Forum: Offtopic Enkeltrick 2.0 mit künstlicher generierter Stimme


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von Monk (roehrmond)


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Angeblich ist es mit Hilfe von KI sehr einfach geworden, Stimmen zu 
imitieren. Dies kann für den altbekannten Enkeltrick verwendet werden:

"Hallo Oma, ich sitze in Belgien fest weil ich einen Unfall hatte und zu 
wenig Geld habe ..."

Als davon gerade im Radio berichtet wurde viel mir ein, was mir damals 
als Teenager passierte:

Ich habe im Zug meinen Ausstieg verpasst, weil es auf dem Klo länger 
dauerte. Die nächste Station war in den Niederlanden. Dort wurde ich 
folglich ohne gültigen Fahrschein und ohne Geld aufgegriffen.
Ich brauchte allerdings keine Oma zur Rettung, sondern die dortige 
Polizei hat das geregelt. Die haben mir sogar ein Rückfahrticket 
beschafft. Wer das am Ende bezahlt hat weiß ich nicht, das hatte mich 
damals nicht interessiert.

War die Polizei in meinem Fall ganz besonders nett, oder ist es üblich, 
dass die Polizei einem in solchen Fällen aus der Patsche hilft?

: Gesperrt durch Moderator
von Jack V. (jackv)


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Steve van de Grens schrieb:
> Angeblich ist es mit Hilfe von KI sehr einfach geworden, Stimmen zu
> imitieren. Dies kann für den altbekannten Enkeltrick verwendet werden

Dazu müsste man erstmal Samples der Stimme des Enkels haben. Und selbst 
dann hört jemand, der den imitierten Sprecher tatsächlich kennt, noch 
einen deutlichen Unterschied.

Steve van de Grens schrieb:
> War die Polizei in meinem Fall ganz besonders nett, oder ist es üblich,
> dass die Polizei einem in solchen Fällen aus der Patsche hilft?

Es gibt tatsächlich Länder, in denen „dein Freund und Helfer“ nicht 
ironisch gemeint ist.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Steve van de Grens schrieb:
> War die Polizei in meinem Fall ganz besonders nett, oder ist es üblich,
> dass die Polizei einem in solchen Fällen aus der Patsche hilft?

Das waren dann Pragmatiker und keine dienstbeflissene Beamte.

Ich hatte vor Jahrzehnten ein ähnliches Erlebnis, als ich als 
Jugendlicher mit der Bahn zu weit gefahren bin, weil der Zug wider 
Erwarten nicht dort anhielt, wo ich es erwartete. Und prompt kam dann 
der Schaffner. Der sah, dass meine Fahrkarte dort nicht mehr galt. Weil 
ich kaum Geld dabei hatte, ging er schweigend weiter...

Am nächsten Halt bin ich ausgestiegen und habe in einer Gaststätte meine 
Eltern angerufen, die mich abgeholt haben.

Hier bin ich also auch doppelt geholfen worden (Schaffner, Gaststätte).

von Cyblord -. (cyblord)


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Steve van de Grens schrieb:
> Angeblich ist es mit Hilfe von KI sehr einfach geworden, Stimmen zu
> imitieren. Dies kann für den altbekannten Enkeltrick verwendet werden:
>
> "Hallo Oma, ich sitze in Belgien fest weil ich einen Unfall hatte und zu
> wenig Geld habe ..."

Joa nur gibts da einen Unterschied. Beim Enkeltrick wird versucht 
zigtausende Euro abzugreifen. Es gibt schlicht KEIN plausibles Szenario, 
echte Stimme hin oder her, in der man Notfallmäßig so viel Geld braucht.
Existiert nicht. Und wer nicht komplett verblödet ist, der weiß das 
auch.
Für den Enkeltrick braucht man also keine besondere Technik, sondern 
besonders doofe Opfer.

> Ich habe im Zug meinen Ausstieg verpasst, weil es auf dem Klo länger
> dauerte. Die nächste Station war in den Niederlanden. Dort wurde ich
> folglich ohne gültigen Fahrschein und ohne Geld aufgegriffen.

Wieso ohne Geld? Wer geht auf Reisen ohne Geld?

> War die Polizei in meinem Fall ganz besonders nett, oder ist es üblich,
> dass die Polizei einem in solchen Fällen aus der Patsche hilft?

Ist D heißt es meistens "Die Polizei dein Freund und dir werd' ich 
helfen".

: Bearbeitet durch User
von Jan H. (j_hansen)


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Cyblord -. schrieb:
> Für den Enkeltrick braucht man also keine besondere Technik, sondern
> besonders doofe Opfer.

Und von denen gibt's nicht zu wenige. Auch unter denen, die sich selbst 
für besonders schlau halten. Im höheren Alter dann sowieso.

von Monk (roehrmond)


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Cyblord -. schrieb:
> Wieso ohne Geld? Wer geht auf Reisen ohne Geld?

