Ich möchte mit einem Mega8 einen Schalter überwachen, der an seinem Ausgang eine Masse schaltet... jetzt hängt an diesem Schalter aber eine Lampe die mit +12V verbunden ist. Somit hätte ich die 12V auf meinem µC Port wenn der Schalter offen ist.
Kann ich die 12V einfach mit einer Diode (z.B. 2N4148) abblocken?
(auch wenn das vielleicht nicht gerade die eleganteste Lösung ist... ;) ...aber eine Diode bekomme ich noch irgendwie mit auf die fertige Platine geschummelt... Und Ja! Ich Trottel habe nicht dran gedacht! :-D )
Normal würde man dafür einen Spannungsteiler verwenden (zwei Widerstände).
Der Mikrocontroller braucht einen LOW Pegel von weniger als 0,9 Volt. An einer normalen Diode fallen schon ca. 0,7 Volt ab. Wenn du dann noch 0,3 Volt Spannungsabfall an den Leitungen hast, ist der LOW Pegel außerhalb der Spezifikation. Dann funktioniert es nicht zuverlässig.
Der Mikrocontroller braucht einen LOW Pegel von weniger als 0,9 Volt.
Stimmt so pauschal nicht.
Und auch die pauschalen 0,7V sind falsch.
Ein mit 5V betriebener µC hat als Limit für Low 1,6V, und an der Diode fallen bei dem gerigen Strom der üblichen, integrierten Pullups nur 0,5V Flusspannung.
Der Controller läuft mit 5V.
Was nach der Aussage von H.H. ja schon mal beruhigend ist. ← Danke dafür! :-)
Statt der Silizium Diode dürfte es dann doch auch eine Germanium Diode tun? (z.B. die 1N36 oder 1N5819 o.ä.)
Damit "erkaufe" ich mir dann noch ein bisschen mehr Sicherheit
@Stefan:
Ich habe mal auf die Schnelle in Deine Schaltung hinein gemalt... so würde es bei mir mit Diode aussehen.
Ansonsten wäre da noch die ganz einfache Idee, den Schalter ein Relais mit zwei Schließern schalten zu lassen und dem µC und der Lampe jeweils eine eigene Masse durchzuschalten. lol
... wenn an den Leitungen zum Schalter nur wenig Spannung abfällt. Was anderes habe ich nicht geschrieben. Ist es so unerträglich, einen alternativen Vorschlag zu haben?
Du solltest dich einmal über das Ohmsche Gesetz schlau lesen.
U=I*R
Mit einem 100k statt D1 bekommst Du kein Low mehr hin, und mit 10k hast du bei High mehr als 5 V anliegen. Mit der Diode geht es nur wenn R1 nicht an 12 V hängt.
und mit 10k hast du bei High mehr als 5 V anliegen.
Da verlässt man sich auf die Schutzdiode des µC, der den Strom auf dessen 5V-Versorgung ableitet. Natürlich darf der µC niemals schlafen gehen, ohne Last auf den 5V läuft die Spannung hoch.
Mit der Diode geht es nur wenn der 4k7 nicht an 12 V hängt.
Das wurde mal stillschweigend so interpretiert, der geht gegen die 5V des µC.
Eine Schottkydiode kostet nicht mehr als ein Widerstand und vermeidet
weitere Fallen der Dimensionierung.
Ein Serienwiderstand sollte Pflicht sein, für jeden Port der eine Platine bzw. das Gehäuse verlässt.
Und lieber z.b. einen SOT-23 NPN Transistor (der den internen pullup gegen Masse zieht) statt Diode nehmen, dann hat man EMV-Schutz und völlige Entkopplung des Pins vom Signal.
Und noch eins: der Schalter wird von deinem µC eingelesen.
Mmh, ich denke man kann beides sagen: es ist eine Frage der Richtung.
Ein Schalter ist ein "Gerät" mit einem internen Zustand, und den kann ein anderes Gerät (µC) auslesen, wobei dieses andere Gerät den Zustand dann natürlich einliest ...
Und lieber z.b. einen SOT-23 NPN Transistor (der den internen pullup
gegen Masse zieht) statt Diode nehmen, dann hat man EMV-Schutz und
völlige Entkopplung des Pins vom Signal.
Und lieber z.b. einen SOT-23 NPN Transistor (der den internen pullup
gegen Masse zieht) statt Diode nehmen, dann hat man EMV-Schutz und
völlige Entkopplung des Pins vom Signal.
Das wäre vermutlich mein Ansatz, aber nicht im SOT, sondern im TO. Wenn man "völlige Entkopplung" möchte, lange Wege, unklare Massen, kommt ein Optokoppler ins Spiel. Muß man anhand der realen Umgebung entscheiden.
Mit einem NPN-Transistor in Emitterschaltung entkoppeln hält einiges vom µC fern. Allerdings fließt der Basisstrom auch durch die Lampe, die eigentlich ausgeschaltet sein sollte. Bei Glühobst ist das bestimmt nicht sichtbar, aber Lampen mit LEDs könnten vor sich hin funzeln oder aufblitzen.
Oder warum nicht gleich alles geben, mit einer Schaltung aus PNP- und NPN-Transistor in Reihe. Als PEMD48 ist das nichtmal groß, wie man beim Löten fluchend feststellen kann ;-)
Mit 12V muss ja nicht der Ausgang eines Labornetzteils gemeint sein, dass könnte auch ein KFZ-Bordnetz sein. Da muss man mit allem rechnen.
Wenn man die ohnehin an IC-Eingängen vorhandenen Dioden als Klemmdioden nutzen will, hat man meist das Problem, dass deren Fähigkeiten nicht spezifiziert sind. Man kann also nur probieren, ob sie es aushalten, und falls dann doch mal nicht, kann man kein Mitleid vom Hersteller erwarten.