Forum: Haus & Smart Home Digitale Zeitsteuerung bei altem Kühlschrank


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von Frido J. (dreistein)


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Hallo zusammen ! Wer seinen Kühlschrank liebt hat schon mal geschaut wie 
lange der Kompessor läuft und wieviewl Zeit er steht. Bei mir ca. 15 zu 
45 Minuten. So kann man in ungefähr den Jahresverbauch ausrechnen und 
staunt doch sehr wie wenig ein 24 Jahre alter Siemens-Tischkühlschrank 
verbraucht. So, jetzt hat der Thermostat zum zweiten Mal den Geist 
aufgegeben, das Gerät hängt an einer analogen Zeitschaltuhr (Die mit den 
Stiften) mit 15/45 und kühlt besser als mit Thermostat. Da stellt sich 
die Frage ob eine einstellbare digitale Zeitsteuerung mit seperater 
Temperaturanzeige nicht die bessere Lösung ist. Bloß auf dem Gebiet 
kenne ich mich nicht aus. Hat Jemand ne Idee ?
Der Schaltplan könnte stimmen. Ob ich die Abtauheizung brauche ist nach 
zwei Tagen noch nicht feststellbar. Da käme auch eine einfache Lösung 
mit Schalter in Frage. Den Sensor der Temperaturanzeige würde ich durch 
das Loch für's Tauwasser einfädeln, die Steuerung des Kompressors über 
die vorhandenen Kabel. Baulich alles also kein Problem. Meine 
Vorstellung ist eine konstante Gesamtzeit (Eine Stunde als Schleife) und 
eine einstellbare Laufzeit des Kompressors je nach Außenmtemperatur.
Keine Sorge, das lohnt sich, -26 Grad sind für den Kompressor immer noch 
kein Problem. Toll oder ?

: Bearbeitet durch User
von Jens M. (schuchkleisser)


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Ein Thermostat mit Tot/Mindestzeiten ist keine Option?
Dann kühlt der Kühler auch richtig (auf die Solltemperatur) und der 
Kompressor blockiert nicht.
Bei Zeitschaltuhrbetrieb läuft die Innentemp doch der Raumtemp nach...

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Frido J. schrieb:
> das Gerät hängt an einer analogen Zeitschaltuhr (Die mit den
> Stiften) mit 15/45 und kühlt besser als mit Thermostat.

Lief bei mir Jahrelang so.
Die Kiste hatte immer genug kalt, damit niggs verkommt.
war immer so zwischen 8 und 10 Grad.

von Frido J. (dreistein)


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Jens M. schrieb:
> Ein Thermostat mit Tot/Mindestzeiten ist keine Option?
> Dann kühlt der Kühler auch richtig (auf die Solltemperatur) und der
> Kompressor blockiert nicht.
> Bei Zeitschaltuhrbetrieb läuft die Innentemp doch der Raumtemp nach...

Ja, da hast Du Recht, das Problem bei Thermostaten ist die 
Kapilarrohrlänge bzw. ob die Kältemenge an der Meß-Stelle noch zum 
Schalten ausreicht. Wenn ich eine frei wählbare Kompressor-Laufzeit 
zwischen z.B. 10 bis 20 Minuten hätte und eine seperate 
Temperaturanzeige dann könnte ich doch locker die Laufzeit der 
Innentemperatur anpassen. Aber gut, nicht alles ist machbar.

von Frido J. (dreistein)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Frido J. schrieb:
>> das Gerät hängt an einer analogen Zeitschaltuhr (Die mit den
>> Stiften) mit 15/45 und kühlt besser als mit Thermostat.
>
> Lief bei mir Jahrelang so.
> Die Kiste hatte immer genug kalt, damit niggs verkommt.
> war immer so zwischen 8 und 10 Grad.

Danke, das glaub' ich gerne, hab das auch schon mal 14 Tage lang so 
gemacht. Jetzt dachte ich halt an eine elegante Lösung. Es eilt ja nicht 
...

von H. H. (Gast)


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Frido J. schrieb:
> Ja, da hast Du Recht, das Problem bei Thermostaten ist die
> Kapilarrohrlänge bzw. ob die Kältemenge an der Meß-Stelle noch zum
> Schalten ausreicht.