Frag mich nicht. Ich war Teenager, reicht das nicht als Erklärung? Hast 
du einen Sohn?

von Tim H. (bruno_b)


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Cyblord -. schrieb:

> Für den Enkeltrick braucht man also keine besondere Technik, sondern
> besonders doofe Opfer.

Oder an Alzheimer/Demenz erkrankte. Einfach mal über den eigenen 
Tellerrand schauen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Jan H. schrieb:
> Und von denen gibt's nicht zu wenige. Auch unter denen, die sich selbst
> für besonders schlau halten. Im höheren Alter dann sowieso.

Ja, da geraten Anspruch und Wirklichkeit in einen bösen Streit.
Die Alten behaupten immer gerne die Jugend wäre so blöd und unbrauchbar. 
Und dann hört man andauernd von erfolgreichen Enkeltricks. Wo bleibt 
denn hier die ach so große Lebenserfahrung der Alten? Oder befinden sich 
in Wirklichkeit viel zu wenig Alte in adäquater Betreuung, vor allem in 
wirtschaftlichen Dingen?

> Oder an Alzheimer/Demenz erkrankte. Einfach mal über den eigenen
> Tellerrand schauen.

Demente Personen brauchen dann eben eine Betreuung und dürfen keine 
Kontrolle über ihr Geld haben.

Steve van de Grens schrieb:
> Frag mich nicht. Ich war Teenager, reicht das nicht als Erklärung? Hast
> du einen Sohn?

War auch mal Teenager. Ohne Geld war ich nie unterwegs.

: Bearbeitet durch User
von Axel R. (axlr)


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> War die Polizei in meinem Fall ganz besonders nett, oder ist es üblich,
> dass die Polizei einem in solchen Fällen aus der Patsche hilft?

Wie man in den Wald hineinruft.
Selbstverständlich wird Dir geholfen.

von Al. K. (alterknacker)


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Cyblord -. schrieb:
> War auch mal Teenager. Ohne Geld war ich nie unterwegs.

Wer das behauptet leidet an Gedächtnisschwund oder lügt...


Wie hoch ist denn die Erfolgsrate beim "Enkeltrick"?

MfG
alterknacker

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Cyblord -. schrieb:
> Für den Enkeltrick braucht man also keine besondere Technik, sondern
> besonders doofe Opfer.

Das nennt man "victim blaming". Du wurdest vermutlich noch nie irgendwo 
betrogen, beschissen oder ausgenutzt, weil Du jederzeit absolut perfekt 
die Lage im Griff hast. Und alle, die auf welche Weise auch immer Opfer 
wurden, sind halt einfach selbst schuld, weil "doof".

Ja, so kann man sich die Welt einfach saufen.

von J. S. (jojos)


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Al. K. schrieb:
> Wie hoch ist denn die Erfolgsrate beim "Enkeltrick"?

hoch genug. Es ist auch keine künstliche Stimme nötig, es meldet sich ja 
ein vermeintlicher Polizist und erklärt z.B. das Kind hätte eine 
schwangere Frau angefahren die noch am Unfallort gestorben ist. Kind 
sitzt in U-Haft und kann nur gegen hohe Kaution raus. Da wird der 
Schockmoment genutzt und der Verstand setzt aus. Und gefasst werden dann 
wenn überhaupt nur die Abholer (der Kohle), an die Drahtzieher kommt man 
selten ran. War gestern noch Thema im WDR.

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


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Jack V. schrieb:

> Dazu müsste man erstmal Samples der Stimme des Enkels haben.

Das wäre bei mir etwas schwierig, da ich keinen Enkel habe. :-)

>> War die Polizei in meinem Fall ganz besonders nett, oder ist es üblich,
>> dass die Polizei einem in solchen Fällen aus der Patsche hilft?

Früher war da ja in D dann die Bahnpolizei zuständig. Heute ist es
die Bundespolizei. In D gibt es ja auch noch in grösseren Bahnhöfen
die Bahnhofsmission. Die sind sozusagen die Fachleute zur Lösung
aller möglichen Probleme im Zusammenhang mit Reisen.

von Enrico E. (pussy_brauser)


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Al. K. schrieb:
> Wie hoch ist denn die Erfolgsrate beim "Enkeltrick"?

Die älteren Damen und Herren müssen Kinder haben, sonst klappt's nicht, 
dann wird einfach schnell aufgelegt.

Wenn das Kind Susanne heißt, könnte man ja fragen: "Melanie, bist du 
es?" Wenn dann ein "Ja" kommt, weiß man schon sofort, dass da was nicht 
stimmt.

Wenn die antwortende Stimme dann auch noch männlich ist, dann ist 
sowieso sofort alles klar.

😅

von Enrico E. (pussy_brauser)


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Jack V. schrieb:
> Dazu müsste man erstmal Samples der Stimme des Enkels haben.

