als wirklich alter Sack die Kurve zum E-Auto schon lange bekommen 
habe, und bis jetzt schon 200.000 km mit meinen 4 E-Autos hinter mir 
habe kann ich über die Urteile von Leuten die über keinerlei Erfahrung 
verfügen täglich herzlich lachen. Ich hoffe ihr erhaltet mir die 
täglichen Erheiterungen noch ein Weilchen.

MfG
Michael

von Korax K. (korax)


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Du hast schon vier (chinesische) E-Autos verschlissen? Nicht sonderlich 
haltbar mit je 50.000 km.. :-P

Beitrag #7487659 wurde vom Autor gelöscht.
von Frank O. (frank_o)


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Ich mache seit über 35 Jahren Gabelstapler und da sind die E-Stapler 
Klasse. Eigentlich sind unsere Verbrenner auch E-Stapler, da die 
Verbrenner eh nur einen Generator antreiben.
In so einem abgeschlossenen Bereich ist eine Batterie schon ganz gut, 
aber auch die halten längst nicht die versprochenen Ladezyklen.
Früher stand einmal etwas von 2000 Ladezyklen bei den Batterien.
Heute, bei höherer Packungsdichte, geben sie neuerdings 4400 Ladezyklen 
an.
Ich persönlich würde, so lange es irgendwie geht, einen Verbrenner 
fahren.
Wie sagen doch die Amateurfunker so schön:"Wer Funk kennt, nimmt Kabel!"

So kann man das auch bei den E-Autos sehen.

von (prx) A. K. (prx)


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Frank O. schrieb:
> aber auch die halten längst nicht die versprochenen Ladezyklen

Um dieser Sorge abzuhelfen haben Stromer oft eine Akkugarantie über z.B. 
8 Jahre / 160.000 km. Beim Leaf ist in dieser Zeit ein Akkumodul 
verreckt. Es wurde kostenlos getauscht. Peinlich für Nissan war jedoch, 
dass es fast ein halbes Jahr dauerte.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Frank O. schrieb:
> "Wer Funk kennt, nimmt Kabel!"

Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich.
Neumodisches Zeugs eben.

NB: Wer Vodafone kennt, kennt den Spruch umgekehrt.

von Percy N. (vox_bovi)


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Frank O. schrieb:
> In so einem abgeschlossenen Bereich ist eine Batterie schon ganz gut,

und erspart den Ballast, den der Stapler sonst benötigen würde; dito für 
Mulis, die ohne schwere Eigenmasse kaum Traktion brächten.

Beim Pkw hat man gewöhnlich andere Sorgen.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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(prx) A. K. schrieb:
> Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich.

Wenn de neumoodsche Kroom komlezeerder ward as de olle Kroom
un dorto ook noch veel düürer, mutt ji sick nich wünnern.
Dor heddat nix midde Landlüüd to dohn un wat de nich freetn wüllt.

von Percy N. (vox_bovi)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Wenn de neumoodsche Kroom komlezeerder ward as de olle Kroom
> un dorto ook noch veel düürer,

denn man beter ann Container Gamelkram seuken!

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Percy N. schrieb:
> ●DesIntegrator ●. schrieb:
>> Wenn de neumoodsche Kroom komlezeerder ward as de olle Kroom
>> un dorto ook noch veel düürer,
>
> denn man beter ann Container Gamelkram seuken!

watt heddat dormit to dohn?

von Michael O. (michael_o)


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Nee ein Chinesisches Auto habe ich nicht. Zwei Kangoo ZE mit 101.000km 
und 128.000m, einen E-Expert mit jetzt 37.000km und einen E-UP mit zzt. 
22.000km. Verschlissen ist bis auf den Fahrersitz des Post Kangoo noch 
nichts. Ist ja schliesslich kein Verbrenner wo dauernd was kaputt geht.

MfG
Michael

von Frank O. (frank_o)


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(prx) A. K. schrieb:
> Um dieser Sorge abzuhelfen haben Stromer oft eine Akkugarantie über z.B.
> 8 Jahre / 160.000 km.

