In meinem Bohrhammer hat sich vom Kohlebürstenhalter die Litze gelöst (sauber an der Kante abgebrochen).
Ich kenne es meist so, dass die Ader vom Schalter /Elektronik mit einem dünnen Flachstecker an den Kohlebürstenhaltern gesteckt ist. Hier ist die Litze aber auf die Kohlebürstenhalter geschweißt?
Ich habe es jetzt notdürftig gelötet, aber diese Verbindung scheint mir nicht robust genug für einen Bohrhammer.
Kann man irgendwie selbst diese Schweißverbindungen von Litze auf diese Messinghalter herstellen? Oder wie würdet ihr das reparieren?
Ach ja, das Foto zeigt den Bürstenhalter, an dem die Litze noch fest ist. Der obere war der Übeltäter.
Kann man irgendwie selbst diese Schweißverbindungen von Litze auf diese
Messinghalter herstellen
Nein. Ultraschallschweissen. Hast du nicht.
Man könnte eine kleine Platte (Unterlegscheibe) mit einer Schraube in ein neu in ein Loch auf der Trägerplatte geschnittenes Gewinde, M2 oder so, nutzen um das abgefallene geschweisste Ende mit der Schraube fest mit dem Blech zu verbinden.
Für Bohrhämmer von Bosch (?) sollte
es eigentlich Ersatzteile geben.
Das Problem ist, dass da alle Verbindungen so geschweißt wurden. Also am Schalter und vom Schalter bis zur Elektronik etc. Es gibt das ganze nur als ein Ersatzteil für 139€. Mehr als der Hammer noch wert ist:
Ich vermute, dass es bei den Profihämmern notwendig ist das als Ultraschallschweißung auszuführen, da sich sonstige Verbindungen zu schnell lösen. Der Hammer hat ja schon ein paar Jahre auf dem Buckel.
Hat schon einmal jemand das mit Hartlot versucht?
Müsste doch eigentlich klappen und ist dann stabiler.
Ich habs jetzt mit Stannol HS10 einfach mal probiert. Mal schauen wie lang es hebt. Wollte aber einfach mal wissen, wie man sowas mit der Ausrüstung eines einigermaßen gut ausgestattet Hobby-Handwerker selbst reparieren kann.
a) Die Steckverbindung hier, siehe erster Anhang, hat auch gehalten. Ich würde es mit einem angecrimpten Flachstecker probieren. Weil der Bürstenkontakt da derselbe ist, mit einem Abzweigverbinder, siehe zweiter Anhang.
b) Weichlöten, warum nicht. Eine Kupferoberfläche, auf der das Zinnlot gut haften wird, hat der Hersteller dir bereits dort hinterlassen. Gegen Vibration hilft ggf. Schrumpfschlauch. Oder direkt an die Bürstenlitze ran.
Weichlöten, warum nicht. Eine Kupferoberfläche, auf der das Zinnlot
gut haften wird, hat der Hersteller dir bereits dort hinterlassen. Gegen
Vibration hilft ggf. Schrumpfschlauch. Oder direkt an die Bürstenlitze
ran.
Ich habe schon öfter vorherige Schweißverbindungen von Kupfer- und Messingteilen gelötet, das war nie ein Problem.
Bei einem Bohrhammer sind zwar starke Vibrationen da, aber bei einer guten Verlötung hält die die Lötstelle länger als das Werkzeug. Und ggf. (wenn man Ablösungserscheinungen oder gerissene Litzenadern entdeckt) kann man eine Lötstelle ja neu verlöten.
Ich habe schon öfter vorherige Schweißverbindungen von Kupfer- und
Messingteilen gelötet, das war nie ein Problem.
Bei einem Bohrhammer sind zwar starke Vibrationen da, aber bei einer
guten Verlötung hält die die Lötstelle länger als das Werkzeug. Und ggf.
(wenn man Ablösungserscheinungen oder gerissene Litzenadern entdeckt)
kann man eine Lötstelle ja neu verlöten.
Danke für deinen Erfahrungsbericht. Habe vorher die Lötstelle auch von der Oxydschicht befreit und mit Flussmittel gearbeitet.
Ich war aber trotzdem im Zweifel gerade wegen den starken Vibrationen.
Außerdem wollte ich wissen, was man sonst noch machen könnte bzw. wie es ursprünglich gemacht wurde.
Ultraschallschweißgeräte gibts ja sicher nicht günstig :) Könnte ich auch mal gebrauchen.
Schwachstelle ist aber der Übergang vom Zinn auf die freie Litze. Dort entsteht ein spröder Übergang aus Bronze.
Wenn genügend Platz vorhanden ist:
Am Ende der Litze ein Metallröhrchen aufpressen wie man es bei der Elektroinstallation verwendet . Die Lötung findet nicht an der Litze sondern an der Außenseite des Röhrchens statt. Diese Metallröhrchen haben ja oft an einer Seite Trichterform, das die Kerbwirkung des Biegens abschwächt.
Mit dem Stecker ("Flachstecker") hast Du selbst angefangen. Das hast Du sogar gerade selbst nochmal schön zitiert.
Davon abgesehen ist die Polzahl kein Kriterium, das darüber entscheidet, ob etwas ein Stecker ist oder nicht - siehe "Laborstecker" oder "Bananenstecker".
Ich habe Vorurteile gegen Quetschkontakt wegen der Quetschungen der Autobastler und ihrem billigen Werkzeug vor zig Jahren. Bei einer Waschmaschine mit Universalmotor habe ich zwei reparierte Kabelanschlüsse mit Quetschkontakt vorgefunden und sie auf Crimpkontakt geändert.
Liegt vermutlich in der doppelten Crimpung begründet, die einmal den Leiter befestigt und zusätzlich eine Zugentlastung enthält. Das ist einfach vertrauenserweckender.
Wissenschaftliche Quellen kann ich leider nicht vorweisen. Bin aber auf Expertenmeinungen gespannt.