Du weißt wohl nicht wie die Kühlschrankthermostate üblicherweise 
funktionieren.

Beispiel anbei.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Frido J. schrieb:
> Ja, da hast Du Recht, das Problem bei Thermostaten ist die
> Kapilarrohrlänge bzw. ob die Kältemenge an der Meß-Stelle noch zum
> Schalten ausreicht.

Ich dachte da eher an einen elektronischen Thermostaten, der die 
Zusatzfunktionen "Mindest-Ein-Zeit" und "Mindest-Aus-Zeit" hat.
Also "wenn zu warm läuft der Kompi min. 5 Minuten, danach ist er min. 15 
aus".
Mechanische Zeitschaltuhren bleiben gern mal stehen, wenn der Pröpsel 
genau so gerade eben den Kontakt nicht mehr betätigt, und dann friert 
dir entweder die Hölle dicht oder es ergibt alles einen netten Eintopf.
Gut, ein komplexer elektronischer Schaltkreis ist evtl. auch anfällig. 
Bietet aber evtl. die Möglichkeit entsprechender Überwachung durch 
unabhängige andere Schaltkreise.

von Frido J. (dreistein)


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H. H. schrieb:
> Frido J. schrieb:
>> Ja, da hast Du Recht, das Problem bei Thermostaten ist die
>> Kapilarrohrlänge bzw. ob die Kältemenge an der Meß-Stelle noch zum
>> Schalten ausreicht.
>
> Du weißt wohl nicht wie die Kühlschrankthermostate üblicherweise
> funktionieren.
>
> Beispiel anbei.
Danke für's Beispiel, und doch doch, genau der 59er überzeugt nicht 
immer. Meiner Erfahrung nach weil das Kapilarrohr am Thermostat den 
falschen Schwung macht (Man muß den passenden Bogen nachbiegen) und 
deshalb am Kapilkarrohr diese Länge dann fehlt.
Unlängst habe ich einen original Siemens-Thermostat für 43 € in einen 
anderen Kühlschrank eingebaut. Im Internet behauptete Siemens für diesen 
10 Jahre alten Kühlschrank gäbe es keinen Ersatz-Thermostat mehr. Die 
lügen wie gedruckt, es ist eine Schande.

von Max M. (ulfkotte_17)


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Jens M. schrieb:
> Ich dachte da eher an einen elektronischen Thermostaten, der die
> Zusatzfunktionen "Mindest-Ein-Zeit" und "Mindest-Aus-Zeit" hat.

Ich hab den vom bild1 drin.
Den im bild2 hab ich gekauft aber nicht eingebaut.

von H. H. (Gast)


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Frido J. schrieb:
> Danke für's Beispiel, und doch doch, genau der 59er überzeugt nicht
> immer. Meiner Erfahrung nach weil das Kapilarrohr am Thermostat den
> falschen Schwung macht (Man muß den passenden Bogen nachbiegen) und
> deshalb am Kapilkarrohr diese Länge dann fehlt.

Eben keine Ahnung.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Max M. schrieb:
> Ich hab den vom bild1 drin.
> Den im bild2 hab ich gekauft aber nicht eingebaut.

Und, welcher von denen kann On/Off-Zeiten neben der Temperatursteuerung?

von Andre M. (andre1597)


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H. H. schrieb:
> Eben keine Ahnung

Wie könnte man es denn besser machen, wenn man nicht gerade einen Zugang 
zum Verdampfer bohren möchte? bzw. eben mit Schaltlogik die zb. die 
Abtauzeit (Verdampfer) (zb. mindestens 15/20 min. aus) definiert/ und 
die Einschaltzeit 10/15min. ein.. für Kompressor fest hat. (nur ne 
Idee...)  :-)

von Harald W. (wilhelms)


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Jens M. schrieb:

> Und, welcher von denen kann On/Off-Zeiten neben der Temperatursteuerung?