Aber wenn das öfter passiert, dann kriegst du den auch nicht so schnell. 
Denn alle wollen kein Geld ausgeben.
Selbst wir als Hersteller haben so unsere Kämpfe mit verschiedenen 
Batterieherstellern. Bei einem gab es massive Probleme. Das Fazit 
daraus, wir arbeiten nie wieder mit diesem Unternehmen zusammen, aber 
Garantieansprüche durchzusetzen, ist nicht immer leicht. Auf jeden Fall 
langwierig.

von Benedikt L. (Firma: Dem Ben seine Leiche) (dembenseineleiche) Flattr this


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Volltanken schadet auch!
Wer richtig den Tank voll hat und dann das Auto in die pralle Sonne 
stellt sieht die Ausdehnung durch Hitze!

Wie immer und überall! Extreme sind schädliche Sachen!

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Benedikt L. schrieb:
> Volltanken schadet auch!
> Wer richtig den Tank voll hat und dann das Auto in die pralle Sonne
> stellt sieht die Ausdehnung durch Hitze!
>
> Wie immer und überall! Extreme sind schädliche Sachen!

musst halt genauer in den Tank rein schauen.
Dazu brauchste ach Licht. Mit nem Streichholz oder Feuerzeug

und HIER kann es dann wieder vorteilhaft sein,
wenn die Karre ganz voll ist.
50Liter Benzin-Luftgemisch sind da doch etwas effektiver
wenn die sich ausdehnen wollen.

:-]

von (prx) A. K. (prx)


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Und wie gefährlich Strom ist, kann man hier erkennen. Wenige Meter neben 
einer grossen PV-Anlage ist ein Auto ausgebrannt.
https://www.suedkurier.de/region/schwarzwald/schwarzwald-baar-kreis/b27-auto-brennt-komplett-aus-aktuelle-news;art372502,11688468

von Christian B. (luckyfu)


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Häh? da ist ein normaler Verbrenner abgefackelt, zufällig neben einem 
Solarpark (der dadurch nichtmal beschädigt wurde). Was hat das nun jetzt 
genau mit dem Akku eines Elektrofahrzeugs zu tun? Oder inwiefern ist da 
Strom involviert? Da steht nur: technischer defekt im Motorraum. Das 
kann somit schonmal kein Elektrofahrzeug gewesen sein, denn das hat 
keinen Motorraum, ausserdem stünde es dann schon 3 mal im Text, welches 
Elektrofahrzeug es genau war.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Christian B. schrieb:
> Was hat das nun jetzt genau mit dem Akku eines Elektrofahrzeugs zu tun?

Nichts. ;-)

von Christian B. (luckyfu)


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Ahja, also nur zur Auflockerung des Threads gepostet?

von H. H. (Gast)


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Elektroautos geraten bestimmt bevorzugt in der Nähe von Raffinerien in 
Brand...

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Benedikt L. schrieb:
> Volltanken schadet auch!

Das gibt es bei beiden Fahrzeugarten. Wenn es schadet, dann war meistens 
die Fahrerin oder der Fahrer vollgetankt.

(prx) A. K. schrieb:
> oft eine Akkugarantie über z.B. 8 Jahre / 160.000 km.

Das ist auch die Ursache dafür, das man kaum gebrauchte E-Autos bekommt. 
Weil das so ein Risiko ist desto näher man an dieser Grenze oder schon 
durch ist, kommen beide Parteien nicht überein.

von Walter K. (walter_k488)


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Dieter D. schrieb:
>
> Das ist auch die Ursache dafür, das man kaum gebrauchte E-Autos bekommt.
> …

Was letztendlich auch gut für das Klima ist, denn nirgends ( in 
vergleichbaren europäischen Ländern ) wird für jede verbrauchte kWh 
E-Energie so viel Kohlendioxid erzeugt, wie im Energiewende-Wunderland 
Deutschland!

Ja ja - wollt ihr alle nicht hören!

von Soul E. (soul_eye)


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Christian B. schrieb:
> Ahja, also nur zur Auflockerung des Threads gepostet?

Den Unterschied zwischen Kausalität und Korrelation begreift nicht jeder 
Journalist und erst recht nicht jeder Zeitungsleser.