Nein, muss man nicht. Die Trickbetrüger haben ja auch nicht die Stimme 
vom Ekel.

von Cyblord -. (cyblord)


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Harald K. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Für den Enkeltrick braucht man also keine besondere Technik, sondern
>> besonders doofe Opfer.
>
> Das nennt man "victim blaming".
Nö nennt man nicht. Du weißt ja offensichtlich nicht mal was das ist.
Victim Blaming wäre wenn man behaupten würde, das Opfer wäre selbst 
Schuld daran betrogen worden zu sein.
Was ich NICHT behauptet habe. Schuld sind die Täter.
Aber das Opfer muss dafür recht dumm sein. DAS habe ich behauptet.

> Du wurdest vermutlich noch nie irgendwo
> betrogen, beschissen oder ausgenutzt, weil Du jederzeit absolut perfekt
> die Lage im Griff hast.

Es gibt eben perfide Betrügereien und es gibt absolut stumpfe 
Betrügereien. Und der Enkeltrick ist stumpf und wird deshalb auch gerne 
gemacht. Weil man dafür eben nicht raffiniert sein muss. Nur nur 
hartnäckig bis man ein dummes Opfer findet.

von Harald W. (wilhelms)


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Enrico E. schrieb:

> die Stimme vom Ekel.

Hier im Forum hört man ja auch nicht die Stimme der Forumsekel.
Man liest nur deren schriftliche "Ergüsse". :-)
Ps: Du(Enrico" warst nicht gemeint. :-)

von Enrico E. (pussy_brauser)


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Ich meinte natürlich Enkel.

von Cyblord -. (cyblord)


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Enrico E. schrieb:
> Al. K. schrieb:
>> Wie hoch ist denn die Erfolgsrate beim "Enkeltrick"?
>
> Wenn das Kind Susanne heißt, könnte man ja fragen: "Melanie, bist du
> es?" Wenn dann ein "Ja" kommt, weiß man schon sofort, dass da was nicht
> stimmt.

WENN die Altchen soweit denken würden, klappt der Trick sowieso schon 
nicht. Tun die aber nicht.

> Wenn die antwortende Stimme dann auch noch männlich ist, dann ist
> sowieso sofort alles klar.

Nö weil die Anrufer sich dann oft als Freunde oder den Anwalt des Enkels 
ausgeben. Oder als Polizei.

Aber es sind nicht mal Enkel nötig. Hier gab es letztens einen Fall wo 
jemand eine "Wahrsagerin" getroffen hat und die hat gewarnt das Geld 
wäre von bösen Mächten befallen und müsse gereinigt werden. Dann ist das 
Opfer los, hat alles Geld geholt und der Wahrsagerin gegeben. Wenn man 
in dieser langen Zeit nicht mal eine Sekunde nachdenkt, sorry dann 
stimmt im Oberstübchen was nicht. Abgesehen davon wenn man an böse 
Mächte und Wahrsager glaubt. Kein Mitleid mit solchen Genies.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Tim H. schrieb:
> Oder an Alzheimer/Demenz erkrankte. Einfach mal über den eigenen
> Tellerrand schauen.

Es braucht eigentlich überhaupt kein Krankheitsbild - abgesehen von 
Zuneigung, die manchen ja schon so fremd ist, dass sie ssie für krank 
halten.

Und es braucht auch keineswegs eine besonders bedrohlich erscheinende 
Lage. Eines weniger schönen Tages klingelte das Telefon: "Guten Tag, 
Herr N., hier ist das Krankenhaus XYZ, Schwester Irmgard. Ihrer Frau 
geht es gut; sie lässt sie grüßen und möchte gern abgeholt werden ...".

Schonender geht es eigentlich nicht; und auch die Harmlosigkeit der Lage 
wurde hinreichend deutlich kommuniziert. Trotzdem stand ich völlig neben 
mir. Wer es nicht selbst erleben musste, der kann sich das kaum 
vorstellen.

Aus eben diesem Grund pflrgt zB der Verkehrsunfalldirnst der 
Hamburgischen Polizei die Angehörigen von Verkehrsunfallopfern, die 
stationör aufgenommen wurden und sich nicht selbst melden können, 
persönlichcaufzusuchen; die direkte persönliche Ansprache scheint 
einiges auffangen zu lönnen (auch so ein Job, den ich nicht machen 
möchte).

Wer völlig empathiefrei ist, für den sind solche Situationen vermutlich 
nicht vorstellbar, genau so wenig wie eine Ehe oder sonstige persönliche 
Verbundenheit.

von Cyblord -. (cyblord)


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Percy N. schrieb:
> Und es braucht auch keineswegs eine besonders bedrohlich erscheinende
> Lage. Eines weniger schönen Tages klingelte das Telefon: "Guten Tag,
> Herr N., hier ist das Krankenhaus XYZ, Schwester Irmgard. Ihrer Frau
> geht es gut; sie lässt sie grüßen und möchte gern abgeholt werden ...".