Elektromechanische Thermostate sind m.E. genügend träge,
sodas sich keine zu kurze Intervalle ergeben.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Frido J. schrieb:
> Da stellt sich
> die Frage ob eine einstellbare digitale Zeitsteuerung
Was ist eine "digitale Zeitsteuerung"
> mit seperater
> Temperaturanzeige nicht die bessere Lösung ist.
Verstehe ich nicht. Oder was ist an der bestehenden Lösung "suboptimal"?

> Bloß auf dem Gebiet
> kenne ich mich nicht aus.
Hmm?
> Hat Jemand ne Idee ?
Ich sehe hier kein Problem!
Deshalb fällt mir auch keine Lösung ein.

von Frido J. (dreistein)


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Cha-woma M. schrieb:
> Frido J. schrieb:
>> Da stellt sich
>> die Frage ob eine einstellbare digitale Zeitsteuerung
> Was ist eine "digitale Zeitsteuerung"
>> mit seperater
>> Temperaturanzeige nicht die bessere Lösung ist.
> Verstehe ich nicht. Oder was ist an der bestehenden Lösung "suboptimal"?
>
>> Bloß auf dem Gebiet
>> kenne ich mich nicht aus.
> Hmm?
>> Hat Jemand ne Idee ?
> Ich sehe hier kein Problem!
> Deshalb fällt mir auch keine Lösung ein.
Gut, jedem seine Meinung!
Eine digitale Zeitsteuerung ist das Gegenteil einer mechanischen 
Zeitsteuerung. Könnte man auch digi Zeitschaltuhr dazu sagen, aber die 
haben leider keine 24 Schaltintervalle.
Um die richtige Temperatur einstellen zu können brauche ich ein 
Thermometer dessen Fühler ich irgendwo im Innenraum des Kühli anbringe. 
Dieses Thrmometer hat nix mit der Zeitschaltuhr zu tun sondern zegt nur 
die Temperatur an.
Aktuell bei 15 min ein und 45 min aus sind es auf der Glasplatte 5,7 
Grad, und das ist zu kalt. Ein Grad mehr wäre auch genug. So, mit der 
mechanischen Zeitschaltuhr kann ich die Einschaltzeit nicht einstellen, 
die bleibt immer 15 Minuten obwohl es 13 auch täten. Deshalb braucht es 
eine flexible Einschaltzeit bei konstanter Ruhezeit.

von Frido J. (dreistein)


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Andre M. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Eben keine Ahnung
>
> Wie könnte man es denn besser machen, wenn man nicht gerade einen Zugang
> zum Verdampfer bohren möchte? bzw. eben mit Schaltlogik die zb. die
> Abtauzeit (Verdampfer) (zb. mindestens 15/20 min. aus) definiert/ und
> die Einschaltzeit 10/15min. ein.. für Kompressor fest hat. (nur ne
> Idee...)  :-)

Recht hast Du, mir scheint manche verstehen das Problem bzw. Thema nicht 
!

von Frido J. (dreistein)


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H. H. schrieb:
> Frido J. schrieb:
>> Danke für's Beispiel, und doch doch, genau der 59er überzeugt nicht
>> immer. Meiner Erfahrung nach weil das Kapilarrohr am Thermostat den
>> falschen Schwung macht (Man muß den passenden Bogen nachbiegen) und
>> deshalb am Kapilkarrohr diese Länge dann fehlt.
>
> Eben keine Ahnung.
Wie wäre es mit ner Begründung ! Die 60 cm Kapilarrohrlänge sind wohl 
nötig damit der Thermostat funktioniert. Verliere ich durch biegen (Oben 
rum, das Loch für das Kapilarrohr ist aber unten) 5 cm dann sind es nur 
noch 55 cm und die reichten bei meinem jetzigen 59er eben nicht aus.

von Frido J. (dreistein)