Trag mal die Entwicklung der Storchenpopulation neben der Geburtenrate 
auf.

von (prx) A. K. (prx)


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Soul E. schrieb:
> Den Unterschied zwischen Kausalität und Korrelation begreift nicht jeder
> Journalist und erst recht nicht jeder Zeitungsleser.

👍

von Udo S. (urschmitt)


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Walter K. schrieb:
> denn nirgends ( in
> vergleichbaren europäischen Ländern ) wird für jede verbrauchte kWh
> E-Energie so viel Kohlendioxid erzeugt, wie im Energiewende-Wunderland
> Deutschland!

Ach ja, Zeig mal die Quelle.

Ich habe hier eine:
#https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1009521/umfrage/co2-emissionen-durch-stromerzeugung-in-der-eu/

Die deckt sich mal wieder nicht mit deinen beleglosen Aussagen.

Was richtig ist, Deutschland steht schlechter da als der EU 
Durchschnitt.
Was unterschiedliche Gründe hat. Manche Länder wie Österreich oder 
Norwegen können viel auf Wasserkraft setzen, Dänemark auf Windenergie, 
Frankreich erzeugt rücksichtslos 200000 Jahre lang strahlenden Müll.

Und wie würdest du es besser lösen?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Udo S. schrieb:
> Ich habe hier eine:

Das ist die Statistik des CO2 aus Stromerzeugung. Interessanter wäre 
hier allerdings die Statistik des CO2 aus Stromverbrauch.

Aber bereits die erste Tabelle deckt sich weitestgehend mit der Aussage 
von Walter "( in vergleichbaren europäischen Ländern )", also gewisse 
Wirtschaftskraft pro Kopf und ähnliche Gegebenheiten.

Udo S. schrieb:
> strahlenden Müll

Strahlender Müll ist von Seiten der Natur aus betrachtet gar nicht so 
schlimm, wenn es die Menschen aus großen Gebieten vertreibt. Wie hoch 
die Strahlung sein darf um den gleichen Schaden an Tier, Insekten und 
Pflanzenwelt zu verursachen, wie der Mensch in den letzten Jahrzehnten, 
das will sicherlich keiner wissen.

von Christian B. (luckyfu)


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Udo S. schrieb:
> Und wie würdest du es besser lösen?

ganz einfach: Abwarten, bis es die perfekte Lösung gibt und die dann 
umsetzen.

Dieter D. schrieb:
> Das ist auch die Ursache dafür, das man kaum gebrauchte E-Autos bekommt.
> Weil das so ein Risiko ist desto näher man an dieser Grenze oder schon
> durch ist, kommen beide Parteien nicht überein.

Nein, die Ursache ist, dass es noch nicht wirklich viele Gebrauchte 
gibt. Das wird noch einige Jahre dauern, bis sich da ein wirklich 
nennenswerter Gebrauchtwagenmarkt etabliert hat. Aber einen Akku kann 
ich auch nach 8 Jahren noch problemlos auslesen und weiß dann genau, wie 
gut der noch ist. Einmal protokolliert von 0 auf 100% laden genügt um 
den SOH zu ermitteln. Ein 8 Jahre alter Verbrenner ist dagegen immer 
eine Wundertüte.

Walter K. schrieb:
> Was letztendlich auch gut für das Klima ist, denn nirgends

Dennoch ist der CO2 Ausstoß eines, mit aktuellem Strommix geladenen 
Fahrzeuges, doch deutlich besser als ein mit Diesel betriebenes, erst 
recht bei Benzin.

von Udo S. (urschmitt)


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Dieter D. schrieb:
> Strahlender Müll ist von Seiten der Natur aus betrachtet gar nicht so
> schlimm, wenn es die Menschen aus großen Gebieten vertreibt.

Wenn man deine Gedanken weiterspinnt, sollte man vielleicht einfach alle 
Kernwaffen einer rein rational "denkenden" KI unterstellen. Die würde 
das Problem dann vielleicht radikal lösen.

(Wer Sarkasmus vermutet hat aufgepasst)

von Udo S. (urschmitt)


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Christian B. schrieb:
> Nein, die Ursache ist, dass es noch nicht wirklich viele Gebrauchte
> gibt. Das wird noch einige Jahre dauern, bis sich da ein wirklich
> nennenswerter Gebrauchtwagenmarkt etabliert hat.