Ich würde jederzeit zugeben dass so ein Anruf jeden erst mal erschrecken 
würde. Vor allem wenn es um Unfälle geht.
ABER, loszugehen, Geld zu holen und einer fremden Person zu geben, hier 
fängt der Wahnsinn an.
Erschrecken? Ja gerne. Glauben dass man jetzt sofort 50k braucht sonst 
Tod oder Knast? NEVER.
Das hat auch nichts mit Empathie zu tun. Niemandem kann man im Notfall 
mit jeder Menge Bargeld helfen.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Enrico E. schrieb:
> Die älteren Damen und Herren müssen Kinder haben, sonst klappt's nicht,
> dann wird einfach schnell aufgelegt.
>
Aber nein, da entgeht einem der größte Teil des Spaßes.

> Wenn das Kind Susanne heißt, könnte man ja fragen: "Melanie, bist du
> es?" Wenn dann ein "Ja" kommt, weiß man schon sofort, dass da was nicht
> stimmt.

Richtig. Und dann geht es los; allgemeines Jammern und Wehkkagen, 
Freude, dass "Melanie" sich tatsächlich einmal meldet, leuse Vorwürfe, 
dass sich ja die ganze Mischpoke nicht mehr sehen lässt, usw. Und da man 
"Melanie" nun endlich einmal am Rohr hat, kann man sie auch gleich 
fragen, wie es denn nun eigentlich mit "Uwe" steht, man hört ja nichts 
mehr ...

BTDT

Leider bin ich nicht mehr dazu gekommen, meine "Renate", wie ich sie 
genannt hatte, anzupumpen oder auch nur zu fragen, wann sie mir denn die 
30.000 €, die ich ihr vor vier Jahren geliehen hatte, zurückzahlen 
könne. Aber es war auch so recht spaßig; wir haben beide sehr gelacht. 
Leider hat sie sich nicht mehr gemeldet.

von Al. K. (alterknacker)


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Cyblord -. schrieb:
> Enrico E. schrieb:
>> Al. K. schrieb:
>>> Wie hoch ist denn die Erfolgsrate beim "Enkeltrick"?

Wie hoch..

MfG
alterknacker

von Frank S. (_frank_s_)


Angehängte Dateien:

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Cyblord -. schrieb:
> Es gibt eben perfide Betrügereien und es gibt absolut stumpfe
> Betrügereien.

Manchmal ist das aber auch schlecht gemacht.

Wenn mein Sohn/ Tochter sich so meldet, ...

von Cyblord -. (cyblord)


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Frank S. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Es gibt eben perfide Betrügereien und es gibt absolut stumpfe
>> Betrügereien.
>
> Manchmal ist das aber auch schlecht gemacht.
>
> Wenn mein Sohn/ Tochter sich so meldet, ...

Kenn ich. Aber diese Masche wird verwendet weil sie funktioniert. Du 
kannst also davon ausgehen dass einige darauf rein fallen. Schlecht hin 
oder her.

von Percy N. (vox_bovi)


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Frank S. schrieb:
> Manchmal ist das aber auch schlecht gemacht.

Das Interessante daran: der Aufwand geht gegdn Null, und die Selektion 
wird von den Opfern selbst erledigt. Sprich: stinknormales Phishing, nur 
auf SMS/WA verschoben.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Manchmal geht's gut:
https://www.nord24.de/bremen/tolle-seniorin-84-aus-bremen-legt-trickbetruegerin-rein-160320.html

Wer aber Eltern mit Demenz hat oder hatte, weiß um das Problem...

von Hans H. (loetkolben)


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Percy N. schrieb:
> Es braucht eigentlich überhaupt kein Krankheitsbild - abgesehen von
> Zuneigung, die manchen ja schon so fremd ist, dass sie ssie für krank
...
>
> Aus eben diesem Grund pflrgt zB der Verkehrsunfalldirnst der
> Hamburgischen Polizei die Angehörigen von Verkehrsunfallopfern, die
> stationör aufgenommen wurden und sich nicht selbst melden können,
> persönlichcaufzusuchen; die direkte persönliche Ansprache scheint
> einiges auffangen zu lönnen (auch so ein Job, den ich nicht machen
> möchte).
>
...

Bei Percy ist eine zunehmende Rechtschreibschwäche zu beobachten.
Ich würde an deiner Stelle einen Arzt aufsuchen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Jack V. schrieb:
> Dazu müsste man erstmal Samples der Stimme des Enkels haben.

Die Samples holen sich diese zum Teil bereits über die ungebetenen 
Anrufe. Es gibt außer den Datenhacks, über die in den Medien berichtet 
wird, auch Datensammlungen über die verwandschaftliche Zugehörigkeiten. 
Diese Lücken sind mittlerweile so klein geworden, das es kaum mehr 
möglich ist Personen umzuziehen und diesen eine neue Identität zu 
verpassen.

von Lothar M. (Gast)


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Abstruse Moderation in diesem Forum hier!