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Also, tatsächlich gibt es einen Ersatzthermostat mit Kapilarrohrausgang 
unten. Der könnte passen. Aber wozu wenn es eine einfache Zeitsteuerung 
auch tut.Und kann es nicht möglich sein dass die NTC-gesteuerten 
Kühlgeräte-Elektroniken in Wahrheit auch zeitgesteuert sind und nur die 
daraus resutierende Temperatur angezeigt wird ? Welche Variante ist 
billiger, temperatur- ode zeitgesteuert ?
Wir leben um zu lernen, deshalb unterhalten wir uns doch hier ! Und um 
auf neue Ideen zu kommen.

von Harald W. (wilhelms)


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Frido J. schrieb:

> Aktuell bei 15 min ein und 45 min aus sind es auf der Glasplatte 5,7
> Grad, und das ist zu kalt. Ein Grad mehr wäre auch genug.

Eine gradgenaue Temperatur im Inneren wirst Du mit einer reinen
Zeitsteuerung nie hinbekommen. Wenn Du eine Abweichung von +-3°
hinbekommst wäre das schon sehr gut.

von Frido J. (dreistein)


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Max M. schrieb:
> Jens M. schrieb:
>> Ich dachte da eher an einen elektronischen Thermostaten, der die
>> Zusatzfunktionen "Mindest-Ein-Zeit" und "Mindest-Aus-Zeit" hat.
>
> Ich hab den vom bild1 drin.
> Den im bild2 hab ich gekauft aber nicht eingebaut.

Vielen Dank, jetzt wird's interessant bzw. aufregend. Bitte sag doch wo 
Du den Ersten gekauft hast oder wie der heißt, damit ich ihn besorgen 
kann.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Harald W. schrieb:
>> Aktuell bei 15 min ein und 45 min aus sind es auf der Glasplatte 5,7
>> Grad, und das ist zu kalt. Ein Grad mehr wäre auch genug.
>
> Eine gradgenaue Temperatur im Inneren wirst Du mit einer reinen
> Zeitsteuerung nie hinbekommen.

Richtig.

> Wenn Du eine Abweichung von +-3°
> hinbekommst wäre das schon sehr gut.

Sind klassische Kühlschrankthermostate besser?

Frido J. schrieb:
> Bitte sag doch wo Du den Ersten gekauft hast oder wie der heißt,

Ein typisches Chinading, liegt hier auch auf dem Kramhaufen.

https://www.aliexpress.com/item/1005003016324633.html
https://www.aliexpress.com/item/1005005762359383.html
https://www.aliexpress.com/item/33008610977.html
https://www.aliexpress.com/item/1005005762371317.html

von Frido J. (dreistein)


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"Kramhaufen" ist nett gesagt.
Also drei Grad plus/minus kann ich nicht bestätigen. mit der analogen 
Zeitschaltuhr und 15/45 entspricht die Temperatur fast genau derjenigen 
mit Thermostat. Würde ich die zweite Steuerung im Gehäuse nehmen und 
dieses hinter dem Kühlschrank an die Wand nageln dann könnte ich doch 
locker die temperatur anpassen.
Ja, Spielerei, stimmt, aber auch dabei lernt man was.

von Stefan F. (Gast)


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Frido J. schrieb:
> Da stellt sich die Frage ob eine einstellbare digitale Zeitsteuerung mit
> seperater Temperaturanzeige nicht die bessere Lösung ist.

Wohl kaum, denn diese Methode ignoriert die Umgebungstemperatur, was 
rein gestellt wird, wie oft er geöffnet wird und wie stark er 
verschlissen ist.

Eine Steuerung ist keine Regelung.

Bei den billigen Produkten aus China ist oft das Relais der größte 
Schwachpunkt, dicht gefolgt von einem undichten Temperaturfühler. 
Normalerweise sind die üblichen mechanischen Regler sehr gut. Eine 
Elektronik ist nicht automatisch besser oder langlebiger. Sie ist nur 
aufwändiger. Ich würde beim mechanischen Regler bleiben, sofern Ersatz 
zu beschaffen ist.

von Udo S. (urschmitt)


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Stefan F. schrieb:
> Eine Steuerung ist keine Regelung.

Kann man nicht oft genug wiederholen

Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.
Eine Steuerung ist keine Regelung.