Das Problem ist durchaus, dass man nicht weiß wie lange der Akku noch 
lebt, ein neuer Akku ist noch teurer als ein Austauschmotor für ein 
älteres Auto.

Aber auch ein defektes Getriebe oder Motor ist meist bei einem älteren 
Gebrauchten ein wirtschaftlicher Totalschaden. Nur hat man da mehr 
Erfahrungswerte, die allerdings im Einzelfall nichts nützen.

Ein weiteres Problem ist wahrscheinlich dass sich die Akku und E-Auto 
Technologie so schnell weiterentwickelt, dass Gebrauchte noch schneller 
an Wert verlieren als Verbrenner.

von Udo S. (urschmitt)


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Christian B. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Und wie würdest du es besser lösen?
>
> ganz einfach: Abwarten, bis es die perfekte Lösung gibt und die dann
> umsetzen.

Das mit dem Abwarten ist so eine Sache.
Wenn du weit draußen im Watt bist und die Flut kommt ist abwarten auch 
nicht unbedingt die beste Strategie.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Christian B. schrieb:
> Dennoch ist der CO2 Ausstoß eines, mit aktuellem Strommix geladenen
> Fahrzeuges, doch deutlich besser als ein mit Diesel betriebenes, erst
> recht bei Benzin.

Die Aussage ist abhängig von der jährlichen Fahrleist vollkommen falsch 
oder richtig. Für den Wenigfahrer ist die Aussage falsch. Für den 
Vielfahrer ist diese richtig. Aber auf lange Sicht wollen wir aus 
Ressourcengründen keine Vielfahrer, oder zumindest so wenige wie 
möglich. Weil auch jede nicht mit Windkraft oder Solaranlagen erzeugte 
kWh die Natur schont.

von (prx) A. K. (prx)


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Christian B. schrieb:
> ganz einfach: Abwarten, bis es die perfekte Lösung gibt und die dann
> umsetzen.

Ein Problem solcher Ansätze könnte darin bestehen, dass sich die Erde 
von den Folgen der menschlichen Besiedelung erholen kann, bevor die 
Menschheit eine perfekte Lösung gefunden hat. Inwieweit das ein 
akzeptabler oder gar erwünschter Aspekt ist, ist eine Frage der 
Lebenseinstellung (*).

Ein weiteres Problem solcher Ansätze liegt darin, dass man Lösungen 
komplexer Probleme nicht auf dem Reissbrett zur Perfektion bringen kann, 
sondern es etlicher Iterationen in der Realität in ausreichender 
Grössenordnung erprobter Ansätze bedarf.

Würden wir Computer erst einsetzen, wenn sie inklusive aller Software 
garantiert perfekt fehlerfrei funktionieren, wären wir heute in der 
Komplexität in der IT und der Mikrocontroller-Technik noch nicht viel 
weiter als auf dem Niveau von Konrad Zuse.

Deshalb: Wer eine perfekte Lösung verlangt, will eigentlich keine 
Lösung. Eine leidlich funktionierende bis praktikable Lösung ist auch 
schon ganz nett.

*: Was wunderbar zu einer Vorstellung passt, einen perfekten 
menschlichen Organismus vorauzusetzen. Der ist nämlich auch so ein 
höchst unperfektes Werk mit haufenweise Fehlern in Hard- und Software. 
Wem danach ist, der darf nun gerne seinen Gott für dessen Werk 
kritisieren. Die anderen sehen Darwins Vorstellungen als Modell für 
Entwicklung von Lösungen. ;-)

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Udo S. schrieb:
> Wenn du weit draußen im Watt bist und die Flut kommt ist abwarten auch
> nicht unbedingt die beste Strategie.