Andere Threads werden rigoros gelöscht, mit dem Hinweis, daß kein Bezug 
zu Elektronik besteht und dieser hier, sowie auch dieser endlose 
"Musik-Thread" werden toleriert.

Die Moderation dieses Forums ist eine reine Willkür.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Lothar M. schrieb:
> Die Moderation dieses Forums ist eine reine Willkür.

Immerhin geht's um Enkeltrick mittels KI?

Also doch Technikbezug. Mein Beitrag mit Schollies Augenklappe wurde 
mangels Technikbezug von gnadenlosen Moderatoren beinhart gelöscht.

von Thomas G. (Firma: Frickelhauptquartier) (taximan)


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Cyblord -. schrieb:

> Für den Enkeltrick braucht man also keine besondere Technik, sondern
> besonders doofe Opfer.
>
NEIN, ich erlebe es bei meiner Taxikundschaft fast jeden Tag; der Sinn 
für rationales Denken lässt im Alter früher oder später spürbar nach. 
Dazu kommt eine gewisse Begriffsstutzigkeit gepaart mit Schwerhörigkeit, 
und schon hast du ein potentielles Opfer. Dazu Leute die aus o.g. 
Gründen alleine ohne allzu viel soziale Kontakte. Die rufen 50 Leute mit 
leicht verdächtigen Namen (Wilhelm, Erich, August, was weiss ich) und 
irgendwann ist ein Treffer dabei.
Heute im hiesigen Käseblättchen (WN-Münster): Erst am Dienstag haben 
Betrüger in Münster 8000 Euro von einer 72-Jährigen erbeutet. Kurze Zeit 
später ist ein 65-jähriger Münsteraner ebenfalls Opfer geworden. Ist 
jetzt angesichts der allgemeinen Lebensumstände auch nicht so 
fürchterlich alt.
Ach ja, Edith meinte noch, ich sollte noch dazu sagen, dass die Opfer 
natürlich vollkommen überrumpelt werden (Man ahnt nix Böses...)

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Thomas G. schrieb:
> NEIN, ich erlebe es bei meiner Taxikundschaft fast jeden Tag; der Sinn
> für rationales Denken lässt im Alter früher oder später spürbar nach.
> Dazu kommt eine gewisse Begriffsstutzigkeit gepaart mit Schwerhörigkeit,
> und schon hast du ein potentielles Opfer.

STIMMT! Schwerhörigkeit ist ein weiteres Problem bzw. Grund, (falsche) 
Stimmen nicht wirklich zu erkennen. Da braucht es der Imitation der 
Stimme des angeblichen Kindes/Enkels mittels KI eigentlich nicht.

von Lothar M. (Gast)


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Thomas G. schrieb:
> Erst am Dienstag haben
> Betrüger in Münster 8000 Euro von einer 72-Jährigen erbeutet. Kurze Zeit
> später ist ein 65-jähriger Münsteraner ebenfalls Opfer geworden. Ist
> jetzt angesichts der allgemeinen Lebensumstände auch nicht so
> fürchterlich alt.

Ach, verblöden die Deutschen jetzt schon so früh?

Was habe ich nur gemacht, daß ich mit meinen 76 Jahren selbst 
Dummschwätzer in diesem Forum noch erkenne?

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Lothar M. schrieb:
> Was habe ich nur gemacht, daß ich mit meinen 76 Jahren selbst
> Dummschwätzer in diesem Forum noch erkenne?

Glückspilz. Meine Eltern - ja, beide - waren in diesem Alter dement. Das 
ist kein Spaß.

Mein Chef ist mit 77 Jahren hingegen geistig voll fit.

von Lothar M. (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> Glückspilz

Ach, du bringst mich zum Nachdenken/Grübeln: Funktioniert deshalb in 
Deutschland so gut wie nichts mehr, weil die Alten noch arbeiten müssen, 
obwohl sie schon dement sind, oder weil die Jungen nichts auf die Reihe 
kriegen?

von Chris K. (kathe)


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Rainer Z. schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Was habe ich nur gemacht, daß ich mit meinen 76 Jahren selbst
>> Dummschwätzer in diesem Forum noch erkenne?
>
> Glückspilz. Meine Eltern - ja, beide - waren in diesem Alter dement. Das
> ist kein Spaß.
>
> Mein Chef ist mit 77 Jahren hingegen geistig voll fit.

Wer in diesem alter sich noch nicht um den "Nachlass" inklusive der 
meisten Verträge darum gekümmert hat hat bei solchen Anrufen verloren.
Ich bekomm noch zig Anrufe von Hotlines an >+10 Jahren verstorbenen, 
alles was meine Schwiegermutter an tollen "Strom/Internetverträgen" bei 
den Hotlines abschließen könnten läuft bei einem anderen Vertragsinhaber 
immer ins leere. Lieber vorher Überschreiben, dann ist es auch einfacher 
nach dem Tod regulär kurzfristig zu kündigen .....
Kostensparen überprüft die nachfolge Generation immer wieder da se ja 
fitter darin sind. Kostenübernahme d.h. Eltern bezahlen die Nebenkosten 
an die Nachfolgegeneration. Somit ist vieles einfacher.
Das gilt aber eher bei Eigentumswohnung / Haus, bei Miete Sterbeschein 
.... und die Kündigung geht ganz schnell.