Aber ich habe das Gefühl, das kapiert der TO (und einige andere) nicht.

von Thorsten S. (thosch)


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Frido J. schrieb:
> mit der analogen
> Zeitschaltuhr und 15/45 entspricht die Temperatur fast genau derjenigen
> mit Thermostat.

Solange du nur konstant beladenen Kühlschrank mißt, der im Keller bei 
praktisch konstanter Ümgebungstemperatur steht, mag das stimmen.
Dennoch fehlt dir die Regelung!
Stelle mal 10 warme Bierflaschen in diesen zeitgesteuerten Kühlschrank 
um sie abzukühlen. Beim klassischen mechanischrn Thermostat würde sich 
jetzt die Einschaltzeit des Kompressors durch den Wärmeeintrag stark 
erhöhen.

Bei deiner Zeituhrsteuerung erhöht sich nur die Kühlraumtemperatur, was 
die im gleichen Kühlschrank gelagerte Zwiebelmettwurst gar nicht mag, da 
die zwischen +4°C und maximal +7°C gelagert werden muß.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


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Frido J. schrieb:
> Die 60 cm Kapilarrohrlänge sind wohl
> nötig damit der Thermostat funktioniert.

Nein. Für die korrekte Funktion ist nötig, dass einige Zentimeter des 
Rohrs in engem Kontakt mit dem Verdampfer sind, mehr nicht.

von Flip B. (frickelfreak)


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Habe einem Hirntoten Kühlschrank der immer den Salat einfrieren wollte 
eins der oben genannten Kühlthermostate STC-1000 verpasst. Alles Fertig 
im Paket, einfach wunschtemp einstellen. Kein Kapillarohrbiegen und 
keine Versuchsreihen zur einschaltzeit notwendig. Der NTC ist oben an 
der tendentiell wärmsten stelle unter der kabelabdeckung des 
türschalters.

Für nen 10er den so ein Thermostat kostet mach ich doch keine faxen mit 
Zeitschaltuhr...

: Bearbeitet durch User
von H. H. (Gast)


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Flip B. schrieb:
> STC-1000

Ein zusätzlicher Stromverbraucher.

von Flip B. (frickelfreak)


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Wenn es darauf ankommt, spart man die 500mW mit etwas kleiner 
eingestellter hysterese wieder ein.  Bzw. bei 15/45 min sollte man 
nachdenken, ob die dichtungen und dämmung vom Kühlschrank noch gut ist. 
Meiner macht mit 90W kompressorleistung max. 10%Ed , also 6 minuten an 
pro stunde.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Udo S. schrieb:
> Stefan F. schrieb:
>> Eine Steuerung ist keine Regelung.
>
> Kann man nicht oft genug wiederholen
>
> Eine Steuerung ist keine Regelung.
(...)
> Eine Steuerung ist keine Regelung.
>
> Aber ich habe das Gefühl, das kapiert der TO (und einige andere) nicht.

solange das Ergebnis Ok ist, egal.

von H. H. (Gast)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> solange das Ergebnis Ok ist, egal.

Ist es ja nicht, und ein Temperaturlogger würde das auch schnell zeigen.

von Harald W. (wilhelms)


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Udo S. schrieb:

>> Eine Steuerung ist keine Regelung.
>
> Kann man nicht oft genug wiederholen
>
> Eine Steuerung ist keine Regelung.

Genau. Und deshalb werde ich in meinem Verstärker einen
Lautstärkesteuerer einbauen. :-)

von H. H. (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>
>>> Eine Steuerung ist keine Regelung.
>>
>> Kann man nicht oft genug wiederholen
>>
>> Eine Steuerung ist keine Regelung.
>
> Genau. Und deshalb werde ich in meinem Verstärker einen
> Lautstärkesteuerer einbauen. :-)

Bloß keine neuen Steuern!

https://de.wikipedia.org/wiki/Read_my_lips:_no_new_taxes

von Frido J. (dreistein)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Stefan F. schrieb:
>>> Eine Steuerung ist keine Regelung.
>>
>> Kann man nicht oft genug wiederholen
>>
>> Eine Steuerung ist keine Regelung.
> (...)
>> Eine Steuerung ist keine Regelung.
>>
>> Aber ich habe das Gefühl, das kapiert der TO (und einige andere) nicht.
>
> solange das Ergebnis Ok ist, egal.

