Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Wechselspannung 0VAC


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von Martin (maky)


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Hallo,

wer kann mir bei einer Newbie-Frage weiterhelfen?

In einem Schaltplan gibt es Spannungs-Eingänge:

12V (Gleichspannung), 0V Gleichspannung -> easy
aber es gibt auch
48VAC (Wechselspannung) und 0VAC.

Letztere (0VAC) ist mit der 0V Gleichspannung verbunden.
Was ist 0VAC und wie kann man Wechselspannung mit Gleichspannung 
verbinden?

Viele Grüße und vielen Dank für eure Erklärungen
Martin

von Soul E. (soul_eye)


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Wahrscheinlich soll das nur ausdrücken, dass man hier den zweiten Pol 
der 48Vac-Wicklung anschließen soll. Also die 12 V an (+)12 V und (-)0 
V, und den Trafo an (L)48 Vac und (N)0 Vac.

: Bearbeitet durch User
von Phasenschieber S. (Gast)


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Sehe ich auch so, sehr wahrscheinlich ist der Gegenpol gemeint.

von Klaus H. (hildek)


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Martin schrieb:
> Letztere (0VAC) ist mit der 0V Gleichspannung verbunden.
> Was ist 0VAC und wie kann man Wechselspannung mit Gleichspannung
> verbinden?

So, wie im Bild z.B.
Ebenso, wenn du potentialgetrennte AC- und DC-Quellen hast: je einen Pol 
der beiden kann man immer verbinden. Nennt man dann häufig GND, Masse 
...

von Harald W. (wilhelms)


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Klaus H. schrieb:

>> Was ist 0VAC und wie kann man Wechselspannung mit Gleichspannung
>> verbinden?
>
> So, wie im Bild z.B.
> https://www.mikrocontroller.net/attachment/608327/ACDC.png

Eine solche Schaltung sollte man aber nur verwenden, wenn der
fliessende Gleichstrom deutlich niedriger als der fliessende
Wechselstrom ist. Eisentrafos mögen eine Vormagnetisierung
mit Gleichstrom überhaupt nicht.

von Martin (maky)


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D.h. wenn man sowas hat

(1) +12VDC
(2) 0VDC(GND)

(3) 48VAC
(4) 48VAC

Dann darf man Pin 2 und 3 (bzw. 2 und 4) "einfach so" verbinden?
Darf man das "beliebig", d.h. auch bei zwei getrennten Transformatoren
oder müssen die irgendwie auf der selben Wicklung sein?

von Oliver (olliiiver)



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Hallo,

ich habe dieselbe Herausforderung und folgende Seite gefunden:

https://www.way2.net/2022/03/14/splitflap/

Dort ist ein Schema für eine Spannungsversorgung hinterlegt.

Meine (newbie) Frage:

Ist dann GND/Masse verwendbar um Beispielsweise einen Serial-to-USB 
Adapter (und einen PC) während des Betriebs an einen in der Schaltung 
vorhandenen Microcontroller anzuschließen?

Viele Grüße und Danke für die Hilfe,

Oliver

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Oliver schrieb:
> Dort ist ein Schema für eine Spannungsversorgung hinterlegt.
Ein Tipp an einen newbie: das ist ein **Schaltplan** oder eine englische 
"schematic" (spich "skemätik"). Ein **Schema** ist eine grobe 
Funktionsskizze von irgendwas.

Oliver schrieb:
> ich habe dieselbe Herausforderung und folgende Seite gefunden:
> https://www.way2.net/2022/03/14/splitflap/
Diese Schaltung ist gut auf Kante genäht, denn wenn auf dem Trafo 30Vac 
steht, dann hat der im Leeerlauf locker mal 35V und es sind am Eingang 
des LM317 knapp 50V. Am LM317 müssen also 50V-12V = 38V abfallen. Und 
das ist (abgesehen von der pfundigen Verlustleistung) bei max. 40V laut 
DB schon recht grenzwertig.

Oliver schrieb:
> Meine (newbie) Frage:
> Ist dann GND/Masse verwendbar um Beispielsweise einen Serial-to-USB
> Adapter (und einen PC) während des Betriebs an einen in der Schaltung
> vorhandenen Microcontroller anzuschließen?
Dzu musst (vereinfacht) immer dann die Masse von Komponenten oder 
Bauteilen verbinden (der Profi sagt "Potentialbezug herstellen"), wenn 
du auch andere Signale oder Verbindungen zwischen den Komponenten oder 
Bauteilen hast.

Wenn du deren Masse nicht verbinden kannst oder darfst, musst du 
nötigenfalls mit Optokopplern, Relais, Trafos oder Funk für 
Potentialtrennung sorgen.

Weil die obige Schaltung einen Trafo enthält, kannst du deren Masse 
sorgenfrei mit irgendeiner anderen Masse verbinden.

Ich würde aber niemals(!!) völlig bedenkenlos zwei Schaltungsteile 
unter Spannung aneinander stecken, wenn da 5V und 30Vac auf dem selben 
Stecker sind. Denn wenn das ein Stecker ohne voreilenden Massepin ist, 
dann kann es sein, dass zuerst die 30Vac Kontakt bekommen und dann 1ms 
später die 5V und dann wieder ein paar ms später erst der GND. Und bis 
dahin kann sich die 30Vac (die laut Murphy in deisem Augenblick grade 
beim positiven oder negativen Scheitelwert +50V oder -50V ist) schon 
einen Weg über irgendwelche IC-Pins und die 5V gesucht und gefunden und 
einige Bauteile über ihre "Absolute Maximum Ratings" hinaus belastet 
haben.

Ein Tipp: wenn du ein konkretes Problem hast, dann könntest du dieses 
Problem mit Infos zu den beteiligten Komponenten (schematisch) 
beschreiben. Und eben nicht nur deinen Lösungsversuch mit einem irgendwo 
herkopierten Schaltplan..

BTW: für eine neue Frage bitte einen neuen Thread starten.

: Bearbeitet durch Moderator
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