Hatte leider das Problem mit dem Grundbuch und der Hausversicherung.
Erbengemeinschaft, Hausversicherung, eine hat gekündigt obwohl se zu dem 
Zeitpunkt nicht mehr in der Erbengemeinschaft war (war der Versicherung 
wohl egal) , leider hat das Grundbuchamt mehr als 1,5 Jahre benötigt den 
neuen Eigentümer einzutragen.
Nach mehrmaligem anruf und erreichen des/der Vorgesetze/n um auf diesen 
Mißstand hinzuweisen ging es plötzlich schnell.

Erst danach konnte die Hausversicherung angepasst werden.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Chris K. schrieb:
> Wer in diesem alter sich noch nicht um den "Nachlass" inklusive der
> meisten Verträge darum gekümmert hat hat bei solchen Anrufen verloren.

Das ist ein anderes Thema. Niemand soll sich genötigt fühlen, sein 
Vermögen zu Lebzeiten unter die raffgierige Mischpoke zu streuen. 
Gleichwohl darf er/sie es tun. Verarmungsängste stehen dem gewöhnlich 
entgegen. Verständlicherweise.

von Lothar M. (Gast)


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Ich zeig´ euch mal, was bei mir so ständig ins Postfach läuft:

Paypal:

Sehr geehrte Kunden, sehr geehrte Kundinnen,

PayPal hat seine neue virtuelle Währung eingeführt, und nach jeder 
Einführung verteilt Paypal kostenlos 10.000 Münzen. Über tausend 
Menschen werden von dieser Verteilung profitieren, und Sie gehören zu 
den Glücklichen, die kostenlos 13 PPL Münzen erhalten werden.

1 PPL = 77,05 Euro

Um sicher zu bestätigen, gehen Sie bitte zur offiziellen Website: 
https://www.paypal.com/coins und folgen Sie den Anweisungen.

Erinnerung : Sie müssen Ihre Bestellung vor dem 30. August 2023 
bestätigen, da Ihre Münzen andernfalls storniert werden.

Aufrichtig
Paypal

Dazu eine Anmerkung eines alten Knackers (von mir):
Rechnen können sie auch nicht, denn wenn 10.000 Münzen verteilt werden, 
an über 1000 Menschen, kann nicht jeder 13 Münzen bekommen 🤣


oder Targo:

Lіеbеr Κundе,

Аufgrund dеѕ fеѕtgеѕtеlltеn tесhnіѕсhеn Рrоblеmѕ wurdе lhr Оnlіnе-Κоntо 
vоrübеrgеhеnd gеѕреrrt.

Dаhеr müѕѕеn Ѕіе lhrе Dаtеn vеrіfіzіеrеn, um wіеdеr Ζugrіff аuf lhrеn 
Оnlіnеdіеnѕt zu еrhаltеn.

Віttе klісkеn Ѕіе аuf dеn untеnѕtеhеndеn Lіnk, um wіеdеr ѕоfоrtіgеn 
Ζugrіff zu еrhаltеn

Weiter
Mit freundlichen grüßen

Also, ich bin gespannt auf die Enkel-Anrufe 🤣

Microsoft hat mich ja auch schon kontaktiert und wollte sich auf meinen 
Rechner aufschalten.
Als ich dann fragte auf welchen meiner 5 Rechner, haben sie 
aufgegeben.

Ich vermute, daß die Einwohnermeldeämter, die ja bekannterweise die 
Daten der Bürger verkaufen, auch selektiv Daten von Leuten über einem 
bestimmten Alter verkaufen und somit den Betrügern Beihilfe leisten.

Denen sollte man mal auf die Finger klopfen.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Jo. Adressen verkaufen bringt anscheinend einiges ein.


Erstaunlich auch, was viele alte Leutchen an Geldmenge abheben können. 
Da werd ich ja richtig neidisch.


Allerdings würde ich mein Kind unter Hunderten anderen heraushören. Ich 
denke das können alle Eltern.

von Al. K. (alterknacker)


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Abdul K. schrieb:
> Erstaunlich auch, was viele alte Leutchen an Geldmenge abheben können.
> Da werd ich ja richtig neidisch.

nun ja, warum nicht!
Meine letzte Million(1000000Euro)
habe ich gesichert.
;-)))

MfG
alterknacker

von Percy N. (vox_bovi)


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Lothar M. schrieb:
> Was habe ich nur gemacht, daß ich mit meinen 76 Jahren selbst
> Dummschwätzer in diesem Forum noch erkenne?

Ach, wirklich? Selbsterkenntnis bei Dir? Damit hätte ich nicht mehr 
gerechnet!