Genau ..... was soll diese Rechthaberei bitte ? Niemand kann alles 
wissen !

von Frido J. (dreistein)


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Flip B. schrieb:
> Habe einem Hirntoten Kühlschrank der immer den Salat einfrieren wollte
> eins der oben genannten Kühlthermostate STC-1000 verpasst. Alles Fertig
> im Paket, einfach wunschtemp einstellen. Kein Kapillarohrbiegen und
> keine Versuchsreihen zur einschaltzeit notwendig. Der NTC ist oben an
> der tendentiell wärmsten stelle unter der kabelabdeckung des
> türschalters.
>
> Für nen 10er den so ein Thermostat kostet mach ich doch keine faxen mit
> Zeitschaltuhr...

Nix Faxen, einmal in'n Keller laufen und zurück, das wars !

von Frido J. (dreistein)


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Flip B. schrieb:
> Wenn es darauf ankommt, spart man die 500mW mit etwas kleiner
> eingestellter hysterese wieder ein.  Bzw. bei 15/45 min sollte man
> nachdenken, ob die dichtungen und dämmung vom Kühlschrank noch gut ist.
> Meiner macht mit 90W kompressorleistung max. 10%Ed , also 6 minuten an
> pro stunde.

Bitte korrigier mich: 24 Stunden mal 365 Tage ergibt 8760 Stunden. Davon 
läuft dein Kühlschrank 1/10, also 876 Stunden. Das mal 0,09 Kw ergibt 
78,84 Kwh pro Jahr. Pro Monat 6,57 Kwh. Stimmt die Rechnung ?

von Frido J. (dreistein)


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Thorsten S. schrieb:
> Frido J. schrieb:
>> mit der analogen
>> Zeitschaltuhr und 15/45 entspricht die Temperatur fast genau derjenigen
>> mit Thermostat.
>
> Solange du nur konstant beladenen Kühlschrank mißt, der im Keller bei
> praktisch konstanter Ümgebungstemperatur steht, mag das stimmen.
> Dennoch fehlt dir die Regelung!
> Stelle mal 10 warme Bierflaschen in diesen zeitgesteuerten Kühlschrank
> um sie abzukühlen. Beim klassischen mechanischrn Thermostat würde sich
> jetzt die Einschaltzeit des Kompressors durch den Wärmeeintrag stark
> erhöhen.
>
> Bei deiner Zeituhrsteuerung erhöht sich nur die Kühlraumtemperatur, was
> die im gleichen Kühlschrank gelagerte Zwiebelmettwurst gar nicht mag, da
> die zwischen +4°C und maximal +7°C gelagert werden muß.

Bitte, so heilig ist niemand. Und kaltes Bier mag ich eh nicht. Und 
Zwibelmettwurst auch nicht. Mein Kühlschrank ist immer halb- oder ganz 
voll, wenn da was dazukommt geht die Welt nicht unter.
So, hab nen 20er riskiert,  Ranco K59 H1346, um den Schreihälsen hier zu 
zeigen wo der Hammer hängt. Und wieso mir eine Zeitsteuerung/Regelung 
manchmal lieber ist. Alter Thermostat 15/45, neuer Thermmostat (Kalt 
eingebaut, auf Stufe 1) nach 2 1/2 Stunden 13/30. Genau so hab ich's mir 
vorgestellt, fuck fuck fuck !!!. Vom eröffnen des Threads bis vorher 
lief der Kühlschrank einwandfrei ... so, jetzt möchte ich aber was hören 
von den  Verfechtern eines neuen Thermostates.

von H. H. (Gast)


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Und was sagt der Temperaturlogger?

von Frido J. (dreistein)


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H. H. schrieb:
> Und was sagt der Temperaturlogger?