Anders ausgedrückt: Wenn alle auf die perfekte Lösung warten, ersaufen 
alle. Totsicher. Wenn aber alle strohdumm in unterschiedliche Richtungen 
laufen, überleben etliche. Da ist also schon ein weitgehend 
strategiefreies Chaos sinnvoller als eine Abwarten-Strategie.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Dieter D. schrieb:
> Die Aussage ist abhängig von der jährlichen Fahrleist vollkommen falsch
> oder richtig. Für den Wenigfahrer ist die Aussage falsch. Für den
> Vielfahrer ist diese richtig

Ich muss diese Aussage aber nicht verstehen oder? Wenn ein 
Elektrofahrzeug pro km weniger CO2 ausstößt als irgendein Verbrenner, wo 
ist dann die Laufleistung im Jahr relevant? Oder willst du mir jetzt 
wieder mit dem ominösen Herstellungs CO2 Rucksack kommen? Dann frag ich 
wieder nach den CO2 Aufwendungen für die Herstellung des 
Verbrennerantriebsstranges, die wirst du mir nicht nennen können und wir 
einigen uns darauf, die Herstellkosten daher außen vor zu lassen, weil 
die einfach keiner wirklich kennt. Ja, es gibt Schätzungen, aber auch da 
weiß niemand, woher die Zahlen stammen, welches Fahrzeug da zugrunde 
gelegt wird. Also Entweder es gibt eine belastbare Quelle, die aufzeigt, 
wieviel CO2 ein Elektrofahrzeug mehr emittiert in der Herstellung als 
ein vergleichbarer Verbrenner oder man lässt es einfach diesen 
unsinnigen Vergleich heranzuziehen.

von Phasenschieber S. (Gast)


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Christian B. schrieb:
> Wenn ein
> Elektrofahrzeug pro km weniger CO2 ausstößt...

Das glauben viele und vergessen, daß das CO2 eben nicht vom Auto 
ausgetoßen wird, sondern nur an einer anderen Stelle und das ganz 
besonders in Deutschland.

Zu glauben, Elektrizität wäre ohne CO2-Erzeugung möglich, ist nur allzu 
naiv.

Der Dreck kommt nur aus einem anderen Auspuff/Schornstein.

von (prx) A. K. (prx)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Der Dreck kommt nur aus einem anderen Auspuff/Schornstein.

Summarum trotzdem weniger. Es sei denn, du fährst die Karre bald zu 
Schrott.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Der Dreck kommt nur aus einem anderen Auspuff/Schornstein.

Das gilt für die Herstellung und den Betrieb. Als Hilfestellung sei 
mitgegeben, diese Auspuffe/Schornsteine/usw. müssen nicht nur in diesem 
(deutschsprachigen) Land stehen.

von Christian B. (luckyfu)


Lesenswert?

Dieter D. schrieb:
> Das gilt für die Herstellung und den Betrieb.

Das hätte ich gern mal nachgewiesen... Also her mit den Zahlen: Wieviel 
CO2 verursacht die Herstellung des Elektromotors und der Batterie im 
Vergleich zu den tausenden Teilen, die der Verbrennerantriebsstrang samt 
notwendiger Nebenaggregate so erzeugt.

von (prx) A. K. (prx)


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von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Wobei auch diese Studien schöngerechnet wurden. Interessante Aufschlüsse 
gäben folgende Vergleiche:

a) Klassischer Verbrenner hergestellt nach heutigem Energiemix und 
betrieben mit fossilem Treibstoff.
b) Klassischer Verbrenner hergestellt mit sehr hohem Anteil an 
regenerativen Energien und betrieben mit E-Fuels.
c) E-Auto hergestellt nach heutigem Energiemix und betrieben mit 
heutigem Energiemix.
d) E-Auto hergestellt mit sehr hohem Anteil an regenerativen Energien 
(auch der Akku) und betrieben mit mit sehr hohem Anteil an regenerativen 
Energien.
e) + f) analog das Wasserstofffahrzeug (mit Reformer)

Dabei sollten getrennt der CO2-Aspekt und der 
Primärenergieverbrauchsaspekt betrachtet werden.

Es würden sich dabei unterschiedliche Ergebnisse ergeben. Nicht 
ideologisiert könnte das auch selbst abgeleitet werden. Diese Diskussion 
gab es übrigens schon mal.