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Thomas G. schrieb:
>> NEIN, ich erlebe es bei meiner Taxikundschaft fast jeden Tag; der Sinn
>> für rationales Denken lässt im Alter früher oder später spürbar nach.
>> Dazu kommt eine gewisse Begriffsstutzigkeit gepaart mit Schwerhörigkeit,
>> und schon hast du ein potentielles Opfer.
>
> STIMMT! Schwerhörigkeit ist ein weiteres Problem bzw. Grund, (falsche)
> Stimmen nicht wirklich zu erkennen. Da braucht es der Imitation der
> Stimme des angeblichen Kindes/Enkels mittels KI eigentlich nicht.

Für ganz entscheidend halte ich die Erkenntnis, nicht mehr richtig zu 
"funktionieren" (schwerhörig, unbeweglich, langsam, schwer von Begriff), 
gepaart mit dem Wunsch, 1. dieses Handicap zu überspielen und 2. es dem 
Gegenüber möglichst recht zu machen. Letzteres führt zB dazu, dass die 
seit langer Zeit sieche Oma zu sportlichen Höchstleistungen aufläuft, 
wenn der Gutachter zur Festlegung der Pflegestufe zu Besuch ist ...

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Thomas G. schrieb:
>> NEIN, ich erlebe es bei meiner Taxikundschaft fast jeden Tag; der Sinn
>> für rationales Denken lässt im Alter früher oder später spürbar nach.
>> Dazu kommt eine gewisse Begriffsstutzigkeit gepaart mit Schwerhörigkeit,
>> und schon hast du ein potentielles Opfer.
>
> STIMMT! Schwerhörigkeit ist ein weiteres Problem bzw. Grund, (falsche)
> Stimmen nicht wirklich zu erkennen. Da braucht es der Imitation der
> Stimme des angeblichen Kindes/Enkels mittels KI eigentlich nicht.

Für ganz entscheidend halte ich die Erkenntnis, nicht mehr richtig zu 
"funktionieren" (schwerhörig, unbeweglich, langsam, schwer von Begriff), 
gepaart mit dem Wunsch, 1. dieses Handicap zu überspielen und 2. es dem 
Gegenüber möglichst recht zu machen. Letzteres führt zB dazu, dass die 
seit langer Zeit sieche Oma zu sportlichen Höchstleistungen aufläuft, 
wenn der Gutachter zur Festlegung der Pflegestufe zu Besuch ist ...

Beitrag #7493768 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Christian B. (luckyfu)


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Abdul K. schrieb:
> Erstaunlich auch, was viele alte Leutchen an Geldmenge abheben können.
> Da werd ich ja richtig neidisch.

Das geht schon bei der Wahl der Bank los. Es gibt Banken, die haben 
Sicherheitsfeatures laufen. Mich hat meine Bank angerufen, nachdem von 
der Kreditkarte ein einstelliger Cent Betrag abgebucht wurde, lange, 
bevor ich das bemerkt habe. Da laufen eben Algorithmen im Hintergrund. 
Die karte wurde dann gesperrt und eine neue verschickt. Bargeld in 
größerer Menge abheben? Ja, schon, aber nur nach Voranmeldung möglich. 
Überweisungen? ebenfalls in der Höhe limitiert. Bei größeren Beträgen 
muss man halt in mehrere Überweisungen splitten, auch regelmäßig kein 
Problem, aber mit Aufwand verbunden, da man besser vorher beim 
Zahlungsempfänger bescheid sagt. Kam aber bis dato nur 2 mal vor. Das 
sind so Sachen, die jedes Konto haben müsste, denn das würde es den 
meisten Betrügern schwerer machen. Leider gibt es aber immer noch Alte 
Leute, die Bargeld zu Hause horten, weil sie den Banken nicht trauen. 
Denen kann man leider gar nicht helfen.

Beitrag #7493777 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Uli S. (uli12us)


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von Thomas G. (Firma: Frickelhauptquartier) (taximan) 07.09.2023 22:18
Doch schon, seit Corona ist die Lebenserwartung deutlich gesunken, 
allein im letzten Jahr um 0,6 bzw 0,7 Jahre.

Übrigens ist auch dieser Pfeifer, ich weiss jetzt aber nicht ob mit 2 
oder 3 F drauf reingefallen, der vom Fernsehen immer gern als 
Kriminalexperte präsentiert wird. Bloss weil sich die Bank geweigert 
hat, ihm das Geld auszuzahlen ist er ungeschoren davongekommen.

Beitrag #7493853 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Re D. (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Für den Enkeltrick braucht man also keine besondere Technik, sondern
> besonders doofe Opfer.

Ja gut, das du intellektuell die Krone der Schöpfung bist!

Beitrag #7493889 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7493893 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Cyblord -. (cyblord)


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Re D. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Für den Enkeltrick braucht man also keine besondere Technik, sondern
>> besonders doofe Opfer.
>
> Ja gut, das du intellektuell die Krone der Schöpfung bist!