Danke für's Mitdenken.
Ich messe mit Infrarot-Thermometer.
Glasplatte nach Abschalten 5,4 Grad, bei Einschalten 7,2 Grad.
Temperaturen des Thermostates:
kalt aus: -27,0° C
warm aus: -12,0° C
konstant ein: +5,0° C.
Mit den 15/45 des alten Thermostates ist mir nie was verdorben, im 
Sommer habe ich die Milch halt ins mittlere Fach gelegt und fertig.
Jetzt habe ich das Handrad zwei Mal hoch und wieder runter gedreht, mehr
fällt mir gerade nicht ein.
Einschaltdauer ca. 12 Minuten, Ausschaltzeitraum ca. 36 Minuten nach 7 
Zyklen. Das heißt dass das Verhältnis Ein/Aus dasselbe ist wie vorher 
nämlich 1 : 3. Folglich müßte mein Stromverbrauch ja auch derselbe sein. 
Ungefähr 150 KwH/Jahr. Das sind im Monat 2,33 Euro mehr als bei FLIP B 
mit seinem Super-Spar-Kühli .
Jetzt hänge ich mal spaßenshalber ein Watt-Meter dran, mal schauen was 
der alte Kompressor so verbraucht. Das letzte Mal 75 Watt, weil halt 
schon alt. Für diesselbe Kältemenge braucht es immer gleichviel Watt, 
oder ?

von H. H. (Gast)


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Frido J. schrieb:
> Ich messe mit Infrarot-Thermometer.

Also Mist.

von Frido J. (dreistein)


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Harald W. schrieb:
> Jens M. schrieb:
>
>> Und, welcher von denen kann On/Off-Zeiten neben der Temperatursteuerung?
>
> Elektromechanische Thermostate sind m.E. genügend träge,
> sodas sich keine zu kurze Intervalle ergeben.

Du bringst mich auf die Frage ob eine kürzere Laufzeit des Kompressors 
(5 Mi nuten) diesen schont oder eine längere, z.B. 10 Minuten, besser 
ist. Einschalten 5 Minuten, ausschalten 15, dann stimmt das Verhältnis 
wieder.

von Frido J. (dreistein)


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H. H. schrieb:
> Frido J. schrieb:
>> Ich messe mit Infrarot-Thermometer.
>
> Also Mist.

Begründung ? Ich messe alles in der Wohnung mit Infrarot, z.B. ob sich 
die Isolierung der Heizkörpernischen gelohnt hat. Es geht doch nicht um 
1/10 Grad sondern um die Richtung. Also vorher - nachher !

von Manfred P. (pruckelfred)


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Frido J. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Frido J. schrieb:
>>> Ich messe mit Infrarot-Thermometer.
>> Also Mist.
> Begründung ? Ich messe alles in der Wohnung mit Infrarot,

Der Meßfehler ist stark von der Oberfläche (Farbe) des Mediums abhängig. 
Hinz zweifelt an, dass Deine Glasplatten einen guten Emissionsfaktor 
haben.

Ich gehe mal mit dem IR-Thermometer an meinen Kühlschrank: Je nachdem, 
was ich anmesse, sehe ich 5..9°C - Artikel, die seit Tagen drin liegen. 
Mal in einer Stunde gucken, was mein K-Thermmeter zeigt, was jetzt drin 
liegt.

von Harald W. (wilhelms)


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Manfred P. schrieb:

>> Ich messe alles in der Wohnung mit Infrarot,
>
> Der Meßfehler ist stark von der Oberfläche (Farbe) des Mediums abhängig.

Für genauere Messungen könnte man vor der Messung einen schwarzen, nicht
spiegelnden Punkt auf der Meßstelle anbringen.

von Frido J. (dreistein)


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Harald W. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>
>>> Ich messe alles in der Wohnung mit Infrarot,
>>
>> Der Meßfehler ist stark von der Oberfläche (Farbe) des Mediums abhängig.
>
> Für genauere Messungen könnte man vor der Messung einen schwarzen, nicht
> spiegelnden Punkt auf der Meßstelle anbringen.