: Bearbeitet durch User
von Michael O. (michael_o)


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Interessant. Gibt kaum gebrauchte E-Autos vielleicht abgesehen von den 
57.000 Stück die geraee bei Mobile.de angeboten werden oder denen die 
bei diversen Händlern stehen. Meinen ersten Kangoo ZE habe ich vor 9 
Jahren mit 10.000km gebraucht gekauft, nummer zwei vor 5 Jahren mit 
60.000km und Nummer drei als Vorführwagen mit 99km nur der 4te ist für 
0€ /Monat für 4 Jahre geleast und war vor drei Jahren ganz Neu.
Um die Laufleistungen und Reichweiten mache ich mir Gedanken wenn die 
Autos alt sind aber jetzt mit 2  3 Jahren und 2  11 Jahre alten Autos 
gibt es dafür noch keinen Grund.

MfG
Michael

von Phasenschieber S. (Gast)


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Michael O. schrieb:
> Um die Laufleistungen und Reichweiten mache ich mir Gedanken

Nicht wegen der Batterie, denn bei französischen Autos rostet dir vorher 
die Karosserie weg.

Da kannst du froh sein, wenn nicht irgendwann die Batterie auf die 
Straße kullert, weil der Boden durchgerostet ist.

SCNR

von Michael O. (michael_o)


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Nach 11 Jahren haben meine Kangoo ZE noch keinen Rost. Bei einem Passat 
ist mir nach 6 Jahren links und rechts der Wagenheber durch den 
durchgerosteten Wagenboden gebrochen. Den Audi 100 des Nachbarn hat der 
TÜV im 6ten Jahr stillgelegt, nachdem VW im 4ten Jahr 50% zu den 
Durchgerosteten 4 Türen auf Kulanz erstattet hat. Bei einem Renault habe 
ich solche Probleme noch nie erlebt.

MfG
Michael

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Michael O. schrieb:
> Nach 11 Jahren haben meine Kangoo ZE noch keinen Rost. Bei einem Passat
> ist mir nach 6 Jahren links und rechts der Wagenheber durch den
> durchgerosteten Wagenboden gebrochen. Den Audi 100 des Nachbarn hat der
> TÜV im 6ten Jahr stillgelegt, nachdem VW im 4ten Jahr 50% zu den
> Durchgerosteten 4 Türen auf Kulanz erstattet hat. Bei einem Renault habe
> ich solche Probleme noch nie erlebt.

Das sind auch Sprüche aus dem letzten Jahrhundert. Da war es tatsächlich 
noch in den 80ern so, dass es schon Neuwagen mit Rost gab.

Das ist aber schon lange Geschichte - im Gegenteil hat Citroen bspw. 
schon lange eine verzinkte Karosserie im unteren Bereich. 
Dementsprechend hatte unser auch nach jetzt 20 Jahren dort nur minimalen 
Rost im Radkasten und unter der Falz der Motorhaube. Und der steht 
dauerhaft draußen und ist Arbeitstier.

von Udo S. (urschmitt)


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Chris D. schrieb:
> Das sind auch Sprüche aus dem letzten Jahrhundert.

Nicht ganz so lange. Mercedes z.B. hatte bei der E Klasse W210 um die 
Jahrtausendwende massive Rostprobleme. Nach 8 Jahren sahen die Karren 
aus wie früher die Audis aus den 70gern.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Udo S. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Das sind auch Sprüche aus dem letzten Jahrhundert.
>
> Nicht ganz so lange. Mercedes z.B. hatte bei der E Klasse W210 um die
> Jahrtausendwende massive Rostprobleme. Nach 8 Jahren sahen die Karren
> aus wie früher die Audis aus den 70gern.

Mir ging es ausschließlich um die Franzosen :-)

von Udo S. (urschmitt)


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Chris D. schrieb:
> Mir ging es ausschließlich um die Franzosen :-)

Denen geht es so wie allen anderen. Meist ganz ok aber ab und zu ein 
Griff ins Klo wo zu sehr optimiert wurde. Es gab auch Audis und VWs oder 
Opel die sind schneller gerostet als jeder Renault.
Ich kann mich nur nicht mit den (meiner Erfahrung nach) meist 
schwammigen Fahrwerken und Lenkungen anfreunden. Der letzte Versuch mit 
einem Peugot 207 war dahingehend schlechter als damals bei einem 205er.
Bei miesen Straßen allerdings durchaus komfortabel.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Komfortabel sind Wagenformate wie W211

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