Kannst du mal ausführen was das hereinfallen auf eine Grunddumme Masche 
mit der Krone der Schöpfung zu tun haben soll? Hast du noch immer nicht 
verstanden? Man muss nicht sehr schlau sein, man darf nur nicht total 
dumm sein. Wann kommt das bei dir an?

Beitrag #7493896 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Macht das persönliche Scharmützel per PN aus. Oder trefft euch 
frühmorgens zum Duell am See.

Lothar M. schrieb:
> Die Moderation dieses Forums ist eine reine Willkür.
Natürlich. Es sind Menschen dahinter. Und ansatzweise hatte der Thread 
ja durchaus auch was mit Technik zu tun, worüber man hätte diskutieren 
können. Nur leider haben ihn die User zur Polemik verkommen lassen.

Sollten sich also nicht eher die Moderatoren über die User beschweren 
dürfen?

: Bearbeitet durch Moderator
von Percy N. (vox_bovi)


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Re D. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Für den Enkeltrick braucht man also keine besondere Technik, sondern
>> besonders doofe Opfer.
>
> Ja gut, das du intellektuell die Krone der Schöpfung bist!

Es gibt Zeitgenossen, die nicht die blasseste Vorstellung von 
angewandter Psychologie haben, dabei liefert schon der Volksmund eine 
tragfähige Erläuterung: "Angst ist ein schlechter Ratgeber". Besonders 
leicht lenkbar wird das Opfer, wenn in einer scheinbar ausweglosen Lage 
ein Ausweg angeboten wird; so funktionieren btw Polizeiverhlre - zwar 
nicht ganz so plump, wie in TV-Serien, aber strukturell durchaus 
ähnlich: Hauptsache, der Beschuldigte rsp Verdächtige hält es für 
vorteilhaft, mit dem Vernehmer zu kooperieren.

Nicht wedentlich anders funktionieren die Schockanrufe: 1. Es wird ein 
Schreckensscenario aufgebaut. 2. Es wird eine persönliche Beziehung zum 
Angerufenen erzeugt, die die Bedrohung auf den Angerufenen durchschlagen 
lässt. 3. Es wird eine Möglichkeit zur Problemlösung aufgezeigt, die dem 
Angerufenen Erleichterung in Aussicht stellt (im dopoelten Sinne).

Die Schockanrufe sind damit die deutlich brutalere Variante der 
Enkelanrufe, die lediglich ein vorgetäuschtes Verwandschaftsverhältnis 
ind darauf aufbauende sittliche Verpflichtung zur Beistanfmdsleistung 
ausnützen.
Es ist btw erstaunlich, wie stark Senioren in der kognitiven Leistung 
einbrechen, wenn sie mit nicht vertrauten Situationen konfrontiert 
werden. Die augenscheinlich problemlose Alltagsbewältigung beruht im 
Wesentlichen auf erlernter Routine; sowie der Bereichcdieseer 
Konditionierung verlassen wird, beginnt die Gefahrenzone. Alarmzeichen 
zB: Opa erklärt, er wolle auch jetzt mit 85 weiter Auto fahren, aber man 
solle sich keine Sorgen machen, er fahre nur bekannte Steecken; da kann 
man nur noch hiffen, dass auch heute an der nächsten Ecke kein anderes 
Auto von rechts komnt.

Mit Doofheit oder Leichtgläubigkeit hat das alles nichts zu tun, sondern 
mit dem Bestreben, ein beuartiges Problem zu lösen. Wue gut, wenn einem 
die Lösung gleich mitgeteilt wurde: Die Akten der Staatsanwaltschaften 
sind voller entsprechender Protokolle, die freilich die "Führung" nicht 
erkennen lassen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Abdul K. schrieb:
> Jo. Adressen verkaufen bringt anscheinend einiges ein.

Nicht wirklich. Insbesondere Gruppenauskünfte sind erstaunlich wohlfeil 
zu haben, setzen allerdings ein "öffentliches Interesse" voraus.
Vgl § 46 BMG

https://www.gesetze-im-internet.de/bmg/__46.html

Dieses kann schon bei Marktforschungunternehmen gegeben sein.

Telefonnummern sind in diesen Auskünften ohnehin nicht enthalten; man 
kann also gleich das Telefonbuch nach Adolf, Walter, Hermine und Irmgard 
durchsuchen.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Lothar M. schrieb:
> ansatzweise hatte der Thread ja durchaus auch was mit Technik zu tun
Jetzt garantiert nicht mehr.

Mehr über den neuesten Enkeltrick: Erfahrungsberichte in der morgigen 
Tageszeitung.


Und Percy, lies bitte deine Texte vor dem Abschicken unbedingt nochmal 
durch und mach die schlimmsten Fehler raus. Die Autokorrektur packt das 
nicht:
- https://www.der-postillon.com/2019/01/autokorrektur.html

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