Das ist ein toller Tip, vielen Dank ! Hab' ich nicht gewußt, 
Tschuldigung ! Ich probier's mal mit Isolierband.
Ach so, hab' gemessen, der Kompressor verbraucht 69 Watt.

: Bearbeitet durch User
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Udo S. schrieb:
> Aber ich habe das Gefühl, das kapiert der TO (und einige andere) nicht.

Nicht ungewöhnlich für das Forum.
Sind halt zuviele hier, die nur SW machen.

von Frido J. (dreistein)


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Cha-woma M. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Aber ich habe das Gefühl, das kapiert der TO (und einige andere) nicht.
>
> Nicht ungewöhnlich für das Forum.
> Sind halt zuviele hier, die nur SW machen.
Haha, Gottseidank gibt es aber Alleswissende wie Dich die sogar die 
Umlaufzeit der Venus genau kennen. Das ist doch beruhigend, oder?

von Frido J. (dreistein)


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Es ist doch so, wenn man wenig oder keine Ahnung hat dann ist größte 
Vorsicht geboten. Nie und nimmer bestelle ich einen Kundendienst weil 
mein Kühlschrank nicht mehr aus- oder angeht. Schon allein dass der 
eventuell nicht fragt um welchen Kühlschrank es geht macht mich 
mordlüstern. Hier in Stuttgart gibt es ziemlich sicher keinen 
Hausgeräte-Kd der koscher ist. Es ist genauso wie im TV gezeigt wird. So 
weit so schlecht. Wieso der Kühlschrank jetzt statt vorher 15 nur noch 
12 - 13 Minuten läuft und bereits nach 36-37 Minuten angeht - keine 
Ahnung. Immerhin ist das Verhältnis AN/AUs ungefähr dasselbe. Jetzt bin 
ich halt einfach froh dass der Kühli wieder einwandfrei läuft und merk' 
mir das Gelernte bis näcstes Mal.

von Frido J. (dreistein)


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Es hat gedauert, mit der Verbrauchsmessung, weil die Kabelverlegung zum 
Kühlschrank kompliziert ist. So, mit einem alten Brennenstuhl-Gerät 
braucht der Kühlschrank 0,37 Kwh am tag, läuft 5,14 Stunden, das gibt 
einen Jahresverbrauch von 135 Kwh. Wenn ich dem die gelogenen 90 Kwh 
eines neuen Kühlschtankes gegenüberstelle dann ist mein alter 
Kühlschrank doch immer noch super.
Übriegns, der Kompressor verbraucht nur noch 69 Watt, ist also schon gut 
ausgeleiert, aber läuft und läuft. Mal gespannt wann er den Geist 
aufgibt. Ich hab ja Zeit ...

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Frido J. schrieb:
> Wenn ich dem die gelogenen 90 Kwh
> eines neuen Kühlschtankes gegenüberstelle dann ist mein alter
> Kühlschrank doch immer noch super.

vor allem, wenn man die Wärmeabfuhr im Auge behält,
nie von Spinnen dicht klöppeln lassen.
Dafür wird ein Einbaukühlschrank natürlich schnell unhandlich.

von Michael B. (laberkopp)


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Harald W. schrieb:
> Genau. Und deshalb werde ich in meinem Verstärker einen
> Lautstärkesteuerer einbauen. :-)

Dazu müsstest du Gehörschutz aufsetzen oder die Lautsprecher ins Bad 
stellen.

Denn DU regelst mit dem Knopf am Verstärker bis die Lautstärker nach 
DEINEM Höreindruck nach angemessen ist.

Merke: Regelschleifen müssen nicht komplett technisch ablaufen.

Merke 2: Wenn du glaubst, die Anderen wären kollektiv zu dumm, liegt es 
meist daran, daß du selbst noch viel dümmer bist.

Allerdings: Eine Zeitsteuerung für den Kühlschrank ist wirklich keine 
Regelung mehr. Nicht mal, wenn man gelegentlich nachschaut ob schon 
alles eingefroren ist und die Uhrzeiten nachstellt. Denn der Zyklus 
läuft autonom ab.

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